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die Frau des Oligarchen (fm:Dominante Frau, 4192 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 15 2026 Gesehen / Gelesen: 635 / 543 [86%] Bewertung Teil: 8.90 (10 Stimmen)
sie nehmen ihn beide in Besitz

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© Max Huber Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Die Tage vergingen wie durch Watte gedämpft. Jonas stand morgens auf, sein Bett noch warm von den Träumen, die er sich nicht eingestehen wollte, und starrte auf sein Handy, das schweigend auf dem Nachttisch lag. Keine Nachricht. Kein Anruf. Nichts von Natalia, nichts von Dimitri. Er ging durch seine Bewegungen wie ein Automat: Kaffee kochen, die wenigen Stunden Vorlesung besuchen, zurück in seine winzige Wohnung, wo die Wände ihm plötzlich näher schienen als je zuvor. Er versuchte sich zu konzentrieren, die Seiten seiner Sportwissenschaft-Bücher zu lesen, aber seine Augen wanderten immer wieder zum Display, das schwarz blieb.

Die Stille fraß sich in ihn hinein. Er bemerkte, wie er beim Duschen länger als nötig unter dem warmen Strahl stand, wie seine Hand zwischen seine Beine glitt, ohne dass er es bewusst entschied. Er dachte an ihre Stimme, an den Befehlston, der ihn gleichzeitig erstarren und erhitzen ließ. Er dachte an Dmitris Hand auf seinem Hinterkopf, fest, unerbittlich, und sein Schwanz zuckte gegen seine Bauchwand, hart und unwillkommen. Er wichste sich schnell, brutal, als wolle er die Gedanken aus sich herausprügeln, aber das Ergebnis war hohl, leer, während das Verlangen blieb wie ein schwerer Stein in seinem Unterleib.

Er hatte nicht gearbeitet, schließlich war sie ja jetzt seine einzige Kundin und doch war das Geld auf seinem Konto erschienen, präzise, pünktlich, ohne dass er danach gefragt hatte, als würde sie ihn füttern, damit er nicht davonlief, damit er hungrig blieb für das, was sie ihm noch vorenthalten hielt.

Die Unruhe wuchs in ihm wie ein Geschwür. Er checkte sein Telefon alle fünf Minuten, dann alle drei, dann ließ er es in der Hand, das Gewicht ein beruhigender Anker. Er ging nachts nicht schlafen, lag wach und lauschte auf das Vibrieren, das nicht kam. Er warf sich hin und her, seine Haut zu empfindlich für die Laken, seine Nervenenden wie offene Drahtenden, die nach Strom griffen.

Am vierten Tag stand er vor dem Spiegel und betrachtete sich mit einer Mischung aus Ekel und Faszination. Sein Gesicht war bleich, Augenringe zierten die Haut darunter, aber sein Körper – sein Körper war hart, angespannt, bereit. Er konnte die Muskeln spüren, die unter der Haut zitterten, nicht von Erschöpfung, sondern von unterdrückter Energie, die nirgendwo hin durfte. Er drehte sich um, betrachtete seinen Rücken, seine Schultern, und fragte sich, ob sie ihn noch wollte, ob sie ihn weggeworfen hatte wie ein Spielzeug, das sie langweilte.

Die Erregung daran war das Schlimmste. Er hasste sich dafür, dass der Gedanke, benutzt und weggeworfen zu werden, seinen Schwanz steif werden ließ. Er hasste sich dafür, dass er sich vorstellte, wie sie mit einem neuen Trainer sprach, jünger, williger, während er hier saß und verrottete. Die Eifersucht brannte in ihm wie Säure, und doch war sie vermischt mit diesem schweren, pulsierenden Druck in seiner Leiste, der ihn daran erinnerte, dass er nichts war ohne ihren Blick, ohne ihren Befehl.

Am fünften Tag kaufte er sich neue Unterwäsche, schwarz, eng, als könnte das Material ihn näher an sie herantragen. Er zog sie an, zog sie wieder aus, stand nackt in seiner Küche und trank Wasser, das seine Kehle nicht erreichte. Er war durstig nach etwas anderem, nach ihrer Anwesenheit, nach dem Geruch ihrer Haut, nach dem Klang ihrer Stimme, der ihm sagte, was er zu tun hatte.

Am sechsten Tag war er kurz davor, ihr zu schreiben. Seine Finger tippelten über die Tastatur, formten Worte der Würde, der Abgrenzung: *Ich kann nicht mehr. Ich brauche Klarheit. Was willst du von mir?* Er löschte sie alle. Er wusste die Antwort. Sie wollte alles. Und er wollte, dass sie es nahm.

Der siebte Tag brach an wie jeder andere, grau, bedeckt, die Berliner Novemberluft drückte gegen die Fenster. Jonas lag auf dem Sofa, das Handy auf seiner Brust, das Gewicht ein tröstlicher Druck, als das Vibrieren endlich kam.

Er riss das Gerät hoch, das Herz hämmerte in seiner Kehle. Die Nachricht war kurz, präzise, ohne Gruß, ohne Erklärung: *in 30 min. - warte im Schlafzimmer - nackt*

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