Die Rote Zora und ihre Tante (fm:Romantisch, 6148 Wörter) | ||
| Autor: JoeMo619 | ||
| Veröffentlicht: May 23 2026 | Gesehen / Gelesen: 184 / 131 [71%] | Bewertung Geschichte: 10.00 (3 Stimmen) |
| Ein Unternehmer lernt in einem Hamburger Edelbordell eine Nebenerwerbsstudentin kennen und lieben. | ||
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Kiste hüpfe.“ Wir lachten uns an und prosteten uns zu.
Den restlichen Abend warteten wir auf unseren Agenten und die beiden anderen Mitstreiter, die in der Tat nach knapp einer Stunde wieder in der Bar erschienen. Sichtlich erfrischt und erleichtert erzählten sie auf der Rückfahrt zum Hotel ein wenig prahlerisch und banterhaft von ihrer jeweiligen Liebesstunde.
Ich – Klaus Kammer – betreibe ein Speziallogistikunternehmen für radioaktive Produkte und Abfälle, ein „strahlendes Geschäft“, wie meine Ex-Frau gelegentlich lästerte. Mein Beruf brachte es mit sich, dass ich ständig in Deutschland und einigen Nachbarländern unterwegs war. So kam ich auch regelmäßig nach Hamburg, wo ich mein Stammhotel direkt an den Elbbrücken hatte. Ich hatte mir von der Abendeinladung unseres Versicherungsagenten die Adresse des Club Gina auf meinem Mobiltelefon abgespeichert. Der Club hatte mir eigentlich sehr gut gefallen, aber ich liebte bei meinen gelegentlichen Besuchen in derartigen Etablissements den Alleingang. So hatte ich bei meiner nächsten Übernachtung ein klares Ziel zur Abendgestaltung und lenkte mein Auto an einem gewöhnlichen Mittwochabend per Navi zur gespeicherten Adresse.
Die Einlasskontrolle passierte ich genauso unkompliziert wie beim letzten Mal in der Gruppe. Obwohl bereits nach 21 Uhr war die Bar erstaunlich leer. Gerade mal zwei Männer saßen in Begleitung auf den Sitzgruppen, an der Bar selbst zählte ich lediglich fünf Frauen, wenn man von den beiden diensttuenden Barfrauen hinter dem Tresen absah. Ich suchte mir erst einmal einen alleinstehenden Barhocker aus, als die etwas ältere Barfrau auch schon vor mir stand. „Sieh an“, begrüßte mich die etwas ältere Barfrau, die an diesem Abend hochattraktiv aussah: sie trug eine rot-goldene Korsage, die ihren beachtlichen Busen nach oben drückte und ihr ein gewaltiges Dekolleté verschaffte, dazu einen ganz lustigen, weil absolut ungewöhnlichen kurzen, schwarzschimmernden Faltenrock und relativ flache Stiefeletten in derselben Farbe wie ihre Korsage. Aber, und auch das wirkte fast ungewöhnlich, ich konnte an den freien Stellen ihres Körpers kein einziges Tattoo erkennen. „Der Herr ist heute allein.“ Sie lachte mich mit einem breiten, freundlichen Lächeln an. „Wieder ein Whisky Sour zur Eröffnung?“
Ich war absolut baff. „Gerne. Und ich hätte wirklich nicht erwartet, von Ihnen sofort wiedererkannt zu werden.“
Jetzt lachte die Barfrau richtig. „Weißt Du, mein Lieber, Personenbeobachtung und Gedächtnis über Gäste sind das Wichtigste in unserem Geschäft. Immerhin wollen wir jedem Gast einen erlebnisreichen Abend schenken. Und er soll nach seinen Kriterien unseren Club so zufrieden verlassen, dass er gerne wiederkommt. Letztendlich leben wir von solchen Stammgästen.“ Sie drehte sich um und präparierte gekonnt meinen Whisky Sour, kein billiges Getränk, sondern mit zwölfjährigem Glenfiddich Single Malt und frisch gepresstem Limonensaft zubereitet. Mit meinem Getränk bekam ich auch Gesellschaft, die die Barfrau, die augenscheinlich die Oberkommandierende in der Bar war, mit geheimnisvollen Signalen zu mir dirigiert hatte. Ich hatte jedenfalls diesen Eindruck, denn die rothaarige Frau kam vom anderen Ende der Bar und passierte erst einmal einige Kolleginnen, die mich ebenfalls gemustert hatten.
„Darf ich mich zu Dir setzen?“ fragte sie in aller Höflichkeit, und nachdem ich dies bejaht hatte, setzte sie sich auf den Barhocker neben mir, einen ersten flüchtigen Körperkontakt beim Aufsteigen auf den Hocker anscheinend bewusst in Kauf nehmend. „Ich bin die rote Zora“, stellte sie sich mit einem verführerischen Lächeln vor.
„Wirklich?“ reagierte ich vollkommen baff. „Eine rote Zora ist mir bisher ein einziges Mal in meinem Leben begegnet. Und das war ein wunderbares Jugendbuch.“
„Genau diese Zora ist mein Vorbild: rot, unabhängig, ein bisschen wild. Ich finde, sie ist ein schönes Vorbild.“
„Gut, Zora, akzeptiert. Ich liebe starke und rebellische Frauen.“
„Großartig. Das höre ich nicht oft.“ Die Barfrau stand erneut bei uns und schaute mich an. „Darf unsere gute Zora auch etwas zu trinken haben?“
Ich nickte und schaute Zora an.
„Einen roten Sekt-Piccolo, wenn es gestattet ist?“
„Herzlich gerne. Passt zu Dir.“
Wenige Augenblicke später standen die kleine Flasche und das Sektglas vor ihr und wir prosteten uns zu.
