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Feuriges Griechenland "Kapitel - BETA - Ausbildung" (fm:Romantisch, 13641 Wörter) [16/16] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Feb 15 2026 Gesehen / Gelesen: 966 / 743 [77%] Bewertung Teil: 9.67 (21 Stimmen)
Kapitel 5 - Letzte Chance

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Hose streichen. Die Entschlossenheit in seinen Augen wirkt wie ein dünner Schutzschild gegen das Zittern in seiner Stimme.

Sven beobachtet Markus aufmerksam; eine kleine Falte gräbt sich in seine Stirn. Er dreht den Kugelschreiber zwischen den Fingern, als müsse er Zeit gewinnen. „Du planst ein Candlelight-Dinner für Kass?“ Die Frage klingt vorsichtig, sein Tonfall bemüht, Markus nicht zu bedrängen. In seinem Blick schwingt Sorge mit – wie viel Kraft hat Markus noch aufzubringen?

Markus nickt, sein Blick senkt sich, für einen Moment verliert er sich in Erinnerungen an Kass’ Lächeln. Was, wenn sie wieder ablehnt? Wenn sie ihre Mauer hochzieht und ich draußen bleibe? Und doch – aufgeben ist keine Option. Nicht mehr. Nicht nach all dem Scheitern. „Ja, es klingt vielleicht verzweifelt, aber wenn es heute nicht klappt, dann war alles umsonst. Ich will ihr Herz gewinnen – und das ist meine einzige Chance.“ Er schluckt schwer, zieht die Schultern ein wenig hoch, als wolle er sich gegen eine unsichtbare Kälte schützen.

Mit einem leisen Seufzen lehnt sich Sven zurück, sein Blick wandert kurz zur Decke. Markus sieht das Zögern, spürt Svens Unsicherheit – auch der Freund scheint das Risiko zu spüren. Dennoch ist da diese unausgesprochene Solidarität, die ihre Freundschaft ausmacht. „Und wie genau soll ich helfen?“ Svens Stimme vibriert leise.

Markus fährt sich fahrig durch die Haare, sein Blick gleitet erneut durch den Raum – ein Reflex, als erwarte er, gleich ertappt zu werden. Nie konnte ich irgendwo so offen reden wie mit Sven. Aber selbst jetzt… Wer weiß, wer zuhört? Wer weiß, wer mir wieder in den Rücken fällt? „Du kümmerst dich um die Vorbereitungen. Und – niemand darf wissen, für wen das Dinner ist. Weder mein Name, noch Kass’ Name. Es muss absolut geheim bleiben.“ Seine Stimme wirkt nun eindringlicher, beinahe flehend.

Sven nickt, langsam, bedacht. Er holt tief Luft und schaut Markus direkt an. „Verstanden. Aber ich brauche trotzdem irgendeinen Namen für die Reservierung – sonst gibt es Ärger mit der Verwaltung.“ Seine Finger trommeln leise auf den Tisch, die Geräusche wirken wie ein leiser Takt der Unsicherheit.

Markus starrt einen Moment lang schweigend auf das halbvolle Wasserglas vor sich. Seine Finger umklammern nervös den Glasrand, tippen unregelmäßig dagegen, als wolle er sich selbst beruhigen. Im Raum liegt ein sanfter Geruch nach Holzpolitur, irgendwo tickt leise eine alte Uhr. Draußen rauscht der Wind gegen die Fensterscheibe, während drinnen eine fast vertrauliche Stille herrscht – nur unterbrochen vom gelegentlichen Klimpern von Sven, der mit seinem Kugelschreiber spielt.

„Notfalls denk dir einfach einen Namen aus – Hauptsache, Kass und mein Name tauchen nirgends auf. Nur so habe ich vielleicht eine Chance.“ Seine Stimme klingt eindringlich, fast flehend, und er zieht die Schultern ein, als wolle er sich an seinem eigenen Mut festhalten.

Sven grinst, lehnt sich entspannt zurück. „Mach dir keine Sorgen, ich hab da schon ein paar kreative Ideen. Soll ich nur den Raum schick machen oder willst du das volle Programm? Vielleicht auch einen Einhornkuchen zur Tarnung?“ Ein Zwinkern, das den Ernst für einen Moment vertreibt.

Markus muss trotz der Anspannung schmunzeln – sein Magen zieht sich trotzdem zusammen wie bei der letzten Matheklausur. „Du kennst Kass besser als ich. Lass bitte ihr Lieblingsgericht zubereiten. Und einen guten Wein, am besten ihren Lieblingswein. Kein Einhornkuchen, außer du willst, dass sie mich für immer auslacht…“ Ein schiefer Grinser huscht über sein Gesicht, während er die Hände in den Schoß presst.

Sven nickt, sein Blick wird weicher. „Das bekomme ich hin. Heute Abend ist alles bereit. Und falls du dich doch noch umentscheidest: Ich reserviere dir einen Fluchtweg durch die Küche.“ Die beiden lachen leise, das Eis bricht ein bisschen.

„Danke, Sven“, murmelt Markus und atmet zum ersten Mal an diesem Morgen etwas freier. Doch Markus hält inne, das Glas in der Hand, und schaut ihn aufmerksam an. Man sieht ihm an, dass er einen Moment überlegt.

„Am besten bereitest du das Dinner so vor, als wäre es für … wie hieß sie noch mal? Die süße Kleine aus dem Lumen letztens, mit der du dringend was klären musstest.“ Er grinst verschmitzt. „Oder denk dir was Exotisches aus, von mir aus für eine ominöse Gräfin von Schnitzelhausen!“

Sven schaut Markus ruhig an. „Du meinst Elena?“

Markus erwidert seinen Blick, legt den Kopf leicht schief. „Ich glaube ja … habt ihr eigentlich alles geklärt? Seitdem ging es ja nur noch um mein Drama, ich habe gar nicht gefragt.“

Sven zuckt mit den Schultern, sein Fuß trommelt nervös auf den Boden. „Ja, haben wir …“ murmelt er leise, während er an seinem Glas dreht.

Markus wird aufmerksam, lehnt sich vor. „Sven? Alles okay mit euch?“

Sven atmet tief ein und wieder aus. Seine Finger spielen verlegen mit dem Glasrand, während er zu Boden blickt. „Ja, Bro, alles gut … Ich muss mich nur noch dran gewöhnen, dass ich jetzt so richtig vergeben bin … und quasi der Treue verpflichtet.“ Ein schiefes Lächeln, das Unsicherheit verrät.

Markus zieht eine Augenbraue hoch und grinst schief. „Ihr seid also jetzt offiziell zusammen?“ Seine Stimme klingt neugierig, aber entspannt. Er klopft Sven kumpelhaft auf die Schulter. „Mensch, das freut mich echt für euch. Und ehrlich, das mit der Treue... das ist am Anfang wie ein neues Paar Schuhe, ungewohnt, aber nach ein paar Schritten läuft’s sich’s wie von selbst.“

Sven erwidert das Lächeln, doch ein Hauch Unsicherheit schleicht sich in seinen Blick. Während er kurz die Finger an seinem Glas abstreift, fährt ihm ein Gedanke durch den Kopf: Kann ich das wirklich? Bin ich bereit, alles hinter mir zu lassen, was bisher war? Er räuspert sich leise. „Danke, Bro, ich glaube wirklich, dass sie die Richtige ist.“ Er zögert und fährt fort, seine Stimme tiefer, ehrlicher. „Im Lumen hab ich’s erst richtig gespürt, als Elena meinte, sie will nicht mehr dieses Hin und Her. Kein Zwischending. Sie will mich – ganz. Ich hab gemerkt, wie sehr mir die Vorstellung Angst macht, sie zu verlieren. Mein Herz hat da richtig Alarm geschlagen. Eigentlich dachte ich immer, ich komm mit Freundschaft + klar, aber als der Gedanke kam, dass sie weg sein könnte... das hat mich kalt erwischt.“ Svens Blick wandert zu Markus, seine Stirn in Falten, als ob er die Worte selbst zum ersten Mal hört. Was, wenn ich versage? Was, wenn ich ihr nicht gerecht werde?

Markus schmunzelt, nimmt einen Schluck aus seinem Glas und erinnert sich an ihre nächtlichen Gespräche über Liebe und Chaos. „Und das habt ihr im Lumen alles so geklärt?“ Er lehnt sich leicht zu Sven, als würde er ihn stützen wollen, ohne große Worte.

Sven nickt. „Nicht alles, aber das Wichtigste. Wir sind jetzt ein Paar. Seitdem sehen wir uns fast jeden Tag – oder telefonieren, wenn’s nicht klappt. Wir reden viel darüber, was wir wollen, wie’s weitergeht. Ehrlich, ich hab noch nie so offen geredet wie mit ihr.“ Er zuckt die Schultern, als würde er einen Rucksack absetzen, der ihn jahrelang begleitet hat.

Markus lacht leise, winkt ab wie früher, wenn Sven beim Billard mal wieder zu ehrgeizig wurde. „Klingt, als wärst du plötzlich erwachsen geworden. Hätte ich dir noch gar nicht zugetraut.“

Sven grinst zurück, sein Blick wird wärmer. „Ey, wartet mal ab – ich bin zwar älter, aber du wirst immer der Chaot bleiben.“ Er boxt Markus leicht in die Seite, beide müssen lachen. Für einen Moment ist die Unsicherheit vergessen, und eine vertraute Leichtigkeit liegt in der Luft – wie damals, als sie mit selbstgebautem Floß auf dem See trieben und sich sicher waren, dass nichts sie unterkriegen kann.

Die Zeit scheint für Markus stillzustehen. Seit dem Gespräch mit Sven sind kaum vier Stunden vergangen, doch bis neunzehn Uhr dehnen sich die verbleibenden sechs Stunden zu einer Ewigkeit. Seine Nerven liegen zum Zerreißen gespannt: Die Fingerspitzen trommeln rastlos auf der Tischkante, immer wieder fährt er sich mit der Hand durch die Haare. Ein leiser Schweißfilm legt sich auf seine Handflächen, sein Herz pocht unruhig. Mit jedem noch so kleinen Geräusch – das Knacken der Heizung, das ferne Klingeln eines Telefons, Schritte auf dem Flur – zuckt er zusammen, als würde ihn die Welt ständig an seine Unsicherheit erinnern. Plötzlich schießen ihm Fragen durch den Kopf: Was, wenn etwas schiefgeht? Wenn sie doch nicht kommt? Oder wenn jemand seinen Plan durchkreuzt? Er spürt, wie ihm die Kontrolle entgleitet und die Vorfreude in nervöse Unruhe kippt, während er immer wieder einen Blick auf die Uhr wirft, als könne er die Minuten damit antreiben.

Markus steht auf und schlendert langsam zu seinem Bungalow, ohne zu bemerken, dass Sophia ihn aus der Ferne beobachtet. Sie spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt – sein Blick ist leer, seine Schultern hängen. Irgendetwas drückt ihn nieder, aber was? Ist es die Sache mit der Ausbildung? Oder doch etwas anderes?

Warum fühle ich mich heute so niedergeschlagen? Überfordert mich gerade alles – oder ist es einfach nur die Anspannung vor dem, was heute noch kommt?

Mit einem tiefen Seufzer schließt Markus die Tür hinter sich und bleibt einen Moment im halbdunklen Wohnzimmer stehen. Die Nachmittagssonne wirft warme, goldene Streifen auf den Holzboden, irgendwo draußen zwitschert ein Vogel. Von der Küche her riecht es noch schwach nach dem Kaffee von heute Morgen. Aus dem Badezimmer dringt das leise Gluckern der Wasserleitungen, und draußen hört er das entfernte Klappern von Geschirr, das ein Nachbar auf der Terrasse abspült. Ein leises Knarren kommt von den Dielen unter seinen Füßen, während er sich langsam bewegt.

Was soll ich nur die ganze Zeit bis nachher tun? Wie lenke ich mich am besten ab?

Sein Blick schweift durch den Raum und bleibt am Fernseher hängen – aber stundenlang einfach nur glotzen? Nein, das fühlt sich falsch an. Er zieht langsam sein T-Shirt aus, streift die Hose ab, bleibt – wie meistens, bevor er duschen geht – nur im Schlüpfer stehen. Ein leises Unbehagen macht sich breit:

Soll ich Sophia wirklich so empfangen? Was denkt sie wohl von mir, wenn sie mich so sieht?

