An Sandras Seite (Teil 14): Meine Sandra (fm:Cuckold, 7191 Wörter) [14/14] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TrustYourWife | ||
| Veröffentlicht: Jun 06 2026 | Gesehen / Gelesen: 229 / 197 [86%] | Bewertung Teil: 9.00 (5 Stimmen) |
| Bekommt Andreas seine Sandra endlich zurück? | ||
![]() PrivatAmateure: Bilder, Videos, chatten, flirten, Leute treffen! |
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
trotzdem gibt es immer noch welche, die das nicht begreifen. Die stehen da wie im letzten Jahrhundert, brav, angepasst, und sehen nicht, wie einfach es wäre, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.“
Die Lange griff den Gedanken auf, schob ihren Schläger ins Bag und fragte in die Runde: „Wobei mir die Früchte lieber sind, die stehen, und nicht hängen.“ Nachdem das Gelächter abgeklungen war, setzte sie fort: „Erinnert ihr euch noch an die kleine Brünette, die wir vor ein paar Wochen im Flight hatten? Die mit dem Versicherungsmathematiker?“
„Oh ja“, lachte die Blonde, „die war doch so prüde! Die weiß gar nicht, was ihr alles entgeht.“
Saskia, die Elegante, nickte zustimmend: „Na, passt doch. Ein Mann mit so einem Beruf – da ist ja schon alles gesagt. Ich wette, die beiden haben sich gefunden und sind glücklich in ihrer Langweile.“
„Wie hieß sie noch gleich?“ fragte die Brünette.
Die Blonde winkte ab. „Sabine, oder so. Egal. Die sollte sich mal ihren Stock aus dem Arsch ziehen und sich stattdessen eine andere Latte vorne reinschieben lassen.“
Allgemeines, lautes Gelächter. Ein Lachen, das so frei und spöttisch war, dass ich den Schläger fester umklammerte. Ich sagte nichts, schwang einfach meinen Ball – und traf erstaunlich gut. Innerlich jedoch brodelte etwas zwischen Wut, Verlegenheit und einer seltsam prickelnden Faszination.
Wenn ihr wüsstet…
Wir spielten die Runde zu Ende, ihr Plappern hörte nicht auf. Immer wieder Geschichten von Männern, Affären, Reisen, kleinen Geheimnissen. Ich blieb schweigend, freundlich, der stille Begleiter, der alles aufsog.
Ich stieg nach meiner Runde wieder ins Auto, die Schläger klapperten im Kofferraum, und ein leises Ziehen im Rücken erinnerte mich daran, dass ich die Dehnübungen einmal mehr vernachlässigt hatte. Auf dem Beifahrersitz blinkte mein Handy, eine neue Nachricht. Mailbox. Ich überlegte kurz, ob ich sie erst zu Hause in Ruhe abhören sollte, aber die Neugier gewann. Ich startete den Motor nicht, lehnte mich zurück und drückte auf „Abspielen“.
~~~~~~~~~~
Maria. Natürlich.
Zuerst hörte ich nur Rascheln, Stimmen im Hintergrund, ein leises Klirren von Tassen. Irgendjemand lachte. Dann eine kurze Pause, als hätte jemand das Handy in der Handtasche verschoben. Ich runzelte die Stirn – das war keine normale Nachricht.
Und dann, ganz plötzlich, erkannte ich Sandras Stimme.
„…ich konnte es Andreas nicht so erzählen“, sagte sie leise, fast verschwörerisch. „Er hätte sich nur verletzt gefühlt. Es war einfach… intensiver, als ich erwartet habe. Mit Chris, meine ich.“
Mir wurde heiß, als hätte jemand einen Schlag in meinen Bauch gesetzt. Ich drückte das Handy fester ans Ohr, wagte kaum zu atmen.
„Intensiver wie?“ fragte eine zweite Stimme, ruhig und voller Selbstverständlichkeit. Maria. Natürlich.
Ein Rascheln, dann Sandras Antwort, tiefer und stockender: „Emotional… aber auch körperlich. Er war so aufmerksam, so fordernd zugleich. Ich habe mich… lebendig gefühlt, fast wie neu geboren. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich habe mich in einer Weise begehrt gefühlt, wie schon lange nicht mehr.“
Ich schluckte trocken. Das waren Worte, die sie mir nie gesagt hatte. Worte, die sie mir verschwiegen hatte, damit ich sie nicht hörte – und jetzt hörte ich sie doch.
Maria lachte leise. „Genau das meinte ich, Sandra. Du entdeckst eine andere Seite von dir. Es ist nichts Verbotenes daran, das zuzulassen. Frauen wie wir… wir haben oft gelernt, uns zu beschränken, brav zu sein, uns an die Erwartungen eines Mannes zu halten. Aber das ist doch ein Käfig. Wenn du dich öffnest, kannst du erleben, wie viel mehr in dir steckt.“
Marias Ton war sanft, fast wie die Stimme einer älteren Schwester.
„Und wie hat es sich angefühlt?“
„Unglaublich. Sein Geruch, sein Körper … er ist größer, stärker, er hat so eine Ruhe, die gleichzeitig fordert. Es war, als würde er mir zeigen: ‚Ich nehme mir, was ich will.‘ Und ich hab’s zugelassen. Ich hab’s so sehr gewollt.“
Eine Tasse wurde auf eine Untertasse gestellt.
„Weißt du, Maria …“ Sie stockte, atmete aus. „Das Erste, was mich überrascht hat, war nicht einmal der Sex selbst. Es war dieses lange Davor.“
Ich lehnte mich im Sitz zurück, die Hand noch immer um das Handy geschlossen. Der Parkplatz lag still, nur irgendwo klapperte eine Fahne im Wind.
„Er hat sich Zeit gelassen“, sagte sie. „Viel mehr, als ich es gewohnt bin. Keine Eile, kein Ziel. Seine Hände waren überall, aber nie dort, wo ich sie sofort erwartet hätte. Es war, als würde er mich absichtlich warten lassen, als wollte er prüfen, wie lange ich es aushalte.“
Mein Magen zog sich zusammen. Unwillkürlich dachte ich an mich – an meine Ungeduld, mein Bedürfnis, ihr zu gefallen, ihr schnell zu geben, was sie wollte.
