Mittleres Management Teil 5 (fm:Ehebruch, 6103 Wörter) [5/5] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Cerar | ||
| Veröffentlicht: Aug 17 2026 | Gesehen / Gelesen: 1715 / 1544 [90%] | Bewertung Teil: 9.10 (31 Stimmen) |
| Logische Konsequenzen. Geht so Eheberatung oder ist das das Ende? | ||

Ersties, authentischer amateur Sex
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einmal ansprach: „Frau Wagner, einen Augenblick bitte. Ich habe in ihrem Fach noch einen Brief, der für Sie abgegeben wurde.“ Elke nahm den Umschlag entgegen. Er war nur mit ihrer Zimmernummer beschriftet, und die ließ ja keine Rückschlüsse auf den Absender zu. Sie beschloss, zunächst ihr Handy zu holen und sich dann um den Brief zu kümmern.
Im Aufzug, auf dem Weg nach oben, kamen ihr wieder die Tränen. Gleich würde sie dem Mann gegenüber stehen, der das ganze Geschehen der vergangenen Nacht eingefädelt hatte.
Die Begegnung verlief dann aber doch ziemlich unspektakulär. „Möchtest du nicht doch kurz mit hereinkommen?“, fragte er sie mit einer Miene, als sei ihr Zusammensein auch nach dieser Nacht ganz normal. „Nein!“, antwortete sie entschieden, gib mir mein Handy und dann bin ich weg. Ich will euch alle nie wieder sehen. Eric gab ihr, wohl zur Deeskalation, das Smartphone, zeigte sich aber ob dieser brüsken Zurückweisung erstaunt und gekränkt: „Hör mal Elke, was ist denn nur los mit dir? Wir hatten alle zusammen eine Menge Spaß heute Nacht, und jetzt heißt es wieder arbeiten. Niemand außer uns fünf wird je davon erfahren, auch nicht dein Göttergatte.“ Bei der Erwähnung von ihrem Mann wurde Elke wütend: „Lass Manfred aus dem Spiel. Du hast auch so schon genug kaputt gemacht!“,schrie sie fast, drehte sich um und ging Richtung Aufzug. Eric rief ihr hämisch lachend hinterher: „Grüß ihn schön von mir. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einen Plausch. Er kann mir dankbar sein für deine Schulung durch mich!“ Sie drehte sich nicht um, sondern zeigte ihm nur die hochgereckte Faust mit dem ausgestreckten Mittelfinger.
In ihrem Zimmer angekommen glaubte sie sich einem Nervenzusammenbruch nahe. Auf was hatte sie sich da nur gestern Abend eingelassen? Nach ein paar Minuten hatte sie sich wieder soweit beruhigt, dass sie den Brief öffnen konnte, von dem sie auch nicht wusste, wer und weshalb er hinterlegt worden war. Und das war nun der endgültige Knockdown. Den Brief hatte ihr Manfred geschrieben:
An meine Noch-Ehefrau Elke Wagner,
Vorgestern Abend war meine heile Welt noch in Ordnung. Wir haben miteinander telefoniert, du warst, für mich völlig verständlich, so geschafft von deinem ersten Tag hier im Seminar, dass du nur noch schlafen wolltest. Hast du?
Du hattest mir in diesem Moment so leid getan, dass ich noch in der Nacht beschlossen hatte, dich am nächsten Abend mit meinem Besuch zu überraschen und mit dir dem Geburtstagsblues keine Chance, so alleine, weit weg von uns, von deiner Familie, zu lassen.
Ich hatte am Vormittag schnell alles geregelt, Mirkos Betreuung und Unterkunft für die Nacht und die Arbeiten im Büro, und bin dann losgefahren. Durch viele Staus verursacht, kam ich etwas verspätet, aber immerhin noch rechtzeitig hier an. Um Mitternacht habe ich an deiner Zimmertüre geklopft, leider ohne Erfolg. Ich habe dich dann in der Hotelbar vermutet, doch auch da warst du nicht. Meine Versuche, dich auf dem Handy zu erreichen, waren ebenfalls erfolglos. Wo also warst du? Ich habe im Internet recherchiert, welche Bars in dieser Gegend noch nach 1:00 Uhr aufhaben, doch da gibt es keine.
Die Haus-Security hat mich dann um 4:00 Uhr vor deiner Hotelzimmertüre aufgegriffen und mich zu meinem eigenen Zimmer gebracht, nachdem sich Gäste beschwert hatten. Wo warst du?
