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Die Liebe einer Göttin in Weis (fm:Romantisch, 8420 Wörter)

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Veröffentlicht: Feb 21 2026 Gesehen / Gelesen: 3202 / 2448 [76%] Bewertung Geschichte: 9.71 (139 Stimmen)
Eine verwöhnte Göttin in Weis wacht auf und findet ihrer Traumpartner, verlässt die Großstadt und wird glücklich.

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Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

Leise betrete ich das Haus, gehe den kleine Flur hoch; die Schuhe habe ich von den Füssen gestreift und sehe im Wohnzimmer nach. Dort sind meine Beiden nicht. Vorsichtig die Tür zum großen Schlafzimmer geöffnet und im matten Licht des mal wieder zwischen den Wolken aufgetauchten Mondes sehe ich auf ein Bild, wie es nur die Götter zeichnen können.

Der Mann meines Lebens hält meine jetzt fast fünf Jahre alte Tochter, nicht seine Tochter, in den starken Armen und Tinchen hat sich an den großen Mann gedrückt und schläft mit einem Lächeln im Gesicht. Und Max. auch er schläft und liegt leicht auf der Seite, in einem Arm meine Tochter und den anderen unter dem Kopfkissen.

Heute trägt er eine kurze Schlafhose. Wenn wir zusammen sind, ist er immer völlig ohne störendes Textil. Aber er weiß, dass sich das bei seinem kleinem Liebling nicht gehört und auch dafür liebe ich ihn. Sein muskulärer Oberkörper hebt und senkt sich leicht. Er schläft fest und doch vermittelt er der Kleine das Gefühl, dass sie sicher bei ihm ist. Genau diese Gefühl vermittelt er mir, wenn ich in seinen Armen liege. Und wir beide Mädchen lieben diese Gefühl. Endlich sicher.

Mit einem Lächeln streife ich meine Hose, die weiße Bluse und die Socken ab, lege die Sachen auf seine, die auf dem Stuhl liegen und lasse mich vorsichtig hinter ihm ins Bett gleiten. Es ist noch Platz für mich. Ich schmiege mich an seinen Rücken und streiche über seine Schulter. Ich atme seine Geruch ein, er riecht so gut, so gut nach Mann und langsam gleite ich in meine Gedanken zurück. Meine Gefühlswelt ist immer noch aufgewühlt, auch wenn die Fahrt vom Haus meiner Eltern hierher schon ein wenig Ruhe hineingebracht hat.

Ja, ich habe Alles richtig gemacht, endlich die Konsequenzen aus einer schlechten Ehe gezogen und den Prozess zu Ende gebracht und ja, auch der Bruch mit meinem überheblichen Vater war richtig. Nur meine Mutter tut mir leid, aber sie muss sich entscheiden und bisher hat sie nicht die Kraft, nicht den Mut, ihren Ehemann, den nur noch auf dem Papier vorhandenen Ehemann zu verlassen.

Vater und mein Ex passen zusammen. Die Götter in Weiß dürfen Alles, sind die Überflieger und alles hat sich ihnen unterzuordnen. Ich nicht mehr, auch wenn ich selber Ärztin bin.

Langsam fallen mir die Augen zu und ein tiefer Schlaf umfängt mich.

Es ist wohl erst weniger Augenblicke her und doch ist es hell im Zimmer. Meine Tochter ist vollständig angezogen und kniet neben mir auf dem Bett. Ihre Hand streicht mir über dass Gesicht und sie kommt ganz dicht an mein Gesicht.

„Mama, du bis ja da. Komm, Papa wartet schon auf uns. Opa kommt bald.“

Oh, Gott, sie spricht von Max als ihrem Papa und von seinem Vater als Opa. Ich kann nicht anders und reiße sie an mich und überhäufe ihr Gesicht mit kleinen Küssen.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr kannte sie weder Max noch seinen Vater und lebte in einer Familie, in der es schon lange keine Zärtlichkeit, keine Liebe mehr gab. Mein Ex war nie ein liebevoller Vater. Er sah sie immer als ein lästiges Übel an und auch mein Vater war nicht sehr begeistert, als sie sich anmeldete und geboren wurde. Nur meine Mutter war eine wirklich liebevolle Oma.

Für meinen Ex und meinen Vater störte meine Tochter die Karriere, störte sie in ihrem Leben. Ja, natürlich habe ich ein Jahr frei genommen und dann ist meine Kleine von einer Kinderfrau betreut worden. Solange, bis ich durch Zufall nach Hause gekommen bin und meine Kleine im Laufgitter fand, während mein Mann die asiatische Schlampe von einer Kinderfrau im Wohnzimmer über die Lehne der Couch vögelte.

Ich weiß nicht, ob er die dann folgende Dame auch bumste, nehme aber an, das das nicht geschah, da sie zu alt war. Dafür waren ja seine Schwestern aus der Klinik da. Herr Oberarzt und seine Schwestern und Assistenzärztinnen. Mein Vater, der Herr Professor und Chefarzt war nicht besser und meine Mutter wusste es.

Nein, ich will nicht sagen, dass alle Ärzte solche Monster sind, bestimmt nicht, aber ich hatte Pech, richtiges Pech. Nein, ich kenne auch sehr anständige Ärzte, die ihre Frauen und auch das weibliche Personal mit Liebe und Anstand behandeln. Ihre Frauen mit Liebe und das Personal mit Anstand und Freundlichkeit.

Langsam kroch Tina, eigentlich Bettina, von mir weg und rieb sich das Gesicht, lächelte aber dabei. Ich stieg aus dem Bett, ging ins Bad und war schnell in der Küche. Max war mit Tina dabei, den Tisch zu decken. Die Begrüßung war genau das, was ich brauchte. Max hob mich hoch und ich umschlang mit den Beinen seinen Körper und wir küssten uns minutenlang. Stimmt nicht, aber mir kam es so vor und es könnte noch länger dauern.

Mein Tee zog schon. So wie ich es mochte. Nein, ich trinke Morgens noch keinen Kaffee. Später ja, aber Morgens trinke ich gerne eine Tee. Eine Gewohnheit aus meiner Studienzeit in England. Es roch gut nach Eiern, Toast und auch nach Kaffee. Max trink ihn schwarz und stark. Übrigens ist er immer noch kurz bekleidet. Kurze Hose und nur ein Shirt. Man sieht, dass er sich top in Form hält und ich könnte ihn schon wieder ins Bett zerren. Es wird eine schwierige Zeit, denn ich weiß, dass ich in der Schwangerschaft noch geiler auf ihn bin. Entschuldigt die Wortwahl, aber es ist wahr.