Plötzlich klopft es an der Tür, ein dumpfer, rhythmischer Laut, der ihn aus seinen Gedanken reißt. Er zuckt zusammen, sein Herzschlag beschleunigt sich. Für einen Moment überlegt er, ob er sich schnell etwas überwerfen soll – aber dafür ist keine Zeit.

„Markus, ich bin’s, Sophia“, ruft ihre vertraute Stimme durch die Tür. Einen Moment lang hält er den Atem an, dann eilt er zur Tür und öffnet sie. Da steht sie, mit diesem leicht schelmischen Grinsen, als hätte sie genau geahnt, dass sie ihn so erwischt.

„Na, das trifft sich ja gut“, bemerkt Sophia mit einem Augenzwinkern, während sie an ihm vorbei in den Bungalow schlüpft. Für einen Moment stehen sie einfach da, in dieser Mischung aus Aufregung und Verlegenheit. Die Luft im Raum ist warm, fast flirrend, draußen huscht ein Windstoß durch das offene Fenster und lässt die Vorhänge leicht tanzen. Von draußen dringt jetzt das entfernte Lachen von Kindern herein, und irgendwo klimpert eine Fahrradklingel. Beide hoffen, dass niemand sie gesehen hat – oder dass zumindest keiner Anstoß daran nimmt, dass Markus sie nur im Schlüpfer hereingelassen hat. Zur Not könnte Sophia den Besuch ja damit begründen, sich nach dem Stand seiner Ausbildung zu erkundigen.

In der Mitte des Raumes bleibt Sophia stehen, dreht sich zu Markus um und zieht sich – in einer einzigen, geschmeidigen Bewegung – ihr Kleid über den Kopf. Plötzlich steht sie nackt vor ihm. Der Anblick trifft Markus wie ein Blitz: sein Atem stockt, sein Blick kann gar nicht anders, als über ihren Körper zu wandern – staunend, als könnte er kaum glauben, was er sieht. Ein Moment lang ist alles andere vergessen – die Zweifel, die Unsicherheit, sogar der Druck, der seit Tagen auf ihm lastet.

Leise, fast ungläubig, kommt es schließlich über seine Lippen: „Du bist ja ... nackt. Also unterm Kleid.“ Seine Stimme klingt brüchig, ein wenig atemlos – irgendwo zwischen Verlegenheit, Staunen und leiser Vorfreude.

Schmunzelnd meint Sophia: „Das hast du doch damals selbst gesagt – dass du mich so am liebsten magst, oder?“ Sie sieht, wie sich sein Schlüpfer nach vorne wölbt, und allein daran erkennt sie, dass ihre Wirkung auf Markus nicht nachgelassen hat. Wohlwollend nimmt sie das zur Kenntnis, bevor sie ihm leise ins Ohr säuselt: „Antwort mir, Liebster.“ Während sie spricht, legt sie ihre Hand fest auf seinen Schritt; nur der dünne Stoff trennt sie noch davon, mehr zu tun.

„Ja, Sophia, so gefällst du mir am besten“, bringt Markus atemlos heraus.

„Küss mich“, flüstert sie, und schon wenig später spürt sie den sanften, aber zugleich fordernden Druck seiner warmen Lippen auf den ihren. Gierig küssen sich die beiden, wie frisch verliebte Teenager, die sich kaum voneinander lösen können. Allmählich wandern seine Hände wie von selbst weiter und gleiten zärtlich über ihre weichen Rundungen. Sophia schließt für einen Moment die Augen und seufzt wohlig auf, während sie seine Berührungen genießt. Ein wohliger Schauer durchströmt sie, doch dann sammelt sie sich und löst sich langsam von ihm – ein letzter Blick voller Sehnsucht bleibt zurück.

„Später, Liebster, darfst du sie intensiv verwöhnen. Doch jetzt will ich, dass du erst einmal etwas entspannst. Du kamst mir eben nämlich ziemlich verspannt vor.“ Während sie dies sagt, rutscht Sophia an ihm hinunter. Ein sanftes Lächeln umspielt ihre Lippen, während sie seine Anspannung spürt und ihm Geborgenheit schenken möchte. Ihre Zärtlichkeit wirkt beruhigend auf Markus, der sich für einen Moment völlig fallen lässt, überwältigt von der Nähe und Wärme zwischen ihnen.

Ihre Hände umfassen behutsam den Bund seines Schlüpfers und zieht ihn langsam über seine Hüften nach unten. Voller Vorfreude springt ihr sein Schwanz direkt vors Gesicht. Ihre Hände umfassen behutsam den Bund seines Schlüpfers und zieht ihn langsam über seine Hüften nach unten. Voller Vorfreude springt ihr sein steifer Schwanz direkt vors Gesicht. Sophia spürt ein prickelndes Kribbeln auf der Haut, während sie für einen Moment den Blickkontakt zu Markus sucht und sein erwartungsvolles, leicht angespanntes Lächeln wahrnimmt. In ihrem Inneren wirbelt ein Mix aus Aufregung und Neugier, während sie sich seinen Reaktionen hingibt und ihre Gedanken für einen Augenblick zwischen Lust und liebevoller Vertrautheit tanzen. Schließlich beugt sie sich vor und lässt ihren Mund langsam über ihn gleiten, während sie die Wärme und die leichte Unsicherheit zwischen ihnen intensiv spürt.

Markus schließt die Augen, gibt sich dem intensiven Spiel von Sophias Zunge hin – jeder Impuls scheint ihn tiefer in einen Zustand völliger Hingabe zu ziehen, als würde die Welt um ihn herum verblassen. Doch plötzlich, ganz unerwartet, schiebt sich ein Gedanke dazwischen: Wie ein innerer Ruck durchfährt ihn ein kalter Schauer, der seinem Körper einen kurzen, unbehaglichen Moment beschert. Gott, was tue ich hier?, fragt er sich, während sein Puls schneller schlägt und sein Brustkorb sich eng anfühlt. Die Wärme ihrer Berührungen kämpft gegen die aufsteigende Unsicherheit in ihm an; seine Gedanken beginnen zu rotieren. Für einen Augenblick fühlt er sich zerrissen – zwischen der überwältigenden Lust, die in ihm auflodert, und dem stillen, nagenden schlechten Gewissen. Eigentlich, ruft ihm seine innere Stimme ins Bewusstsein, sollte er sich doch jetzt auf das Date mit Kassandra vorbereiten, auf den Moment, in dem er ihr endlich näherkommen will. Doch stattdessen kniet Sophia vor ihm, ihre Anwesenheit ist greifbar nah, und seine Vernunft droht unter dem Sog der Begierde zu zerbrechen.

Immer wieder gelingt es Sophia, ihn aus diesen wirbelnden Gedanken herauszulösen: Ihre Zunge gleitet sanft und zugleich forsch über ihn, ein Wechselspiel aus Verführung und Intimität, das seine inneren Widerstände nach und nach auflöst. Markus spürt, wie seine Unsicherheit schwankt und die Zerrissenheit in ihm Platz macht für das Hier und Jetzt, während er sich ihrer Nähe hingibt – und doch bleibt ein Funken Zweifel, der zwischen Lust und schlechtem Gewissen flimmert.

Mal in, mal vor ihrem Mund. Sie weiß genau was sie tut und welche Macht bzw. Kontrolle sie gerade in diesem Moment über ihren jungen Liebhaber hat. Dadurch und ihr Spiel an seiner Praline sie selbst spürt ein wachsendes Verlangen ihren Schritt. Dann spürt sie das vertraute, unkontrollierbare Zucken, das seine Erregung verrät. Gierig setzt sie ihr Handeln sofort wieder mit noch größerer Intensität fort. Unter diesen Umständen dauert es bei Markus kaum eine Minute, bis er Sophia endlich gibt, wonach sie sich so sehr sehnt. Schub um Schub pumpt er den Saft des Lebens in ihren Mund, den sie genießerisch und voller Freude schluckt. Während sie die Wärme und Intensität des Moments spürt, nimmt sie die Nähe zu Markus besonders stark wahr – seine Hände, die zärtlich ihren Kopf halten, das leise Geräusch seines Atems, und das leichte Zittern seiner Finger, das verrät, wie sehr ihn die Situation bewegt. Markus spürt, wie sein Herz schneller schlägt, während er Sophia ansieht, überwältigt von der Intimität und der tiefen Verbindung zwischen ihnen. Im Hintergrund dringt das sanfte Licht in den Raum und taucht die Szene in eine intime Atmosphäre, die beide für einen Moment vergessen lässt, was außerhalb ihrer kleinen Welt geschieht.

Zur gleichen Zeit füllt das milde Nachmittagslicht Kassandras Büro, das mit warmen Holzmöbeln und Bücherregalen eingerichtet ist. Auf dem Schreibtisch wartet ein halbvoller Kaffeebecher, und von draußen dringt gedämpft das Summen des Hotelflurs herein – leise Gespräche, das Rollgeräusch eines Wäschewagens, der leichte Duft nach Blumen und Papier in der Luft. Cassiopeia sitzt entspannt auf dem Besucherstuhl, die Beine lässig übereinandergeschlagen, und will gerade fragen, was Kassandra heute noch vorhat, als ein leises, bestimmtes Klopfen an der Tür die Stille durchbricht.

„Herein“, ruft Kassandra, die aufspringt, als müsse sie spontan Ordnung schaffen. Die Tür öffnet sich, und Marcel, der heute an der Rezeption arbeitet, tritt mit einem frischen Blumenstrauß in den Raum. Seine Stimme bleibt sachlich, doch ein Anflug von Neugier blitzt in seinen Augen auf, als er die Blumen überreicht: „Die wurden gerade für Sie abgegeben.“

„Schon wieder ein Strauß? Ich hab’s dir gesagt, Kass – du bist aufgestiegen“, meint Cassiopeia und pfeift anerkennend, wobei sie sich mit übertriebener Geste in ihrem Stuhl zurücklehnt. Marcel runzelt kurz irritiert die Stirn, verabschiedet sich dann mit einem angedeuteten Lächeln und verlässt das Büro, das für einen Moment von der frischen Blütenduftwolke erfüllt wird.

„Cassio, jetzt lass das doch“, sagt Kassandra und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie merkt, wie ihr Herz in der Brust hüpft – eine Mischung aus Nervosität, Neugier und der Sorge, sich zu sehr hineinzusteigern.

„Warum? Man muss dich doch mal feiern“, erwidert Cassiopeia breit grinsend, während sie ihre Freundin mit funkelnden Augen mustert. „Ist diesmal eine Karte dabei?“

Kassandra schiebt die Finger durch das knisternde Zellophan, die Hände zittern ganz leicht. Sie entdeckt tatsächlich eine Karte – und plötzlich fühlt sich alles so bedeutungsvoll an, dass ihr die Kehle trocken wird. Vielleicht, so hofft sie insgeheim, offenbart sich jetzt endlich, wer ihr heimlicher Verehrer ist. „Ja, diesmal ist eine Karte dabei“, sagt sie und setzt sich langsam wieder, während ihre Gedanken rasen: Wer könnte das sein? Was, wenn es jemand ist, mit dem sie nie gerechnet hätte? Oder – und der Gedanke sticht – was, wenn sie enttäuscht wird?

Mit angehaltenem Atem stellt sie den Strauß in die Vase auf dem kleinen Tisch – zwischen Aktenordnern, einer schnörkellosen Leselampe und Kassandras Lieblingskugelschreiber. Vorsichtig öffnet sie das Zellophan, nimmt die Karte mit zitternden Fingern heraus, während Cassiopeia sich neugierig vorbeugt. Kassandra liest leise:

Heute Abend,

neunzehn Uhr,

würde ich mich sehr freuen,

Sie im Candlelight-Room

des Grand Korfu begrüßen zu dürfen.

Es wird um passende Garderobe gebeten.

Kassandra liest den Text erst für sich, spürt, wie ihr Herzschlag sich beschleunigt, dann blickt sie zu Cassiopeia, das Gesicht gerötet vor Aufregung. „Und, wer ist es?“ fragt Cassiopeia sofort, die ihre Ungeduld kaum kaschieren kann. Kassandra zuckt hilflos die Schultern, bemüht sich, ihre Verwirrung nicht zu deutlich zu zeigen, und setzt sich wieder auf den Bürostuhl, der unter ihr leise knarzt. „Keine Ahnung, Cassio.“

„Wie, keine Ahnung? Du hast doch gerade die Karte gelesen“, hakt Cassiopeia nach, ihre Augenbraue hochgezogen, als wolle sie die Wahrheit aus Kassandra herauslocken. Kassandra reicht ihr die Karte, während sie sich auf die Lippe beißt und innerlich Szenarien durchgeht: Ist das wirklich romantisch – oder womöglich zu viel? Und was, wenn das alles nur ein Scherz ist?

