Kurztrip (fm:Ehebruch, 5829 Wörter) | ||
| Autor: Joystick | ||
| Veröffentlicht: Feb 20 2026 | Gesehen / Gelesen: 2042 / 1589 [78%] | Bewertung Geschichte: 9.48 (69 Stimmen) |
| Das war anders geplant… | ||
![]() Erotische Livecams, heiße Videos und Livecam-Sex |
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
ihm. Aber das ist nicht der Punkt.“ Sie trat näher, ihre Augen leuchteten mit einer fast kindlichen Fröhlichkeit, als würde sie etwas Peinliches aber gleichzeitig Berauschendes gestehen. „Der Punkt ist, dass ich das nicht geplant habe! Ich meine, es ist Roger. Er ist... Roger. Du weißt, wie er ist. Er wollte mich und ich konnte nicht wirklich nein sagen. Er ist so... überzeugend, weißt du? Sobald er sich entscheidet, dass er etwas will, bekommt er es auch.“ Sie stieß ein kleines, fast atemloses Lachen aus. „Und er wollte mich.“
Blake starrte sie an, sein Verstand kämpfte darum mit dem Schritt zu halten, was sie gesagt hatte. Sie sprach über Roger, als wäre er eine Naturgewalt, etwas Unvermeidliches. Und ihr Tonfall, die Art und Weise, wie sie fast... stolz darüber zu sein schien? Es war irgendwie unwirklich. Die Worte hallten in Blakes Kopf wider, hohl und seltsam. Es schien auch, dass Blake in dieser Affäre kein Mitspracherecht hatte.
„Und deshalb sage ich es dir jetzt.“, fuhr sie fort und ihre Stimme wurde ernster. „Ich wollte es dir nicht mehr vorenthalten. Ich fühle mich jetzt so viel besser, weißt du? Keine Geheimnisse mehr. Es ist, als ob eine Last von meiner Brust gefallen ist. Und ich wollte nicht über die Reise lügen.“ Sie wies auf den Koffer. „Roger und ich fahren für eine Woche weg. Er... nun, er denkt, es wird gut für uns sein, einander wirklich zu genießen ohne herumzuschleichen, weißt du? Einfach um nicht mehr heimlich zusammen zu sein.“
Blakes Mund öffnete sich, aber er fand einfach keine Worte. Seine Gedanken wirbelten umher und seine Gefühle begannen sich zu überschlagen. Er konnte es weder verstehen noch verarbeiten. Wie Susan vor ihm stehen konnte und so aufgeregt und locker über etwas redete, das ihre Ehe zu Fall bringen würde.
„Aber keine Sorge.“, fügte Susan schnell hinzu. Ihr Gesicht leuchtete wieder auf. „Es ist nur eine Woche. Danach werden wir wieder zur Normalität zurückkehren. Ich melde mich bei dir, Blake. Ich liebe dich! Es gibt keinen Grund, etwas zwischen uns kommen zu lassen. Das,“, und fuchtelte dabei mit den Händen herum, als ob sie die ganze Situation locker abtun würde, „ist nur eine... einmalige Sache. Ein... kleiner Ausrutscher. Roger wollte... mich einfach haben. Und jetzt, wo er mich hatte, werden wir eine Woche weg sein, aber ich werde wieder zu dir zurückkommen. Dann können wir uns wieder auf uns konzentrieren, über die Gründung unserer Familie.“
Blakes Herz pochte heftig in seiner Brust. Seine Ohren klingelten. Wie konnte sie so fröhlich, so aufgeweckt und glücklich sein? Sie sprach über ihre Untreue als wäre es nichts, als ob Blake überhaupt keine Rolle spielen würde. Die Art und Weise, wie sie über Roger sprach, als wäre er eine übermächtige Figur, machte einfach keinen Sinn.
Susan war eindeutig in Rogers Bannkreis geraten. Sie hatte einfach mitgemacht, weil... es war Roger.
„Ich weiß, das mag ein Schock sein, aber du bist immer so verständnisvoll, Blake. Das ist einer der Gründe, warum ich dich so liebe. Du bist so standfest. Du machst nie viel Aufhebens und deshalb weiß ich, dass wir das durchstehen werden.“ Sie trat näher und hielt ihm ein gefaltetes Blatt Papier hin. „Roger und ich haben darüber gesprochen, dass die Dinge reibungslos laufen sollen, verstehst du? Wir haben einige... Regeln aufgeschrieben.“
Blake starrte auf das Papier in ihrer Hand, sein Verstand war taub.
Susan gab ihm die Liste. „Es ist wirklich nichts Großes. Nur ein paar Regeln um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist, während ich weg bin.“
Seine Hände zitterten, als er das Papier auseinanderfaltete. Die Sätze standen dort eindeutig und klar:
1. Kein Streit vor oder nach der Reise. Wir wollen die Dinge ruhig halten. 2. Sag niemandem, was wir tun. 3. Keine Posts in den sozialen Medien darüber. 4. Keine Scheidungs- oder Trennungsgespräche. Das ist nichts anderes als ein Seitensprung. 5. Frag nicht nach Details über die Reise. 6. Warte ruhig zu Hause, bis die Reise vorbei ist. 7. Konzentriere dich auf die Zukunft, die Familienpläne sollten wie besprochen fortgesetzt werden.