„Und dann seine Lippen und seine Zunge: Es schien, als wolle er jede Stelle meines Körpers probieren und schmecken. Seine Lippen berührten mich nicht einfach, sie zupften an mir. Wenn er dann eine Stelle fand, an der ich besonders empfindlich bin, reizte er mich dort mit seiner Zungenspitze weiter. Das hat immer wieder Schauer durch meinen Körper gejagt. Immer wieder! Und weißt du, meine Brüste sind sehr empfindlich. Wie er die liebkoste, das machte mich wahnsinnig. Als seine Lippen dann meine Brustwarzen umschlossen, wäre ich fast gekommen. Maria, stell Dir das vor: Allein dadurch, wie er mit seinem Mund meine Brustwarzen bearbeitet hat! Irgendwann habe ich selbst gemerkt“, fuhr sie fort, „dass ich unruhig wurde. Dass mein Körper angefangen hat, ihn zu suchen. Nicht umgekehrt. Er hat nichts eingefordert. Ich habe mich ihm entgegenbewegt.“
Ein heißes Ziehen breitete sich in mir aus. Ich erinnerte mich an ihr gepresstes Atmen, an diese Pausen, die mich damals fast wahnsinnig gemacht hatten.
„Er ist dann zwischen meine Beine gerutscht. Aber er hat sich nicht auf mich gelegt, sondern er hat mein Bein hochgenommen und dann erst meine Füße geküsst und sich immer weiter hochgearbeitet. Meine Beine gingen ganz automatisch auseinander. Ich wollte ihn endlich an meinem Zentrum spüren. Weißt Du, ich mag das sonst gar nicht. Allein die Vorstellung, dass Andreas mich dort riecht, oder dass er mich dort mit seinem Mund berührt und mich danach küsst, war mir bisher immer unangenehm. Aber für Chris war es völlig selbstverständlich, dass er sich das nimmt, und ich wollte auch, dass er sich das von mir nimmt. Es fühlte sich so natürlich und richtig an. Und als er dann endlich, endlich seine Lippen um meine Knospe schloss und sie einsog, ist etwas in meinem Kopf explodiert. Maria, ich habe sowas noch nie erlebt!“
Während ich Sandras Worte hörte, vergaß ich irgendwann zu atmen. Gleichzeitig mit ihrer „Explosion“ erwachte mein Atemreflex wieder, und ich holte tief Luft. Wie oft schon hatte ich mir gewünscht, dass sie sich entspannt und ihr wunderschönes und duftendes Geschlecht sich meinen Lippen und meiner Zunge hingibt.
„Als Chris mich dann endlich ganz an sich zog“, sagte Sandra, „war das… anders. Sein Körper fühlte sich größer an. Schwerer. Nicht nur kräftiger, sondern ruhiger. Er musste mich nicht festhalten, um mir das Gefühl zu geben, gehalten zu sein.“
Ein leiser Schmerz stach mir in die Brust. Ruhiger. Ich war immer vorsichtig gewesen. Rücksichtsvoll. Vielleicht zu sehr?
„Und dann“, ihre Stimme senkte sich, wurde intimer, „habe ich ihn gespürt. Wirklich gespürt. Nicht nur mit der Haut, sondern… tiefer. Mein Körper hat sofort reagiert. Da war diese klare, körperliche Gewissheit: Das wird mich fordern.“
Ich schluckte hart. Meine Gedanken liefen schneller, dunkler.
„Als er in mir kam“, sagte sie ruhig, fast sachlich, „musste ich kurz innehalten. Es war heftiger, als ich erwartet hatte. So - gewaltig. Mein Körper brauchte einen Moment, um sich darauf einzustellen. Und genau dieser Moment…“ Sie atmete hörbar aus. „…hat mich unglaublich erregt. Ich habe es fast bedauert, dass er ein Kondom trug.“
Ich presste die Lippen zusammen. Mein Körper reagierte sofort, schamlos, als hätte er nur darauf gewartet.
„Bei Andreas“, sagte sie leise weiter, „weiß ich immer, was kommt. Ich kenne ihn so gut. Das ist wunderschön. Ich fühle mich so sicher bei ihm, und ich bekomme genau das, was ich erwarte. Aber dort … war dieses Unbekannte. Dieses Gefühl, nicht zu wissen, wie mein Körper gleich reagieren würde.“
Diese Worte trafen mich härter als alles zuvor. Und gleichzeitig ließ mein Unterleib nicht locker.
„Chris hat das Tempo bestimmt“, sagte Sandra. „Nicht hastig. Eher wie jemand, der genau weiß, dass er Zeit hat. Ich habe mich ihm angepasst, habe gemerkt, wie ich lauter wurde, offener. Weniger kontrolliert.“
Ich sah die Szene wieder vor mir, obwohl ich sie nie gesehen hatte. Nur gehört. Das Bett, das Knarzen, ihr erstes freies Stöhnen.
„Ich habe Dinge gespürt“, fuhr sie fort, „die ich lange nicht mehr gespürt habe. Dieses tiefe Brennen, dieses Gefühl von Weite. Ich war nicht damit beschäftigt, ihm zu gefallen. Ich war nur noch damit beschäftigt, zu fühlen.“
Ein dumpfer Schmerz legte sich über meine Brust. Ich dachte an all die Male, in denen ich genau das hatte vermeiden wollen: sie zu überfordern, sie zu verlieren.
„Und ja“, sagte sie schließlich, ehrlicher, härter, „es war körperlich intensiver als mit Andreas. Nicht besser im Sinne von wichtiger. Aber unmittelbarer. Weniger zart. Mehr … animalisch.“
Mir wurde heiß und kalt zugleich. Ich rutschte unruhig im Sitz hin und her.
„Das bedeutet nicht, dass ich Andreas weniger liebe“, fügte sie leise hinzu. „Aber ich will nicht so tun, als hätte es keinen Unterschied gemacht. Mein Körper hat es gespürt. Und mein Körper hat es genossen.“
Ein paar Sekunden Stille. Ich hörte nur meinen eigenen Atem, das ferne Geräusch eines vorbeifahrenden Autos.
„Vielleicht“, sagte Sandra dann fast flüsternd, „ist genau das der Punkt. Dass ich beides haben will. Andreas Nähe. Seine Sicherheit. Aber auch dieses andere Gefühl, das mich daran erinnert, dass ich noch immer eine Frau bin, die von einem anderen Mann begehrt werden kann, der sich nimmt, was er will. Der mich will, und mich nimmt.“
Ich ließ den Kopf gegen die Kopfstütze sinken. Meine Hose spannte unangenehm, schmerzhaft. Eifersucht brannte in mir – und darunter diese dunkle, verbotene Lust, Sandra dabei zuzusehen, wie sie sich ihrer Ekstase ergibt, dieses berauschende Gefühl, meine Lust aus ihrer Lust zu ziehen.
Ich saß allein im Auto auf einem ganz normalen Parkplatz.