„Das erste Mal im Club Gina?“ fragte Zora ganz direkt.
„Ja und nein. Ich war vor ein paar Wochen mit einer kleinen Herrengesellschaft hier. Eure Barfrau hat mich heute Abend direkt wiedererkannt. Wahrscheinlich, weil ich bei dem Besuch ein eher ungewöhnlicher Gast war und im Gegensatz zu anderen Männern unserer Gruppe keine Stunde in den oberen Geschossen verbracht habe.“
Zora lachte, warm und freundlich. „Ja, unsere Dragana hat hier alles unter Kontrolle. Und sie hat das ungeheuerlichste Personengedächtnis, das mir je begegnet ist.“
Ich konnte ihre Einschätzung bestätigen.
„Wo bist Du her?“ fragte ich irgendwann im Verlauf unserer sehr anregenden Unterhaltung. Zora war ein kommunikatives Talent, das anscheinend ihre Gäste gut ins Gespräch ziehen konnte.
„Ist etwas komplizierter“, antwortete sie. „Ich bin als Dreijährige mit meinen Eltern aus dem damaligen Serbien und Montenegro nach Hamburg gekommen, meine Geschwister sind sogar hier geboren. Wir stammen aus der Nähe von Budva an der Adria. Meine Eltern sind vor sechs Jahren mit meinen kleinen Geschwistern zurückgegangen und haben heute ein kleines Apartment-Hotel. Ich bin in Hamburg geblieben, weil ich nur noch zwei Jahre bis zum Abitur hatte und dann hier studieren wollte.“ Sie holte tief Luft, blieb für einen längeren Augenblick stumm und schaute mir in die Augen. „Ich verdiene mir hier mein Geld für mein Studium.“
Jetzt atmete ich tief durch. Ich hatte alles Mögliche im Club Gina erwartet, aber nicht unbedingt eine Studentin im Nebenerwerb. „Was studierst Du?“
„Psychologie, Schwerpunkt klinische Psychologie und Psychiatrie.“ Sie atmete wieder tief durch. „Langsamer, als ich könnte, aber ich komme stetig voran. Ich habe im letzten Sommer das Vorexamen erfolgreich abgelegt.“
„Wie lange hast Du noch vor Dir?“
„Wenn ich weiter so lebe und arbeite wie bisher, sicherlich noch drei Jahre.“ Jetzt lachte sie leise. „Aber ich habe die besten Anschauungsmuster für mein Studienfach drei bis vier Abende pro Woche hier. Die volle Bandbreite, vom vollgesoffenen und dann meist hilflos impotenten Wichtigtuer bis zum freundlichen Gentleman bei den Männern. Die wirklich rauen Gesellen verirren sich selten hierher, dafür sorgen schon Dragana und der gute Felix an der Tür. Ist ein gefürchteter und früher sehr erfolgreicher Kickboxer und UFC-Kämpfer.“
„Und bei den Frauen?“
„Auch eine große Spannbreite.“ Zora dachte kurz nach. „Wir sind alle auf irgendeine Weise Einzelkämpfer. Aber keine Konkurrenten, wie in einem Bordellbetrieb. Das hat Dragana schon gekonnt im Griff.“
„Wer ist Dragana?“
Zora lachte kurz auf. „Die freundliche, alles beobachtende Frau in der Korsage hinter der Bar. Wenn Du so willst, Kompaniechef und Hauptfeldwebel in einer Person. Ihr gehört der Club.“
„Oho. Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“ Ich schaute die Bar entlang. Dragana stand mit dem Rücken zu mir und unterhielt sich gerade mit einem Gast und der neben ihm sitzenden, ziemlich jungen Frau aus ihrer Belegschaft.
„Nebenbei ist sie noch meine Tante. Zweiten Grades, wenn Du es genau wissen willst. Aber das tut ihrer Herzlichkeit und ihrem Familiensinn keinen Abbruch. Sie ist der Hauptgrund, warum ich hier in Hamburg eine Chance auf eine gute Zukunft habe.“
Ich wusste in diesem Moment nicht, wie ich die Unterhaltung mit Zora fortsetzen sollte. Irgendwie waren ihre persönlichen Informationen unter meine Haut geraten. Umso bereitwilliger nahm ich jetzt ihr ganz direktes Angebot an, nachdem sie beide Hände auf meinen Unterarm gelegt hatte, sich vornüber beugte, und mir einen Kuss auf die Wange hauchte. „Du bist ein lieber Mann, der beim ersten Mal ohne nähere Bekanntschaft den Club verlassen hat, um dann allein wiederzukommen. Wollen wir heute für eine Stunde nach oben gehen? Ich hätte Lust auf Dich.“
Ich dachte kurz nach. Ich war genau aus diesem Grund an diesem Abend wieder zum Club Gina gefahren. Aber ich war nicht so richtig auf das gefasst gewesen, was mich dann tatsächlich erwartet hatte. Der Club hatte fast keine Bordellatmosphäre. Im Gegenteil, ich empfand die rote Zora als spontan gefundene Freundin. Ich nickte zustimmend. „Gerne. Ich kann mir eigentlich nichts Verheißungsvolleres vorstellen.“
Fünf Minuten später stiegen wir mit einem Sektkübel und zwei Gläsern in der Hand die Treppe bis in das zweite Obergeschoss hinauf, wo uns ein überraschend geschmackvoll eingerichtetes Schlafzimmer mit einem sehr großen Doppelbett erwartete. Zoras Angebot, mit einem gemeinsamen Duschbad zu starten, nahm ich mit Freuden an. Ich mochte es auch privat, mit einer Geliebten gemeinsam zu duschen, ihren Körper von Kopf bis Fuß einzuseifen und genauso eingeseift zu werden. Hier kam noch etwas hinzu, was ich in einem Club wie diesem nicht erwartet hatte. Nach dem gegenseitigen Abtrocknen stand uns eine sehr angenehm duftende Bodylotion sowohl für den Herrn als auch für die Dame zur Verfügung, was mir besondere Freude bereitete, Zora noch einmal von Kopf bis Fuß mit dieser Lotion einzureiben und von ihr dieselbe Behandlung zu bekommen. So angeregt und angetörnt kehrten wir wieder zu unserem großen Bett zurück.
