Wir suchen Geschichten! Hast du eine Geschichte geschrieben? Bitte hier einsenden! Danke schön!

Kamasutra-Trockenübungen (fm:1 auf 1, 13723 Wörter)

Autor:
Veröffentlicht: Jul 22 2021 Gesehen / Gelesen: 20184 / 19013 [94%] Bewertung Geschichte: 9.87 (234 Stimmen)
Cindy quatscht mit ihrem WG-Partner Jan über exotische Liebespositionen. Daraus entsteht eine Praxis-Demo. Zuerst mit Kleidern, ganz bravů

[ Werbung: ]
nightclub
Nightclub EU! Die heisseste Deutsche Porno Filme!


Breite der Text unten anpassen: (braucht 'cookies')
[ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ]

© Dingo666 Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

weitersehen.

"... echt unfair!", hörte sie Jan. Seine Stimme transportierte jetzt deutlich mehr Emotionen. Verbitterung, vor allem. Sie blieb unwillkürlich stehen und lauschte.

"Nein, verdammt noch mal. Das ist mir nicht das Wichtigste. Aber... was? Nein. Jetzt hör doch... Elli! Hör mir zu, ich... WAS? NEIN!"

Sie sollte weitergehen, sagte sie sich. Vorbei schleichen, die Tür ihres Zimmers schließen und nichts mehr hören. Doch sie blieb stehen wie angewurzelt.

"Jetzt reicht es wirklich. Ja -- mir reicht es. So? Wirklich? Interessant. Aber das ist nicht mein Problem, ich..."

Er brach ab und lauschte einer längeren Tirade. Sie konnte das Quäken des Telefons hören. Selbst auf diese Entfernung vernahm sie die Wut auf der anderen Seite.

"Schön", knurrte Jan. "Wie du willst. Kein Problem. Dann eben... Hm? Oh nein, das werde ich nicht tun. Ich werde..."

Weiteres Quäken, noch hitziger.

"OKAY! FUCK OFF, ELLI. LASS MICH IN RUHE. JA, DU MICH AUCH. UND ZUM TAUSENDSTEN MAL: NUMMER SECHSUNDZWANZIG IST DIE SPHINX, NICHT DIE TARANTEL!!!"

Ein Fauchen. Ein Krachen, wie von einem Telefon, das mit voller Kraft an eine Wand geschmettert wurde. Bevor sie sich rühren konnte, wurde die Tür aufgerissen und Jan stürmte heraus. Seine Miene kündete von Mord und Zerstörung. Er sah sie, riss die Augen auf, und stoppte, kurz bevor er sie über den Haufen rannte.

"Äh, sorry...", brachte sie heraus und wich zwei Schritte zurück.

"Was?", knurrte er, die Augen zu Schlitzen geformt.

"Nichts. Gar nichts." Sie bemühte ein Lächeln. So geladen hatte sie ihren WG-Partner noch nie erlebt. Da konnte man ja Angst bekommen.

"Hast du gelauscht?"

"Nein, gar nicht!" Sie übertünchte ihr schlechtes Gewissen mit einem extra empörten Tonfall. "Ich wollte von der Küche in mein Zimmer gehen, falls das erlaubt ist. Aber wenn du hier so rumschreist, brauchst du dich auch nicht zu wundern."

Jan starrte sie an. Dann seufzte er und ließ die Schultern sacken.

"Tschuldigung", murmelte er und fuhr sich mit einer Hand über die Stirn. Er trug Radlerklamotten, eine enge Hose und ein Funktionsshirt in Rot. Anscheinend hatte er auch schon Sport getrieben.

"Probleme in der Liebe?" Sie biss sich auf die Lippen. Sie sollte nicht so neugierig sein. Doch sie schaffte es einfach nie, ihre Klappe zu halten.

"Wie man´s nimmt." Er lachte bitter. "Jetzt wohl nicht mehr. Das hast du live mitbekommen, oder?"

Cindy wagte ein zaghaftes Nicken. "Äh -- was ist die Sphinx? Und die Tarantel?", kam ihr über die Lippen, bevor sie sich bremsen konnte.

"Also doch gelauscht!", versetzte Jan von oben herab. "Das ist nichts für kleine Mädchen."

"Fein." Sie nahm den Kopf hoch und marschierte an ihm vorbei. Dieser Idiot! Nur weil er zwei Jahre älter war und schon im Master, da brauchte er sich doch nicht so aufführen, als...

"Warte mal." Er hielt sie an der Schulter fest und seufzte. "Tut mir leid, Cindy. Ich bin ein wenig durch den Wind. Wärst du auch, wenn dein Macker gerade mit dir Schluss gemacht hätte."

"Schon gut." Sie drehte sich um und nickte. "Ich lasse dich in Ruhe." Das war ihm sowieso das liebste, das wusste sie aus dem gemeinsamen Wohnjahr bisher.

Er zögerte eine Sekunde.

"Sphinx und Tarantel, das sind Kamasutra-Stellungen", sagte er dann leise.

"Kamasutra?" Sie blinzelte, perplex.

"Ja. Diese indische Tradition, die..."

"Ich weiß, was das Kamasutra ist", unterbrach sie ihn. "Ich, äh, bin nur überrascht, dass du dich für sowas interessierst. Du sagst doch immer, mit diesem ganzen Esoterik-Quatsch willst du nichts zu tun haben. Dass nur Daten und Fakten zählen und so."

"Das ist ja auch keine Esoterik. Es sind nur Liebespositionen", verteidigte er sich. "Sex-Gymnastik, wenn man so will."

"Aha. Trotzdem wundert mich das ein wenig. Das hätte ich dir gar nicht zugetraut." Sie stemmte die Hände in die Hüften, wider Erwarten fasziniert von dem, was ihr Kumpel da sagte. Außerdem war das viel interessanter, als sich mit der Geschichte der Soziologie zu befassen.

"Da hast du sogar recht." Er lachte, wieder mit diesem bitteren Unterton. "Ich habe es nur Elli zuliebe gemacht. Sie hat sich beklagt, dass ihr immer nur Missionar zu langweilig wäre. Also habe ich recherchiert und mir die hundert Kamasutra-Stellungen eingeprägt. Aber dann war es Elli zu stressig, die nur mal auszuprobieren. Frauen, phh!"

"Hm, verstehe." Sie musterte ihn besorgt. Ein As, wenn es um Technik oder etwas Digitales ging. Aber aufgeschmissen, sobald Menschen und Emotionen ins Spiel kamen. Ein Hauch Autismus umwehte ihn, oder zumindest eine Art Inselbegabung. Er verdiente schon als Student ein paar tausend Euro jeden Monat, indem er nebenher programmierte. Doch Elli war seine erste richtige Freundin gewesen, soweit sie das wusste. Mit dreiundzwanzig!

Ja, sie sah es bildlich vor sich. Elli machte eine nörgelige Bemerkung im Bett. Nicht weiter wichtig eigentlich, doch Jan nahm das ernst. Weil er alles ernstnahm. Er beschäftigte sich damit, entwickelte eine Strategie, ach was, ein Gesamtkunstwerk, und lernte sämtliche dieser Kamasutra-Stellungen auswendig, mitsamt der Entstehungsgeschichte und so. Er dachte ernsthaft, so könne er seiner Freundin das geben, was sie brauchte. Männer, phh!

Sie musterte ihn. Er starrte vor sich hin und sah richtig verhärmt aus. Mitgefühl überkam sie. Vielleicht konnte sie ihn ein wenig ablenken von seinem Kummer? Etwas aufheitern, indem sie seine neu erworbenen Kenntnisse wertschätzte? Und dabei konnte sie eventuell einen Blick hinter den sonst undurchdringlichen Panzer ihres Mitbewohners werfen.

"Ich kenne mich da nicht so aus", sagte sie und fasste seinen Arm. "Erklärst du mir, was die Sphinx ist? Und die Tarantel?"

"Hm? Oh, ganz einfach." Er lächelte, und sie las Dankbarkeit in seinen grauen Augen. "Die Tarantel, das ist von hinten. Aber die Frau hat ein Bein nach hinten ausgestreckt, und der Mann liegt, er kniet nicht."

Cindy versuchte, sich das vorzustellen, und mit ihren eigenen Erfahrungen in Einklang zu bringen. Sie runzelte die Stirn. "Der Mann liegt? Wie soll das denn funktionieren? Und wo ist das Bein?"

"Na, ausgestreckt. Wenn die Frau hier ist" -- er malte einen Umriss in die Luft -- "und der Mann dann so, hier. Dann liegt er mehr, als dass er kniet, und..."

"Stopp, stopp." Sie hob die Hände. "Das kapiere ich so nicht."

Er verstummte und blinzelte, ratlos. Nein, verloren. Sie biss sich auf die Lippen. Das funktionierte ja super mit dem Ablenken und Aufheitern.

"Weißt du was? Zeig es mir einfach."

"Zeigen?"

"Ja. Eine Trockenübung, sozusagen. Komm mit." Sie ergriff seine Hand und zog ihn hinter sich her in ihr Zimmer. Ein inneres Kichern saß ihr in den Gliedern. Sie hatte sich noch nie mit jemand aus der WG über Sex unterhalten. Eine neue Erfahrung.

"Hier." Sie wies auf die noch ausgebreitete Trainingsmatte und ließ sich auf die Knie nieder. "Zeig mir die Sphinx."

"Na gut?" Er lachte, Verblüffung in der Stimme. Dann ging er neben ihr auf die Knie und legte die Arme auf ihre Schultern. Sanft drückte er sie nach vorne. "Stütz dich mit den Ellenbogen ab", kommandierte er. "Den Körper tiefer. Ja, die Beine in Z-Form. Und jetzt strecke das linke Bein einfach nach hinten."

Sie kicherte und folgte den Anweisungen. Aha. Sphinx. Sie kauerte auf allen Vieren, vorne auf den Ellenbogen, und hielt das linke Bein lang ausgestreckt. Dabei wurde ihr bewusst, dass sie noch die enganliegende, hellgraue Sporthose trug. Ihr Po und ihre Beine zeichneten sich darunter ab wie unverhüllt. In dieser Stellung, mit halb gespreizten Schenkeln, streckte sie die Muschi nach hinten raus. Sie schluckte, doch sie hielt still. Das war ja nur eine Demo.

"Genau so." Ein Räuspern, und er schwang sich über sie, so dass sein Becken locker an ihrem Po anlag. Er kauerte über ihr, links und rechts abgestützt auf ausgestreckten Armen. Sie spürte seine Präsenz am Rücken, und die Wärmestrahlung seines Körpers, doch sie berührten sich nur dort hinten.

"Aha." Sie musste kichern. "Sphinx, soso. Schon wieder was gelernt. In der Form habe ich das noch nie gemacht. Gibt es denn einen Vorteil, gegenüber ganz normal von hinten? Für dich ist das doch anstrengender, wenn du dich so aufstützen und halten musst, oder?"

"Ja, schon", erklärte er, ganz in seinem Element. "Das ist ja auch nicht für lange gedacht, vermute ich. Aber im Knien von hinten, da fühle ich mich immer so weit weg von Elli, äh, meiner Partnerin. So dagegen kann ich was in ihr Ohr flüstern." Er senkte den Kopf, neben ihren, und raunte: "So zum Beispiel."

"Hihi." Ein Schauer überlief sie. An den Ohren war sie empfindlich. "Und was sagst du dann?"

"Keine Ahnung. Wie hübsch sie ist. Wie gut sie riecht." Er sog vernehmlich die Luft in die Nase. Cindy schluckte. Sie war noch ganz verschwitzt vom Training. Doch er ebenso, stellte sie fest, und das beruhigte sie. Außerdem musste sie ihn ja nicht mit Wohlgerüchen beeindrucken. Schließlich war er nur ihr Mitbewohner.

Die Bewegung führte dazu, dass sich seine Lenden an ihrer Rückseite rieben. Sie spürte den Umriss seines Penis unter der glatten Sporthose, zwischen ihren Pobacken. Ein wenig zu hoch, dachte sie. Oder doch nicht: Wenn er jetzt einen Steifen hätte, dann würde er ja weiter nach unten ragen.

Ihr Unterkörper verschob sich, eine Kleinigkeit nach oben, ohne dass sie ihm das befohlen hätte. Es war, als würden zwei Puzzleteile einrasten. Sein Ding lag nun genau an ihrer Spalte. Exakt an der richtigen Stelle. So etwas wie ein Funke sprang über.

Jan schluckte und räusperte sich. Dann stemmte er sich wieder hoch und löste sich von ihr.