Und doch fühlte es sich an, als wäre ich wieder dort – im Nebenzimmer, gefesselt, lauschend, zerrissen zwischen Schmerz und Erregung.
Maria schwieg einen Moment, dann hörte ich ihr leises Lächeln durch die Stimme: „Und du hast keine Angst, dass Andreas irgendwann erfährt, was du wirklich empfunden hast?“
„Natürlich habe ich Angst“, sagte Sandra leise. „Aber… es war zu schön, um es nicht zu erleben. Ich hab zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl gehabt, völlig Frau zu sein, begehrt, geführt … nicht nur geliebt, sondern… genommen. Andreas liebt mich so sehr, aber manchmal…“ Ihre Stimme brach ab, dann ein heiseres Flüstern: „… manchmal ist er zu vorsichtig, zu sanft.“
Maria ließ sich Zeit, bevor sie antwortete. „Vielleicht, Sandra, liegt darin gar kein Widerspruch. Du kannst ihn lieben, und gleichzeitig spüren, dass ein anderer Mann dir etwas gibt, was dir gefehlt hat. Das ist kein Verrat an deiner Ehe – es ist ein Hinweis darauf, dass du mehr bist, als eine einzige Rolle.“
Ich hörte mich selbst atmen, hörte, wie mein Herz hämmerte.
„Aber, ist das nicht unfair?“, fragte Sandra zaghaft.
„Unfair wäre es, dich zu verleugnen“, erwiderte Maria ruhig. „Männer verstehen oft nicht, dass Frauen tiefer fühlen, intensiver. Dass wir uns zu dem hingezogen fühlen, der uns auf einer anderen Ebene berührt – körperlich, seelisch, manchmal beides. Das hat nichts mit Schuld zu tun, es ist unsere Natur.“
Sandra schwieg einen Moment. Dann hörte ich sie leise lachen, halb beschämt, halb erregt: „Wenn Andreas wüsste, was wirklich in mir vorging; er wäre schockiert. Vielleicht auch verletzt. Aber ich weiß, dass ein Teil von ihm es ahnt. Vielleicht - würde es ihn sogar erregen.“
Ich schluckte, fühlte mich ertappt, als hätte sie direkt in mein Herz gesprochen.
„Du musst ehrlich mit dir sein“, sagte Maria, noch leiser. „Es geht nicht darum, Andreas zu hintergehen. Es geht darum, deine Weiblichkeit in ihrer ganzen Kraft zu leben. Und glaub mir: Er wird mehr aushalten, als du denkst.“
Sandra seufzte, eine Mischung aus Erleichterung und Scham. „Aber Andreas… er ist so ein guter Mann. Treu, fürsorglich, zuverlässig. Ich will ihn nicht verletzen.“
„Das verstehe ich“, antwortete Maria ruhig. „Aber glaube mir: Männer wie er finden ihren Platz, wenn du mutig genug bist, dir zu nehmen, was dir zusteht. Weibliche Lust ist nichts, wofür man sich entschuldigen müsste. Die Gesellschaft flüstert uns immer noch ein, wir müssten genügsam sein. Aber wir leben nicht mehr im letzten Jahrhundert. Heute greifen Frauen nach den Früchten, die ihnen geboten werden. Und du, Sandra, du hast die Hand schon ausgestreckt.“
Mir raste das Herz. Ich wusste nicht, ob ich wütend, erregt oder panisch sein sollte. Alles zugleich. Meine Frau, die ich eben noch so selbstverständlich als meinen Halt empfunden hatte, sprach mit ihrer Freundin über Dinge, die zwischen uns verschwiegen geblieben waren. Und sie sprach von Chris – mit einer Intensität, die mir den Boden unter den Füßen wegzog.
„Ich weiß, du hast recht,“ hörte ich Sandra wieder. „Es hat mich überrascht, wie leicht es plötzlich war. Ich dachte, ich müsste mich dafür schämen. Aber in dem Moment, als er mich geküsst hat… war da nichts außer Lust.“
Ein kurzes Schweigen. Dann Maria, beinahe feierlich: „Das ist der Anfang, Sandra. Dein Anfang.“
Ich ließ das Handy langsam sinken, während ich die Mailbox pausierte. Mein Herz schlug viel zu schnell. Es war, als hätte ich heimlich durch ein Schlüsselloch geblickt – in eine Welt, die gleichzeitig gefährlich und berauschend war.
Schock, Erregung, Verunsicherung – alles tobte in mir durcheinander. Ich konnte nicht glauben, was ich gerade gehört hatte. Und doch war da ein Teil von mir, der nicht loslassen wollte, der die Stimmen von Sandra und Maria immer wieder in meinem Kopf wiederholte.
Als ich das Handy wieder ansetzte und die Mailboxnachricht weiter verfolgte, war mir klar, dass ich mich in einer Grauzone bewegte. Ich belauschte etwas, das ich nicht hören sollte, und doch konnte ich nicht anders.
Marias Tonfall, ruhig, warm, fast professoral, füllte erneut meinen Kopf. Ich saß regungslos hinter dem Steuer, das Telefon an mein Ohr gepresst, als könne ich so verhindern, dass mir auch nur ein Wort entging.
„Schau‘, Sandra,“ hörte ich Maria sagen, „das, was du da erlebt hast, ist nichts Anormales, nichts, wofür du dich rechtfertigen müsstest. Im Gegenteil. Es ist Ausdruck davon, dass du mit deinem Körper und deinen Instinkten wieder in Verbindung gekommen bist.“
Eine kurze Stille, dann Sandras Stimme, leise, zögernd, doch voller innerer Bewegung: „Es fühlt sich so verboten an. Und gleichzeitig so richtig. Als hätte ich eine Seite von mir geöffnet, die immer da war, nur verschlossen…“
Maria lachte leise, wohlwollend: „Genau das ist der Punkt. Emanzipation heißt nicht, dass wir Frauen uns in die Rolle von Männern zwängen oder uns deren Muster überstülpen. Oder dass wir jeden Beruf wählen könnten. Das können wir schon längst. Es bedeutet, dass wir endlich den Mut haben, zu leben, was in uns angelegt ist. Wir sind nicht dafür gemacht, nur einem Mann zu gehören, uns ausschließlich an Treue oder Pflichten zu binden. Wir sind dafür gemacht, das Beste aus zwei Welten zu nehmen.“
Ich merkte, wie mein Herz schneller schlug. Ich wollte unterbrechen, protestieren, und doch hörte ich gebannt weiter.
„Zwei Welten?“ fragte Sandra.
