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meine Tochter Susanne (fm:Romantisch, 7544 Wörter)

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Veröffentlicht: Apr 19 2026 Gesehen / Gelesen: 2773 / 2397 [86%] Bewertung Geschichte: 9.61 (155 Stimmen)
Passen ein Bauer und eine reiche Frau zusammen? Meine Tochter Susanne ist das Bindeglied und der Katalysator.

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Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

Bester Schinken von freilebenden Galloways, langsam wachsend und ohne Kraftfutter fett werdend. Nun, ihr solltet es mal probieren. Mein Freund ist Schlachter und wir vertreiben Bio-Rind. Alles ein langsam wachsender Markt. Gut, dass die Hauptstadt nicht all weit entfernt ist. Denn verschenken können wir das Fleisch und die Wurst nicht.

Aber lasst mich ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Mein Name ist Bernd. Ich bin jetzt 33 Jahre alt, habe leider keine Geschwister, da meine Mutter schon kurz nach meiner Geburt verstorben ist und mein Vater aus welchen Gründen auch immer kurz nach der Beerdigung meiner Mutter verschwand. Bis auf eigentlich regelmäßige Zahlungen habe ich nie etwas von ihm gehört. Meine Großeltern mütterlicherseits haben mich aufgezogen. Sehr strenge Großeltern, nicht sehr liebevoll, auch zwischen sich nicht, aber es war sicher viel besser als im Heim.

Damals war ihr Hof im Vergleich zu meinem viel kleiner. Ich habe neben der Schule immer auch auf dem Hof arbeiten müssen und bis auf die Arbeit mit den damals vorhandenen drei Pferden hat es nicht unbedingt Spaß gemacht. Großvater war sehr altmodisch und wie gesagt streng. Sein Wort galt und Widerspruch wurde nicht geduldet. Weder von mir, noch von Großmutter. Schule war Blödsinn und hielt nur von der Arbeit ab. Also Realschule, war ja Vorschrift und dann Lehre in der Landwirtschaft. Auch Blödsinn, geht doch auch so. Nur gut, dass ich da schon meinen eigenen Kopf hatte.

Nach dem Abschluss habe ich mich abgenabelt und bin weg gegangen. Beide haben wohl geweint. Der Alte mehr, weil ihm eine Arbeitskraft entschwand und Großmutter aus Schmerz, weil ihr Enkelkind verschwand, aus Liebe. Sie hatte nur nicht gelernt, es zu zeigen.

Ich habe mein Liebe zu Tieren, besonders zu Pferden ausgelebt und einen Job auf einem Gestüt bekommen. Kein großes und daher fielen alle Arbeiten mit Pferden und im Feldbau an. Spaß brachte das Reiten, denn die Pferde mussten ja bewegt werden.

In diese Zeit fielen auch die ersten ausgiebigeren Kontakte zum weiblichen Geschlecht. Nein, ich war kein Jungmann mehr, aber sehr erfahren war ich auch nicht. Kurz zu mir als Mann. 182 cm groß, dunkelhaarig, immer kurze Haare, war einfacher mit der Pflege, vom der Arbeit breitschultrig und schlank, Hände mit Schwielen vom Zupacken und ein starker Bartwuchs. Zweimal am Tag rasieren war zu mindestens der Wunsch der Frauen. Nun gut, ihr Wunsch ist mir Befehl.

Auf einem Gestüt mit Reitpferden hat man mehr als genug Möglichkeiten dem weiblichen Geschlecht näher zu kommen und ich bin nun mal nicht sehr schüchtern. Ausreichend Erfahrung konnte ich sammeln und geschadet hat es mir nicht. Probleme gab es nicht, bis ich dem Chef in die Quere kam. Ist mir gar nicht aufgefallen. Aber es war so, er wollte die Kleine auch und fand es nicht ok, dass ich sie auf dem Heuboden vernaschte. Gut, also weiter ziehen.

Glück gehabt und nach recht kurzer Suche eine Job im Zoo Berlin gefunden und auch angenommen worden. Eine Wohnung habe ich mit Hilfe des Zoos auch gefunden, Nicht sehr groß und nicht in der besten Gegend, aber so ganz gut, Der Weg war ein wenig lang, aber man war ja jung und ein Motorrad war schnell gefunden. Nichts überragendes, aber es fuhr.

Auch wenn ich im Zoo die Huftiere pflegen durfte und langsam auch in der Hierarchie aufstieg, fehlte mir das Reiten. Also sich umsehen und ich fand einen kleinen, recht guten Reitstall in vernünftiger Entfernung. Nur mit dem Gehalt eines Tierpflegers konnte ich mir die Reitstunden nicht oft leisten. Der Besitzer des Reitstalles war und ist ein vernünftiger Mann, erkannte mein Dilemma und wir machten eine Deal. Ich habe ihm geholfen und durfte dafür mehr reiten. Nur eins störte mich manchmal, seine zahlenden Kunden nahmen mir oft als Knecht wahr. Ging alles, bis ich Angelika kennen lernte und wir zusammen kamen.

Aber dazu später mehr.

In diese Zeit fiel ein Ereignis, mit dem ich nie, wirklich nie gerechnet habe. Ich bekam Post von einer Anwaltskanzlei aus dem Süden der Republik und erbte eine schönen runden Betrag von meinem unbekannten Vater, den ich nie gesehen, mit dem ich nie Kontakt hatte, von dem ich nur wusste, dass er bis zum meinem Schulschluss regelmäßig Zahlungen für mich geleistet hat. Nicht an mich sondern an meine Großeltern. Nun ja, sie haben mich ja auch versorgt,

Gut plötzlich hatte ich Geld, aber ich habe mich entschlossen, es nicht anzufassen. Warum weiß ich bis heute nicht genau. Da ich mit dem Reitstallbesitzer ein wirklich gutes Verhältnis hatte, beriet ich mich mit ihm und er empfahl mir einen Berater. Wieder mal Glück gehabt. Ein ehrlicher Berater und das Geld wurde mehr. Ihr kennt doch den Spruch. Der Teufel schießt immer auf den großen Haufen. Nun es war ein kleiner Teufel, aber der Lottogewinn vergrößerte den Haufen und brachte wieder Gewinne.