Blake spürte, wie er fast nicht mehr atmen konnte. Kein Streit. Niemandem etwas erzählen. Keine Scheidung. Er kam nicht über die Dreistigkeit der beiden hinweg. Die Arroganz der beiden Betrüger war unglaublich.
Susans Stimme schnitt durch sein Schweigen. „Siehst du? Nichts Verrücktes. Nur ein paar einfache Dinge um sicherzustellen, dass alles in Ordnung bleibt. Roger hält viel von dir, weißt du? Er sagte, dass es dir gut gehen würde. Es mag schwer sein, aber es wird bald vorbei sein. Dann werden wir zu dem zurückkehren, wie es vorher war. Du bist nicht der eifersüchtige Typ, Blake. Du bist doch immer so praktisch veranlagt. Du wirst keine große Sache daraus machen, oder?“
Ihre Augen waren weit, hoffnungsvoll, fast flehend. Aber darunter war eine Gewissheit, ein absoluter Glaube, dass alles in Ordnung sein würde, denn natürlich würde Blake keine Probleme verursachen. Natürlich würde er nicht streiten. Er war ihr Fels in der Brandung. Scheidung war nicht einmal im Bereich der Möglichkeit. Nicht in ihrer Welt.
Blakes Hände klammerten sich an die Liste. Sein Gehirn schrie förmlich danach, um etwas, irgendetwas zu sagen. Aber er fand keine Worte. Was könnte er auch dazu sagen?
Susan lächelte und nahm sein Schweigen als Einverständnis. „Ich wusste, dass du es verstehen würdest.“, sagte sie leise und sah erleichtert aus. „Ich war so nervös, aber du gibst mir immer was ich brauche. Du warst immer für mich da und wirst es immer sein.“
Sie lehnte sich vor und gab ihm einen schnellen Kuss auf die Wange.
„Ich werde nächsten Freitagnachmittag zurück sein.“, sagte sie und hob ihren Koffer mit einem fröhlichen Schwung auf. „Dann werden sich die Dinge wieder normalisieren und wir können darüber reden unsere Familie zu gründen, okay?“
Blake sah zu wie sie aus der Tür ging, innehielt und sich mit einem strahlenden Lächeln zu ihm umdrehte. Dann war sie weg.
Blake stand auf, die gefaltete Liste zerknitterte als er sie mit seiner Faust umschloss. Es war fast lustig. Regeln. Als ob diese Regeln etwas wären, mit denen sie die Kontrolle über ihn hätten. Als ob dies nicht seine Ehe wäre, auf die sie scheißen würden.
Für einige Sekunden blieb er erstarrt. Sein Geist war immer noch geschockt. Aber dann begann ein Feuer in ihm zu wachsen - es war weder Verwirrung noch Herzschmerz, es war reine Wut. Und sie wuchs immer mehr.
Blake war schon immer ein Problemlöser. Wenn die Situation es erforderte, war er ein Vermittler und konnte jedes Problem mit den beteiligten Parteien durchsprechen. Wenn aber harte Maßnahmen ergriffen werden mussten, tat er das ohne Rücksicht auf Verluste. Was auch immer die Situation erforderte, wurde durchgezogen. Hier war ein Problem, das eine bestimmte Lösung erforderte. Vermutlich aber wohl nicht die, an die Roger und Susan vielleicht gedacht haben.
Er schaute sich erneut die Liste an. Sie glaubten scheinbar, ihn unter ihrer Fuchtel zu haben. Sie wollten doch aber wohl nicht allen ernstes glauben, dass er tun würde was ihm gesagt wurde und die Rolle spielen würde, die sie ihm auferlegt hatten. Das wäre jedenfalls sehr dumm. Susan konnte doch nicht wirklich glauben, dass sich anschließend alles wieder zwischen ihnen normalisieren würde. Er konnte fast Rogers Handschrift zwischen den Zeilen erkennen, als wäre dies nur eine Art Spiel.
Blake las die Liste noch einmal durch und begann zu lächeln. Für Susan und Roger war dies eine Frage der Grenzen um sicherzustellen, dass es keine Komplikationen gab. Es ging nur darum, um ihn an der Leine zu halten. Blake hatte eine andere Sichtweise. Diese Liste machte deutlich, was ihnen Sorgen bereitete. Sie betrafen die Dinge von denen sie befürchteten, dass er sie tun könnte.
In seinen Händen war dies keine Liste. Was diese Liste betrifft, nun, er könnte es besser machen. Viel besser.
