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Grundstück - Miststück - Goldstück (fm:Sonstige, 9649 Wörter)

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Veröffentlicht: Oct 31 2026 Gesehen / Gelesen: 1736 / 1401 [81%] Bewertung Geschichte: 9.25 (24 Stimmen)
Swea bemüht sich, nicht nur die Insolvenz ihres Mannes abzuwenden, sondern auch mal eben nebenher ihre Ehe und Familie zu retten. Ist ein wenig viel, denn die Gefahren sind groß und verbockt hatte auch bereits einiges.


Ersties, authentischer amateur Sex


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Svea und Aras im Liebesnest

Was Gunnar nicht wusste, war, dass seine Frau Svea seit Monaten mit Aras ein Verhältnis hatte.

Es war rein körperlich. Zumindest für sie. Redete sie sich ein. Ihr Gunnar arbeitete zu viel, kam spät nach Hause, lag nachts wach und rechnete selbst noch im Bett. Unter der Woche eh, aber auch Samstag und Sonntag war er viel zu oft in seinem Arbeitszimmer. Svea fühlte sich vernachlässigt, aber sie liebte ihren Gunnar. Er war zudem der Vater ihrer beiden süßen Kinder. Sie stand zu ihm. Das war für sie klar. Aras war etwas anderes: Wärme, Aufmerksamkeit, Hände, die sie nicht übersahen. Mehr nicht. Aber irgendwie auch nicht weniger.

Für Aras war es komplizierter. Er lebte seit Jahren mit Lyla zusammen. Ungewöhnlich so ohne Heirat, aber er wollte sie erst heiraten, wenn sie schwanger wäre. Bescheuerte Einstellung, aber so war er und Lyla hatte sich von dem großkotzigen Leben und dem Schicki-Micki-Pomp einlullen lassen. Schlimmer als jedes Trash-TV.

Sie wollte Kinder, doch es klappte einfach nicht. Ihr Sex waren mehr und mehr zu Arbeitsterminen verkommen- ohne jede Lust und noch weniger Leidenschaft. Die Enttäuschung lag zwischen ihnen wie eine unsichtbare Wand. Und seit dem Baustopp und dem Absturz der Exclusiv Bau war er nicht mehr der Mann, der mit erhobenem Haupt durch die Stadt ging. Er suchte hungrig nach Anerkennung, nach Futter für sein Ego, nach jemand, der ihn noch wollte.

Sie trafen sich an diesem Nachmittag in einem billigen Gasthaus im Bergland, weit genug weg, wo sie niemand kannte. Das Zimmer, zwar sauber, aber seit gefühlt vierzig Jahren unverändert, roch nach altem Holz und billigem Reinigungsmittel. Sie hatten wie immer das Zimmer unter dem Dach gewählt, weit weg von den anderen. Die Balken waren dunkel und knarrten leise, wenn jemand sich bewegte. Draußen hing der Nebel so dicht, dass man die Tannen nur als Schatten erkennen konnte.

Svea war hin und her gerissen. Sie war gekommen, weil Aras ein Feuer in sich hatte, an dessen Glut sie sich wärmte, doch wusste sie gleichzeitig, dass Aras Gunnar Geld schuldete. Wie schlimm es um Gunnar und ihre Existenz dadurch tatsächlich stand hatte er ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestanden. Sie schloss die Tür hinter sich ab und lehnte sich dagegen, wartete vorsichtig ab. Aras stand schon mitten im Raum, die Jacke noch an. Er blickte sie durchdringend an und sie sah wie im Tunnel nur noch sein Begehren, seinen Hunger nach ihr und wie die Zeit stillstand.

„Komm…“, sagte er leise und streckte die Hand nach ihr aus.

Als sie die wenigen Schritte auf ihn zugegangen war, zog er sie an der Hüfte heran und sie küssten sich erst vorsichtig tastend, ob noch alles so ist wie immer, doch dann verschmolzen ihre Lippen in einen nicht enden wollenden, sehnsuchtsvollen, innigen Kuss. Seine Hände schoben sich unter ihren Pullover, glitten über den molligen runden Bauch, dann höher, bis er ihre vollen Brüste umfasste. Svea stöhnte in den Kuss hinein, als er die Daumen über ihre harten Nippel kreisen ließ.

Er drehte sie sanft um, drückte sie mit dem Bauch gegen das Holz des in die Jahre gekommenen Bettes, dann zog er ihr langsam den Pullover über den Kopf, er strich ihr sanft mit den Fingern über die Wirbelsäule. Einen BH hatte sie sich schon gar nicht erst angezogen und knetete verspielt ihre warmen Pölsterchen, die über den Bund ihrer Hose quollen und er so liebte. So ganz anders wie seine mit Plastikhupen bestückte und vom Botox erstarrte Lyla. Seine Lippen fanden ihren Nacken, bissen leicht, er schnupperte am Rosenduft ihres Parfums während seine Hände ihre Jeans öffneten und nach unten schoben. Sie trug absichtlich keinen Slip. Aras stöhnte leise, als seine Finger über ihren breiten Po und dann zwischen ihre drallen Schenkel glitten und schnell fanden nach was diese zielsicher gesucht hatten.

Er kniete sich hinter sie, zog ihr die Jeans ganz aus und spreizte ihre Beine. Dann leckte er sie von hinten, lerst ihre weichen Lippen, dann ihre Rosette, langsam und gründlich, die Zunge flach und gierig. Svea keuchte, griff nach dem Bettrand und drückte sich ihm entgegen. „Ist schön, aber jetzt nicht“, stöhnte sie. „Komm zu mir. Ich muss dich in mir spüren.“

Aras stand auf, öffnete seine Hose, rieb sich die Eichel etwas an ihr feucht und stieß dann in einem Zug in sie hinein, sodass Svea vor Schreck und Lust aufstöhnte. Er klammerte sich an ihre molligen Hüften und nahm sie mit langen, kraftvollen Stößen, so dass das ganze Zimmer im Takt zu knarren schien.

„Swea! Du fühlst dich so verdammt gut an… so weich, so warm und…du bist so herrlich eng…das ist so intensiv!“

Svea drehte den Kopf zur Seite, sah ihn über die Schulter an. „Aras, ja, das ist so gut. Komm tief in mir.“

Eine Hand griff in ihre Haare, zog ihren Kopf leicht zurück, während die andere unter sie griff und ihren Kitzler rieb. Svea kam zuerst, zuckend, mit einem unterdrückten Schrei, der sich in den alten Vorhängen verfing. Aras hielt nicht an, bis ihr Orgasmus nach mehreren Wellen am Abebben war, er bei sich selbst die Bremsen löste und dann ausgelaugt auf ihrem Rücken liegen blieb.

Aras rollte sich erschöpft auf den Rücken, beide lagen einen Moment ruhig nebeneinander als er unvermittelt meinte: „Komm mit mir weg“.

Svea drehte den Kopf zu ihm. „Wohin?“

„Egal. Weg von hier. Von allem.“

Sie lachte leise, ohne Humor. „Gunnar meinte, du könntest ihn nicht zahlen. Mit welchem Geld also Aras? Stehst du knietief in der Scheiße und hast kein Geld?“

Er schwieg einen Moment zu lange. Dann, leichtsinnig, weil der Moment zu intim war und er sich sicher fühlte: „Bevor die Ärsche vom Amt meinten, mich kalt stellen zu müssen, habe ich genug zur Seite geschafft. Genug, um mit dir eine neue Existenz aufzubauen. Und wir könnten zudem jahrelang sorgenfrei leben.“ Verantwortung übernehmen oder gar ein Schuldbewusstsein zu entwickeln- komplette Fehlanzeige.

Svea war entsetzt, sah ihn an. Lange. In ihren Augen lag plötzlich etwas, das er nicht deuten, es in seiner Selbstgefälligkeit gar nicht erkennen konnte.

Sveas Beichte

Svea fuhr den Berg hinunter, als es schmuddelige Bindfäden regnete. Sie empfand das Wetter irgendwie passend. Die Scheibenwischer schlugen rhythmisch von einer Seite auf die andere und in diesem Takt hämmerte in ihrem Kopf nur ein Gedanke: Hin- her- hin- her. Zwischen Gunnar und Aras, zwischen dem, was sie getan hatte, und dem, was sie fühlte. Als sie die Wohnungstür aufschloss, wusste sie kaum wie sie hierhergekommen war.