Cassiopeia liest die Einladung, schmunzelt und schüttelt leicht den Kopf. „Das ist ja echt geheimnisvoll … schon ein bisschen romantisch, oder? Wer auch immer das war, hat Geschmack.“ Ihre Stimme klingt ein wenig neckend, aber zugleich ehrlich anerkennend.

„Geheimnisvoll auf jeden Fall“, gibt Kassandra zu, während sie mit den Fingerspitzen nervös über den Tischrand streicht. „Aber ich hab wirklich keine Ahnung, wer das sein könnte. Im schlimmsten Fall ist das irgendein Spinner.“ Ein Hauch Besorgnis schwingt in ihrer Stimme, und sie wirft einen prüfenden Blick zum Fenster, als könnte dort schon jemand lauern.

„Ach was, Kass. Ein Spinner lädt dich doch nicht zu so einem Dinner ein – und schon gar nicht in deinem eigenen Hotel. Außerdem, irgendwann gehört dir der Laden ja sowieso“, meint Cassiopeia nun ernst, legt den Kopf schief und mustert Kassandra mit dem für sie typischen, aufmunternden Funkeln.

„Da hast du wohl recht. Sicher ist es hier schon. Und zur Not könnten ja ein oder zwei Angestellte vor der Tür stehen“, sagt Kassandra halblaut, versucht, ihre Unsicherheit mit einem Scherz zu überspielen, während sie die Blüten kurz berührt und an deren Duft schnuppert, der das Büro nun ganz erfüllt.

„Das wäre echt übertrieben“, lacht Cassiopeia, lässt sich in den Stuhl zurücksinken und zwinkert Kassandra zu. „Ich glaube, da will einfach jemand einen schönen Abend mit dir verbringen. Und vielleicht ein bisschen mehr.“

Kassandra sah Cassiopeia ernst an. „Ich weiß wirklich nicht, ob das eine gute Idee ist, Cassio.“ Trotz ihrer festen Stimme lag ein Anflug von Nervosität darin.

„Kass, wenn du nicht hingehst, zieh ich das Kleid einfach selbst an und spiele die Rolle der mysteriösen Schönen – glaub mir, ich könnte den Typen bestimmt um den Finger wickeln.“ Cassiopeias Stimme klingt kühl, fast herausfordernd. Für einen Moment ist Kassandra sprachlos. Weiß sie je, wann Cassiopeia ernst ist und wann sie nur provozieren will? Dieses Spiel zwischen ihnen – Kassandra spürt die Unsicherheit wie ein Prickeln auf der Haut.

Sie zwingt sich zu einem Lächeln. „Weißt du, Cassio, dass du einem Mann den Kopf verdrehen kannst, daran zweifle ich keine Sekunde.“ Sie schaut ihre Freundin fest an, lässt aber nicht locker. „Aber dass du das wirklich willst? Gerade du, die allem was männlich ist, abgeschworen hat?“ Ein Teil von ihr versucht, die Situation zu entkrampfen, doch innerlich fragt sie sich, ob Cassiopeia nicht in Wahrheit etwas anderes zu beweisen versucht – sich selbst oder Kassandra?

Cassiopeia lehnt sich zurück, ein herausforderndes Lächeln umspielt ihre Lippen. „Teste mich ruhig. Vielleicht nur, um dir zu zeigen, wie sehr du manchmal überreagierst.“ Ihre Augen blitzen kurz auf, als hätte sie Spaß daran, Kassandra aus der Reserve zu locken. Sie wirkt dabei seltsam unberührt, als könne sie jeden Zweifel an sich wie Wassertropfen abperlen lassen.

„Ich… du würdest das wirklich tun? Nur, um mir zu zeigen, dass ich übervorsichtig bin?“ Kassandra stolpert leicht über ihre eigenen Worte. Ihre Gedanken rasen – wäre Cassiopeia wirklich dazu in der Lage? Oder sagt sie das nur, um Kassandra zu provozieren, sie zu einem Schritt zu bewegen, den sie sich selbst nicht traut?

„Manchmal, Kass, muss man eben über seinen eigenen Schatten springen.“ Cassiopeias Stimme schwingt zwischen Ernst und Andeutung. Meint sie sich selbst? Oder redet sie von Kassandra? Kassandra kann es nicht mit Sicherheit sagen und fühlt sich wie in einem Spiel, dessen Regeln sie nicht kennt.

Ihr Blick schweift zur kleinen Uhr auf dem Monitor. Noch fünf Stunden. Genug Zeit, um sich vorzubereiten – oder um sich weiterhin in Zweifeln zu verlieren. Soll sie wirklich gehen? Immer wieder taucht die Frage vor ihrem inneren Auge auf, begleitet von einer Unruhe, die sie nicht abschütteln kann.

„Und du meinst wirklich, das wäre eine gute Idee?“ fragt sie schließlich, mehr an sich selbst als an Cassiopeia gerichtet. Ihre Stimme ist leise, fast brüchig, als versuchte sie einen Entschluss zu fassen – und gleichzeitig darauf hoffte, dass Cassiopeia es für sie tun würde.

„Was jetzt? Dass ich mir doch mal einen Mann anlache? Oder dass du heute Abend zu diesem Dinner gehst?“ Cassiopeia hat offenbar den perfekten Moment gefunden, um das Thema genau dort zu platzieren, wo es am meisten kribbelt. Sie lehnt sich leicht vor, die Stimme plötzlich weich, aber mit einem spitzbübischen Unterton: „Willst du wirklich, dass ich für dich springe, oder traust du dich selbst?“ Kassandra kann ihr Lächeln nicht ganz erwidern. Sie weiß genau, worauf Cassiopeia hinauswill – und dass es eigentlich um sie selbst geht.

„Ach komm schon“, sagt sie schließlich, bemüht, ihre Unsicherheit zu überspielen. „Du weißt, das meine ich nicht böse, aber ich kann mir dich einfach nicht vorstellen … du und ein Mann. Das passt doch einfach nicht.“ Während sie spricht, spürt sie das nervöse Pochen in ihrer Brust – denn letztlich geht es nicht um Cassiopeia, sondern um die Einladung, um ihre eigene Angst vor dem Unbekannten und die Frage, ob sie sich darauf einlassen will.

„Wie gesagt, Kass, teste mich …“ Cassiopeia beugt sich vor, ihre Finger trommeln spielerisch auf die Tischkante, während sie Kassandra verschwörerisch in die Augen sieht. Für einen Moment flackert ein Lächeln über ihr Gesicht, doch dahinter lauert etwas Herausforderndes. Kassandra spürt, wie ihr Herz einen Schlag aussetzt. Es ist unmöglich zu erkennen, ob Cassiopeia tatsächlich darauf hofft, getestet zu werden, oder ob sie nur versucht, Kassandra weiter aus der Reserve zu locken. Die Unsicherheit zwischen ihnen liegt wie ein vibrierender Faden in der Luft. Kassandra beobachtet, wie Cassiopeias Blick mit einer Mischung aus Neugier und milder Provokation auf ihr ruht; sie nestelt unbewusst an einer Haarsträhne – ein Zeichen, dass sie selbst von der Situation nicht ganz unberührt bleibt.

Kassandra schließt die Augen, atmet tief durch. Für einen Moment stellt sie sich vor, wie Cassiopeia in den Armen eines Mannes liegt – ein Bild, das ihr fremd vorkommt und sie gleichzeitig piekst. Der Gedanke ist nicht neu: Oft hatte sie Cassiopeia schon beobachtet, wie sie im Lumen mit Männern flirtete, tanzte oder sich von einem Mann umarmen ließ. Doch sobald sie versucht, sich die beiden allein, nackt und intim im Schlafzimmer vorzustellen, wirkt alles seltsam fern und unwirklich. Ein leichtes Ziehen in ihrer Brust macht ihr die Ambivalenz bewusst: Sie kann es sich einfach nicht vorstellen – nicht Cassiopeia und einen Mann. Und vielleicht, so überlegt sie, will sie genau das auch gar nicht sehen. Ein weiteres Bild taucht auf, eine Erinnerung an einen Abend, als Cassiopeia sie nach einem missglückten Flirt in den Arm nahm – so selbstverständlich, so vertraut. Was, wenn sie diese Nähe aufs Spiel setzt?

Langsam öffnet Kassandra wieder die Augen, ihr Blick sucht Cassiopeias. Sie sieht, wie ihre Freundin eine Braue hebt und dabei den Kopf leicht schieflegt – fast eine stumme Einladung, weiterzusprechen. „Da ich mich dich nicht mit einem Mann intim vorstellen kann, muss wohl ich über den Schatten springen“, sagt sie leise. Unsicherheit und ein Anflug von Verzweiflung liegen in ihrer Stimme; sie presst die Hände ineinander, um sie vor Zittern zu bewahren.

Cassiopeia runzelt die Stirn, wirkt einen Moment unsicher. Ihre Finger wandern zu Kassandras Hand, berühren sie kurz – eine kleine Geste, die Verständnis und Anteilnahme ausdrückt. „Kass, ich will dich zu gar nichts drängen …“ Ihre Stimme ist sanft, besorgt, aber auch voller Zuneigung. Ihre Augen suchen die von Kassandra, als wolle sie ihr Mut zusprechen.

Kassandra hebt den Kopf, schaut Cassiopeia offen an und beendet ihren Satz: „Aber du glaubst, dass ich hingehen sollte.“ Sie versucht, Cassiopeia in die Karten zu schauen – und spürt dabei, dass sie eigentlich längst weiß, was ihre Freundin ihr rät.

Für einen Moment herrscht Stille. Dann nickt Cassiopeia und sagt ruhig: „Ja, Kass, das glaube ich.“ Sie lehnt sich etwas zurück, ihre Schultern entspannen sich, ein Hauch von Erleichterung in ihrer Miene. „Im schlimmsten Fall hast du einfach ein schönes Dinner, an das du dich später erinnerst – und du weißt danach, wer er wirklich ist. Wenn du ihm klar sagst, dass nicht mehr daraus wird, dann ist das auch in Ordnung.“ Ihre Stimme klingt sicher, fast mütterlich fürsorglich, während sie Kassandra einen aufmunternden Blick zuwirft.

Kassandra lässt ihren Blick auf die Uhr gleiten. 14:15 Uhr. Noch immer bleibt Zeit. Doch sie fühlt, wie die Minuten verrinnen, wie die Entscheidung immer näher rückt. Warum fällt es mir so schwer, einfach Ja zu sagen? Geht es wirklich nur um ihn – oder viel mehr um die Angst, etwas zu verlieren, das ich mit Cassiopeia habe? Sie blickt wieder zu Cassiopeia. „Und was wären die anderen Fälle?“ Ihre Stimme ist nur noch ein Flüstern, ein leiser Hauch voller Unsicherheit. Während sie spricht, presst sie die Lippen aufeinander, als müsse sie sich Mut zusprechen.

Cassiopeia muss lachen, ihr Lachen klingt weich und aufmunternd. Sie zuckt leicht die Schultern, eine Hand umspielt die Tasse vor ihr. „Das fragst du mich? Kass, ich werde heute Abend nicht daneben sitzen und dein Händchen halten.“ Ihre Augen funkeln, doch in ihrem Gesicht liegt auch Verständnis. „Was immer über ein schönes Dinner hinausgeht – das wirst du allein herausfinden müssen. Aber ich bin mir sicher, du wirst wissen, was du willst, wenn es so weit ist.“ Sie lächelt, und in diesem Lächeln liegt sowohl Verständnis als auch die Hoffnung, dass Kassandra ihren eigenen Weg findet. Cassiopeia lehnt sich leicht nach vorne, als würde sie Kassandra mit ihrem ganzen Wesen Halt geben wollen.

