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Gay West I (fm:Schwul, 2764 Wörter)

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Veröffentlicht: Jan 07 2019 Gesehen / Gelesen: 6898 / 5090 [74%] Bewertung Geschichte: 8.20 (20 Stimmen)
Ich bin das erste Mal in einer Ferienanlage, in der man in Wild-West-Manier Rollenspiele betreibt.

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© Ferdinand Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Es war eine lange Anfahrt. Ich musste früh los, mehrmals umsteigen und auf Anschlusszüge warten. So kam ich erst am frühen Nachmittag an; hungrig, weil ich nur einen Apfel gegessen habe und mit steifen Gelenken, weil die Bahn meine Bewegungsfreiheit empfindlich eingeschränkt hat. Dieses Wochenende war mein Gewinn in der jährlichen Tombola unserer Kirchengemeinde. Sonst gewinne ich nie was. Ich ging also mit meinem kleinen Koffer zum Empfang und legte meinen Gutschein vor. Die Dame hinter dem Schalter lächelte mich freundlich an: "Wilder Westen, Chicago der 30er Jahre oder Zukunft?" Ich sah sie überrascht an. "Die Zukunft ist noch nicht ganz fertig", legte sie nach und schien sich über dieses Wortspiel sehr zu amüsieren. "Ich versteh nicht ganz", erwiderte ich. Sie lächelte: "Wir haben hier drei Erlebnisbereiche: Den Wilden Westen, Chicago der 30er Jahre und die Zukunft. Für einen Bereich müssen sie sich entscheiden." Ich überlegte kurz. "Der Wilde Westen würde mir gefallen." Das tippte sie in ihren Computer. "Wie groß sind sie?" fragte sie mich. Es war mir nicht klar, was diese Frage sollte, doch ich gab ihr bereitwillig Auskunft: "1,87." Sie musterte mich. "Größe 102", verkündete sie. "Ich kann ihnen nicht ganz folgen", gestand ich kleinlaut, doch sie reagierte gar nicht darauf. "Sie sind in der Taille schlank aber in den Schultern recht breit." - "Ich gehe zweimal die Woche ins Fitnessstudio." Sie tippte etwas in ihren Computer und gab mir schließlich eine Chipkarte. "Die dürfen sie nicht verlieren. Ihr Spint hat die Nummer 413." Ich war erneut überrascht. "Was meinen sie mit Spint? Bekomme ich kein Zimmer?" Sie sah mich an. "Alles, was sie brauchen ist ein Spint. Alle weiteren Informationen bekommen sie dort." Ich wollte noch etwas fragen, ließ es dann aber doch, nahm meine Chipkarte und wünschte der lächelnden Damen einen guten Tag. Am Ende eines langen Flures hing eine große Informationstafel. Sie forderte alles Buscher des Freizeitparks dazu auf Koffer, Kleidungsstücke, Wertsachen und was jeder sonst noch bei sich führte, in einem Spint einzuschließen und anschließend zur Ausgabe weiter zu gehen. Einen Augenblick überlegte ich umzukehren. Doch dann dachte ich an die lächelnde Dame, an der ich dann wieder vorbei müsste. Eine weitere Informationstafel ließ mich wissen, dass in dieser Freizeitanlage ein Rollenspiel gespielt wird. Jeder bekam eine passende Basisausstattung und musste dann versuchen, den ausgehändigten Basisbetrag von 500 Dukaten zu vermehren. Am Ende bekam er für alles, was über 500 Dukaten lag, eine Belohnung. Worin dieser Bonus bestand, wurde nicht mitgeteilt. Ich fasste den Beschluss, das Wochenende zu genießen, etwas Spaß zu haben und nicht weiter nachzudenken. Dann atmete ich einmal tief durch und öffne die Tür zu den Spinten. Es sah aus wie im Umkleideraum einer Badeanstalt. Im Raum standen ein paar Männer, die sich auszogen und ihre Sachen ordnungsgemäß verstauten. Sie begrüßten mich freundlich und musterten mich kritisch. Sonst sagte keiner ein Wort. Ich fand meinen Spint und zog mich aus. Ich habe kein Problem damit mich vor anderen Leuten zu entkleiden. Das tue ich zweimal die Woche im Fitnessstudio.

Nachdem ich alles im Spint abgelegt hatte ging ich weiter zur Ausgabe. Ich war jetzt nackt, versuchte diesen Zustand aber nicht wie die anderen Männer zu verdecken. Dem Mann an der Ausgabe gab ich meine Chipkarte und er wechselte sie gegen ein Päckchen mit meinen neuen Klamotten: Ein kariertes Hemd, eine Jeans, Cowboystiefel, Cowboyhut, einen Gürtel für den Colt. Zum Colt erklärte er mir, dass mit roten Farbpatronen geschossen würde, wie bei Gotcha. Völlig harmlos und ungiftig. Außerdem gab er mir die 500 Dukaten Spielgeld und eine Fahrkarte für die Postkutsche, die in 10 Minuten abfahren würde. Über die Unterwäsche musste ich lächeln: Eine Hemd-Hosen-Kombination, vorn zu knöpfen. Schnell zog ich mir die Sachen an, fand, dass ich ganz gut darin aussehe und ging hinaus.

Vor dem Haus standen drei Fahrzeuge: Eine Pferdekutsche, ein Oldtimer aus den 30er Jahren und ein futuristisches Ding ohne Räder. Ich schlenderte zur Kutsche. Ein älterer Mann im schwarzen Anzug und der Kutscher standen schon dort. "Nicht viel los", begann ich ein Gespräch. "Die Kutschen am Nachmittag sind immer recht leer", antwortete der Kutscher und saugte an seiner Zigarette. Klar, es ist natürlich schon spät. Trotzdem kam noch ein junger Bursche in einem schlichten braunen Anzug. Er trug eine Arzttasche und grinste in die Runde. "Aufregende Sache", sagte er und betrachtete die klapprige Kutsche. Er hatte ein hübsches Gesicht und große blaue Augen, die vor Vorfreude nur so strahlten. Wir stiegen ein und fuhren los Die Kutsche holperte über den Schotterweg und schüttelte uns ordentlich durch. Die Landschaft, durch die wir fuhren, sah wenig nach Prärie aus, mehr nach Lüneburger Heide. Aber das machte nichts. Die Sonne schien, der Himmel war blau und der

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