Nein, ich war nicht reich und ich sah auch nicht ein, dass ich das bisschen Geld für Blödsinn ausgeben sollte, also behielt ich es auf dem Haufen, lebte mein einfaches Leben weiter und geriet in einen Strudel, der mich umwarf.

Ich lernte auf dem Hof Angelika kennen. Es hat eigentlich keinen Zweck, sie von mir beschreiben zu lassen. Was kann ein verliebter Narr schon über die Frau sagen, in die er sich vom ersten Augenblick verliebt hat. Schön, wunderschön. Ich versuch es trotzdem. 22 Jahre alt, 168 cm groß, blond, schlank, sportlich, süßer Körper mit schlanken langen Beinen, passender Busen, gute handvoll, denkt an meine Hände, ein beim Lächeln umwerfende Gesicht mit großen blauen Augen. Immer gut gebräunt und den Po einer Reiterin, nicht zu groß und fest. Reicht, sonst wird es wieder das Bild einer Göttin.

Ja, ich war unsterblich in diese Frau verliebt, nein eigentlich bin ich es immer noch.

Noch ein Wort zu ihrem Gesicht. Sie konnte sehr ernst aussehen, fast schon streng wie eine Maske. Besonders, wenn sie nicht ihren Willen bekam. Aber das stellte ich erst viel zu spät fest. Sicher nur bei ihr wichtigen Dingen. Und eins sei noch gesagt, sie stammt aus einem sehr guten Hause. Kurz gesagt, ihre Eltern und sie sind reich, für meine Begriffe reich. Sicher nicht super reich, aber, aber.

Auch zu dem Zeitpunkt, als ich sie kennen lernte und mich Knall und Fall in sie verliebte, war sie immer von einigen Leuten umgeben, die ich als Speichellecker bezeichnen würde. Und es war nicht leicht und wurde auch nicht leichter, als wir uns näher kamen, ein Paar wurden und feststellten, dass wir nach unserer Ansicht gut zusammen passten.

Auch wenn ich mich sehr bemühte, immer höflich und zuvorkommend war, mit ihren Eltern wurde ich nicht warm und ich weiß heute, dass sie alles, wirklich alles taten, um unsere Verbindung zu torpedieren. Selbst, als wir schon verlobt waren und Angel ihnen sehr deutlich gesagt hat, was sie sie können, wenn sie weiter gegen mich hetzten, blieb es dabei, dass sie jede Gelegenheit nutzten, um mir zu zeigen, wer ich in ihren Augen bin. Ein Stallbursche, der sich traut, mit ihrer Prinzessin zu schlafen. Und das nicht nur im kleinen Kreis sondern auch bei Veranstaltungen, zu denen ich Angel begleitete.

Unsere Hochzeit war eine Flucht. Ja, wir sind weggefahren und haben ohne große Bühne geheiratet. Vielleicht war hier ein Fehler, den ich gemacht habe. Vielleicht hätte ich auf eine große offizielle Hochzeit bestehen sollen, auf ein ganz offenes Bekenntnis von Angelika zu mir. Nun gut, alles Schnee von gestern.

Angelika wurde in der Firma ihrer Eltern immer stärker eingespannt und natürlich musste sie mehr Zeit einsetzen, um ihre neuen Aufgaben zu erfüllen. Ab und zu habe ich sie zu Veranstaltungen der Firma und zu Reisen begleitet, aber langsam widerte es mich an, wie ein Niederer behandelt zu werden, nicht nur von ihren Eltern sondern besonders durch einigen der engen Mitarbeiter der Leitung des Unternehmens und durch einige junge Herren und ihrem Anhang.

Leider muss ich sagen, dass meine Angetraute nicht in dem Maße dagegen vorging, wie ich es erwartet habe. Die ersten Risse in meinem Vertrauen traten sich auf. Noch nichts Direktes, Gefährliches, aber auch die mit ihr geführten Gespräche kitteten sie nicht ausreichend.

Und dann kam ein Schicksalsschlag. Auch wenn meine Großeltern keine sehr liebevollen Menschen waren, habe ich meine Kindheit und Jugend dort verbracht und ihr fast gleichzeitiger Tot traf mich und nicht nur das, ich hatte einige Zeit vor Ort zu tun, um alle notwendigen Dinge zu erledigen.

Heute glaube ich, dass meine Gegner diese Zeit effektiv genutzt haben und meiner Frau Zweifel unter zu schieben und zu nähren.

Nur um es kurz zu machen. Das Testament machte mich reich. Der 120 ha Hof mit den Gebäuden und den technischen Dingen sowie der Barschaft ergaben, da sie in einer der besten Gegenden der Altbundesländer lagen, eine für mich fast unvorstellbare Summe und ich konnte mir plötzlich den größten Wunsch meines Lebens erfüllen, einen eigenen Pferdehof.

Eigentlich hatte ich gedacht, das sich Angelika mit freuen würde, aber ein weiterer Riss tat sich auf. Sie plädierte zu einer Investition in ihre Firma. Ich musste nicht nachdenken, behielt meine Entscheidung aber für mich und wir hatten einige nicht so schöne Gespräche über meine Bedenken und meine Wünsche.

Durch einen Zufall erfuhr ich von einer Zwangsvollstreckung eines großen Hofes in der Mark Brandenburg, östlich der Hauptstadt in Richtung Polen. Ich nutze einen freien Tag und fuhr dort hin, sah mir den Hof an, war begeistert und nahm Kontakt zu der federführenden Bank auf. Ich habe zwar mit Angelika kurz und sehr schwammig über diese Möglichkeit gesprochen, aber zunächst hatte sie keine Zeit für ein wirkliches Gespräch und als dann Zeit war, lehnte sie ab, jemals in die Provinz zu ziehen. Und da sah ich zum ersten Mal ihre Maske und ich mochte sie auf den Tot nicht.

Ich blieb aber an der Sache dran, machte ein Angebot, das noch über 15 % unter der Schätzung lag, aber das Gesamtpaket umfasste. Andere Angebote für das Land und für den eigentlichen Hof gab es, aber keines passte. Wir verhandelten noch mal und ich erhöhte mein Angebot noch mal um 5 % und die Bank vereinbarte eine Notartermin.