Die nächste Dreiviertelstunde war eher wie eine erste Nacht mit einer neuen Freundin denn ein Besuch in einem Erotikclub beziehungsweise einem Edelbordell. Allerdings mit dem Unterschied, dass Zora erstens ziemlich geübt und weitgehend hemmungslos und zweitens sehr genau wusste, was sie von mir wollte. Sie ließ sich von mir bis zu einem ersten, richtigen Orgasmus lecken, indem sie sich fast femdom-mäßig auf mein Gesicht setzte. Dann spendierte sie mir einen herrlichen Blowjob, immer wieder bis kurz vor den spritzigen Explosionspunkt, um mich dann in diesem Zustand mit einem geübten Zweifingergriff an der Schwanzwurzel zurückzuhalten. Zu guter Letzt fickten wir dann richtig, erst ritt sie mich als Cowgirl, um dann auf alle Viere zu gehen und mich Doggy-Style tief in ihr explodieren zu lassen. Nur das obligatorische Kondom hinderte mich, sie vollkommen zu besamen.
Wir hatten tatsächlich unsere Stunde etwas überzogen, was Dragana mit einem kritischen Blick quittierte, der sich aber aufhellte, nachdem ihr Zora irgendetwas für mich Unverständliches in ihrer Muttersprache zurief.
„Die Stunde hat gefallen?“ fragte sie dann durchaus mit einem hintergründigen Lächeln, während sie mir noch eine alkoholfreie Coca-Cola servierte. Ich wollte immerhin noch mit dem Auto ins Hotel zurückfahren.
„Es hätte nicht besser sein können“, gab ich als erste Wertung ab. „Ich glaube, Club Gina hat einen neuen Stammgast gewonnen.“
„Das gefällt mir. Wenn Sie es einplanen wollen. Die gute Zora ist immer mittwochs, freitags und samstags im Club. Stammgäste können gern am Tag zuvor anrufen, dann können wir eine entsprechende Planung vornehmen.“ Sie lachte jetzt leise, aber fast diabolisch. „Vermeidet unerwünschte Frustrationen.“ Mit diesen Worten ließ sie mich mit Zora wieder allein.
Eine halbe Stunde später verabschiedete ich mich in aller Freundschaft von Zora, dann aber auch von Dragana, und versprach, bei meiner nächsten Übernachtung in Hamburg wieder vorbeizuschauen.
In den nächsten Monaten übernachtete ich alle zwei bis drei Wochen in Hamburg, kündigte meinen Besuch im Club Gina am Vorabend an und fand meine rote Zora stets gut gelaunt auf mich wartend vor. Bei meinem letzten Besuch vor Weihnachten hatte ich sogar mit einer kleinen Goldkette und einem Saphir-Anhänger ein kleines Weihnachtsgeschenk dabei, was mir einen besonders liebevollen, aber zugleich stürmischen Liebesabend eintrug. Zudem hatte Dragana die gestrenge Stundenkontrolle in unserem Fall gelockert, sodass wir die Zeit fanden und nutzten, die wir miteinander verbringen wollten. Kaufmännisch war das für Dragana ganz einfach, ich zahlte einen kleinen Aufpreis.
Meine Beziehung zu Zora entwickelte sich zu einem echten Verhältnis. Ich achtete darauf, zuverlässig alle zwei Wochen in Hamburg zu übernachten, auch wenn es eigentlich keinen geschäftlichen Anlass dafür gab. Ich musste niemanden fragen, es war meine eigene Firma. Und ich stoppte meine gelegentlichen Besuche in zwei ähnlichen Clubs in Düsseldorf und Belgien, weil ich einfach keine Lust dazu verspürte. Aber diese Beziehung zu Zora fand ausschließlich im Club Gina statt. Zwei Versuche meinerseits, Sie außerhalb ihrer Clubzeiten zum gemeinsamen Abendessen einzuladen, waren von ihr abgeblockt worden. An einem meiner Besuchsabende kamen wir, ich weiß gar nicht mehr warum, auf das Thema Hamburg Ballett zu sprechen, in dem es so heftige, in der Öffentlichkeit ausgetragene Turbulenzen gab, dass der jahrzehntelange Ballettintendant John Neumeier, mittlerweile hoch in seinen Achtzigern, aus dem wohlverdienten Ruhestand interimsweise zurückkehrte, um seine Compagnie und damit sein Lebenswerk vor dem Zerfall zu retten.