Jetzt ist es eigentlich ja schon egal, das zu erfahren. Ich bin auf dem Weg zurück nach Hause. Versuch nicht, mich zu erreichen oder gar zu finden, es ist zwecklos. Solltest du eine plausible Erklärung haben, so kannst du mir die in den nächsten 24 Stunden schreiben. Ansonsten:
Lebe wohl
Elke war zu keiner auch nur halbwegs vernünftigen Reaktion mehr fähig. Was hätte sie denn auch tun sollen? Nicht einmal die Chance einer Notlüge war ihr geblieben. Über eine Stunde saß sie zusammengebrochen zu einem Häufchen Elend auf ihrem Bett, immer wieder von Weinkrämpfen geschüttelt. Doch dann raufte sie sich zusammen, besann sich auf ihre ihr ureigensten Qualitäten als Kämpfernatur. Sie packte ihren Koffer, bestellte an der Rezeption ein Taxi und ließ sich zum Bahnhof fahren. Die schnellste Verbindung war per Handy schnell gefunden und gebucht. Alles Weitere würde sie während der langen Reisezeit überlegen. Was sie allerdings schon jetzt überprüfte, war die Liste eingehender Anrufe während der letzten Stunden. Und tatsächlich, Manfred hatte sie mehrmals versucht anzurufen! Aber warum hatte sie das nicht mitbekommen? Erst jetzt fiel ihr auf, das der Lautstärkenknopf seitlich am Handy auf “aus” stand. Sie benutzte diese Funktion fast nie! Wer also hatte ihr Handy auf lautlos gestellt, und warum? Die Person jedenfalls hatte sie bewusst in diese Lage gebracht. Der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten. Eine Kurznachricht von einem unbekannten Teilnehmer forderte sie auf, sich interessante Bilder in ihrem Fotospeicher anzusehen. Sie fand darin das für sie widerlichste Fotomaterial von ihren sexuellen Aktivitäten der Nacht, was sie sich selbst in ihren Albträumen nicht vorgestellt hatte.
Trotzdem hatte sie zweimal versucht, Manfred anzurufen, doch der Gesprächswunsch wurde abgelehnt. Irgendwie hatte sie gehofft, dass ein persönlicher Kontakt besser sei, als nur ein schriftlicher Versuch, sich zu erklären. Also verschob sie das auf ihr Aufeinandertreffen zu Hause, vor dem sie riesige Angst hatte.
Geht so Eheberatung ?
Einige andere Dinge hatte sie allerdings für sich bereits geklärt. Sie würde Eric van der Dyke bei der Personalabteilung anzeigen und sie würde kündigen. Beides konnte ihr zwar nicht aus ihrer persönlich fatalen Lage helfen, aber die Wege erschienen ihr alternativlos. Einen Termin bei der Personalchefin hatte sie sich schon für den nächsten Tag besorgt. Es war gut, dass sie sich auf diese Weise während der langen Fahrt ein wenig Ablenkung durch Beschäftigung verschaffen konnte, denn die quälende Frage, was sie wohl zu Hause erwartet, lähmte sie ohnehin genug. Auch hatte sie über WhatsApp von ihrer Freundin erfahren, dass Mirko bei ihr sei und da auch erst einmal bleiben könne. Als Maria, so heißt die Freundin, Näheres erfahren wollte, was denn los sei, blockte Elke ab, und unter Tränen sagte sie nur, sie werde sich morgen bei ihr melden.
Das Haus war bei ihrer Rückkehr verlassen. Von Manfred keine Spur, keine Nachricht, rein gar nichts. Sie telefonierte alle ihr bekannten Freunde und Arbeitskollegen ab – ohne Erfolg.
Die Nacht verbrachte sie am Küchentisch sitzend bei einer Flasche Rotwein und verfasste einen Brief nach dem anderen, in dem sie versuchte, sich Manfred gegenüber zu erklären. Immer wieder musste sie unterbrechen, weil sie von Heulkrämpfen geschüttelt wurde. Am Ende hatte sie sich zu schonungsloser Offenheit durchgerungen, sehr wohl wissend, dass das wohl das Ende ihrer Beziehung, ihrer Ehe sein würde. Sie kannte Manfred. Er hätte ihr viel verzeihen können, nicht aber, dass sie ihn angelogen hatte, dass sie sich trotz seiner Warnungen in diese gefährliche Situation gebracht hatte. Für ihn musste es sich wie Ehebruch mit Ansage anfühlen. Er würde sie verlassen, auch wenn er dabei leidet. Und so schrieb sie ihm schonungslos und offen:
Lieber Manfred,
du hast mit allem Recht. Ich habe dich belogen, weil ich dich nicht unnötig beunruhigen wollte, und später dann, als ich trotz deiner Warnungen abends noch einmal in die Hotelbar gegangen bin – da ist aber wirklich nichts passiert – habe ich danach wieder gelogen, weil ich dich nicht verletzen wollte. Dich betrogen, widerlichsten Ehebruch begangen, habe ich in der Nacht zu meinem Geburtstag. Ich kann und will mich nicht näher darüber auslassen, ich hasse mich selbst dafür und würde, wenn ich irgendwie könnte, es ungeschehen machen. Ich werde dazu stehen, werde dich trotzdem weiter lieben und dich vermissen. Morgen ziehe ich meine ersten Konsequenzen. Ich werde kündigen, und den, der mich zu allem verführt hat, in der Firma „hinhängen“. Ich hoffe, ich bin stark genug, um mit dir vernünftig über Mirko zu sprechen. Er kann am allerwenigsten für das alles.
Du musst wissen: ich werde dich immer lieben, aber im Moment habe ich keine Kraft mehr, mich besser zu erklären. Wie auch?
Bitte melde dich mal - bald.
