An Sandras Seite (Teil 07): Sandra ist heimgekommen (fm:Cuckold, 4523 Wörter) [7/7] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TrustYourWife | ||
| Veröffentlicht: Mar 23 2026 | Gesehen / Gelesen: 1824 / 1483 [81%] | Bewertung Teil: 9.24 (21 Stimmen) |
| Mit dem Zeh hat sie Temperatur getestet. Springen Sandra und Andreas jetzt in den Pool? | ||
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„Chris’ Frau. Sie war die Fotografin.“ Sandra schmunzelte. „Wusstest du nicht, dass er verheiratet ist?“
Mir stockte der Atem. „Warte – das war alles… mit seiner Frau?“
„Natürlich“, sagte Sandra, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. „Wir haben das zusammen geplant. Christian und ich haben uns ja vorher nur einmal getroffen, zum Essen. Da kam die Idee auf. Und dann haben wir alle gemeinsam über WhatsApp den Tag entworfen. Alles war eine einzige Inszenierung. Und du solltest nicht der Einzige sein, der sich sicher sein muss. Ich musste es mir auch sein.“
Ich starrte sie an. „Inszeniert! Aber du warst nackt. Und Chris hat dich berührt. Oder nicht?“
Sie nickte langsam. „Ja. Aber stell dir das vor wie eine Akt-Fotografie. Ich war ein Modell. Es war alles gestellt.“
„Aber du hast dich vor Chris ausgezogen. Du hast dich gezeigt. Du hast dich anfassen lassen. Wie war das für dich?“
Ein Glanz huschte über ihr Gesicht. „Ehrlich gesagt: Es war scharf. Und es hat Spaß gemacht. Es hat Spaß gemacht, mit Chris zu spielen. Es war ein schönes Gefühl, als ich merkte, wie Chris auf mich reagierte, wie ich ihn heiß machte. Es hat mich schon ziemlich angemacht, von diesem Mann begehrt zu werden. Als Frau begehrt zu werden. Es war geil, zu spüren, dass er mich wirklich ficken wollte.“
Ich lehnte mich zurück, atmete durch die Nase, mein Herz schlug schneller. Keine Angst. Eher Erleichterung. Und eine Art staunende Bewunderung. Doch in meinem Kopf blieb ein Detail hängen: Lisa.
„Und Lisa?“, fragte ich schließlich. „Sie hat all das mitgemacht. Sie hat zugesehen, wie Chris dich… wie er dich angefasst hat. Hat sie das nicht gestört?“
Sandra lächelte geheimnisvoll. „Nein. Im Gegenteil. Sie war diejenige, die den Blick geführt hat. Sie hat entschieden, wann wir Dir die Nachrichten geschickt haben. Sie hat die Szenen gebaut. Auch hinterher im Hotelzimmer hat sie choreographiert, wann er meine Haut berühren sollte. Wann er innehielt. Sie hat die Momente so eingefangen, dass du sie spüren konntest, selbst durch den Bildschirm.“
Ein Schauer lief mir über den Rücken. „Meinst du… sie hat das extra so gemacht? Für mich?“
Sandra legte den Kopf leicht schräg. „Ja. Lisa weiß, wie man Stimmungen baut. Sie ist eine Künstlerin. Und sie plante von Anfang an, wie die Fotos auf dich wirken sollten. Glaubst du wirklich, sie hätte es dem Zufall überlassen, wie du dich fühlst?“
Mir wurde heiß, als ich daran dachte. Während Sandra nackt vor Chris stand, war da diese unsichtbare Regisseurin im Hintergrund. Eine Frau, die ich nie gesehen hatte, die aber offenbar meine Blicke, meine Fantasie und meine Erregung gelenkt hatte. Fast so, als hätte sie die Szene nicht nur für Sandra und Chris, sondern genauso sehr für mich choreografiert.
Sandra beugte sich vor, flüsterte: „Lisa hat dich genauso mitgedacht wie mich. Sie hat genau gewusst, was es mit dir macht.“
Ich schluckte hart. Mein ganzer Körper vibrierte von dieser Vorstellung.