Angelika war zu diesem Zeitpunkt sehr eingespannt und außerdem sehr launisch. Die Gespräche nahmen oft einen recht ungemütlichen Verlauf und ich lernte eine Frau kennen, die ich wohl nie geheiratet hätte. Nun ja, es gibt ja immer mal Zeiten, wo es in einer Ehe nicht so richtig läuft, aber schon nach etwas mehr als 2 Jahren hatte ich das nicht erwartet. Hinzukam eine stetige Abnahme der intimen Zuwendungen.

Ich kam gerade vom Notartermin zurück und hatte eigentlich die Absicht meine Frau in der Firma zu überraschen, als ich auf eine Szene zukam, die mich dann doch zu einem schnellen Rückzug und zu einer noch schnelleren Entscheidung brachte. Meine Frau stand mit ihrem persönlichen Mitarbeiter in ihrem Büro und zwar so, dass sie mich nicht sehen konnte. Die Beiden standen so eng beieinander, dass sie sich berührten, seine Hand wanderte den Rücken meiner Frau hinunter und verweilte auf der einen Po-Hälfte und zwar mit einem recht festen Griff. Nichts, was man nicht bemerken konnte und der folgende Kuss war auch nicht von schlechten Eltern. Noch schlimmer war das überhebliche Grinsen, das er mir gönnte, als er mich bemerkte. Nicht mal Abrücken tat er. Ich drehte um, verließ das Gebäude und fuhr zum Zoo. Eigentlich hatte ich heute frei, aber es reichte, um die Personalleitung zu kontaktieren und meine Kündigung abzusprechen.

Der Abend in unserer Wohnung war eisig, eisiger geht nicht mehr. Ich schlief im Wohnzimmer und begann mich schon sehr früh fertig zu machen, verließ die Wohnung früh und kam spät nach Hause. Angelika hatte nur eine Zettel hinterlassen, dass sie erst mal zu ihren Eltern zieht.

Ich habe ihr eine Nachricht geschickt.

„Ich bin nicht nur enttäuscht. Ich bin wütend und du hast nicht mal den Mut, mit mir zu sprechen. Aber Prinzessin hat ja jetzt ihren Prinzen. Großes Lob an deine Eltern.“

Empfangen wurde die Nachricht, ob sie gelesen wurde, weiß ich nicht. Erst drei Tage später bekam ich eine Reaktion.

Als ich vom Dienst kam, lag ein geöffnetes Schreiben des Notars in der Hofangelegenheit auf dem Küchentisch mit der Bemerkung.

„Und du hast dein Spielzeug!“

Das Ausrufezeichen war groß. Nun gut, auch eine Reaktion. Ich begann zu packen. Noch gut drei Wochen und dann ist meine Zeit im Zoo beendet und wenn sich nichts Wesentliches änderte, nehme ich meine Sachen und gehe. Soll sie sich doch um alles Andere kümmern. Hat doch ihre Eltern hinter sich und ihren Prinzen in ihrem Bett.

Gut, ich habe noch zweimal versucht, mit ihr zu sprechen. Meine Rufnummer war auf dem Handy von Angelika gesperrt und in der Firma war sie entweder nicht anwesend oder ich wurde in die Warteschleife gestellt, solange, bis ich aufgab. Mein erster persönlicher Besuch war erfolglos, da sie wohl wirklich nicht da war. Und beim zweiten bin ich einfach durchgegangen und habe sie auch angetroffen. Kaum hatte ich die Tür geschlossen, wurde sie aufgerissen und der Typ stürmte rein. Nur schlimm, dass meine Fuß gerader im Weg stand. Die Landung war super und brüllend, denn die Kante des Bürostuhls war hart und tat dem Kopf nicht gut. Also auch kein vernünftiges Gespräch.

Der Tag meiner Abreise war angebrochen. Ich hatte meinen neuen Nissan Navara mit den letzten Kartons beladen, hatte einen letzten Kontrollgang vorgenommen, die Wohnung verschlossen und bin noch mal zur Firma gefahren.

Diesmal habe ich nicht versucht, meine Frau zu sprechen. Kurz ins Sekretariat und ihrer Sekretärin die Schlüssel der Wohnung auf den Schreibtisch gelegt.

„Sind sie bitte so nett und geben sie meiner Frau diese Schlüssel. Sie muss sich nicht mehr im Haus ihrer Eltern verstecken. Die Wohnung ist frei vom Stallburschen. Meine Frau weiß, wo ich mich in der Zukunft befinde. Noch mal viel Glück für sie und die Firma.“

Ich habe nur eine Nachricht von meinen Schwiegereltern erhalten.

„Na, wer ist denn nun ein Feigling? Einfach weglaufen und sich verstecken. Nun, ja, was erwartet man von einem Knecht schon.“

Für mich begann eine schwierige Zeit. Sehr arbeitsreich. Der Hof wurde modernisiert. Das Holzhaus war zu erst dran. Gründlich renovieren und alles modernisieren. Dann die Ställe und die große Scheune. Und sich im Dorf einleben. In dem Fall hat ein Dorffest sehr geholfen. Die kleine Prügelei mit einem der Jungens, die sich nach Berlin verdrückt hatten, war anspruchsvoll und endete mit einem Besäufnis an der Bar. Der Junge hat sich mehrfach entschuldigt, so weit es mit seinem verunstalteten Mund ging. Nun gut, ich sah auch nicht gut aus, konnte aber noch klar sprechen, zu mindestens bis ich mit der Schubkarre zu meinem Hof gefahren wurde. Eine ganz schön lange Strecke und die Buddel war am Ende leer.

Es dauerte lange, bis ich die Angst verlor, dass jeden Tag die Schreiben von den Anwälten meiner Frau mit der Scheidungsankündigung kommen könnten. Ja, verdammt, ich war immer noch in diese Frau verliebt, sehnte mich immer noch nach ihr und nach ihrer auch körperlichen Liebe. Mein Bett war leer und kalt.