„Schatz, wann bist du nach Hause gekommen? Ich habe dich gar nicht gehört. Tinchen wollte nicht alleine schlafen und so sind wir beide früh eingeschlafen. Ich hoffe, du hast alles erledigt.“

„Spät, aber ich habe sehr gut geschlafen. Ihr saht so süß aus, dass ich euch nicht wecken wollte. Ja, ich habe alles erledigt. War schwer. Aber in einem Monat ist alles vorbei. Dann bin ich eine freie Frau mit einer kleinen Tochter. Lass uns später reden, ja, Liebling.“

„Ich bin verwundert. Ich dachte, du bist eine gebundene Frau mit einem jungen Liebhaber. Irre ich mich?“

Ich sah ihm an, dass er die Frage nicht ernst gemeint hat, trotzdem stürzte ich mich auf ihn und schwang meinen Arsch auf seine Schoß. Mit den Armen um seinen Hals flüsterte ich ihm ins Ohr.

„Das hoffe ich doch. Muss ich es dir beweisen, dann komm ins Schlafzimmer.“

Der Kuss war heiß und fordernd. Tina kam angerannt und schrie.

„Ich auch, ich auch.“

Kann es ein besseres Frühstück geben.

Wir waren gerade fertig, als vor der Tür ein großer VW-Truck röhrte und die Ankunft seiner Brüder und seines Vaters ankündigte. Wie immer in der letzten Zeit war es dann mit der Ruhe vorbei. Ja, sie sind nicht die Leisesten, aber sie strahlten eine Natürlichkeit und Freude aus, die ihren manchmal etwas rauen Ton genau als das fühlen lies, ehrliche unverfälschte Freude und Zuneigung. Die Umarmung seines Vaters kenne ich schon und mit einem leichten Schlag auf die Schulter beendete ich sie.

„Papa, lass noch was für deinen Sohn über und für die anderen Jungs.“

Das Lachen von Max und seinen Brüdern war erfrischend. So ganz anders als in der feinen Gesellschaft in Hamburg.

Nach einer Tasse Kaffee legten sie los und ich bin immer wieder verwundert, wie reibungslos sie sich den Anweisungen von Max unterordneten. Bevor es schief ging, nahm ich Max an die Hand und führte ihn unter dem Johlen seiner Brüder ins Schlafzimmer. Ich musste es ihm sagen, denn wir mussten ein Zimmer umplanen. Mit leichtem Lächeln zog ich ihn neben mich aufs Bett.

„Setz dich hin, mein starker Bär. Sei stark, denn ich muss dir etwas sagen. Wir müssen das Zimmer neben unserem Schlafzimmer umplanen. Du wirst Vater und ich noch mal Mutter. Schau nicht so, ich bin schwanger und zwar von dir.“

Wenn ich auch nur den leisesten Zweifel gehabt habe, war es seine Reaktion, die mich in die schönsten Höhen fliegen ließ. Ich weiß ja, dass Max mich mit einer Hand heben kann, aber mit beiden kann er mich ohne auch nur einmal einatmen zu müssen, über seine Kopf heben und schwenken. Aber genau so zart kann er mit seinen Händen sein und er sah mich mit großen Augen an, nahm mein Gesicht in seine Hände, zog mich an sich und küsste mich mit größter Vorsicht und Liebe.

„Sicher? Man, ich freue mich, ich bin total erschlagen. Ich liebe dich so doll, so unendlich und dann das. Du machst mich zum glücklichsten Mann der Erde.“

Noch ein Kuss und eine zarte Umarmung. Leise stichelte ich, dass ich nicht aus Zucker bin und auch nicht krank, nur schwanger. Er lachte laut auf und hob mich hoch, trug mich ins Wohnzimmer und setzt mich auf den großen Sessel.

„Papa, Jungs, wir müssen was ändern, das kleine Zimmer neben unserem Schlafzimmer muss anders eingerichtet werden. Lasst es erst einmal frei. Es wird unser Babyzimmer. Wir erwarten ein Baby.“

Es war für eine halbe Stunde ein völlig irrer Haufen und auch meine Tochter hatte ihren Anteil daran. Nie hätte ich gedacht, dass diese Nachricht solch eine Stimmung hervor rufen könnte. Besonders sein Vater hat mir die Tränen in die Augen getrieben.

Er kniete vor mir, nahm mein Gesicht in seine rauen Hände und küsste mich leise auf jede Wange.

„Schatz, wenn du irgendwas brauchst, egal was, ruf uns. Wir werden immer für dich da sein. Endlich habe ich noch eine Tochter.“

Ich konnte nur an seiner Schulter weinen. Vor Glück weinen. Ich habe eine Familie, eine wirkliche Familie und alles hat sich zum Guten gewendet.

Max unterbrach das Gewirr und mit tiefer Stimme meinte er.

„So, jetzt ist Schluss. Feiern können wir später. Wir haben noch viel zu tun. Ilona, du wirst dich ausruhen und uns machen lassen. Kriegen wir schon hin,“

„Glaubst auch nur du, du großer, lieber Quatschkopf. Ich bin schwanger, aber nicht krank und außerdem Ärztin. Weiß schon, was ich mir zutrauen kann und einer muss euch Riesen doch versorgen.“

Der Tag lief gut, ich holte für die Bande Dönerteller mit extra viel Fleisch und genügend Salat und Brot. Tina war eine große Hilfe, verlor aber dann das Interesse und verzog sich in unser Schlafzimmer und spielte dort mit ihren Puppen. Es war das Zimmer, dass Max schon vorher alleine eingerichtet hatte.

Gegen 15 Uhr kam seine Mutter mit einem Blech voller Kuchen und einem breiten Lächeln. Das war nicht geplant, aber dadurch bekam ich noch mehr Ahnung, wie es in dieser Familie so lief. Natürlich hatte sein Vater sie angerufen und ihr die frohe Botschaft überbracht und was würde ein Mutter machen, eine Kuchen backen, ihn einpacken und die paar Kilometer zu ihren Lieben fahren.

Auch wenn ich sie noch nicht so gut kenne, war mir klar, dass ich jetzt ganz sicher zur Familie gehöre und ich war total glücklich.

Wir saßen auf der Terrasse, eingepackt in Decken und sie strahlte.

„Wissen es deine Eltern schon?“

„Nein und es geht sie auch nichts an. Wir hatten eine schlimme Auseinandersetzung und es fielen viele böse Worte. Ich will mit meinem Vater nichts mehr zu tun haben.“

„Mädchen, aber es sind deine Eltern. Sprich wenigstens mit deiner Mutter. Versprich mir das.“

Ich dachte nach und dann musste ich nicken, ja, ich würde meine Mutter anrufen und mit ihr sprechen.

Max`s Mutter strich mir über die Hand und wir widmeten uns anderen Dingen. Irgendwann muss ihr eine Frage eingefallen sein.