Sein Lächeln, dunkel und böse, breitete sich über sein Gesicht aus, als die Puzzleteile an ihren Platz kamen. Sein Verstand war in der Zwischenzeit wieder zurückgekehrt. Blake war kein Mann, der zuschlug, schrie oder Dinge warf. Nein, seine Wut war nie gewalttätig. Blakes Wut war ruhig und methodisch. Er hatte seine Karriere mit der Lösung von Problemen aufgebaut und dieser Verrat war sein bisher größtes Problem.
Wie löst man große Probleme? Ein Schritt nach dem anderen!
Ihre Liste war viel zu kurz, zu naiv. Es deckte nicht einmal die Hälfte von dem ab, was getan werden musste. Er würde einen viel gründlicheren Plan machen.
Er ging in die Küche und warf ihre erbärmliche Liste auf den Tisch, während er eine Schublade öffnete und einen Notizblock und einen Stift herausnahm. Er war jetzt in seiner Welt. Seine Gedanken begannen sich zu bewegen. Er war ein Problemlöser. Zeit, das Problem seiner ehebrecherischen Frau und ihres schäbigen Chefs zu lösen. Er würde dies auf die gleiche Weise lösen, wie er alles gelöst hat, indem er nämlich zehn Schritte voraus war.
Seine neue Liste war nicht schön. Sie war auch nicht so kurz. Blakes neue To-Do-Liste:
1. Alle gemeinsamen Konten einfrieren. (Blake hat alle Rechnungen abgewickelt. Er hatte sich immer um alle Finanzen gekümmert. Er würde nicht grausam sein, aber er würde es ihr auch nicht leicht machen. Jede automatisierte Lastschrift oder Überweisung würde gestoppt und gemeinsame Konten würden geschlossen. Ihr Geld würde unberührt bleiben, aber sein Geld wäre für sie nicht verfügbar.) 2. Sofort die Schlösser wechseln. (Wenn sie zurückkommt, würde ihr Schlüssel nicht mehr funktionieren. Dieses Haus - ihr früheres Zuhause - gehörte ihr nicht mehr. Sie hatte ihre Wahl getroffen und sie konnte an Rogers Tür klopfen, wenn sie eine Unterkunft haben will.) 3. Das Haus sofort verkaufen. (Es gab einfach zu viele Erinnerungen und es war nicht die Mühe wert es zu behalten.) 4. Ihre Sachen einpacken. (Alles von ihr würde in ein Lager gehen. Er würde natürlich alles ordentlich einpacken und es ihr überlassen, um es später abzuholen. Die Kleidung, die Schmuckstücke, die Fotos. All die Dinge, die ihn an sie erinnerten, wurden eingepackt und weggeräumt. Er würde sogar alle Möbel dort hinbringen, da er irgendwo anders neu anfangen würde. Er brauchte keine Erinnerungen.) 5. Beweise sammeln. (Susan hatte zwar ihr Telefon mitgenommen, aber Blake hat sich immer um alle ihre technischen Geräte gekümmert. Er würde ein neues Telefon kaufen und es mit Susans Cloud-Account wiederherstellen. Alle ihre Texte, E-Mails und Bilder wären in seinen Händen. Ihr Telefon würde nicht mehr funktionieren, aber sie würde das erst herausfinden, wenn sie wieder da wäre.) 6. Mit einem Anwalt sprechen. (Die Scheidung wäre das Finale. Blake würde den besten Anwalt der Stadt finden und den Papierkram in Gang bringen. Wie stand es so schön in ihrer Liste: „Keine Trennung oder Scheidung!“ Nicht mit Blake! 7. Ein Gespräch mit Rogers Frau führen. (Sie hatten damit gerechnet, dass Blake schweigen und den Frieden bewahren wird. Aber warum sollte er? Vielleicht war Roger es gewohnt das Sagen zu haben, aber es gab keinen Anreiz für Blake da mitzuwirken. Er würde sicherstellen, dass er alle Beweise mit seiner Frau teilen würde, falls sie das wollen würde.) 8. Sich auf die Zukunft konzentrieren. (Es war nicht das Ende von Blakes Leben sondern nur das Ende von Susans Platz darin. Er würde die Stadt verlassen und woanders neu anfangen.)
Blake lehnte sich zurück und klopfte mit dem Stift auf das Papier. Bei seiner Planung hatte er ein gutes Gefühl. Er würde nicht betteln. Er wollte nicht für etwas kämpfen, das bereits den Bach runtergegangen war. Nein, er wollte die Kontrolle auf eine Weise übernehmen, die weder Susan noch Roger erwarten würden. Er nahm sein Leben von den Menschen zurück, die dachten, sie könnten einfach so auf ihm herumtrampeln.
Sein Plan war fertig. Wenn Susan zurückkehren würde, wäre die Welt, die sie zu kennen glaubte, längst verschwunden.