„Und?“, fragte ich heiser. „Was ist dein Fazit?“
Sie hielt meinen Blick. Ruhig, gelassen, wie jemand, der längst seine Entscheidung getroffen hatte.
„Weißt du, das war alles noch nicht die Realität. Nur ein Abbild davon. Ich will mehr. Ich will es wirklich erleben. Und ich will, dass du weißt, wie, wann und mit wem.“
Sie legte ihre Hand auf meine. „Ich bin bereit. Jetzt wirklich. Wenn du es auch bist.“
Ich nickte. Langsam, aber fest.
„Ich bin es.“
Doch innerlich war da nun ein neuer Gedanke, ein neuer Name, der in mir nachklang. Lisa.
Sandra stand auf, kam zu mir, setzte sich auf meinen Schoß, umschlang meinen Nacken mit den Armen. Sie küsste mich auf die Stirn.
„Dann machen wir jetzt den nächsten Schritt“, sagt sie. „Mit Lisa und Chris. Diesmal echt.“
Ein heißes Flimmern zog durch meinen Körper. Ich hielt sie fest, roch ihre Haut, schmecke das Echo der Nacht.
Es gab kein Zurück mehr.
„Du hast schon was geplant?“
„In zwei Wochen“, sagte sie leise, „fahren wir gemeinsam ins Chiemsee Golf Resort. Du, ich, Chris und Lisa. Wir bleiben von Sonntag bis Mittwoch. Dort… wird es dann wirklich geschehen.“
Ich schwieg. Der Satz hallte nach. Wirklich geschehen.
„Ich möchte mit Chris schlafen“, sagte sie nun klar. „Nicht nur inszenieren. Nicht mehr spielen. Ich will ihn erleben. Für mich. Und für uns.“
Sie nahm meine Hand.
„Du hast mir das Vertrauen geschenkt, diesen Weg zu gehen. Und ich nehme es an – aber ich bestimme. Ich wähle die Zeit. Den Mann. Den Moment.“
Ich nickte. Langsam. Wieder dieser innere Wirbelsturm. Aber auch: Klarheit. Und Stolz.
„Und Lisa?“, fragte ich.
Sandra grinste. „Sie ist sehr offen. Und sehr aufmerksam. Wer weiß… vielleicht mag sie dich ja auch kennenlernen.“
Sie küsste mich sanft auf die Wange. „Aber das ist ein anderes Kapitel.“
Ich lehnte mich zurück, atmete tief durch. Und spürte, dass wir jetzt in ein neues Terrain vorgedrungen waren. Kein Spiel mehr. Kein Test.
Dies war der Anfang von etwas Echtem.
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Der Plan wird konkret
Ich weiß nicht, ob ich in der folgenden Nacht besonders gut geschlafen habe, aber ich wachte auf mit dem Gefühl, dass etwas entschieden war. Sandra lag neben mir, auf dem Rücken, das Laken halb über ihren Oberschenkeln, die Augen noch geschlossen. Ihre Brust hob und senkte sich ruhig. In ihrem Gesicht lag eine Ruhe, die mir fehlte.
Ich rutschte leise aus dem Bett, ging duschen und bereitete das Frühstück vor. Als sie in die Küche kam, trug sie ihren blauen Morgenmantel und sah mich lächelnd an. Sie gab mir einen Kuss auf die Wange, warm, gut riechend, und setzt sich ans Fenster.
„Ich hab‘ übrigens eine Antwort von Lisa bekommen“, sagte sie beiläufig, während sie ihren Tee umrührte.
Ich spürte, wie mein Herz kurz aussetzt.
„Von Lisa?“, fragte ich.
„Mhm.“ Sie sah mich an, prüfend, sanft. „Wir haben gestern Abend noch geschrieben, als du schon geschlafen hast.“
Ich nickte langsam. Ich wusste nicht, worauf das hinauslief, aber ich wollte ihr zuhören. Ich wollte dabei sein. Und gleichzeitig wusste ich, dass ich die Richtung nicht mehr bestimmen konnte.