Nun ich lebte nicht im Zölibat, aber keine der Damen, die mal mein Bett teilten, kam an meine Frau heran und eine Bindung, eine wirkliche Bindung kam nie zustande. Trotzdem und gerade deswegen, überlegte ich, ob ich nicht doch selber die Schritte zur Scheidung einreiche. Besonders in den kalten Tagen, wenn nicht so viel zu tun war und ich mehr Zeit hatte, zu überlegen und auch zu träumen, kamen mir solche Gedanken. Immerhin bin ich ja noch nicht zu alt und ein Gedanke schob sich immer mehr in den Vordergrund. Ich brauche eine Erben. Muss kein Junge sein, heute kann auch eine Frau einen so großen Betrieb leiten. Nur für Pferde muss sie ein Händchen haben.

Und vergrößert hatte ich den Betrieb. Waren es erst knapp 400 ha, hatte ich zwischenzeitlich 50 ha Wald, nichts wertvolles, nur Kiefern auf Sand und fast 200 ha Acker- und Weideland dazu gekauft. Meine Herden wuchsen und die Appaloosa waren schon weit über die Region bekannt und brachten langsam Gewinne ein. Mein Zuchthengst stammte aus den Staaten und hatte einen wirklich stolzen Preis gekostet.

Neben der Zucht hatte ich eine Stute, die bei einem Nachbarn gestanden hat und im Vergleich zu meinen ein Riese war. Gut eingefahren und ein ruhiges Tier, das man eingespannt lange vor einen Haus stehen lassen kann und die mir bei der Stallarbeit mit ihrer Kraft und ihrer Ruhe eine geliebte Hilfe ist. Nein, kein Rassetier, eher ein Weideunfall. Aber ich mochte sie und gerade in der heutigen Zeit sparte sie Diesel und was nicht schlecht ist, sie erhöht mein Ansehen bei den Dorfleuten. Nicht alle Menschen lieben meine Rasse und verstehen, warum ich sie züchte.

Und da komme ich zu einem Hobby, einem Standbein, das immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ich brauche Hilfe bei den Pferden. Es bringt nichts, nur Fohlen oder Jährlinge zu verkaufen. Zu mindestens angeritten, noch besser gut ausgebildet müssen sie sein und das kostet Zeit, die ich nicht habe, die mir der Betrieb nicht lässt und schön wäre es, wenn auch ein paar zahlende Reiter da wären. Auch kein Gedanke ohne Nebengedanken. Meist Frauen, die reiten, zahlend reiten und so habe ich doch meine Frau kennen gelernt. So riesig ist das Angebot an annehmbaren Frauen in der Gegend nicht. Auch wenn man die polnischen Frauen aus der Nachbarschaft mitzählt.

Ich habe es mir wirklich sehr lange überlegt und dann eine Stellenanzeige geschaltet. Ich habe mir einen noch gut erhaltenen großen Wohnwagen, früher mal von einer Zirkusfamilie genutzt, besorgt, ihn aufarbeiten lassen und auf dem Hof schön geschützt aufstellen und anschließen lassen. Kostete mich weniger als eine Wohnung.

Und ich hatte Glück. Eine junge Frau machte das Rennen und sie war wirklich gut bei den Pferden und auch bei zahlenden Reitern. Nur kein Erfolg im Bett. Sie spielte im anderen Lager und war da sehr gut und vergeben.

So war der Stand am Ende des fünften Jahrs nach meinem Weggang von meiner Frau.

Ich kam an einem wunderschönen Frühlingstag von einem Ausritt über meine Flächen zurück und wurde völlig überrascht. Vor meinem Haus stand ein exklusiver SUV mit Berliner Kennzeichen und auf meiner Terrasse saß eine Dame und sah einer kleinen Person zu, die in der Nähe der Weiden für die Pferde spielte. Ich schätze mal so um die fünf/sechs Jahre alt, aber ich bin nicht gut bei Kindern. Auch wenn die Dame die Haare kürzer trug, erkannte ich sie fast sofort. Angelika.

Ich war ein wenig überrascht und habe sie intensiv gemustert. Immer noch eine sehr schöne Frau, immer noch sehr begehrenswert und ich musste mir gestehen, ich würde sie immer noch gerne vernaschen.

Nun kam ich von einem längeren Ausritt zurück, hatte die Hunde dabei und erwartete eigentlich, dass diese ein wenig nervös auf die Eindringlinge reagieren. Totaler Reinfall. Meine zwar ausgepowerten Hunde beschnupperten erst meine Frau und dann das kleine Mädchen und ließen sich auf eine Runde Knuddeln mit der Kleinen ein. Verräter.

Pferd absatteln, trocken reiben und sich im Sand wälzen lassen und dann auf die Weide schicken und so nebenbei den Bericht meiner Bereiterin entgegen nehmen. Angelika war schon länger als eine Stunde da und hatte sich vorgestellt. Caro, meine Bereiterin, kannte meine Geschichte nicht und war daher überrascht, meine Ehefrau hier anzutreffen. Gut, geht sie auch nichts an.

Ich wusch mir die Hände und das Gesicht, nahm eine Flasche Wasser und drei Gläser mit und setzte mich zu meiner Frau. Natürlich habe ich guten Tag gesagt und ihr zu trinken angeboten.

„Meine Liebe, was treibt dich denn zu deinem Stallknecht. Für die Überbringung der Papiere hättest du doch nun wirklich nicht in die Provinz fahren müssen und dann auch noch in Begleitung. Ich sehe, es geht dir gut. Wo ist denn dein rasanter Sportwagen geblieben? Auch wenn der SUV von einer deutschen Nobelmarke stammt, ist er doch deiner nicht wirklich würdig.“

Meine kurze Rede war nun nicht sehr nett, aber ich musste ein wenig Dampf ablassen. Angelika kam nicht zum Antworten. Das kleine Mädchen kam angelaufen, mit den Hunden an der Seite, die erst einmal Wasser fassten.

„Mama, ich habe Durst. Die Hunde auch.“

Nun die Hunde hatten am Rand der Terrasse ihre Näpfe und ich schob der Kleinen ein gefülltes Glas mit einem „Bitte, meine kleine Süße“ zu.

„Danke, aber ich bin nicht mehr klein und deine Süße auch nicht.“

Ich musste herzhaft lachen.