Sie erschrak. Gunnar war schon zuhause und saß wartend, geradezu lauernd am Küchentisch. Vor ihm stand ein halbleeres Glas Cognac. Er sah auf, als sie hereinkam. Seine Augen waren gerötet, alles war an ihm angespannt.

„Du bist spät“, bemerkte er nur tonlos.

„War noch unterwegs!“ wich sie aus. Svea legte die Tasche ab, ging zu ihm, strich ihm durch die Haare und küsste ihn. Zuerst zögernd, dann fester. Gunnar erwiderte den Kuss nach einem Moment, als hätte er lange darauf gewartet. Seine Hände griffen nach ihrer Taille, zogen sie auf seinen Schoß, dass der Stuhl knarrte.

Sie hatte auf alles Lust nur nicht auf Diskussionen, weder über sein Büro, das Geld oder am Ende über Aras, deshalb schnurrte sie. „Schön, dass du schon da bist. Muss die Kinder gleich vom Sport holen. Aber jetzt lass uns die Zeit nützen. Wollen wir?“, flüsterte sie gegen seinen Mund. „Jetzt?“

Sie zog ihn ins Schlafzimmer. Die Tür flog zu. Kleidung fiel auf den Boden – sein Hemd, ihre Bluse, die Hose. Gunnars Hände und sein Mund waren jetzt überall. Er saugte an ihren Brüsten, biss leicht in die Innenseite ihrer Schenkel, bevor er sie mit der Zunge spreizte und leckte, dort wo sie vor nicht einer Stunde Aras noch gefickt hatte.

Die verrückte Situation zerriss sie fast. Gunnar leckte unwissentlich das Sperma von Aras aus ihrer Möse.

„Komm hoch“, und zog Gunnar zu sich hoch. „Lass mich dich spüren. Nimm mich. Bitte. Komm ganz eng zu mir.“

Er kroch über sie, stieß dann sanft in sie. Ahnte er was? Sie konnte nicht mehr klar denken. Gunnar fickte sie temperamentvoll, so dass das Bett rhythmisch gegen die Wand polterte. Er packte ihre Handgelenke, drückte sie über den Kopf und stieß immer wieder in sie, bis der Schweiß zwischen ihren Körpern glänzte. Svea flog der Schädel weg, kam laut, die Beine um seine Hüften verknotet. Zwei unterschiedliche Männer innerhalb weniger Stunden, denn auch Gunnar explodierte jetzt schnell und tief in ihr.

Sie lagen eine Weile still, nur der Atem und der Regen draußen.

Dann, leise, mit zitternder Stimme: „Gunnar… wir müssen reden.“

Er drehte den Kopf zu ihr, zog interessiert die Augenbrauen hoch. Die Anspannung kroch bereits wieder an ihm hoch. Welche weitere Hiobsbotschaft erwartete ihn jetzt?

Swea stöpselte herum, als ob sie die Buchstaben erst aus einer großen Kiste sammeln und dann zusammensetzen müsste. „Ich muss dir was gestehen. Ich hatte mit Aras was ... es ist, es war wirklich nur körperlich. Nur…“ sie suchte mühsam nach Worten und stammelte völlig von der Rolle. „…nur Sex. Es ist wirklich nicht mehr. Aber es ist passiert.“

Die Stille danach war absolut. Im Weltall war es lauter.

Gunnar setzte sich auf, starrte sie völlig entgeistert an, als wäre ihm gerade der Leibhaftige begegnet. Sein Büro stand vor dem Aus. Über dreihunderttausend Euro fehlten. Und jetzt das: Seine Frau hatte mit genau dem Mann gevögelt, der ihn in den Abgrund riss. Sein Freund, nein: sein ehemaliger Freund, hatte sich ausgerechnet an seine Frau ran gemacht. Und sie ließ sich partout von diesem elenden Bankrotteur ficken. Was Gunnar in dem Moment sonst noch durch den Kopf ging verbietet der Anstand, aufgeschrieben zu werden.

Er war normalerweise nervenstark. Jahre der Baustellen, der Behörden, der knappen Deadlines hatten ihn abgehärtet. Aber das hier… das führte selbst ihn an den Rand. Er wusste nicht mehr, ob er auf den Füßen oder auf dem Kopf stand.

„Mit Aras“, wiederholte er tonlos.

Svea nickte, die Tränen liefen bereits. „Ich bin so verzweifelt. Ich weiß nicht, wie…“

Er stand auf, zog sich die Hose über und verließ das Zimmer. Die Tür zog er leise ins Schloss. Nicht laut. Schlimmer: ganz ruhig.

Die nächsten Tage waren das Haus Häggkvist ein Ort der Verdammnis auf Erden. Wie heißt es bei Sartre: Die Hölle- Das sind die anderen!

Sie schwiegen sich an. Morgens kurzer Kaffee, ohne Blickkontakt. Den Schein vor den Kindern bewahren. Abends das gleiche. Svea versuchte es trotzdem. Am dritten Abend kniete sie sich vor ihn, als er auf dem Sofa saß und stumm auf den Fernseher starrte. Sie öffnete seine Hose, nahm seinen schlaffen Schwanz in den Mund und saugte. Langsam zuerst, dann tiefer. Sie deepthroatete ihn, würgte leise, als die Spitze ihren Rachen traf, ließ jedoch nicht locker. Minutenlang. Ihre Augen tränten, der Rachen brannte, Speichel tropfte ihr wie einem Alien in langen Fäden aus den Mundwinkeln. Gunnar blieb kalt, aber sein Kamerad war gegen dieses Programm von Swea machtlos und wurde tatsächlich steif. Doch kein Stöhnen, kein Griff in ihre Haare oder sonst was.

Erst nach ewigen Bemühungen, als sie ihn mit Hand und Mund bearbeitete und als ihr Kiefer bereits schmerzte, kam es ihm- endlich. Ein kaum spürbares Zucken. Svea schluckte alles, bis zum letzten Tropfen, und wischte sich den Mund trocken. In normalen Zeiten wäre das ein Fest gewesen!

Selbst danach herrschte wieder eisige Totenstille zwischen den Beiden. Gunnar stand auf, zog sich die Hose unwirsch in Form und ohne ein weiters Wort verdrückte er sich ins Arbeitszimmer. Die Tür schloss sich nicht hinter ihm, sondern vor ihr.

Svea blieb auf dem Boden gekauert liegen und weinte lautlos. Wie hatte sie sich vor ihm nur so erniedrigen können. Die Situation erschien ihr komplett verfahren.

Eiszeit

Svea lag nachts wach und starrte an die Decke. Die schweren Gedanken kreisten wie ein Strudel, der nicht nur nicht anhalten wollte, sondern sie immer tiefer in Schwermut versinken ließ. War die Situation überhaupt noch retten? Gunnar hatte in seiner Ohnmacht und Wut irgendwann Swea alles über Aras, die AI-Exklusivbau, die bevorstehende Insolvenz frostig aber sachlich dargelegt. Das was schlimmer, als wenn er laut geschrien hätte.

Sie hatte keine Ahnung, welche Reichweite diese Betrügereien von Aras für sie alle bedeutete. Gunnar hatte nicht nur echte Sorgen um seine Existenz, sondern hatte Angst um seine Familie. Und Gunnar traute zudem Aras inzwischen alles zu.

Und genau in dem Moment vögelte sie fremd und zog ihrem Mann und ihrer Familie erst recht den Boden unter den Füßen weg. Und auf der anderen Seite: Aras fuhr total auf sie ab. Er hatte offensichtlich Geld – genug, um unter zu tauchen und um offenbar jahrelang sorgenfrei zu leben. Doch halt! Sagte er zu Gunnar nicht, dass er kein Geld hätte. Selbst jetzt wurde noch gelogen und betrogen. Aras war wohl nichts mehr heilig. Er ist dabei, Gunnar und natürlich auch viele andere, in den Abgrund zu reißen. Und Aras wollte mit ihr durchbrennen, wenn sie nur ja sagen würde. Das verrückte daran war. Sie kaufte das Aras auf eine unbestimmte Art sogar ab.

Doch das war keine Lösung. Das war nur ein anderer Höllenschlund, der sich dann auftun würde.

Sie wollte endlich mit Gunnar sprechen, mussten sich endlich in aller Ruhe wie Erwachsene aussprechen, wollte es zumindest versuchen.

Als sie es am nächsten Morgen ansprach, blockte er sofort ab. „Nicht jetzt, Svea. Ich habe keinen Kopf dafür.“ Erst als sie ihm sagte, dass ihre Eltern die beiden Kinder über Nacht nehmen würden, und sie ihn flehentlich darum bat, nur eine Nacht weg vom Haus zu sein, nur um zu reden, gab er nach. Widerwillig. Aber er lenkte ein.

