Von guter Abstammung (fm:Humor/Parodie, 2810 Wörter) | ||
| Autor: Karo kommt | ||
| Veröffentlicht: Nov 05 2026 | Gesehen / Gelesen: 1150 / 958 [83%] | Bewertung Geschichte: 9.42 (19 Stimmen) |
| Karolin von Rhein-Stecken folgt einer alten Familienphilosophie: Blaues Blut kann dich erfreuen, doch fremde Saat lässt Erben gedeihen! | ||
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eben noch gespürt.
„Ich erzähle Ihnen jetzt eine Geschichte“, sagte sie. „Eine sehr interessante Geschichte. Sie handelt von mir, einem Pfarrer und einem Landjäger. Und von einem Missverständnis, das beinahe zu einer kirchlichen Krise geführt hätte.“
Matthias rückte ein Stück näher. Karolin stellte das Glas ab, nahm seine Hand – diese Hand, deren Hornhaut sich an ihrer Handfläche so schön rau anfühlte – und legte sie sich auf den Schenkel. Er verstand auch das ohne Erklärung. Seine Finger schoben sich unter den Seidensaum, fanden die Innenseite ihres Oberschenkels und blieben dort, während sie zu sprechen begann.
Sie sprach, und er hörte zu, und seine Hand hörte mit. Bis er irgendwann die Geduld verlor, sich über sie beugte und sie küsste, während er die Robe vollends beiseiteschob. Karolin ließ es geschehen, ließ sich in die Kissen drücken, und was dann folgte, war gründlich, kräftig und von jener unkomplizierten Selbstverständlichkeit, die sie an ihm seit so schätzte.
Er war kein Mann großer Worte. Er war ein Mann, der mit dem Mund an ihrer Brust anfing und dann mit den Lippen weiter hinabwanderte, über den Bauch, in die weiche blonde behaarte Wölbung zwischen ihren Schenkeln hinein, wo er blieb, bis sie die Fersen in die Matratze drückte und die Finger in sein Haar grub. Sie keuchte, sie sagte seinen Namen, sie sagte noch etwas anderes, das keinem vollständigen Satz mehr glich, und als sie kam, war es ein langes, zuckendes, wohliges Zusammenziehen, das sie mit geschlossenen Augen bis in die Fingerspitzen spürte.
Dann drehte sie ihn auf den Rücken, weil sie die Zügel behalten wollte, und setzte sich auf ihn. Sie nahm seinen Schwanz langsam in sich auf, Zoll für Zoll, die Hände auf seiner Brust abgestützt, und Matthias stöhnte , die Augen weit offen, als könne er es nicht fassen, hier zu liegen. Sie ritt ihn in ruhigem, tiefem Rhythmus, den Oberkörper leicht zurückgelehnt, das Haar im Nacken feucht, und er griff nach ihren Hüften und half mit, härter in sie zu stoßen, bis die Stille des Zimmers nur noch aus Atem, Regen und dem Knarren des alten Bettes bestand. Als er sich unter ihr verkrampfte, presste sie die Hand flach auf seine Brust, hielt ihn, und ließ ihn mit einem langen, kehligen Laut kommen.
Danach lagen sie nebeneinander. Sie zog die Decke über sich, strich sich das Haar aus dem Gesicht und sah zur Decke. Matthias atmete schwer und starrte ebenfalls nach oben.
„Und?“, fragte er schließlich, als er wieder Luft hatte. „Was ist mit dem Pfarrer passiert?“ Karolin erzählte, noch ein wenig außer Atem und mit geröteten Wangen.
Sommer 1989
Ich war einundzwanzig in jenem Juli, und ich war, wie meine Mutter es ausdrückte, „viel zu unternehmungslustig für ein Mädchen mit so großer Verantwortung“. Sie hatte insofern recht, als ich die gesellschaftlichen Pflichten einer Erbin am liebsten mit meinen persönlichen Interessen kurzschloss und dabei einen gewissen Ehrgeiz entwickelte.
Der Pfarrer war ein Mann von tadellosem Ruf, beträchtlicher Leibesfülle und einer Vorstellung von eigener moralischer Standfestigkeit, die er für beeindruckend hielt und ich für eine Frage der Perspektive. Er hielt seine Predigten mit schwingender Stimme und warf beim Abendessen gern ein, in Glaubensdingen nicht zu scherzen. Der Landjäger hingegen war hager, schweigsam, hatte kurze, entschlossene Bewegungen und trug seine Uniform mit Stolz – und eine Schrotflinte über der Schulter, auch dann, wenn im Umkreis von zwei Kilometern niemand etwas zu jagen vorhatte.