Sandra nahm einen Schluck, dann erzählte sie ruhig weiter:
„Also, es ist jetzt konkret. Wir fahren übernächsten Sonntag ins Chiemsee Golf Resort. Chris ist sowieso beruflich in der Gegend, und Lisa kommt mit. Wir bleiben bis Mittwoch. Nimm Dir am besten Deine Gleitzeit.“
Ich spürte, wie es in meinem Magen zog. Nicht direkt unangenehm, eher wie ein tiefer Strom, der mich forttrug. Ich hörte mich sagen: „Du meinst… wir vier?“
„Ja.“ Ihre Stimme war ruhig und klar. „Ein gemeinsames Wochenende. Essen. Golf. Gespräche. Nähe. Und ja – ich werde mit Chris die Nacht verbringen. Nicht gleich am ersten Abend, aber… es ist geplant.“
Ich nickte. Langsam, mechanisch.
„Ich wollte, dass du das weißt. Jetzt. Dass du dich vorbereiten kannst. Und dass du mir vertraust.“
Ich sah sie an. Ihre Augen waren offen, nicht fordernd, sondern klar. Da war kein Hauch von Reue, kein Zögern mehr. Nur eine Frau, die wusste, was sie will – und wusste, dass sie geliebt wird.
Ich versuchte, meine Stimme zu finden.
„Und Lisa?“, fragte ich schließlich.
Sandra lächelte geheimnisvoll. „Lisa ist… eine sehr aufmerksame Frau. Du wirst sie mögen. Sie ist feinfühlig. Beobachtend. Ich glaube, sie hat verstanden, wie du fühlst.“
„Aber du willst nicht, dass…“
„Nein“, sagt sie sanft, aber bestimmt. „Du gehörst mir. Ich will nicht, dass du dich auf andere Frauen einlässt. Aber Lisa ist keine andere Frau. Sie ist Chris Frau. Und ich bin sicher, dass Sie sich gut um Dich kümmern wird. Ich vertraue ihr, und Du kannst das auch.“
Ich nickte. Und spürte, wie meine Kehle eng wurde. Aus Rührung. Aus Sehnsucht. Aus Angst vielleicht auch. Aber ich wusste: Ich wollte es. Ich wollte Sandra. Ich wollte diesen Weg mit ihr gehen.
Sandra stand auf, kam zu mir und legte ihre Hände an meinen Nacken.
„Wir haben jetzt viele Wochen darüber gesprochen, Andreas. Schritt für Schritt. Wir haben gespielt, ausprobiert, uns geöffnet. Und du warst stark. Offen. Ehrlich. Ich liebe dich dafür. Und ich vertraue dir.“
Ich sah sie an, und in diesem Moment wusste ich: Die Entscheidung war längst gefallen. Nicht gegen mich, sondern mit mir. Nur eben nicht von mir. Ich war Sandras Komplize. Ihr Geliebter. Ihr Ehemann.
Aber nicht mehr der Einzige, der sie berühren wird.
Sie zog mich an sich und küsste mich sanft auf die Lippen.
„Noch zehn Tage“, flüsterte sie, „dann möchte ich, dass wir gemeinsam die Koffer packen. Was ich ausziehe, entscheidest du. Alles andere… entscheide ich.“
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Packen
Sandra stand im Schlafzimmer, vor dem offenen Kleiderschrank. Ihr Blick war konzentriert, aber entspannt. Wie jemand, der für eine kleine, feine Reise packt – nur dass diese Reise kein gewöhnlicher Kurzurlaub war.
Ich saß auf der Bettkante, wie sie es mir gesagt hatte. „Nur zuschauen, Spätzchen. Heute Abend packe ich. Und du schaust zu. Wenn du brav bist, darfst du mir helfen, zu entscheiden, was ich ausziehe. Aber nicht, was ich anziehe.“
Sie trug eine lockere Bluse, halb aufgeknöpft, darunter nichts, und ihre schmale Stoffhose betonte die Rundung ihrer Hüften. Ihre Haare hatte sie locker zurückgebunden, einzelne Strähnen fielen über ihre Wangen. Es war dieser „Zwischen-Look“ – nicht Alltagskleidung, nicht Dessous. Aber voller Andeutung.