Blake stand in der Mitte des leeren Wohnzimmers. Das Haus war jetzt leer und ausgeräumt. Alles war geklärt. Nicht nur Susans Sachen, sondern auch alles andere war weg. Ihre Kleidung, ihre Schuhe, sogar ihr kleiner Schnickschnack waren alle verpackt und ordentlich in einem der beiden Container verstaut. Seine eigenen Sachen befanden sich in dem anderen Container. Seine Kumpels hatten ihm geholfen alles einzupacken, sie hatten ihm keine Fragen gestellt. Sie alle kannten die Geschichte, aber sie hatten keine Sprüche ihm gegenüber gemacht. Sie taten einfach was getan werden musste und waren mit Pizza und Bier zufrieden.
Das war der einfache Teil. Körperliche Arbeit war für Blake immer einfach. Schweiß, Muskeln, Entschlossenheit, das waren Dinge, mit denen er umgehen konnte. Der schwierigste Teil war seinen Kopf frei zu bekommen. Er hatte in den letzten Tagen eine Menge von Emotionen durchgemacht. Verrat, Wut und Unglauben schwelten immer noch unter der Oberfläche und warteten darauf zu explodieren. Aber noch war es nicht soweit.
Blake hat sich ein letztes Mal im Haus umgesehen. Es war nicht mehr ein Zuhause, nur noch eine leere Hülle. Die Wände fühlten sich dünner an, die Luft kälter. Der Ort war von oben bis unten gereinigt und jede Spur ihres gemeinsamen Lebens beseitigt worden. Er würde hier nie wieder einen Fuß reinsetzen und dieser Gedanke fühlte sich richtig an. Es war in seinen Augen nur noch beschmutzt.
Und dann war da noch der Eintrag ins Grundbuch. Nur er war als Eigentümer dort verzeichnet - wie ironisch. Sie hatten sich nie die Mühe gemacht, ihren Namen dort einzutragen. Susan hatte hier gelebt und Hausbesitzerin gespielt, aber es war nie ihr Haus gewesen. Er grinste verbittert. Sie hat wahrscheinlich nie darüber nachgedacht. Sie nahm einfach an, dass das Haus und Blake immer für sie da sein würden.
Sie hatte sich geirrt.
Sein Anwalt war effizient und eiskalt in der Ausführung der Scheidungspapiere. Keine langwierigen Gespräche, kein Drama. Blake wollte das Verfahren nicht in die Länge ziehen. Die Papiere waren vorbereitet und könnten in dem Moment, in dem sie zurückkehrte, eingereicht werden. Wenn sie überhaupt zurückkehren würde. Das war ihm aber egal. Ob sie in ein verkauftes Haus und ein leerstehendes Grundstück zurückkam oder für immer bei Roger blieb, spielte für ihn keine Rolle mehr.
Der Teil, der die meiste Mühe gekostet hatte, war Susans Telefon. Sie hatte es natürlich mitgenommen, als sie und Roger zusammen weggegangen sind. Aber Susan hatte sich nie um ihre Passwörter gekümmert sondern alles Blake erledigen lassen. Und warum sollte sie auch nicht? Er war ihr gegenüber immer hingebungsvoll gewesen und war der stabile Fels, den sie für selbstverständlich gehalten hatte.
Er setzte sich an die Küchentheke, seine Augen waren kalt und konzentriert und starrte auf das wiederhergestellte Telefon in seiner Hand. Es sah genauso aus wie ihres, weil es das gleiche Modell war. Er hatte ihren Vertrag bei ihrem Anbieter gekündigt, das Telefon ausgetauscht und alles aus ihrem Cloud-Backup wiederhergestellt. Es war fast zu einfach. Und er hatte alles gefunden, was er für die Scheidung benötigte.
Ihre Nachrichten mit Roger waren... ekelhaft gewesen. Nicht nur die Affäre selbst, darauf hatte er sich bereits vorbereitet. Auch die Art und Weise, wie sie über ihn sprachen. Roger, wie immer selbstbewusst und hochnäsig, nahm Blake überhaupt nicht ernst. „Er ist zu nett. Er wird sich der Situation anpassen.“ Blake konnte die Arroganz aus den getippten Wörtern praktisch heraushören.
Susans Antworten waren für ihn noch schlimmer: „Es wird alles gut. Er wird kein Aufhebens darum machen. Das tut er nie.“
Er spürte wie die Galle in seinem Hals aufstieg, aber er schluckte den schlechten Geschmack wieder runter. „Er wird kein Aufhebens darum machen.“ So sah sie ihn. Nicht als Partner, nicht als jemand den sie respektierte, sondern als Fußmatte. Ein Mann, der zu schwach ist, um für sich selbst einzustehen.
Es gab auch Bilder. Natürlich gab es Bilder. Anscheinend machte Roger gerne Fotos von Susan während sie ihn befriedigte und schickte sie ihr dann. Blake fragte sich, was für ein Mensch das tun würde.
Roger hatte ihr sogar Bestätigungs-E-Mails über ihre Reise geschickt und angegeben, wie schlau er doch war. Blakes verzog verächtlich seine Lippen. Sie waren einfach nur arrogant. Und sie dachten, sie wären unbesiegbar.