„Kind, was wird nun mit deiner Stelle in der Praxis von Dr. Walter? Kannst du da noch einsteigen?“

„Ja, ich werde Anfang des Monats dort als seine Partnerin einsteigen. Er weiß schon Bescheid. Die Übernahme der Praxis wird sich dann verschieben. Er wird noch ein Jahr länger arbeiten. Wir haben dazu telefoniert und ich freue mich, freue mich auf das Baby und auf die neue Aufgabe. Außerdem habe ich da so meine Ideen. Aber eins nach dem anderen. Mama, ich möchte deinen Sohn glücklich machen, so glücklich, wie ich bin und dazu gehört auch, dass ich ihn vor den Traualtar zerren werde und ihn für immer an mich binden werde.“

„Ja, ich glaube, dass wird ihm gefallen und zerren musst du ihn da nicht. Sagt nur Bescheid, wann. Ja, vergiss das nicht, Liebling.“

Die Männer waren fleißig und bald waren die Möbel aufgestellt, ein Teil der Kartons waren schon beseitigt und sie saßen zusammen im Wohnzimmer und tranken noch ein Bier. Wirklich nur ein Bier. Ich saß auf dem Schoß meines Mannes und Tina bei Opa. Es wurde rum geflachst.

„Junge, denke daran, dass du Ilona, bald einen Antrag machst. Ich glaube nicht, dass sie mit ganz großem Bauch heiraten will und mein Enkelkind soll meinen Namen tragen. Oder muss ich einen deiner Brüder bitten? Ach, geht ja nicht, sind ja schon alle unter der Haube. Du bist aber der Schnellste. Bei ihnen hat es mit den Enkeln länger gedauert. Hut ab, Kleiner.“

Alles lachte, ich auch und das nicht irgendwie gedemütigt, nein, fröhlich und aus ganzer Seele.

Die Hähnchen waren noch richtig warm und es schmeckte allen gut. Ich muss in der Zukunft etwas mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, aber jetzt ist nicht die Zeit dafür.

Seine Mutter war schon vorgefahren und die Männer verabschiedeten sich und die Umarmungen waren warm und jetzt etwas vorsichtiger. Ich musste fast lachen. Tina wollte noch mal in unseren Bett schlafen und mit etwas Ärger stimmte ich zu und Max brachte sie ins Bett und ich sah ihnen von der Tür aus zu.

Als wir im Wohnzimmer saßen und ich mich an ihn kuschelte, überkam mich eine warme Müdigkeit und ich küsste meinen starken Mann.

„Schatz, eigentlich müssten wir reden, aber ich bin müde. Gestern war ein harter Tag, die Nacht war kurz und heute Abend möchte ich nur in deinen Armen liegen und träumen. Von einer glücklichen Zukunft mit dir und den Kindern träumen. Lass uns an einem anderen Tag reden. Es ist alles in Ordnung und du weißt, dass ich dich liebe, mit allem was ich habe, liebe.“

Max zog mich noch ein bisschen näher zu sich und ich lag an seiner Brust.

„Schlaf und träum von uns. Ich bin bei dir und werde es immer sein. Sei dir da sicher. Ich liebe dich sehr.“

Seine streichelnde großen Hände versetzten mich in einen leichten Schlaf und ich versank in schönen Gefühlen. Ich weiß nicht, wie ich ins Bett gekommen bin. Wahrscheinlich hat mich Max ins Bett getragen und vorher bis auf meinen Slip ausgezogen. Die Woche in Hamburg und der Tag hier haben mir ganz schön zugesetzt. Und ich habe viel zu lange geschlafen, aber es hat mir sehr gut getan.

Ich wusste, dass Max heute zur sogenannten Mittelschicht zur Arbeit muss und wollte eigentlich Morgens noch etwas mit ihm schmusen und …..

Aber es war auch so schön. Auch wenn es nur recht kurz war. Max und Tina hatten schon gefrühstückt und wuselten herum, als ich mich endlich aufgerafft und an den Frühstückstisch gesetzt hatte. Auf meine Bitte hin rückte Max mir noch eine paar Kartons zurecht, so dass ich nach dem Frühstück und seinem Verlassen des Hauses noch dies und das einräumen kann.

Dann musste er los. Auch wenn es heute sicher nicht voll war, brauchte er für die gut 30 km zur Wache in der kleinsten Landeshauptstadt der BRD, nach Schwerin, gut eine halbe Stunde. Und Pünktlichkeit ist für ihn eine selbstverständliche Pflicht.

Beim Abschied fragte er mich, ob ich ihn am Montag nach Schichtschluss abholen und mit ihm noch ein wenig bummeln gehen möchte. Eigentlich hätte ich ihn sicher zu Hause erwartet und mit ihm gekuschelt, aber seinen bittenden Augen konnte ich mich nicht verschließen und nickte.

„Pass auf dich auf und denk an mich. Sollte es hektisch werden oder etwas passieren, schreib ich dir. Sonst sehen wir uns um 16 Uhr, nein 16.15 Uhr zum Eis im Schloßpark Center. Wenn wir Lust haben, gehen wir noch zum Abendessen. Mach dir also keinen Stress. Du weißt, ich liebe dich.“

Langsam fuhr er mit seinem bestimmt schon einige Jahre alten SUV die Auffahrt runter und hupend bog er auf der Anliegerstraße in Richtung der Innenstadt ab. Tina lief mit mir an der Hand zum Postkasten, der natürlich leer war. Nicht mal Werbung. Aber ich war nicht böse.

Auch wenn es ohne Max ein wenig einsam war, ging ich noch mal durch das Haus, sah mir die Räume an und roch die neuen Möbel. Ja, ich hatte entschieden, so gut wie gar Nichts aus meinem alten Haus mit in meine neue Heimat mit zu nehmen. Nur einige kleine Erinnerungsstücke, eigentlich recht wertvolle Stücke aus dem Erbe meiner Großeltern waren mit hierher genommen worden. Schon das hatte einen Wutanfall meines Ex hervorgerufen. Wenn ich nicht Max und seinen Vater bei mir gehabt hätte, wäre es wohl noch blöder geworden. Auch wenn mein Ex nicht zu den kleinen Menschen zählt, sind Max und auch sein Vater ein anderes Kaliber.

In Gedanken vertieft begann ich mit dem Auspacken der Kartons. Tina war noch sehr gut drauf und reichte mir unter munterem Geplapper die Sachen zu und ich verstaute sie in den nun aufgebauten und aufgestellten Schränken. Natürlich habe ich im Zimmer von Tina angefangen, nicht ganz uneigennützig. Immerhin wollte ich das Schlafzimmer wieder für uns alleine haben.

Wir waren mit ihren Sachen fertig und Tina wollte noch ein wenig mit ihren Sachen spielen. So konnte ich uns eine Kleinigkeit zum Mittag machen und freute mich, dass sie reinhaute. Abräumen, Geschirr spülen und in den großen Geschirrspüler stapeln.