„Wie die Mutter.“

„Und wie der Vater.“

„Das kann ich nicht beurteilen, den kenne ich nicht.“

„Oh doch, den kennst du genau. Darf ich vorstellen, deine Tochter Susanne.“

Ich glaube, mir blieb der Mund offen stehen. Es dauerte etwas, bis ich erwidern konnte. Und eigentlich war ich immer noch nicht auf der Höhe der Zeit.

„Also, Angel, ein wenig dumm bin ich ja, aber so dumm nun doch nicht. Du betrügst mich mit diesem Weichei und dann habe ich dich geschwängert. Das glaubst du ja nicht mal selber. Also, raus damit, was willst du eigentlich?“

„Dich und unsere Ehe, meine Familie und möglichst noch ein paar Kinder mit dir. Komm. Es ist sicher ein wenig viel, aber ich hoffe, du gibst uns Beiden Zeit, dir einige Dinge zu erklären, mich für einige Dummheiten zu entschuldigen und dich wieder zu gewinnen. Aber erst einmal hier ein DNA-Abgleich, der sagt, dass du der Vater von Susanne bist. Ich weiß, reicht nicht. Mach selber einen Test. Ich gebe die Einwilligung. Hat es jetzt so langer gedauert, kann es auch noch ein wenig länger dauern. Jetzt müssen wir aber los. Sanne muss essen und Schlafen.“

Sie sah mich an und lächelte.

„Du siehst immer noch so gut aus. Wann hast du ein bisschen länger Zeit für uns? Und vorher habe ich noch eine Frage. Ist sie deine Freundin?“

„Wer? Caro. Nein, sie ist meine Angestellte und kümmert sich um die Pferde und auch wenn es dich ja nichts angeht, sie spielt in einer anderen Liga und ihre Freundin wäre sehr sauer. Wenn du Zeit hast, wäre das nächste Wochenende ok für mich, aber mach dir nicht zu viele Hoffnungen. Ich bin zwar nicht mehr so wütend, aber vergessen habe ich nichts.“

„Gut, Samstag, 10 Uhr wäre für mich ok.“

Sonnabend 10 Uhr

Ich hatte bereits um 9 Uhr alles für den Besuch vorbereitet und ich gebe zu, ich war mehr als gespannt, was mir Angel zu erzählen hat. Auch alle Utensilien für den DNA-Test lagen bereit. Und ich war mir eigentlich klar, dass der mir vorliegende Test, den mir Angel über den Tisch geschoben hatte, der Wahrheit entspricht, ein wenig Wunschdenken war schon dabei, aber Susanne hatte sich schon ein Stückchen in meine Herz geschummelt. Was wurde in der Literatur immer über das erste Treffen zwischen Vater und Tochter erzählt. Scheint zu mindestens im Groben zu stimmen.

Caro hat leise gelächelt, als sie kurz nach 9 Uhr zu einer letzten Absprache wegen des vorgesehenen Ausrittes mit einigen Kunden vorbei kam.

„Lässt du sie bleiben? Und wenn ja, habe ich dann noch einen Job?“

Ja, sie kennt jetzt meine Geschichte und sie kennt mich so einigermaßen aus der Zusammenarbeit.

„Die erste Frage kann ich nicht endgültig beantworten, da bin ich sehr zerrissen. Die zweite mit einem klaren Ja. Selbst wenn sie bleibt oder später kommt, hat sie einen Job und nimmt dir deinen nicht weg.“

„Ich bin mir bei dem Job nicht so sicher, aber sie wird bleiben oder in kurzer Zeit herkommen. Wie sie dich anblickt, zeigt einer Frau, dass sie dich will, sehr will. Und die Süße ist deine Tochter, man sieht es ihr an.“

„Na, das wollen wir doch nicht hoffen. Sie wäre fürs Leben gezeichnet.“

Wir lachten beide.

Das Wetter war schön. Viel zu schön für diese Jahreszeit und auch für die Landwirtschaft, viel zu trocken. Die Sonne würde die Luft langsam erwärmen, der Wind war mäßig und Regen war wohl wirklich nicht zu erwarten. Trotzdem hatte ich nicht nur die Terrasse sondern auch das Wohnzimmer vorbereitet. Ein wenig nervös war ich schon und trotzdem ich auf die Geräusche der Autos hörte, sagten mir erst die Hunde, dass meine Gäste da waren. Angelika und besonders Susanne müssen die Prüfung der Hunde mit Bravour bestanden haben, denn die Kleine wurde mit Schwanzwedeln und Anstupsen begrüßt. Angelika wurde fast nicht beachtet. Mehr als ein gutes Zeichen.

Susanne streichelte die Beiden zwar kurz, kam dann aber zu mir und stand mit in die Hüften gestemmten Armen vor mir, sah mir ins Gesicht.

„Wie soll ich dich nun nennen? Papa oder Dad?“

„Also Papa würde mir schon gefallen.“

„Gut, dann Papa. Hast du viele Pferde? Kann ich auch mal reiten?“

Ich kam noch dazu, Angel kurz zu begrüßen und schon wurde ich von einer kleinen Hand entführt und wir gingen, nein, ich wurde gezogen, zum Sattelplatz, auf dem einige Pferde standen, die für den geplanten Ausritt vorbereitet wurden. Auch wenn ich mir sicher war, dass sie nicht schreckhaft sind, nahm ich meine Tochter auf den Arm und ging näher. Sicher ist sicher.

Kinder sind wohl sehr aufmerksam, denn Susanne fiel meine aus der Art geschlagene Stute Lola auf. Ihr wisst schon, die große Stute, die ich von meinem Nachbarn übernommen habe. Fällt aber auch auf. Lola ist aber auch eine besonders ruhige ausgeglichene Stute, die man auch auf der Weide ohne Strick bewegen kann.

Ich ging auf die Weide und lockte Lola zu mir und wollte Susanne gerade auf den Rücken der Stute setzen.

„Nicht. Sie kann nicht reiten.“

Der Ruf der Mutter war unüberhörbar und von der Sorge um die Kleine geprägt.