„Ja,“ sagte Maria. „Das eine ist das Bedürfnis nach Sicherheit, nach Verlässlichkeit. Wir brauchen einen Mann, der bleibt, der beschützt, der ein Zuhause schafft. Das ist tief in uns verankert, schon biologisch. Aber daneben gibt es das andere Bedürfnis – nach dem Mann, der uns körperlich elektrisiert, der unsere Instinkte weckt, den wir begehren und der uns schwängert. Der Alpha, wenn du so willst. Er liefert die Gene, die Kraft, das Feuer. Und genau deshalb sind Frauen genetisch so programmiert, dass sie sich von beiden Polen angezogen fühlen. Auch, wenn Du in Deinem Kopf keine Kinder geplant hast.“
Ich rieb mir die Stirn. Ein Teil von mir wollte ihr Recht geben. Ein anderer schrie, dass es so nicht sein durfte.
„Und du meinst,“ hörte ich Sandra, „dass es nicht falsch ist, wenn ich… wenn ich beides fühle? Andreas als meinen Halt – und Chris… als…“ Sie stockte.
Maria half ihr sanft über die Klippe: „Als den Mann, der deine Leidenschaft entfacht, als den Mann, den Du ganz tief in Dich lässt, damit er Dir ein Kind macht, das Deine Gene weiter verbreiten wird. Das ist kein Widerspruch. Im Gegenteil. Es ist die Wahrheit, die viele Frauen verdrängen. Sie opfern ihre Lust, um die Sicherheit nicht zu gefährden – oder sie opfern die Sicherheit, weil sie sich in die Lust stürzen. Aber das eigentliche Privileg moderner Frauen ist, dass wir beides haben können, wenn wir den Mut dazu finden.“
Ein Knoten zog sich in meinem Bauch zusammen. War das der Anfang vom Ende? Oder war es nur die Offenlegung dessen, was schon immer unter der Oberfläche geschlummert hatte?
Sandra atmete hörbar aus. „Das klingt so logisch, wenn du es sagst. Ich habe mich so schuldig gefühlt. Ich wollte Andreas nicht verletzen, aber… ich konnte Chris nicht widerstehen. Es war, als hätte ich keine Wahl.“
Maria sprach nun fast wie eine Lehrerin, die den entscheidenden Punkt wiederholt: „Genau. Du hattest keine Wahl, weil dein Körper entschieden hat. Das ist die weibliche Hypergamie. Frauen suchen sich instinktiv den Mann, der sie auf der Ebene der Lust, der Körperlichkeit, der Gene am stärksten erfüllt. Aber gleichzeitig wissen sie, dass sie den Mann brauchen, der bleibt, wenn der Sturm vorbei ist. Andreas ist dieser Mann für dich. Er ist dein Hafen. Chris ist der Sturm. Und es liegt in der Natur der Sache, dass kein Mann beide Rollen zugleich erfüllen kann.“
Ich schloss die Augen, die Worte drangen in mich wie Nadelstiche.
Hafen. Sturm. Ich fühlte mich reduziert – und zugleich auf eine paradoxe, fast demütigende Weise bestätigt. Ja, ich war der sichere Mann, der zuverlässige, der liebende. Genau deshalb war sie bei mir. Aber war das genug?
„Und das soll Andreas akzeptieren?“ fragte Sandra nach einer Weile, ihre Stimme vibrierte zwischen Hoffnung und Angst.
Maria sprach mit jener unerschütterlichen Ruhe, die alles so selbstverständlich klingen ließ:
„Das, liebste Sandra, liegt in Deiner Hand. Es liegt an dir, die Führung in Eurer Beziehung subtil, aber konsequent und fest zu übernehmen. Manche Männer wehren sich, andere zerbrechen daran. Aber die, die tief lieben und stark genug sind, ihren Frauen zu vertrauen, finden einen Weg, die Wahrheit zu ertragen. Andreas ist so ein Mann. Er liebt dich wirklich tief und innig, und er wird lernen, dass er nicht weniger wichtig wird – im Gegenteil. Er bleibt dein Fundament. Ohne ihn könntest du dir den Luxus der Freiheit gar nicht erlauben.“
Ein Zittern lief durch meinen Körper. Da war es: Der doppelte Schlag. Verletzung und Erhebung in einem Atemzug. Ich war nicht genug, um sie ganz zu erfüllen – aber ohne mich wäre sie nicht frei, es überhaupt zu erleben.
„Und das sage ich dir jetzt in vollem Ernst: Du bist dumm, wenn du Andreas ziehen lässt, oder ihn sogar von dir stößt. So einen zuverlässigen Mann, der dir so treu ergeben ist, wirst du kaum ein zweites Mal finden. Chris ist für dich neu. Er ist der Alpha, der dir seinen Samen in den Bauch spritzen soll. Metaphorisch, verstehst Du? Unterbewusst. Ja, auch buchstäblich, aber darauf will ich jetzt nicht hinaus. Darum spricht man ja auch anschaulich von den Schmetterlingen im Bauch. Aber ein Chris kommt und geht. Andreas bleibt. Suche in dir, und du wirst finden, dass dir nur Andreas die wahre Liebe gibt. Für Deine Lust höre auf Deinen Bauch. Für Deine Liebe höre auf Dein Hirn!“
Sandra seufzte.
„Also, meine Liebe: Du hast es Dir von Chris endlich mal so richtig besorgen lassen. Aber jetzt ist Andreas wieder Dein Mann. Sieh zu, dass du jetzt wieder deinen ehelichen Pflichten nachkommst und deinem Ehemann vermittelst, dass er dich wieder in Besitz nimmt. Heute Nacht solltest Du ihm gehören.“
Sandra antwortete, und in ihrer Stimme lag etwas wie Erleichterung, ja ein Anflug von Heiterkeit: „Vielleicht hast du recht. Vielleicht habe ich immer schon gespürt, dass es in mir zwei Frauen gibt – die eine, die Nest und Familie braucht, und die andere, die Lust und Abenteuer will. Und jetzt, wo ich es zugelassen habe… fühle ich mich zum ersten Mal vollständig.“
Im Hintergrund vernahm ich Marias Haustürklingel.
„Ah, das werden die Mädels sein. Themenwechsel!“
Die Mailbox knackte, ein Ton kündigte das Ende der Nachricht an. Ich saß da, das Handy in der Hand, unfähig, mich zu bewegen. Mein Herz raste, meine Gedanken taumelten. Ich fühlte mich betrogen, erregt, bestätigt, verloren – alles zugleich, und nichts davon ließ sich voneinander trennen.