Deine Elke
Sie hatte am nächsten Tag alles Angekündigte wahr gemacht. Sie trat gegenüber der Personalchefin nicht etwa verängstigt und devot auf, sondern zeigte ihr mit selbstbewusstem und starkem Willen sogar die heimlich gemachten und zu ihrer Erpressung gedachten Fotos. Erik wurde noch am gleichen Tag einbestellt und unter Hinweis auf das unternehmensschädigende und der Firmenphilosophie widersprechende Verhalten von seinen Aufgaben entbunden. Elkes Kündigungswunsch hat man mit großem Bedauern entsprochen. Ihren Sohn hatte sie nach der Schule abgeholt und lebte nun schon seit einer Woche allein mit ihm in dem Haus, das einmal das Heim der glücklichen Familie Wagner war. Von Manfred hatte sie nichts mehr gehört. Er hatte, wie angekündigt, seinen Account bei WhatsApp für sie gesperrt.
Ihre Freundin kam jeden Tag bei ihr vorbei. Sie war die Einzige, der gegenüber sie sich voll öffnete und mit der sie über ihre, bei aller Taffheit nach außen, fürchterliche seelische Verfassung sprach.
Auch über Mirko konnte und musste sie mit ihr sprechen. Der litt wohl ganz besonders unter den Umständen. Ständig fragte er nach seinem Papa, und jedes Mal wusste sie nichts Besseres, als mit einer Notlüge seine drängenden Fragen zu beantworten.
So konnte es nicht weitergehen! Sie musste mit Manfred irgendwie in Kontakt kommen. Am zweiten Sonntag, den sie nun schon mit ihrem Sohn alleine verbrachte, gingen sie beide zum Tagesabschluss ins „La Gondola“. Vielleicht hatte sie insgeheim gehofft, ihren Mann dort zu treffen, aber wenn dem so war, musste sie sich eingestehen, dass es eine kindlich törichte Hoffnung war. Sie hatten gerade das bestellte Essen bekommen, als Mirko unruhig nervös seine Mutter über den Tisch hinweg anknuffte: „Da guck mal Mama, das ist die Frau, die Papa hier getroffen hat!“ Elke war so überrascht, dass sie, eigentlich unhöflich, sich sofort neugierig nach der Person umdrehte. Sie kannte diese Doris Kremer ja nicht wirklich, d.h. sie waren sich nie vorher begegnet, aber, so aussehend, wie die Frau drei Tische schräg hinter ihnen, konnte es keinen Zweifel geben, wen Mirko meinte: blonde Mähne in scheinbar widerspenstigen, strohigen Strähnen, die ein grell geschminktes Gesicht einrahmen, das von auffällig dunkel hervor gehobenen Augen und tiefroten Lippen dominiert wird. Gekleidet war sie mit einer schwarzen, tief ausgeschnittenen Seidenbluse, die an der weit aufklaffenden Knopfleiste den Blick auf zwei üppige Wölbungen ihrer Brüste anzogen, die widerum in den teilweise hervorblitzenden Schalen einer schneeweißen Hebe lagen. Ein, wie man an der bis weit oben sichtbaren hellen Haut der Oberschenkel im Sitzen sehen konnte, super kurzer Rock, ließ den Blick auf lange, wohlgeformte Beine frei und ihre Füße steckten in mindestens 10 cm hohen , schwarzen High-Heels. Alles in allem: ein Vamp wie er im Buche steht. Das also war sie, die Ex von Manfred, Doris Kremer!
Sie war die Einzige von Manfreds Freunden und Bekannten, die sie noch nicht fragen konnte, weil sie von ihr weder Adresse noch Telefonnummer wusste. Wie so oft in den Tagen vorher flammte ein Funken Hoffnung auf, einen Hinweis auf Manfreds Aufenthaltsort zu bekommen. Sie bat Mirko, kurz auf sie zu warten und ging rüber zum Tisch der Frau, wo noch zwei weitere, wie Manfred und sie solche Damen nannten, 'Motten' bei einem Glas Sekt saßen.
“Entschuldigen Sie, Sie sind doch Doris Kremer, nicht wahr?” Die Frau musterte sie von oben bis unten, antwortete dann aber: “Ja, bin ich. Und wer will das wissen ?“, fragte sie forsch zurück. „Mein Name ist Elke Wagner. Ich bin die Frau von Manfred, ihrem Ex-Freund. Sie haben ihn vor zwei Wochen hier getroffen. Ich…”Doris unterbrach sie unwirsch: “Wenn du hergekommen bist, um mir eine Szene wegen vorletztem Sonntag zu machen, vergiss es und zieh Leine!”
Elke reagierte nicht auf die aggressive Art der anderen, auch nicht darauf, dass die sie einfach duzte, sondern entgegnete ihr betont ruhig: “Nein Frau Kremer, warum sollte ich Ihnen eine Szene machen, nur weil Sie und Manfred sich hier zufällig nach Jahren getroffen haben? Ich will Sie nur fragen, ob Sie mir sagen können, wo er sich aufhält. Ich muss wirklich dringend mit ihm sprechen!”