Sie griff nach einem weißen Sommerkleid, hielt es vor sich. „Für den Nachmittag am See“, sagte sie und blickte über die Schulter zu mir. „Was meinst du – zu unschuldig?“
Ich schüttelte nur den Kopf, wortlos, denn meine Stimme war längst irgendwo zwischen Zunge und Kehle steckengeblieben.
„Dann kommt es mit.“ Sie lächelte.
Ein Kleid nach dem anderen folgte. Eines in tiefem Rot – „für das Abendessen mit Chris.“ Ein schwarzes, schmal geschnittenes Modell – „vielleicht für den Bar-Abend danach.“
Sie legte jedes Stück sorgfältig gefaltet in den offenen Koffer auf dem Bett. Dann hielt sie inne. Drehte sich langsam zu mir.
„Weißt du, was ich heute brauche?“, fragte sie mit leiser Stimme.
Ich schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Ich brauche deine Zustimmung. Nicht formal. Nicht wie ein Vertrag. Sondern als Geschenk. Als freies, bewusstes Ja.“ Sie trat einen Schritt näher, stand nun direkt vor mir.
„Ich werde mit Chris schlafen. Nicht weil ich muss, nicht weil ich es darf. Sondern weil ich es will. Und weil ich weiß, dass du mich lässt.“
Ich schluckte. Alles in mir brannte. Die Vorstellung, Sandra nackt unter einem anderen Mann – mein innerer Aufruhr war ein Sturm aus Eifersucht, Erregung, Demut und Liebe.
„Und wenn ich Nein sage?“, fragte ich heiser.
Sie beugte sich zu mir, legte ihre Hände auf meine Schultern. Ihr Blick war weich, unerschütterlich.
„Dann warte ich. Dann finde ich einen anderen Weg. Aber ich weiß, dass du bereit bist. Du bist mein sicherer Hafen. Mein Zuhause. Und ich weiß, du willst sehen, wie ich aufblühe. Wie ich genossen werde. Geliebt werde. Von dir – und für einen Moment auch von einem anderen.“
Ich atmete tief durch. Meine Gedanken waren ein Fluss. Bilder. Fantasien. Erinnerungen.
Und dann sagte ich: „Ja. Ich will das. Ich will, dass du ihn wählst. Ich will, dass du dir nimmst, was du brauchst. Und dass du zurückkommst zu mir.“
Sie lächelte. Kein Triumph. Kein Stolz. Sondern dieses stille, intime Glück, das wir nur miteinander kannten.
„Danke“, flüsterte sie.
Dann ging sie zum Kleiderständer, zog langsam die Bluse aus. Darunter nur ihre Haut. Ihre Brüste, weich und rund, mit den dunkleren Höfen, die ich kannte wie ein Gedicht. Dann öffnete sie den Knopf ihrer Hose, ließ sie langsam zu Boden gleiten.
„Jetzt“, sagte sie. „Darfst du helfen. Entscheide – welches Dessous-Set soll ich mitnehmen für meine erste Nacht mit einem anderen Mann?“
Sie ging zum Schrank, zog zwei kleine Schachteln heraus. Die vom Einkauf bei Douce Tentation. Ein Set in schwarz mit feinem Spitzenrand, das andere das bordeauxfarbene.
Ich deutete auf das bordeauxfarbene Set. Meine Stimme war nur ein Wispern. „Das.“
Sie nickte. „Das dachte ich mir.“
Dann packte sie es ein. Mit einer fast zeremoniellen Geste.
Als sie später neben mir im Bett lag, eingehüllt in das Laken, mit einem Bein über meinem, flüsterte sie: „Ich liebe dich. Für all das, was du mir gibst. Für das Vertrauen. Für das Feuer. Für dein Herz.“
Ich legte meine Stirn an ihre. „Ich liebe dich. Geh deinen Weg. Ich bleibe bei dir.“
Und irgendwo zwischen Erregung, Hingabe und leiser Angst – wusste ich: Der nächste Schritt würde alles verändern. Aber wir würden ihn gemeinsam gehen.