Das Wetter war gut und so animierte ich meinen Schatz zu einem kleine Spaziergang. Ich nutze es zu einem ersten Gang zu der Kindereinrichtung, in die Tina ab Anfang des nächsten Monats gehen wird. Ja, ich haben sofort einen Platz gekommen, da ist die Stadtverwaltung sehr schnell gewesen. Es ist nicht so einfach, eine Hausarzt hier festzuhalten, ich selber war schon zweimal dort und Tina wusste auch, dass sie wieder in den Kindergarten gehen wird, war aber nur einmal an dem Gebäude vorbei gefahren.

Was mir auf dem Weg dort hin aufgefallen ist, waren die Nachbarn, die mich zwar neugierig musterten, aber immer höflichst grüßten. Tina ist nun wirklich nicht kontaktscheu, aber sie blühte hier richtig auf und sie kannte wohl auch schon einige Leute. Sicher ist sie mit Max hier schon unterwegs gewesen. Ab und zu machte sie mich auf einen Hund oder auf ein Kind aufmerksam.

Auf dem Rückweg wurde ich kurz vor meinem Haus von einer jungen Frau angesprochen, die mich fragte, wann ich in der Praxis anfangen würde. Daraus entwickelte sich ein netteres Gespräch, in das sich dann auch ein Mann, ich nehme an ihr Ehemann einklinkte. Er gefiel mir nicht so, seine Augen waren da, wo es sich nicht unbedingt gehört. Ich nahm mir vor, vorsichtig zu sein.

Nach einer kleinen Tasse Kaffee machte ich weiter und hatte bald alle Kartons ausgepackt und die Sachen verstaut. Langsam wurde es meine Wohnung, mein Zuhause. Glücklich nahm ich mein Telefon und las die Nachricht von Max. nur ein Liebesgruß und dann war es soweit. Tina schlief in ihrem Zimmer und ich startet zum ersten Mal den neu eingebauten Elektrokamin. Auch wenn es dazu eine kleine Auseinandersetzung mit Max gegeben hat, weil er eine richtigen Kamin wollte, fand ich den dann doch bestellten und eingebauten Kamin als die bessere Lösung. Kein Dreck, kein Staub und kein Holz, das man schleppen muss.

Und so saß ich an das Sofa gelehnt auf dem Teppich und sah in die Flammen, in die künstlichen Flammen. Und ich stellte fest, dass es sich gelohnt hat, etwas mehr auszugeben. So in aller Ruhe vor den Flammen träumend, sah ich mein Leben, mein bisheriges Leben vor mir ablaufen wie eine längerer Spielfilm.

Meine Kindheit in einer sehr großen Villa in einem der exklusiven Stadtteile der Großstadt Hamburg. Sah meinen strengen, fast nie anwesenden Vater, der meine Mutter aus meiner heutigen Sicht schlecht behandelte und wohl schon dort seine Affären hatte. Er, der Herr Dr. und später Professor der Medizin, erst einer der erfolgreichen Chirurgen und dann der Chefarzt der großen Klinik. Immer mehr als gut gekleidet und immer sehr kurz angebunden, wenn er mit Mama oder mir sprach. Und trotzdem hat er mich nicht sehr positiv beeinflusst. Ja, heute weiß ich, dass ich eine verwöhnte arrogante Zicke war. Immer der Mittelpunkt einer Gruppe Gleichgesinnter. Party und schon mit 18 Jahren eine super Sportwagen und natürlich eine gute, aber hinterhältige Schülerin und meine Lehrer wussten, wer mein Vater war. Zu diesem Zeitpunkt bildete ich mir viel auf meine Abstammung ein und die Einzigen, die mich manchmal bremsten, waren meine Mutter und besonders meine Oma, Vaters Mutter, die sich nur sehr wenig um ihren Sohn kümmerte.

Aber sie hatten wenig Erfolg. Natürlich studierte ich Medizin und da ich nicht dumm bin, mit Erfolg. Alles bis ich auf Station eine junge Frau kennen lernte, die mit schweren Verletzungen des Unterleibes eingeliefert und sich einer Totaloperation unterziehen musste. Bei einer Untersuchung, die ich im Auftrag des Stationsarztes selbstständig bei ihr vornehmen musste, spuckte sie mich fast an und flüsterte mir nur zu, dass ich aufpassen solle, dass mir nicht auch mal so etwas passieren würde.

Ich sah sie wohl so ungläubig an, dass sie lachte.

„Ja, ich habe auch mal Medizin studiert. Leider sind meine Eltern nicht so reich, wie deine. Mein Vater ist nur einfacher Hafenarbeiter und hat sich jeden Cent vom Munde abgespart, um mir meinen Traum zu ermöglichen und dann bin ich dumme Kuh auf eine deiner Gleichen reingefallen. Party und dann ein paar Aufputschmittel aus Apotheke der Klinik. Und als der Diebstahl raus kam, war ich es natürlich, nicht die Kinder der angesehenen Ärzte und Juristen. Raus aus dem Studium und tablettenabhängig. Meine Vater arbeitete noch härter, um die Klinik zu bezahlen, die mich entgiftete. Und dann kamen meine angeblichen Freunde und ich war noch mal eine dumme Kuh und ließ mich mitreißen und jetzt liege ich hier, werde nie Kinder kriegen und habe keine Ausbildung. Und deinesgleichen lacht über mich.“

Sie weinte und mir brach es fast das Herz. Aber es war noch nicht genug Erkenntnis. Mein Studium lief gut, der Abschluss war ok. Den Wunsch meines Vaters zur Spezialisierung auf Chirurgie wollte ich nicht erfüllen und so ging ich zuerst auf die Kinderstation und dann auf die Innere.

In dieser Zeit lernte ich einen jungen Arzt kennen, der mir sehr hinterher stieg. Und ich war die dumme Kuh und mit dem Segen meines Vaters, der sich sehr gut mit Ken verstand, heirateten wir. Ich war fast dreißig, als meine Tochter geboren wurde und gleichzeitig meine Ehe den Bach runter ging. Ken war jetzt Stationsarzt und musste viel arbeiten, viele zusätzliche Schichten und Nächte. Nur nicht mit mir, nein, mit Schwestern und was besonders schlimm war, mit Schwesternschülerinnen.

Ich saß mit meiner Tochter in unserem Haus und begann mich zu hassen. Wenn Bettina nicht gewesen wäre, weiß ich nicht, wo ich gelandet wäre. Ich nahm mein Leben in die eigene Hand und hatte noch mehr Pech. Ja, der Job lief gut, aber mein Ehemann wurde zum Teufel. Als ich ihn mit der Kinderfrau erwischte, machte er einfach weiter, fickte er sie einfach weiter und lachte mich auch noch aus. Später sagte er nur, dass richtige Männer es einfach brauchen und er sei ein richtiger Mann.