Alles in allem war es eine umfangreiche Akte, die aus den Nachrichten, den Fotos und allen sonstigen Beweise für die Affäre bestand. Es war alles dokumentiert, ordentlich zusammengestellt und mehrfach kopiert worden. Ausdrucke gingen nicht nur an seinen Scheidungsanwalt, sondern auch an Rogers Frau. Ausfertigungen wurden auch an den Vorstand von Rogers Firma geschickt und eine leicht zensierte Version in den sozialen Medien geteilt. Er wollte nämlich nicht, dass es wegen der dargestellten pornografischen Szenen blockiert wird. Er hatte auch erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Nachricht mit jedem zu teilen, der entweder Susan oder Roger kannte.
Blake hatte die Angelegenheit mit Rogers Frau vorsichtig behandelt. Dessen Frau hatte es einfach verdient, es zu wissen. Sie hatte ein Recht auf die Wahrheit. Und überraschenderweise war sie... freundlich gewesen. Fast schon zu liebenswürdig, wirklich. Die Ruhe am anderen Ende des Telefons hatte ihn verunsichert, aber es war ihm egal. Er schickte ihr alles was er gesammelt hatte per E-Mail. Was sie auch immer damit machen würde, spielte sich zwischen ihr und ihrem Arschloch von Ehemann ab.
Blake wollte Susan mit nichts zurücklassen. Susan dachte, sie könnte zu ihrem Leben zurückkehren. Zu Blake und ihren gemeinsamen Plänen für eine Familie. Roger dachte, er könnte unversehrt davonkommen, als ob ihn nichts davon berühren würde. Blake wollte das nicht zulassen.
Susan war nervös aber begeistert, als die Reise begann. Roger hatte alles geplant. First-Class-Flüge nach Italien, eine Luxus-Hotelsuite und Abendessen in den besten Restaurants. Sie war von dem ganzen Pomp total beeindruckt. Für eine Weile war es ein berauschendes Gefühl. Von einem Mann wie Roger begehrt zu werden, einem Mann, der jeden Raum beherrschte in dem er sich befand, gab ihr das Gefühl etwas Besonderes zu sein. Ein Teil von etwas so viel Größerem. Roger wollte sie und das hatte etwas bedeutet, nicht wahr?
In der ersten Nacht checkten sie im Hotel ein und alles schien perfekt zu sein. Roger hatte Champagner bestellt, der im Zimmer auf sie wartete. Sie lachten, ließen die Gläser klingen und verbrachten den Abend im Bett. Der Blick auf die Lichter der Stadt durch die massiven Fenster war atemberaubend. Susan ließ sich vom Glamour und der damit einhergehenden Romantik mitreißen.
Bereits am zweiten Tag begannen sich die Dinge zu ändern. Zuerst waren es nur Kleinigkeiten. Roger war immer noch aufmerksam, aber er schien irgendwie distanziert zu sein. Seine Augen verrieten, dass für ihn bereits das Neue an ihrer Beziehung nachlassen würde. Susan hatte über etwas gelacht, das er beim Trinken der Cocktails gesagt hatte, aber Roger lachte nicht mit. Er lächelte einfach sein dünnes, abweisendes Lächeln, das sie gesehen hatte, wenn er es gegenüber Mitarbeitern zeigte, die er nicht für voll nahm. Sie ließ es aber unkommentiert. Vielleicht war er nur müde oder abgelenkt.
Susan hatte ihr Telefon auf ihrem Nachttisch im Hotelzimmer liegengelassen und benutzte es nur als Uhr auf dem Ladegerät. Sie hatte weder versucht Blake anzurufen noch eine SMS an ihn zu schreiben. Sie vermisste ihn, hatte aber das Gefühl, dass er in dieser Situation nicht mit ihr sprechen wollte. Sie war etwas irritiert über ihn, weil er ihr nicht einmal eine einzige SMS geschickt hatte, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Es war aber auch nicht wichtig. Roger brauchte ihre ganze Aufmerksamkeit.
Am nächsten Tag nahm Roger sie mit, um in mehreren Designerboutiquen einzukaufen. Exklusive Geschäfte, von denen sie immer geträumt hatte, in die sie sich aber nie reingewagt hatte. Aber Roger passte genau hier hin. Er kaufte ihr an diesem Tag ein Kleid zum Abendessen. Für einen Moment fühlte sie sich als wäre sie in einem Film, in dem sie ein glamouröses geheimes Leben führte. Aber im Laufe des Abends wurde Roger immer distanzierter. Er verbrachte den größten Teil des Abendessens damit auf sein Telefon zu schauen, nickte ab und zu wenn sie sprach, aber nie wirklich engagiert. Die Kellner schmeichelten ihm, aber Susan fand sich in seinem Schatten wieder, mehr als Zuschauer als als Partner.