Sie fuhren in getrennten Autos in ein kleines Hotel am See, eine Stunde außerhalb der Stadt. Kein Luxus, aber ruhig. In einem benachbarten Restaurant bestellten sie ihr Essen und fingen an zu sprechen. Zuerst stockend, dann immer fließender. Über die Firma. Über das Geld. Über die Angst. Über die Leere der letzten Monate. Über ihr Verhalten. Über Seines. Sie redeten und redeten, bis der Kellner an den Tisch trat und höflich fragte, ob er die Rechnung bringen dürfe.

Aus alter Gewohnheit griff Gunnar nach dem Portemonnaie. Svea legte ihm die Hand auf den Arm.

„Lass mich. Ich möchte dich einladen.“ Sie hatte zum Glück wieder ihren eigenen Verdienst, seitdem die Kinder jetzt etwas größer waren. Gunnar war zudem vermehrt zuhause und konnte so auch auf die Kinder achten. In ihrer Stimme schwang das schlechte Gewissen mit. Er zögerte, nickte dann aber und steckte das Portemonnaie wieder ein.

Zurück im Hotel war die Bar noch geöffnet. Gunnar bestellte einen Lugana, Svea einen Aperol Spritz, nahmen es von dem Tresen und setzten sich an einen kleinen Tisch in der Ecke. Die Gespräche gingen weiter – leise und bedingungslos offen. Irgendwann suchte Svea unsicher seine Hand auf dem Tisch. Gunnar zog sie nicht zurück.

Als auch die Bar schloss, gingen sie zusammen aufs Zimmer. Immerhin ein gemeinsames. Die Stimmung war komisch. Angespannt und zerbrechlich. Svea verschwand kurz im Bad. Sie hatte extra ein schwarzes Babydoll besorgt – dünner Stoff, die Cups vorne geschlitzt und nur mit schmalen Schleifen zusammengehalten. Es betonte ihre üppigen Rundungen, die Gunnar eigentlich so liebte, perfekt. Ein letzter Blick in dem Spiegel, noch eine kleine Wolke Coco Chanel, dann nahm sie allen Mut zusammen, öffnete die Badezimmertür und trat hinaus.

Gunnar hob nur kurz den Kopf, sah sie teilnahmslos an, als ob er eine Fliege an der Wand entdeckt hätte. Sagte nichts.

Svea biss enttäuscht die Zähne zusammen, schwieg aber und schluckte ihre aufkommenden Tränen tapfer hinunter, ging, als ob nichts wäre, um das Bett herum, legte sich hin und zog sich auf ihrer Seite die Decke bis zum Kinn hoch. Nach einem nüchternen „Gute Nacht“ lag nur noch Dunkelheit zwischen ihnen.

Minuten vergingen.

„Kannst du auch nicht schlafen?“, flüsterte Svea unsicher in die Dunkelheit.

„Nein, wie sollte ich“, antwortete Gunnar mürrisch.

Wieder Stille.

Irgendwann drehte er im Dunklen den Kopf leicht zu ihr. „Was hat dir an Aras gefallen… was ich nicht habe?“

Svea antwortete nur lapidar: „Zeit. Er hat mich gesehen. Als Frau- und: er hat sich Zeit für mich genommen.“

Gunnar atmete tief ein. Dann drehte er sich zu ihr, fand ihre Hand und drückte sie fest.

„Du hast so reicht. Dieser Termindruck mit schnell, schnell, schnell. Ich war nur noch mit dem Projekt beschäftigt. War einfach zu viel die letzte Zeit. Lass uns darüber nicht verlieren. An mir soll es nicht liegen. Und…ich verspreche dir Besserung“, schlug er einen versöhnlichen Ton an.

Svea rutschte näher. Er legte den Arm um sie. Sie kuschelten sich eng aneinander, Haut an Haut nur das augenblicklich nutzlose Babydoll zwischen ihnen.

„Schön, dass wir so in die Nacht gehen. Lass uns morgen weiterreden! Ich bin total kaputt! Schlaf gut!“ Erschöpft vom vielen Reden, von den Tränen, die zwischendurch geflossen waren, und von der plötzlichen, zerbrechlichen Nähe fielen sie in einen fast schon erlösenden, traumlosen Schlaf. Draußen lag der See still unter dem Mond.

Sveas Idee

Als Svea aus einem tiefen, erlösenden Schlaf hochdämmerte spürte sie wie sich Gunnar eng an sie gekuschelt hatte, offenbar schon wach, den Arm um ihre Taille gelegt. Sie spürte seinen Atem im Nacken. Als er sich leicht bewegte, glitt seine Hand langsam über ihren Bauch, streichelte sie, warm, zart und so vertraut, dass sie meinte, ihr müsse die Haut unter seinen Fingern verbrennen. Belustigt stellte sie fest, dass sein treuer Diener längst nicht so brummig wie sein Herrchen war, denn sein sichtlich steifer Schwanz drückte dabei gegen ihren Rücken und sie musste unweigerlich schmunzeln.

Svea drehte sich vorsichtig zu ihm um. Ihre Nasen berührten sich. Ohne ein Wort zu sagen, küsste sie ihn – zärtlich. Sie wünschten sich verschlafen einen Guten Morgen. Gunnar erwiderte den Kuss, zog sie enger an sich, tändelte an ihren Schleifen, die ihre geschlitzen Cups verführerisch geschlossen hielten, zog die Schleifen auf, so dass ihre großen steifen Nippel mit den erregten, runzeligen Aureolen frei dastanden. Er strich über ihre Haut, als wollten sie sich neu aneinander erinnern.

Halb zog sie ihn, halb sank er nieder. Alles war so vertraut, denn auf einmal, ohne großes Tamtam und ohne viele Worte verwoben sie sich ineinander- und es empfanden doch Beide wie ein Neustart und vor allem zum ersten Mal seit ihrem Geständnis. Langsam, behutsam. Keine Eile, keine Härte. Nur Nähe. Gunnar küsste ihren Hals, ihre Schultern, während er sich in sie schob, und Svea hielt ihn fest, die Beine um ihn geschlungen. Ihre Bewegungen waren im Einklang, fließend, zärtlich, wie ein murmelnder Bach dessen Wasser elegant über die runden Steine klickerte. Sie kamen nach dieser ganzen Anspannung der letzten Tage beide leise, in einem gemeinsamen tantrischen Ineinanderatmen. Als er ganz in ihr war, blieben sie reglos. Nur der Atem ging. Ihre Blicke trafen sich und lösten sich nicht mehr. Sie begannen, sich in winzigen Kreisen zu bewegen. Kaum sichtbar. Sveas innere Muskulatur umschloss ihn, zog ihn tiefer, ließ wieder nach, bis die Erregung ganz sanft anstieg und der Klimax nicht wie ein Bruch kam, sondern wie eine lange, weiche Welle. Svea kam zuerst. Ein tiefes, stummes Beben, das von ihrem Becken ausging und durch den ganzen Körper lief. Die Augen blieben offen, auf ihn gerichtet, stille Tränen machten ihre Augen glasig aus Freude, Scham, Dankbarkeit, Liebe. Von allem wohl etwas. Gunnar hielt den Blick, bewegte sich weiter in demselben winzigen Rhythmus und folgte ihr kurz darauf. Sein Orgasmus war ein langes, warmes Ausströmen, ohne Stoßen, ohne Geräusch. Nur ein Zittern in den Schenkeln und das Gefühl, sich vollständig in sie zu ergießen.

Danach blieben sie noch eine Weile so liegen, Stirn an Stirn.

Später ging jeder, fast schon schamhaft, für sich kurz ins Bad. Sie hatten miteinander geschlafen. Wie konnte das passieren? Keiner wollte die Intimsphäre des anderen stören. Sie duschten nacheinander, zogen sich brav an und gingen schweigend zum Frühstück ins Hotelrestaurant. Das schöne Büffet hob ihre Laune, Kaffee, frische Brötchen und Obst taten das Übrige. Noch herrschte eine zerbrechliche Stimmung, aber beide empfanden die Präsenz des jeweils anderen spürbar leichter als in den Tagen zuvor. So langsam kamen sie wieder ins Gespräch.