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Aufbruch
Der Sonntagmorgen empfing uns mit diesem klaren, frischen Licht, das nur in den frühen Stunden lag. Die Straßen waren still, als hätten selbst die Autos noch nicht richtig ausgeschlafen. Vor unserer Haustür stand mein Golf Variant, offen, bereit für acht Stunden Asphalt.
Ich lud die Koffer ein: Meiner kompakt, Sandras Koffer farblich aufeinander abgestimmt, fast wie ein modisches Statement. Sie trug eine schmale Jeans, ein helles Top, darüber eine leichte Trainingsjacke. Ihre Haare hatte sie zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden, und obwohl ihr Outfit sportlich war, strahlte sie diese mühelose Eleganz aus, die selbst Tankstellen-Pausen wie kleine Modemomente wirken ließ.
„Alles drin?“, fragte sie, während sie sich auf den Beifahrersitz fallen ließ. Ihre Stimme klang heiter, fast beschwingt.
„Alles drin“, antwortete ich und hoffte, dass das wirklich stimmte.
Wir rollten los, die Sonne stieg gemächlich, und mit jedem Kilometer verschwand Bochum ein wenig mehr im Rückspiegel. Die A45 war leer genug, um in einen gleichmäßigen Rhythmus zu fallen. Der Motor summte, das Navi zeigte stur seine Route an, und Sandra tippte sich durch eine Playlist, die irgendwo zwischen entspannt und verführerisch pendelte.
„Acht Stunden…“ Sie lehnte den Kopf gegen die Kopfstütze und sah mich seitlich an. „Das ist fast schon ein kleines Vorspiel.“
Ich lachte kurz, unsicher, ob ich darauf eine schlagfertige Antwort finden sollte. Sie merkte es und lächelte still vor sich hin, als wüsste sie genau, wie tief dieser Satz hängenbleiben würde.
Die ersten zwei Stunden vergingen in leichter Plauderei. Wir sprachen über das Ressort, über den Spa-Bereich, über die Aussicht auf Abende am See. Sandra wirkte entspannt, aber in ihren Blicken lag immer wieder dieses Funkeln, das mich gleichzeitig wärmte und nervös machte. Ich ertappte mich dabei, wie meine Gedanken immer wieder abdrifteten: zu Chris, zu dem, was sie vorhatte, zu dem, was ich mir ausgemalt hatte und doch nicht wirklich kontrollierte.
An einer Raststätte holten wir uns einen Kaffee. Sandra stand neben mir am Automaten, so nah, dass ich den Duft ihres Parfums auch über den Geruch der Kaffee-Bohnen hinweg wahrnahm. „Du bist heute ganz schön still“, sagte sie und stupste mich leicht mit der Schulter an.
„Ich sammle Energie für den Chiemsee“, versuchte ich, locker zu klingen.
Sie grinste, als hätte sie eine ganz andere Theorie.
Wieder auf der Autobahn füllte sich der Himmel mit kleinen, weißen Wölkchen. Der Verkehr blieb flüssig, und während ich fuhr, lief im Hintergrund leise ein französischer Chanson. Sandra streckte die Beine aus, drehte leicht ihren Körper zu mir und sah mich lange an. Ihre Hand spielte gedankenverloren am Reißverschluss ihrer Jacke.
Es war dieser ruhige Moment, die Straße zog monoton vorbei, mein Puls schlug etwas zu schnell, als sie plötzlich den Kopf hob, mich musterte und fragte:
„Sag mal… hattest du eigentlich Kondome eingepackt?“
Ich blinzelte, als hätte sie mich aus einem Traum gerissen. „Wie bitte?“
Sandra beugte sich leicht zu mir, ihr Blick neugierig, fast unschuldig, aber ihre Stimme hatte diesen Ton, bei dem ich wusste, dass er mich gleich in die Enge treiben würde.