Kassandra schaut Cassiopeia einige Sekunden suchend an. Sie merkt, wie ihr Blick immer wieder zu Cassiopeias Lippen wandert, ein Reflex aus alten Gewohnheiten. Leise fragt sie: „Warum tust du das eigentlich? Du liebst mich, hoffst, dass ich mich irgendwann für dich entscheide… und trotzdem versuchst du, mich zu einem Date mit einem anderen zu bewegen.“ Ihre Stimme zittert leicht, und sie spürt, wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildet.

Cassiopeia lächelt sanft, ihre Augen glänzen. Ihre Finger streichen beruhigend über Kassandras Handrücken. „Eben weil ich dich liebe, Kass. Zu lieben heißt, das Beste für den Menschen zu wollen, den man liebt. Auch wenn es wehtut, dich vielleicht an einen anderen zu verlieren – solange du glücklich bist, heilt das am Ende auch mein Herz.“ Während Cassiopeia spricht, spürt Kassandra, wie ehrlich und tief diese Worte gemeint sind. Sie erinnert sich an unzählige Abende, an denen Cassiopeia ihr einfach nur zugehört hat, ohne zu urteilen – und weiß, dass sie niemanden mehr vertrauen kann als ihr.

„Gott, Cassio, ich liebe dich dafür, dass du genau so bist, wie du bist“, flüstert Kassandra und muss gegen einen Anflug von Tränen ankämpfen. In ihrem Inneren ringt sie weiter mit ihren Gefühlen, zwischen Dankbarkeit, Schmerz und Hoffnung. Sie blinzelt, wischt sich verstohlen eine Träne vom Wangenknochen und versucht, wieder zu lächeln.

Cassiopeia sieht sie ernst und liebevoll an. „Heißt das, dass du hingehst?“ Sie spricht vorsichtig. Ihre Hand bleibt auf Kassandras Hand liegen, spendet ihr Halt.

Kassandra nickt, ihre Entscheidung fällt schwer, aber sie fühlt, dass es richtig ist. „Ja, Cassio. Allein, um dich nicht zu enttäuschen und dir zu zeigen, wie wichtig du mir bist.“ Die Worte kommen leise, aber bestimmt. Sie steht auf, geht zu Cassiopeia und nimmt sie fest in den Arm. Sie spürt die Wärme ihrer Freundin, das sanfte Streicheln über ihr Haar – und hofft, dass diese Nähe beiden etwas Trost spendet.

Mit voller Wucht trifft jeder Schub ihren G-Punkt. Verstärkt so Sophias Orgasmus noch ein wenig. Ihre Hände ruhen fest auf seiner Brust, während sie im Hohlkreuz ihre Brüste nach vorne drückt. Ein langgezogenes, leises Stöhnen entweicht ihr, als sie sich mit aller Erschöpfung auf Markus sinken lässt. Ihre Körper liegen eng aneinander, und für einen Moment verschmilzt ihr Herzschlag mit seinem, das Pochen so spürbar, als könnten sie sich gegenseitig beruhigen. In der Stille des Zimmers hallt ihr Atem nach, flach und unregelmäßig, und für einen winzigen Augenblick sagt niemand etwas. Dann spürt Sophia, wie Markus’ Hand sanft über ihren Rücken streicht, beinahe beschwichtigend, während sie geborgen auf seiner Seite ankommt. Sophia schmiegt sich eng an ihn, genießt das Flirren zwischen Nähe und Geborgenheit, und lässt sich von seinen Armen auffangen.

„Gott, Markus, was machst du nur immer mit mir?“ Ihre Stimme ist leise, brüchig vor Verlangen und Angst, und Sophia sucht in seinen Augen nach einer Antwort, als könnte sie dort einen sicheren Ort finden. Ihr Daumen fährt nervös über die Kante ihres Handys, das sie fest umklammert, als wäre es ihr einziger Halt.

Markus beobachtet sie, spürt, wie sein Herz in der Brust hämmert. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. „Ich will einfach, dass du glücklich bist, Sophia. Und dass du dich immer frei fühlst, bei mir du selbst zu sein.“ Seine Stimme zittert leicht, während er ihr mit einer zaghaften Geste eine Haarsträhne hinters Ohr streicht. „Du bist so wunderschön, wenn du dich öffnest.“

Ein Lächeln huscht über Sophias Lippen, warm und verletzlich zugleich. „Das sagst du, und ich glaube dir jedes Wort. Vielleicht hoffe ich deshalb, dass du nie damit aufhörst, mir zu zeigen, wie lebendig ich mich an deiner Seite fühle.“

Markus zieht sie sanft an sich, seine Hände liegen unsicher auf ihrem Rücken. „Ich verspreche dir, Sophia, ich werde immer alles für dich geben. Solange du mich brauchst, bin ich da.“ Er spürt, wie seine eigenen Hände leicht zittern – ob vor Schuld oder Liebe, kann er selbst nicht sagen.

Sie schenkt ihm einen langen, nachdenklichen Blick, als taste sie in seinen Augen nach Wahrheit. „Ich weiß, dass du das tust.“ Ein kurzer Lufthauch zwischen ihnen, gefüllt mit unausgesprochenen Sehnsüchten. „Du lässt mich spüren, dass ich nicht nur eine Erinnerung bin. Neben dir entdecke ich Seiten an mir, von denen ich dachte, sie wären längst verblasst.“

Markus’ Miene verfinstert sich. „Und Sirius? Begehrt er dich nicht mehr?“

Sophia lässt das Handy sinken, seufzt leise und blickt ins Leere. Dann, mit rauer Ehrlichkeit: „Doch, manchmal schon. Aber es fühlt sich an wie Routine, wie ein altes Lied, das immer gleich bleibt. Wenn wir uns lieben, ist da sein Verlangen – aber es ist mehr seine eigene Gier als ein echtes Sehen von mir.“ Sie fährt sich durch die Haare und lacht leise, bitter. „Nach all den Jahren ist einfach vieles selbstverständlich geworden. Vielleicht war das der Grund, warum ich dir nicht widerstehen konnte. Es war, als würde ich plötzlich wieder atmen.“ Sie verstummt, sucht nach Worten, und Markus spürt, wie ihre Unsicherheit auf ihn überspringt.

Er weicht ihrem Blick nicht aus, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern: „Bereust du Uns?“ Die Frage liegt schwer zwischen ihnen.

Sophia sieht ihn fest an. Sie zählt seinen Atem, spürt sein Bangen. „Nein. Sonst wäre ich nicht mehr hier. Sonst hätte ich uns längst beendet.“ Sie legt ihre Hand an seine Wange, streichelt ihn sanft, als wolle sie ihn beruhigen – oder sich selbst. „Ich liebe dich, Markus. Das war von Anfang an klar für mich. Und daran hat sich nichts geändert.“ Für einen Moment fragt sie sich, ob sie ihm von der Schwangerschaft erzählen soll, von seinem möglichen Anteil daran, doch der Gedanke zieht sich schnell zurück wie eine Welle im Sand. Noch nicht. Nicht jetzt.

Durch das halb geöffnete Fenster dringt das sanfte Rauschen des Meeres in den Bungalow und vermischt sich mit dem leisen Ticken der Wanduhr. Die Nachmittagssonne wirft lange, goldene Schatten auf den Boden, als die Zeit für Sophia drängt. Sie greift erneut nach ihrem Handy, dreht es nervös zwischen den Fingern und blickt auf die Uhr. „Mist, ich muss gehen. Sonst fällt es auf.“ Kurz bleibt sie neben Markus liegen, beinahe, als hoffe sie, er würde sie festhalten. Dann schält sie sich aus seinem Arm, steht auf. Markus bleibt zurück, seine Finger zucken, als wollten sie sie noch festhalten.

Schweigend folgt er ihr ins Wohnzimmer. Während sie ihr Kleid aufnimmt und langsam überstreift, beobachtet Markus sie. Sein Blick gleitet über den Stoff, der sich an ihren Körper schmiegt, und er fragt, mit rauer Stimme, die seinen Zwiespalt kaum verbergen kann: „Sag mal, bist du heute den ganzen Tag ohne Unterwäsche herumgelaufen?“

Sophia dreht sich um. Für einen Moment zögert sie, als würde sie etwas sagen wollen, doch ihr spitzbübisches Grinsen überdeckt die Unsicherheit, die kurz in ihrem Blick aufflackert. „Du würdest es wohl gern glauben. Aber so bin ich dann doch nicht unterwegs.“ Sie hebt die Augenbrauen, spielt nervös mit dem Saum ihres Kleides. „Ich habe sie erst vorhin ausgezogen, weil ich wusste, dass dir das gefällt und ich zu dir gehen werde.“ Einen Herzschlag lang scheint sie zu überlegen, ob sie noch etwas hinzufügen sollte, ihr Blick wandert unruhig durch den Raum. Dann blitzt ein Funken Lebenslust und Trotz in ihren Augen auf. „Und ja, ich ziehe sie gleich drüben wieder an.“

Sie tritt zu ihm, ihre Lippen berühren seine für einen langen, bittersüßen Abschiedskuss. Markus schließt die Augen, als wolle er die Welt aussperren, und versucht verzweifelt, diesen Moment in sich einzusperren: Das zarte Prickeln von Sophias Parfüm, das wie eine Erinnerung an Sommertage in seine Nase steigt. Die Wärme ihrer Haut, das sanfte Zittern seiner eigenen Hände an ihrer Taille – all das brennt sich tiefer ein als jeder Gedanke. Ein letzter Hauch, dann verlässt Sophia den Bungalow. Die Tür fällt ins Schloss, dumpf und schwer, ein Geräusch, das wie ein Faustschlag in Markus’ Bauch nachhallt.

Er lässt sich aufs Sofa sinken, die Hände vergraben sich in seinem Gesicht, als könnte er so die Welt und seine Schuld aussperren. Ein Sturm aus Gedanken reißt ihn hin und her – Bilder von Kassandra, wie sie damals aus dem Meer gestiegen war, von Sophia, deren Lächeln ihm vor wenigen Minuten noch den Mut gegeben hat, sich lebendig zu fühlen. Was tue ich hier nur? Ich liebe Kass – und betrüge sie mit ihrer Mutter. Wie soll das jemals gut ausgehen?

Markus spürt die Schuld wie einen körperlichen Schmerz, der sich zwischen Rippen und Magen festsetzt. Die Erinnerungen kommen: Die erste Begegnung mit Sophia in der Lobby bei seiner Ankunft.

„Entweder du beendest das mit Sophia, oder du musst lernen, mit der Schuld zu leben“, flüstert es in ihm, eine Stimme, die sich anfühlt wie Kassandra selbst, klug und kompromisslos.

Markus schüttelt den Kopf, presst die Hände gegen die Stirn. Die Gedanken schlagen Wellen: Wie kann er das alles wieder geradebiegen, ohne noch mehr Menschen zu verletzen? Die Angst, alles zu verlieren – Kassandra, Sophia, sogar seine Ausbildung im Grand Kofur, die ihm eigentlich einen Neuanfang ermöglichen sollte – lässt ihm übel werden. Ein Geruch nach Salz und Meeresluft dringt durch das Fenster, und er erinnert sich, wie Sophia einmal sagte, das Meer könne jede Schuld tragen, wenn man nur ehrlich genug sei. Doch Markus weiß, dass Ehrlichkeit das ist, wovor er am meisten Angst hat.

Die Entscheidung drängt, jeder Ausweg fühlt sich wie Verrat an – an Sophia, die ihn braucht; an Kassandra, die er so sehr liebt. Markus bleibt sitzen, starrt ins Nichts, das Echo von Sophias Abschiedskuss vibriert in seinem Herzen.

Er blickt auf die Uhr und erkennt, dass es Zeit für ihn ist. Hastig zieht er sich an, wirft einen letzten Blick in den Raum und verlässt den Bungalow.

Markus’ Blick haftet an den Zeigern seiner Uhr. Nur noch wenige Minuten bis achtzehn Uhr. Sein Atem geht flach, der Stoff des Vorhangs kratzt an seinen Fingern, doch er wagt nicht, sich zu rühren. In der Stille pochen seine Gedanken lauter als alles andere. War das ein Geräusch? Ein leises Knarzen, dann ein dumpfer Ton. Ein Schauer läuft ihm über den Rücken – ein Teil von ihm will einfach aufspringen, sich stellen, fragen, was überhaupt los ist. Doch ein anderer zwingt ihn, zu warten. Was, wenn jemand von seinem Plan erfahren hat? Hätte er heute Morgen, als er Sven eingeweiht hat, vorsichtiger sein müssen?