Beide hatten ein Auge auf mich geworfen. Ich fand, dass man zwischen zwei Herren nicht wählen müsse, solange beide auf ihre Weise etwas mitbrachten. Dieses Argument baute ich in den folgenden Wochen mehrfach aus.
Hubert kam zuerst. Er sprach mich im Wald an, ich hätte ein Schonrevier betreten und müsse mich verantworten, und stand dann ziemlich ratlos da, als ich mich mit verschränkten Armen gegen eine Buche lehnte und fragte, ob er das schriftlich brauche. Brauchte er nicht.
Er küsste zwar ungeschickt, aber gründlich, und ich führte ihn tiefer in den Bestand, hinter die Fichten, in eine moosgepolsterte Mulde, in der es nach Harz und warmem Erdreich roch. Ich kniete mich hin, die Hände gegen einen Wurzelstock gestützt, und er schob mir den Rock über die Hüften hoch, öffnete den Gürtel und die Hose und lehnte seine Flinte an den Stamm, weil nun eine andere Waffe gefragt war.
Dann war er drin, in einem Zug, hart und ohne große Umstände, und ich keuchte in das Moos hinein. Er hatte die flache Hand auf meinem Rücken liegen, hielt mich unten und nahm mich mit einem gleichmäßigen, kräftigen Takt, wie ein Mann, der seine Sache ordentlich erledigt. Ich sah durch meine eigenen Arme hindurch auf das Laub, das er mit den Stiefeln aufgewühlt hatte, spürte jeden Stoß bis in die Rippen und hörte mich selbst immer lauter werden, was mir in dem Moment vollkommen gleichgültig war.
Irgendwann wurde es ihm zu gleichmäßig. Er langte mit der Hand unter meinem Bauch durch, fand meine Möse, rieb meinen Kitzler mit zwei Fingern im Rhythmus seiner Stöße, und sagte, halb außer Atem, aber in befehlendem Ton: „Komm!!!“ Ich kam. Mit Lauten, die ich im Dorf später niemandem hätte erklären wollen, und mit einem Zucken in den Knien, das mich nach vorn kippen ließ. Er hielt mich an der Hüfte fest und fickte mich weiter, jetzt schneller, stoßweise, und als er kam, brummte er mehr, als dass er etwas sagte, und drückte mich so tief nach unten, dass ich das Moos schmecken konnte.
Danach saß er auf einem Baumstumpf, rauchte seine Pfeife, wischte sich die Stirn und sagte: „Das bleibt aber unter uns.“
Ich sagte: „Selbstverständlich, Herr Kratz.“ Aber ich wusste, dieser Kerl sollte mich nicht das letzte mal durchgeorgelt haben.
Mit dem Pfarrer war es anders und doch keineswegs weniger eifrig. Er kam gern durch die Seitentür ins Haus und sprach viel von Vertraulichkeit und vom Schutz des Hauses, worunter er vermutlich vor allem den Schutz seiner eigenen Stellung verstand. Ich ließ ihn reden und führte ihn dorthin, wo er den Mund nicht mehr zum Predigen gebrauchte. Unter der Soutane war er, bei aller Leibesfülle, ein erstaunlich gutbehangener und ausdauernder Mann, und wenn er einmal in Fahrt war, war von priesterlicher Würde nicht mehr viel übrig – er konnte sehr unanständig und streng werden, was ich ihm hoch anrechnete.
Sechs Wochen lang ging das gut. Bis zu jenem Sonntagnachmittag im alten Jagdpavillon.
Der Pavillon war ein windschiefer Holzbau am hinteren Rasen, mit einer breiten Bank, einem halb verrotteten Tisch und einer Tür, die man nur mit einem kräftigen Fußtritt schließen konnte. Ich war um vier dort, der Pfarrer kam um Viertel nach vier, und ich lag, schon halb ausgezogen, auf der Bank, als er die Tür hinter sich zuzog und sich über mich beugte.
Was wir beide nicht wussten: Der Jäger war unterwegs, um sich nach der Sperrung des Hasenweges zu erkundigen. Ohne jede böse Absicht. Mit seiner Flinte.