Doris war aufgestanden. Sie schien überrascht. Wieder musterte Sie Elke von Kopf bis Fuß. Ihre Mimik entspannte sich, da ihr Gegenüber offensichtlich nichts von den Vorgängen auf der Toilette vor zwei Wochen wusste. Jetzt aber war sie hellhörig geworden. Was wollte diese Elke von ihr wissen? Manfred ist verschwunden und sie sucht ihn? Das interessierte sie: “Was soll das denn heißen, Manni ist verschwunden? Komm, wir gehen mal kurz wohin, wo es nicht so laut ist.” Sie ging den Weg Richtung Toiletten. Als Doris dort angekommen war, frage Elke sie erneut: “Wissen Sie wo er ist? Bitte, helfen Sie mir! Ich mache auch keinen Aufstand, wenn er bei Ihnen ist.” Elke begann zu weinen. Doris tat mit einem Mal etwas, womit die Frau von Manni am wenigsten gerechnet hat. Sie nahm sie in die Arme und fragte sie: “Erzähl mal, das tut gut. Was ist denn da zwischen euch passiert?“
Elke war ein weiteres Mal nervlich am Ende. Ihr war es mittlerweile egal, was andere von ihr als Ehebrecherin denken. Sie erzählte die ganze ungeschminkte Geschichte von der Geburtstagsfeier in dem Seminarhotel in Kurzform. Doris hörte ihr mitfühlend aufmerksam zu. Am Ende schüttelte sie fassungslos mit dem Kopf und lachte dann kurz und trocken auf. Doch die Reaktion auf das Gehörte fiel ganz anders aus als erwartet: „Mach dir mal wegen deines allzu tugendhaften Mannes keine Gedanken. Den finden wir!“, sagte sie im Brustton der Überzeugung.
„Doris bitte, auch wenn er bei dir ist, ich mache dir keine Vorwürfe. Ich habe ihn ja quasi in deine Arme getrieben durch meine Schuld. Ich muss ihn …“ Doris packte die verzweifelte Frau an den Schultern und schüttelte sie kurz heftig. Sie sah ihr dabei beschwörend in die die Augen und sprach eindringlich auf sie ein: „Noch einmal. WIR WERDEN IHN FINDEN! Er ist nicht bei mir, aber WIR WERDEN IHN FINDEN !”
Elke sah sie mit verheulten, übernächtigten Augen verständnislos an. Doris fuhr fort: Eine Bedingung: Du triffst ihn bei mir. Ich bin sozusagen die Schiedsrichterin und Mediatorin , Einverstanden?” Elke nickte nur schwach, das “Ja” kam nur leise und war kaum verständlich. Sie tauschten noch ihre Handynummern aus und Doris versprach, sich in 2 bis 3 Tagen zu melden und mit einem hämischen Grinsen sagte sie abschließend: „Im Männersuchen bin ich einsame Spitze!“
Mirko hatte schon ungeduldig auf sie gewartet und ihr vorgeworfen, sie sei ja genauso lange weg gewesen wie Papa. Doch, wie hätte sie ihm denn erklären können, warum es so lange gedauert hat? Wie hätte sie ihm erklären können, warum sie während der letzten Zeit so traurig war und warum sie in den beiden folgenden Tagen so nervös war?
Schon am nächsten Abend rief Doris an. „Hi Mädel, wie sieht’s aus. Willst du deinen Mann morgen Abend sehen?“, fragte sie gut gelaunt. Elke war so perplex, dass sie im ersten Moment nicht wusste, ob sie ihn überhaupt jemals wieder sehen will. Doch nach einem Augenblick des Zögerns antwortete sie: „Ja klar, für Mirko kann ich bestimmt jemanden finden.“ „Okay, dann schreib ich dir nachher gleich meine Adresse per WhatsApp. Aber hör mal, es bleibt bei unserer Abmachung: alles läuft unter meiner Regie, auch wenn es dir noch so schräg vorkommt, was ich verlange. Verlass dich drauf, ich weiß, wie Männer ticken. Ach ja, noch was. Zieh dir was Hübsches an. Das mit der Regie gilt übrigens für euch beide. Und noch etwas: Manni weiß nicht, dass du kommst. Ist das klar?“
Elke hätte vermutlich zu allem ja gesagt. Sie fieberte dem nächsten Abend entgegen. Mirko durfte selbstverständlich bei seinem Schulfreund übernachten und so konnte sie sich auch mental auf das Treffen vorbereiten. Allerdings hatte sie keine Ahnung, wie das Ganze ablaufen könnte. Was sie aber bei allem antrieb, war die uneingestandene Hoffnung, es könnte doch noch zu einer Versöhnung kommen.
Verrückterweise - sie verfluchte sich für so viel dümmliche Naivität - waren ihre Gedanken hauptsächlich von der Frage nach der angemessenen Kleidung geprägt. Was meinte Doris damit, sie solle sich „was Hübsches“ anziehen? Sie konnte sich doch unmöglich sexy stylen, wenn sie Manfred nach ihrem Fehltritt zum ersten Mal wieder unter die Augen tritt. Er musste das doch unweigerlich als Beweis einer unkontrollierbaren Sexsucht einschätzen. Das konnte und wollte sie nicht, und es entsprach auch nicht ihrem Naturell und schon gar nicht ihrer Gemütsverfassung. Sie entschloss sich für ganz unspektakuläre Straßenkleidung: Jeans, lässiger Pullover und Sneakers als Schuhwerk. Auf Make-up verzichtete sie vollständig, sondern betonte lediglich die Konturen der Augen ein wenig, und sie trug einen unaufdringlichen Lippenstift auf.