„Na, Kondome. Du hast doch welche mitgenommen, oder?“
Mir lief es heiß und kalt den Rücken hinunter. In all der Aufregung der letzten Tage, in den endlosen Gedankenschleifen über das, was passieren würde, hatte ich tatsächlich nicht eine Sekunde daran gedacht.
„Was?“ fragte ich nochmal, ohne den Blick von der Fahrbahn zu nehmen.
Sandra drehte sich leicht zu mir, legte den Kopf schräg und sah mich so intensiv an, dass ich das Gefühl hatte, sie durchdringe meine Gedanken. „Kondome. Für mich. Und Chris.“
Ihre Finger spielten weiter am Reißverschluss ihrer Jacke, zogen ihn einen Zentimeter auf, dann wieder zu. Ein langsames, gedankenverlorenes Spiel – und trotzdem ein Signal.
„Nein… ich… ich habe keine eingepackt…“ murmelte ich.
Ihr Mundwinkel zuckte. „Ach? Und du hast wirklich gedacht, ich brauche keine?“
Ich spürte, wie mein Puls stieg. „Ich dachte… du regelst das…“
„Ich?“ Sie zog eine Augenbraue hoch. „Und warum? Ich habe vor Deiner Vasektomie immer die Pille genommen. Wir waren uns doch einig, dass jetzt Du für die Verhütung zuständig bist. Und nur weil du jetzt Platzpatronen verschießt, heißt das nicht, dass du nicht weiter für meine Verhütung zuständig bist. Du möchtest doch auch, dass ich mich von Chris… ficken lasse, oder?“
Ich starrte weiter auf die Fahrbahn, als könnte ich irgendwo zwischen den Leitpfosten eine Rettung finden.
„Also: Das regelst du.“ Sie lehnte sich näher zu mir, ihre Hand berührte mein Bein, ihr Parfum, eine Mischung aus Zitrus und etwas Herberem, legte sich wie ein unsichtbares Band um mich. „Du besorgst, was nötig ist. Auch für mich… und meinen Liebhaber.“
Das Wort traf mich wie ein Schlag in den Magen. Ich schluckte, mein Griff um das Lenkrad wurde fester.
„Sandra… das ist… irgendwie… demütigend.“
Sie legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel, erst ganz locker, dann fester, ihre Fingernägel leicht durch den Stoff drückend. „Ich weiß. Genau deshalb wirst du es tun. Weil Du mich liebst… und weil du für mich sorgst. Weil Du willst, dass ich mich bei Dir geborgen fühle und weiß, dass Du an meiner Seite bist.“ Ihre Hand glitt ein Stück höher, fast bis zu meinem Schritt. „Und weil es dich… erregt.“
Ich konnte nichts sagen. Ich starrte auf die Straße, spürte ihren Blick auf mir, spürte meine eigene Reaktion in der Enge meiner Jeans.
„Also?“ flüsterte sie, mir fast ins Ohr.
„Also gut…“
„Braver Mann.“ Sie nahm ihr Handy, tippte ruhig, als wäre nichts geschehen. „Ich such’ uns gleich eine Notdienst-Apotheke. Wir wollen ja keine Zeit verlieren, und andere Geschäfte haben heute am Sonntag natürlich zu. Wie konntest Du nur so gedankenlos sein.“
Ihre Worte brannten sich in meinen Kopf. Jede Silbe ließ das Kopfkino in mir anspringen, Bilder, die ich nicht stoppen konnte. Sandra mit Chris… mein Herz schlug schneller.
„Da. Notdienst-Apotheke. Liegt nur zehn Minuten von der nächsten Ausfahrt weg.“
„Warte mal, wir könnten doch einfach an der nächsten Tankstelle—“
„Nein.“ Ihre Antwort kam schnell, scharf, aber mit einem Lächeln. „Wer weiß, wie lange die Dinger dort schon in der Sonne liegen. Ich will frische, richtig gelagerte Kondome. Und an einem Sonntag gibt’s die nur in einer Apotheke. Oder möchtest Du, dass so ein Gummi porös ist und reißt?“
Also fuhren wir von der Autobahn ab, hinein in einen kleinen, verschlafenen Ort. Der Parkplatz vor der Notdienst-Apotheke wirkte trostlos. Das rote Leuchtschild blinkte monoton, als wollte es mich warnen. Sandra blieb im Auto sitzen, ihre Augen folgten mir, während ich ausstieg. Ich konnte förmlich spüren, wie sie mein Zögern genoss.