„Keine Angst. Ich weiß schon, was ich mit meiner Tochter anstelle.“

Hatte ich wirklich „meine Tochter“ gesagt? Ich fühlte wenigstens so. Susanne setzte ich auf den Rücken und sie fasste in die Mähne der Stute. Lola folgte mir mit vorsichtigen Schritten und drehte ab und zu den Kopf, um zu sehen, ob der Winzling auf ihrem Rücken noch da war. Es sah so aus, als ob Susanne Spaß hat, denn ich wurde angespornt, schneller zu gehen.

„Schatz, können wir ein anderes mal gerne machen, aber dann muss Lola für dich gesattelt werden, damit du nicht runter fällst. Für heute machen wir Schluss. Du weißt also, du kannst hier reiten.“

Ich hob sie runter und bekam eine Drücker. Sehr schön. Angelika war wohl froh, dass es alles gut ging. Ich sah aber auch ein Lächeln über ihr Gesicht huschen, als die Kleine mich drückte.

Mit der Kleinen an der Hand und den Hunden im Schlepptau begrüßte ich noch einige Kunden, die mit sichtbarer Neugier die beiden Damen ansahen. Ich glaube, Caro wird viel zu erzählen haben.

Mit einem Lächeln sagte mir Caro, dass der Strom für die Zäune ausgeschaltet ist. Dabei grinste sie. Gut, dass sie daran gedacht hat. Ich glaube nicht, dass Susanne viel Freude an Stromschlägen hat.

Zurück auf der Terrasse setzte sich Angel und Susanne nahm die Hunde oder besser, die Hunde begleiteten sie zum Zaun der Weide, auf der drei Jährlinge etwas aufgeregt tobten. Wenn die Reitpferde vorbereitet und gleich den Hof verlassen, bringt das immer Aufregung in die Herde. Den Hengst hatte Caro heute im Stall gelassen, da der Strom für die Weiden abgestellt ist, besser ist besser. Er nimmt es nicht so leicht, wenn seine Stuten weg gehen.

Nachdem ich für Getränke gesorgt habe, sah Angel mich an und begann ohne Vorrede.

„Zunächst möchte ich mich für all den Blödsinn, den ich verzapft habe, entschuldigen. Nicht nur für das, was ich bis zu deinem Weggang gemacht habe, sondern auch dafür, dass ich so lange gebraucht habe, um her zu kommen. Ich bin eine egoistische dumme Kuh, die auch noch übertrieben stolz ist, aber bevor ich dir ein paar Dinge sagen muss, die dich bestimmt nicht erfreuen werden, sage ich dir, dass ich dich immer noch liebe, vielleicht mehr liebe als zu Beginn und dass ich dich wieder in meinem Leben haben möchte, wieder mit dir als eine Familie leben möchte und diesmal ohne Einmischung.

Sicher habe ich in der Vergangenheit Dinge getan, die sich für eine Ehefrau nicht gehören, aber eins habe ich nicht, ich habe nie mit einem anderen Mann als dir richtigen Geschlechtsverkehr gehabt. Sicher habe ich dafür keine Beweise, aber ich schwöre es dir. Bitte glaube mir und sage mir, ob ich noch eine Chance bei dir habe.“

Ich musste eine Weile über diese direkte Frage nachdenken. Nein, es gefiel ihr nicht, man sah es, aber ich war mir wirklich nicht sicher. Eine nun wirklich grundlegende Aussage. Also ließ ich mir die nötige Zeit, genau zu überlegen.

„Das kann ich so nicht mit Bestimmtheit sagen. Auf der einen Seite liebe ich dich immer noch, zu mindestens die Angelika, die ich mal geheiratet habe. Und auf der anderen Seite muss ich dir ganz ehrlich sagen, habe ich große Angst, dass du mich wieder enttäuscht und wieder zu der Zicke wirst, die du zum Schluss warst. Es hat mir sehr weh getan.“

Sie rückte mit dem Stuhl näher und legte ihre Hand auf meine.

„Ich entschuldige mich nicht nur, dass ich dir weh getan habe sondern auch dass ich auf den Mist meiner Eltern, meiner falschen Freunde reingefallen bin und mit Frank rum gemacht habe. Ich war dumm, egoistisch und eine verwöhnte Zicke und ja, ich habe deinen Wunsch nach einem Pferdehof nicht verstanden, wollte unbedingt in der Hauptstadt bleiben. Heute verstehe ich es nicht mehr, aber ich hatte die Befürchtung, dass ich hier nicht leben kann, mich einschränken muss.

Ja, vielleicht haben meine Hormone da schon verrückt gespielt und dann warst du einfach weg. Du glaubst gar nicht, wie ich explodiert bin, als Sara mir die Schlüssel und deine Abschiedsworte überbracht hat. Heute glaube ich, dass sie sie sehr eigenwillig geändert hat, denn heute weiß ich, dass sie mit Frank eine fiese Show abzog. Alles mit Wissen und sogar unter Anleitung meiner Eltern. Nun gut oder auch nicht. Lass mich weiter erzählen.

Ja, ich hatte einen heißen Flirt mit Frank und es wäre auch bald zum Letzten gekommen, wenn mich eine meiner Reitfreundinnen nicht bei einem Ausritt mächtig zur Schnecke gemacht hätte. War nicht sehr schmeichelhaft für mich und ihre letzte Bemerkung hat mich dann umgeworfen. Sie sagte mir auf den Kopf zu, dass ich mich zu einer verdammten Schlampe entwickelt habe. Wenn ich mit Anderen ficken, sie sagte wirklich ficken, will, soll ich mich doch scheiden lassen.

Und dann kam mir das Kotzen an, nicht nur, weil ich sah, was los war sondern weil es schon wieder wie am frühen Morgen war. Seit ein paar Tagen hatte ich Morgens das Bedürfnis, mich zu übergeben. Meine Freundin riet, einen Arzt aufzusuchen und grinste dabei. Nun, um es kurz zu machen. Ich war schwanger und Susanne brachte mich total durcheinander. Glaub mir oder nicht, die Monate waren schwer, schwer mit meinen Eltern, schwer für mich und meinen Geisteszustand. Heute kann ich den Ärzten nur danken, dass sie mich und meine Süße gerettet haben. Und leider war es nach der Geburt von Susi noch nicht vorbei. Ich versank in einer tiefen Depression und kam erst langsam aus dem Loch heraus. Susanne war schon ein Jahr, als ich die ganze Perversität der Taten meiner Eltern ansatzweise begriff, wirklich da nur ansatzweise.