~~~~~~~~~~
Kaffee
Ich fuhr vom Golfplatz nach Hause, die Straße zog ruhig an mir vorbei. Der Rhythmus der Reifen auf dem Asphalt beruhigte mich kaum. Zu präsent war noch immer Sandras Stimme in meinem Kopf, dieses unbeabsichtigte Geständnis an Maria, das ich nie hätte hören sollen – und nun doch nicht mehr loswurde.
Ich wusste nicht, ob ich mich kleiner fühlte oder klarer. Vielleicht beides. Aber unter allem lag dieses dumpfe, heimliche Glimmen: Sie war zu mir zurückgekehrt. Und ich spürte, dass etwas zwischen uns offenstand, das nicht mehr zurück in die Schublade wollte.
Als ich in unsere Straße einbog, sah ich sie sofort. Marias Terrasse lag im warmen Nachmittagslicht. Stimmen, Gelächter, das Klirren von Tassen. Sandra saß dort, ein helles Kleid, die Beine übereinandergeschlagen, den Kopf leicht zur Seite geneigt, wie sie es tat, wenn sie zuhörte. Maria neben ihr, lebhaft gestikulierend. Claudia und Karin auf den anderen Stühlen, beide lachend. Und Viktor, an die Terassentür gelehnt, mit einer Kaffeetasse in der Hand.
Ich parkte, nahm meine Tasche aus dem Kofferraum.
„Da ist ja unser Golfprofi!“, rief Maria, kaum dass sie mich sah. „Komm rüber, bevor der Kuchen trocken wird.“
Sandra drehte sich um. Ihr Lächeln traf mich direkt, warm, vertraut. Kein Zögern. Keine Distanz.
„Magst du einen Kaffee?“, fragte sie, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.
Ich setzte mich dazu, nahm Viktors angebotene Tasse an.
„Und?“, fragte Karin neugierig. „Wieder nur Männer unter sich, die über Schlägerlängen philosophieren?“
„Hey“, warf Viktor grinsend ein, „das ist ein hochkomplexes Thema.“
Maria schnaubte. „Komplex ist nur, dass ihr Männer immer denkt, Größe wäre entscheidend.“
„Sprich für dich“, sagte Viktor gelassen und zwinkerte Claudia zu. „Manche Frauen wissen andere Qualitäten zu schätzen.“
Claudia lachte, leicht verlegen. „Viktor, hör auf. Ich bin seit zehn Jahren verheiratet.“
„Und immer noch schön“, entgegnete er ohne Zögern. „Das eine schließt das andere ja nicht aus.“
Karin hob die Hände. „Ich schwöre, früher waren wir alle wilder. Heute diskutieren wir über Brotdosen und Schlafenszeiten.“
„Ach“, sagte Maria, „das Wilde verschwindet nicht. Es wartet nur, bis jemand es wieder hervorlockt.“
Sandra lächelte, rührte in ihrer Tasse. „Ich glaube ja, vieles wird nur leiser. Aber nicht weniger echt.“
Viktor sah sie an, mit einem dieser offenen, spielerischen Blicke. „Sandra, du hast immer so getan, als wärst du das brave Mauerblümchen. Dabei habe ich mich schon früher gefragt, was da eigentlich alles unter der Oberfläche steckt.“
Sandra lachte kurz, schüttelte den Kopf. „Du überschätzt mich. Ich bin ziemlich langweilig.“
„Das sagen immer die Interessanten“, erwiderte er.
Ich spürte, wie Sandra sich minimal zu mir hin bewegte. Ihr Knie berührte meines. Nur ein Moment. Aber er blieb.
„Langweilig ist sie wirklich nicht“, sagte ich ruhig. „Nur sehr wählerisch.“
Sie sah mich an, dieser Blick – weich, klar. „Und sehr glücklich mit meiner Wahl.“
Ein kurzer, kaum merklicher Stillstand im Gespräch. Dann lachte Maria zufrieden, als hätte sie genau das erwartet.
„Seht ihr“, sagte sie, „deshalb mag ich Nachmittage wie diese. Ein bisschen Nostalgie, ein bisschen Wahrheit.“
Viktor hob die Tasse. „Auf die Wahrheit. Und darauf, dass man sich ab und zu erinnern darf, dass man mehr ist als Alltag.“
„Solange es bei Erinnerungen bleibt“, sagte Karin lachend.
„Oder bei Fantasien“, ergänzte Maria trocken.
Sandra nahm einen Schluck, dann sagte sie ruhig: „Fantasien sind harmlos. Entscheidend ist doch, wohin man am Ende des Tages gehört.“
Ihre Hand legte sich auf meinen Unterarm. Nicht demonstrativ. Selbstverständlich.
Die Sonne stand tiefer, die Gespräche wurden ruhiger. Claudia blickte auf die Uhr. „Ich muss los, bevor bei uns das Abendchaos beginnt.“
Karin nickte. „Ich auch.“
Viktor erhob sich, gab jeder einen flüchtigen, übertrieben galanten Handkuss. „Es war mir ein Fest.“
Maria verdrehte die Augen. „Komm rein, Charmeur.“
Sandra und ich verabschiedeten uns, gingen die paar Schritte zu unserem Eingang. Als die Tür hinter uns ins Schloss fiel, war es still.
Sie zog die Schuhe aus, sah mich an – und in diesem Blick lag etwas Vertrautes und Neues zugleich.
„Schöner Nachmittag“, sagte sie leise.
Ich nickte. „Sehr.“
~~~~~~~~~~
Meine Sandra
Als wir durch unsere Haustür traten, fiel sie hinter uns mit diesem vertrauten, dumpfen Geräusch ins Schloss. Es war einfach nur der Übergang vom Draußen ins Drinnen, vom sozialen Spiel zurück in unseren gemeinsamen Raum.
Sandra zog ihre Schuhe aus, stellte sie ordentlich nebeneinander, eine Bewegung, die ich tausendfach kannte. Ich tat es ihr gleich, stellte die Golfschuhe zur Seite. Ein Samstagnachmittag, der sich langsam setzte.
„Magst du etwas trinken?“, fragte sie, während sie bereits in Richtung Küche ging.
„Gerne“, sagte ich, und folgte ihr.
Sie füllte zwei Gläser, stellte eines vor mich, ließ ihre Finger dabei kurz auf meiner Hand ruhen. Es war keine Geste mit Absicht, eher ein leises Wiederankommen. Ich beobachtete sie, wie sie sich bewegte – gelöst, gesammelt, ganz bei sich.
„Viktor hatte heute offenbar Spaß“, sagte ich schließlich, mehr feststellend als wertend.