Da sie erst am Abend zurückerwartet wurden beschlossen sie, nach dem Frühstück zusammen in die Sauna des Hotels zu gehen. Der Holzduft, die Hitze, der leise Tropfen von Wasser auf den heißen Steinen befreite ihre Sinne. Nach dem ersten Gang lagen sie allein im Ruheraum, in dicke Bademäntel gehüllt, die Beine ausgestreckt auf den Liegen.

Svea drehte den Kopf zu Gunnar. Ihre Stimme war leise, aber entschlossen. „Ich würde gerne mit dir über eine Idee sprechen. Ein Gedanke… der mir nicht mehr aus dem Kopf geht.“

Gunnar sah sie misstrauisch an, suchte prüfend ihre Augen was denn jetzt schon wieder war, lauerte angespannt, wie ein Tiger zum Sprung bereit, um seine Krallen auszufahren und um zuzuschlagen. Er lag auf der Liege, die Augen halb geschlossen, der Bademantel lose um den Körper. Svea hatte sich aufgesetzt. Eine Weile sah sie ihn nur an. Dann strich sie ihm langsam über den Frottee des Mantels, die Hand glitt über seine Brust, seinen Bauch. Mit den Fingern schlüpfte sie zwischen die Stofflagen und berührte ihn sanft direkt auf der Haut, streichelte über seine Mitte, zärtlich, fast abwesend.

„Hör mir bitte in aller Ruhe zu“, sagte sie leise. „Nur zuhören. Ein paar Sätze am Stück. Bitte. Es fällt mir alles eh schon schwer genug. Okay?“

Gunnar sah sie forschend an. „Dann mach. Ich höre.“ Presste er trocken durch die Lippen.

Svea atmete tief ein und schnaubte noch schwerer aus, fasste sich endlich ein Herz, blickte ihn an.

„Vorneweg: meine Beziehung, wenn es je eine überhaupt war, zu Aras ist mit sofortiger Wirkung beendet. Irgendwie schon vorher, aber ich wollte das erst nicht an mich ranlassen. Gunnar! Im Ernst! Ich will das nicht mehr. Aber…“ Sie hielt inne, die Hand ruhte noch auf seinem Bauch. „Um an sein Geld ranzukommen, müsste ich ihn weiter bei Laune halten. Er scheint total verrückt nach mir zu sein. Doch genau das könnte unsere Chance sein. Nicht meine! Unsere! Mit anderen Worten: Ich müsste ihn weiter in Sicherheit wiegen, müsste, als ob nichts wäre mich mit ihm treffen und…“ sie zögerte, dann presste sie es aus sich heraus „…sicherlich auch weiter mit ihm Sex… haben. Und um ihn noch stärker an mich zu binden… müsste ich mit ihm immer noch verrücktere Dinge machen. Dinge, die er sich von mir und mit mir wünscht. Er weiß von meinen Gedanken, die ich dir hier anvertraue nichts, hat nicht einmal eine Ahnung. Könntest du dir das vorstellen?“

Gunnar starrte sie an, frage sich ernsthaft, ob sie nicht von einem Skorpion gestochen oder einem tollwütigen Fuchs gebissen worden war. Seine Stimme war schneidend und giftig. „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Dachte eigentlich, dass wir das miteinander vielleicht noch mal hinbringen. Und jetzt das! Du suchst doch nur einen Vorwand mit ihm weiter rumzu… Ach, lassen wir das! Ich denke, es wird besser sein, dass wir beide es miteinander gut sein lassen! Du hast doch echt nicht mehr alles Saiten an der Harfe!“ schloss Gunnar verbittert. Schweigen. Swea hatte zwar so eine Reaktion befürchtet, es aber mit eigenen Ohren hören zu müssen tat dennoch weh. Gunnar ging im Zimmer nervös auf und ab.

Er blieb stehen, sah sie kopfschüttelnd an. „Sag mir um alles in der Welt: Was soll das bringen, Svea?“

Swea begann eingeschüchtert und kleinlaut. „Du lässt mich ja nicht ausreden. Ich bin mir ziemlich sicher zu wissen, wo er riskante Dokumente gespeichert hat. Und ich habe eine starke Vermutung, wo er sein Geld hat. Und das ist nach seiner Aussage viel. Sehr viel, wie er meinte. Das hörte sich nicht unbedingt gelogen an von ihm. Ich könnte mir vorstellen, auf diese Art so an die Beweise für das frisierte Gutachten und die beiseitegeschafften Mittel ran zu kommen. Nicht für mich. Nur für uns. Für dich. Damit wir aus dieser Scheiße rauskommen. Gemeinsam.“ Und unter Tränen schloss sie: „…um auch unsere Liebe, unsere Ehe und unsere Familie zu retten!“

Gunnar ließ sich in den Sessel fallen, schaute sie wie irre an. „Du bist verrückt. Komplett verrückt. Ein Unrecht mit einem anderen Unrecht tilgen?“

„Vielleicht. Fällt dir was Besseres ein? Dann gerne? Sag!“, konterte Svea ruppig, doch ihre Stimme zitterte. „Ich könnte sofort, in dieser Sekunde noch zu Aras wechseln. Wäre weg und hätte vermutlich ein sorgenfreies Leben. Die Kinder? Du wirst sicherlich zukünftig ohne Büro viel Zeit haben. Ich könnte einfach mit ihm gehen. Er bettelt mich ständig an. Aber ich liebe dich. Nur dich, Gunnar. Ich will mit dir leben. Nicht mit ihm. Deshalb brauche ich dein Ja. Ich will, dass du zustimmst und damit du weißt, warum ich es tue. Ich will deine Erlaubnis, es zu Ende zu bringen, um Aras, diesem Aas, das Handwerk zu legen. Zumindest es versuchen. Es ist inzwischen ein internationaler Haftbefehl gegen ihn raus gegangen, doch er ist untergetaucht. Nur noch wenige wissen überhaupt noch, wo er sich aufhält und wie man mit ihm in Kontakt bleiben kann. Ich habe seine Geheimnummer!“ Lange Stille. Nur das leise Tropfen irgendwo im Ruheraum.

Gunnar rieb sich nervös das Gesicht mit beiden Händen. Dann sah er sie wieder an. Sein Rücken war wie aus Hartholz, die Erschöpfung, die Wut, die Angst – doch darunter erwachte etwas, das wie eine widerwillige Hoffnung aussah. „Du willst also weiter mit ihm rum machen- ich will mal ausnahmsweise höflich bleiben“, fasste er gedehnt zusammen. „Und noch mehr. Die verrücktesten Sachen, so sagtest du eben? Ich will mir gar nicht ausmalen, was ihr da macht. Und ich soll das abnicken? Einfach so?“

„Bitte kein abnicken oder dulden, mein Schatz, Ich brauche deine Zustimmung. Mehr noch: deine Komplizenschaft. Alleine mache ich das nicht! Das ist mir zu heiß“. Sveas Hand lag immer noch auf ihm, wie um ihn zu sich rüber zu ziehen. „Weil es mir als der einzige Weg erscheint, an die Dokumente und das Geld zu kommen. Und weil ich nur dich liebe. Ich habe versucht, dir zu erklären, warum das mit Aras passiert ist. Ja, ok! Wir haben miteinander… doch das war nur und ausschließlich Sex!“

„Stimmt. Ich vergaß! Es geht nur um Sex! Ja klar, wenn es weiter nichts ist!“ spie Gunnar Gift und Galle. Doch dann rieb er sich nachdenklich das Kinn. Das war seine Swea die er manchmal auf den Mond schießen konnte, aber doch so unendlich liebte. Dann schloss er die Augen, versank in Gedanken. Als er sie wieder öffnete, war seine Stimme leiser, klar, professionell.

„Also gut Swea! Es ist hochriskant, aber das muss ich dir nicht sagen. Ich stimme zu, wie du dir das wünscht. Ich kann kaum selber glauben, was ich eben gesagt habe, doch auf ein paar Dinge müssen wir uns verständigen. Bitte keine Alleingänge. Aras hat mir bereits gedroht und das klang erschreckend ernst. Er ist weidwund und fühlt sich in die Ecke getrieben! Also aufpassen wie ein Luchs! Wir machen das gemeinsam und du hältst mich auf dem Laufenden. Jeden Schritt. Und wenn es zu gefährlich wird, hörst du auf. Sofort.“

Svea nickte tapfer, aber sie lächelte zum ersten Mal seit Tagen echt. „Versprochen. Wenn du möchtest erzähle ich dir alles. Jedes Detail!“

Gunnar hob abwehrend die Hände, lächelte sie zum ersten Mal wieder an, denn er kannte seine Swea gut genug, um zu wissen, dass sie sehr direkt sein konnte. Und wollte er wirklich jedes Detail wissen?