Ich hatte wohl einen Lichtblick, als ich einige Papiere unterschreiben sollte. Es waren die notwendigen Unterlagen für die Freigabe von Susanne für die Adoption. Ja, eigentlich hättest du auch zustimmen müssen, aber sie hatten alles so organisiert, dass du nie als Vater eingetragen bist. Zu mindestens bis jetzt nicht.

Hinzu kam, dass sie mir drohten, für mich einen Betreuer zu bestellen. Früher hätte man gesagt, mich zu entmündigen. Es hat lange Zeit gedauert und ich muss noch mal sagen, ich hatte auch gute Freunde. Wir haben uns raus gekämpft und ich habe mich erholt. Frage mich, wie oft ich aufgeben und Schluss machen wollte und wenn meine Kleine nicht da gewesen wäre, wäre es wohl auch geschehen.

Und doch hatte ich ungeheure Angst, dich zu kontaktieren und erst vor kurzem habe ich den Mut gehabt und bin hierher gefahren. Nein, nicht erst letzte Woche. Nein, schon vorher und ich habe mir heimlich deinen Hof angesehen und ich bin ganz ehrlich, ich hatte ungeheure Angst, eine Frau an deiner Seite zu sehen. Sicher hätte ich einen Schock gehabt, aber ich hätte es nicht verdenken können.

Ein Gespräch mit einer alten Frau im Dorf hat mir Mut gemacht und hier bin ich. Bitte nimm mich zurück, lass uns wieder eine Ehe führen, eine Familie sein und gib uns eine Heimat.“

Angelika war erschöpft und ich auch. Es war nicht einfach und ich war sehr aufgewühlt und auch wütend. Wütend auf ihre Eltern und auch ein wenig auf mich. Warum habe ich nicht versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Ich hätte ihr sicher helfen können, ihr Schmerzen ersparen können.

Jetzt musste ich mich aber erst um meine Tochter kümmern, die ein wenig ungeduldig war. Ist ja auch nicht einfach für ein fünf Jahre altes Kind, so lange fast alleine zu spielen. Wir gingen gemeinsam über den Hof und ich zeigte ihnen alles. Für ein Kind aus der Stadt ist es schon ein Abenteuerspielplatz und dann auch noch mit Tieren.

Dann habe ich die Beiden in meine Wagen gesteckt und wir sind mit den Hunden auf der Ladefläche in den nächstgelegenen Außenbezirk Berlins gefahren und haben in einer mir gut bekannten Gaststätte zu Mittag gegessen. Schon auf der Rückfahrt hat Susi in den Armen ihrer Mutter geschlafen und ich habe sie in mein Schlafzimmer getragen und sie in mein Bett gelegt. Na ja, lange hat sie nicht geschlafen.

Ich war mir immer noch nicht klar, was ich mit den Beiden machen soll. Aber ich glaube Angel hat meine Unsicherheit gespürt und mich einfach überfallen. Wir saßen draußen auf der Terrasse, sie stand auf und setzte sich einfach rittlings auf meine Schoß und lies mir keine Wahl. Sie küsste mich erst ganz zart und dann immer wilder. Mein Körper übernahm die Entscheidung.

Caro hat uns wohl gesehen, denn beim Füttern der Reitpferde lachte sie mich an und meinte nur, dass meine Frau eine gute Reiterin ist.

Nach dem Abendbrot sind meine Beiden dann doch nach Hause gefahren. So sicher war sich Angelika nicht und hatte daher keine Sachen für ihre Tochter und sich mit.

Schon am nächsten Morgen stand der Wagen wieder vor meinem Haus und diesmal musste ich einige Koffer und Taschen rein tragen. Es war nur gut, dass ich ein Gästezimmer habe, dass für meine Tochter erst einmal genutzt werden kann.

Am Abend erfuhr ich dann auch, dass Angel nicht mehr für ihre Eltern arbeitet und derzeit dabei ist, sich neu zu orientieren. Lächelnd meinte sie, dass es aber nicht eilt, da sie ihre Eltern nicht nur mit ihrer totalen Ablehnung bestraft hat sondern auch ihre Anteile am Unternehmen verkauft hat. Bei dieser Erzählung hatte sie wieder dieses Gesicht, hart, eigentlich unheimlich. Sie erklärte es dann. Sie hat an eine großen Konkurrenten verkauft und die Firma ist dann völlig geschluckt worden.

„Schatz, ich komme zu dir als Bittstellerin. Ich wünsche mir, dass wir wieder zusammenkommen, aber ich muss nicht gleich arbeiten. Ich kann auch Hausfrau und Geliebte werden und muss dir nicht mal auf der Tasche liegen.“

Nun, wir haben uns auf eine Zeit der Probe geeinigt. Glaubt ja nicht, dass es mir so einfach gefallen ist. Auf der einen Seite war klar meine immer noch vorhandene Liebe zu der Angelika, die ich mal geheiratet habe und natürlich Susanne. Auf der anderen Seite auch meine Angst, wieder enttäuscht zu werden.

Es war eine Zeit, in der wir uns zwar langsam näher kamen, aber immer noch getrennt in meinem Haus lebten. Sagen wir mal so, wir gingen abends immer noch getrennt zu Bett. Sonst führten wir ein Leben wie eine Familie und Susanne war mir eine super Tochter. Eine neunmalkluge kleine Süße, die es super verstand, ihren Vater um den Finger zu wickeln. Manchmal musste Angelika schon bremsend eingreifen. Ich hätte sie sonst zu sehr verwöhnt.

Auch körperlich kamen wir uns langsam wieder näher. Angel hat mir später erzählt, dass es ihr sehr schwer gefallen ist, mich nicht ins Bett zu zerren und sich das mit Gewalt zu holen, was sie so sehr wollte.

