Im Dunst der Nacht (fm:Cuckold, 1907 Wörter) | ||
| Autor: Kunst und Romantik | ||
| Veröffentlicht: Oct 22 2026 | Gesehen / Gelesen: 493 / 415 [84%] | Bewertung Geschichte: 8.83 (6 Stimmen) |
| Ein wundervoller Abend zum genießen und ausspannen stand für uns auf dem Programm… | ||
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Im Dunst der Nacht
Der Regen hatte Dresden an diesem Freitagabend in ein glänzendes Lichtermeer verwandelt. Auf den Straßen spiegelten sich die Laternen, und aus den Cafés der Neustadt drang gedämpftes Stimmengewirr. Elke zog ihren Mantel enger um sich, während Sven neben ihr die Tür zu einer kleinen, exklusiven Wellnessanlage öffnete, die in einem historischen Gebäude unweit der Elbe untergebracht war.
„Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?“, fragte sie mit einem schelmischen Lächeln.
Sven grinste. „Du wolltest doch etwas erleben, das wir nicht jeden Tag machen.“
Elke musterte ihn. Seit über fünf Jahren waren sie ein Paar, und obwohl sie sich vertrauter waren als die meisten Menschen, hatte sie in letzter Zeit wieder jene aufregende Neugier an ihm entdeckt, die sie aus den ersten gemeinsamen Monaten kannte. Sven wiederum liebte es, wenn Elke ihn mit diesem Blick ansah, der verriet, dass sie einen Gedanken hatte, den sie noch nicht auszusprechen bereit war.
Hinter der Eingangstür empfing sie angenehme Wärme. Der Duft von Eukalyptus und Zedernholz lag in der Luft. Eine Mitarbeiterin erklärte ihnen freundlich die Hausregeln und zeigte ihnen den Weg zu den Umkleiden und zum Dampfbad.
„Wir lassen uns einfach überraschen“, sagte Elke, als sie sich voneinander verabschiedeten, um sich umzuziehen.
Als sie wenig später den Ruheraum betraten, fühlte sie sich, als hätte sie die gewöhnliche Welt draußen zurückgelassen. Das Licht war gedämpft, die Wände schimmerten in warmen Bernsteintönen, und irgendwo plätscherte Wasser. Durch eine Glastür sah sie den Dampf, der sich in weichen Schwaden über die Sitzbänke legte.
Sven wartete bereits auf sie.
„Bereit?“
Elke nickte.
Gemeinsam traten sie in die Dampfsauna.
Die Wärme umhüllte sie sofort. Feine Wassertröpfchen glitzerten auf den dunklen Steinflächen, und der würzige Duft von Kräutern erfüllte den Raum. Auf einer der Bänke saßen zwei Männer, beide erwachsen, beide offenbar ebenso entspannt wie sie selbst.
Der eine hatte dunkles, leicht gewelltes Haar und freundliche Augen. Er stellte sich als Matthias vor. Der andere, größer und mit einem silbergrauen Bart, hieß Daniel.
„Schöner Abend für einen Saunabesuch“, bemerkte Matthias.
„Vor allem bei diesem Wetter“, antwortete Sven.
Die Unterhaltung begann unverfänglich. Sie sprachen über Dresden, über die wechselnden Jahreszeiten und über die kleinen Dinge, die man im Alltag häufig übersah. Daniel kannte ein Restaurant an der Elbe, das Sven noch nicht ausprobiert hatte. Matthias erzählte von einem Spaziergang durch die Altstadt, bei dem er sich trotz jahrelanger Besuche wieder einmal in den kleinen Gassen verloren hatte.
Elke hörte zu und beobachtete die drei Männer aus dem Augenwinkel. Es war eine angenehme Gesellschaft. Niemand drängte sich in den Vordergrund, niemand versuchte, besonders beeindruckend zu wirken. Gerade diese Selbstverständlichkeit gefiel ihr.
Als ein Mitarbeiter frische Kräuter auf die heiße Fläche legte, stieg eine neue Duftwolke auf. Elke schloss die Augen und atmete tief durch.
„Das ist herrlich“, murmelte sie.
„Du siehst aus, als würdest du gerade sämtliche Termine der nächsten
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