Sie beugte sich vor und küsste ihn, zärtlich und dankbar. Gunnars Hand legte sich in ihren Nacken und hielt sie einen Moment fest. Als draußen vor dem Ruheraum leise Schritte vorbeigingen, lagen sie wieder entspannt da- und die neue Abmachung war besiegelt.

Svea ließ ihre Hand tiefer gleiten. Unter dem Bademantel tastete sie sich vor – und stockte kurz. Gunnars Schwanz lag zu ihrem Erstaunen hart und warm auf seinem Bauch, bereits voll erregt. Sie krabbelte auf ihm herum wie eine Stubenfliege, umfasste ihn dann doch und begann, ihn vorsichtig zu streicheln. Erst langsam, dann immer fester. Der Bademantel lag wie ein Schutz über ihrer Hand, denn jederzeit konnte jemand den Wellnessbereich betreten.

Sie beugte sich zu seinem Ohr, die Lippen streiften seine Haut. „Stell dir vor, ich knie jetzt vor dir“, flüsterte sie heiser. „Nimm ihn in meinen Mund, dann drehst du mich um, ziehst mir den Bademantel hoch und nimmst mich von hinten, such dir aus welcher Eingang dir gefällt. Hier, auf der Liege. Stell dir vor, wie du mich vollspritzt, Gunnar!“

Er wimmerte leise durch die Zähne. Seine Hüfte zuckte unwillkürlich gegen ihre Hand. Obwohl sie erst heute Morgen miteinander geschlafen hatten, reichte die Mischung aus jahrelanger Vertrautheit, roher Lust und dem neu erwachten Glück, das seit ihrer Aussöhnung in ihm vibrierte. Die Vorstellung, dass er Swea eben praktisch einen Freibrief für Aras gegeben hatte gab ihm verrückterweise einen ganz speziellen Kick.

Sveas Hand bewegte sich schneller an seinem Schaft, streichelte über die Eichel, massierte die Wurzel mit dem Handballen. Sie spürte, wie er sich versteifte, wie die Adern unter ihren Fingern pochten. Noch ein paar feste, gezielte Bewegungen – dann kam er. Heiß und kräftig spritzte er in ihre Hand, Schub um Schub, während sein Körper sich anspannte und ihm ein unterdrücktes Stöhnen entwich. Svea quetschte die letzten Tropfen aus ihm heraus, dann zog sie die Hand langsam unter dem Bademantel hervor. Sie fixierte ihn mit ihrem Blick, hob die feuchte, glänzende Hand an den Mund und leckte sie vor ihm ab. Lüstern, gründlich, die Zunge flach über die Finger, bis nichts mehr übrig war.

Gunnar atmete schwer und starrte sie an. Svea lächelte, wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und flüsterte: „Nur damit du nie vergisst, dass ich nur dich liebe und wir zusammengehören. Vergesse das bitte niemals, egal, was ich die nächste Zeit mache! Ich plane, ihn weniger klassisch sexuell verführen, als ihn vielmehr gezielt emotional und psychologisch abhängig zu machen. Ich kenne seine Schwachstellen und denke, dass ich diese ausnützen kann.“

Gunnar war baff. Ganz neue Seiten seiner Frau. „Milady de Winter von den drei Musketieren könnte echt noch was von dir lernen! Ich hoffe nur, dass du nicht so endest wie sie!“

Draußen im Gang waren wieder Schritte zu hören. Diesmal kamen sie näher.

Svea nimmt bei Olga Nachhilfe

Svea suchte sich die Adresse über eine diskrete Empfehlung. Das Appartement lag in einer ruhigen Seitenstraße, teure Möbel, gedämpftes Licht, der Geruch von teurem Parfum und frischer Wäsche. Olga öffnete die Tür. Eine supergepflegte Bohnenstange: groß, schmal, süße B-Cups, zwei feste Apfelbäckchen als Hintern, glatte Haut, langes dunkles Haar. Sie war ausgesprochen gutaussehend, sehr professionell und freundschaftlich, als ob sie sich seit Jahren kennen würden.

„Du bist Svea“, sagte Olga und musterte sie mit einem kurzen, professionellen Blick. „Meine Güte was bist du nur für ein Vollweib. Genau das Gegenteil von mir. Die Kunden würden sich die Finger nach dir lecken. Doch erzähl. Am Telefon hatte ich das noch nicht ganz verstanden. Was führt dich zu mir…?“

Sie wurden schneller Freunde, als Svea von einer derartigen Escort Dame erwartet hatte. Olga erklärte geduldig, zeigte Griffe, Stellungen, wie man Dominanz und Unterwerfung dosierte, wie man dunkelste Phantasien bediente, ohne sich selbst zu verlieren. Svea konnte nicht zahlen. Olga zuckte mit den Schultern.

„Dann hilfst du mir aus. Ich kassiere. Du lernst. Fair?“

Svea schluckte erst, dann willigte sie notgedrungen ein.

Olga stellte sie anonymisiert ins Netz – kein Gesichtsbild, nur ihre großen Brüste, ihr breites Becken und ihr runder Hintern. Die Anfragen prasselten nur so herein. Sie wählten fünf Freier für den „Unterricht“ und die „Übungsstunden“ aus. Beim ersten war Olga noch dabei. Die anderen vier „Kunden“ sollte Svea allein bedienen.

Sweas erstes Trainingsobjekt war ein Mann, Anfang vierzig, teurer Anzug, nervös. Olga führte das Gespräch, Svea beobachtete und machte mit. Er durfte sozusagen als kleines Dankeschön beide anfassen. Olga kniete sich vor ihn, Svea daneben. „Mund auf, Schatz“, flüsterte Olga. Svea nahm den Schwanz zwischen die Lippen, saugte, während Olga seine Eier massierte und ihm ins Ohr flüsterte, was Svea gleich mit ihm machen würde. Er nahm Svea auf allen Vieren, während Olga daneben saß und kommentierte, korrigierte, ermutigte. „Tiefer atmen. Becken kippen. Ja, genau so.“ Als er ins Kondom kam, klopfte Olga Svea anerkennend auf den Hintern. „Gute erste Runde.“

Heute gleich noch ein Zweiter und dann musste sie dem ersten wildfremden Mann einen Service geben. Swea schaute auf die Uhr. Sie musste zu ihrem nächsten Kunden in ein Hotel kommen. Unter dem langen Mantel hatte sie wunschgemäß nur eine Hebe, Strapse, daran schwarze Strümpfe befestigt und ihre neuen Miss Z Pumps von Christian Louboutin an. Er war Geschäftsmann, Mitte fünfzig. Geld legte er auf den Tisch, dann griff er Svea an die dicken Brüste, knetete sie, murmelte „Verdammt groß“. Sie blies ihn, bis er steif war, dann Standardmissionar. Es erregte ihn offensichtlich auf ihren dicken Hintern zu schlagen, knetete noch etwas ihre Brüste, kam nach wenigen Minuten mit einem Stöhnen ins Kondom und war danach fast peinlich berührt. „Danke. War schön.“ Svea duschte, zog sich an, fertig. Fast schon langweilig normal. Ihre Lust hielt sich mehr als in Grenzen, war aber bereits froh, beim Anblick eines dieses Gentlemans nicht gleich kotzen zu müssen. Zwei an einem Tag. Das musste erst einmal reichen.

Ein paar Tage später, Swea hatte sich Urlaub genommen ein ähnliches Bild, nur dass er etwas jünger und bedeutend charmanter war. War ganz versessen auf ihren weichen Bauch, dass ihm beim Kneten fast da schon bereits einer abging, auf ihren Hintern, von dem er nicht genug kam, küsste ihre Muschi, was Swea auf eine Art nicht einmal unangenehm empfand. Immer dasselbe. Geld erst auf den Tisch, etwas Grabschen, ein ordentlicher Blowjob, bei dem er ihre Haare hielt und obligatorisch stöhnte, dass er es tief machen solle. Dann wollte er sie fixieren. Hände an die Bettpfosten und Beine an eine Spreizstange. Dann wollte er unbedingt noch ihre großen Brüste abbinden. Sie ließ es sich gefallen, denn er war geübt und wusste offensichtlich, wie weit er gehen konnte. Der drückte die Stange nach oben und versenkte sich in sie. Sie so darlegen zu sehen war ganz augenscheinlich zu viel für ihn. Er schwärmte in einem fort von ihr, wie schön sie doch aussehen würde. Als er ihre Brüste zwirbelte kam schnell, praktisch sofort, zog das Kondom ab, bedankte sich höflich, band sie los und ging. Svea dachte: Das hätte fast ein normaler One-Night-Stand gewesen sein können. Ob sie was davon hatte- danach fragte hier niemand. Ihr war es allerdings auch egal. Sie lernte für Aras, aber auch für Gunnar, wie sie diebisch feststellen durfte, mehr als in Jahren und zählte nur die Scheine, um ihre Schulden bei Olga abzuarbeiten.