Und dann traf ich den richtigen Mann und ich war verheiratet. Max machte nach seiner Armeezeit eine Umschulung und hatte schon die Ausbildung zum Feuerwehrmann erfolgreich abgeschlossen und jetzt war er dabei eine anschließende Ausbildung zum Rettungssanitäter an unserer Klinik zu absolvieren. Wir fuhren einige Einsätze zusammen und ich war hin und weg von diesem Hünen, der immer mehr als höflich, nett und einfach süß war. Seine Augen glühten, wenn er mit mir sprach, nein, er flirtete nicht übermäßig mit mir, aber ich wusste, dass er meinen Zustand erkannte und auch dass mein Mann auf seiner Station als das bekannt war, was er ist, ein furchtbarer Verführer, ein Schakal auf der Jagt nach Frauen. Max wurde nie anzüglich, versuchte nie, meine Zustand auszunutzen und trotzdem wusste ich, dass er mich genau so begehrte wie ich ihn.

Eines Abends, nach einem sehr anstrengenden Einsatz mit dem Notfallteam, nahm er mich in den Arm und der Kuss, den er mir raubte, machte mich zu Wachs, flüssigem Wachs. Dann stellt er mich wieder auf die Füße und sprach mit fast versagender Stimme.

„Ich werde dich immer lieben, werde ich nie vergessen, aber es ist für uns besser, wir sehen uns nie wieder. Ich will keine verheiratete Frau verführen. Aber ich bedaure es unheimlich. Ich wünsch dir viel Glück und die Kraft, dich aus dieser Ehe zu befreien,“

Er strich mir mit seiner großen Hand zart über das Gesicht, den Hals und die Schulter.

„Meine Prinzessin, schön und unerreichbar.“

Dann war er weg und ich sah ihn nicht wieder. Ich war vollkommen niedergeschlagen und dann kam der nächste Tiefschlag. Meine Oma erlitt eine Schwächeanfall und dadurch eine Unfall. Die Verletzungen die sie bei diesem Autounfall erlitt, waren schwer und ich bin keine schlechte Ärztin und sah, dass es ein riesiges Wunder wäre, wenn sie gesund werden könnte und sie wusste es.

Ich saß an ihrem Bett und sah sie sterben. Ja, es gehört auch zu meiner Arbeit, Menschen sterben zu sehen und ich hatte sicher gelernt, eine solche Situation nicht zu dicht an mich ran zu lassen, aber es ist etwas ganz anderes, wenn ein Mensch erlischt, den du aus tiefsten Herzen liebst. Sie hielt meine Hand und drückte sie mit der ihr noch verbleibenden Kraft und zog mich dicht zu ihr.

„Liebling, du bist eine starke Frau, viel stärker als deine Mutter. Trenne dich von diesem Bastard von einem Mann, bevor es zu spät ist. Ich bitte dich. Ich gebe dir die Möglichkeit.“

Zwei Stunden später war sie bei ihrem Ehemann und ich war am Boden verstört. Mein Vater, ihr Sohn, war noch mehr am Boden, als er bei der Testamentseröffnung erfuhr, dass er nur den Pflichtteil in Geld erhielt und ich den Rest. Neben dem Haus in guter Lage einen Batzen Geld.

Das Erbe wurde das endgültige Grab meiner Ehe. Ken wollte, dass wir in das Haus meiner Großmutter einziehen. Subtil war er nicht gerade, als er verlangte, dass wir als Ehepaar ins Grundbuch eingetragen werden. Den lauten Streit werde ich nie vergessen. Zum Schluss musste ich lachen.

„Arschloch, ich werde das Haus verkaufen und das Geld für meine Tochter weglegen. Du wirst nicht einen Pfennig von dem Erbe bekommen. Du würdest es doch nur mit deinen Huren um die Ecke bringen,“

Man war ich sauer und dann hatte ich doch nicht den Mut, den nächsten Schritt zu gehen. In unserem Haus, nicht dem Haus meiner Oma, war es kalt und es gab keine Liebe mehr.

Meine Kleine wurde drei und ich fuhr mit ihr in ein Ferienhaus an der Ostsee, das einer Freundin gehörte und blieb dort eine Woche, genoss das Zusammensein mit ihr ohne die ständige stressige Schicht im Krankenhaus mit den mitleidigen Blicken des Personals. Schönes warmes Wetter und ein schöner weißer Strand mit einem richtig flachen Ufer. Tina liebte es, mit großen Schritten in die Fluten zu laufen und sich in die Fluten zu werfen. Das Gekreische und Lachen erhellte meine Stimmung und ich war zum ersten Mal seit langer Zeit längere Zeit glücklich.

Und in dieser Zeit wuchs meine Entschlossenheit, meine Situation grundlegend zu ändern. Ja, ich würde mich von Ken trennen und ja, ich würde für mich und meine Tochter eine neue Heimat suchen und wenn es sein muss, auch außerhalb der Stadt Hamburg. Beruflich sah ich in der Klinik mit Ken keine Zukunft, da er wohl bald weiter aufsteigen würde. Vater agierte schon lange im Hintergrund. Auch ein Wechsel an eine andere Klinik im Raum Hamburg schien mir nicht sinnvoll. Ich kann mir vorstellen, dass jeder Klinikchef nach der Durchsicht meiner Bewerbung den Herrn Professor anrufen würde. Nein, das war das größte Problem in meine Überlegungen.

Leider geht jeder Urlaub mal zu Ende und wir machten uns einigermaßen erholt auf den Heimweg. Natürlich am späten Sonntag Abend. Alles lief reibungslos bis sich vor mir ein schrecklicher Unfall ereignet. Ich bekam meinen Wagen noch rechtzeitig zum Stehen und auf dem Seitenstreifen.

Ja, ich bin Ärztin und ich habe einen Eid geschworen und werde ihn niemals brechen. Also nach meiner Tochter geschaut, die in ihrem Sitz immer noch schlief, die beiden hinteren Scheiben ein wenig geöffnet, damit genügend Frischluft ins Auto kommen kann und dann zum ersten, nächsten Unfallwagen gelaufen und erste Hilfe leisten. Ich kann ja verstehen, dass viele Menschen Angst haben, bei der Hilfe etwas falsch zu machen, aber ich bin ausgebildet und habe mehr als eine Rettungseinsatz als Notärztin gefahren. Beim zweiten Wagen war aber auch ich am Ende meines Lateins. Ich konnte die Notfalltasche des Autos nicht sofort fingen und die junge Frau drohte zu verbluten. Mein Gürtel und ein nicht zu schwacher kleiner Stock waren zum Abbinden des Beines ok. Ich weis, ich hätte weiter suchen können, aber ich entschied mich anders und riss mir die Bluse vom Körper und habe damit ihren Kopf verbunden.