In dieser Nacht schlief Roger fast sofort ein, mit dem Rücken zu ihr. Susan hatte auf ihr Telefon geschaut und einen seltsamen Schmerz von Schuldgefühlen verspürt. Blake hatte nicht angerufen und auch keine SMS geschrieben. Sie war sich nicht sicher, ob das eine Erleichterung oder eine Enttäuschung war.
Am vierten Tag hatte Roger das Interesse an ihr außerhalb des Schlafzimmers so gut wie verloren. Er nahm sie immer noch zum Abendessen mit und stellte sie auch Kollegen oder Bekannten vor, so als wäre sie eine Art Preis. Sie erkannte plötzlich, dass es nie eine Wärme in ihrer Beziehung gegeben hatte. Sie war nie mehr als ein Spielzeug für ihn gewesen, nur ein weiteres hübsches Gesicht, das er zur Schau stellen konnte und eine weitere Kerbe, die in seinen Bettpfosten geschnitzt wurde. Er sprach kaum mit ihr außerhalb der Mahlzeiten. Als sie in der Suite waren, benutzte er sie entweder oder ignorierte sie einfach.
Irgendwann brachte er zwei weitere Frauen mit in die Suite. Er warf nur einen Blick auf Susan, als sie hereinkamen. Susan war schockiert, aber Roger schien ihr Unbehagen nicht zu bemerken. Er teilte ihr mit, dass sie auf der Couch schlafen könne, wenn sie sich den dreien nicht im Bett anschließen würde. In diesem Moment wurde ihr das ganze Ausmaß der Situation bewusst.
Sie hatte die Nacht zusammengerollt auf dem Sofa verbracht, an die Decke gestarrt und versucht herauszufinden, wann alles so schief gelaufen war. Das war nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Roger hatte sie gewollt. Er hatte sie ausgewählt. Aber jetzt? Jetzt fühlte sie sich, als wäre sie nur ein Möbelstück. Ein Wegwerfartikel.
Am nächsten Morgen hat Susan versucht mit ihm zu sprechen. Sie sagte ihm wie sie sich fühlte und fragte ihn, ob alles in Ordnung sei und ob sie etwas tun könne. Aber er hatte in einem kalten Ton zu ihr gesagt: „Sei nicht dramatisch, Susan. Bei dieser Reise geht es doch nur um den Spaß.“
Sie lächelte schwach und nickte, aber in ihrem Inneren zerbrach etwas. Es hat keinen Spaß mehr gemacht. Es war nicht mehr aufregend. Sie vermisste Blake und die Stabilität ihres wirklichen Lebens. Blake sah sie an, als wäre sie das Zentrum seiner Welt. Roger gab ihr das Gefühl, nichts weiter als ein flüchtiger Gedanke zu sein.
Am sechsten Tag hat bei ihr die Realität wirklich eingesetzt. Er kümmerte sich nicht um sie, er hatte es nie wirklich getan. Er kümmerte sich um die Art und Weise, wie sie an seinem Arm aussah. Die Aufregung beim Sex und seine Kontrolle über sie. Aber Susan selbst war nur ein weiteres Zwischenspiel für ihn. In diesem Moment wurde ihr klar, wie dumm sie gewesen war zu glauben, dass diese Woche etwas Magisches sein würde. Sie war nur eine Ablenkung für diesen Mann gewesen.
Am letzten Abend griff Susan nach ihrem Telefon. Sie wollte Blake anrufen und mit ihm sprechen. Aber als sie auf ihr Telefon schaute, stimmte etwas nicht. Nur die Uhr war zu sehen, aber es gab kein Netz und somit auch keine Benachrichtigungen. Sie hatte keine einzige Nachricht von Blake erhalten. Keine verpassten Anrufe, keine SMS. Sie hatte angenommen, dass Blake auf sie warten würde. Dass er verstehen würde, dass alles in Ordnung sein würde, wenn sie wieder nach Hause kommen würde. Jetzt war sie sich nicht so sicher. Warum hatte er nicht angerufen?
Sie versuchte ihn vom Hoteltelefon aus anzurufen, aber aus irgendeinem Grund konnte Blakes Nummer nicht erreicht werden.
Der Weg zurück war eine Erleichterung. Susan konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen. Der Luxus, der Glanz, alles fühlte sich einfach so unecht, so hohl an. Das Funkeln hatte nachgelassen, und sie wollte nur noch nach Hause. Sie vermisste Blake. Sie vermisste seine Wärme, seine Güte, seine Stabilität. Sie vermisste die Art und Weise, wie er ihr immer das Gefühl gegeben hatte, geborgen und sicher zu sein.
Susan starrte traurig und schwermütig aus dem Fenster, als das Flugzeug zur Landung ansetzte. Sie schämte sich, verlegen darüber, wie sehr sie sich von Roger in dessen Welt hatte einlullen lassen. Ihre Träume waren buchstäblich zerplatzt. Alles, was übrig blieb, war ein hohles, leeres Gefühl. Roger war nur ein egoistischer und kalter Mann, der sie benutzt hatte. Susan erkannte jetzt, wie es sich anfühlte eine Schlampe zu sein. Sie war eine für Roger geworden.