Sie ging auf die Knie und drehte sich um. "Danke, Jan", lächelte sie warm. "Das ist interessant. Anscheinend weiß ich doch nicht so viel vom Kamasutra wie du." Der Funke glomm noch in ihrem Unterleib vor sich hin.

Er grinste und winkte ab, doch er freute sich, unverkennbar. Hey, das klappte doch mit der Aufheiterung.

"Und die Tarantel?", fragte sie weiter.

"Die geht ganz anders." Mit sichtlichem Enthusiasmus setzte er sich auf die Matte, streckte die Beine aus, und stütze sich nach hinten auf die Hände. "Der Mann sitzt nur, ganz passiv. Die Frau ist oben, auch so auf den Händen gestützt wie ich. Deshalb heißt die Stellung so: Acht Füße auf dem Boden, wie eine Spinne."

"Wie? So?" Feixend schob sie sich auf seine Schenkel, die Füße links und rechts von seinem Po. Sie lehnte sich nach hinten, die Handflächen berührten die Matte in Höhe seiner Fesseln.

"Ja, so geht es los." Er ließ seine Augen über ihren Körper gleiten. Das erzeugte einen engen Hals bei ihr. Immerhin lag ihr Schoß offen vor ihm, zwischen den gespreizten Schenkeln. Doch im Moment sah er geradeaus. Auf ihren Busen. Sofort spürte sie, wie sich die Nippel unter dem Shirt verhärteten.

"Jetzt musst du hier näher ran." Er spannte die Schenkelmuskeln an und tippte ihr damit von unten an den Po. Mit einem Schlucken rutschte sie nach vorne. Bis ihre Muschi sich an den Hügel in seiner Sporthose schmiegte.

Sie sahen sich in die Augen. Lasen die Verlegenheit. Aber auch das verhohlene Interesse. Die Spannung. War das noch die Anstrengung des Trainings, die ihr Blut so in Bewegung setzte, oder schon etwas anderes? Mit wem bin ich da eigentlich zusammen?, ging ihr durch den Kopf. Sie lebten schon fast ein Jahr gemeinsam, doch sie kannte ihn kaum.

"Mochte Elli das?", fragte sie und blieb. Hielt den indirekten Genitalkontakt mit ihm.

"Nee. Zu anstrengend, meinte sie." Er grinste. "Für mich nicht."

"Da hat sie recht. Das würde ich auch nicht lange so aushalten." Cindy bewegte sich ein wenig und spürte heimlich nach, wie sich die Berührung an ihren Schamlippen veränderte. Täuschte sie sich, oder fühlte sich das praller an als gerade noch?

"Eine andere Position gefiel Elli besser." Er setzte sich auf. Ein Situp, wobei er sie als Gegengewicht nutzte. "Die heißt ´Die Wippe´ und ist für beide länger möglich. Setz dich aufrecht hin."

Sie kicherte und hockte sich breitbeinig über ihn. Der umfasste ihren Po und zog ihn näher an sich. Der Knauf berührte sie nun genau von unten. Genau am Eingang. Unwillkürlich zog sie die Scheidenmuskeln zusammen. Sein Penis zuckte als Reaktion. Oh Gott, hatte er das bemerkt?

Jan betrachtete gerade eingehend ihre Brüste, die sich in dieser Stellung in Höhe seines Kinns befanden. Die Nippel, schon vorgeglüht, reagierten umgehend und schwollen so stark, dass nun zwei Himbeeren durch den Stretchstoff ihres Shirts ragten, anstelle von zwei Erbsen.

Er sah zu ihr hoch, mit geröteten Wangen. "Gut so?", fragte er weich.

"Gut so", flüsterte sie automatisch.

War es gut? Hm, eigentlich schon. Sie spürte keine Abwehr, keinen Widerstand. Das war nur Jan, ihr WG-Kumpel. Altvertraut, auch wenn sie nie wirklich viel mit ihm anfangen konnte. Mit Rosie und Mäck hatte sie schon ab und zu was unternommen und viel gequatscht, abends am gemeinschaftlichen Küchentisch. Jan war einfach immer nur da gewesen, irgendwo am Rand. Ein wenig schräg, schon seit jeher. Ungefährlich, in jedem Fall. Er würde nie etwas tun, das sie nicht wollte. Ein Wort von ihr, ja wahrscheinlich schon ein strenger Blick, und er würde sofort einen Vorwand finden, um sich in sein Zimmer zurückzuziehen. In sein Schneckenhaus.

War das der Grund, warum sie eine verstohlene Neugier spürte? Lust, dieses kleine Spielchen fortzusetzen? Oder lag es daran, dass sie endlich einmal das Gefühl hatte, ihm auf einer anderen Ebene zu begegnen, als der alltäglichen? Dass sie einen Blick auf den echten Jan werfen konnte? Den hinter dem jungen Mann, der sich perfekt an die herrschenden Regeln und Moden anpassen konnte, auch wenn sie ihm eigentlich gleichgültig waren?

Oder -- konnte es sein, dass sie nach Monaten der Abstinenz selbst etwas ausgehungert war?

Jan starrte ihr wieder auf die Brüste. Sie folgte seinem Blick und sah zu, wie die beiden Orangenformen sich hoben und senkten. Ihr Atem ging ein wenig schneller, als es die Bewegungslosigkeit erfordert hätte. Die Spitzen bildeten immer noch Steinchen und prickelten vor sich hin.

Das Glied unter ihr spannte sich an und drückte sich an ihre Schamwölbung. Sie stieß einen leisen Ton aus.

"Tschuldigung." Er sah sie an, doch er regte sich nicht. "Das, hm, lässt mich nicht ganz kalt."

"Macht nichts", murmelte sie und kicherte albern. "Ist doch normal. Dazu sind diese Stellungen doch da, oder? Ich find´s interessant. So genau habe ich mir das alles noch nie überlegt. Und die Wirkung spüre ich auch. Sogar mit dir."

"Ja. Ich seh´s." Er blinzelte angelegentlich auf ihre Brustwarzen. Das löste einen neuen Kitzel darin aus. Das eigentümliche Flirren in ihrem Bauch nahm zu. Viel zu schön, um jetzt einfach aufzuhören.

"Was ist denn deine Lieblingsposition?", wollte sie wissen.

"Hmm. Ich weiß gar nicht genau", überlegte er. "Es gibt so viele, die mir gefallen. Kennst du den ´Sidekick´?"

"Nicht unter dem Namen. Zeig´s mir."

"Okay." Er schob sie sanft von sich und ließ sie sich auf der Matte ausstrecken. Dabei dirigierte er sie nun mit zwei warmen Händen, anstatt mit Worten. Das gefiel Cindy. Es war, als sei sie eine Barbie-Puppe, die sich von ihm in die gewünschte Positur biegen ließ.

Jan brachte sie in eine Seitenlage, und schob das obere Bein hoch, bis das Knie neben ihrem Bauch lag und die Pobacke sich hochwölbte.

"Das sieht so gut aus, das gefällt mir auch daran", sagte er leise und sah ihr auf den Unterleib. Die Muskeln darin zogen sich an, von selbst.

"Oh? Äh -- kannst du das nochmal machen?" Er beugte sich ein wenig vor, fasziniert.

"Sieht man das?" Sie kicherte und spannte die Muschi so hart an, wie sie konnte.

"Ein wenig. Die Kurve verändert sich um eine Kleinigkeit."

Cindy schluckte und schloss die Augen. So wiederholte sie die Bewegung, unterstützt, indem sie die Schenkel ein wenig nach innen presste. Das Prickeln in der Scheide wurde stärker, aber auch ihre Unruhe. War das wirklich in Ordnung, ihrem Mitbewohner das zu zeigen?

Doch sie spürte immer noch keinen Widerstand, keine Angst. Nun, immerhin war sie angezogen. Wenn er sah, wie ihre Scham sich bewegte, dann war es ja nicht anders, als ob ihre Brüste unter dem Shirt hüpften oder so. Das hatte er schon tausendmal an ihr gesehen. Jedes Mal, wenn sie eine Treppe runterlief. Ungefährlich, beruhigte sie sich.

Mit einem tiefen Atemzug kniete er sich über den unteren, ausgestreckten Schenkel von ihr und schob sich an sie. Wieder fügte sich die Beule hübsch in die Lücke zwischen ihren Beinen, und wieder schien das eine Art Stromkreis zu schließen. Sie stießen beide einen undefinierbaren Ton aus, genau gleichzeitig.

"Das liebe ich", murmelte er und rieb sich an ihr. "Das ist ganz entspannt, und ich kann dich überall streicheln." Damit legte er ihr eine Hand mit gespreizten Fingern auf den Rücken. Die andere ließ er über die hochgewölbte Seite ihrer Hüfte gleiten.

"Ja, das mag ich auch." Sie räkelte sich und drückte sich gegen die halbe Erektion, die sie spürte. Das war nett so. Nicht so gierig, wie ein Lover das tun würde. Schön! "Wie hieß das noch gleich?"

"Sidekick." Er presste die Schenkel zusammen, und damit ihren Unterleib von vorne und von hinten. Sie seufzte, und er wiederholte es noch ein paar Mal und walkte sie regelrecht.

Cindy wandte den Kopf und sah zu ihm auf. Seine grauen Augen leuchteten, so gefangen war er in diesem Spiel.

Fand sie ihn eigentlich attraktiv, als Mann? fragte sie sich. Er sah gut genug aus, ohne Zweifel. Groß und schlank, ein wenig auf der sehnigen Seite. Seit Corona fuhr er Rad wie ein Irrer und hatte kein Gramm Fett am Leib. Die dunklen Haare trug er immer kurz, das betonte die quadratische Form seines Schädels. Markant, in jedem Fall. Ein wenig wie Supeman, dachte sie oft. Oder wurde diese Assoziation von dem kurzen, starken Hals hervorgerufen?

Er streichelte sie jetzt in parallelen Bewegungen, am unteren Rücken, und am Bauch. Ihre Hüften schwangen in einer Art Kreisform zusammen. Sie atmeten beide rascher, fiel ihr auf. Das war keine Demo mehr, das war zu etwas anderem mutiert. Doch es fühlte sich so gut an!

"Was ist denn deine Lieblingsstellung, Cindy?", fragte er, als das Schweigen sich zog.

"Oh, ich weiß gar nicht so recht." Hm, eigentlich wäre sie lieber noch ein wenig so geblieben. "Das Übliche halt. Missionar ist gut, das kann man so schön faul sein. Oder Doggy. Reiten mag ich nur manchmal. Langweilig, oder?"

"Ach nee. Es kommt ja auf das innere Gefühl an, nicht auf die Stellung." Er ging ein wenig zurück und löste den Kontakt ihrer Intimbereiche. Nicht ohne Bedauern in den Augen, wie sie registrierte.

"Da fällt mir was ein. Das habe ich nur einmal erlebt, und fand es super. Aber ich weiß nicht, wie das heißt." Sie rappelte sich auf. "Leg du dich mal hin. Einfach auf den Rücken."

Er nickte mit einem erfreuten Grinsen und streckte sich aus. Ja, dieser Umriss da in der Radlerhose, der war eindeutig nicht mehr mit zu engem Stoff erklärbar. Sie beäugte interessiert das voluminöse Gemächt, das sich da abzeichnete. Er grinste wieder und spannte die Muskeln an. Die Wurstform hob sich zu einem Knick. Sie kicherte. Seltsam -- sollte sie nicht mehr Bedenken entwickeln, angesichts dieser Erektion? Mehr Befürchtungen?

Ach was. Schließlich waren das alles ja nur Trockenübungen. Völlig harmlos. Ein Spiel zwischen Freunden. Ein Hauch anrüchig vielleicht, aber eher witzig als ernsthaft erotisch, oder?

Sie legte sich auf Jan, mit dem Rücken auf seine Vorderseite, und schob sich zurecht, bis sie den Knauf seines Schwanzes zwischen den Pobacken spürte. So nahm sie seine Hände und legte sie auf ihre Seiten. Erst als er sie berührte bemerkte sie, dass das Shirt ein wenig nach oben geglitten war, und er die nackte Taille umfasste. Sie schluckte, doch es war jetzt zu spät für einen Rückzieher.

"Das ist der ´Doppeldecker´", hörte sie ihn an ihrem Ohr flüstern. "Das habe ich noch nie ausprobiert." Damit fasste er sie enger, eine Hand glitt auf ihren nackten Bauch und intensivierte das sanfte Glühen darin. Er kippte das Becken hoch und spannte den Penis an, drängte ihr sein Geschlechtsteil genau an die Öffnung ihrer Scheide.

"Mhh", seufzte sie unwillkürlich und ließ den Kopf nach hinten hängen, neben seinem Hals. Die Körperspannung im durchgebogen Leib ließ sie alles doppelt so stark wahrnehmen.