Das Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie pünktlich zur vereinbarten Zeit an der Wohnungstür von Doris Kremer klingelte.
Als Doris öffnete, sah sie ihr unsicher und ängstlich in die Augen. Doris musterte sie kurz, schüttelte dann, wohl etwas verärgert, den Kopf und bat sie herein. Auf dem Weg ins Wohnzimmer zischte sie ihr zu: „Ab jetzt keine Sperenzchen mehr, sonst war’s das!“
Elke nickte nur ergeben. Dann der Schock: Manfred saß, an einen Stuhl gefesselt und geknebelt, unfähig sich zu bewegen oder zu sprechen.
„Du musst dich nicht wundern Elke, Manfred wusste ja nicht, dass du kommst. Er hofft, ein Abenteuer mit besonderem Kick zu bekommen. Na ja, und das erhält er nun. Dazu gehört auch, dass du ein paar Infos zu deinem vorbildlichen Ehemann bekommst. Du weißt, dass Manni mein Ex ist und wir uns zufällig im La Gondola am Sonntag vor gut zwei Wochen getroffen haben. Er war so von mir angetan, dass er sich gleich erst einmal einen Blow-Job verpassen ließ, also drei Tage bevor du ihm fremd gegangen bist, du Böse.“ Doris grinste schelmisch und Manfred, dessen wütenden Blicke vorher Doris und auch Elke am liebsten aufgefressen hätten, wurde mit einem Mal verdächtig zahm und lief tiefrot an.
Elke glaubte ihren Ohren nicht trauen zu können. Was hatte Doris da gerade gesagt? Manfred hatte sie mit ihr betrogen? Das hieß ja auch, dass er sie außerdem bei ihren Telefongesprächen immer belogen hatte. Sie sah Manfred ungläubig an, doch der konnte ihr nicht in die Augen sehen.
Doris stand plötzlich hinter ihr. Sie legte ihr ihre Hände auf die Schultern, trat ganz dicht an sie heran und raunte ihr mit tiefem, rauem Timbre in der Stimme ins Ohr: „Und wegen dem Fremdgänger, der schon bei erstbester Gelegenheit, wenn seine Frau aus dem Haus ist, sich den Schwanz von einer Anderen blasen läßt, machst du dir Vorwürfe, wenn du dir mal das gleiche Recht nimmst und dich mal richtig durchorgeln läßt?“ War das eben Gesagte gerade noch so hörbar für Manfred, so fügte sie jetzt, nur noch für sie vernehmbar, leise hinzu: „Denk dran, du machst jetzt alles, was ich dir sage.“ Sie löste sich alsdann von ihr und ging die drei Schritte zu Manfred, griff nach seinem Gürtel, öffnete die Schnalle und auch den Bundknopf sowie den Reißverschluss seiner Hose. Anschließend nestelte sie so lange dort unten an ihm herum, bis sie sein „bestes Stück“ freigelegt hatte, was angesichts der Enge, die dort herrschte – Manfred saß ja noch immer gefesselt auf seinem Stuhl- nicht leicht zu bewerkstelligen war. Dann kniete sie sich neben seinen Beinen auf den Boden und forderte Elke auf, es ihr auf der anderen Seite gleichzutun.
Manfred versuchte sich vergeblich, gegen das nun Folgende zu wehren, doch Doris war offensichtlich in derartigen Fesselspielen erfahren. Sie hatte ihn so gut fixiert, dass es ihm unmöglich war, sich zu befreien. Ihm blieb nichts anderes übrig, als das Agieren der beiden Frauen mit hochrotem Kopf und vor Anstrengung hervorgetretenen Adern, hinzunehmen.
„So Elkelein, jetzt erlebst du mal, wie dein Mann - wie alle Männer ticken!“ Doris schloss eine Hand um den noch schlaffen Schwanz und begann ihn bedächtig anzuwichsen. Als sie damit aber nur sehr mäßigen Erfolg hatte, beugte sie sich vor, leckte ein paar mal über das kaum erhärtete Glied, dann über die Eichel, und schließlich stülpte sie ihren Mund darüber. Sie versuchte alles, ließ die Zunge die Eichel in ihrer Mundhöhle umspielen, reizte die Eichelspitze besonders behutsam und drückte sich das eher einer rohen Bratwurst denn einem erregtem Glied ähnelnde männliche Teil mit den Händen tief in den Hals. Vergeblich. Man konnte nicht ausmachen, wie Doris‘ Reaktion auf diese Situation wirklich war, ob vielleicht enttäuscht oder nur überrascht, möglicherweise sogar wütend war. Jedenfalls beendete sie ihre Bemühungen und forderte Elke auf weiterzumachen. Und die übernahm tatsächlich die Aufgabe und – hatte mehr Erfolg. Obwohl sie noch immer unter dem Schock des vorher Gehörten stand, sie sogar ziemlich grob zur Sache ging, ihre Bemühungen zeitigten etwas mehr Erfolg. Manfreds Schwanz wurde härter und größer, als sie ihn im Mund stimulierte und dabei mit den Händen am Stamm wichste. Er war zwar noch nicht voll einsatzbereit für weitere Aufgaben, aber immerhin, er reagierte.