Ich klingelte am Nachtschalter. Die Apothekerin, Mitte vierzig, streng zurückgesteckter Dutt, randlose Brille, kam an die Tür, musterte mich kurz und schloss die Tür auf. Drinnen roch es nach Desinfektionsmittel und etwas Bitterem. Freundlich fragte sie:
„Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“
Ich räusperte mich. „Äh… Kondome, bitte.“
„Gerne. Welche Größe?“
Ach, Du dickes Ei! Woher sollte ich das wissen?
„Normale…“ murmelte ich, ohne ihr in die Augen zu sehen.
Sie griff ins Regal, legte ein Fünferpack auf den Tresen. „Das macht 4,90 Euro.“
Ich zahlte, steckte das Päckchen hastig ein und trat wieder hinaus.
Sandra riss mir das Päckchen aus der Hand, noch bevor ich die Tür ganz geschlossen hatte. Sie drehte es zwischen den Fingern, als wolle sie es abwägen.
„Fünf? Echt jetzt?“
Mein Hals wurde heiß. „Ich… dachte, das reicht…“
„Ich fahre zu meinem Liebhaber. Glaubst du ernsthaft, dass fünf reichen?“
Noch bevor ich eine Antwort stammeln konnte, stieg sie aus. „Komm mit.“
Wir gingen zurück, und ich musste erneut klingeln. Die Apothekerin öffnete diesmal mit einem deutlich wärmeren Lächeln. Sandra übernahm sofort das Wort.
„Mein Mann hat gerade beim Kauf nicht aufgepasst. Die sind für meinen Liebhaber und mich. Mein Mann hier sorgt nur dafür, dass wir nicht in Verlegenheit geraten. Das heißt, wir brauchen eine größere Packung.“
Mir schnürte sich die Kehle zu. Ich stand daneben wie ein errötender Statist in einer Szene, die zu nah an meine Fantasie kam.
„Ach“, meinte die Apothekerin, „dann sollte es aber wirklich nicht an der Ausstattung scheitern.“
Mein Gesicht brannte, während die Apothekerin den Karton holte.
Die Apothekerin musterte uns kurz, dann verzog sich ihr Mund zu einem neutralen Lächeln. „Dann wünsche ich… vergnügliche Tage.“
Sandra erwiderte das Lächeln, ihre Hand legte sich leicht auf meinen Rücken, als würde sie mich lenken. „Oh, die werden wir haben. Er sorgt schließlich dafür, dass alles perfekt vorbereitet ist.“
Ich bezahlte, senkte den Blick, und spürte, wie meine Kehle eng wurde, nicht nur vor Scham. Dieses offene Aussprechen, dieses Bloßstellen, brannte in mir. Und erregte mich auf eine Weise, die ich nicht zugeben wollte.
Zurück im Auto legte Sandra die Packung demonstrativ in die offene Ablage. „So. Damit wir daran erinnert werden, warum wir gerade unterwegs sind.“ Dann legte sie ihre Hand auf meinen Oberschenkel, drückte sanft. „Ich liebe es, wenn du dich so schön um meine… Bedürfnisse kümmerst.“
Ihr Blick glitt zu meinem Schritt. „Oh ja… und offenbar liebst du es auch.“
Wir fuhren zurück zur Autobahn. Mein Puls brauchte noch eine Weile, um wieder in Normalgeschwindigkeit zu kommen.