"Warum gefällt dir das so?", wollte er wissen und erkundete die Form ihres Beckenknochens unter dem Saum ihrer Sporthose.

"Weil ich mich ganz entspannen kann." Sie lockerte sich gezielt überall. "Und weil du mich gut streicheln kannst. Und weil, äh, du genau am G-Punkt wärst, wenn du jetzt, äh, in mir wärst..."

"Mhm."

Sie hörte sein hartes Schlucken. Er streichelte sie weiter, und spielte mit einer Fingerspitze in ihren Bauchnabel. Normalerweise war sie kitzlig, doch in dieser hingestreckten Pose löste das kein Lachen aus, sondern nur einen leisen Reiz. Die Erektion an ihrer Unterseite verhärtete sich weiter.

"Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn ich das mit Elli gemacht hätte", murmelte er. "Ich glaube, das hätte ihr auch gefallen. Vielleicht habe ich ihr nur die falschen Stellungen beibringen wollen."

Cindy bezweifelte, dass es daran lag. Doch sie fühlte sich zu faul und zu abgelenkt, um jetzt Beziehungsdynamiken zu diskutieren. Sie räkelte sich auf dem großen Mann und genoss die Wärme, die sich zwischen ihnen staute und wie ein Kissen in ihren Rücken zu dringen schien.

"Cindy. Darf ich was ausprobieren?", fragte er leise.

"Mhm." Was hatte er vor?

Er löste seine Hände vom Bauch und schob sie höher. Langsam. Über die Seiten. Die Rippen. Sie holte tief Luft. Er stoppte kurz, doch als sie nicht protestierte, legte er beide Hände auf ihre hochgewölbten Brüste. Sehr sanft.

"Solche Stellungen liebe ich, wenn ich Ellis Brüste dabei streicheln kann", hörte sie sein Flüstern. Er umfasste ihre Titten und drückte, hauchzart. Das entlockte ihr ein Seufzen. Das sich in ein Stöhnen verwandelte, als seine Fingerspitzen die erigierten Nippel trafen.

Jetzt sollte sie sich eigentlich losmachen. Freundlich, aber bestimmt. Sie wusste es. Im Kopf, und im Körper. Sie überschritten eine Grenze. Es ging nicht mehr um Information. Um Erfahrungsaustausch, meinetwegen. Jan erregte sie, ganz unverhohlen. Und sich selbst ebenso, dem beharrlichen Druck seines Steifen an ihrem Hintern nach zu urteilen.

Es ging um Lust. Um Sex. Naheliegend, in einer WG, und ebenso verpönt. Peinlich, ging ihr vage durch den Kopf. Witzig -- sie hätte nie für möglich gehalten, das ihr das passierte. Es hatte keine Vorläufer gegeben, keine Warnzeichen. Jan war immer nur ein Aspekt der Umwelt für sie gewesen. Schon männlich, kein Neutrum. Aber sicher nicht als Partner attraktiv, oder auch nur denkbar.

Warum jetzt? fragte sie sich, während er zunehmend gieriger ihren Busen walkte. Corona-Koller? Zu lange enthaltsam, und nun notgeil? Nur der Zauber des Augenblicks?

Sie kam zu keinem Ergebnis. Außer dem, dass es sich wundervoll anfühlte, wie er sie berührte. Weil sie komplett entspannt war. Weil sie wusste, dass sie jederzeit abbrechen konnte, wenn sie wollte. Also -- warum es nicht noch ein paar Sekunden genießen. Eine Minute? Bis sie dann gleich den Schlussstrich ziehen würde.

"Uhhhmmm." Sie seufzte genießerisch und streckte die Arme über den Kopf nach oben. Das zog sie so herrlich in die Länge und machte ihre Oberseite noch empfindsamer. Jan schnaufte und umfuhr die Kurven ihrer Brüste, zeichnete die Rundungen nach. Ihre Unterkörper bewegten sich gemeinsam, rieben sich auf die uralte Weise, erzeugte Hitze und eine Wollust, die in ihr aufstieg wie eine Dampfwolke.

Hatte sie schon einmal ein so lockerleichtes, so entspanntes, und gleichzeitig so heißes Liebesspiel erlebt? Nein, sie konnte sich nicht erinnern. So schön. Und Jan duftete auch noch so gut. Der erhitzte Leib unter ihr umhüllte sie mit seinem Körpergeruch wie mit einem Samtkissen. Ob es für ihn auch so war? Vermutlich schon. Ja, er hatte seine Nase an ihren Hals gelegt und schnupperte genießerisch.

Er tastete erneut nach ihren Brustwarzen, und der Reiz durchfuhr sie wie eine heiße Nadel. Sie stöhnte auf.

"Äh -- zu viel?" Er verhielt, reglos, aber ohne die Finger von ihr zu nehmen.

Zu viel?

"Mh, nein", flüsterte sie nach einer kurzen Bedenkpause. "Du machst mich nur gerade ziemlich heiß."

"Geht mir auch so." Er presste seine Erektion härter an sie. "Schlimm?"

"Ziemlich." Sie kicherte, mit einem lockenden Unterton, und spielte mit ihren Unterleibsmuskeln. "Da werde ich ganz feucht, merke ich."

"Klingt gut."

Er streifte mit den Lippen über ihr Ohr, und sie keuchte auf und erstarrte. Am Ohr war sie superempfindlich. Wahrscheinlich würde es ihr gleich zu viel werden und...

Jan nahm das Ohrläppchen zwischen seine Lippen und massierte es hin und her. Nur ganz leicht, aber sie wölbte sich durch und stöhnte so wollüstig, dass es sich fast nach einem Tier anhörte. Die gleichzeitig erneut einsetzende Stimulation an den Brustwarzen addierte zusätzliche Reize, und sie kam sich vor wie in einem Ofen: von allen Seiten von Flammen beleckt.

Große Hände erforschten ihren Bauch, nackt, ihren Ausschnitt, schoben sich hinein, unter den Stoff, auf ihre nackten Brüste, griffen ihr Fleisch, drückten, zitternd vor Gier. Sie bewegte sich, rieb sich schaudernd an dem harten Ding unten, an seinem festen Leib, wollte mehr spüren von diesen Lippen, diesem heißen Atem an der Haut, dieser Zunge, die um ihr Ohr spielte...

"Oh Gott!"

Sie musste sich einfach aufrappeln, sich umdrehen, auf ihm, sich auf ihn schmiegen. Pressen und reiben und schnaufen, mit gespreizten Beinen, so dass der Hügel in seiner Hose exakt an sie stieß. Sogar in sie, ihr den Stoff ihrer Sporthose und des Slips hineindrückte, ein wenig zwischen die Schamlippen, in die Öffnung, sie reizte, erregte, so hart, so heiß, seine Hände um ihren Rücken wie stählerne Greifer, ihr Gesicht an seiner Halsbeuge, sein Geruch, seine gespannten Sehnen, seine Stöße, ihre Antwort, mehr, lustvoller, ja, und, sie, er, jetzt, gleich, noch, stärker, und ...

... Schrei.

Krampfen.

Dann...

Sie kamen gleichzeitig, auf den Sekundenbruchteil. Es war gar nicht anders denkbar. Eine Selbstverständlichkeit, erwachsen aus dem schwindelerregenden Aufstieg, schnell, gemeinsam, ein Katapult, das sie nun zusammen in den Weltraum schoss, in eine ballistische Flugbahn, weit weg, irgendwohin, irgendwann. Entfernt spürte sie, dass die Hitze des prallen Dings, das halb in ihr steckte, sich plötzlich anders anfühlte, so als sei der Stoff von beiden Seiten völlig durchfeuchtet, nein, richtig nass.

Jan stöhnte erlöst, sein Griff lockerte sich. Auch sie ließ alle Spannung fahren und hing auf ihm wie eine zerbrochene Puppe, nur Leere im Inneren. Oder Chaos. Was auch immer. Es sorgte dafür, dass sie in herrlich schaudernden Wellen hing, glockenhell kieksend, und dass ihr Körper unbeaufsichtigt vor sich hin zuckte.

Wie lange lagen sie so? Zwei Minuten? Fünf? Kein Flug dauerte ewig, leider. Sie tauchte wieder ein in die Erdatmosphäre. Gedanken fluteten zurück in ihren Kopf. Fragen. Sorgen. All die grauen Dinge, die zuvor von dieser himmlischen Lust auf Abstand gehalten worden waren.

Mit einem Seufzen hob sie den Kopf und sah Jan in die Augen. Die zeigten dieselbe Mischung aus Verzückung und Schrecken, der sie auch erfüllte.

"Wow", hauchte er. Das Lächeln, das er versuchte, endete als Grimasse.

"Wow." Sie schluckte das irre Kichern wieder hinunter, das ihr im Hals saß. Um Gottes Willen, was hatten sie getan?

Mit einem Stöhnen schob sie sich zur Seite, von ihm herunter, und warf dabei einen Blick nach unten. Das Zelt in seiner Radlerhose, nun etwas kleiner, bildete sich aus dunklem, durchnässtem Stoff. Sie spreizte die Beine und sah bei sich selbst nach. Ihre Kleider waren immer noch zwischen die Schamlippen gedrückt und bildeten genau die Öffnung ihrer Scheide nach. Auch völlig nass, natürlich. Sie zupfte daran, bis sich der Stoff von ihren Falten löste. Jan schluckte, als er ihr dabei zusah.

Sie sahen sich an. Ratlos.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", murmelte er.

"Dann sag nichts", schlug sie vor. In dem Maße, wie die Erregung abflaute, nahm Panik sie in Besitz.

"Aber..."

"Sag einfach nichts ja?" Sie klappte die Schenkel zusammen.

"Es -- es tut mir leid."

Sie sah auf. Seine Miene hatte sich verschlossen wie eine Auster. Oh nein.

"Jan", seufzte sie und legte ihm eine Hand auf die Wange. Er blinzelte. Was konnte sie ihm sagen?

"Es muss dir nicht leidtun", versuchte sie es. "Es war -- wunderschön. Ich wollte es genauso. Ich wollte es mit dir. Nur weiß ich jetzt nicht, was es bedeutet."

"Du meinst -- ob wir uns verliebt haben oder so?"

"Nein. Oder vielleicht doch. Ach nee -- verliebt wohl nicht. Das fühlt sich anders an. Aber -- was war es dann?"

Er überlegte kurz. Dann rückte er an sie und nahm sie vorsichtig in die Arme. Sie ließ es zu. Er roch immer noch so gut, stellte sie fest.

"Zunächst bedeutet es, dass diese Kamasutra-Stellungen ziemlich gut funktionieren, denke ich", sagte er, völlig ernsthaft. "Lass uns nicht mehr daraus machen, als es ist, okay? Wir haben ein wenig rumprobiert und sind halt heiß geworden. Mehr nicht."

Sie atmete tief ein und hielt sich an ihm fest. Mehr nicht? War es so einfach?

"Okay", stimmte sie zu, weil ihr nichts Besseres einfiel. "Okay."

"Also Schwamm drüber?"

Sie zögerte.

"Nein. Schwamm drüber hört sich so auslöschend an. Ich möchte das nicht vergessen. Es war schön. Ich möchte es nur verstehen. Aber vielleicht hast du recht. Lass uns einfach mal nicht mehr darüber reden, für eine bestimmte Zeit."

"In Ordnung. Vierundzwanzig Stunden?"

So exakt hatte sie das nicht gemeint. Eher wie: erst mal nicht mehr. Bis irgendwann. Vielleicht. Doch mit solchen unscharfen Begriffen konnte Jan nicht umgehen, das wurde ihr jetzt klar.

"Vierundzwanzig Stunden, gut. Dann schauen wir weiter, ja?"

"In Ordnung."

Er drückte sie, hauchte einen Kuss auf ihre Wange, und erhob sich. Mit einem letzten, rätselhaften Blick war er draußen. Die Tür schloss sich hinter ihm.

Cindy rollte auf den Rücken, drückte die Schulterblätter in die weiche Matte, und starrte an die Decke. Sie hätte schreien können vor Frustration und Angst. Was hatte sie da nur angerichtet? Die Mauern ihres Zimmers schienen näherzukommen. Alcatraz hatte sie wieder, nach dem kurzen, hormonbefeuerten Freigang auf dem Hof.

Andererseits saß das Grinsen wie festbetoniert auf ihren Lippen, stellte sie fest. Wärme floss in ihr auf und ab, wie eine sanfte Brandung.

So gut! Sogar im Gefängnis.