Wieder ein Geräusch. Die Türklinke senkt sich langsam. Markus hält die Luft an, sein Herz schlägt hart gegen die Rippen, zerrissen zwischen Angst. Vielleicht ist es ja doch nur Sven. Er erkennt sie sofort, auch ohne ihr Gesicht zu sehen: die Art, wie sie die Schultern einzieht, als wolle sie im Kerzenschein verschwinden. Für einen Moment hält die Welt den Atem an.

Sie schleicht durch den Raum, jeder Schritt wirkt wie ein Balanceakt auf dünnem Eis. Ihr Blick huscht über den festlich gedeckten Tisch, das warme Licht der Kerzen spiegelt Erinnerungen in ihren Augen wider. Markus beobachtet sie.

Sie packt die Tischdecke, und ein Sturm aus Porzellan und Glas stürzt scheppernd zu Boden. Die feinen Splitter im Kerzenlicht – wie ein schmerzhaftes Kaleidoskop. Markus’ Wut schießt heiß durch seinen Körper, doch gleichzeitig fühlt er sich seltsam leer, als hätte der Lärm etwas in ihm entfernt, das zuvor Halt gab. Warum? Warum ausgerechnet sie? Sein erster Impuls ist, sie zur Rede zu stellen, sie anzubrüllen – doch eine Stimme in ihm, leiser, aber nicht zu überhören, hält ihn zurück.

Sie betrachtet das Chaos für einen Moment, atmet tief durch. Ihre Hand zittert leicht, während sie sich zur Tür schleicht. Sie spürt, wie ihr Herz bis zum Hals schlägt. Für einen kurzen Moment verharrt sie, fängt einen dumpfen Geruch von Wachs und Porzellanstaub auf, und zwingt sich, nicht zurückzuweichen. Gerade will sie die Klinke drücken, als sich die Tür von außen öffnet – Cassiopeia steht da, die Arme verschränkt, den Blick fest auf Sie gerichtet.

„Na, wohin so schnell?“ Ihre Stimme durchschneidet die Spannung wie ein Messer, und in Markus’ Brust beginnt ein Kampf: Wut gegen Enttäuschung, Verletzung gegen den Wunsch, zu verstehen – und irgendwo dazwischen ein Rest von Zuneigung für die Frau, die dort am Tisch steht und wirkt, als hätte sie keinen Platz in dieser Welt.

Sie sinkt auf einen Stuhl, ihr Körper zusammengesunken wie unter einer Last, die niemand sieht. „Bitte, Cassio, sag niemandem… Keiner weiß, dass wir zusammen hier waren“, stammelt sie. Ihre Worte sind brüchig, voller Angst und Scham.

Cassiopeia bleibt unerbittlich, aber ihr Blick verrät Mitgefühl. „Dann erklär Markus, warum du das getan hast!“ Ihre Worte sind hart, aber in der Pause zwischen den Sätzen liegt ein Funken Verständnis, ein Angebot.

Markus tritt aus dem Schatten. Sofort zuckt sie zusammen, ihr Gesicht erblasst. Für einen Moment ist es, als stünde alles still – die Zeit, das Licht, selbst die Scherben auf dem Boden. „Warum … sag mir warum, Apollonia?“ Seine Stimme ist rau.

„Markus, ich… ich wusste einfach nicht mehr weiter.“ Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Krächzen, brüchig wie Glas. Ihre Finger umklammern die Lehne des Stuhls, als könnte sie so nicht fortgespült werden von der Wucht ihrer Gefühle. „Als ich gesehen habe, wie du für sie alles so schön gemacht hast… da war nur noch dieses Stechen, so scharf, dass ich kaum atmen konnte.“ Ihr Blick flackert zu Markus, sucht Halt, doch weicht schnell wieder aus, als ob sie es nicht ertragen könnte, in seine Augen zu sehen.

Sie fährt sich fahrig durchs Haar, ringt um Worte, ihr Blick gleitet unsicher zwischen Cassiopeia und Markus hin und her. „Weil ich dich liebe. Es war wie ein Druck in mir drin, weißt du? Und als ich dann gesehen hab, wie du dich für sie ins Zeug legst… da ist alles einfach mit mir durchgegangen.“ Sie hält kurz inne, die Stimme zittert. Ein bitteres Lachen entweicht ihr, der Blick sinkt auf den Boden. „Keine Ahnung, ob das Sinn macht. Ich war so eifersüchtig und überfordert mit allem. Ich dachte irgendwie, wenn ich euch störe oder alles kaputtmache, muss ich wenigstens nicht zusehen, wie leicht ihr zueinanderfindet.

Cassiopeia beobachtet Apollonia einen Moment, bevor sie sich langsam zu ihr hinunterbeugt und ihr ganz behutsam eine Hand auf die Schulter legt – eine kleine, wortlose Geste zwischen Mitleid und Hoffnung auf Verständnis. In ihrer Stimme schwingt weniger Härte, mehr leise Enttäuschung und Mitgefühl: „Aber so macht man das nicht, Apollonia. Mit Zerstören erreichst du nur, dass du alleine dasitzt.“

Apollonia presst die zitternden Hände so fest auf die Augen, dass ihre Knöchel weiß hervortreten. Ihr Atem kommt stoßweise, als müsste sie mit jedem Zug gegen einen inneren Sturm ankämpfen. Ihre Schultern beben, jeder Muskel angespannt bis zum Zerreißen. Zögernd – als würde sie jeden Schutz verlieren – nimmt sie langsam die Hände von ihrem Gesicht. Die Tränen haben tiefe Spuren auf ihren Wangen hinterlassen, und in ihren Augen liegt ein Ausdruck von hilfloser Verletztheit.

Markus’ Blick bleibt an dem Meer aus Scherben hängen, die wie winzige Diamanten im schwachen Licht blitzen – ein zerbrochener Traum, verstreut auf dem Boden. Jeder Herzschlag hämmert gegen seine Rippen wie eine Mahnung daran, was gerade zerbrochen ist. Seine Stimme, rau und voller Müdigkeit, reißt schließlich durch die beklemmende Leere:

„Es ist vorbei... das hier kann ich nicht mehr retten.“ Ein bitteres Lächeln zuckt über seine Lippen, kaum sichtbar. „Geh, Apollonia. Aber glaub nicht, dass das ohne Folgen bleibt.“ Die Worte stolpern über seine Lippen, während seine Hände unruhig die Stuhllehne umklammern, als müsse er sich selbst festhalten. „Den Schaden wirst du bezahlen müssen.“

Apollonia hebt den Blick, ihre Hände zittern kaum merklich, als würden sie nach Halt in der Luft suchen. Ihr Blick huscht zwischen Markus und den glitzernden Splittern am Boden hin und her. Ihre Stimme ist ein Flüstern, fast verloren zwischen den Trümmern der Szene. „Du... Du lässt mich einfach gehen?“ Ihre Worte tragen einen Ton von ungläubiger Hoffnung, überlagert von Scham und Angst.

Markus streicht sich mit zitternden Fingern über die Stirn, seine Schultern sinken, als würde sich ein unsichtbares Gewicht auf ihn legen. „Ja...“ Seine Stimme bricht, kurz und rau. Er hält inne, sucht nach den richtigen Worten, doch alles, was bleibt, ist ein leises, brüchiges Lachen. „Aber... freu dich nicht zu früh.“ Die Fäuste ballen sich im Schoß, die Knöchel weiß, während seine Blicke an Apollonia hängenbleiben, irgendwo zwischen Wut und Erschöpfung gefangen.

Apollonia’ Brust hebt und senkt sich hektisch, der Puls sichtbar an ihrer Schläfe. Cassiopeias Blick haftet prüfend an ihr, als Apollonia zur Tür hastet. Einen Moment verharrt sie, die Hand schon an der Klinke. Sie dreht sich zu Markus um, als wolle sie etwas sagen, doch die Worte verrutschen ihr, brechen im Hals. Ihre Augen glänzen feucht im Licht der Scherben, dann schüttelt sie kaum merklich den Kopf und verschwindet mit Cassiopeia aus dem Raum.

Zurück bleibt Markus. Er lässt sich schwer auf den Stuhl sinken, der noch die Wärme von Apollonias Gegenwart trägt. Um ihn herum breitet sich die Stille aus, schwer und undurchdringlich – durchsetzt vom Echo der zerborstenen Gläser, vom Flackern der Kerzen, das in den Splittern tanzt wie ein letzter, flüchtiger Hoffnungsschimmer. In seiner Brust wächst ein dumpfes, schmerzhaftes Vakuum, das alles zu verschlingen droht, was noch übrig ist.

Nervös wandert Kassandras Blick über den Spiegel. Sie sieht eine junge Frau, die nicht weiß, ob sie sich freuen oder lieber fürchten soll vor dem, was gleich bevorsteht. Routiniert streicht sie mit dem kleinen Pinsel über ihre Wangen, trägt einen Hauch Rouge auf. Die Lippen schimmern schon in kräftigem Rot, der Kajal sitzt. Zufriedenheit mischt sich mit einem vertrauten Zweifel, der wieder in ihr aufsteigt.

„Mach ich das richtig? Verspreche ich damit etwas, was ich vielleicht gar nicht halten will?“ Die Frage geht ihr durch den Kopf, während sie den dunkelblauen BH betrachtet, der ihre Figur perfekt zur Geltung bringt. Passend dazu der Slip – sie hat sich oft vorgestellt, wie sie ihren Seelenpartner damit verführt. Wie seine Blicke auf ihr ruhen, wie er es kaum erwarten kann, sie zu berühren. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht.

„Nicht heute… aber vielleicht bald mal“, denkt sie, und fragt sich dennoch, warum sie ausgerechnet dieses Set gewählt hat. Ihr Verehrer wird es wohl heute nicht zu sehen bekommen. Aber das Wissen, dass sie ihn verführen könnte, reicht ihr. Außerdem fühlt es sich einfach gut auf der Haut an.

Langsam verlässt sie das Bad und geht in ihr Schlafzimmer. Auf dem Bett liegt bereits ein blaues Sommerkleid bereit, unter dem sich ihre Unterwäsche gut verbergen wird und das ihr zusätzlich Selbstvertrauen schenkt. Sie nimmt das Kleid in die Hand und spürt den weichen Stoff, während ihr ein Lächeln über das Gesicht huscht. Als sie das Kleid anzieht, steigt ihr der frische Duft des gewaschenen Stoffes in die Nase. Mit einer fließenden Bewegung schlüpft sie hinein, greift nach dem Reißverschluss am Rücken und zieht ihn sorgfältig nach oben. Ihr Blick wandert zur Uhr. Erschrocken stellt sie fest, dass es schon fast zehn vor sieben ist. Will sie nicht zu spät kommen, muss sie sich nun beeilen. Schnell schlüpft sie noch in ein passendes Paar Schuhe, während das leise Klacken der Absätze auf dem Boden den Moment begleitet, und macht sich auf den Weg.

Das Licht im Flur flackert unruhig, als wolle es die Anspannung zwischen den Wänden spiegeln. Markus’ Smartphone vibriert leise, das Display leuchtet kurz auf. Er runzelt die Stirn, schiebt sein Handy etwas fahrig in die Tasche. Mit einem langen, müden Atemzug rafft er sich auf und geht zur Tür. Gerade als er die Klinke herunterdrückt, steht Kassandra davor. Ihre Augen werden groß, zwischen Schreck und Hoffnung schwankend.

„Markus?“ Ihre Stimme ist leise, fast brüchig, und immer schleicht sich ein nervöses Räuspern in ihre Sätze, wenn sie nicht weiß, was sie sagen soll. Eigentlich wollte sie souverän wirken, doch ihre Unsicherheit tropft durch jedes Wort.

Markus nickt, vermeidet ihren Blick. „Abend, Kass.“ Er klingt betont beiläufig, aber die Stimme ist rau, wie von zu vielen Gedanken wundgescheuert. Dann weicht er ihr aus und tritt in den Flur, als wolle er sich selbst aus der Szene nehmen. Wodurch sie das Chaos im Raum erkennt.

Kassandra, den Ärmel nervös zwischen den Fingern rollend, ruft ihm hastig hinterher: „Markus, was ist los? Wo willst du jetzt hin?“ Ihr Herz hämmert.