„Ich habe wahnsinnig gern Ballett getanzt“, gestand mir Zora. Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr regelmäßig in eine kleine, aber wahnsinnig liebe Ballettschule gegangen und habe praktisch meine ganze Schulzeit dort getanzt.“ Sie lachte leise, mit einem Unterton, der schwer zu deuten war. „Für John Neumeiers eigene Ballettschule hat es bei mir nie gereicht. Ich habe einmal an einem Probenachmittag im Ballettzentrum teilgenommen. Aber war schlicht und einfach nicht talentiert genug.“ Sie zuckte mit ihren Schultern. „Aber zu tanzen hat mir einfach Spaß gemacht.“
„Und heute?“
„Ich mache zweimal in der Woche in einer Jazztanzgruppe mit. In derselben Tanzschule. Montags und donnerstags, wenn ich nicht hier im Club arbeite.“
„Hast Du das Hamburg Ballett schon einmal in einer richtigen Aufführung in der Staatsoper gesehen?“
Zora bekam einen verträumten Blick, als ob sie in eine weit entfernte Vergangenheit reiste. „Einmal, ich war glaube ich, zwölf. Oder dreizehn. Da bin ich mit meiner Mutter kurz vor Weihnachten in Neumeiers „Illusionen wie Schwanensee“ gewesen. Die Bilder von der Aufführung habe ich heute noch wie gestern im Kopf.“
Ich ließ Zoras Begeisterung fürs Ballett in mir sacken. Als sie sich kurz ‚für kleine Mädchen‘ verabschiedete, holte ich mein Mobiltelefon heraus und checkte den aktuellen Spielplan der Staatsoper. Dann ließ ich mein iPhone auf der Bar liegen. „Morgen in vierzehn Tagen steht Prokofievs ‚Romeo und Julia‘ auf dem Spielplan der Staatsoper. Ist ein Donnerstag, Du bist also nicht hier. Darf ich Dich ins Ballett einladen?“
Zora schaute mich eine Zeit lang stumm, aber mit großen Augen an. Dann überzog ein unglaubliches Lächeln ihr gesamtes Gesicht. Sie umarmte mich. Und was eigentlich verpönt war, sie küsste mich ohne Zurückhaltung an der Bar. Lange, warm und intensiv. Dann lehnte sie sich zurück. „Als ich hier anfing, habe ich mir geschworen, mich nie mit einem Gast außerhalb des Clubs zu treffen. Ich wollte in aller Schärfe meine beiden Leben voneinander trennen. Auch als Selbstschutz.“ Sie atmete schwer und tief durch. „Aber eine solche Einladung kann ich nicht ausschlagen. Ja, gerne, Du darfst mich in die Staatsoper einladen.“
Ich nahm mein iPhone wieder in die Hand und buchte zwei Karten im ersten Parkett, aber etwas weiter hinten, damit man die ganze Bühne im Blick hatte. „Ich komme am Abend vorher in den Club und dann können wir besprechen, wo ich Dich vor der Vorstellung abholen kann. Wollen wir vorher noch ein kleines Abendessen am Gänsemarkt machen? Von da sind es nur wenige Schritte zur Staatsoper.“
„Gerne.“
„Dann überlege ich mal und reserviere etwas.“
Die darauffolgende Stunde im Obergeschoss wurde auf attraktive Weise stürmisch, aber zugleich sehr lieb. Und wir überzogen das Stundenlimit an diesem Abend um einhundert Prozent, um Zeit für eine unterhaltsame Pause und einen vollständigen zweiten Durchgang zu haben, was Dragana lediglich mit hochgezogenen Augenbrauen quittierte, als wir wieder an der Bar erschienen.
Der gemeinsame Ballettbesuch war für unsere Beziehung ein Riesenerfolg. Zwar wusste ich immer noch nicht, wo Zora lebte, denn sie kam zu unserem Treffpunkt am Gänsemarkt per U-Bahn, aber erstens war die Vorstellung selbst für mich als eher nur durchschnittlichem Ballettenthusiasten fantastisch und zweitens begleitete Zora mich anschließend ins Hotel und blieb die ganze Nacht bei mir. Wir hatten das neutrale, unverbindliche Spielfeld des Clubs verlassen. Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotelrestaurant mit freiem Blick auf die Elbbrücken fuhr ich Zora noch zur nächsten U-Bahn-Station, weil sie nicht mit ihrem schwarzen Cocktailkleid in die Uni gehen, sondern sich vorher noch umziehen wollte.
Wir verabschiedeten uns voneinander wie ein frisches Liebespaar und verabredeten uns zwölf Tage später wieder im Club. Dieser Abend sollte in jeglicher Weise denkwürdig werden.
Als ich zur üblichen Zeit im Club Gina erschien, war die Bar ein Blumenparadies, zudem hing über der Bar eine Spruchgirlande mit der Aufschrift: „Happy Birthday“. Die Barmannschaft hinter dem Tresen war heute um eine Frau vergrößert. Dragana selbst trug eine funkelnde Brokatkorsage und einen weißen Lederrock und genauso funkelnde Stiefeletten.
„Vermute ich richtig, dass die Chefin heute Geburtstag hat?“ flüsterte ich zu Zora, nachdem wir uns an der Bar begrüßt hatten.
„Und was für einen! Sie wird heute 50!“ Sie nickte anerkennend mit ihrem Kopf. „Für ihr Alter ist sie verdammt gut aussehend und voller Energie.“
Ich nutzte die nächstbeste Gelegenheit, um der Chefin auch persönlich zum Geburtstag zu gratulieren.
„Halt! Stopp!“, rief sie, kam hinter der Bar hervor und kam auf unserer Seite zu den Barhockern, auf denen Zora und ich saßen. Dann breitete sie ihre Arme aus und lachte mich an. „Jetzt darfst Du mir noch einmal richtig zum Geburtstag gratulieren.“
Ich stieg von meinem Barhocker herunter, nahm Dragana in beide Arme und küsste sie auf beide Wangen. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“
„Danke, mein Lieber. Und jetzt darfst Du mich richtig küssen.“ Sie nahm meinen Kopf in beide Hände, zog mich an sich und gab mir einen richtigen Zungenkuss. Feucht, warm und irgendwie herausfordernd. Als wir uns wieder voneinander lösten, lachte sie richtig kehlig, andere hätten dieses Lachen als „ziemlich versaut“ bezeichnet. „Solche Glückwünsche sind mir am liebsten“, grinste sie mich an, bevor sie sich wieder umdrehte. „Mit vollem Einsatz.“ Dann verschwand sie wieder hinter der Bar.