Endlich angekommen, herrschte an der Rezeption des Haupthauses entspannte Betriebsamkeit. Hinter der breiten Holztheke lächelte uns die Empfangsdame zu, prüfte die Reservierung und legte uns zwei metallene Schlüssel auf den Tresen. „Ferienhaus Nummer 7, ganz am Ende des Weges links. Sie haben von dort aus einen besonders schönen Blick in Richtung See.“
Mit den Schlüsseln in der Hand gingen wir zurück zum Parkplatz, zogen die Koffer aus dem Kofferraum und folgten dem gekiesten Weg. Die Ferienhäuser lagen in einem kleinen Halbkreis, von gepflegten Wiesen und niedrigen Sträuchern umgeben. Jedes Haus hatte seine eigene kleine Terrasse mit Sitzmöbeln, und obwohl sie in einer Gruppe standen, boten sie deutlich mehr Privatsphäre als das Haupthaus.
Als wir Nummer 7 erreichten, öffnete sich die Tür, und Lisa stand vor uns. Ich sah sie zum ersten Mal – und sofort war da dieses Gefühl, als hätte jemand kurz alle Hintergrundgeräusche ausgeblendet.
Sie war eine beeindruckende Frau, von einer natürlichen Attraktivität, die sich nicht an Schminke oder künstliche Effekte klammerte. Etwa 1,80 m groß, damit auf Augenhöhe mit mir, und mit einem muskulösen, sportlich trainierten Körper, der verriet, dass sie weit mehr tat als nur gelegentlich ins Fitnessstudio zu gehen.
Ihr volles, blondes Haar war zu einem langen Zopf geflochten, der ihr locker über den Rücken fiel. Das Gesicht war ungeschminkt, sonnengebräunt, mit feinen Lachfältchen um ihre blauen Augen – Spuren eines Lebens, das viel draußen stattfand. Ihre Ausstrahlung war eine Mischung aus Tatkraft, Offenheit und einer ruhigen Selbstverständlichkeit, die sofort Respekt einflößte.
„Sandra!“ rief sie erfreut und umarmte meine Frau herzlich. Dann wandte sie sich mir zu, streckte die Hand aus und drückte sie fest, als wären wir alte Bekannte. „Schön, euch hier zu haben.“ Ihre Stimme war warm, und ich empfand sie auf Anhieb als sympathisch – und anziehend.
„Kommt rein“, sagte Lisa und trat zur Seite. Wir traten in den geräumigen Wohnbereich des zweistöckigen Ferienhauses. Eine gemütliche Couchgarnitur in warmen Farben stand im Zentrum, davor ein niedriger Couchtisch, seitlich ein Esstisch für vier Personen. An der Stirnseite des Raumes befand sich eine kleine Küchenzeile, auf der gegenüberliegenden Seite eine breite Fensterfront, die den Blick auf die Terrasse und dahinter die grün schimmernde Wiese freigab.
Eine schmale Treppe führte in die obere Etage, wo zwei schön eingerichtete Schlafzimmer lagen, jedes mit eigenem Badezimmer. Lisa zeigte uns, welches Zimmer für uns vorbereitet war.
„Chris ist noch auf der Driving Range“, erklärte sie, während wir die Koffer abstellten. „Ihr richtet euch am besten erst mal ein. Wenn ihr Lust habt: Der Spa-Bereich ist wirklich zu empfehlen. Ein, zwei Saunagänge nach der Fahrt wirken Wunder.“ Sie lächelte. „Wir treffen uns dann gegen sieben hier, okay? Chris und ich fahren gern mit euch nach Rosenheim. Wir haben ein tolles Steakhaus entdeckt, und falls ihr danach noch Energie habt, können wir die eine oder andere Bar ausprobieren.“
Es war leicht, mit Lisa ins Gespräch zu kommen. Ihr Smalltalk fühlte sich an wie ein Gespräch unter Freunden, nicht wie das übliche Höflichkeitsgeplänkel.
Schließlich griff sie nach einem Golf-Bag, das neben der Couch stand. „Ich trainiere auch noch ein bisschen auf der Range, bis Chris fertig ist.“ Mit einem letzten Lächeln verabschiedete sie sich und ließ uns allein im Ferienhaus zurück.
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