Langsam dreht Markus sich um, der Schatten eines Lächelns huscht über sein Gesicht, aber es erreicht die Augen nicht. „Ich glaube, ich hau ab. Zurück nach Deutschland – je schneller, desto besser.“

„Was? Wieso denn das plötzlich?“ Ihre Stimme überschlägt sich fast. Sie hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass Markus wirklich geht.

Markus deutet mit einem resignierten Nicken auf den zerstörten Tisch, sein Tonfall jetzt schärfer, als wolle er sich gegen ihre Nähe wehren. „Ach, ist doch egal. Ich bin dir ja eh egal. Und falls nicht, scheint’s da jemanden zu geben, der besser auf dich aufpasst – oder mich loswerden will.“ Die Worte kommen abgehackt, fast als wollte er sich selbst überzeugen.

Kassandra starrt auf das Chaos, ihre Gedanken überschlagen sich. Warum tut er das? Habe ich wirklich so wenig gezeigt? Plötzlich ist sie sich selbst nicht mehr sicher. Sie hastet ihm nach, ihre Stimme ein leises Flehen: „Markus, bleib doch kurz! Bitte.“

Er geht weiter, bleibt aber nach wenigen Schritten stehen. Seine Worte sind ein Sarkasmus gewordener Schmerz. „Warum denn, Kass? Ist doch eh alles gesagt, oder?“

„Wie kommst du denn darauf?“, fragt sie gepresst. Ihr Daumen reibt unbewusst über den Stoff ihres Kleides, eine Geste, die sie immer macht, wenn sie lügt – oder wenn sie Angst hat.

Markus schnaubt, sein Lachen klingt hohl, bitter. „Weil ich dir eh egal bin. Das war doch oft genug klar, oder?“

Kassandra schüttelt den Kopf, ihre Stimme rau, fast trotzig: „Das hab ich nie gesagt.“ Sie merkt, wie ihr Hals sich zuschnürt. Warum kann sie es nicht einfach zugeben?

Er bleibt abrupt stehen, dreht sich zu ihr, die Schultern wie unter einer Last. Sein Blick bleibt an ihren Lippen hängen, bevor er sich zu ihren Augen vortastet. „Aber du hast es mir gezeigt. Im Lumen mit Cassio… oder auch sonst. Da war ich halt nur Luft für dich.“ Dann dreht er sich um und geht weiter.

Kassandra spürt einen Kloß im Hals, als würde jedes Wort an den Trümmern des Abends hängen bleiben. „Markus, was willst du denn von mir hören?“ Flüsterleise, ihre Stimme fast verschluckt vom von einem starken Windhauch.

„Die Wahrheit. Sag, dass ich dir nichts bedeute. Dass es keine Zukunft gibt. Dann weiß ich Bescheid. Dann bist du mich ein für alle Mal los.“ Seine Worte sind leise, aber eindringlich. Er ballt die Fäuste so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten. Ein Teil von ihm will es endlich wissen, ein anderer hofft auf einen letzten Funken.

Kassandra spielt mit dem Saum ihres Ärmels, kämpft mit den Worten. In ihr tobt der Wunsch, sich einfach fallen zu lassen, alles rauszuschreien – und die Angst, dass auf das Geständnis nur Stille folgt. Die Gedanken rasen: „Wenn ich es sage, ist alles anders. Aber wenn ich es nie sage, verliere ich ihn für immer…“

„Das… das kann ich nicht“, bringt sie schließlich heraus, blickt zu Boden. Ein flüchtiges Zittern läuft durch ihre Stimme.

Markus fixiert sie, seine Worte sind fordernd, fast anklagend: „Kannst du es nicht – oder willst du es nicht sagen?“

Für einen Moment hält die Welt den Atem an. Kassandra sucht nach Halt, findet ihn in seinen Augen. „Ich kann nicht sagen, dass es keine Zukunft für uns gibt…“ Es ist kaum mehr als ein Hauch, aber ehrlich.

Markus schüttelt kaum merklich den Kopf. „Ich hätte echt nicht gedacht, dass du feige bist, Kass.“ Die Worte treffen sie wie ein Schlag, sie zuckt zusammen – innerlich schnappt etwas nach Luft.

„Ich bin nicht feige, Markus. Aber ich kann die Regeln nicht einfach ignorieren.“ Ihre Stimme klingt brüchig, sie wirft ihm einen unsicheren Blick zu, während in ihrem Kopf die Gedanken rasen: Warum kann er das nicht verstehen? Es ist doch nicht so einfach …

„Sag’s einfach, Kass. Das ist alles, was ich will“, drängt Markus. Er kommt einen Schritt näher – so nah, dass sie seinen Atem spüren könnte, und zwischen ihnen knistert förmlich die Luft.

Kassandra hebt zögerlich den Kopf, ihr Blick bleibt kurz an Markus’ Lippen hängen, bevor sie sich einen Ruck gibt und ihm fest in die Augen sieht. Was, wenn ich es sage und alles zerbricht? „Ich … ich will nicht, dass du gehst.“ Die Worte sind kaum mehr als ein Flüstern.

„Warum nicht, Kass? Sag mir den wahren Grund. Ich laufe dir im Grunde seit fast zwei Monaten hinterher, habe ich da nicht wenigstens die Wahrheit verdient?“ Seine Stimme ist leise, aber voller Dringlichkeit. Er sucht in ihrem Blick nach einem Zeichen, einer Erklärung, doch alles, was er sieht, ist ein undurchdringliches Schweigen.

Ein Zittern läuft durch ihren Körper, als hätte jemand einen kalten Wind durch den Raum geschickt. Sie spürt, wie ihr Herz rast, und plötzlich platzt es fast schockierend laut aus ihr heraus: „Weil ich dich liebe!“

Für einen Herzschlag ist es vollkommen still. Markus’ Gesicht verändert sich – Hoffnung und Erstaunen flackern in seinen Augen auf. Er tritt noch einen Schritt näher, legt vorsichtig seine Hände auf ihre Arme, als hätte er Angst, sie könnte zerbrechen. „Ist das wirklich wahr, Kass?“

Sie nickt langsam, ihre Stimme ist weich und ehrlich. „Ja, Markus, ich liebe dich. Ich wollte uns schützen, weil du noch in der Ausbildung bist und mir unterstellt bist.“ Ihr Blick hält an seinen Augen fest, offen und verletzlich – als gäbe es für sie in diesem Moment nur noch ihn.

Langsam senkt Markus seinen Kopf, und Kassandra kann sich der Situation nicht entziehen. Ihr Herz schlägt wild, während sie ihren Kopf leicht schräg legt und mit klopfendem Herzen darauf wartet, dass sich seine Lippen endlich auf ihre legen. Als es geschieht, ist es, als würde die Zeit stillstehen – warm und weich berühren sich ihre Münder. Beide halten im ersten Moment inne, niemand wagt es, den Kuss zu vertiefen, aus Angst, den magischen Moment zu zerstören. Doch dann ist es Markus, der ganz sanft mit seiner Zunge über Kassandras Lippen streicht – und damit eine Tür öffnet, durch die Kassandra nur zu gern tritt. Gierig erwidert sie seinen Kuss, lässt jede Zurückhaltung fallen, denn sie möchte nichts mehr, als ihm ihre Liebe zu zeigen. Für einen Atemzug vergisst sie alles um sich herum, spürt nur noch ihn.

Plötzlich werden sie von hellem Licht umgeben. Überrascht löst sich Kassandra aus dem Kuss und blickt sich verwundert um. Erst jetzt wird ihr klar, dass Markus sie nicht zufällig vom Candlelight Room weggelockt hat, sondern mit Absicht zu diesem wunderschön gedeckten Tisch geführt hat, der nun im Schein mehrerer Lichterketten erstrahlt.

Markus sieht sie an, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Hast du Lust, mit mir zu essen?“ Seine Stimme ist leise, aber voller Wärme, während er ihr in die Augen sieht.

Kassandra lacht leise und spürt, wie ihr Herz immer noch schneller schlägt. „Wie? … Ach, ist doch egal, ja Markus, ich würde sehr gern mit dir essen.“ Sie hakt sich bei ihm ein, genießt den Moment und das Gefühl an seiner Seite. Gemeinsam gehen sie zu dem festlich gedeckten Tisch, wobei Markus ihr galant den Stuhl zurechtrückt.

„Was meinst du – lieber nur Lichterketten oder doch Candlelight?“ fragt Markus mit einem gespielt nachdenklichen Blick. „Es ist zwar ein bisschen frisch, aber vielleicht geht auch beides. Nur Kerzen wird wohl schwer, aber ich überlasse dir die Entscheidung, Schatz.“

„Nur Kerzen wären sicher romantischer, aber ich glaube, auf die Lichterketten können wir heute nicht verzichten“, antwortet Kassandra lächelnd. In diesem Moment bemerkt sie, wie Cassiopeia in Kellner-Uniform sich langsam den beiden nähert.

„Guten Abend, die Herrschaften. Mein Name ist Cassiopeia und ich bin heute Abend Ihre Bedienung. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend und werde versuchen, all Ihre Wünsche zu erfüllen.“ Dabei nimmt sie die Weinflasche, öffnet diese und schenkt den beiden ein.

Kassandra schaut von Markus zu Cassiopeia, und in ihren Augen liegt ein strahlendes Leuchten, das beide bemerken. Sie formt stumm mit den Lippen ein leises „Danke“ und sendet es an Cassiopeia, die ihr ein verständnisvolles Lächeln schenkt und sich dann zu den vorbereiteten Tischen mit den warmgehaltenen Speisen begibt.

Kassandra sieht Cassiopeia nach, ihr Blick verliert sich für einen Moment in der Ferne. Dann wendet sie sich wieder Markus zu. In ihren Augen spiegeln sich unausgesprochene Fragen – nach dem Wann, dem Wie, nach dem, was ihnen entgangen ist. Das sanfte Flackern der Lichterketten wirft tanzende Schatten auf das weiße Tischtuch; ein feines Prickeln breitet sich unter ihrer Haut aus.

„Das war alles Cassio“, murmelt Markus, sein Blick folgt dem der Freundin. „Ohne sie… ich weiß nicht, ob ich noch hier wäre. Wahrscheinlich säße ich längst im Flugzeug nach Deutschland.“

Ein warmer Windhauch trägt den Duft von gegrilltem Fleisch, frischen Kräutern und dem salzigen Aroma des Meeres zu ihnen. Im Hintergrund schwebt ein leises, melancholisches Lied mit griechischen Klängen aus den Lautsprechern und vermischt sich mit dem Rauschen der Brandung und dem Kreischen einer Möwe.

Kassandra spürt einen kurzen Stich im Herzen bei der Vorstellung, Markus könnte einfach gehen. Ihre Stimme ist leiser als sonst, ein wenig unsicher: „Du wärst wirklich weggegangen?“ Während sie spricht, umfasst ihre Hand das Weinglas etwas fester, als sie wollte.

Markus fährt sich nervös durch die Haare. „Ich… ja, Kass. Es war knapp. Ich hatte alles schon durchgespielt. Aber dann…“ Seine Worte verhallen, als würden die Gedanken ihm entgleiten.

Kassandra wirft Cassiopeia einen dankbaren, fast scheuen Blick zu. „Dann bin ich froh, dass Cassio so viel Herz hat. Und uns nicht aufgegeben hat.“

„Ich auch. Ehrlich, Kass. Mehr als ich sagen kann“, antwortet Markus leise. Seine Hand streckt sich über den Tisch aus, ihre Finger treffen sich in der Mitte, suchen Halt, geben Wärme. Für einen Moment atmet Kassandra tief ein, ihr Herz schlägt schneller. Sie lächelt vorsichtig, spürt, wie die Unsicherheit langsam nachlässt.

„Wollen wir… essen?“ fragt sie, bemüht, ihre Nervosität mit einem Lächeln zu überspielen. Ihre Stimme klingt heller, wärmer, und ein leises Lächeln zeigt sich in ihren Mundwinkeln.

Markus nickt sofort, seine Augen auf ihren Händen, und gibt Cassiopeia ein kaum bemerkbares Zeichen. Die Bedienung arrangiert die dampfenden Speisen kunstvoll auf den Tellern. Das Brot knuspert leise zwischen ihren Zähnen, während der Duft von Rosmarin und Zitrone ihre Sinne erfüllt. Das Aroma von gegrilltem Fleisch und frisch gebackenen Brötchen liegt in der Luft, vermischt sich mit den Kräutern und lässt Kassandra einen kleinen Glücksmoment erleben. Freude und Rührung tanzen in ihren Augen, als sie ihren Teller betrachtet.