„Dragana und ich haben nachher noch einen Geburtstagswunsch an Dich“, erzählte mir anschließend Zora. „Aber dazu kommen wir später, wenn sich der Betrieb hier eingelaufen hat.“ In der Tat tauchten in der darauffolgenden Stunde noch mehrere langjährige Stammgäste auf, die von der Geburtstagsjubilarin alle dieselbe persönliche Glückwunschzeremonie bekamen wie ich.
Im Club Gina herrschte die sprichwörtliche ‚Bombenstimmung‘. Dazu trug auch bei, dass die Getränke an der Bar an diesem Abend auf Kosten des Hauses gingen. Dragana hatte an diesem Abend für eine übervolle Besetzung an Escort-Damen gesorgt, sodass es sowohl an der Bar als auch in den Sitzgruppen ziemlich eng zuging, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Auch die oberen Räumlichkeiten erfreuten sich eines regen Zuspruchs.
„Und was machen wir heute Abend?“ fragte ich irgendwann unbedarft, aber anscheinend mit einem etwas fordernden Unterton, die rote Zora.
Sie lachte als Antwort. „Wir warten noch eine Stunde. Dann ist hier wieder mehr Ruhe eingekehrt. Und dann machen wir uns an Draganas Geburtstagsgeschenk.“ Weitere Erklärungen gab sie aber nicht ab. Sie ließ mich spekulieren.
Diese Erklärung gab es in der Tat eine Stunde später, als Dragana zwei Flaschen roten Krim-Sekts in zwei Kübeln zusammen mit drei Gläsern ans Ende der Bar stellte, wo die Treppe in die Obergeschosse abging, und dann zu Zora und mir kam. „Ich wünsche mir zu meinem heutigen Geburtstag einen Dreier mit Euch beiden“, lachte sie uns mit einem sehr breiten, wissenden Lächeln an. „Ich habe das schon mit Zora besprochen. Jetzt ist an Dir, mein lieber Klaus, ob Du mir diesen Wunsch erfüllst.“
Ich dachte nicht lange nach, stand von meinem Barhocker ein wenig steif auf und streckte mich. „Nichts lieber als das.“ Auch Zora war bereits aufgestanden und wir quetschten uns entlang der Reihe von besetzten Barhockern zur Treppe. Zora schnappte sich den ersten Sektkübel, während Dragana sich mit dem zweiten Kübel bewaffnete und dann vor uns die Treppe hinaufmarschierte. Das gab mir zum ersten Mal die Gelegenheit, ihr strammes und wohlproportioniertes Hinterteil aus nächster Nähe direkt vor meinem Gesicht zu bewundern.
Wir gingen nicht in Zoras und mein übliches Zimmer im zweiten Obergeschoss, sondern noch eine Etage höher ins Dachgeschoss. Dragana öffnete uns die Tür und trat als Erste ein. „Voila, meine Lieben, nur für exklusive Gäste!“ In der Tat war dieses Zimmer eine innenarchitektonische Wucht. Das gesamte Dachgeschoss war in einen ausgesprochen geschmackvollen Raum mit einem eigenen En-Suite-Bad ausgebaut. In der Mitte stand auf einem kleinen Podest ein riesiges Bett, das augenscheinlich eine Spezialanfertigung sein musste. Dazu waren an den Wänden und an der Decke beleuchtete Spiegel installiert, die, wie ich später feststellen konnte, das sich entwickelnde Liebesgeschehen aus allen Perspektiven beobachtbar machte.
Zora und ich entkleideten zunächst Dragana gemeinsam, was angesichts der geschnürten Brokatkorsage eine lustvolle Weile dauerte. Zum Vorschein kam, eine vollbusige, reife Fünfzigjährige, die aber augenscheinlich ihrem Körper eine Menge Fitnesstraining gönnte und sich deshalb unverändert fest und griffig anfühlte. Insbesondere ihr Po war eine echte Männerpracht. Diese Griffigkeit bestätigte sich auch in der gemeinsamen Dusche, die so groß dimensioniert war, dass man mühelos auch noch einen vierten Teilnehmer an dem erotischen Duschvergnügen hätte integrieren können. So konzentrierten sich Zora und ich gemeinsam auf unser Geburtstagskind in unserer Mitte, was sie wohlwollend und wie eine Katze schnurrend quittierte.
„Ich habe in meinem Leben genug Männer zwischen meinen Oberschenkeln gehabt“, grinste Dragana, nachdem wir uns zu dritt auf dem Bett bequem gemacht hatten. „Das heißt, ich brauche keinen einfachen Fuck, sondern wünsche mir von Euch, nach Strich und Faden verwöhnt zu werden. Dafür habt ihr vier Hände, zwei Münder und Zungen und hoffentlich ganz viel Phantasie. Und das dürft ihr so gestalten, dass ihr selbst auch Euren Spaß habt. Zora weiß, dass ich eine geübte Dreiloch-Stute bin.“ Mit diesen Worten streckte sich Dragana auf dem Bett aus, schob sich ein Kissen unter ihren Kopf und schloss ihre Augen.