Der nächste Kunde war das, wovor Swea jetzt vielleicht keine Angst hatte aber gehörigen Respekt, denn dieser Freier hatte eine hässliche Knollennase, dicke Lippen, Hängebacken, ziemlich groß und vor allem massig, teure Uhr, Bassstimme und eine schrecklich vulgäre direkte Art. Er war definitiv nicht ihr Fall und vor allem viel zu derb. Als er ihr den Lohn fast schon gönnerhaft hinblättert meinte er: „Ich will auch deinen Arsch. So.“

Svea lachte und schüttelte den Kopf. „Das war vorher schon klar! Nix. Niente. Nada. Nein. Kein Anal und erst recht nicht ohne Gummi!“

Er starrte gierig auf ihren großen, runden Hintern.

Sie drehte sich halb, schlug sich selber mit der Hand auf eine Pobacke. „Also gut. Weil du es bist. 600 mit- 1000 OA.“ Sie wählte den Preis abstrus hoch, um ihn hoffentlich abzuschrecken, doch sie hatte ihn am Hacken und er legte die Scheine ohne mit der Wimper zu zucken auf den Tresen. Tausend Euro extra, on top zum eigentlichen Honorar, das auch schon nicht ganz wenig war. Was macht man nicht alles fürs Geld!

Svea konnte jetzt nicht mehr zurückziehen. Sie erschrak als der die Hose runter ließ. Meine Güte, was hatte der für einen Pferdeschwengel. Scheiße aber auch! Und der soll in meinen Arsch?! Sie hatte mit Olga Dehnübungen gemacht und oft große Plugs getragen, aber der hier. Das war eine ganz andere Nummer. Erst wollte er ganz normal mit ihr. Zum Glück war er rücksichtsvoll und drückte sich nicht ganz rein, denn der Bursche hätte ihr sonst unter Garantie ziemlich weh tun können. Dass sie so ein dicker Schwanz bis an die Schmerzgrenze dehnte genoss sie sogar einwenig. Er freute sich wie ein kleines Kind, als er spürte, dass sie feucht wurde. Wie es schien war er öfters bei Prostituierten, denn er jammerte, dass viele ihn nicht aufnehmen könnten. Er wollte jetzt hinten ran. Dann sollte es so sein. Sie ging kurz ins Bad, bereitete sich vor, dann kniete sie sich vor ihm im Zimmer auf das Bett. Er spuckte auf ihre Öffnung, drückte sich langsam hinein, stöhnte gierig.

„Was hast du nur für einen wunderbar großen Arsch… so eng… so weich…“ Svea biss die Zähne zusammen, atmete durch, ließ es zu. Swea wunderte sich, als seine Eier an ihre Muschi klatschten. War er wirklich so tief? Ob sie wollte oder nicht, sie spürte wider Erwarten ein angenehmes Ziehen im Unterleib. Als er merkte, dass ihr Stöhnen nicht gespielt, sondern ehrlich war kam ihr Freier tief in ihr. Als er sich aus ihrem Hintern zurückzog, tropfte es warm über ihre Schenkel. Er musste Unmengen in sie gespritzt haben. Im Nachhinein musste sie feststellen, dass sie schon bei weiterem schlechterem Sex hatte. Es war trotz oder vielleicht gerade wegen seiner immensen Größe so gut gewesen. Nur die Vorstellung, dass er ohne Gummi in ihr gekommen war, blieb unangenehm. Dieser Zyklop schaute sie sanftmütig und verliebt an. „Ich muss dich wieder sehen! Unbedingt. Und ganz bald. So etwas wie dich… du bist unglaublich! Geld? Das ist mir egal!“

Swea machte das ganz verlegen. Sie wollte doch nur dazu lernen und jetzt wurde dieses Riesenbaby auf einmal sentimental, verliebte sich womöglich in sie. Sie musste ihn gut zureden, ließ ihn nochmals über ihren Busen und ihren Hintern streicheln, um ihn dann aber resolut raus zu komplimentieren. Sie setzte sich aufs Bett und richtete sich. Dabei musste sie an seine Komplimente denken, musste lächeln. Besser so als irgendein Depp. Ihr kam Aras in den Sinn, was ihr einen Stich gab.

Als sie mit dem letzten Freier durch war hatte sie endgültig genug. Dieser Letzte war alt, hässlich, wenn auch offensichtlich nicht ganz arm. Aber was half ihm das alles, denn sein Ding Dong war ein kleines Schwengelchen, kaum der Rede wert. Er kniete hinter ihr, leckte ausgiebig ihren Po, stöhnte dabei wie ein Verdurstender. „Bitte… pinkle auf mich…“ Svea wusste, dass auch derartige Kunden kommen konnten, deshalb stellte sie sich ohne große Debatten über ihn und ließ die Blase los. Der Strahl traf seine Brust, seinen Bauch, den kleinen Schwanz, er hielt seine Zunge in ihren gelben Strahl, bis er vor Erregung wimmerte.

Danach sollte sie sich vor ihn hinsetzen und sich vor seinen Augen selber befriedigen. Der Escortlohn war einfach zu hoch, um einen Orgasmus lediglich vorzutäuschen. So flitzten ihre Finger schnell zwischen den Schamlippen hin und her, ihre Säfte flossen zur Freude ihres lechzenden armen reichen Freiers. Swea hatte sich alles Mögliche vorgestellt. Gunnar, Aras, den dicken Schwanz! Ihr kam es tatsächlich! Sie rieb dann noch zum Abschluss und zu seiner Freude sein kleines Piephähnchen wie einen Zigarettenstummel zwischen den Fingern bis er mit einem leisen, fast bemitleidenswerten, Fipsen kam. Stinkreich und doch ein armes Würmchen.

Als der letzte gegangen war, lehnte Olga in der Tür und grinste. „Du bist gut. Verdammt gut. Bleib doch. Wir machen das weiter. Die Anfragen reißen nicht ab.“

Svea schüttelte den Kopf. „Nein. Danke. Das war’s. Ich habe bekommen, was ich brauchte. Das reicht mir an Erfahrung. Ich falle sonst noch vom Glauben an die Männer ab!“

Sie umarmten sich. Freundinnen. Zum Abschied griff Olga in die Tasche, holte den Tausender hervor – den „Arschficktausender“, wie sie grinsend sagte – und steckte ihn Svea tief in den Ausschnitt, zwischen die großen Brüste.

Draußen auf der Straße tastete sie nach dem Schein in ihrem Dekolleté und dachte an Gunnar. An die Dokumente. An das Geld. Und daran, dass der nächste Schritt auf Aras wartete.

Aras wird leichtsinnig

Svea setzte um, was sie bei Olga gelernt hatte – und machte Aras damit komplett verrückt.

Sie fing an, ihn zu dominieren, um sich gleichzeitig fallen zu lassen, genau so, wie er es unausgesprochen wollte. An einem Abend band sie ihn ans Bettgestell seines schäbigen Verstecks, kniete über seinem Gesicht und ließ sich von ihm lecken, bis sie kam, während sie seinen Schwanz nur mit den Fingerspitzen streifte. „Du darfst erst kommen, wenn ich es erlaube“, flüsterte sie. Er stöhnte, zuckte, bettelte. Als sie ihn endlich freigab und sich auf ihn setzte, kam er so heftig, dass er wie ein Löwe brüllte.

Ein anderes Mal ließ sie sich von ihm anal nehmen, langsam und tief, während sie ihm genau sagte, wie er sich bewegen sollte. „Langsamer… ja… jetzt tiefer… halt… jetzt fick mich richtig hart.“ Sie kam, bevor er es tat. Danach leckte sie ihn sauber und sah ihm dabei in die Augen. Aras war danach weich wie Wachs.