***

Der Rest dieses Donnerstags verging wie eine Sitcom. Zumindest fühlte sie sich so. Als wäre das WG-Leben, das ablief, nur eine Hintergrundhandlung. Und sie spielte eine Rolle darin. Sie agierte nach einem bekannten Drehbuch: Die Jüngste in der Runde. Manchmal ein wenig kindisch, manchmal reif, manchmal schnippisch. Alles wie immer. Ständig rechnete sie halb damit, dass ein paar Lacher aus dem Off eingeblendet wurden.

Rosie und Mäck kamen von der Arbeit. Die beiden hatten sich zusammen einen Job bei einem Testzentrum ergattert und schoben ihre Schichten parallel. Es wurde gekocht, und gegessen. Am Tisch saß sie neben Jan. Sie hatte Schwierigkeiten, sich auf das Gespräch zu konzentrieren. Ab und zu warf sie ihrem Kamasutra-Instruktor einen Blick zu. Er reagierte nicht darauf. Hatte sich besser im Griff, wie es schien. Oder konnte er tatsächlich so schnell zur Tagesordnung übergehen? Bewundernswert - sie schaffte das nicht.

"Also ihr beiden", sagte Mäck als Hauptmieter und inoffizielles WG-Oberhaupt, als die Teller abgeräumt waren. "Hier ist der Plan fürs Wochenende. Rosie und ich fahren morgen Vormittag weg. Wir haben über das Wochenende das Chalet meiner Eltern im Allgäu."

"Okay." Jan lehnte sich zurück und sah sie an. "Dann bleiben wir hier und passen auf das Haus auf. Und übernehmen unseren Teil der Arbeit, ihr beide habt ja die letzten zwei Wochen einiges gemacht."

"Genau. Ich mache euch eine Liste, was ihr tun könnt." Mäck grinste wölfisch und zählte auf: "Rasen mähen. Leergut wegbringen. Einkaufen. Den Keller aufräumen. Der Zaun an der Seite muss noch das zweite Mal gestrichen werden. Oh, und schau mal nach der Netzwerk-Verkabelung, Jan. Irgendwo muss da ein Fehler sein, die Verbindung reißt manchmal ab."

Jan hatte zu jedem Punkt genickt. Jetzt sah er auf und sagte: "Damit sind erst knapp sieben Stunden verplant. Sonst nichts?"

Mäck blinzelte und wechselte einen Blick mit den beiden Mädchen. Bei Jan wusste man nie, ob er das todernst meinte, oder ob er einen Witz riss.

"Nein, das reicht." Ein gezwungenes Lächeln. "Teilt es euch auf, dann sind es nur dreieinhalb für jeden. Akzeptabel?"

"Na klar." sagte Cindy schnell. Je mehr Arbeit, umso mehr Ablenkung.

Nach dem Essen ging sie endlich unter die Dusche und wusch sich den Schweiß des Nachmittags vom Körper. Plus andere Flüssigkeiten. Der Slip hatte sich an den Schamlippen festgeklebt, und das ziepte richtig, als sie ihn auszog. Ihre Scheide war so voll mit dickem Schleim, dass sie minutenlang darin herumrieb, bis sie sich wieder ganz sauber fühlte. Natürlich dachte sie die ganze Zeit nur an eines, und das ließ ihren Puls hochgehen.

Ging das noch als Trockenübung durch, was sie da mit Jan auf der Matte erlebt hatte? Oder musste man das nicht schon unter Sex verzeichnen? Was hatte sie nur so mitgerissen, dass sie keinen Gedanken an die Folgen verschwendete? Nachdenklich stellte sie das Wasser ab und nahm das Frotteetuch. Die vierundzwanzig Stunden waren bald vorbei. Was sollte sie ihm dann sagen? Dass er sie in Ruhe lassen sollte? Dass sie nochmal von dieser verbotenen Frucht kosten wollte? Vielleicht -- noch mehr?

"Was rede ich denn da?", murmelte sie ihrem Spiegelbild zu, obwohl sie überhaupt nichts gesagt hatte. Richtiger Sex mit Jan? Diese coronabedingte Isolation zuhause hatte sie anscheinend stärker erwischt als gedacht, wenn sie auf solche seltsamen Gedanken kam. Unter normalen Umständen stand sie überhaupt nicht auf introvertierte, leicht schräge Jungs. Die lustigen, lebensfrohen, die waren eher ihr Ding!

Sie schob das alles mit Gewalt beiseite und konzentrierte sich auf das Föhnen ihrer Haare. Das erforderte ihre ganze Konzentration und lenkte einwandfrei ab. Doch als sie dann in ihr Zimmer ging, den Schrank öffnete, und ein Kleidungsstück nach dem anderen herausnahm, da ertappte sie sich bei der Frage, wie Jan das wohl gefallen würde.

"Zum letzten Mal: Ich will nichts mehr von diesem Mist wissen!", fauchte sie vor sich hin und schlüpfte in ihre alte, superbequeme Jogginghose und ein übergroßes Shirt. Das hing an ihr wie ein Zelt und verbarg das Meiste ihrer weiblichen Formen. Sehr gut, damit hatte sie es wohl im Griff und konnte sich auf etwas anderes konzentrieren.

Das stellte sich schnell als Illusion heraus. Sie warf eine Netflix-Serie auf ihrem Tablet an, doch schon nach wenigen Minuten verlor sie die Handlung. Was sie jedoch erst nach einer Viertelstunde richtig bemerkte. Der Versuch, ein Buch zu lesen, scheiterte wesentlich schneller. Ihre Augen glitten über die Zeilen, ohne die Worte auch nur richtig zu erfassen.

Mit einem Aufstöhnen ließ sie sich rückwärts auf ihr Bett fallen. Wenn das so weiterging, würden das sehr, sehr lange vierundzwanzig Stunden werden.

***

"Hey, du Langschläferin. Wir fahren gleich los."

"Hm?"

Cindy blinzelte unter ihrem Arm hervor. Die Lichtbahnen, die an den Seiten der geschlossenen Fensterläden in ihr Zimmer fielen, stammten von einer Sonne, die schon nah am Zenit stand. Mäck rollte die Augen und verschwand aus der offenen Tür.

Sie gähnte herzhaft und rieb sich die verschwollenen Augen. Es musste fast Mittag sein, sie hatte den Freitagvormittag verpennt. Egal -- sie hatte heute keine Online-Vorlesung, und bis zu den Prüfungswochen war es noch eine Weile hin. Kein Stress! Insbesondere, wenn man die halbe Nacht wachgelegen hatte, weil...

"Oh!"

Ihr fiel alles wieder ein, so als ob ein Erdrutsch über ihrem Kopf niedergehen würde. Sofort war die Unruhe wieder da, diese fiebrige Energie vom Vortag, die tausende von Fragezeichen. Sie fuhr schnell in die erstbesten Klamotten und schlurfte nach unten. Mäck montierte etwas am seinem steinalten Passat herum, der vor der offenen Tür stand, und Rosie telefonierte.

Jan hockte am Tisch, einen Kaffee vor sich, den Kopf auf eine Hand gestützt. Er sah genauso verschlafen und verquollen aus, wie sie sich fühlte.

"Morgen", murmelte sie und ließ sich neben ihn auf ihren Stuhl fallen, angelte nach der Kaffeekanne.

"Morgen." Jan warf ihr einen undeutbaren Blick zu.

Rosie brachte das Telefonat zu Ende und lächelte auf sie herab. "Ihr seht beide so aus, als hättet ihr die Nacht durchgemacht. Ist etwas Besonderes los?"

"Ach nee, uns geht nur dieser ganze Online-Quatsch auf die Nerven", brachte Cindy schnell hervor und lachte fahrig. Jan nickte zu ihren Worten. "Äh -- brecht ihr jetzt schon auf? Dann viel Spaß in den Bergen."

"Danke." Rosie beugte sich vor und drückte sie kurz. "Wir sind übermorgen am frühen Nachmittag zurück. Macht euch zwei schöne Tage, ja?"

"Und vergesst die Liste mit den Arbeitsaufträgen nicht?" rief Mäck von der Tür her. "Kommst du jetzt? Wir müssen los, sonst kriegen wir Stau, und es dauert ewig."

Ein letzter Aufruhr, der Motor des Passats verklang und dann kehrte Ruhe ein. Nur das Zwitschern der Vögel drang aus dem Garten herein.

Cindy und Jan wechselten einen Blick.

"Was?", fragte sie, selbst überrascht über die Schärfe in ihrer Stimme.

"Nichts." Jan starrte zum Fenster hinaus.

Sie biss die Zähne zusammen. Wollte er allen Ernstes so tun, als sei das ein völlig normaler Freitag? Bei der Vorstellung, das komplette Wochenende würde sich so anfühlen wie der letzte Abend, da sträubte sich alles in ihr. Das Alcatraz-Gefühl war zurück, stärker denn je.

"Wir müssen reden", knurrte sie.

"Na gut." Jan zuckte die Schultern. "Über was?"

"Tu doch nicht so. Das weißt du genau."

"Die vierundzwanzig Stunden sind noch nicht rum."

"Das interessiert mich nicht!" Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Das ist jetzt wichtig, oder?"

"Na schön." Er blickte in seine Kaffeetasse, als läge darin des Rätsels Lösung. "Fang du an."

Cindy kämpfte den heißen Ärger nieder, der in ihr hochkochte. Klar, er drängte sich nicht vor. Das taten die Männer nie. Feiglinge, allesamt!

Andererseits hatte sie das Thema eröffnet. Also war es nur recht und billig, dass sie damit anfing, das musste sie eingestehen. Sie atmete durch und zwang sich zur Ruhe.

"Wir beide... hatten sowas wie Sex, gestern", begann sie zögernd. "Für mich war es jedenfalls etwas Ähnliches. Und jetzt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Es beschäftigt mich, und ich weiß nicht mal genau, warum."

"Aber es war schön für dich?", hakte er nach.

"Ja. Ziemlich sogar." Sie schnitt eine schräge Grimasse. "Das macht es noch schwieriger, irgendwie. Ich konnte ewig nicht einschlafen, ich musste immer daran denken."

"Ging mir auch so." Er stürzte den Kaffee hinunter, als könnte er damit auch das Gefühlschaos wegspülen. "Schon seltsam, das alles, hm?"

"Kann man wohl sagen." Cindy atmete tief durch. "Mit dir darüber zu reden ist gut, das macht es ein wenig leichter. Was meinst du? Was sollen wir jetzt tun?"

"Das wird dir vielleicht nicht gefallen." Er sah ihr geradeaus in die Augen. "Ich denke, wir sollten es nochmal versuchen. Genau wie gestern."

"Was?!" Sie gaffte ihn an. "Wieso denn das, um Himmels Willen?"

"Überleg doch mal. Wir waren beide überrascht und unvorbereitet. Es war ein Versehen. Ein Unfall." Seine Stimme hörte sich genauso an wie gestern beim Telefonat mit Elli: Geduldig und ausdruckslos, so als ob er einem Kind etwas Offensichtliches erklären würde. "Außerdem war ich in einer emotionalen Ausnahmesituation, nachdem ich mit Elli Schluss gemacht habe."

"Aha." Cindy furchte die Stirn. Meinte er das etwas ernst? "Das heißt, wir sollen einfach nochmal zwei, drei von diesen Kamasutra-Stellungen durchprobieren und schauen, was passiert?"

"Ganz genau", nickte er, ohne eine Miene zu verziehen. "Dann werden wir gleich merken, ob es nur ein Zufall war oder nicht."

"Aber..." Cindy rang die Hände. Sie wollte Einspruch erheben, den Vorschlag wegwischen, zudecken, vergessen. Doch ihr fiel kein vernünftiges Gegenargument ein. Das ärgerte sie nur zusätzlich. Seine Worte kamen ihr vor wie weitere Zäune, die ihren Bewegungsraum nur zusätzlich einschränkten. Darauf reagierte sie allergisch.

"Nicht mit mir!", fuhr sie auf. "Ich bin jetzt schon durch den Wind. Wer weiß, was dann passiert."

"Wie du willst." Er zuckte die Schultern und holte einen Zettel aus der Tasche, entfaltete ihn. "Wir haben ja genug zu tun. Hier ist die Liste von Mäck. Damit schaffen wir auch den Rest der vierundzwanzig Stunden, die wir uns als Auszeit nehmen wollten."

"Jajaja. Gib her."

"Ich habe schon mal markiert, was besser ich übernehme, und was du machen kannst. Wir können aber gerne tauschen, wenn du willst."

Sie riss ihm das Papier aus den Händen. "Fein", fauchte sie. "Ich fange mit dem Rasen an. Dann muss ich dich wenigstens nicht sehen."