Er stieß die Tür auf, als ich gerade den einen Schuh in der Hand hatte, das Kleid über der Taille, und der Pfarrer zwischen meinen Knien kniete, mit geöffnetem Beinkleid und einer Hand, die unter meinem Rock fast vollständig in meiner nassen Scheide steckte.
Es war eine dieser Pausen, in denen niemand etwas sagt.
Dann sagte Hubert: „Ah.“
Der Pfarrer erhob sich und versuchte, den Sachverhalt zu erklären. Er begann bei der seelsorgerischen Betreuung und endete, als Hubert ungläubig die Augenbrauen hob, bei „nun ja“.
„Seelsorge?“, fragte Hubert.
„In gewissem Sinne.“
„Sie haben der jungen Dame den Rock hochgeschoben und geseelsorgt?“
Ich sagte: „Meine Herren, könnten wir das im Gehen klären? Es ist warm draußen und schön.“
Wir gingen hinaus. Hubert hielt sich für den Betrogenen und hatte das Bedürfnis, das zu zeigen. Er beschleunigte den Schritt, sagte etwas von „gewissen Herren, die sich überall reindrängen“, und der Pfarrer, der sehr wohl verstand, sagte etwas von „Dienstbeflissenheit, die sich gern als Vorrecht ausgibt“. Der Ton wurde kühler, die Schritte schneller, bis Hubert sich abwandte und über den hinteren Rasen davonging, weil er offenbar glaubte, das Gespräch damit beendet zu haben. Im Fortgehen rief er drohend: "DAS wird das ganze Dorf erfahren, Herr Pfarrer!!!"
Der Pfarrer stand da, das Gesicht gerötet, die Soutane noch schief. Dann fiel sein Blick auf die Schrotflinte, die Hubert achtlos an die Pavillonwand gelehnt hatte.
Was in ihm vorging, hat er mir nie erklären können. Vielleicht war es die Kränkung, vielleicht die Erinnerung an einen Kameradschaftsabend beim Schützenverein, vielleicht auch nur die Vorstellung, wie es wäre, wenn bald das ganze Dorf über diese Sache bescheid wüsste. Er nahm die Flinte auf, zielte mit gerunzelter Stirn auf den Rücken des sich Entfernenden und drückte ab. Vielleicht in der Annahme, sie sei gesichert. Vielleicht auch nicht.
Sie war nicht gesichert.
Ein Knall zerriss die Stille des Nachmittags, dass es von den Stallmauern zurückhallte. Hubert sprang auf, griff sich mit beiden Händen an das Gesäß und begann, unter Verwendung einer Sprache, die man in der Sonntagspredigt eher selten hörte, Richtung Wald zu laufen. Er hatte die Ladung aus beachtlicher Entfernung abbekommen, nur am Hintern, ein paar Dutzend Körner, aber es reichte für einen Gang, den man nicht mehr als würdevoll bezeichnen konnte.
Der Pfarrer stand mit der rauchenden Flinte auf dem Rasen.
„Herr Pfarrer“, sagte ich, „ich glaube, Sie haben soeben fast gegen das fünfte Gebot verstoßen. Und gegen mehrere andere Vorschriften vermutlich auch.“
„Das war ein Versehen.“
„Das wurde an der Westfront auch gesagt.“
Er lehnte die Flinte an die Wand zurück, wischte sich die Hände an der Soutane ab, und mit einem Mal hatte er ein Gesicht, das ich in all den Wochen nicht an ihm gesehen hatte: aufgelöst, weich, alles Moralische abgestreift. Er sah aus wie ein Mann, der gerade etwas sehr Dummes getan hatte und es dringend vergessen wollte.
Ich nahm ihn bei der Hand und führte ihn in den Pavillon zurück. Die Tür schob ich kraftvoll mit dem Fuß zu.
„Nun“, sagte ich mit einem Lächeln. „Ein Mann, der um mich kämpft…das macht mich schon ein wenig geil!“
Er ließ sich auf die Bank sinken, und ich stellte mich vor ihn, und er zog mich an den Hüften heran und legte das Gesicht in meinen Kleidern ab wie ein Kind, das sich verstecken will. Ich hob den Rocksaum selbst und trat mit einem Fuß auf die Bank, und er küsste sich an meinen Schenkeln hoch, während das Adrenalin ihn noch schüttelte.