Sandra lächelte, dieses kleine, wissende Lächeln, das sie sich bewahrt hatte. „Das hat er eigentlich immer.“ Sie lehnte sich an die Arbeitsfläche. „Und bei Maria ist das ja Teil ihres Lebens. Seine Art zu flirten ist für beide vollkommen offen, nichts Heimliches.“
Sie sah mich dabei an, ruhig, ohne Zögern.
„Man merkt, dass er es ernst meint“, ergänzte sie. „Wenn jemand darauf eingehen wollte, wäre das kein Missverständnis.“
Ich nickte. „Claudia und Karin wirkten eher amüsiert.“
„Natürlich“, sagte Sandra. „Sie kennen das. Und sie wissen auch, wo ihre Grenzen sind.“ Ein kurzer Moment des Nachdenkens. „Für mich war das heute ziemlich klar.“
Sie trat näher, legte mir die Hand auf die Brust, als würde sie sich dort orientieren. „Ich war dort mit dir. Nicht nur formal. Innerlich.“
Ihre Stimme war ruhig, sicher. Der Satz brauchte kein Gewicht, um Wirkung zu entfalten.
Wir setzten uns später ins Wohnzimmer. Die Fenster standen offen, ein warmer Luftzug bewegte die Gardinen. Sandra zog die Beine an, lehnte sich an mich, ihr Kopf fand selbstverständlich seinen Platz an meiner Schulter. Unsere Körper erinnerten sich mühelos aneinander.
Meine Hand lag auf ihrem Oberschenkel. Sie schob ihre Hand darüber, verschränkte unsere Finger. Eine Geste, die nichts forderte und doch alles sagte.
„Es war schön heute“, sagte sie leise. „Einfach so zusammenzusitzen. Normal.“
Ich wusste, was sie meinte. Nach den Tagen voller Gedanken, innerer Spannung und unausgesprochener Fragen fühlte sich dieses Zusammensein leicht an. Nicht oberflächlich – getragen.
„Viktors Flirterei“, fuhr sie fort, „hat mir eher gezeigt, wie klar mein Platz gerade ist.“
Ich sah sie an.
„Ich kann das wahrnehmen“, sagte sie. „Einordnen. Auch darüber schmunzeln. Und gleichzeitig spüren, wie sehr ich bei dir bin.“ Ihre Finger drückten meine leicht. „Das fühlt sich richtig an.“
Sie stand auf, zog mich mit sich, ohne Eile. „Komm“, sagte sie. „Lass uns den Abend langsam machen.“
Im Schlafzimmer wechselte sie die Kleidung, kam in einem schlichten Kleid zurück, barfuß. Nichts Inszeniertes. Nur sie. Als sie mir die Arme um den Hals legte, war ihr Kuss ruhig, warm, vertraut. Kein Ziel lag darin, nur Nähe.
„Ich bin froh, dass wir jetzt hier sind“, sagte sie. „Zusammen.“
Ich legte meine Stirn an ihre. Die letzten Tage hatten uns gefordert, körperlich und emotional. Jetzt war da dieses leise Einvernehmen, das sich nicht erklären musste.
Der Abend breitete sich langsam aus, unaufgeregt. Wir ließen uns Zeit, taten nichts weiter, als beieinander zu sein. Ein paar Worte, dann wieder Stille. Kein Plan, kein Ziel. Nur das Wissen, dass wir den Rest des Tages nicht mehr erklären mussten.
Später saßen wir nebeneinander im Wohnzimmer. Das Licht draußen wurde milder, die Geräusche des Tages zogen sich zurück. Sandra hatte sich an mich gelehnt, ihr Körper ruhig, vertraut. Ich spürte ihre Nähe wie einen Anker, etwas, das mich hielt, ohne festzuhalten. Es war dieser Zustand zwischen Wachsein und Loslassen, in dem Gedanken kommen dürfen, ohne zu drängen.
Der Tag lag noch in mir, wie eine Abfolge leiser Bilder. Das Grün des Golfplatzes, das gleichmäßige Geräusch des Wagens auf der Rückfahrt, die Stimmen auf Marias Terrasse. Lachen, kleine Spitzen, Viktors allzu offenes Spiel mit den Frauen. Und immer wieder Sandra – ruhig, präsent, mir zugewandt.
Jetzt saß ich auf der Couch, das Haus still, der frühe Abend weich und weit. Ich ließ die Schultern sinken, spürte, wie die Anspannung der letzten Tage langsam nachgab. Es war dieses seltene Gefühl, wieder Boden unter den Füßen zu haben.
Als Sandra die Treppe hinaufging, hatte ich nicht weiter darüber nachgedacht. Es war eine selbstverständliche Bewegung gewesen, beiläufig wie so viele andere in unserem Alltag. Ich blieb sitzen, hörte entfernte Schritte, dann nichts mehr.
Dann hörte ich Schritte auf der Treppe, ruhig, ohne Eile. Ich erwartete sie, und doch traf mich ihr Anblick unvorbereitet.
Sandra blieb einen Moment im Durchgang stehen, als wollte sie mir Zeit geben. Das tiefe Rot ihres Korsetts fing das Licht ein, ließ ihre Haut warm schimmern. Der Stoff lag eng an, zeichnete ihre Taille nach, hob ihre Brust, ohne aufdringlich zu wirken. Die feine Spitze ließ ahnen, statt zu zeigen. Die Strapse rahmten ihre Beine, gaben ihrer Haltung etwas Entschlossenes, fast Stolzes. Sie bewegte sich langsam, bewusst, als gehöre dieser Moment ihr.
Ich spürte, wie mir der Atem stockte. Nicht aus bloßer Erregung – eher aus Staunen.
„Du schaust mich an, als wäre ich jemand anderes“, sagte sie leise.
„Vielleicht bist du das gerade auch“, antwortete ich ehrlich.
Sandra kam langsam näher. Kein Wort. Sie stellte sich vor mich, nahm mir das Glas aus der Hand, stellte es beiseite. Ihre Finger berührten meine Wange, strichen über meine Lippen, zeichneten vertraute Linien nach. Ich spürte ihre Wärme, den feinen Duft ihrer Haut. Mein Körper reagierte sofort, ohne Zögern.
Sie setzte sich rittlings auf meinen Schoß, ihr Gewicht leicht, kontrolliert. Ihre Stirn berührte meine, ihre Lippen streiften meine, als würde sie prüfen, wie ich atmete. Ihre Hände wanderten über meine Schultern, meinen Rücken, zogen mich näher an sich. Jeder Kontakt fühlte sich bewusst an, gewählt.