Doris war scheinbar zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis und zog Elke weg von ihrem Mann. Jetzt sollte eine ganz andere Aktion folgen, mit der sie den Mann einerseits bloßstellen, andererseits aber auch tatsächlich weiter aufgeilen wollte. „Komm, meine neue Freundin, zieh dich aus!“, forderte sie Elke auf. Elke befolgte die Anweisung. Doch als sie die Oberbekleidung abgelegt hatte, schien Doris fast schon verärgert über die wenig erotische Unterwäsche zu sein, die sie nun zu sehen bekam und sagte in tadelndem Ton: „Sag mal, dachtest du, du kommst hier in geheiligte Hallen? Ich hatte dir doch gesagt, dass du dir etwas Nettes anziehen sollst. Wie willst du denn in diesem altmodischen Tittenknast und der Rhön-Bomber-Unterhose einen Mann anmachen, geschweige denn eine Frau wie mich. Normalerweise lässt man eine schöne Verpackung noch eine Weile, oder sogar immer an, aber bei dem Zeug da bekommen Männer ja Kopfschmerzen!“ Sie zog Elkes BH unwirsch aus und ihre Schiesser-Unterhose herunter, sodass sie nun nackt vor den Augen ihres Mannes stand. Anschließend trat sie einen Schritt zurück und entledigte sich mit gespielt tänzerischen Bewegungen ihrer eigenen Oberbekleidung, nur die High Heels behielt sie an. In ihren schwarzen, unglaublich aufreizenden Dessous bot sie einen wahnsinnig erotischen Anblick. Doch anstatt mit einer weiteren, wie auch immer sexuell motivierten Aktivität fortzufahren, ging sie zu dem Tischchen mit den vorbereiteten Getränken und brachte ein kleines Tablett mit zurück. Sie reichte Elke ein volles Glas Sekt, stellte eines auch für sich ab und nahm das dritte, führte es an Manfreds Lippen und ließ ihn daraus trinken, bevor sie und Elke es gleichfalls taten.
Die nächste Überraschung folgte sogleich. Doris nahm einen Joint von dem gleichen Tablett, zündete ihn an und meinte lapidar: „Der wird uns alle entspannen und die schönste Nebensache der Welt auch als solche erkennen lassen.“ Und an Manfred gewandt sagte sie: „Komm, zieh mal, wir helfen dir dabei.“
Als der erste Joint geraucht war, animierte Doris, die angefangene Flasche Sekt nun Glas um Glas zu leeren. Schon beim letzten Glas rückte sie auf Tuchfühlung an Elke heran und begann mit der freien Hand über ihre kraftlos und willenlos hängenden Arme, dann über ihre Wangen und schließlich über ihre Brüste zu streicheln. Es war Elke zwar nicht unangenehm, vielmehr waren ihre Empfindungen ambivalent. Sie fühlte eindeutige sexuelle Signale, die ihr Körper ihrem Kopf meldete, Signale die wohltuend waren, die sie gerne wahrnahm. Andererseits gab es aber auch nicht definierbare, warnende Gedankenschübe, die es ihr unmöglich machten, den emotional stimulierenden Moment einfach nur wirken zu lassen. Zu deutlich sind ihr die Geschehnisse in der Geburtstagsnacht im Seminarhotel noch gegenwärtig, die, genau wie jetzt, durch das Rauchen eines Joints eine Form von selektiver Realitätsunterdrückung bewirkt hatte, und die jetzt ihre emotionale Wahrnehmung mitprägte und den Genuss des Moments einschränkte.
Doris dagegen hatte für derartige beeinflussende Gedankengänge keine Antennen. Sie lebte im Hier und Jetzt ihre von Sex dominierte Gefühlswelt aus. Zufrieden registrierte sie, dass sich die Brustspitzen ihrer Gespielin verhärteten und sich ihr Brustkorb begann, lustvoll zu heben und zu senken. Während ihre Hand langsam weiter nach unten zwischen ihre Beine wanderte, rückte ihr Kopf nach vorne und sie begann mit dem Spiel ihrer Zunge um Elkes Nippel, um nach einer Weile mit ihren Lippen diese einzusaugen. Ein Blick zur Seite, wo Manfred noch immer zur Untätigkeit verdammt gefesselt auf seinem Stuhl saß, ließ sie schmunzeln. Das, was ihr nicht und Elke nur kaum gelungen war, schien nun , beim Anblick seiner Frau mit ihr im „Nahkampf“, erfolgreich zu funktionieren. Sein Schwanz hatte sich fast vollständig aufgerichtet. „Warte, gleich darfst du mitspielen“, gurrte sie in seine Richtung und widmete ihre Aufmerksamkeit wieder voll seiner Frau.
Ihr Mund wanderte küssend, manchmal kurz saugend oder auch mit der Zunge leckend, langsam über den Körper nach unten, als wolle sie jeden Quadratzentimeter Haut liebkosen. Sie wechselte nun die Position, drückte mit beiden Händen Elkes Knie auseinander und legte einen Arm so zwischen die nun weit offenen Schenkel, dass sie nicht mehr geschlossen werden konnten. Im Schritt lag nun das verlockende, zarte Fleisch der Vulva wie zur Präsentation offen für Jedermann sichtbar.