„Guten Appetit“, sagt Cassiopeia mit einem warmen Lächeln, ehe sie sich zurückzieht. Kassandra und Markus beginnen zu essen, genießen jeden Bissen bewusst und mit allen Sinnen. Die Aromen füllen den Raum zwischen ihnen, während die Lichterketten über ihren Köpfen in leisen Wellen schwingen.

Nach einer Weile, als der Moment ruhiger wird, erinnert sich Kassandra zurück an die letzten Wochen. Mit leiser Stimme, die von Neugier und einem Hauch Unsicherheit getragen ist, fragt sie: „Sag mal… der Candlelight Room, der so verwüstet war – war das etwa auch Teil deines Plans?“ Ihre Finger spielen dabei nervös mit der Serviette, als würde sie sich Mut zureden.

Markus hebt den Blick, seine Augen funkeln kurz im Kerzenlicht. „Ja, das war geplant. Aber… wahrscheinlich nicht so, wie du es dir vorstellst.“

„Nicht so, wie ich denke?“ Kassandra sucht seinen Blick, will Gewissheit, Verständnis.

„Nicht ganz. Erinnerst du dich an das Getränk, das ich dir mal vor die Bürotür gestellt habe? Oder an den Blumenstrauß?“ fragt Markus, ein leises Lächeln um die Lippen.

„Natürlich erinnere ich mich. War der Strauß auch von dir?“, fragt sie und merkt, wie ihre Wangen wärmer werden.

Markus nickt. „Ja. Aber jedes Mal hat irgendetwas gefehlt – erst das Cover, dann die Karte.“ Die Musik spielt leise im Hintergrund, draußen schwappt das Meer ans Ufer, ein Hauch von Spannung legt sich über ihre kleine Oase aus Licht und Wärme.

Kassandra lässt die Erinnerung an diese Momente kurz zu, nippt nachdenklich an ihrem Wein und hält Markus’ Blick. Sie unterscheidet in Gedanken zwischen dem Erlebten und dem Jetzt. „Du hast das also nicht nur gesagt, um mich zu beeindrucken? Es gab wirklich jemanden, der dazwischengefunkt hat?“

„Ja, das war wirklich so.“ Markus’ Blick wandert noch einmal zu Cassiopeia. „Ich habe sogar Cassio verdächtigt, weil sie immer dann in der Nähe war, wenn irgendetwas schiefging. Aber am Ende lag ich falsch.“

„Cassio?“, entgegnet Kassandra mit einem leichten, beinahe beschwörenden Lächeln. „Sie ist die loyalste Freundin, die ich habe.“ Bei diesen Worten legt sie kurz die Hand auf ihr Herz und spürt, wie die Anspannung langsam nachlässt.

„Das weiß ich jetzt auch“, gibt Markus zurück. „Das mit den zwei Tischen war ihre Idee – sie wollte nicht nur dieser Person eine Falle stellen, sondern auch einen sicheren Ort für uns schaffen.“ Er sieht sie lange an, seine Stimme klingt weich und voller Zuneigung.

„Und… weißt du jetzt, wer es war?“ Kassandra sieht ihn mit einer Mischung aus Unsicherheit und Neugier an, während sie nach ihrem Glas greift und langsam einen Schluck nimmt.

Markus hält ihren Blick fest, seine Augen sind warm. „Ja, ich weiß es jetzt. Cassio hatte einen Verdacht, und leider hatte sie recht.“

„Erzählst du es mir?“ Die Frage hängt einen Moment in der warmen Luft, während draußen die Lichter flackern und das Meer den Abend umspielt.

Markus’ Stimme wird ganz sanft. Er legt seine Hand auf ihre, drückt sie leicht und sieht dabei tief in ihre Augen. „Das erzähle ich dir, versprochen – aber lass uns das auf einen anderen Abend verschieben. Heute will ich einfach nur mit dir zusammen sein.“

Kassandra lächelt, spürt, wie ihre Zweifel für diesen Augenblick kleiner werden, während das leise Klingen ihrer Gläser und die Düfte der Nacht sie beide umfängt. Sanft lehnt sie sich zurück, genießt die Wärme, das Licht, das Essen – und vor allem die Nähe zu Markus, die ihr in diesem Moment alles bedeutet.

Das Essen ist längst vorbei, doch die Nacht hält an, eine weiche Hülle aus milder Wärme. Die Luft schmeckt nach Salz und Obst, Vanille zieht in dünnen Fäden durch die Luft. Das Meer, nah, immer da, rauscht gedämpft bis unter die Haut. Markus schiebt seinen Stuhl zurück; das Holz knirscht leise. Unsicher erhebt er sich, seine Umrisse verschwimmen im Dämmerlicht. Ein schiefes Lächeln – er streckt Kassandra schweigend die Hand hin.

Ein kurzer Moment. Ihr Puls spürt sie bis in die Fingerspitzen. Peinlichkeit – ein Hauch, verflogen, als sie ihre Hand in seine legt. Warm, fest. „Warum nicht?“ Ihre Stimme, erstaunlich ruhig. Sein Griff, ein Versprechen. Sie folgt ihm auf die improvisierte Tanzfläche, zwischen Tisch und Meer, das Licht der Lichterketten tropft auf ihre Haut. Ihr Körper lehnt sich an ihn, der Rhythmus der Musik und das Rauschen der Wellen vermischen sich. Alles andere wird klein.

Cassiopeia schwebt im Hintergrund, sammelt Teller, ihre Bewegungen lautlos, fast durchsichtig. Kassandra bemerkt sie nur am Rand; eine freundliche Präsenz, die das Glück nicht stört, sondern stützt. Plötzlich steht Cassiopeia wieder am Tisch, stellt zwei Schalen ab. Der Duft – Karamell, Mango, exotische Früchte – breitet sich aus, legt sich wie ein warmer Schleier um sie. Ein kurzes Hochziehen von Markus’ Augenbrauen. „Was ist das?“

Cassiopeia lächelt, ein Zwinkern. „Für besondere Gäste.“ Dann verschwindet sie wieder, ihr Blick bleibt einen Moment haften. Kassandra spürt Dankbarkeit. Freundschaft, leise, fast unsichtbar.

Markus lacht leise, schüttelt den Kopf. „Ohne Cassio…“ Seine Stimme versickert. Kassandra lehnt den Kopf an seine Schulter. Leichtigkeit. Kurz. Fast schwerelos.

Sie tanzen weiter, die Musik fließt, ihre Bewegungen werden weich, das Meer trägt sie mit. Als sie sich setzen, glänzen die Früchte im Licht, das Eis taut langsam an. Kassandra taucht die Gabel ein, Mango, Vanille, Minze – ein Geschmack, der alles um sie verblassen lässt. Jetzt nur noch Sinn, kein Gedanke.

Markus stiehlt einen Löffel aus ihrer Schale, ein Grinsen huscht über sein Gesicht. Sie bemerkt es, sagt nichts. Ein stilles Spiel. Nähe, die bleibt, auch ohne Worte. Ein Gedanke blitzt auf: Du ahnst nicht, was ich mit dir teilen würde… Sie lächelt, schüttelt den Kopf. „Das nächste Mal verteidige ich es.“ Leicht, neckend.

Die Zeit verläuft, flackert, Wind streicht über den Sand. Geschichten, Lachen, flüchtig und vertraut. Markus lehnt sich zurück, sein Blick sucht ihren. Für einen Moment Unruhe, dann ein leises „Bin gleich zurück, Cassio wartet.“ Er steht auf, geht langsam zu Cassiopeia.

Kassandra beobachtet ihn. Die Nacht auf der Haut, die Wärme in der Luft, ihr Herz kribbelt. Markus bleibt vor Cassiopeia stehen, sagt kaum hörbar „Danke… für alles.“ Ein Bruch. Der Verdacht, der auf ihm lag, schwebt zwischen ihnen. Ein Kuss, vorsichtig, flüchtig, nicht mehr als ein Versprechen. Cassiopeia lacht, ihre Hand ruht kurz auf seiner. „Alles gut. Geh.“ Ein spielerisches Schubsen.

Als Markus zurückkommt, ein Grinsen. Kassandra hebt die Augenbraue, ihre Stimme leicht. „Kaum lass ich dich allein…“ Ein Zwinkern. Markus nimmt ihre Hand, drückt sie. Ein stummes Einverständnis. Ihre Finger verschränken sich, die Berührung prickelt bis in die Zehen.

Gemeinsam gehen sie hinaus, das silbrige Licht tanzt auf den Wellen. Die Luft kühl, doch ihr Inneres warm. Cassiopeia räumt noch auf, das leise Klirren und das Wispern des Windes begleiten sie. Die Bungalows liegen im Schatten, der Weg kurz, vertraut. Am Abzweig hält Kassandra inne, blickt zu Markus, ein fragendes Zögern. „Bleibst du bei mir?“ Ihre Stimme bricht fast, nur ein Hauch.

Markus hält kurz an, sieht sie an, sucht in ihrem Gesicht. „Willst du das?“ Ein Flüstern, das Raum lässt. Respekt, kein Drängen. Sie spürt es – eine leise Ruhe, die sich ausbreitet.

„Ich will einfach nur, dass du da bist.“ Ihre Worte tropfen langsam, klar. Nur du. Nicht mehr. Noch nicht.

Markus lächelt, sein Gesicht entspannt sich. „Bei dir?“

„Bei mir.“ Ein leichtes Lachen, ein Schulterzucken.

Er verbeugt sich, flüstert etwas, das im Wind vergeht. Ihr Herz wird weich. Sie gehen zu ihrem Bungalow, begleitet vom Zirpen der Grillen, dem Wind, dem salzigen Duft. Kassandra spürt Markus’ Blick, als sie den Schlüssel aus der Tasche zieht. Spannung, ein Kitzeln. Die Tür schnappt leise ins Schloss. Drinnen ist es still, das Meeresrauschen bleibt, gedämpft, die Lampe am Bett wirft warme Flecken.

Sie sieht zu Markus, der unbeholfen am Rand steht. Ein lächelnder Blick, ein Atemzug. „Alles okay?“

Er sieht sie an, als wolle er sich alles merken. Sein Gesicht, ein Staunen. Sie wird mutig, lässt das Kleid langsam sinken, den Stoff immer noch auf der Haut spürend, ein Kribbeln. Jetzt oder nie. Sie beobachtet ihn, saugt seinen Blick auf, jedes Zucken, jede Bewegung.

„Und? Gefällt dir, was du siehst?“ Ihre Stimme ist ein Hauch, ein Spiel aus Mut und Unsicherheit. Ihre Gedanken wirbeln: Sag es, bitte, lass mich nicht im Zweifel.

„Du bist umwerfend… aber das weißt du sicher.“ Seine Stimme ist rau, unsicher, ehrlich. In diesem Moment fühlt sie sich wirklich gesehen.

Natürlich weiß Kassandra um ihre Wirkung – und doch zögert sie einen Herzschlag lang. Fast wie im Spiel lässt sie nun das Kleid los, während ein feines Kribbeln über ihre Haut huscht, als der sanfte Stoff sie langsam verlässt. Nervosität und Vorfreude tanzen in ihrem Bauch, die Luft scheint für einen Moment still zu stehen. Sie atmet tief ein – warum ist es auf einmal so schwer, sich zu bewegen? Jetzt steht sie da, in BH und Slip, spürt die kühle Luft, sieht Markus’ Blick, der sie beinahe ehrfürchtig mustert, als wolle er jedes Detail für immer speichern.

Ein leises Lächeln schleicht sich auf ihre Lippen. „Würdest du mich so wirklich mitnehmen?“, neckt sie – ihre Stimme klingt leicht, aber in ihrem Kopf wirbeln tausend Fragen. Sie sieht nicht nur, sondern spürt fast körperlich, wie sein Blick über sie gleitet, als würde er jede Sekunde auskosten.

Markus braucht einen Moment, bevor er antwortet, als müsse er sich sammeln. „Hm, das … muss ich mir wohl noch überlegen …“, sagt er zögerlich, ein Schalk in den Augen, „aber – wie wäre es für den Moment, wenn du mich mit in dein Bett begleitest?“ Die Worte kommen langsam, fast vorsichtig, als wolle er ihr Zeit lassen. Er streckt die Hand nach ihr aus, ihre Finger berühren sich – es ist nur ein winziger Kontakt, aber für Kassandra fühlt es sich an, als würde die Welt kurz den Atem anhalten.