„Ich will heute etwas für uns“, sagte sie. „Für dich.“
Ihre Finger fanden den ersten Knopf meines Hemdes. Sie öffnete ihn langsam, konzentriert, als gäbe es nichts Wichtigeres. Ich ließ es geschehen, sah ihr dabei zu. Jeder weitere Knopf löste etwas in mir – ein Nachgeben, ein Vertrauen.
„Steh auf“, sagte sie ruhig.
Ich tat es. Sie zog mir das Hemd von den Schultern, ihre Hände glitten über meinen Rücken, fest und vertraut. Ihr Blick ruhte auf mir, offen, prüfend, ohne Scheu. In mir formte sich ein neuer Gedanke: Diese Frau wusste, was sie tat – und warum.
„Ich gehöre Dir“, sagte sie leise. Kein Besitzanspruch. Eine Einladung.
Ich nickte, unfähig zu sprechen.
Sandra nahm meine Hand und blieb mit mir mitten im Raum stehen. Sie drehte sich zu mir, so nah, dass ich die Wärme ihres Körpers spürte. Ihre Hüften berührten mich, ihr Blick hielt meinen fest, ruhig, aufmerksam, mit diesem leichten Glanz, der mir sagte, dass sie diesen Moment bewusst lenkte.
„Komm“, sagte sie leise.
Sie löste sich von mir und ging zum Tisch. Jeder Schritt wirkte gesetzt, als wüsste sie genau, dass ich ihr folgte: Mit den Augen, mit dem Atem, mit einer Aufmerksamkeit, die mir selbst fast körperlich weh tat. Das rote Korsett spannte sich über ihren Rücken, zeichnete die Linie ihrer Taille nach, hielt sie aufrecht, stolz. Die feine Spitze ließ ihre Haut durchscheinen, nicht entblößend, sondern verheißungsvoll. Die Strapse lagen auf ihren Oberschenkeln wie gezogene Linien, die meinen Blick führten, unweigerlich nach oben.
Als sie sich mit den Händen auf die Tischkante stützte, hörte ich das leise Knarren des Holzes. Ein alltägliches Geräusch, und doch klang es plötzlich wie ein Signal. Sie setzte sich, ruhig, selbstverständlich, als hätte dieser Tisch immer schon genau dafür existiert. Ein Bein ließ sie locker herabhängen, die Fußspitze berührte kaum den Boden, das andere zog sie an, öffnete ihre Haltung. Der Stoff spannte sich, gab nach, zeigte mir mehr von ihr, als jede bewusste Enthüllung es gekonnt hätte.
Ich sah meine Frau. Und ich sah sie neu.
Ihre Haltung war offen, sicher, präsent. Keine Spur von Scham, kein Zögern. Ihr Rücken blieb gerade, die Schultern entspannt, der Kopf leicht geneigt. Ihr Blick ruhte auf mir, wissend. Als hätte sie mich bereits gelesen. Als wüsste sie genau, was dieser Anblick mit mir machte.
Ich sog jedes Detail in mich auf: Die leichte Spannung in ihren Oberschenkeln, die ruhige Art, wie sie ihr Gewicht verlagerte, die Linie ihres Bauchs unter dem Korsett, den Kontrast zwischen dem satten Rot des Stoffes und ihrer warmen Haut. Ich sah, wie sie atmete. Sah, wie sich ihr Brustkorb hob und senkte. Sah die Selbstverständlichkeit, mit der sie mir diesen Anblick schenkte.
Dieser Tisch, an dem wir so oft gesessen, gegessen, geredet hatten, war verwandelt. Und sie war es auch. Als hätte sie sich einen Raum genommen, der immer schon in ihr gewesen war, und ihn jetzt geöffnet.
In mir zog sich etwas zusammen. Überraschung, ja. Auch Unsicherheit. Aber darunter lag etwas viel Stärkeres: Eine Welle von Lust, die nicht aus Hast bestand, sondern aus Staunen. Aus dem Bewusstsein, dass diese Frau dort meine Frau war. Und dass sie sich mir so zeigte, freiwillig, bewusst, mit einer Klarheit, die mich zugleich verunsicherte und festigte.
„Sandra…“, begann ich, und meine Stimme klang rauer als beabsichtigt.
Sie lächelte nicht. Sie sagte nichts. Sie hielt meinen Blick und ließ mich kommen.
Und ich wusste: Dieser Moment gehörte ganz ihr. Und ganz mir.
Sie sah mich an, ihre Stimme ruhig und stark. „Komm her.“
Ich spürte, wie sich Überraschung und Erregung in mir mischten und mich mitrissen. Dieser Tisch war für Gespräche, für gutes Essen, für die kleine Besonderheit im Alltag. Und jetzt saß sie dort, selbstbewusst, fordernd. Es war neu. Verrucht. Und genau deshalb so wirksam.
„Gefällt dir das?“, fragte sie.
„Es macht mich wahnsinnig“, gab ich zu.
Jetzt lächelte sie mich an. „Gut.“
Ihre Hände glitten zu mir, zogen mich näher heran. Sie bestimmte die Distanz, das Tempo. Ihre Stimme blieb ruhig, beinahe sachlich, und gerade das ließ meine Fantasie umso stärker arbeiten.
„Dann steh‘ nicht da rum“, sagte sie ruhig. „Komm näher.“
Ich trat noch näher an sie heran. Mein Herz schlug schneller, nicht nur aus Erregung, sondern aus diesem Gefühl heraus, dass sich etwas verschob. Sandra hatte sich durchaus hingeben können, zärtlich, innig. Aber so – so selbstbewusst, so spielerisch herausfordernd – kannte ich sie nicht. Und genau das machte mich schwindelig.
Sie legte ihre Hände an meine Hüften, zog mich ganz an sich. „Du darfst mich berühren“, sagte sie, „aber langsam.“
Ich legte meine Hände auf ihre Taille, spürte das feste Korsett unter meinen Fingern, die Wärme ihrer Haut. Ihr Atem veränderte sich sofort. Ein leises Einziehen, ein kaum hörbares Ausatmen. Ihre Hände blieben an mir, lenkten mich näher, gaben mir Halt. Mein steifer Schaft drückte gegen ihren Venushügel, und als sie ihr Becken bewegte, spürte ich, wie er zwischen ihre Schamlippen glitt, fühlte, wie sie ihn zärtlich umarmten und befeuchteten.
„So“, murmelte sie. „Spürst du mich?“
„Ja“, antwortete ich heiser.