Er wurde abhängig. Rief sie tagsüber an, schrieb ihr Nachrichten, wollte sie ständig sehen. Eines Abends, noch keuchend und verschwitzt, erzählte er ihr zwischen zwei Küssen: „Alles ist sicher. Ich habe alles auf einer externen Festplatte und alles in Krypto. Niemand kommt da ran. Nicht mal die Behörden.“

Svea lächelte nur und küsste ihn weiter.

Und Gunnar? Sie verwöhnte Gunnar in jeder nur erdenklichen Sekunde. Zu Hause war der Sex wieder genauso heftig, nur anders – vertrauter und offener. Sie experimentierten auch mehr. Swea war zum Profi gereift. Sie tobten sobald die Kinder weg oder im Bett waren durch die Küche, stellten allerlei Schabernack im Bad an, nachts im Bett, im Auto, in einer dunklen Seitenstraße, selbst im Büro, wenn eine Zimmertüre weiter die Mitarbeiter saßen - überall und immer bis sie nicht mehr konnten.

Aras wurde vertrauensduselig. Nachlässig. Nervös, da sich die Schlinge immer weiter zuzog. Sein Nobelbüro war versiegelt, also arbeitete er aus einem Behelfsbüro in einem unscheinbaren Gewerbepark. Eines Nachmittags ließ er Svea dort allein warten. „Muss kurz rüber zum Anwalt. Bleib hier. Ich bin in zwanzig Minuten zurück.“

Die Tür fiel ins Schloss. Svea wartete genau dreißig Sekunden, dann stand sie auf.

Der Safe stand leichtsinnigerweise nur angelehnt. Sie öffnete ihn vorsichtig. Darin lag neben ein paar Unterlagen eine scheckkartengroße Kupferplatte. Auf der Oberfläche war von Hand eine ewig lange Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen eingraviert. Svea starrte darauf. Ihr wurde sofort klar: Das war sein Seed.

Handy raus. Foto. Blitz aus. Nochmal. Kontrolle. Dann legte sie die Platte genau so zurück, wie sie sie gefunden hatte, schloss den Safe wieder angelehnt und setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Sie öffnete TikTok und scrollte gelangweilt, als wäre nichts gewesen.

Als Aras zurückkam, stand er vor ihr. Svea blieb sitzen, sah zu ihm hoch und öffnete ohne ein Wort seine Hose. Sie holte seinen Schwanz heraus – schon halb hart – und nahm ihn sofort in den Mund. Tief. Saugend. Ihre Zunge arbeitete, während sie ihn weiter nach hinten in die Kehle ließ. Hatte sie bei Olga zur Perfektion verfeinert.

„Mmmh… du hast mir gefehlt“, säuselte sie, als sie kurz den Mund freigab, Speichelfäden zwischen ihren Lippen und seiner Eichel. Dann nahm sie ihn wieder, noch tiefer diesmal. Sie hatte bei Olga weiter an ihren Deepthroat-Künsten geübt. Jetzt ließ sie sich nehmen. Aras stöhnte, legte die Hände an ihren Hinterkopf und drückte ihr seinen Stab langsam in ihre Kehle. Svea atmete durch die Nase, würgte leise, ließ ihn trotzdem tiefer. Tränen traten in ihre Augen, aber sie hielt den Blick nach oben, gehorsam und gierig zugleich.

„Svea…“, keuchte er nur.

Sie ließ ihn weitermachen, bis er zitterte. Dann zog sie zurück, wichste ihn mit der Hand und flüsterte heiser: „Komm in meinen Mund. Gib mir alles.“

Aras kam mit einem tiefen Stöhnen. Svea nahm jeden Schub, schluckte, leckte die Spitze sauber und lächelte ihn an, als wäre nichts auf der Welt wichtiger gewesen als sein Schwanz.

Keine weiteren Fragen. Kein Verdacht.

Nur Abhängigkeit.

Und auf dem Handy war das Foto mit dem Seed.

Eine einmalige Chance

Svea und Aras verabredeten sich in einem unscheinbaren Hotel am Stadtrand, weit genug weg von allem. Getrennt angekommen. Einzelzimmer gebucht. Bar im Voraus bezahlt. Keine Namen, die irgendwo auffielen.

Kaum war die Zimmertür hinter ihnen ins Schloss gefallen, fing Aras an. Er ging unruhig auf und ab, die Aktentasche fest in der Hand. „Svea, wir müssen jetzt weg. Sofort. Die Bullen suchen mich mit Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Wenn wir jetzt abhauen, sind wir weg, bevor die überhaupt merken, dass wir fehlen.“

Er blieb vor ihr stehen und legte bedeutungsschwer die Hand auf die Aktentasche. „Ich habe alles dabei. Alles.“

Svea spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Da war sicher sein Wallet drin. Die Festplatte. Alles.

„Aras…“, begann sie, aber da klingelte sein Handy.

Er sah auf das Display und fluchte leise. „Gunnar.“

Er nahm trotzdem ab. „Was willst du?“

Gunnars Stimme war laut genug, dass Svea sie hören konnte, auch wenn das Gerät am Ohr lag.

„Wo ist Svea? Ist sie bei dir? Sag mir die Wahrheit, Aras, verdammt noch mal!“ Svea musst in sich rein grinsen. Gunnar spielte hervorragend. Aras drehte sich zur Seite, die Schultern angespannt. „Ich weiß nicht, wo deine Frau ist. Und ich habe keine Lust auf deine Szenen.“

„Du Lügner! Ich weiß, dass—“

„Schluss jetzt.“ Aras legte auf. Sein Gesicht war dunkel vor Ärger. „Das hätte ich nicht annehmen sollen.“

Er griff nach der Zigarettenschachtel und knurrte: „Ich muss jetzt erst mal eine rauchen. Bin gleich zurück.“

Die Tür fiel hinter ihm zu. Svea wartete bis er die Treppe unten war und sie ihn auf dem Parkplatz wie ein Tiger im Käfig auf und ab laufen sah. Im nächsten Moment bestand sie nur noch aus Adrenalin.

Tablet raus. An. Der USB-Stick steckte bereits im Laptop, den Aras auf dem Schreibtisch hatte liegen lassen. Sie steckte ihn um, kopierte den Inhalt blind auf ihr Gerät – Ordner, Dateien, alles, was da war. Zurückstecken. Keine Spur.

Dann das Wichtigste.

Sie öffnete die Wallet-App, die sie vorbereitet hatte. Tippte den Seed ein, den sie von der Kupferplatte fotografiert hatte. Eine ewig lange Kombination. Zeichen für Zeichen. Ihre Finger zitterten leicht, aber sie machte keine Fehler.

Konto gefunden. Guthaben sichtbar. Eine Summe, die sie kurz schlucken ließ.

Überweisung starten. Ziel: das neue, anonyme Konto, das sie eingerichtet hatte. Der Übertragungsbalken kroch erst verheerend langsam. Dann, hinten raus, immer schneller. Grün. Fertig.

Svea starrte auf den Bildschirm. Alles war rüber. Auf einem Konto, das niemand außer ihr kannte.

Es war eine ziemliche Grauzone. Extrem riskant. Genau deshalb hatte sie bereits vor Wochen Kontakt zur Kripo für Wirtschaftskriminalität aufgenommen. Anonym zuerst. Dann mit immer mehr Details. Die Beamten wussten, dass etwas im Gange war. Sie warteten nur auf den richtigen Moment, hatte auch den Eindruck, dass sie beobachtet wurde.

Draußen auf dem Gang hörte sie Schritte. Aras kam zurück. Svea hatte längst das Tablet wieder geschlossen und in ein Blindfach ihrer Tasche verstaut, zog sich um und setzte sich auf die Bettkante, als wäre nichts gewesen. Das Herz trommelte ihr bis in den Hals.

Die Klinke drehte sich. Aras kam zurück, knallte die Tür hinter sich zu und schaltete genervt das Handy aus. „Dieser Idiot Gunnar…“

Dann sah er sie.

Svea lag bereits auf dem Bett, in pechschwarzem, sündigem Dessous: ein halbtransparenter Body mit offenen Cups, die ihre großen Brüste freiließen, Straps und Strümpfe, ein Slip ouvert. Sie hatte die Schenkel weit gespreizt, die Finger glitten langsam zwischen ihre Venus, spreizte sie lasziv und präsentierte ihm ihre glitzernden roséfarbenen Blütenblätter.

„Komm her“, flüsterte sie heiser. „komm zu mir!“

Bei Aras schaltete das Hirn aus. Die Aktentasche fiel achtlos auf den Stuhl. Er war in drei Schritten bei ihr, zog sich hastig aus, während Svea sich aufrichtete und ihm den Schwanz aus der Hose holte.

