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Linda (fm:Dominanter Mann, 4597 Wörter)

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Veröffentlicht: Nov 07 2026 Gesehen / Gelesen: 944 / 799 [85%] Bewertung Geschichte: 8.69 (13 Stimmen)
Aus Langeweile und Geilheit wurde eine Annonce. Ich wusste nicht, was daraus folgen würde.


Ersties, authentischer amateur Sex


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Es war viel zu lange her.

Ich sass im Arbeitszimmer vor dem Computer und scrollte durch ein Forum, das ich besser kannte, als mir lieb war, halb gelangweilt, halb erregt. Zu Hause lief seit Jahren nichts mehr. Die Sexualität war in unserer Ehe nicht gestorben, sie war eingeschlafen, leise und ohne dass einer von uns es bemerkt hätte. Wir hatten beide zu viel gearbeitet, und im Urlaub vor einem Jahr hatten wir uns darauf geeinigt, den Sex einfach aussen vor zu lassen. Es war eine erstaunlich unaufgeregte Unterhaltung gewesen. Andrea war damit zufrieden. Sie bot mir an, nein, sie drängte mich beinahe, mir den Sex anderswo zu holen. Doch zwischen Job und Ehe fehlte mir die Zeit, und auf Bezahlsex hatte ich keine Lust.

Dann kam vor einem Monat das neue KI-Tool. Meine Präsenzzeit fiel von über fünfzig auf knapp vierzig Stunden, und auch in diesen Stunden blieb plötzlich Luft. Ich kam entspannter nach Hause, und mit der Entspannung kam die Lust zurück. Eines Abends sagte ich Andrea, dass ich ihr Angebot nun doch annehmen wolle. Sie lächelte nur.

Ich scrollte weiter durch die Kontaktanzeigen, doch nichts davon war, was ich suchte. Ich wollte nichts Ordinäres, nichts, was man in jeder zweiten Anzeige fand. Am Ende der Liste leuchtete ein Button: "Anzeige aufgeben". Mein Cursor kreiste einige Sekunden darüber, dann klickte ich, mit einem erwartungsvollen Ziehen in der Hose.

Ich überarbeitete den Text mehrmals, ehe ich auf "Veröffentlichen" drückte. Danach blieb ich sitzen und starrte auf den Bildschirm, als würde sofort jemand antworten. Nach ein paar Minuten kam ich mir lächerlich vor, schaltete den Rechner aus und legte mich zu meiner schlafenden Frau.

Am nächsten Morgen zählte das Forum zwölf Klicks und keine einzige Antwort. Während der Arbeit sah ich immer wieder nach, und kurz nach Mittag war sie da, die erste Nachricht. Mein Puls beschleunigte sich, doch die Vorfreude hielt nicht lange. Die Frau auf dem Foto war attraktiv, aber sie wohnte viel zu weit weg. Ich schrieb ihr freundlich ab und bedankte mich für das Bild, das immerhin für einen Abend reichte.

Es kamen weitere Antworten, keine davon passte. Mein Inserat war spezifisch, und ich hatte nicht mit einem schnellen Treffer gerechnet. Ich suchte eine Frau, die sich führen liess, die sich auf meine Wünsche einliess und ihre eigene Lust entdecken wollte. Meine optischen Vorlieben hatte ich gar nicht erst aufgeschrieben.

Nach einer Woche kam die Antwort, die mich interessierte.

Das Foto zeigte sie vollständig bekleidet, und gerade das gefiel mir. Schlank, nach eigenen Angaben etwas über einen Meter sechzig, lange braune Haare, eine Brille. Sie sah unschuldig aus, was auch an ihrem Alter lag: neunzehn. Gesucht hatte ich ab fünfundzwanzig. Das wären immer noch fünfzehn Jahre Unterschied gewesen, so waren es einundzwanzig. Der Gedanke behagte mir nicht ganz. Aber ich suchte keine Beziehung, ich suchte Sex. Ich zögerte noch einen Moment, doch die Härte in meiner Hose nahm mir die Entscheidung ab, und ich schrieb Linda zurück. Sie war online. Sie studierte und wohnte in einer WG in der Nachbarstadt. Ich hielt mich kurz und schlug ein Treffen in zwei Tagen vor, in einem Café in der Stadt.

Ich war zwanzig Minuten zu früh. Ich setzte mich in die hintere Ecke, mit Blick auf den Eingang, ein Meter achtzig, mittelmässig sportlich, Jeans und Hemd, und wartete. Die Türe ging mehrmals auf und zu. Fünf Minuten nach der vereinbarten Zeit trat sie ein. Sie trug, wie ich es verlangt hatte, ein Kleid: luftig, hellblau, knielang, mit Ausschnitt. Sie kannte kein Bild von mir. Unsicher sah sie sich um, bis ihr Blick an meinem hängen blieb. Ich hielt ihn und nickte leicht. Als sie auf mich zukam, sah ich die offenen Sandalen.

"Bist du …?" Ihre Stimme war hoch und angespannt.

"Ja. Setz dich."

Sie setzte sich mir gegenüber. Ihre Hände suchten einen Platz und fanden ihn schliesslich an der Tischkante. "Du bist angespannt", stellte ich fest, und sie lachte unsicher. "Ja. Es ist eine seltsame Situation."

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