„Dann nimm dir Zeit.“
Ich ließ meine Hände wandern, über ihren Rücken, ihre Schultern, die Linien ihres Körpers nachzeichnend. Meine Handflächen umschlossen ihre vom Korsett geformten Brüste, während meine Fingerspitzen ihre zarte, nackte Haut über dem Rand des Kleidungsstückes berührten.
Als sie sich weiter zurücklehnte, sich auf dem Tisch abstützte und mir Raum gab, hob sie den Blick zu mir. In ihren Augen lag etwas Weiches, fast Vertrautes, und zugleich dieses neue, offene Spiel.
„Du darfst mich nehmen“, sagte sie ruhig.
Dann, leiser: „Ich will das jetzt mit dir.“
Die Worte lösten etwas in mir. Ich beugte mich zu ihr, küsste sie, spürte, wie sie den Kuss aufnahm, vertiefte, lenkte. Ihre Hände glitten über mich, zogen mich näher, hielten mich. Alles an ihr signalisierte Präsenz. Entscheidung.
Als wir uns vereinten, ich langsam meinen prallen Penis an ihren Eingang ansetzte und meine Hüfte behutsam nach vorne drückte, geschah es wie eine Fortsetzung all dessen, was sich aufgebaut hatte. Ihr Atem wurde tiefer, ihr Körper reagierte auf jede Bewegung. Sie blieb wach, aufmerksam, führte mich mit leisen Worten, mit kleinen Bewegungen ihrer Hüften. Sie reagierte auf jede Bewegung, immer präsent. Ihre Stimme begleitete mich, ruhig, manchmal nur ein Wort, ein leiser Hinweis.
„Hier.“
„Bleib kurz.“
„Jetzt.“
Diese Worte trafen mich tiefer als jede Geste. Ich merkte, wie ich ihr folgte, mich auf sie einließ. Dass ich geführt wurde – und mich dabei dennoch als derjenige fühlte, der sie begehrte, der sie wollte.
„So ist es gut“, sagte sie leise, ihr Atem warm an meinem Hals.
Ihre Hände glitten über meinen Rücken, hielten mich nah bei sich. „Ja … bleib in mir“, murmelte sie, kaum hörbar, mehr ein Empfinden als ein Satz.
Dann hob sie den Kopf ein wenig, sah mich an, ihre Augen offen, klar, ganz bei mir. Ihr Blick hielt mich fest.
„Mach mich wieder zu deiner Frau“, sagte sie ruhig, mit einer Selbstverständlichkeit, die mir den Atem nahm.
Ein kurzer Moment Stille, in dem diese Worte sich in mir festsetzten.
Sie zog mich noch ein Stück näher zu sich, ihre Lippen an meinem Ohr. „Zeig mir“, fügte sie hinzu, ihre Stimme nun tiefer, fester, „dass ich deine Frau bin. Dass ich dir gehöre.“
Etwas riss in mir auf. Kein Zweifel, kein Zögern – nur ein plötzliches, ungefiltertes Wollen. Ihre Worte trafen mich mit einer Klarheit, der ich mich nicht entziehen wollte. Ich spürte, wie sich meine Begierde sammelte, dichter wurde, kraftvoller, getragen von dem Gefühl, sie nicht nur zu begehren, sondern sie zu nehmen – mit ihrem ausdrücklichen Willen, mit ihrer Einladung.
Ich zog mich aus ich zurück, bis nur noch meine Spitze von ihrem ringförmigen Muskel umgeben war. Dann drückte ich langsam nach vorne, gleichmäßig, weiter, immer weiter, bis unsere Schambeine sich aufeinander pressten. Sandra öffnete ihre Schenkel noch weiter, zog mich mit einem langen Ausatmen noch fester an sich heran. Ich wollte noch tiefer in sie eintauchen, drückte fester, während sich meine Hände um ihre Hüfte schlossen. Dann zwang ich mich, wieder aus ihr herauszugleiten, ganz, bis gerade noch meine Spitze gegen ihren Eingang drückte.
Wieder drückte ich geschmeidig in sie. Ich hielt sie fester, bewegte mich entschlossener.
„Ja“, hauchte sie, ihr Atem stockte kurz. „Genau so …“
Ich spürte, wie sie mir entgegenkam, wie ihr Körper sich mir öffnete, jede Intensität annahm, sie suchte, sie wollte. Ihre Stimme begleitete mich, leise, bruchstückhaft – kein zusammenhängendes Sprechen mehr, eher ein Atmen, ein Zittern, ein leises, ungehemmtes Lautwerden. Ihre Hände krallten sich in meine Schultern, ihre Nägel zeichneten flüchtige Spuren auf meiner Haut, als würde sie diesen Moment festhalten wollen.
„Bleib … bei mir“, brachte sie noch hervor, dann verlor sich ihre Stimme wieder in einem hörbaren Atemzug.
Die Spannung baute sich auf; sie sammelte sich, verdichtete sich, wurde schwer, drängend, bis sie sich mit überwältigender Kraft entlud. Ein einziger, alles durchströmender Augenblick, in dem mein Körper nachgab, meine Gedanken verstummten und nur noch dieses tiefe, rohe Gefühl blieb, ganz bei ihr zu sein, ganz mit ihr.
Sandra stieß den Atem hörbar aus, ein Laut zwischen Erleichterung und Hingabe, während sie sich an mich zog.
Wir kamen atemlos zusammen, fielen ineinander, hielten uns fest, als müssten wir uns nach dieser Wucht gegenseitig auffangen. Ihr Körper zitterte noch leicht, mein Atem ging stoßweise, und für ein paar Sekunden gab es nichts außer Nähe, Wärme, das langsame Zurückkehren ins Jetzt.
Sandra zog mich eng an sich, legte die Stirn an meine Schulter.
„Komm her“, murmelte sie leise, fast zufrieden. Ihre Hände blieben an mir, fest, vertraut. Ich spürte ihren ruhiger werdenden Atem, spürte, wie sich etwas in uns beiden setzte.
Tief befriedigt. Still. Ganz bei uns.
„Das wollte ich heute“, sagte sie leise. „Mit dir.“
Ich hielt sie, ließ die letzten Wellen durch mich gehen. In mir ordnete sich etwas. Die Überraschung blieb, aber sie fühlte sich gut an. Wie ein Versprechen an uns beide, das nicht ausgesprochen werden musste.
| Teil 14 von 14 Teilen. | ||
| vorheriger Teil | alle Teile anzeigen | |
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
TrustYourWife hat 4 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für TrustYourWife, inkl. aller Geschichten Email: bernmonty@freenet.de | |
|
Ihre Name: |
|