Ich hielt sie in den Armen, als endlich die ersten Rettungswagen eintrafen. Es begann wie immer hektisch und dann nahmen zwei kräftige Arme meine Patientin hoch und legten Sie auf eine Trage. Ich war noch so aufgeregt und stammelte.

„Ich bin Ärztin. Sie hat eine offene Beinverletzung mit Arterienverletzung. Seit ungefähr 5 Minuten abgebunden. Offene Schädelverletzung, offene Haut. Mehr weis ich nicht.“

„Ich weis. Ilona. Ich weis. Alles gut. Wir übernehmen. “

Eine tiefe Stimme, die mich erzittern ließ. Ich sah auf und sah in das Gesicht von Max. Max in Uniform. Mir wurde leicht schlecht. Passiert, wenn man nach einem Adrenalinstoß runter kommt. Ich lehnte mich an den Wagen und sah ihm hinterher. Die Patientin wurde in den Wagen geschoben und der fuhr mit hoher Geschwindigkeit los. Es war der Seitenstreifen neben dem Unfall frei. Ich zwang mich aufzustehen und zu meinem Wagen zu gehen. Dabei schwankte ich wohl ein wenig. Eine junge Polizistin stützte mich und half mir in den Wagen. Tina wurde wach und sie setzte sich kurz zu ihr auf den Rücksitz und beruhigte sie.

Ich trank eine halbe Flasche Wasser, die im Fahrzeug stand und drehte mich zu meiner Tochter. Mein Anblick muss sie wohl an das Baden erinnert haben und sie fragte, ob wir wieder schwimmen gehen. Ich sah an mir runter und musste bald lachen. Mein leichter BH war nicht mehr weis sondern vorne rot vom Blut der Frau. Es war aber nicht nur dort hingelaufen. Meine Kleidung konnte ich wegwerfen, denn so schnell würde ich sie nicht ins Wasser bekommen.

Es dauerte noch über ein Stunde bis sich langsam die Situation bereinigte. Tina wurde langsam ungeduldig. Versucht mal eine Dreijährige über ein Stunde im Auto zu beschäftigen. Und dann wurde die Beifahrertür geöffnet und eine große Gestalt setzte sich dort hin. Max saß dort und lächelte.

„Es geht ihr entsprechend gut. Sie wird gerade operiert. Soll ich fahren oder kannst du?“

„Aber es ist doch noch nicht freigeben.“

„Nein, aber Rettungskräfte dürfen durch und du hast einer Frau sicher das Leben gerettet. Du darfst.“

„Fahr du, wenn du nicht mehr im Einsatz bist.“

Er stieg wieder aus, ging um den Wagen und sprach kurz mit einem Polizisten, setzte sich auf meine Sitz und richtet sich ein. Man, hat der Kerl eine Ruhe.

Mit offenen Fenster fuhr er los und die Polizei winkte ihn durch. Vor der Unfallstelle beschleunigte er und fuhr bis zur nächsten Abfahrt und von der Autobahn ab und wieder auf die Gegenfahrbahn. Ich war so mit Tina beschäftigt und merkte nicht, dass wir von der Autobahn abfuhren und auf kleineren Straßen fuhren und dann vor einem großen Einfamilienhaus hielten. Max stieg aus, nahm Tina aus ihrem Sitz und ging mit ihr auf die Haustür zu, die sich wie von Geisterhand öffnet und einem älteren Mann Platz machte. Er kam auf meinen Wagen zu.

„Komm Mädchen, du brauchst ein Bad und ein gutes Abendbrot. Wir beißen nicht und sind auch keine Verbrecher, nur die Eltern von Max. Nun komm nur, meine Frau wird sonst böse und das kann ich mir nicht leisten.“

Dabei lachte er leise. Und ich ging an seiner Seite ins Haus. Eine schon etwas ältere Frau mit leicht grauen Haaren reichte mir einen Bademantel und ich hörte meine Tochter lachen und kreischen.

„Soll sie auch gleich baden oder willst du dich erst alleine fertig machen? Hier ist das Badezimmer. Lass dir Zeit.“

Ich duschte ausführlich und fühlte mich bis auf viele Fragen erst einmal sauber und der Stress fiel von mir ab. Mit dem Bademantel fest um mich gezogen, ging ich in die Küche, aus der immer noch das Lachen meiner Tochter erklang. Nicht mehr so laut wie vorher, aber immer noch aus voller Kehle. Dann sah ich sie, sie saß auf dem Schoß von Max und das Hemd von ihm war total eingesaut. Voller Essensreste und er grinste über das ganze Gesicht. Und seine Eltern waren nicht untätig.

Ein Bild für Götter. Ich kann mich nicht an einen Augenblick erinnern, an dem mein Mann und ihr Vater so mit ihr getobt hat. Als ich darum bat, mir einen Koffer aus dem Auto zu holen, meinte sein Vater nur, dass sie schon im Gästezimmer stehen. Max wies mir den Weg und anschließend musste ich wieder duschen. Die Essensreste wurden zwischen uns zerrieben und ich war so scharf auf diesen Mann, dass ich alle Gedanken an meine Ehe beiseite schob und ihm mit geöffneten Bademantel ansprang. Er hat sich nicht gewehrt und mich nur fest in die Arme genommen. Nein, wir haben da noch nicht miteinander geschlafen, aber ich hätte nichts dagegen gehabt.

Nein, ich habe mir nach einigen Minuten Sachen aus dem Koffer gesucht und bin noch mal duschen gegangen. Ich muss wohl eine roten Birne gehabt haben, als ich wieder in die Küche kam und meine schon saubere Tochter auf den Schoß ihrer „Oma“ vorfand. Großen Hunger hatte ich nicht. Trotzdem musste ich ein wenig essen. Dann schlief ich mit meiner Tochter im Arm in einem etwas zu weichem Bett. Na, ihr wisst wahrscheinlich, dass Kinder recht unruhig schlafen, also konnte ich von ihm träumen. Reine Wachträume, aber schöne.

Wir haben am nächsten Tag den Rest der Fahrt nach Hamburg mit einem Paket für uns erledigt. In meiner Handtasche lag ein Zettel mit allen notwendigen Daten von Max. Meine Tochter plapperte die ganze Zeit von Max und seine Eltern. Mein Mann, ich meine, mein Ehemann, hat natürlich von den neuen Bekannten von Tina Kenntnis erhalten. Sie konnte einfach nicht aufhören zu plappern.

Ich sehe noch heute sein zur Wut verzehrtes Gesicht, als ich ihm sagte, er soll die Schnauze halten. Er hätte genug Dreck am Stecken und ich würde mir auch einen Liebhaber suchen, dann habe ich gelacht und ihm gesagt, dass ich ihn schon gefunden habe.