"Das glaube ich nicht." Er sah sie mit einem neutralen Blick an. "Ich streiche nämlich gleich den Zaun."

"Aaaaah! Dann gehe ich eben erst Einkaufen."

Sie stürmte davon, blind vor Wut. Es musste doch irgendwo einen Ausweg geben aus diesem Irrgarten, oder?

***

Drei Stunden später stand sie unter der Dusche und hielt das Gesicht in die kalten Strahlen. Sie hatte alle Aufträge abgearbeitet. Insbesondere das monotone Geschäft des Rasenmähens hatte ihr geholfen, innerlich herunterzukühlen. Vielleicht hatte Jan Recht, überlegte sie. Sein Verstand arbeitete viel geradliniger und emotionsloser als ihr eigener. Möglicherweise war er einfach in der Lage, schneller die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Nach der Dusche rieb sie sich trocken und starrte ihren Körper im Spiegel an. Fand Jan sie hübsch? Sie hatte keine Ahnung. Er machte niemals Bemerkungen über ihr Aussehen, oder ihre Kleider. Sie wusste nicht einmal, ob er ihr Äußeres überhaupt registrierte, oder ob ihm das alles völlig gleichgültig war.

Sie versuchte, sich von außen zu sehen. Wie eine Fremde. Ein Mädchen, mittelgroß, mittelschlank, ohne besondere Merkmale. Lange, blonde Haare bis zum Brustbein, und Augen in einem undefinierbaren, hellen Farbton zwischen Lichtbraun, Hellgrau und einem schilfgrünen Schimmer. Die Nase ein wenig zu knubbelig, um als ästhetisch durchzugehen. Kleiner Mund, mit vollen, blassrosa Lippen.

Glatte, gleichmäßig gebräunte Haut. Schlanke Glieder. Knapp mittelgroße Brüste. Eine hübsche Taille, nicht übermäßig schmal, aber gegensätzlich genug im Verhältnis zu den weiblich gekurvten Hüften. Die Schenkel oben einen Tick zu stabil für ihren Geschmack, aber insgesamt ganz nett. Eine erst gestern blitzsauber rasierte Scham, noch ohne jedes Stoppelchen. Das ließ die wulstigen Schamlippen größer wirken. Fast ein wenig ordinär, fand sie.

Hm. Cindy Renlow, einundzwanzig Jahre alt. Die Jungs beachteten sie, schon immer, auch wenn sie nicht unbedingt zu den Model-Typen gehörte. Wenn sie einen bestimmten Mann wollte, dann bekam sie ihn üblicherweise auch. Doch jetzt stellte sich die Frage: Wollte sie auch ihren WG-Bruder, erotisch gesehen?

"Mein lieber Jan, im Moment wirkst du etwa so erotisch für mich wie ein Lehrbuch aus den Achtzigern", murmelte sie vor sich hin. "Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste, wir bringen das schnell hinter uns. Da wird rein gar nichts funken, das weiß ich doch."

Sie spürte, wie sie nach diesem Entschluss ruhiger wurde. Ja, das war der richtige Weg. Gestern war sie nur aufgeputscht gewesen von ihrem Training. Heute, mit kühlem Blut, da würde sich nichts ergeben. Einfach nada. Sogar, wenn sie Jan mit einem heißen Outfit ein wenig reizte.

Sie föhnte sich in aller Ruhe die Haare und ging in ihr Zimmer. Mit einem Grinsen öffnete sie den Kleiderschrank. Das Zeug von gestern war in der Wäsche, aber sie hatte genügend Sportklamotten parat. Sogar besser geeignete. Zum Beispiel diese superknappen Kurzleggins, rot, mit ordentlich Elasthan im Stoff. Die war ihr eigentlich schon eine Weile zu eng und daher ganz unten im Stapel gelandet. Doch für diese Gelegenheit schien sie geradezu prädestiniert.

Dazu heute kein Sport-BH, sondern ein bauchfreies Top in Weiß. Darunter zeichneten sich die Umrisse ihrer Brüste so nett ab, das mochte sie. Und einen winzigen Hauch Parfum. Perfekt!

So gerüstet öffnete sie die Zimmertür und wollte nach Jan sehen. Das Brausen der Dusche drang aus dem Bad an ihr Ohr. Aha, er war also auch durch für heute. Umso besser. Sie ließ die Tür einen Spalt offen und rollte ihre Trainingsmatte auf dem Boden aus. Darauf streckte sie sich der Länge nach aus und räkelte sich ein wenig. Sie fühlte sich ruhig, und rundum gut. Mit den Armen hinter dem Kopf verkreuzt sah sie an die Decke und träumte vor sich hin, ein sinnendes Lächeln auf den Lippen.

Die Dusche verstummte. Sie hörte, wie Jan in sein Zimmer ging, und gab ihm ein paar Minuten, um sich anzuziehen. Gerade als sie aufstehen wollte, da ertönten Schritte vom Flur, und Jan streckte den Kopf durch die Türe.

"Die vierundzwanzig Stunden sind jetzt vorbei", sagte er in einem defensiven Tonfall und guckte verdutzt, als er sie so auf dem Boden liegen sah.

"Komm schon rein." Sie winkte mit der Hand.

"Also doch?" Er schloss die Tür und blieb vor ihr stehen, sah auf sie herunter. Er trug ein blaues Funktionsshirt, und eine alte, graue Jogginghose. Außerdem hatte er sich rasiert, fiel ihr auf.

"Ja." Sie seufzte. "Du hast recht. Wir checken das jetzt schnell. Wahrscheinlich ist heute alles ganz anders, und wir haben unsere Ruhe."

"Hm. Ja. Wahrscheinlich." Es war nicht zu erkennen, ob er selbst daran glaubte. "Was willst du jetzt machen?"

"Na, du bist doch der Kamasutra-Spezialist." Sie grinste zu ihm hoch. "Zeig mir einfach was Schönes."

Jan nickte. Er nahm ihre Beine an den Fesseln, drückte sie in einem Neunzig-Grad-Winkel hoch, und kniete sich vor sie, rückte an sie heran. Cindy schluckte, ein wenig überrumpelt. Sie zwang sich zur Ruhe. Was hatte sie denn erwartet, wenn sie ihrem seltsamen Mitbewohner eine Anweisung gab? Natürlich machte er genau das.

"Wir starten mal mit der Nummer sieben, der Schnecke", verkündete er und zog ihre Beine nach oben, bis er ihren Unterleib hochbog. Ohne Umschweife schmiegte er seine Lenden an sie, und wieder kämpfte sie gegen die Aufregung und die Beklommenheit, die das in ihr auslöste. Es ist nur Jan, sagte sie sich immer wieder, wie ein Mantra. Nur mein Kumpel.

Das half. Es machte ihr nichts aus, seinen Penis am Hintern zu spüren, und an der Muschi. Sie sah zu ihm hoch, mit völlig neutraler Miene. Genau wie er.

"In der Beschreibung steht, man kann so besonders tief eindringen", erklärte er und deutete kleine Hüftstöße an. Dann beugte er sich über sie, stemmte sich links und rechts auf die Hände, und klemmte ihre Waden zwischen Schultern und Hals. Plötzlich schwebte sein Gesicht direkt vor ihr.

Sie nickte, als würden sie sich über das Wetter unterhalten. "Schnecke, okay", meinte sie und spürte nach dem Kontakt da unten. Der Stellen, an der die Wölbung seines Penis an ihre Schamlippen drückte. Wie gedacht: ganz nett, aber nicht besonders erotisch. Auch nicht peinlich. Genau wie erwartet.

"Man kann diese Position gut variieren. Das hier nennt sich ´Der federnde Held´". Jan ging wieder hoch, auf die Knie, und drückte ihre Schenkel nach unten, an ihren Bauch. Unwillkürlich legte sie die Hände auf seine Knie. Ihre Intimbereiche blieben aneinandergeschmiegt und warm.

"Warum federnd?", wollte sie wissen.

"Vermutlich deshalb."

Er variierte den Druck auf ihre Beine und ließ diese sanft vor und zurückschwingen, ohne sich selbst zu rühren. Die Bewegung pflanzte sich fort, ihre Scham rieb an seinem Schwanz. Hmm.

"Und das hier ist ´Der Patronengurt´."

Jan nahm ihre Füße, drückte sie zusammen, und legte die Sohlen an seine Brust. Das knickte ihre Knie ein, und veränderte den Winkel, in dem ihr Unterleib ihm entgegenragte. Sein Knauf lag nun genau auf ihrem Scheideneingang. Sie schluckte bei diesen neuen Eindrücken. So auf dem Rücken mit emporgereckten Beinen fühlte sie sich ausgeliefert, und das erzeugte einen leisen Kitzel im Bauch.

"Angeblich soll der G-Punkt auf diese Weise besonders gut stimuliert werden. Aber das haben Elli und ich leider nicht ausprobiert." Jan sprach ruhig, doch sie spürte, dass das Ende seiner Beziehung ihn beschäftigte.

"Kann ich mir gut vorstellen", meinte sie und schloss die Augen. Ja, wenn ihr Übungspartner jetzt einen Steifen hätte, und wenn sie beide nichts anhätten, und wenn er in dieser Stellung eindrang, dann würde seine Eichel bei jedem Stoß an der Oberseite ihrer Röhre entlangfahren, und damit über den G-Punkt streicheln. Interessant. Das musste sie sich merken. Für... wann auch immer.

Jan nahm beide Füße mit einer Hand und legte die andere an ihre linke Hüfte, streichelte die Kurve nach. Wie sanft er war. Sie lächelte und genoss die Liebkosung, den spielerischen Kontakt. Sein Penis fühlte sich ein wenig voller an, deutlicher, und sie war froh darum. So drückte das so hübsch an sie, an ihre empfindsamen Stellen. Sie atmete aus und produzierte dabei einen Laut der Behaglichkeit.

"Darf ich?"

Sie öffnete die Lider. Jan beugte sich ein wenig weiter vor, umfuhr ihre Knie, und hielt beide Hände über ihre Brüste, ohne sie zu berühren. Sie nickte, ohne nachzudenken, und er berührte sie, umfasste ihren Busen, sehr achtsam. Seine Augen leuchteten von innen.

"Du hast keinen BH angezogen", sagte er halblaut und massierte beide Halbkugeln. Sie nickte erneut. Warum hatte sie das eigentlich getan? Wollte sie, dass er sie so anfasste? Hatte sie etwas dagegen? Die Verwirrung wurde größer und wickelte sie ein, wie in einem Fischernetz. Insbesondere, als Jan jetzt eine richtig harte Erektion bekam und sie diese spüren ließ. Sie seufzte und schloss die Augen, überließ sich dem Fluss der Dinge. Das war fast wie Träumen.

Gut. Ja, es war gut, wie er sie streichelte. Wie ehrfürchtig er ihre Brüste liebkoste, wie zart er die Knospen reizte, nur ganz wenig. Sie seufzte entspannt und drückte mit den Füßen gegen ihn, rhythmisch, damit ihr Schoß noch besser mit dem Knauf verschmelzen konnte, der sich jetzt richtig hart und heiß anfühlte. Das mochte sie, das wollte sie, gerne noch stärker. Ihre Körper bewegten sich von selbst, fanden sich, wie in einem Tanz. Sie atmeten schneller, beide.

"Lass mich mal wieder runter", bat sie, ohne die Augen zu öffnen. "Kennst du noch eine ähnliche Stellung, bei der ich auf dem Rücken liegen kann?"

"Hm, den ´Stern´ vielleicht."

Er ließ sie ab, bis ihr Po auf der Matte ruhte, und kniete sich dann mit gespreizten Schenkeln über ihr linkes Bein. Das recht winkelte er an und bog es um seine linke Hüfte. So rutschte er an sie heran, bis sie wieder intimen Kontakt hatten. Sie schlug die Lider auf. Er ragte über ihr auf und lächelte schwach, als er ihr den harten Schwanz gegen die Scham presste.

Sie lächelte zurück und rollte das Becken. Er nahm den Impuls auf, und sofort verfielen sie wieder in einen langsamen, schwelgerischen Takt, der ein wundervolles Prickeln in ihrem Unterbauch erzeugte.

"Und? Was denkst du jetzt?", fragte er leise.

Sie seufzte, wollte eigentlich gar nicht denken, nur spüren. "Ich mag es", flüsterte sie. "So. Mit dir. Das ist... schön."

"Mhm."

Sie sahen sich in die Augen. Jan drückte fester gegen sie, und sie hielt dagegen. Ein gepresster Seufzer drang aus ihrer Kehle.

"Das heißt, wir beide wollen es, richtig?", hakte er nach. "Wir wollen mehr davon."

