Ein Spieleabend mit ungeahnten Folgen (fm:Fetisch, 4126 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TinaWelt | ||
| Veröffentlicht: Jan 20 2026 | Gesehen / Gelesen: 858 / 554 [65%] | Bewertung Teil: 9.21 (14 Stimmen) |
| Kapitel 3 & Kapitel | ||
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Kapitel 3: Der unerwartete Stich
Das Wasser des Whirlpools blubberte und brodelte, ein sanftes, tiefes Rauschen, das alle anderen Geräusche in den Hintergrund drängte. Die Wärme hatte sich tief in meine Muskeln gebohrt und eine träge, fast benommene Schwere in mir erzeugt. Ich, Leon, saß da, eingebettet in die weiche Sitzbank aus dunklem Marmor, die glänzenden, schwarzen Stiefel unter der Wasseroberfläche wie zwei fremde, ruhende Wesen. Das Leder fühlte sich nun wärmer an, fast lebendig unter meiner Haut, die Enge der Schnürung zu einem vertrauten, wenn auch immer noch außergewöhnlichen Druck mutiert. Meine Arme lagen schlaff auf dem Beckenrand, die Finger baumelten ins Leere. Über mir, in der schwarzen Marmordecke, spiegelten sich die sanften Bewegungen des Wassers in verschwommenen, goldenen Lichtreflexen von den eingelassenen Spots.
Gerd saß mir gegenüber, ein Fels in der brodelnden Brandung. Sein massiver Oberkörper, behaart und von den kleinen, silbernen Ringen in seinen Brustwarzen geziert, ragte aus dem Wasser. Sein Kopf war zurückgelehnt, die Augen geschlossen. Das Gesicht, so kantig und dominant, wirkte in dieser Ruhe fast friedlich. Das regelmäßige Auf und Ab seiner breiten Brust war das einzige Anzeichen von Bewegung.
"Du wirkst entspannter", sagte er plötzlich, ohne die Augen zu öffnen. Seine Stimme war ein tiefer, resonanter Bass, der sich mit dem Blubbern des Wassers vermischte. "Gut. Der Körper muss lernen, Spannung abzugeben. Vor allem, wenn er neu eingekleidet ist."
Ich nickte schwach, obwohl ich wusste, dass er es nicht sehen konnte. Neue Kleidung. So nannte er die Stiefel. Die Absurdität dieses Euphemismus war mir bewusst, aber in der trägen Wärme des Pools fehlte mir die Energie, mich darüber aufzulehnen. Es war einfach die neue Realität.
Nach einer weiteren langen Stille öffnete Gerd die Augen. Sein Blick war klar, fokussiert, und er richtete sich direkt auf mich. Es war kein durchdringender oder bedrohlicher Blick, sondern ein wertender, fast nachdenklicher.
"Leon", begann er, und seine Stimme nahm einen leicht pädagogischen, fast väterlichen Ton an. "Du bist intelligent. Das merkt man. Aber du verkriechst dich. Du trägst deine Unsicherheit wie einen Mantel. Sieh dich an." Er machte eine kurze, einladende Handbewegung, die eine kleine Welle über das Wasser schickte. "Du hast soeben etwas getan, wovor die meisten Menschen zurückgeschreckt wären. Du stehst - oder sitzt - zu deiner Entscheidung. Das zeigt einen Kern. Einen potenziell starken Kern."
Ich schwieg, unsicher, wohin das führen sollte. Sein Lob fühlte sich wieder an wie ein wohlig warmer Stein in meinem Magen - unerwartet und verwirrend.
"Man muss etwas aus sich machen", fuhr er fort. Sein Finger tippte leicht gegen den kleinen, glitzernden Diamanten in seinem eigenen Ohrläppchen. Das Metall und der Stein funkelten im gedämpften Licht. "Kleine Zeichen. Äußerliche Bestätigungen innerer Entscheidungen. Sie geben Halt. Und sie verändern, wie andere einen sehen. Wie man sich selbst sieht."
Er ließ seine Worte wirken. Das sanfte Blubbern des Whirlpools füllte die Pause.
"Ohrringe zum Beispiel", sagte er dann, beiläufig, als spräche er über das Wetter. "Würden dir gut stehen. So schmale, feine Ohrläppchen hast du. Da käme was dran richtig zur Geltung. Nicht so grobes Zeug wie bei mir. Etwas... Zarteres. Würde dein Gesicht öffnen, ihm einen Punkt geben, auf den der Blick fällt. Abseits der Brille."
Mein Herz machte einen kleinen, unsicheren Sprung. Ohrringe? Ich? Ich brachte meine Hand automatisch zu meinem linken Ohr, berührte das weiche, unversehrte Läppchen. Ich hatte mir noch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht. Ohrringe waren für andere Leute. Für Menschen mit Stil, mit Attitüde. Nicht für mich.
"Ich... weiß nicht", murmelte ich. Meine Stimme klang leise und gepresst unter der Raumakustik. "Das ist nicht so meins. Und... das stechen
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