So begannen meine immer regelmäßiger werdenden Ausflüge in die kleine Stadt im Norden von Westmecklenburg. Nein, wir habe nicht beim ersten Besuch miteinander geschlafen, aber sehr viel geküsst. Es ist nicht leicht, die Dienstpläne von uns unter eine Hut zu bekommen, aber dann war es endlich so weit, ich lag auf seinem Bett und er nahm mich erst mit seinem Mund, dann mit dem Mund und den großen Fingern und dann ritt ich ihn wie eine Verrückte. Ja, er ist entsprechend seine Größe auch recht gut bestückt und es war gut, dass er mich davor gut vorbereitet hat. Aber ich liebe es, wenn er mich gut weitet und ich jede Ader, jedes Stück seines Harten spüre.

Und ich war zunächst sehr erstaunt, wie zärtlich er mit seine großen Händen sein kann, aber ich liebe es.

An einem schönen Morgen, nach einem Ritt in die Morgensonne, fragte er mich dann, ob ich nicht zu ihm ziehen wolle. Er liebe mich so sehr, dass er immer mit mir zusammen sein wolle. Ich lachte und dann wurde ich sehr ernst.

„Willst du wirklich mit mir alter Frau und mit meiner Tochter zusammen leben? Du weist, ich bin fast 5 Jahre älter und meine Tochter wird bald fünf. Und eigentlich möchte ich noch ein Kind.“

Max kann so schön lächeln und das tat er.

„Das du älter bist, habe ich noch nie gemerkt, du kleine Wildkatze, und ist mir auch egal. Ich liebe dich so wie du bist. Und deine Tochter liebe ich auch. Also noch mal, kommt zu mir.“

„Würde ich gerne, aber was mache ich hier, was soll ich arbeiten.“

Am Frühstücktisch sah er mich an.

„Wir haben in Schwerin auch große Kliniken, aber ich glaube, du wärst eine gute Hausärztin. Du kannst mit Menschen gut umgehen, bist eine gute Ärztin und das würde einige Probleme mit den Schichten vermeiden. Ich weiß, dass Dr. Walter einen Nachfolger für seine Praxis sucht. Überleg es dir. Deine Ehe ist doch längs beendet und wenn du hier Hilfe brauchst, wir sind alle für dich da und ich hätte endlich die Frau meiner Träume für immer bei mir.“

Es endete mal wieder in seinem Bett. Manchmal habe ich Angst, dass ich mich total mit diesem Mann verliere.

Zwei Wochen später saß ich in der Praxis von Dr. Walter, einen sehr ruhigen Endsechziger, ihm und seiner Frau gegenüber. Wir hatten uns über zwei Stunden intensiv unterhalten und ich hatte mich entschlossen. Ja, ich würde seine Praxis nach einem Jahr der gemeinschaftliche Arbeit übernehmen und ihn entweder auszahlen oder eine monatliche zusätzliche Rente zahlen. Auszahlen wäre aber meine erste Priorität.

Dann ging es alles sehr schnell. Die Scheidung wurde eingeleitet und da ich es mir leisten kann, die richtigen Anwälte zu bezahlen, beschleunigt. Spätestens in einem Jahr ist dieses Kapitel meines Lebens beendet.

Der Vertrag mit Dr. Walter ist unter Dach und Fach. Mein Job gekündigt und ich bin dabei, eine Unterkunft für uns in dem kleinen Städtchen zu finden. Die Frau Bürgermeister war da, wie auch bei der Suche nach einem Kindergartenplatz, eine gute Hilfe. In einem persönlichem Gespräch hatte ich ihr meine Vorstellungen erklärt und sie fand einen großen Bungalow, nein, ein Haus im Bungalowstil, dass nicht nur erschwinglich sondern auch noch fast neu war. Was für mich ein Glück war, war für die Bewohner sicher auch ein Glück, aber nur wegen der Finanzen. Der Bau hatte die Ehe zerstört.

Max sah mich etwas verstört an, als ich ihm das Haus zeigte und den Preis nannte. Auch wenn das Haus seiner Eltern fast genau so groß, war der Preis für das neue doch sicher für ihn schrecklich. Seine Frage, ob wir es uns denn leisten können, hat mich fast zum Lachen gebracht. Doch halt. Rechtzeitig erkannte ich, dass ich ihn mit dem Geld, dass ich durch das Erbe besaß, auch überlasten kann. Ja, er ist ein Mann, ein richtiger Mann und muss erst langsam an die neue Situation gewöhnt werden und ich will ihn nicht verärgern, auf keinen Fall soll er sich erniedrigt fühlen.

„Max, Liebling, du weißt doch, dass meine Oma mir ein Haus in Hamburg vererbt hat, das ich verkauft habe. Denke bitte daran, dass ein Haus in Hamburg in guter, ja, sehr guter Lage, einen auch sehr großen Wert darstellt. Das Geld liegt jetzt auf meinem Konto und deckt den Preis für unser Haus mehr als vollkommen. Ich will es für uns kaufen. Es soll unser Haus, unser Nest werden, in dem ich mit dir und nur mit dir glücklich bin. Lass es mich kaufen bzw bezahlen. Wenn du willst, kannst du gleich mit kaufen und im Grundbuch stehen.“

Er sah das ein, wollte aber nicht mit ins Grundbuch. Schmunzelnd dachte ich mir, wir werden das klären, wenn ich dich geheiratet habe. Du entgehst mir nicht.

Es war Alles fertig, unsere Sachen waren gepackt. Der Großteil war schon zu unserem neuen Heim transportiert. Das Haus gekauft und dann stand die letzte Woche in Hamburg an. Tina war erst bei den Eltern meines Schatzes und wenn Max etwas Ordnung in das Chaos gebracht hat, würde sie mit ihm in unserem neuen Zuhause auf mich warten.

Eine anstrengende Woche lag vor mir. Alles voll mit Terminen. Es begann schon Montag, meinem letzten Tag in der Klinik. Nein, arbeiten musste ich nicht mehr, aber noch einige Sachen erledigen und dann Abschied von meiner Abteilung nehmen. Ja, sicher, meine Kolleginnen und Kollegen wussten, dass ich zu meinem Liebhaber in die Provinz ziehe, aber nicht, was ich dort machen werde. Geht sie auch nichts an.

Dienstag noch eine Besprechung mit meinen Anwälten wegen des am Mittwoch stattfindenden Termin vor dem Familiengericht und dann sollte meine Ehe Geschichte sein und ich als freie Frau in die Arme meines Geliebten gleiten.

Vorausschauend haben wir für den Donnerstag einen Termin mit einem Notar wegen der Überschreibung meines Anteils an dem Haus in Hamburg reserviert. Ja, mein Ehemann wird mir die Hälfte zu einem guten Preis abkaufen. Dafür bekommt er keine Cent unseres Ersparten und muss noch tief in die Tasche greifen, da er ein kostspieliges Leben führt und ich ihn richtig ausgenommen habe. Keine Gnade. Ich spare und er wirft sein Geld seinen Huren in den Rachen. Nein, er musste sich keine Frauen kaufen, aber er musste wie ein reicher Mann leben und angeben. Wirklich gute Anwälte.

