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Wie es der Zufall will - Teil 6 (fm:Bisexuell, 33006 Wörter) [6/6] alle Teilen zeigen
Autor: GirlFagVeröffentlicht: Mar 07 2010Gesehen/Gelesen: 5000/3285 [66%]Bewertung Teil: 9.42 (19 Stimmen)
Wird Chris wieder gesund und werden die drei jetzt endlich glücklich? Eins steht fest: Nicht nur sexuell wartet etwas Neues!
 

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© GirlFag
Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die 
schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. 
Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Ein neues Leben beginnt 

Meine Hand begab sich instinktiv auf Wanderschaft über Andis Brust
hinweg und suchte vergebens nach der sonnengebräunten Haut von Chris 
Oberkörper. Danach ließ mich mein noch zur Hälfte schlafendes Gehirn, 
den Platz vor mir mit geschlossenen Augen abtasten - wieder nichts. Die 
erwachende Dämmerung ergriff immer weiter von mir Besitz und während 
ich meine Lider öffnete, fragte ich mich, warum der schöne Blonde nicht 
neben uns lag. Normalerweise lag eine seiner Hände immer auf Andi oder 
mir! 

Ich blickte zu dem Schwarzhaarigen, musterte die dunklen Augenringe
unter den geschlossenen Lidern und spürte wie mich, ohne jede 
Vorwarnung, schmerzhaft die Erinnerung an den gestrigen Abend 
überrollte. Erst nach ein paar Sekunden wurde ich mir darüber gewahr, 
dass wir gestern Nacht noch mit Chris gesprochen hatten und laut 
Meinung des Arztes sein Zustand stabil sei. Alles nicht so schlimm? 
Bitte, lass alles nicht so schlimm sein! 

Andis tiefe, gleichmässige Atemzüge verrieten mir hingegen, dass für ihn
die Erkenntnis, über die Vorkommnisse des gestrigen Tages, nach einer 
äusserst kurzen Nacht noch ausstand. Ich wollte ihn dennoch nicht 
wecken, schliesslich würde er den Schlaf für den angebrochenen Morgen 
gut gebrauchen können. 

Aber just in diesem Moment liess mich auch schon ein schrilles Klingeln
zusammenfahren. Andi drehte sich um und gab nur ein ungemütliches: 
"Mh...", von sich, während er die Stirn, ohne die Augen zu öffnen, 
ärgerlich in Falten zog. Stille. Ein weiteres grelles Läuten. Er 
öffnete die Augen und blickte mich aus ihnen verschlafen an. Der Nebel 
des Tiefschlafs schien in deren tiefblauen Iris vor sich hin zu wabern 
und sein Bewusstsein nur allmählich dem grellen Tageslicht der Realität 
freizugeben. Ich saß auf dem Rand des Bettes und drehte ihm den Kopf 
zu. Mein trauriger Blick entsann ihn wohl an das Geschehene, denn 
plötzlich sprang er mit einem Ruck auf und stürmte zum Telefon. 

"Hallo?", nuschelte er benommen in den Hörer. "Ja, Moment.", sagte er
dann dem Anrufer verschlafen. "Die wollen mit dir reden.", ließ Andi 
mich nun wissen, während er mir das schnurlose Telefon überreichte. 
Ahnungslos nahm ich entgegen, was er mir gab und hielt mir den 
Lautsprecher ans Ohr. "Hofmann?", sprach ich zaghaft in das Mirkofon. 
"Guten Morgen, Frau Hofmann. Hier ist Herr Fischer von der 
Polizeidienststelle. Da ich Sie nicht zu Hause erreichen konnte, dachte 
ich mir bereits, dass sie sich im Hause ihres Lebensgefährten befinden. 
Ich rufe Sie wegen dem Verdächtigen Erik Birkenbach an. Und zwar um 
ihnen mitzuteilen, dass der mutmassliche Täter sich zurzeit in 
Untersuchungshaft befindet. Mittlerweile hat Herr Birkenbach ein 
Geständnis abgelegt und zugegeben, dass er für den Unfall 
verantwortlich ist. Kennen Sie eine Frau Sabrina Bauer oder Melissa 
Wilhelm?" Ich verneinte und erfuhr, dass Erik bereits zwei Vorstrafen 
wegen diesen Damen verbüßen musste, weil er sie ebenfalls mit 
böswilligen Attacken verfolgt hatte. Diese Information fand ich 
dermaßen interessant, dass ich Andi mit einer Geste fragte, wo sich die 
Freisprechfunktion an dem Hörer befand, welche er daraufhin mit einem 
Knopfdruck einschaltete. In Zimmerlautstärke erfuhren wir jetzt davon, 
dass Erik meine Adresse durch eine Rückverfolgung meiner Rufnummer, wie 
sie heute bei jedem Internettelefonbuch gang und gäbe ist, 
herausgefunden hatte und er deshalb durch beharrliches Beobachten in 
Erfahrung brachte, welches Auto ich fuhr. Auch einen meiner beiden 
Freunde hatte er wieder erkannt, nämlich Andi, in dessen Werkstatt er 
schon zweimal bei einer Panne seinen Wagen reparieren ließ. Ebenfalls 
gestand er, mein Fahrzeug vor diesem Betrieb entdeckt und Andi nackt in 
den Werkstatträumen umher laufen gesehen zu haben. Jedoch bestritt er 
vehement die Anschläge vor meiner Tür und den Wohnsitz der beiden zu 
kennen - hatten Andi und ich doch schon angenommen, Erik würde auch den 
Ausfall des Mustangs verschuldet haben. Die faulen Eier und das 
Ungeziefer juckten mich nicht aber bei der letzten Aussage musste ich 
schwer schlucken, denn wenn seine Behauptung stimmte, bedeutete das, 
dass ich mit einem rechtzeitigen Umzug vielleicht Schlimmeres hätte 
verhindern können. 

Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend drückte ich nach dem Gespräch
auf das Symbol mit dem roten Hörer auf dem Telefon und fühlte wie mein 
Brustkorb scheinbar von einer unsichtbaren großen Hand zusammengedrückt 
wurde. "Andi, ich weiss gar nicht was ich sagen soll... Hätte ich euer 


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