Mehr? Hm, warum nicht. Wenn es sich so herrlich anfühlte, dann konnte es kein Fehler sein, oder? Das lag nicht unbedingt an der intimen Berührung selbst, wurde ihr klar. Sondern an der lockeren, stressfreien Art und Weise, wie sie mit Jan sein konnte. Ohne Erwartung, ohne den Wunsch, ihm zu gefallen. Sie war einfach sie selbst. Anscheinend eine gute Haltung, um sich gut zu fühlen. Sinnlich. Lustvoll.

"Willst du denn mehr?", fragte sie zu ihm hoch.

Er nickte. "Ja. Gerne. Mit dir ist es ganz anders als mit Elli. Viel ruhiger, und lässiger. Das finde ich sehr schön."

"Mhm. Geht mir ähnlich."

Sie lächelten sich an, offen. Was konnte natürlicher sein, als mit einem guten Freund ein wenig zu experimentieren? Zu spielen? Zu genießen? Klar war das erotisch, na und? Ihre träge dahinfließenden Gedanken fanden keinen Anlass, daraus etwas Negatives oder Schwieriges zu machen.

Cindy bemerkte, dass seine Augen auf ihre Brüste geheftet waren, die sich unter dem Top sacht bewegten. Auch diese imaginäre Berührung fühlte sich gut an.

"Magst du meine Brüste?" Die Frage erschien ihr völlig selbstverständlich.

"Sehr. Die sehen toll aus".

Sie nickte. Und zog das Shirt langsam hoch, bis zum Hals, zeigte ihm ihre nackten Titten. Jans Blick bekam etwas Zwingendes, er umfasste ihr hochstehendes Bein und bohrte ihr sein Ding nun richtig in den Leib. Ihre Brustwarzen verhärteten sich unter seinen Augen zu pulsierenden Knoten, sie keuchte unterdrückt. Die Art, wie Jan ihr auf den Busen starrte, schien diesen aufzupumpen und die Oberfläche hochempfindlich zu machen.

Sie musste sich einfach selbst die Hände darauflegen und ihr Fleisch spüren, drücken, beruhigen. Wobei das mit dem Beruhigen nicht funktioniert, sondern nur dazu führte, dass die Brüste noch mehr spannten. Sie schnaufte und räkelte sich wollüstig, und verbarg ihren Zustand nicht vor ihm.

"Ich -- ich will meine Hose ausziehen", sagte er mit gepresster Stimme. "Ist das okay für dich?"

"Mhm. Meine auch gleich, ja?"

Jan schluckte und schob sich zurück, löste den heißen Kontakt. Er riss sich das Shirt über den Kopf und streifte seine Shorts ab. Darunter trug er eine enge, schwarze Unterhose, die den dicken Schaft darin kaum umfassen konnte. Cindy starrte den Umriss an und biss sich auf die Lippen. Ihr Gefühl hatte sie also nicht getrogen, ihr Mitbewohner schien gut bestückt zu sein.

Mit einem vorsichtigen Lächeln kniete er sich neben sie, und sie stellte beide Beine hoch. Er fasste den Saum der engen Hose und zog sie ihr über den Po, und an den Beinen hinab, warf das Ding beiseite. Sie nestelte an ihrem Shirt herum, bis sie es auch los war. Nun hatte sie nur noch den weißen Slip an. Mit einem tiefen Atemzug klappte sie die Knie auseinander.

"Du bist scharf, Cindy", flüsterte er und schob sich näher. Seine Augen saugten sich auf dem schmalen Stoffstreifen zwischen den Schenkelansätzen fest, und die Muskeln in ihrem Unterleib spannten sich unwillkürlich an. Sie lauschte in sich hinein, erwartete halb Widerstände, oder Angst, oder zumindest Hemmungen. Doch nichts dergleichen. Sie zeigte sich ihm, und sie genoss seine gespannte Aufmerksamkeit.

"Mach´s jetzt nochmal", murmelte sie "So kann ich dich besser spüren."

Jan atmete aus und nahm ihre Beine. Er kniete sich wieder direkt vor sie, aber diesmal nahm er ihre V-förmig gestreckten Beine an seine Brust und umfasste sie um die Kniekehlen. Sie spürte, wie das Hartholz seines Glieds sich an ihre Muschi drängte, und wie er sie an den Beinen an sich zog, mit einem Ruck.

"Der ´Schmetterling´. Den mag ich sehr." Er ließ seinen Blick in aller Ruhe über ihren ausgebreiteten Körper streifen.

"Endlich mal eine Position, die ich auch kenne." Cindy räkelte sich und seufzte. Sie kam sich vor wie unter einer Heizsonne. Jans aufmerksame und gleichwohl zurückhaltende Augen wärmten sie auf eine sehr behagliche Weise. Ihre Scheide tuckerte leise, so als ob sie dort ein Finger von innen antippen würde. Das Gefühl von fließendem Honig zeigte an, dass sie gerade reichlich feucht wurde.

Er schnaufte und spannte den Penis hart an, presste die Spitze an sie. Sie hielt den Atem an, als das dicke Ding ihre Schamlippen auseinanderdrückte und sich mitsamt ihrem Slip zwei oder drei Zentimeter dazwischen bohrte. Das Pochen da unten nahm eine andere, drängendere Qualität an.

"Hm. Wie gestern. Das ist heiß!", seufzte er und streichelte sie an den Schenkeln, die er in die Höhe hielt. "Oder -- geht dir das zu weit?"

"Nein", hörte sie sich sagen und umfasste seine Knie, fühlte nach den festen Muskeln in seinen Beinen. "Ich fand es auch schön, als wir das gestern so gemacht haben."

Jan nickte ernsthaft. Er umklammerte ihre Schenkel und zog sie mit voller Kraft an sich, so dass ihr Rücken über die Matte rutschte. Sein steinharter Schwanz, von der Unterhose in eine Zeltstütze verwandelt, drang noch tiefer. Die Eichel musste nun fast ganz in ihr stecken, umkleidet von zwei Lagen Stoff, die sich rasch vollsaugten. Das fühlte sich riesig an.

"Puh!"

Cindy schluckte und ging auf die Ellenbogen, so dass sie in ihren Schoß schauen konnte. In der Mitte war vom Weiß ihres Slips kaum noch etwas zu sehen, der Stoff in die Spalte geknittert. Dafür wölbten sich links und rechts ihre Schamlippen auf und umfingen den schwarz verkleideten Pfeiler. Sie streckte eine Hand aus und berührte Jans Schwanz, tastete über den gewölbten Schaft.

"Ist das schon richtiger Geschlechtsverkehr?", fragte er, möglicherweise sich selbst.

"Für mich noch nicht." Sie lächelte zu ihm hoch. "Sagen wir -- eine besonders intime Streicheleinheit."

Jan dachte kurz nach. Dann ging er mit den Hüften nach hinten und zog den Kauf heraus. Die Reibung und das plötzliche Fehlen des Eindringlings erzeugten einen ganz eigenen Reiz, und Cindy stöhnte leise.

"Das finde ich supergeil", sagte er leise und starrte ihr auf die Scham. Sie stemmte sich hoch, auf die Handflächen, und folgte seinem Blick. Der feuchte Zwickel ihres Höschens war zerknittert und in den geweiteten Eingang gedrängt, links und rechts von fleischigen Schamlippen umfangen. Man sah genau, wo sich gerade noch etwas von der Größe eines Hühnereis befunden haben musste, halb in ihr drin. Ein schockierend erotischer Anblick.

Hätte sie sich so Patrick gezeigt, ihrem letzten Freund?, fragte sie sich. Wahrscheinlich nicht. Bei Jan spürte sie dagegen keine Widerstände, sondern nur dieses sinnliche, fließende Spannen im Körper. Bei ihm ging es um nichts. Hier fühlte sie sich sicher. Aufgehoben. Geborgen.

"Ich hätte eine Bitte", sagte Jan da, die Augen immer noch auf ihrer geöffneten Muschi.

"Mh?"

"Elli... hatte eine ganz kleine Klitoris", begann er zögernd. "Die habe ich nie richtig gesehen. Auch sonst noch nie. Kann ich mir deine anschauen, Cindy?"

Konnte er? Hm, warum nicht?

"Ja, gerne." Sie ließ sich auf den Rücken sinken. "Zieh mir den Slip aus, das ist jetzt auch egal."

Er tat es, und ihr wurde nun doch der Hals eng, als er ihr die Beine sorgsam spreizte und sich dazwischen kauerte. Nun lag ihre nackte Scham direkt vor seinen Augen.

"Hier?" Eine hauchzarte Fingerkuppe berührte sie.

"Ein wenig tiefer. Streichle mich ein wenig, dann wird sie größer."

Zärtlicher Kontakt, leise Reibung, elektrisches Kribbeln. Sie seufzte und nahm die Schenkel weiter auseinander. Vor ihrem inneren Auge sah sie, was Jan nun betrachtete: Der Schaft ihrer Klit, verborgen unter einem rosigen Häutchen, und vorne die Perle, rötlicher und in der Größe einer Erbse.

"Das sieht ja aus wie meine Eichel. Nur viel kleiner", staunte er.

"Ist ja auch dasselbe, sozusagen." Sie spielte mit dem Becken hin und her.

"Die Klitoris hat viel mehr Nervenenden." berichtigte er auf der Grundlage seines angelesenen Wissens und drückte dagegen. Ein leiser Stich ging durch ihren Leib, und sie seufzte wohlig.

"Willst du mal dran lecken?", schlug sie vor und musste kichern. Oral verwöhnt, einfach mal so? Witzig! Gleich darauf zuckte sie zusammen und wölbte den Rücken, als sich ein fester Mund um ihre intimste Stelle schloss und eine Zunge die Perle umschmeichelte, warm und nass und weich.

Sie japste und krallte sich mit beiden Händen an der Matte fest. Das war -- genial! Nicht das hastige Schlecken, das ungeduldige Saugen, das sie schon erlebt und als schön empfunden hatte. Jan behandelte sie so methodisch und zurückhaltend wie ein Maler, der nur so viel Farbe auf die Leinwand strich, wie unbedingt nötig, um das perfekte Bild zu schaffen.

Ihr Kopf schaltete ab, die letzten Gedanken ruckten auf ein Abstellgleis. Die Lippen dort unten nahmen sie in Besitz, erforschten ihren Schoß, spielten mit ihrer Scheide, reizten, neckten, liebkosten. Die Zunge beschrieb Kreise um die glimmende Klit und leckte an ihr, in sie, Speichel vermischte sich mit anderen Flüssigkeiten. Nasse Schmatzgeräusche drangen zu ihr empor, und sie atmete wie gegen ein Gewicht, als Jan seine Zunge so tief in ihren Kanal drängte, wie er nur kam.

"Ja... ja...", stammelte sie und hob ihm den Unterleib entgegen, wollte den Kontakt intensivieren, noch mehr spüren, von ihm, von sich, von allem. Seine Finger lagen an ihr, zogen ihr die Schamlippen weit auf, und er leckte sie überall, innen, außen, oben, unten, und sie wand sich in seinem Griff, keuchte, spannte, zitterte...

Jan ließ sie los und richtete sich auf. Sie blinzelte orientierungslos hoch. Ihr ganzer Unterleib pulsierte vor sich hin, und ein nagender Hunger erfüllte ihren Kern. Warum nicht weiter? Sie wollte mehr, viel mehr, wollte alles...

"Soll ich weitermachen?" Jan wischte sich die Lippen ab.

"Weiß nicht", schnaufte sie, verunsichert. "Wenn, dann komme ich in einer Minute."

"Und -- willst du das?" Seine Augen hatten die Farbe von nasser Kohle angenommen.

"Weiß nicht. Einerseits ja. Aber ich will auch nicht, dass es vorbei ist."

"Gut." Ein schwaches Grinsen. "Dann kannst du ja mal mich lecken, wenn du das magst."

Ihn lecken? Seinen Schwanz in den Mund nehmen? Mochte sie das? Gehörte das auch dazu? Es tauchte kein Gegenargument auf, also anscheinend schon. Ja, unvermittelt erschien ihr die Idee von lebendigem, prallem Männerfleisch so verlockend wie nie zuvor.

"Äh, also... gut." Sie rappelte sich hoch und wies auf die Matte.

Er folgte und streckte sich aus, rutschte zurecht, und räkelte sich mit ausgestreckten Armen. Als sie ihm die Unterhose herabzog und sein Schwanz mit einem Klatschen an den Bauch federe, da erschien ihr das als völlig normal, ja geradezu unvermeidlich. Sie beugte sich über ihn und betrachtete sein Gemächt aus der Nähe. Fett, war ihr erster Eindruck. Nicht übermäßig lang, aber von einem beeindruckenden Volumen.