Wir hielten durch bis zu einen sehr schönen Abend kurz vor Beginn der Weizenernte. Wenn das Wetter weiter so blieb, würde der Drusch des Weizens in spätestens zwei Tagen beginnen. Wir hatten alles vorbereitet und ich bin am späten Abend mit Angel noch mal ausgeritten. Die schlimmste Hitze war vorbei, es war angenehm warm und die Pferde atmeten genau so wie die Menschen auf. Keine Hetzjagd, ein lockerer Ausritt bis zu einem kleinen, sehr kleinen See. Die Pferde tranken und standen dann auf der Wiese, fraßen und dösten.

Wir lagen nahe des Ufers im weichen Gras und dann fiel die letzte Schranke. Ich weiß nicht mehr, wer von uns Beiden den Startschuss gab, aber wir waren mehr als schnell beide ohne einen Fetzen Stoff am Leib und ich genoss meine Frau, ließ sie in die Höhen der körperlichen Liebe schießen und dann versenkte ich meinen harten Stamm in ihr heißes Fötzchen und wir erreichten fast gleichzeitig unseren Höhepunkt. Ob es ihre zarte Hand oder der warme Wind war, es dauerte nicht lange und ich war wieder einsatzbereit. Angel sattelte auf, küsste mich wild und leidenschaftlich und ritt mich in die untergehend Sonne.

Schade, dass man in dem Teich nicht baden kann, denn so half nur eine Taschentuch, um den auslaufenden Samen aufzufangen. Der Ritt zurück war langsam und ich übernahm das Absatteln und Versorgen der Pferde. Angel war schon ins Haus gelaufen und als ich eine Stunde später nach einer gründlichen Dusche ins Bett huschte, empfing mich eine nackte, schon wieder geile Frau. Ein langsamer liebevoller Akt mit viel Zärtlichkeit, vielen geflüsterten Versicherungen der Liebe.

Die Ernte war durch. Gutes Ergebnis trotz der Hitze in der Erntezeit, aber die Hitze hat auch ein Gutes, trockenes Getreide mit einem guten Preis hat keine Nebenkosten, wie zum Beispiel für die Trocknung.

An einem schönen Herbstabend saßen wir noch bei einem Glas Wein bzw Bier und geöffneten Terrassenflügeln im Wohnzimmer. Angel glitt auf meinen Schoß, machte es sich bequem und küsste mich zärtlich.

„Ich hoffe, du wirfst uns nicht raus, aber ich muss dir etwas sagen. Eigentlich wollte ich Anfang des Jahres einen Job beginnen, aber leider muss ich passen. Ich werde eine weitere Person in unsere Ehe einführen. Schatz, ich bin schwanger und hoffe, du freust dich genau so wie ich.“

Natürlich freue ich mich genau so und ich habe es ihr sofort und in diese Nacht sehr deutlich gezeigt. Sechs Monate später waren wir zu viert und zwei Jahre später zu fünft. Beide Jungs waren wie auch meine Tochter Susanne meine sehr geliebten Kinder, aber Angel stand und steht immer an erster Stelle.

Susanne ist jetzt eine junge Frau, eine hervorragende Reiterin, die sich sehr der Zucht unserer Pferde gewidmet hat und kurz vor Ende ihres Studiums der Biologie steht. Auch wenn es nicht genau mein Wunsch ist, unterstützen wir sie sehr. Im Stillen hoffe ich, dass sie einmal den Hof übernimmt, denn unsere beiden Jungs haben andere Interessen.

Joachim, der Ältere, kurz Joe ist eine Zahlenmensch und wird wohl entweder Betriebswirtschaft oder Bankwesen studieren. Auch er reitet hervorragend und seine jahrelange Freundin steht ihm da nichts nach.

Torsten, der Jüngste, ist ein wenig aus der Art geschlagen. Er ist der Sportler in der Familie. Groß, sehr breit und sehr ruhig. Ich habe ihn nur einmal völlig aus sich raus kommen sehen und wenn ich nicht sein Vater wäre, hätte ich Angst gehabt. Er war damals in der 10ten Klasse des Gymnasiums und sein langjähriger Freund, das völlige Gegenteil von ihm, wurde durch eine Gruppe von Schülern sehr unfair verprügelt. Warum habe ich nie erfahren. Als wir dazu kamen, ist er ausgerastet und es wäre schlimm geworden, wenn ich ihn nicht hätte ausbremsen konnte. Der Gesichtsausdruck, den ich bei ihm sah, hat mich sehr erschreckt. Diese Maske kannte ich von seiner Mutter.

Wir haben uns später lange mit ihm unterhalten und ihn überzeugt, sich einem bestimmten Training zu unterziehen. Erst bei einem wirklich guten Therapeuten und dann bei einem Meister des Karate. Es hat uns viel Überzeugungsarbeit gekostet, ihn bei dem Meister unterzubringen, da dieser nicht mehr Schüler aufnehmen wollte. Heute sind sie ein verschworenes Team. Manchmal frage ich mich, ob der Meister mehr Vater für ihn ist als ich. Wenn ich eine solche Meinung auch nur andeute, nimmt mich mein Sohn immer in den Arm, hebt mich hoch und drückt mich fest.

„Du bist und bleibst mein einziger Vater. Nichts wird sich daran ändern. Niemals.“

Wir werden uns seinem Wunsch beugen und ihn für eine längere Zeit in die Ferne ziehen lassen.

Angelika ist nie wieder Arbeiten gegangen sondern hat sich auf der einen Seite dem Hof und besonders mir gewidmet und ist eine sehr gern gesehene Förderin des Reitsportes, ihrer zweiten Liebe. Und so sieht sie auch heute noch aus. Schlank und sportlich, immer noch meine geliebte Frau. Auch wenn ich in den ersten Jahren noch ab und zu ängstlich war, hat sie mir nie wieder wirklich eine Grund zur Eifersucht geliefert. Sicher ist der Sex mit ihr nicht mehr so aufregend wie vor Jahren, aber man kennt ja den Partner dafür auch zu gut, weiß, wie er reagiert, wie er es liebt, geliebt zu werden.

Noch heute reiten wir gerne zu dem kleinen See. Liegen faul in der warmen Sonne und lieben uns.



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