Diesmal war es eilig. Ich zog ihm die Soutane über den Kopf, und er hatte es nötig, dass ich ihm half, so sehr zitterte er. Ich setzte mich rückwärts auf ihn, den Rücken an seine Brust gelehnt, und er schlang die Arme um mich, drückte mich nieder und stieß von unten in mich hinein, schwer und tief, mit einer Verbissenheit, als müsse er mit jedem Stoß den Knall und Schreck aus seinen und meinen Gliedern treiben. Ich stützte mich mit den Händen auf seine Schenkel und gab das Tempo vor, schneller, heftiger, bis das alte Holz unter uns knarrte und er die Zähne in meine Schulter schlug.
„Fester“, sagte ich, und er gehorchte, und ich hörte mich in dem warmen, harzigen Halbdunkel seufzen und seinen Namen stöhnen. Die Bank zitterte, aus dem Stall klang fernes Rufen herüber, und mir war beides gleichgültig. Ich griff mir selbst zwischen die Schenkel, während er mit seinem gewaltigen Kolben in mir arbeitete, mich wie vom Teufel besessen durchfickte, und kam mit einem langgezogenen, unanständigen Stöhnen, so laut, dass es durch die Bretter nach draußen ging. Er hielt sich nicht mehr zurück, presste mich an sich und entleerte seine geweihten Eier mit einem rauen, zornigen Laut in mich hinein.
Danach saßen wir beide auf der Bank, atemlos, verschwitzt, die Soutane über dem Tisch, die Flinte stand noch immer draußen, ganz unschuldig an der Wand.
„Und jetzt?“, fragte er.
„Jetzt“, sagte ich, „beten Sie, dass es oberflächlich ist. Und dann gehen Sie zu ihm und entschuldigen sich.“
Am folgenden Morgen war die Geschichte im ganzen Dorf bekannt, in drei Fassungen, von denen keine stimmte. Der Landjäger meldete sich krank. Der Pfarrer predigte drei Sonntage lang über Vergebung, mit einem Eifer, der niemanden überraschte. Und ich wurde von meiner Mutter zu einer Unterredung gebeten, bei der es weniger um Moral als um die Frage ging, weshalb die Familie neuerdings Gegenstand sämtlicher Stammtischgespräche war.
An dieser Stelle hatte Matthias längst große Augen bekommen.
„Und was ist aus dem Pfarrer geworden?“
„Er wurde bald nach Koblenz versetzt.“
„Und der Landjäger?“
„Hat noch fünfzehn Jahre Dienst getan, auch an mir. Allerdings hat er sich nie wieder auf eine Gesellschaftsjagd mit einem Pfarrer eingelassen.“
Matthias lachte, kurz und schallend. Dann fragte er vorsichtig: „Und was hat Ihre Mutter dazu gesagt?“
Kaolin lächelte.
„Sie sagte, ich solle wenigstens darauf achten, dass die Herren künftig nicht mehr mit geladenen Schusswaffen aufeinanderstoßen.“
Sie drehte sich zu ihm, stützte sich auf den Ellbogen und sah ihn an.
„Eine vernünftige Frau, meine Mutter. Leider hat sie mir nie erklärt, warum sie ausgerechnet den damaligen Gärtner so ausgesprochen sympathisch fand.“
Matthias schaute sie fragend an.
„Den damaligen Gärtner?“
Karolin lächelte geheimnisvoll und legte den Kopf zurück in die Kissen. „Eine ausgesprochen interessante Familiengeschichte, Matthias. Aber die erzähle ich Ihnen ein anderes Mal.“
Er zog die Decke bis zum Kinn, dachte eine Weile nach und sagte dann: „Gnädige Frau, ich glaube, ich sollte jetzt die Orchideen gießen.“
„Später“, sagte sie, beugte sich über ihn und schlug seine Decke zurück. Sein schöner Schwanz, der noch nach ihr und ihm schmeckte, versteifte sich schnell in ihrem Mund. Er legte seine Hand auf ihren Hinterkopf und seufzte, als sie begann, seine Flöte nach allen Regeln der Kunst zu spielen und auch nicht die Eier vergaß, die sie mit der Hand sanft massierte, auf dass sie sich schnell wieder füllen würden. Als dann endlich sein köstlicher Samen ihren Rachen in heißen Schüben befüllte, gedachte Karolin von Rhein-Stecken kurz, aber dankbar ihren weiblichen Ahninnen und schluckte hörbar mit Genuss.
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