Aus irgendeinem Grund kam ihr ein Bär in den Sinn. Das war ein Bärenschwanz, dick und massiv. Und ähnelte Jan nicht ohnehin einem Bären? Ruhig, aber wachsam. Er machte sein Ding. Ein Einzelgänger. Doch er verfolgte alles, was um ihn herum vorging.

Sanft nahm sie den warmen Schwanz in ihre Finger und bog ihn hoch und nach links und rechts, bewunderte ihn von allen Seiten. Die Vorhaut schien knapp zu sein und hatte sich komplett zurückgezogen, die Eichel schimmerte in einem Farbton zwischen Dunkelviolett und Braun. An der Spitze war ein wenig transparente Flüssigkeit aus dem Schlitz gequollen und glitzerte im Licht der Nachmittagssonne.

Cindy ging mit der Nase dicht heran und schnupperte. Ein dunkler Geruch. Sauber, aber ein wenig animalisch. Bärig? Sie streckte die Zunge heraus und leckte mit der Spitze an der Unterseite des Schafts entlang, bis ganz vorne. Jan zuckte leise und seufzte.

Sie mochte den Geruch, und den Geschmack, beschoss sie. Mit Mühe konnte sie die Kiefer so weit öffnen, um das Ding zwischen die Zähne zu bekommen. Sie saugte an der deutlich abgesetzten Eichel und spürte mit der Zungenspitze nach dem Schlitzchen, spielte damit. Ihre Hände legten sich um den Schaft und um den schweren Hodensack, sie massierte ihn achtsam und sah zu, wie sich die einförmigen Umrisse unter der schrumpeligen Haut verschoben.

"Mmmm..." seufzte Jan lüstern und bewegte sich unter ihr. Mit wachsendem Enthusiasmus schenkte sie ihm einen Blowjob in Zeitlupe. Sie rieb mit den Zahnschneiden über den Eichelkranz, biss zärtlich in die Schwellkörper, und saugte an ihm, bis er aufkeuchte. Sein Bärengeschmack erfüllte ihren Mund und ihren Kopf wie die schwüle, kaum atembare Luft vor einem Gewitter...

Cindy richtete sich auf und schluckte hart. Ihre Kiefermuskeln schmerzten, sie konnte diesen fetten Schwanz nicht länger zwischen die Zähne nehmen.

"Zu groß? Tut mir leid", murmelte er.

Schnell schüttelte sie den Kopf und lächelte ihn an. "Nein. Dein bestes Stück ist toll. Ich mag die Form, und die Dicke. Aber ich kann den Mund nicht so lange so weit aufmachen, das tut weh."

"Ja. Elli hat das auch gesagt." Er seufzte und rieb sich über die Augen. "Doch zu groß."

"Auch beim Sex?", hakte sie nach und drückte seinen Riemen. "Hat sie sich da auch beschwert?"

"N-nein."

"Na, siehst du? Also nicht zu groß."

Er nickte und sah sie an, abwartend, schwer atmend. Sollte sie bestimmen, wie es weiterging? Was sie mochte? Unsicherheit überkam sie.

"Ich -- ich brauche was zu trinken", meinte sie und stand auf. "Kommst du mit?"

"Okay." Jan kam ebenfalls hoch. Sie grinsten sich an wie Kinder, die einen Streich ausheckten, und huschten dann unter Kichern und Prusten durch den Gang. Das Fenster der Küche ging in die Einfahrt, da kam normalerweise niemand hin. Dennoch züngelte die Nervosität über ihre Haut wie elektrische Funken, als sie den Kühlschrank öffnete und eine Flasche herausnahm. Was, wenn jetzt zufällig jemand vorbeikam und sie so sah? Beide splitternackt, und Jan mit einem dicken Ständer?

Sie nahm einige gierige Schlucke direkt aus der Flasche und reichte sie dann an Jan. Er trank, allerdings ohne den Blick von ihr zu lassen. Dann räumte er die Flasche weg, und sie standen sich gegenüber. Jan trat einen Schritt auf sie zu und nahm sie in die Arme. Nur locker, abwartend. Sein Schwanz lag warm und hart an ihrem Unterbauch.

Cindy sah hoch, in seine Augen, und legte die Hände auf seine Schultern. Sie fröstelte, und glühte gleichzeitig. Jan fühlte sich vertrauenerweckend fest und warm an. Und wie lecker er roch! Sie barg ihr Gesicht an seiner Brust und sog die Luft ein. Seine Arme schlossen sich um sie, und er streichelte sie zwischen den Schulterblättern.

"Und jetzt?", murmelte er an ihrem Haar.

"Weiß nicht." Sie erzitterte leicht. "Noch eine Kamasutra-Stellung?"

Er schwieg. "Wir sind nackt", gab er dann zu bedenken. "Du weißt, was das heißt."

Sie nickte an seiner Brust.

"Und? Willst du das? Willst du richtigen Sex mit mir haben?"

Richtigen Sex. Mit einem Mitbewohner. Einem Fremden, eigentlich. Diesen voluminösen Pfahl spüren, innen. Sie schluckte. "Ich weiß nicht", flüsterte sie.

"Dann erst mal nicht", beschloss er, Nachdruck in der Stimme.

"Willst du es denn?" Sie sah zu ihm hoch.

"Ja." Er drückte sie an sich. "Aber nur, wenn du es wirklich möchtest. Sonst nicht."

Sie schwankte. "Lass uns erst mal wieder hochgehen. Hier unten denke ich immer, im nächsten Moment sieht uns jemand durchs Fenster."

"Gut. Komm."

Er nahm sie an der Hand, und sie stiegen die Treppe hoch. Cindy fühlte sich ein wenig ernüchtert. Stimmte denn alles, was sie da taten? Oder würde sie hinterher das Gefühl haben, einen Fehler gemacht zu haben? Vielleicht war es sicherer, ein wenig Abstand zu halten, bis sie das herausgefunden hatte. Bis jetzt hatte sich alles traumhaft schön angefühlt, und sie wollte, dass es so blieb.

Wortlos gingen sie wieder in ihr Zimmer, sie drückte die Tür ins Schloss. Und ebenso schweigend knieten sie sich auf die Matte, einander gegenüber. Jans Schwanz hatte ein wenig von der Härte verloren und hing in einem eleganten Bogen nach unten, immer noch dick und geschwollen. Nun richtete er sich unter ihrem Blick langsam wieder auf.

Sie sahen sich an. Die Spannung hing zwischen ihnen in der Luft wie ein Geruch.

"Streichle dich", sagte Jan leise.

"Hm?"

Er deutete ein Grinsen an. "Ich habe noch nie gesehen, wie sich ein Mädchen selbst streichelt", erklärte er. "Das würde ich gerne. Ich zeig´s dir auch, wenn du willst."

Cindy musste lachen. Vielleicht war diese Idee gar nicht so dumm. So aufgekratzt wie sie waren, würden sie sicher beide bald kommen. Und nach einem Orgasmus wäre sie vielleicht auch wieder in der Lage, alles nüchtern und rational zu betrachten.

"Also gut." Sie grinste und nahm die Knie weit auseinander. Dann legte sie die Fingerspitzen auf ihre Schamlippen und zog diese auseinander, massierte sie, auch gegeneinander. Dabei drückte sie die Klit hoch, die schnell wieder anschwoll. Die Berührungen riefen das vertraute Sehnen in ihr wach. Sie mochte es, sich selbst zu befriedigen. Und anscheinend mochte sie es auch, Jan das zu zeigen.

Der sah ihr reglos zu. Nur die wachsende Härte seines Gemächts signalisierte die Erregung, die ihn erfüllte. Das feuerte Cindy an. Sie seufzte und räkelte sich, ihr Becken kreiste langsam. Mit zwei Fingern drückte sie rhythmisch auf die Perle, und mit der anderen Hand umfasste sie eine Brust und walkte das weiche Fleisch. Dunkles Prickeln rann über ihre Haut, bis hoch unter die Haarwurzeln.

Jan nahm seinen Schwanz in die Hand und schob die Haut ganz hinab. Die Eichel ragte so prall aus dem Ring seiner Finger, als wäre ihr Platzen zu befürchten. Cindy schluckte, als er gemächlich zu wichsen begann, direkt vor ihr. Sie seufzte und streichelte sich mit mehr Nachdruck.

Sie fühlte sich gut. Lustvoll. Aufgeregt, auf eine gute Weise. Das hier war heiß, aber ungefährlich -- sie berührten sich ja nicht. Da konnte sie sich auch auf eine Seite legen und ein Bein hochstellen und zur Seite klappen, damit Jan noch besser sehen konnte, wie sie sie es sich selbst machte. Ja, seine Augen leuchteten auf, und er beschleunigte seine Bewegungen.

Eine tiefe Sinnlichkeit erfüllte sie bis in die letzte Zelle. Sie schwelgte darin, ließ sich treiben, genoss die eigene Weiblichkeit, die Erregung, das Sichzeigen. Ihre Finger tauchten in die Quelle, die nun überreichlich floss, und strichten die schlüpfrigen Säfte über alle Falten ringsum. Die Klit pochte warm und kam ihr so groß vor wie eine Murmel. Sie nahm sie zwischen die Fingerspitzen und rieb hin und her, stöhnend. Ihr Becken zuckte von innen heraus.

"Ich bin gleich soweit", keuchte sie und heftete die Augen auf Jans nun hart massierten Schwanz. "Du auch?"

"Ja, gleich." Er zögerte. "Ich will, dass du zuerst kommst. Und ich will zusehen, von ganz nahe. Ist das in Ordnung?"

"Natürlich. Komm her." Es gab keine Vorbehalte mehr, keine Zurückhaltung. Sie wollte es, wollte alles, wollte ihm alles geben, zeigen.

Jan legte sich auch seitlich hin, auf einen Ellenbogen, den Kopf zwischen ihren geöffneten Schenkeln, nur zwei Handbreit von ihrer klaffenden Spalte. Er sog vernehmlich die Luft ein und brummte genießerisch. Sie schluckte hart und rieb sich weiter, spreizte die Schamlippen, ließ ihn in ihren fleischigen Tunnel blicken.

Mit in die Unterlippe gebissenen Zähnen fixierte sie sein Gesicht, las jede Regung in seiner Miene, erkannte, was ihm gefiel, reagierte darauf, gab es ihm, immer intensiver. Sie stieß sich zwei Finger tief in die Scheide, und sein Blick leuchteten auf. Sie zog die rosigen Falten weit auseinander, präsentierte sich ihm, spüre die Hitzepunkte seiner Augen, herrlich spitzig, wie Dornen, die ihre empfindsamsten Stellen liebkosten.

"Uh... gleich... gleich...", schnaufte sie und ruckte mit jedem Beckenstoß hoch. Harte Griffe um die Muschi, quatschende Geräusche, erhitztes Fleisch.

Jan rückte noch näher, bis auf wenige Zentimeter an ihr aufgepeitschtes Lustzentrum heran. Sie wimmerte vor Wollust und Sehnsucht und presste die Schamlippen so fest zwischen den Fingerspitzen, dass es beinahe weh tat.

Da packte er sie an den Schenkeln und drängte diese auseinander, so weit es ihre Sehnen zuließen. Die Überspannung schoss einen zusätzlichen Reiz in sie.

"Oh Gott... oh Gott..."

Das Pulsieren setzte ein, das unregelmäßige, unsteuerbare Krampfen, das Zusammenziehen, tief aus ihrem Inneren, jähe Schübe, und Jans Augen weiteten sich, sah sie. Mit unwiderstehlicher Macht wuchs etwas in ihr, aus ihr, packte sie.

"Wwwwaaaahhhhh..."

Sie röhrte auf, als ein köstlich fließender Orgasmus sie überrollte, so sündhaft süß wie die Mutter allen Zuckergebäcks. Zuckend hing sie auf der Matte und genoss den unglaublichen Reiz, wie ihr ganzer Unterleib arbeitete und wallte, und wie ein Mann das aus nächster Nähe verfolgte, wie sich ihre Lust in seinem Gesicht spiegelte. So direkt. So intim. So vertraut.

Einfach wundervoll.

Sie legte den Kopf in den Nacken und lachte stoßartig, im Takt der elektrischen Lustschläge, die sie durchzuckten. Der Höhepunkt wölbte sich in einem perfekten Bogen über ihr, wurde leichter, lichter, gelöster, ging über in das vertraute Nachglühen, einem sanfteren Sinkflug, der...

Unvermittelt stieß Jans Mund vor und packte ihre pulsende Muschi, saugte. Hart.