Langsam, sehr langsam und, auf eine Art sogar quälend vorsichtig und behutsam, wanderten ihre Lippen nun unaufhaltsam weiter zu diesem Zentrum der Lust. Je näher sie dorthin kam, desto ausgiebiger und intensiver wurden die Küsse. Sie selbst gab dabei für den zur Untätigkeit verdammten Manfred ein unglaublich aufregendes, ein geiles Bild ab.
Elkes Wahrnehmung und Empfindungen blieben bei alledem zwiespältig. Zu fremd, zu ungewöhnlich waren ihr die Berührungen an ihren intimsten Körperstellen durch eine Frau. Ihre Wahrnehmung schwankte von Ablehnung bis hin zur Bereitschaft völliger Hingabe an diese nie gekannten Gefühle. Das Verlangen nach Erlösung, das Doris durch ihre Berührungen bei ihr auslöste, wurde schließlich unerträglich. Ein riesiger Orgasmus kündigte sich an, obwohl tief in ihr eine warnende Skepsis gegenüber der Richtigkeit ihres Tuns nagte.
Sie hätte diese Warnung übergangen, wenn nicht Doris ihr unglaublich zärtliches und zugleich doch forderndes Spiel abrupt unterbrochen hätte. Sie war aufgestanden und hatte Manfreds Fesseln gelöst. Das konnte sie unbedenklich tun, denn seine inzwischen erreichte Geilheit war nicht mehr zu übersehen. Gewaltig und hart ragte sein Glied zwischen seinen Beinen in die Luft: dieser Mann würde nichts anderes machen, als seiner Triebbefriedigung nachgehen! Sie küsste ihm nur flüchtig auf die Spitze seines Gliedes und meinte lapidar: „Klasse Manni, der steht ja ganz so wie früher. Zeig mal, ob du auch noch so gut wie damals damit umgehen kannst.“
Sie ging dann sofort wieder zu Elke zurück und kniete sich zwischen die noch immer gespreizten Beine. Es war klar, dass Elke nun erst wieder auf Touren gebracht werden musste, aber das, davon war sie überzeugt, sollte ihr schon gelingen.
Dieses Mal hielt sie sich nicht mit langem Vorspiel auf, sondern griff ihr direkt mit beiden Händen in das Fleisch der leicht geschwollenen Schamlippen, rieb mit ein paar Fingern ziemlich derb außen um den Schamhügel herum und setzte dies schließlich sogar direkt um den Vaginaeingang herum fort. Elke war ob dieser rohen, ja fast gefühllosen Vorgehensweise schockiert. Das hatte so gar nichts mehr mit der zärtlich liebevollen Art von vorher zu tun, bei der sie kurz vor einem gewaltigen Orgasmus gestanden hatte. Und doch erregte es sie auf eine sonderbare Art und Weise.
Als Doris aber wieder ihren Kopf in ihren Schoß legte und das Spiel ihrer Zunge um Klitoris und Vagina erneut aufnahm, entwickelte sich das so angenehme Gefühl sexuell hochempfindlicher Gereiztheit aufs Neue. Sie schloss die Augen und versuchte, die störenden Gedanken an die belastende Realität, den Grund für ihr Hier-Sein, auszublenden und sich nur noch dem Genuss hinzugeben. Es schien ihr zu gelingen. Wie vorher schon einmal spürte sie, wie alles in ihrem Unterleib begann, sich zusammenzuziehen.
Doch wieder wurde das sich anbahnende sexuelle Hochstimmungserlebnis unterbrochen. Doris‘ ganzer Körper, und damit auch ihr Kopf, wurden jäh nach vorne gestoßen. Als der erste Schock über diese unerwartete Aktion überwunden war und Elke sich wieder gesammelt und versucht hatte, die Ursache zu ergründen, blickte sie erschrocken in die Augen ihres Mannes, der offensichtlich hinter Doris getreten war und sie von dort penetrierte und nun versuchte, all seinen Frust über die Situation, in die er durch die beiden Frauen geraten war, aus seinen Lenden heraus zu ficken.
All das empfundene Leid, die Demütigung und Schmach, steckten in jedem der ungestümen Schübe, mit denen er seinen Prügel in Doris hinein trieb. Die war regelrecht entzückt über dieses animalisch triebhaft ungezügelte Verhalten Manfreds und war zudem erfahren und geschickt genug, sein wildes Zustoßen allmählich in einen kontrollierten Kopulationsakt mit an Intensität und Stoßfrequenz berechenbaren Aktionen relativ konstant überzuleiten. Erst als Doris das erreicht hatte, konnte sie sich wieder erfolgreich um das Liebesspiel mit Elke kümmern und das nun regelmäßige Vorstoßen ihres Kopfes in den Schoß ihrer Partnerin zur Stimulation nutzen. Ihre Zunge konnte nun bei jedem Stoß ein kleines Stückchen tiefer in die Grotte eindringen und, wenn sie diese Praktik von Zeit zu Zeit unterbrach, weil es auch anstrengend ist, so zu agieren, setzte sie ihre Fertigkeiten fort und biss ihr einige Male ganz leicht in die Schamlippen. Doch zufrieden konnte sie mit dem Ergebnis nicht sein. Zwar produzierte Elkes Vagina immer mehr von dem für Doris so enorm antörnenden Lustschleim, der es einem Mann leicht machen würde, in sie einzudringen, doch die sonst auch dazugehörigen weiteren Signale sich steigernder sexueller Erregung wie Stöhnen und Ausrufen, blieben aus. Die Unterbrechungen waren zu viel, um eine Situation wie diese beliebig wieder aufnehmen und genießen zu können, dachte sie sich wohl.