„Mund auf“, knurrte er machohaft.

Svea schüttelte den Kopf und lächelte dreckig. „Heute mache ich die Ansagen.“

Sie drückte ihn aufs Bett, kniete sich über sein Gesicht und senkte sich herab. „Ich möchte dich erst an meinem nassen Döschen spüren.“ Aras gehorchte wie an Marionettenfäden gezogen. Seine Zunge bohrte sich in sie, leckte, saugte an ihrem Kitzler, während Svea sich auf seinem Mund rieb und stöhnte. Seine Hände kneteten voller Verlangen ihren weichen Bauch, der sich über seiner Stirn wölbte.

„Ja… so… tiefer… du bist so gut! Das machst du phantastisch! Du bist der Beste“ heuchelte sie. Sie drückte etwas, ließ ihn etwas von ihrem salzigen Nass trinken. Sie wusste, wie süchtig er danach ihrem Goldwasser war, sodass er gierig von ihr trank, denn er konnte davon nicht genug bekommen.

Als sie kurz davor war zu kommen, richtete sie sich auf, drehte sich um und setzte sich in umgekehrter Stellung auf sein Gesicht. Gleichzeitig nahm sie seinen harten Schwanz tief in den Mund. „Nimm meinen Arsch“, keuchte sie zwischen den Stößen. „Steck deine Finger rein.“

Aras stöhnte gegen ihre nasse Spalte und schob erst zwei dann vier Finger in ihren Hintern. Svea stieß sich dagegen, fickte seinen Mund und seine Hand gleichzeitig, bis sie heftig kam und es über sein Gesicht tropfte.

Danach band sie ihm die Handgelenke an die Bettpfosten. „Du darfst dich nicht anfassen. Nur zusehen und fühlen.“

Sie holte aus ihrer Tasche ein kleines Fläschchen Gleitgel und einen schmalen, gebogenen Plug. Vor seinen Augen schob sie sich den Plug langsam in den Arsch, stöhnte dabei übertrieben und sah ihn an. „Stell dir vor, das bist du. Du wirst doch nicht auch wollen?“ provozierte sie ihn und strich ihm immer wieder mal über sein, zum Zerreißen gespannten, Hahn.

Dann ritt sie ihn. Erst langsam, den Plug noch in sich, dann härter, die großen Brüste wippend. „Spürst du, wie eng ich bin?“ Aras zerrte an den Fesseln, warf den Kopf hin und her. Svea wechselte die Stellung, drehte sich mit dem Rücken zu ihm, griff nach hinten und spreizte ihre Arschbacken. „Jetzt bekommst du meinen Arsch. So wie du es liebst. Ohne Gummi und tief.“

Sie hielt ihn sich steil und setze sich auf seinen Pinn, dann lachte sie keuchend. „Jetzt bist du dran. Ich will dich spüren! Bis zu den Zähnen hoch.“ Sie ließ sich von ihm durchhämmern, während sie sich selbst den Kitzler rieb. Als er schwer keuchte und sie davon ausging, dass kurz davor war, stieg sie von ihm ab und kniete sich zwischen seine Beine.

„Nicht so schnell, mein Hengst.“ Sie leckte seinen Schwanz sauber, von der Basis bis zur Spitze, saugte die Eier in den Mund. „Du kommst erst, wenn ich es will. Und du kommst in meinen Mund, in meine Fotze und in meinen Arsch. Überall hin will ich deine Sahne. Verstanden?“

Aras nickte, ihr vollkommen hörig. „Ja… das mache ich… wie du es willst…“

Sie ließ ihn noch zweimal in sich kommen – einmal vorne, während sie auf ihm ritt und ihm ins Ohr flüsterte, wie sehr sie seinen Schwanz brauchte, und einmal erneut in ihrem Arsch, diesmal von hinten, die Hände in ihrem Haar. Zwischendurch blies sie ihn immer wieder hart, ließ ihn bis zur Schmerzgrenze in ihre Kehle ficken, um dann auch noch den allerletzten Tropfen aus ihm heraus zu zuzeln. Sie streichelte sein völlig überreiztes Werkzeug ganz vorsichtig ihn mit beiden Händen, während sie ihm dreckigste Dinge ins Ohr flüsterte:“ Ich bin dein kleines Miststück. Dein Geheimnis. Deine versaute Dreilochstute.“ Sie lächelte ihn diabolisch an, doch in seinem Nirvana konnte er das Gift in ihren Worten nicht erkennen.

„Du gehörst mir“, flüsterte sie doppeldeutig, denn sie meinte ganz was anders, als was Aras verstehen wollte. Aras lag gefesselt da, keuchend, völlig ausgeliefert und glücklich. Kein einziger Verdacht in seinen Augen. Nur Abhängigkeit. Und Svea wusste: Es war mit großer Wahrscheinlichkeit das letzte Mal.

Scheiße, warum war sie auf einmal so wehmütig. Hatte sie Mitleid mit diesem Gangster? Swea musste sich am Ende zusammen zu reißen, um nicht auf die letzten Meter doch noch sentimental zu werden.

Sie hatte ihm die Fesseln gelöst, denn eine gemeinsame Nacht war nicht nur nicht möglich. Svea wollte das auch gar nicht. Als sich auch Aras notgedrungen anzog, wurde Aras drängend. Er stand vor ihr, das Hemd noch offen. Voller ehrlichem Verlangen flehte er sie an. „Komm mit mir, Svea. Jetzt. Wir setzen uns ins Auto und fahren. Einfach weg. Ich habe alles dabei. Wir werden morgen gemeinsam und weit weg von hier aufwachen. Bitte.“

Svea knöpfte ihren Blazer zu und schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht. Nicht so. Nicht heute.“

„Warum nicht?“ Er trat näher, nahm ihr Gesicht in beide Hände. „Du fühlst doch dasselbe wie ich. Das hier… was wir haben… das ist echt.“

Ihre Tränen kamen dieses Mal echt. Heiß und plötzlich. Der Sex mit ihm war einfach zu gut gewesen. Er war immer charmant gewesen, zuvorkommend, aufmerksam. Eigentlich der perfekte Liebhaber.

Eigentlich.

Sie musste den Kopf einschalten und sich jetzt bewusst machen, dass er ein übler Betrüger war und ist, kriminell durch und durch- ohne jegliche Skrupel. Er hatte die Behörden, Handwerker und die Banken nach Strich und Faden belogen und betrogen, die Anleger um ihr Geld gebracht, war abgekocht genug, selbst seinen Kumpel Gunnar zu ruinieren. Und er war sogar mit der Frau seines Freundes fremdgegangen – mit ihr.

Ihr war bewusst, dass sie ihn mit ihrem Wissen und den Unterlagen ans Messer liefern würde. Wenn sie wollte bereits in den nächsten Stunden, falls jetzt nicht doch noch was schief gehen sollte.

„Ich brauche Zeit“, sagte sie nur und wischte sich die Tränen ab. „Gib mir Zeit. Nur noch etwas.“

Aras sah sie lange an. Dann nickte er schwer, vor Selbstmitleid triefend. „Gut. Aber nicht zu lange. Wir haben nicht mehr viel davon.“ Er wollte sie an sich ziehen und festhalten. Sie entwand sich ihm elegant, statt eines letzten Kusses stippte sie mit einem Finger auf seine Lippen und drehte sich zur Türe. „Ich muss los…“

Sie verließen das Hotel getrennt. Zuerst er, die Aktentasche fest im Griff. Dann sie.

Zur Sicherheit hatte Svea sich verwandelt. Eine große, wuschelige Lockenperücke saß auf ihrem Kopf, trotz Sommer trug sie eine dicke Steppjacke unter einem bodenlangen, billigen Mantel aus der Kleiderkammer. Eine schwere Brille, ein Schal bis über das Kinn, Handschuhe. Camouflage. Niemand, nicht einmal die beste KI, hätte sie erkannt.

Draußen war die Luft kühl und feucht. Svea steckte die Hände tief in die Taschen und ging in die entgegengesetzte Richtung. In ihrer Tasche lag das Tablet. Darauf der kopierte Stick, das Foto des Seeds und die Bestätigung der Überweisung.

Sie fuhr ein Stück, dann holte sie das alte Handy aus dem Handschuhfach und wählte die Nummer, die sie seit Wochen gespeichert hatte. „Hier ist Svea Häggkvist“, sagte sie leise, als man abhob. „Es ist soweit. Ich habe alles.“



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