"UHH!"

Nein. Nicht so. Nicht jetzt. Zu viel, zu direkt. Sie fasste hinab, wollte Jan wegstoßen, zurückdrängen, die Zunge lösen. Doch dann bemerkte sie, dass sie den Kopf umfasst hatte und frenetisch an sich presste. Dass ihr Becken auf und ab ging, sie sich an ihm rieb, dass sie die Luft zwischen den Zähnen herauspresste, sich aufbäumte.

Cindy kam ein zweites Mal, mit einer blitzartigen Entladung, die ihr sämtlichen Atem raubte. Sie wand sich, presste die zitternden Schenkel um den Kopf dazwischen und stieß Jan die Muschi so hart in den Mund, dass sie Angst um seine Zähne bekommen hätte -- falls sie noch in der Lage gewesen wäre, überhaupt etwas zu denken, und nicht nur zu fühlen.

Köstliche, lange Pilzwolken wallten vor ihren geschlossenen Lidern hoch. Rorschach-Figuren, mit ausnahmslos ekstatischen Bedeutungen. Staunend verfolgte sie, wie ihr Körper von selbst zuckte, wie sich ihre Bauchmuskeln hart anspannten, wie ihre Arme flogen und flackerten. Ihr Unterleib hatte sich in so etwas wie einen glühenden Kürbis verwandelt, ein namenloser Ort der Hitze, die ihr den Schweiß auf die Haut trieb.

Höher ging es unmöglich. Das war ihr Eindruck, bis ein Daumen in sie drang, tief, und sich krümmte. Sie innen stimulierte, an einer Stelle, die so etwas wie das Zentrum des Flammenkürbis darstellte. Nicht zart, sondern roh, fordernd, besitzergreifend.

Sie schnalzte hoch und schrie, mit einer seltsam flachen Stimme. Eine dritte Welle traf sie, schockartig, und warf sie um, wirbelte sie fort, ins Nirgendwo. In der Ferne lachte ein Mädchen, oder schluchzte, das war nicht mehr zu unterscheiden. Alles löste sich auf in dem elektrischen Feuer, ging in einem einzigen, wabernden Hitzerausch unter...

Jans Gesicht tanzte vor ihr, seine Miene zeigte einen halb zufriedenen, halb erschrockenen Ausdruck.

"Cindy? Alles gut?"

Sie knurrte und griff nach ihm, umklammerte ihn mit Armen und Beinen, ihr offener Schoß saugte sich an ihm fest.

"Cindy? Was..."

"Fick mich!", japste sie und spürte der schweißnassen Reibung von Haut auf Haut nach. "Los!"

"Uh -- willst du wirklich noch..."

"JETZT!" Sie schrie ihm ins Gesicht, außer sich vor Wut über das Zögern. "MACH!"

"Aber..."

"Ich will es. Ich brauche es. Sofort!" Tränen der Frustration und des Zorns rannen aus ihren Augen. Sie hämmerte mit der Faust gegen seine Schulter und fletschte die Zähne. Sie war kein Mädchen mehr, sondern ein primitives Primatenweibchen, stellte ein Teil von ihr fest, ebenso fasziniert wie schockiert.

"Okay. Schon okay. Ich dachte nur... äh, welche Position wäre denn..."

"FICK MICH!!"

Jan klappte den Mund zu. Ein Fummeln, unten, und ein massiver, heißer Pfahl drängte sich an sie. Sie wimmerte vor Ungeduld und klappte die Beine zurück, machte sich auf, sich bereit, erfüllt von Hunger und Irrwitz. Ein Schnaufen von ihm, und dann drang er ein.

Cindy wölbte sich durch und schrie erneut, aus voller Kehle. Das fühlte sich intensiver an als bei ihrem ersten Mal, so sehr weitete der dicke Schwanz ihres Mitbewohners sie. Sie ächzte und streckte die Zunge heraus, soweit es ging, um diese unerhörte Sensation überhaupt irgendwie auszuhalten. So stark! So gut! So himmlisch geil!

Jan lag auf ihr und stieß zu. Er kämpfte um seine Beherrschung, registrierte sie, doch chancenlos. Sie hing an ihm, hielt dagegen, wollte sich nur tiefer auf diesen göttlichen Kolben spießen, sich spalten lassen, durchdringen. Sein Körper antwortete automatisch, und seine Hüftbewegungen verwandelten sich in etwas Drängendes, Gieriges, in schnelle, harte Schläge gegen sie.

"Ja... ja... ja... nnnnnggghhh..."

Lust oder Qual, nun nicht mehr auseinanderzuhalten. Sie wimmerte und krampfte, innere Organe sandte wahllos Alarmsignale, Schmerz und Ekstase an ihr flackerndes Hirn. Waren das ihre Waden und Fersen, die sich um den festen Hintern eines Mannes geschlossen hatten wie ein Bärenfalle? Wem gehörten die zwei Arme, die Hände unter ihr, die sie mit eisernem Druck an ihn gepresst hielten? Wer röhrte da kehlig?

Egal. Nichts mehr spielte eine Rolle, außer diesen immer kürzeren, härteren, fiebrigen Stößen, diesem Zusammenziehen, wie eine endlose Metallfeder, an der ein Gott drehte, immer weiter, über den Schmerzpunkt hinaus, und noch mehr, noch mehr, noch mehr, noch mehr, noch...

"Hhhh..."

Das war kein Orgasmus mehr, der sie da zerquetschte wie ein Insekt, das war ein Ding aus einer anderen Welt, aus einem früheren, urtümlichen Universum. Zu roh für bloße Menschen, zu grell, zu scharf. Ihrer aufgerissenen Kehle entrangen sich ein schwaches Krächzen, sie zitterte am ganzen Leib, als ob sie von einem tropischen Fieber besessen sei.

Die Gestalt auf ihr röhrte und verkrampfte sich mehrfach. Heiße Schübe in ihr. So gut, aber auch nur eine weitere Böe in diesem Zyklon, der sie so eng umfesselt hielt wie ein mittelalterliches Folterinstrument. Die Wellen ihrer Lust spritzen hoch, liefen ineinander, durcheinander, eine Kreuzsee schmerzhafter Ekstase, und sie wollte mehr davon, immer mehr, sich darin verlieren, und schrie gleichzeitig entsetzt auf.

"Cindy? Was ist los?"

Lachen. Weinen. Entfesseltes Fleisch, das verbrannte und sich auflöste.

"Cindy? Ich weiß nicht genau, was..."

Sie kreischte und bockte und fletschte die Zähne. Biss in irgendetwas hinein, in irgendjemand. Namenlose Angst flutete unter der Wollust in sie. Wo war sie? Kam sie je wieder heraus aus diesem Zustand, diesem Mahlstrom?

"Cindy!"

Zwei dunkle Augen vor ihr, Besorgnis darin. Sie knurrte wie ein Dämon und jauchzte, als eine weitere Welle sie durchschwappte, heißkalt, schwarzweiß, angstlockend.

"Cindy! Du musst wieder runterkommen."

Ah, dieses Winden, dieses Schlottern, dieses Jauchzen. Runterkommen? Sie wollte nicht runterkommen, sie wollte weiter rauf, immer weiter, höher, egal wie dünn die Luft wurde, wie...

Eine Hand auf ihrer Wange. Lippen auf ihrem keuchenden Mund, fest und vertrauenerweckend. Die Intimität des unvermittelten Kusses schnitt durch ihren Rausch, und ihre Lider flackerten.

Die dunklen Augen. Die Nähe. Die Vertrautheit.

Etwas löste sich, gab nach. Ein Sturmsegel, das losgeschnitten wurde, und dem Toben keinen Widerstand mehr entgegensetzte. Sie trieb weiter durch den Ozean aus Lust, doch die Wellen verebbten langsam.

Cindys Blick klärte sich. Jan küsste sie noch immer, und sah ihr dabei in die Augen. Er lag auf ihr, hielt sie fest, mit seinem Leib, und an beiden Handgelenken. Sie stöhnte und gab den Muskeln den Befehl, sich zu lockern. Es dauerte eine Weile, bis ihre Arme und Beine aus dem Starrkrampf fanden.

Er beendete den Kuss und ließ sie los. "Geht es dir gut?", wollte er wissen.

"Denke schon." Ihre Stimme hörte sich an wie ein verrostetes Schloss, in dem sich nach Ewigkeiten erstmals wieder ein Schlüssel drehte. Sie zitterte plötzlich vor Kälte und schlang Jan die Arme um den Nacken.

Sie küssten sich, vorsichtig, mit Augenkontakt. Ihr ganzer Körper fühlte sich an, als wäre er unter eine Straßenwalze geraten. Doch das war okay. Anscheinend konnte man Straßenwalzen überleben. Sogar genießen. Sie versuchte ein Lächeln, doch sie brachte nur eine halbe Grimasse zustande.

"Es tut mir leid, wenn das zu viel war für dich", erklärte er ihr besorgt. "Ich wollte nicht, dass..."

"Das war nicht zuviel." Jetzt klappte das Lächeln. Sie drückte ihn fest und spürte dem weichen, warmen Ding nach, das noch in ihr ruhte. "Das war -- keine Ahnung, was das war, Jan."

"Okay." Ein neuer Kuss. "Soll ich raus?"

"Mm, nein. Bleib noch ein bisschen. Das fühlt sich gut an so."

"Okay."

Sie schmiegte ihr Gesicht an seine Halsbeuge und roch das Aroma seines Schweißes, und ihrer vermischten Lust. Eine große Leere erfüllte sie, doch das passte wunderbar. Ich schlafe mit meinem schrägen Mitbewohner, ging ihr durch den Kopf. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Jan der perfekte Liebhaber für mich ist? Dass ausgerechnet Sex uns auf eine Weise verbindet, die wir anders nie hingekriegt haben?

"Ich bin so froh, dass wir zusammen wohnen", murmelte sie an ihm und kicherte schwach. "Und dass du dich so gut mit dem Kamasutra auskennst."

Er drückte sie und bewegte sich ein wenig. Der intime Kontakt seines Schwanzes in ihr löste ein wohliges Brennen aus, so wie ein Muskelkater nach einer Anstrengung, die zu einer tiefen Zufriedenheit geführt hatte. Sie schwiegen beide, und lauschten den eigenen Körpern nach.

"Und jetzt?", hörte sie seine Stimme.

Und jetzt? Keine Ahnung. Alles war neu, verändert, offen. Eine Morgendämmerung nach einer Gewitternacht, der Himmel blankgeputzt. Wo war das Gefühl des Eingesperrtseins geblieben, das sie gestern noch beherrscht hatte?

"Sag mal, wie viele von diesen Kamasutra-Stellungen haben wir bisher ausprobiert?", fragte sie.

Er dachte nach. "Zehn." sagte er eine Sekunde später. "Falls man das gerade als ´Missionar´ mitzählt."

"Zehn in vierundzwanzig Stunden", überlegte sie. "Insgesamt gibt es hundert, ja?"

"Mindestens."

"Und wie viele Stunden haben wir noch, bis Mäck und Rosie zurück sind?"

Er hob den Kopf und sah sie an. "Du willst weitermachen?"

"Du etwa nicht?"

"Ich dachte, wir..."

Sie verschloss ihm den Mund mit einem Kuss. Plus Zunge, nur um sicherzugehen. Um seine Augenwinkel bildeten sich Lachfältchen, und er nahm sie enger in die Arme. Sie kuschelte sich in seinen Griff und genoss das Gewicht seines Körpers auf ihr. Dabei rutschte sein halbschlaffer Penis hin und her. Sie spürte, wie ein Schwall warmer Flüssigkeit aus ihrer gedehnten Möse rann.

Cindy schloss die Augen und stieß einen Seufzer der Befriedigung aus. Dann spielte ein Lächeln um ihre Mundwinkel.

Für eine Trockenübung war ihr Experiment dann doch reichlich feucht geraten.

ENDE

(c) 2021 Dingo666



Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht
und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat.
Dingo666 hat 18 Geschichte(n) auf diesen Seiten.
Profil für Dingo666, inkl. aller Geschichten
Email: dingo-666@gmx.de
Ihre Beurteilung für diese Geschichte:
 
Privates Feedback zum Autor senden:

Ihre Name:
Ihre Email: (optional, aber ohne kann der Autor nicht antworten!)
Ihre PRIVATE Nachricht für Dingo666:

Abstimmen und/oder Private Nachricht an Autor schicken:


Alle Geschichten in "1 auf 1"   |   alle Geschichten von "Dingo666"  





Kontakt: EroGeschichten webmaster Art (art@erogeschichten.com)

Eroticstories.com: Sex Stories written in english