Sie lacht leise, ein kleines, unsicheres Kichern, das sie nicht unterdrücken kann. „Ich bin sofort bei dir, leg dich schon mal hin“, flüstert Markus, seine Stimme schwingt zwischen Vorfreude und einem Hauch von Unsicherheit. Während er beginnt, sich auszuziehen, beobachtet Kassandra ihn mit wachsendem Herzklopfen. Fast ertappt wendet sie den Blick ab, dann kann sie doch nicht anders – sie will keinen Moment verpassen. Seine Bewegungen sind ruhig, aber sie sieht, wie auch in ihm Spannung brodelt.

Als sein Oberkörper langsam zum Vorschein kommt, läuft ihr wieder das Kribbeln über die Haut. Sie muss lächeln, fühlt sich für einen Moment verletzlich und mutig zugleich. In ihrem Kopf blitzen Erinnerungen auf: all die Nächte, in denen sie sich vorgestellt hat, wie es wäre, Markus so nah zu sein – ohne Masken, ohne Distanz, einfach nur sie selbst.

Schließlich steht Markus nur noch in seinem Schlüpfer vor ihr. Sie fühlt sich ertappt, beinahe verlegen – aber zugleich überkommt sie eine Welle von Lebendigkeit. Sie sieht die Konturen seines Körpers, spürt, wie zwischen ihnen etwas knistert. „Männer … doch alle gleich, zeig ihnen etwas nackte Haut und schon übernimmt jemand anderes das Denken“, denkt sie – ein schmunzelndes Kopfschütteln, das ihre Unsicherheit überspielt. Aber ehrlich: Sie genießt es, begehrt zu werden. Es fühlt sich gut an. Richtig.

Markus schlüpft neben ihr unter die Bettdecke. Schnell dreht sie sich zu ihm um und schmiegt sich eng an seine Seite. Behutsam fahren ihre Finger über seinen Oberarm, während seine Hand sanft über ihren Rücken gleitet. Einen Moment lang hält Kassandra inne. Bin ich wirklich so mutig? Was, wenn jetzt doch irgendetwas schiefgeht? Aber sein Körper fühlt sich so vertraut an, seine Nähe so richtig. Vielleicht ist dies der Moment, auf den ich so lange gewartet habe – und ich darf ihn endlich genießen. „Weißt du, wie oft ich mir genau diesen Moment ausgemalt habe, seit wir uns kennen?“, haucht Kassandra und muss dabei leise lachen, als würde sie sich über sich selbst wundern.

Markus grinst und zieht sie noch dichter an sich. „Glaub bloß nicht, du wärst die Einzige mit solchen Gedanken, Kleine“, flüstert er schelmisch, während er mit seiner Nase sanft über ihre Stirn streicht. „Ich hab jede Nacht darauf gehofft.“

„Ich liebe dich“, haucht Kassandra und dreht sich in seinem Arm, sodass Markus sich warm an ihren Rücken schmiegen kann. Sie spürt plötzlich deutlich, wie sich etwas Langes und Hartes gegen ihren Po drückt – verborgen hinter zwei dünnen Stoffbahnen. Ein eisiger Schauer läuft ihr über den Rücken, während ihre Gedanken kreisen. Er würde bestimmt sofort…, überlegt sie und zögert, bevor sie leise in den ansonsten stillen Raum flüstert: „Schatz?“

„Hm?“ Sein Ton ist weich, wie eine Einladung.

„Denkst du, wir könnten noch einen Schritt weitergehen? Ohne dass wir heute Nacht schon… na du weißt schon.“ Ihr Herz rast, und sie merkt, wie sich Unsicherheit und Neugier in ihr vermischen. Ein Teil von ihr möchte sich ganz fallen lassen, doch etwas hält sie zurück – war es Angst oder einfach nur Nervosität?

„Ich kann mir alles vorstellen … Hauptsache, es ist mit dir und dass du es genauso möchtest“, flüstert er samtweich in ihr Ohr. Ein zartes Beben läuft durch Kassandra, als sie diese Worte hört – sie schließt für einen Moment die Augen und lehnt sich ein Stück näher an ihn, spürt, wie ihre Unsicherheit von wohliger Wärme durchdrungen wird.

Kassandra dreht sich wieder auf den Rücken. Behutsam gleiten ihre Hände unter der Decke zu ihrem Slip, den sie langsam und mit einer fast zärtlichen Bewegung abstreift. Dann dreht sie sich wieder so, dass sie in der Löffelchenstellung liegen. Markus verfolgt dies schweigend, beobachtet jede ihrer Bewegungen mit zurückhaltender Aufmerksamkeit. Er möchte Kassandra in keiner Weise unter Druck setzen oder ihr das Gefühl geben, sie zu drängen – zu gut spürt er ihre Unsicherheit und weiß, wie viel ihr dieser Moment bedeutet. In seinem Inneren kämpft er mit der eigenen Sehnsucht, doch noch stärker ist der Wunsch, ihr Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Er entscheidet sich bewusst für Zurückhaltung, weil es ihm wichtiger ist, dass sie sich ganz auf ihren eigenen Rhythmus verlassen kann. Während er sie ansieht, erfüllt ihn Zuneigung und Respekt, und er hofft, dass sie genau das spürt: Dass er ihr alle Zeit der Welt lassen will und ihre Gefühle für ihn Priorität haben.

Langsam und mit spürbarer Vorsicht gleitet Kassandras Hand hinter ihren Rücken. Ihr Atem geht flach, während ihre Finger sich sacht an Markus’ Schenkel entlangtasten, Zentimeter für Zentimeter, bedacht, keinen Moment zu überstürzen. Schließlich erreicht sie den Bund seines Schlüpfers; zögerlich, fast wie in Zeitlupe, schiebt sie ihre Hand darunter und spürt zum ersten Mal direkt seine Wärme auf ihrer Haut. Der Moment dehnt sich – zwischen Unsicherheit und wachsender Vertrautheit – und lässt die Luft zwischen ihnen noch ein wenig elektrischer knistern.

Sofort spürt sie eine stärkere Wärme, als sie erwartet hatte. Und als sie schließlich seine Stärke berührt, durchzuckt sie im ersten Moment ein hitziger Schauer, als hätte sie Feuer gefasst. Ihr Herz setzt einen Schlag aus, während ihre Gedanken wild durcheinanderwirbeln: Ist das wirklich passiert? Darf sie das zulassen? Es fühlt sich berauschend und beängstigend zugleich an, als ob ihre Finger nicht nur Haut, sondern pure, lebendige Energie berühren. Ohne Hast gibt sie Markus zu verstehen, dass er seine Hose etwas nach unten ziehen soll. So das sein Freund aus dem Gefängnis befreit wird.

Kassandra hebt ihr Bein leicht an. „Komm zu mir, Schatz … aber nicht in mir … noch nicht, bitte,“ flüstert sie, und das Zittern ihrer Stimme ist deutlich zu hören. Ein Hauch von Unsicherheit schwingt in ihren Worten mit, während sie ihn erwartungsvoll über ihre Schulter ansieht.

Markus drängt sich fester an sie, legt seine Männlichkeit zwischen ihre Beine, direkt auf ihre Vulva und schon schließt Kassandra ihre Beine. Sie spürt den warmen Atem von Markus an ihrem Hals, während sein Herz wild gegen ihre Rücken schlägt. Kassandra nimmt ihn so sanft zwischen ihren Schenkeln gefangen, dass sie die Wärme und das Kribbeln seines Körpers beinahe in jeder Faser spüren kann. Für einen Moment verliert sie sich in seinen Augen, die im schummrigen Licht funkeln, und genießt das Gefühl der Nähe – ihr Herz schlägt schneller, während sie spürt, wie sich ihre Unsicherheit langsam in ein aufgeregtes Vertrauen verwandelt. Beide fühlen die Hitze des anderen, geben sich dem Moment vollkommen hin und stöhnen heiser auf, überwältigt von der Intensität ihrer Gefühle.

Ihre Herzen schlagen schnell und dennoch im Einklang. Ein wohliges Kribbeln durchströmt sie und ihre Gedanken werden weich. Kassandra hält unwillkürlich den Atem an, als sie spürt, wie sich Markus langsam zurückzieht – so weit, bis er direkt vor ihrem Eingang ins Glück verweilt. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen, während ihre Sehnsucht mit jedem winzigen Abstand wächst und ihr Herz noch heftiger pocht. Wird er wirklich so schnell sein gegebenes Versprechen brechen, schießt es ihr durch den Kopf, ein Hauch von Zweifel mischt sich in ihre Erwartung. Doch dann gleitet Markus sanft der Länge nach wieder zurück, durch ihre nasse Vulva. Erleichterung durchströmt Kassandras Herz; er hat sein Versprechen gehalten. Gleichzeitig wird ihr bewusst, dass sie gar nicht daran gedacht hatte, dass er sie auch auf eine andere Weise hätte nehmen können – und ein leichtes, prickelndes Staunen bleibt zurück.

Sanft und voller Zärtlichkeit gleitet Markus immer wieder ein Stück vor und zurück, während seine Hand wie selbstverständlich ihre Brust sucht und sie behutsam massiert. Diese Berührung, die so viel Nähe und Verlangen ausdrückt, wirbelt Kassandras Gefühle zu einem wilden Wirbelsturm auf – ihr Atem wird flacher, zugleich tiefer, und jeder Laut, den sie von sich gibt, klingt intensiver und hingebungsvoller. In diesem Moment fühlt sie sich gleichzeitig verletzlich und geborgen, als ob sie sich in einem Rausch aus Sehnsucht und Vertrautheit verlieren könnte.

Nach einer Weile kann Markus seine Zurückhaltung nicht länger aufrechterhalten. Die ersten warmen Schübe versickern in der Decke, doch den letzten spürt Kassandra ganz bewusst – die Hitze auf ihrer Haut macht ihr deutlich, dass Markus gekommen ist. Auch wenn sie selbst nicht den Höhepunkt erlebt, erfüllt sie in Markus’ Nähe ein Gefühl tiefer Zufriedenheit und Geborgenheit. Gleichzeitig nimmt sie die feuchte Wärme auf der Decke wahr. Sanft dreht sie sich zu Markus, haucht ihm einen Kuss auf die Lippen und schmiegt sich in seine Arme. „Gute Nacht, Schatz. Schlaf schön“, flüstert sie, während sich eine wohlige Ruhe über beide legt.

Markus streicht ihr sanft über die Wange und sagt leise: „Du auch, Schatz.“ Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen und dem beruhigenden Gefühl der Nähe zueinander, schlafen die beiden schließlich in den Armen des anderen ein.

Sofia steht mit einer Tasse dampfenden Kaffee in der Hand auf dem Balkon. Die salzige Meeresluft kitzelt ihre Nase, während das leise Rauschen der Wellen an ihre Ohren dringt. Ein Hauch von frisch gemähtem Gras vermischt sich mit dem Duft nach Frühstück, der aus der Hotelküche herüberweht. Ihr Blick ist weich und voller Wärme – eine neue Sanftheit, die sie an sich bemerkt, seitdem sie sich für die Schwangerschaft entschieden hat. Sie lehnt sich gemütlich in den Türrahmen, lässt die Sonne ihre Haut streicheln und beobachtet das Treiben rund um die Hotelanlage. Ihre Augen gleiten vom goldenen Sandstrand zurück über die gepflegten Wege, vorbei an den Bungalows der Gäste und den grünen Palmen, die sich sanft im Wind wiegen.

Die Tür von Kassandras Bungalow öffnet sich langsam. Sofia hält die Luft an, ihr Blick bleibt gespannt an der sich öffnenden Tür hängen, während draußen bereits das Licht des neuen Tages flirrt. In diesem Moment liegt eine fast greifbare Erwartung in der Luft – als ob gleich etwas Besonderes geschehen könnte.

Ihre Stimme ist ruhig, als sie überlegt: „Ah schau an, gehst du wieder vor der Arbeit kurz schwimmen?“ Ein leises Schmunzeln huscht ihr über die Lippen. Doch dann stockt sie, als sie erkennt, dass es nicht Kassandra ist, die im Bikini und mit einem Handtuch bewaffnet heraustritt, sondern Markus.

„Markus?“

Ende der fünften Episode, des zweiten Kapitels.

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