Wo Zora das Fläschchen mit dem aphrodisierenden Massageöl hergezaubert hatte, wusste ich nicht. Sie kommandierte einfach: „Mach mal Deine Hände auf.“ Dann versorgte sie mich mit meiner Ladung, ich begann, mich von Draganas Füßen nach oben zu arbeiten, während Zora mit ihren Schultern und ihrem Hals begann. Dragana genoss diese erotische Massage auf dem Rücken liegend in vollen Zügen. Je höher ich mich arbeitete, umso mehr öffnete sie ihre Beine, sodass ihr blankrasierter Liebeseingang in all seiner Orchideenpracht sichtbar wurde. Und ich konnte gleich erkennen, dass sie nicht nur verbal die Massage genoss, ihr Schambereich wurde sichtbar feucht.
Zoras und meine Hände trafen sich genau am richtigen Punkt. Meine Geliebte beugte sich zu mir herüber, gab mir einen Kuss und flüsterte mir dann ins Ohr: „Sie liebt es garantiert, ihre Pussy von Dir regelrecht ausgeleckt zu bekommen, während ich mich mit Fingern und meinem Mund um ihre Clit kümmere. Du wirst sehen, dass das gute Stück richtig aus ihr herauswächst. Wenn sie dann richtig weich und feucht ist, fickst Du sie mit den drei mittleren Fingern, deren Fingerkuppen Du nach oben drückst. Dann geht sie ab wie eine Rakete. Den Rest werden wir sehen.“
Mit dieser klaren Anweisung machte ich mich mit Zoras Unterstützung ans Werk. Dragana reagierte exakt in der Weise, wie Zora vorhergesagt hatte. Sie klappte ihre Beine weit auseinander, sodass wir ungehinderten Zugang zu ihrer Weiblichkeit hatten. Der 3- Finger-Fuck, der von Zoras liebevoller Clitbehandlung sowie dem Druck ihrer flachen Hand auf Draganas Bauchregion oberhalb des Venushügels unterstützt wurde, erzeugte zunehmende Unruhe im ganzen Körper unseres Geburtstagskindes. Zugleich wurde sie langsam, aber stetig lauter. Ihr erster Orgasmus kam mit zwei aufeinanderfolgenden Squirtfontänen, die entlang meiner Hand in die Gegend spritzten, dann rockte Dragana mit ihrem Unterleib so heftig, dass Zora sich erst einmal aufrichtete und Draganas Clit zwangsweise in Ruhe ließ.
„Steck Deine Hand ganz rein“, rief Dragana plötzlich laut. „Und dann fick mich mit Deiner Faust.“
Ich schaute kurz zu Zora, die nur zustimmend nickte. Mein kleiner Finger rutschte problemlos mit in Draganas Pussy, dann rollte ich meine Finger zusammen und zwängte meinen Daumen ins Zentrum meiner Hand. Das letzte Mal, dass ich einen Fisting-Fick bei einer Frau versucht hatte, lag über zehn Jahre zurück und war, ehrlich gesagt, ein Fiasko. Aber ich wusste von diesem Erlebnis, dass man eine bessere Chance auf eine vollständige Penetration hat, wenn man seine gesamte Hand wie eine Schraube in die angebotene Pussy hineindreht. Hier nun gab es fast keinen Widerstand. Mit zwei Hin- und Her-Bewegungen hatte ich den engsten Punkt überwunden, steckte nun bis zum Handgelenk in Draganas Heiligtum und konnte zu meiner Überraschung absolut problemlos meine ausgestreckte Hand in ihr zu einer Faust ballen.
„Jetzt fick sie richtig durch“, rief Zora mir laut zu. „Bis sie verrückt wird und Dich von sich aus herausdrückt.“
„Hau rein, Junge“, hörte ich Dragana laut und deutlich. „Ich kann eine Menge ab und brauche es richtig hart.“
„Befehl ist Befehl“, war mein so ziemlich letzter klarer Gedanke. Dann folgte ich exakt ihren Wunschanforderungen.
Dragana zündete wie eine mehrstufige Rakete, stemmte zeitweise ihren Unterleib in die Höhe, was mir meine ‚Arbeit‘ zusätzlich erleichterte. Dann rollte sich die fünfzigjährige Frau wie ein Rollmops zusammen, zog ihre Kniekehlen mit ihren Händen zu sich und öffnete sich damit in der größtmöglichen Weise. Zugleich wurde jetzt auch ihr Hintereingang zugänglich. Zora ölte sich ihre Finger erneut mit dem Massageöl ein, kniete sich neben mich und hatte innerhalb weniger Augenblicke ihre drei Mittelfinger durch die auf- und zugehende Rosette durchgepresst. Dann passte sie sich meinem Rhythmus in Draganas Rosette an und wir gaben ihr auf diesem Weg eine volle Doppelpenetration.
Dragana war jetzt richtig laut, warf ihren Kopf hin und her und spannte zugleich ihren Bauch im Rhythmus unseres Faust- und Fingerficks bretthart an. Dann explodierte sie, anders konnte man ihren erneuten Orgasmus nicht beschreiben. Eine minutenlange Orgasmuswelle erfasste ihren Körper, während sie nur „weiter, weiter“ herausschrie und eine Unmenge an Liebessaft aus ihr herausströmte.
Ich weiß nicht, wie lang ihr letzter Orgasmus anhielt, jedenfalls ließ sie plötzlich ihre Kniekehlen los, rollte sich etwas auf, umfasste meinen Unterarm und drückte mich aus ihrer Pussy heraus, ohne dass ich meine Faust noch öffnen konnte. Sie passierte ihren Pussyeingang ins Freie mit einem lauten Schmatzgeräusch, gefolgt von einem letzten Schwall an Liebessäften. Dann rollte Dragana auf ihre rechte Seite, rollte sich erneut in eine Art Embryohaltung zusammen und atmete schwer ein und aus.