Abends saß ich in meinem Zimmer im Hotel und telefoniert gerade mit meiner Tochter und meinen zukünftigen Schwiegereltern, als ich eine Nachricht von Ken bekam. Er wolle noch mal über die Finanzen verhandeln. Meine Antwort war kurz.

„Wir sehen uns mit unseren Anwälten vor dem Gericht.“

Und das taten wir. Hätte er seine Absichten nur mit seinen Anwälten besprochen, so wie ich es kurz vor dem Termin gemacht hatte. Es gab meinen Anwälten die Möglichkeit, die Aufstellung der Buchprüfer auszudrucken und mitzunehmen.

Der Termin dauerte länger und endete mit einer vollkommenen Niederlage, nicht meiner. Die Ehe ist geschieden, die Regelungen des Ausgleichs der Finanzen wurden bestätigt und mein Ex hatte einen Tobsuchtsanfall. Trotzdem war er zum Notartermin da, wenn auch nicht ganz nüchtern. Aber auch das Problem ist erledigt.

Dann nur der Abschied von meinen Eltern. Nachdem sich mein Vater nicht zurückhalten konnte, wollte ich es auch nicht und es wurden Worte gewechselt, die sich zwischen einer Tochter und ihrem Vater, na sagen wir lieber Erzeuger nicht gehören. Abschließend habe ich meiner Mutter gesagt, dass wir, also Max und ich immer einen Platz für sie haben, wenn sie sich endlich von diesem Monster befreien würde.

Übrigens habe ich am Freitag noch meinen Frauenarzt aufgesucht, nein einen Termin wahrgenommen und ich bin schwanger. Schon Anfang des dritten Monats und es ist Alles bestens, Wirklich, es ist alles bestens. Innerlich habe ich gejubelt und war mir sicher, dass Max auch jubelt. Was für eine Gefühl, sich da so sicher zu sein und mit sich selbst so in Einklang.

Ein paar Einkäufe, Ausloggen und ein Treffen mit der neuen Freundin, der ich nach ihrer Operation helfen konnte, verzögerten meine Abreise. Die neue Freundin, ihr erinnert euch an die junge Frau mit der Totaloperation. Ich habe sie später, viel später zufällig getroffen und konnte sie bei der Wahl ihres neuen Jobs unterstützen. Hätte sie sicher auch alleine geschafft, so war es aber einfacher.

Wir trafen uns dann öfter und freundeten uns an. Sie kennt meine ganze Geschichte und ich habe sie zu uns eingeladen. Ich hoffe, es klappt mit dem Besuch. Die Freundschaft war übrigens mein erster wirklich offener Ausbruch in die Welt der Normalos. Ja, meine anderen ehemaligen „Freundinnen“ stammen alle aus der „besseren“ Gesellschaft.

Ich wachte aus meinen Träumereien auf, räumte ein wenig auf, schaute nach meiner Tochter und ging ins Bett. Schade, dass Max nicht da ist. Wirklich schade. Solange ich mit Ken zusammen war, ich meine wirklich zusammen war, hatte ich nie dieses Gefühl der Leere, wenn er nicht in meinem Bett war. Jetzt sehnte ich meinen Max herbei. Nicht nur, um mit ihm sexuell intim zu werden, ja, das auch, aber auch, um mich am ihn zu schmiegen, ihn bei mir zu fühlen, ihn zu spüren, ihn zu riechen. Einfach, um ihn im Arm zu haben.

Am nächsten Tag habe ich Tina rechtzeitig zu ihre neuen Oma gebracht und bin dann zu meinem Treffen mit Max in Schwerin gefahren und ich hatte es richtig gemacht.

Max wollte mit mir alleine sein. Nicht, dass er meine Tochter nicht liebte, nein, er war mehr der liebevolle Vater als ihr leiblicher je gewesen ist, aber heute brauchte er mich alleine und er hatte schon gewählt. Er nahm mich in den Arm, begrüßte mich wie schon lange mit einem langen liebevollen Kuss, in aller Öffentlichkeit und schob mich dann in einen Juwelierladen. Ich liebte den Ring bzw die Ringe, die er ausgewählt hatte und wusste instinktiv, dass er an den Rand seiner Möglichkeiten gegangen ist. Ich würde ihm so gerne helfen, würde mir aber die Zunge abbeißen, bevor ich diesen großen starken Mann auch nur ein wenig beleidige, erniedrige oder auch nur kleine Schmerzen zufüge. Nein, ich liebte ihn noch ein wenig mehr, wenn dies überhaupt geht.

Tina holten wir erst am Mittag des nächsten Tages bei den Eltern ab und ich präsentiert ihnen stolz meinen Ring.

Der neue Job war so ganz anders als der Job in der Klinik, nicht weniger anspruchsvoll, aber ganz anders, zuerst konnte ich es gar nicht genau beschreiben, aber langsam merkte ich, dass ich zu den Patienten eine andere Bindung bekam, sie nicht mehr als eine Nummer sondern als Menschen mit sehr unterschiedlichen Ansichten und Bedürfnissen sehe. Es ist doch komisch, dass ich immer mehr Kenntnisse über ihr Privatleben hatte, die nichts oder nur wenig mit dem Grund ihres Besuchs in der Praxis zu tun haben. Was kleine Gespräche doch so alles verraten.

Einen Monat nach Rechtskraft der Scheidung nahmen wir uns vier Tage frei und heirateten in einer kleinen Runde. Nur seine Eltern, seine Brüder und deren Familien, meine neue, nun nicht mehr so neue Freundin mit einem Partner, der mir sehr gefiel und meiner Mutter. Nein, mein Vater hatte keine Zeit für solch einen „Quatsch“.

Jetzt bin ich richtig die Frau meines Max, ja, mein Max und wehe, eine Frau kommt mir in die Quere. Ich bin Ärztin und weiß, wo es weh tut.

Es war fast an meinem letzten Arbeitstag vor der Geburt unseres Sohnes, als ich eine schon recht betagte Dame in dem von uns betreuten Altersheim untersuchte und ihr ein leichtes Erkältungsmittel verordnete, als diese mir sanft über meine schon sehr gewölbten Bauch strich und lächelte.

„Schön, dass du hier bist. Du passt zu uns. Grüß mir deinen Max und pass auf ihn auf, einen Besseren bekommst du nie. Und viel Glück für euch alle.“

Ich weiß, ich soll nicht so emotional sein, aber mir liefen die Tränen. Sie hat so Recht und ich weiß es ganz sicher.



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