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X - Games (fm:Ältere Mann/Frau, 12257 Wörter)

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Veröffentlicht: Jun 05 2026 Gesehen / Gelesen: 648 / 410 [63%] Bewertung Geschichte: 9.00 (3 Stimmen)
Der Wunsch fremd genommen zu werden

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Hinter jeder Tür ruht ein Raum voller Geheimnisse.

Durch das Schlüsselloch fällt

ein flüchtiger Schimmer des Verborgenen.

Und am Ende bleibt nur eine Frage:

Haben Sie den Mut, diese Tür zu öffnen

und dem Ruf des Kaninchenbaus zu folgen?

Da liege ich nun, nackt und auf dem Bauch auf meinem Bett. Kalt schmiegt sich das Metall der Handschellen um meine Handgelenke, die ich über meinen Kopf ausgestreckt halte, während meine Augen verbunden sind. Jeder Atemzug fühlt sich an, als würde er meine Anspannung noch weiter steigern. Ich spüre, wie meine Gedanken zwischen Angst und Lust hin- und herpendeln. Die Stille meiner Wohnung umschließt mich, während ich darauf warte, gleich von einem völlig Fremden genommen zu werden. Meine Nerven stehen kurz vor dem Zerreißen.

Was genau wird er mit mir machen? Ich frage mich, ob er vielleicht schon in meiner Wohnung ist, ohne dass ich es bemerkt habe.

Jetzt beruhige dich, Susanne. Immerhin war es dein Wunsch, dein Vorschlag. Und doch frage ich mich: In was für eine Situation habe ich mich da gebracht?

War da ein Geräusch?

Ich halte den Atem an.

Hat er meine Wohnung betreten? Oder bewegt er sich irgendwo in meiner Wohnung? Ich hatte ihm doch ganz genau beschrieben, wie er zu mir ins Schlafzimmer kommen soll.

Doch jetzt... Die Totenstille kehrt zurück. Ich beginne, an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Noch vor einer Stunde kannte ich ihn nicht einmal. Jetzt liege ich hier, gefangen zwischen Nervosität und Vorfreude und frage mich, wie es dazu kommen konnte. Ich kann es kaum fassen, wie schnell alles passiert ist. Beim Durchstöbern der Profile auf X-Games bin ich auf sein Profil gestoßen – und irgendetwas daran hat mich sofort angesprochen.

Unaufhörlich kreisen meine Gedanken, während ich bewegungslos auf dem Bett liege. Mein Verstand scheint sich gegen mich zu wenden, malt düstere Szenarien aus und führt mir die Konsequenzen meines Handelns vor Augen. Plötzlich drängt sich die Frage auf, ob mein Wunsch nach einem fremden, hemmungslosen Abenteuer mich in eine gefährliche, vielleicht sogar lebensbedrohliche Situation geführt hat. Die Unsicherheit wächst, jede Erinnerung an meine Nachricht an ihn wird zu einem Anlass für Zweifel. Mein Herzschlag beschleunigt sich, eine kalte Angst breitet sich in mir aus, als würde ich die Kontrolle über das Geschehen verlieren.

Doch dann zwinge ich mich, innezuhalten. Ich erinnere mich an die Absprachen, die ich selbst getroffen habe. Es war mein Entschluss, ihm das Angebot zu machen, auf diese Weise auf ihn zu warten. Ich habe ihm genau beschrieben, wo er den Wohnungsschlüssel findet, wie er sich in meine Wohnung und schließlich in mein Schlafzimmer kommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fremder meine Einladung missbraucht, erscheint mir nun geringer. Rational betrachtet wäre ein solch offensiver Vorschlag wohl eher von einem Menschen mit finsteren Absichten ausgegangen – und nicht von mir selbst, die bewusst die Kontrolle über das Geschehen behalten wollte.

Dennoch spüre ich, wie meine Wünsche und meine Ängste miteinander ringen. Was hat mich dazu bewogen, dieses Risiko einzugehen? Der Reiz des Unbekannten, die Lust, meine Grenzen auszuloten und mich einer fremden Macht zu überlassen? Gleichzeitig fühle ich die Angst vor dem

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