Unser Geburtstagskind brauchte sicherlich mehr als zehn Minuten, bis sie wieder in der Alltagsrealität angekommen war. In der Zwischenzeit hatte sich Zora meines dreiviertelsteifen besten Freundes angenommen und mir einen schnellen Blowjob-Abspritzer beschert, den sie vollständig in ihrem Mund aufnahm und herunterschluckte. Dann richtete sie sich auf und gab mir einen fetten Spermakuss. „Das hast Du Dir redlich verdient. Meine Tante wird absolut zufrieden sein.“
Genauso war es. Abgekämpft, aber wirklich entspannt, füllte Dragana die drei Gläser erneut mit dem super schmeckenden roten Krimsekt, stieß mit uns an und trank ihr Glas, quittiert mit einem nachfolgenden Rülpser, in einem Zug leer. Das zweite Glas wurde dann auf zivilere Weise geleert.
„Kann der junge Herr noch ein zweites Mal?“ fragte sie nach einer kurzen Ruhepause mit provozierendem Lächeln.
„Das geht ganz gut“, antwortete Zora an meiner Stelle. „Wir müssen ihn nur gemeinsam ein wenig anblasen. Das liebt er am meisten.“
Gesagt, getan. Und nach fünf Minuten Intensivbehandlung stand mein Schwanz wieder stramm von mir ab. „Was kommt nun?“ huschte mir eine stumme Frage durch den Kopf, die sofort beantwortet wurde.
„Strecke Dich einfach aus und genieße“, war Draganas einfache Anweisung, der ich umgehend gehorchte. Dann sattelte sie sich wie ein umgekehrtes Cowgirl auf meinem Gesicht auf und deckte meinen Mundbereich sofort mit ihrer immer noch weichen und pitschnassen Pussy ab, während Zora sich meines erhärteten Prachtstücks ebenfalls rittlings annahm und es bis zum Anschlag langsam absinkend in sich versenkte.
Jetzt raubten mir die beiden Frauen beinahe alle Sinne. Eingezwängt zwischen Draganas Oberschenkel wie in einem glühenden Schraubstock wurde mein Kopf knallrot und ich begann, unter der entstehenden Atembegrenzung heftig zu schwitzen. Zeitgleich turnte Zora regelrecht auf meinem besten Stück rauf und runter, während Dragana ihre Brüste und Brustwarzen einer manuellen Zug- und Druckbehandlung unterzog, die sicherlich bis an die Schmerzgrenze ging.
Während mein Gesicht von Dragana vollkommen geduscht und mit ihren Liebessäften eingecremt wurde, explodierte ich in Zoras Pussy mit einer gewaltigen Ladung frischer Sahne, bis ich nicht mehr konnte und mein bestes Stück sein Paradies zusammengeschrumpelt verließ. Die beiden Frauen erhoben sich schließlich und kuschelten sich zu beiden Seiten an mich. Dann verharrten wir eine ganze Zeit schweigend und kräftig durchatmend aneinander.
„Das war ein wunderbares Geburtstagsgeschenk“, stemmte sich Dragana schließlich über ihre Ellenbogen in die Höhe. „Ich habe sehr viel Spaß gehabt.“ Dann beugte sie sich zu Zora und mir und gab uns beiden einen langen, warmen Dankes- und Liebeskuss. „Jetzt haben wir uns eine zweite Dusche verdient, damit wir nicht wie verschwitzte Bauarbeiter in der Bar auftauchen. Genau diesem Vorschlag folgten wir, dieses Mal ohne erotisches Nachspiel.
Als wir wieder in der Bar eintrafen, stellte ich verblüfft fest, dass wir rund eineinhalb Stunden im Dachgeschoss herumgetobt hatten. Praktisch durchgehend, ohne längere Pause. „Ich hatte Dragana versprochen, dass ein Dreier mit Dir ein besonders gutes Geburtstagsgeschenk wird“, gestand mir Zora, nachdem wir frische Getränke bekommen hatten. „Und Du hast meine und sicherlich auch ihre Erwartungen voll erfüllt.“ Sie beugte sich zu mir hin und gab mir einen richtigen Kuss, was an der Bar eher seltener passierte. „Danke dafür.“
Als ich mich zu früher Stunde von der Geburtstagsfeier aus der Bar verabschiedete und vorsichtshalber ein Taxi zurück zum Hotel nahm, kam Dragana noch einmal hinter der Bar hervor, um sich zu verabschieden. Zuvor hatte sie meinen Wunsch nach einer Rechnung zurückgewiesen. „Du warst heute mein Gast“, hatte sie kurz und bündig erklärt. „Und Du warst ein lieber Gast.“ Als sie mich zum Abschied noch einmal umarmte, flüsterte sie mir noch etwas ins Ohr. „Du bist ein guter Junge. Wenn Dir Zora wirklich gefällt, dann nimm sie Dir und schenke ihr eine Zukunft.“ Dann küsste sie mich zum Abschied.
Draganas Abschiedsbemerkung beschäftigte mich in den darauffolgenden zwei Wochen immer wieder. Ich überlegte hin und her, wie ich ihren Ratschlag umsetzen sollte, ohne Gefahr zu laufen, abgewiesen zu werden oder gar alles zu zerstören. Am Ende entschied ich mich mutig, vielleicht sogar übermutig, für den klassischen Frontalangriff. Ich ging Mittwochnachmittags am Neuen Wall in Hamburg in ein gut bekanntes Juweliergeschäft und fand einen goldfarbenen sogenannten Gypsyring mit einem Brillanten im Zentrum und zwei leuchtenden Rubinen auf beiden Seiten, exakt das Richtige für die Rote Zora. In der Hoffnung, die richtige Größe von Zoras Ringfinger korrekt erraten zu haben, steckte ich abends das kleine Geschenkpäckchen in meine Jackentasche und fuhr, wie verabredet, in den Club.
