MILF Pick Up 2 (fm:Ältere Mann/Frau, 3322 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Svea | ||
| Veröffentlicht: Sep 10 2026 | Gesehen / Gelesen: 64 / 45 [70%] | Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen) |
| Svea lässt sich auf einen Chat mit dem jungen Maciej ein, der sie heimlich bei einem seiner Reels aufnahm. Sie willigt ein, eine persönliche Entschuldigung von ihm anzunehmen. Als er vor ihrer Tür steht, zerfällt ihre Lüge von der anwesenden Familie... | ||
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Ich starrte auf das Display, die Finger leicht um das Handy gekrampft, als könnte es mir entgleiten. Die Nachricht blinkte mir entgegen, unverschämt direkt, ohne Umschweife. "Svea. Knew you'd text back. When are we meeting up?" Kein Hallo, keine Entschuldigung für das heimliche Filmen, nichts. Nur dieses Selbstbewusstsein, diese Gewissheit, die mich gleichermaßen reizte und provozierte.
Ob ich aber nun seine Nachricht ignorierte, gar löschte und nach Hause zu meiner Familie fuhr, um das Ganze zu verschweigen, es lieber wieder anderweitig zu verarbeiten und mich ein weiteres Mal nicht traute oder aber, ob ich endlich einmal den nächsten Schritt ging und davon nun stolz berichte, werde ich euch nie wirklich verraten können.
Wenn ich mich jedoch wirklich getraut habe, glitt mein Daumen dennoch über die Tastatur und tippte, löschte, tippte wieder. Das Rauschen der Ostsee drang durch das offene Küchenfenster, rhythmisch gleichmäßig, während ich mich mit meiner Antwort quälte. Die Brille rutschte auf meiner Stirn nach unten, und ich schob sie mit einer impulsiven Bewegung wieder nach oben, ein Tick, den ich seit Studienzeiten nicht mehr abgelegt hatte.
"You filmed me without permission. That's not charming, that's invasive." Ich drückte Senden, bevor ich es mir anders überlegen konnte.
Die Antwort kam schneller, als ich atmen konnte. "You're right. I overstepped. The way you walked through those dunes – I lost my head. Delete it if you want. But I couldn't stop thinking about you."
Wie aus einem billigen Lovesong aber ich las die Worte zweimal, dreimal. Die Entschuldigung schien ehrlich, zu ehrlich für jemanden, der offenbar routiniert Frauen filmte und online stellte. Und doch – konnte auch nicht aufhören, an ihn zu denken – diesen längst vergessenen Song, den ich seit fünfzehn oder gar zwanzig Jahren nicht mehr gehört hatte, nicht in dieser Form, nicht von einem so fremden, so jungen Mund, der fast 20 Jahre jünger war, als ich.
"You're half my age," tippte ich, als könnte das eine Barriere errichten, die standhielt.
"Age is just a number. You moved like you knew exactly what you want. Most people stumble blindly through life. Not you."
Meine Finger zitterten leicht, als ich antwortete. "You know nothing about me."
"I know your name. I know you stayed behind when your family walked off, the other day. And I know you walk like every step is deliberate."
Mein Herz setzte aus. Ahnte er etwa, dass ich ganz allein war? Er hatte recherchiert, hatte meinen Namen gefunden, meine Situation womöglich erkannt. Die Wandlung von verletzter Privatsphäre zu – zu was? Interesse? Begehren? Ich spürte die Hitze in meinen Wangen, breitete sich aus wie ein Schleier, den ich nicht wegwischen konnte.
Wir schrieben hin und her, Stunden vergingen, die Nachmittagssonne wanderte über den Küchentresen, warf längere Schatten. Ich saß auf dem Fensterbrett, die Beine angezogen unter Jos' altem T-Shirt, das mir bis zu den Knien reichte. Die Unterwäsche hatte ich noch nicht wieder angezogen, seit ich mich rasiert hatte, und der Luftzug vom Fenster kühlte meine nackte Haut, ein kontrastierendes Gefühl zu der Wärme, die sich in mir ausbreitete.
Maciej erzählte von seiner Arbeit, von der Saison am Strand, von den Touristen, die kamen und gingen und von seinen Videos als Pick Up Artist auf Instagram und Tik Tok, bei denen angeblich noch nie ein echtes Treffen bei rumgekommen wäre. Ich erzählte – nichts eigentlich. Halbwahrheiten über den Urlaub, die Küste, das Wetter. Und doch sprachen wir richtig, über Musik, über Bücher, über die Art, wie das Meer nachts anders klang als tags. Er war gebildeter, als ich erwartet hatte, weniger der oberflächliche Beachboy, den ich ihm zugedacht hatte.
Dann, irgendwann, als das Licht golden wurde und die Möwen lauter schrien: "Where do you live? I want to apologize in person. Properly."
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