Sie begann leise zu weinen. Alles was sie wollte, war wieder in Blakes Armen zu sein.
Sie wollte Blake sagen, wie sehr sie ihn vermisst hatte. Sie stellte sich vor nach Hause zurückzukehren, auf die Knie zu fallen und sich zu entschuldigen. Er würde ihr verzeihen. Das hat er immer getan. Er musste.
Susan fuhr an den Bordstein vor ihr Haus. Ihr Herz raste mit einer Mischung aus Aufregung und Angst. Die Reise war ein Fehler gewesen, das konnte sie endlich erkennen. Roger war nicht der Mann, für den sie ihn hielt. Alles in der letzten Woche fühlte sich wie ein schlechter Traum an. Aber das lag jetzt alles hinter ihr. Alles woran sie denken konnte, war Blake zu sehen, in seine Arme zu fallen und ihm zu sagen, dass es ihr so unendlich leid tat. Sie würde alles erklären, sie würden darüber reden und würden neu anfangen.
Aber als sie aus dem Auto stieg, bemerkte sie im Vorgarten ein „Zu Verkaufen“-Schild.
Ihr Magen drehte sich. Zu verkaufen? Das konnte nicht richtig sein. Blake hatte kein Wort über den Verkauf des Hauses gesagt, warum sollte er das tun? Sie hatten doch noch so viele Pläne. Sicher, es gab Probleme zu lösen, aber sie konnten die Dinge doch wieder in Ordnung bringen. Das musste ein Fehler sein.
Bereits vom Schild erschüttert, fummelte sie nach ihren Schlüsseln. Der Schlüssel rutschte in das Schloss, drehte sich aber nicht. Verwirrt versuchte sie es erneut. Er bewegte sich immer noch nicht. Sie versuchte es mit Wackeln, zog ihn heraus und schob ihn wieder hinein, aber es passierte immer noch nichts. Warum hat es nicht funktioniert?
„Blake?“, rief sie und klopfte an die Tür. „Blake, bist du da? Ich bin's!“
Keine Antwort. Susans Herz machte Saltos, als sie zum Fenster trat und hineinblickte. Das Haus war leer. Da war absolut nichts mehr im Haus zu sehen. Keine Möbel. Keine Bilder. Es gab keinen Hinweis darauf, dass jemals jemand dort gelebt hat.
„Blake?“, flüsterte sie. Das war kein Missverständnis. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht.
Sie griff nach ihrem Telefon und versuchte Blake anzurufen. Der Bildschirm wurde zwar zum Leben erweckt, aber es passierte nichts. Ihr Telefon hat keine Verbindung hergestellt. Auf dem Bildschirm blinkte nur eine Fehlermeldung: Kein Dienst.
Susan war verblüfft. Sie scrollte durch ihre Einstellungen, um das Signal zu überprüfen. Nichts. Es war, als wäre ihr Telefon komplett abgeschnitten worden. Dann versuchte sie ihre Eltern anzurufen, aber es wurde erneut derselbe Fehler angezeigt. Sie konnte niemanden erreichen.
Was zum Teufel war hier los?
Sie stieg wieder in ihr Auto. Ihre Hände zitterten, als sie den Motor startete. Blake würde es erklären, dachte sie. Er würde nicht einfach so gehen.
Die Fahrt zum Haus ihrer Eltern verlief wie im Flug, während sie nach einer Erklärung suchte. Vielleicht hatte es einen Fehler bezüglich des Hauses gegeben. Vielleicht war Blake beruflich unterwegs und hatte nur vergessen es ihr zu sagen. Vielleicht. Vielleicht.
Als sie in die Einfahrt ihrer Eltern fuhr, fand sie kaum Zeit den Motor abzustellen, bevor sie zur Haustür eilte. Ihre Mutter öffnete, ehe sie klopfen konnte. Deren Gesicht war vor Sorge wie versteinert.
„Susan,“, sagte ihre Mutter zu ihr mit angespannter Stimme, „wo warst du? Wir haben versucht, mit dir in Kontakt zu treten.“
Susan schluckte hart. „Mit meinem Telefon stimmt etwas nicht. Ich konnte niemanden anrufen. Was ist los, Mama? Blake hat die Schlösser vom Haus gewechselt. Das Haus ist leer. Was ist los?“
Ihre Mutter seufzte und trat zur Seite, um Susan hereinzulassen. „Du solltest dich besser hinsetzen.“
„Ich will mich nicht hinsetzen, ich will wissen was los ist!“ Susans Stimme überschlug sich, als ihre Panik überhand nahm. „Warum kann ich Blake nicht erreichen? Warum steht unser Haus zum Verkauf?“
Ihr Vater betrat den Raum, sein Gesicht sah unglaublich traurig aus. „Blake ist weg, Susan. Er verließ die Stadt. Das Haus wird verkauft. Deine Sachen sind in einem Lager.“
Die Worte schlugen wie ein Vorschlaghammer auf sie ein und sie hatte plötzlich Schwierigkeiten beim Atmen. Weg? Ihr Verstand hatte Mühe das zu verstehen, was sie ihr gesagt hatten. Blake war weg? Das Haus wurde zum Verkauf angeboten? Warum hatte er es ihr nicht gesagt? Warum hatte er nicht angerufen?