Ich wartete mit meinem Geschenk, bis Zora und ich in unser ‚normales‘ Zimmer aufgestiegen waren. Aber bevor wir mit dem gegenseitigen Striptease und unserem Duschvergnügen begannen, sank ich plötzlich und ohne Vorankündigung vor Zora auf ein Knie und griff nach ihrer Hand. „Liebe Zora. Wilde, rote Zora. Ich habe Dich unter nicht alltäglichen Randbedingungen kennen und lieben gelernt. Und ich möchte Dich den Rest meines Lebens an Deiner Seite begleiten und Dir eine gute Zukunft bieten.“
Zora hatte vor Überraschung, ich hoffte nicht vor Entsetzen, eine flache Hand auf ihren Mund gelegt, während ihre andere Hand in meiner ruhte. Sie schien zu ahnen, was jetzt kommen würde. Ich griff mit meiner freien Hand in meine Jackentasche und zauberte den Ring hervor. Sie betrachtete ihn mit weit aufgerissenen Augen, ich konnte umgehend erkennen, dass sich aus ihren Augenwinkeln zwei Tränen herauspressten. Ich nahm allen Mut zusammen und stellte die kriegsentscheidende Frage: „Willst Du nicht nur meine Geliebte sein, sondern auch meine Frau werden?“
Sie schaute mich immer noch mit ihren riesengroßen Augen an. Dann streckte sie ihre Hand aus. „Der Ring ist wunderschön. Ein absoluter Traum.“ Sie holte ganz tief Luft. „Ja! Ich will Deine Frau werden und Deine Geliebte bleiben. Für den Rest unseres Lebens.“
Es war, als ob das Schicksal es gut mit uns meinte. Der Ring passte einhundertprozentig. Zora betrachtete ihre Hand nachdenklich, aber mit einem undefinierbaren Lächeln, und drehte ihre Hand hin und her. Dann zog sie mich in die Höhe, umarmte und küsste mich. „Und jetzt machen wir miteinander Liebe, wie wir es bisher noch nicht getrieben haben.“
Es war kein hohles Versprechen. Die nächsten zwei Stunden forderten wir uns gegenseitig zu absoluter Höchstleistung heraus und lagen dann vollkommen erschöpft in unseren Armen und kuschelten miteinander, ohne auf irgendeine Zeitbegrenzung zu achten.
Dragana taxierte uns sehr aufmerksam, nachdem wir nach über zwei Stunden wieder in der Bar erschienen. Als sie vor uns stand, um uns das bestellte Erfrischungsgetränk hinzustellen, legte Zora mit hochgezogenen Augenbrauen ihre flache Hand auf den Bartresen und nickte. Dragana erkannte ihren Verlobungsring und verstand sofort. Diszipliniert wie sie war, hob sie nur beide Augenbrauen, lächelte und nickte. „Schön“, war ihr einziger, spontaner Kommentar. „Sehr schön.“ Erst später am Abend, die Bar hatte sich schon ein wenig geleert, kam sie zu uns zurück, stellte drei Sektgläser auf den Tresen und schenkte sie mit Zoras Lieblingssekt, einem roten Krimsekt, voll. Dann hob sie ihr Glas an und salutierte uns damit. „Werdet glücklich.“ Die vollen Gläser klangen gedämpft, als wir miteinander anstießen.
Nachwort: Ich hatte intensiv überlegt, wie ich Zoras und mein Leben zusammen organisieren wollte. Da kam mir der Zufall zur Hilfe. Der Inhaber einer etablierten Hamburger Spezialspedition für Gefahrguttransporte hatte sich in der Woche vor meinem Verlobungsantrag bei mir telefonisch gemeldet und um ein Gespräch gebeten. Dieses Gespräch hatten wir bei einem gemeinsamen Mittagessen miteinander geführt, bevor ich zum Neuen Wall marschiert war, um Zoras Ring zu kaufen. Mein Gesprächspartner bot mir ohne größere Vorbehalte an, unsere Firmen miteinander zu fusionieren und unter meine alleinige Geschäftsführung zu stellen, da er sich einer großen Herzoperation unterziehen musste und keinen fachkundigen Erben in seiner Familie hatte. Er wollte auf diese Weise die Zukunft seiner Firma und seiner Mitarbeiter sichern. Nach zwei Stunden hatten wir ein grundsätzliches Einverständnis miteinander gefunden, das wir auf einem Briefbogen des Restaurants in einem handgeschriebenen Letter of Intent festhielten und unterschrieben. In den darauffolgenden vier Wochen machten unsere Steuerberater und Anwälte ihre Hausaufgaben und gaben uns eine gute Grundlage zu der beabsichtigten Firmenfusion. Als Konsequenz aus diesem geschäftlichen Schritt verlagerte sich mein Dienstsitz für die fusionierte Firma nach Hamburg, da dort das mit Abstand größere Geschäft angesiedelt war.
Zora und ich fanden sehr schnell eine gemeinsame Wohnung, die sie aus dem kleinen und verdammt teuren Studentenapartment ausziehen ließ. Zugleich verabschiedete sie sich von ihrer Tante als Mitarbeiterin im Club Gina und war nur noch meine Geliebte. Dann konzentrierte sie sich nur noch auf ihr Studium und setzte nach den klinischen Semestern noch eine Promotion darauf.
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