Sie würde sich später noch einmal ausdrücklich um sie kümmern müssen, denn jetzt galt es, Manfred zum wohlverdienten Abschuss zu bringen. Doris ist und war fest davon überzeugt, dass diese Sichtweise auf zwischenmenschliche Beziehungen und vor allem auf alles, was Sexualität angeht, die einzig richtige ist. In Manfreds Fall musste sie nicht erst groß in die Trickkiste greifen. Der hämmerte sein Glied immer schneller, und wie er hoffte, tiefer in Doris‘ inzwischen vor Nässe triefende und quatschende Möse. Kein Wort kam dabei über seine Lippen. Bewertet man das vor Anstrengung gerötete Gesicht, muss man sagen, dass es wohl eher hate-fucking anstatt Spaß am Sex war, was ihn antrieb. Schon bald begann er immer lauter zu stöhnen, und auch das hörte sich eher wie ein Stöhnen vor Anstrengung an.
Doris trieb ihn, so wie sie es tausend andere Male zuvor schon getan hatte, zu noch größeren Anstrengungen an: „Los jetzt, du bist immer noch der Beste! Gib’s mir! Gib deiner Stute die Sporen!“. Sie schrie, sie stöhnte. Manfred schien sie nicht zu hören. Er sah stur nach vorne, müsste eigentlich in das entsetzte Gesicht seiner Frau schauen, doch sein Blick ging durch sie hindurch. Dann kam es ihm: heftig, unbeherrscht, aber dennoch ohne große sichtbare Emotionen. Er verströmte sich einfach in ihr. Danach zog er sich abrupt aus ihr zurück und ließ sich auf den freien Platz neben seiner Frau fallen, die mittlerweile hemmungslos zu weinen begonnen hatte.
Es klingelte an der Wohnungstür.
Doris hatte, so schien es, irgendwie das Gespür für die Befindlichkeit der beiden Besucher verloren. Sie wirkte euphorisiert, ja sogar regelrecht aufgekratzt. Sie stand auf und zwitscherte: „Ihr glaubt ja nicht, wer da kommt. Ihr kennt ihn zwar noch nicht, aber er wird euch allen beiden gefallen. Er heißt Stefan und ist mein zur Zeit bestes Stück. Ach ja, und ihr müsst euch jetzt nicht wie verschämte Teenager benehmen und euch zudecken, oder gar schnell anziehen. Wir kennen alle beide nackte Frauen- und Männerkörper und stellt euch vor: wir sehen so etwas gerne. Denkt beide daran, was unsere Abmachungen sind. Ihr werdet es, nein besser, ihr werdet uns mögen, und wir werden viel Spaß heute Abend miteinander haben und eure dämliche Eifersucht wird wie weggeblasen sein.“
Es klingelte erneut, und dieses Mal geht Doris zur Tür und lässt den fremden Mann herein. Sie führt ihn direkt ins Zimmer zu den beiden: „Das ist Stefan, Leute. Er hat ein wirklich ungewöhnlich gefühlvolles Händchen,“ Doris grinste und fuhr fort „Vielleicht sollte ich besser sagen, ausgeprägtes Geschlechtsteil. Ich denke, Elke, er wird dich mögen und du ihn auch. „Okay ihr Lieben, erholt euch noch etwas, Stefan möchte gerne vorher noch eine Kleinigkeit essen, wie er mir sagte, dann steht er“, Doris lachte kurz auf, als sei ihr hierbei ein ein besonders gutes Wortspiel gelungen, „Dir Elke, na ja so ein bisschen auch mir, zur Verfügung.” Und an Manfred gerichtet fuhr sie fort: “Keine Angst Manfred, du wirst schon auch noch gebraucht. Sprach’s und verschwand mit Stefan in der Küche.
Zurück blieben die völlig verstörte Elke und ein emotional entkernter und gebrochener Manfred. Sie vermieden es, einander anzusehen. Nach einiger Zeit sprach Manfred, monoton und kraftlos: „Das Spiel spielt ihr besser allein. Das ist nicht meine Welt.“ Er stand auf suchte seine Sachen zusammen und zog sich an.
Elke sah ihm dabei seltsam blutleer zu. Plötzlich fragte sie: „Nimmst du mich mit?“ Er musterte sie erstaunt, sah diese gebrochene Frau und erkannte sie: seine Frau, seine Elke
Zu Hause angekommen gestanden sie sich gegenseitig alles - und das schonungslos. Alle begangenen Fehler, aber eben auch ihre Liebe. Sie schmiedeten gemeinsame Zukunftspläne. Das war ihnen so viel wichtiger als der Sex. Diese Dimension ihrer Beziehung musste warten. Doch als sie dann nach einiger Zeit auch diesbezüglich wieder zueinander fanden, war es wunderbar erfüllend wie nie zuvor.
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