„Was meinst du damit, er ist weg?“ Susans Stimme zitterte, ihr Herz schlug bis zum Hals. „Er würde mich nicht einfach verlassen! Er würde das nicht tun, er liebt mich.“
Ihre Eltern tauschten einen Blick miteinander aus, der ihre Aufgeregtheit nur noch weiter steigerte. Ihre Mutter setzte sich neben sie und nahm sie in den Arm. „Susan, er kommt nicht zurück. Blake hat uns vor ein paar Tagen angerufen und uns gesagt, dass du mit jemand anderem weggegangen bist und dass eure Ehe vorbei ist. Er hat deine Sachen eingelagert und das Haus ist auf dem Markt. Er reichte die Scheidung ein.“
Susan blinzelte und versuchte die Worte zu begreifen. Das konnte nicht wahr sein. Scheidung? Nein. Blake würde das nicht tun. Er liebte sie doch. Sie sollten die Dinge wieder zusammen in Ordnung bringen. Sie hatte einen Fehler gemacht, aber sie konnten ihn gemeinsam beheben. Er konnte nicht einfach so gehen.
„Er sagte, es sei vorbei?“, fragte sie, ihre Stimme war kaum zu verstehen. „Genau so hat er das gesagt?“
Ihr Vater nickte mit ernster Miene. „Er sagte, du wüsstest was du tust, als du mit diesem Mann weggegangen bist. Dass dies deine Entscheidung war. Und jetzt wäre das seine.“
Susan starrte ihren Vater an. Sie hatte in ihrer Arroganz geglaubt, dass Blake in seiner ruhigen Art und Weise auf sie warten würde, so wie er es immer tat. Dass er immer für sie da sein würde, bereit sie zurückzunehmen. Aber jetzt war er weg. Und es war ihre Schuld.
Sie versteckte ihr Gesicht in ihren Händen, ihre Tränen liefen. „Ich wollte nicht, dass das passiert.“, stammelte sie mit erstickter Stimme. „Ich habe nicht... Er sollte nicht gehen. Ich dachte...“
„Du dachtest, Blake würde dir einfach verzeihen?“, sagte ihre Mutter leise und mitfühlend. „Aber Susan. Du hast ihn verletzt. Wie konntest du das tun?“
Das Schluchzen wurde schlimmer und Susan schüttelte den Kopf. Ungläubigkeit und Bedauern durchströmten sie. Blake war ihr Fels in der Brandung gewesen. Aber sie hatte ihn für selbstverständlich gehalten. Sie dachte - egal was passiert - dass er sie immer lieben würde. Sie hatte geglaubt, sie könnte mit dem Feuer spielen und sich nicht verbrennen.
Jetzt stand sie in der Asche ihres Lebens, das sie selbst zerstört hatte.
„Hast du versucht, ihn anzurufen?“, fragte ihr Vater sie leise.
Susan nickte. Ihr Gesicht war immer noch in ihren Händen vergraben. „Ich erreiche ihn nicht. Er muss seine Nummer geändert haben. Ich kann ihn nicht erreichen.“
Ihre Mutter nickte. „Er ist mit dir durch. Er wollte keinen Kontakt mehr zu dir.“
Susan sprang auf die Füße und ging wild durch den Raum. „Nein, nein, nein, nein! Das darf nicht passieren! Ich muss mit ihm reden! Er wird es verstehen, er muss es verstehen!“ Als sie die Worte laut aussprach, begann die Realität endlich in sie einzusickern. Blake war weg. Wirklich weg. Und es gab nichts was sie sagen oder tun konnte, um es rückgängig zu machen.
Sie sank wieder auf den Stuhl, ihre Hände zitterten. „Ich hätte nie gedacht, dass es so enden würde.“, flüsterte sie mehr zu sich selbst als zu ihren Eltern. „Das habe ich nie geglaubt.“
Aber sie hatte es tief im Inneren gewusst. Sie hatte Roger erlaubt sie mitzunehmen. Sie hatte geglaubt, dass Blake dort sein und darauf warten würde, dass sie zur Besinnung kam. Sie hatte alles verspielt, weil sie dachte sie könne nicht verlieren.
Und jetzt wurde ihr langsam klar: Sie hatte verloren.
Ihr Telefon lag auf dem Couchtisch, tot und getrennt, so wie sich ihr Leben jetzt anfühlte. Weg waren Haus und Mann und vorbei war die Zukunft einer Familie mit Blake, von der sie immer geträumt hatte.
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
Joystick hat 24 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für Joystick, inkl. aller Geschichten Email: arnd.thuernau@googlemail.com | |
|
Ihre Name: |
|