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Freundschaft (fm:Sonstige, 1435 Wörter)

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Veröffentlicht: Jun 16 2026 Gesehen / Gelesen: 112 / 52 [46%] Bewertung Geschichte: 10.00 (1 Stimme)
Zwei Männer, beim Fußball werden Freunden, zerbricht diese Freundschaft wegen einer Frau?


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Die Dynamik auf dem Rasen der Bezirksklassen Mannschaft war vom ersten Spieltag an perfekt. Wenn Peter den Ball im Mittelfeld unter Kontrolle brachte, das Spiel mit seiner ruhigen, strategischen Übersicht las und den Rhythmus diktierte, wusste Manfred genau, wann er in die Gasse starten musste. Peter war der Kopf der Mannschaft, der Mittelfeldstratege, der einem Spiel seinen Stempel aufdrückte; Manfred war der eiskalte Vollstrecker im Sturm, pfeilschnell und brandgefährlich.

Sie suchten und fanden sich blind. Aus dieser fußballerischen Symbiose entwickelte sich rasch eine intensive Männerfreundschaft. Nach dem Training saßen sie stundenlang bei einem Bier zusammen, stellten verblüfft fest, dass sie denselben Humor teilten, und verbrachten bald auch abseits des Platzes viel Zeit miteinander. Während Peter seit vier Jahren in einer glücklichen, harmonischen Ehe mit Marlies lebte, war Manfred das genaue Gegenteil. Er war ein klassischer Einzelgänger, der keine feste Beziehung führte, sondern von einer Affäre zur nächsten sprang. Frauen waren für ihn austauschbar – bis zu jener Grillfeier der Mannschaft im Hochsommer.

Manfred stand mit einem Drink am Bierwagen, als er sie das erste Mal sah. Eine Frau mit einer eleganten, ungezwungenen Ausstrahlung, deren Lachen sofort den gesamten Raum einnahm. In Manfreds Kopf schlug der Blitz ein. Eine Welle von Besitzgier und Faszination überrollte ihn so heftig, dass er alles um sich herum vergaß. Er setzte sofort seinen gesamten Charme ein, schlängelte sich durch die Menge und unternahm alles, um diese Frau kennenzulernen. Er flirtete offensiv, suchte intensiven Blickkontakt und legte sich mächtig ins Zeug, um sie zu beeindrucken.

In diesem Moment kam Peter mit zwei Tellern vom Grill zurück, legte Marlies den Arm um die Hüfte und lächelte Manfred warm an. „Ach, ich sehe, ihr habt euch schon gefunden. "Manfred, das ist Marlies, meine Frau.“

Der Satz traf Manfred wie ein Schlag in die Magengrube. Die Fassade des coolen Stürmers bröckelte für den Bruchteil einer Sekunde, eine tiefe, lähmende Enttäuschung breitete sich in ihm aus. Doch was ihn in den Tagen danach noch viel mehr wunderte und innerlich aufwühlte, war Marlies’ Reaktion. Sie grüßte ihn beim nächsten Treffen völlig unbefangen und freundlich. Marlies machte sich schlichtweg keine großen Gedanken über Manfreds anfängliche Anbaggern.

Sie war eine attraktive Frau und sie ist seit Jahren gewohnt, von Männern gemustert und charmant bedrängt zu werden. Das Verhalten von Peters neuem Fußballfreund war ihr gar nicht als Grenzüberschreitung aufgefallen; für sie war es nur das typische Gehabe eines charmanten Junggesellen. Dennoch spürte sie instinktiv, dass sie eine gewisse Distanz wahren wollte.

Als Manfred sie später am Abend beim Tanzen fest entschlossen eng an sich zog, wurde diese Distanz spürbar. Marlies spürte das unangenehme Knistern und wich ihm geschickt aus. Sie löste sich aus seinem Griff, sah ihn kühl an und sagte bestimmt: „Ich habe keine Lust mehr auf Tanzen.“ Noch bevor Manfred reagieren konnte, tauchte Peter auf, nahm seine Frau an der Hand und verschwand mit ihr lachend in der Menge auf der Tanzfläche. In Manfred explodierte in diesem Moment eine dunkle, unkontrollierbare Eifersucht. Es war völlig irrational – Marlies war die Ehefrau seines besten Freundes –, doch sein Verstand scherte sich nicht um moralische Grenzen.

In den darauffolgenden Wochen steigerte er sich immer tiefer in eine gefährliche Wahnvorstellung hinein. In seinem Kopf kreiste ein unaufhörliches Gedankenkarussell: Sie weicht mir nur aus, weil Peter im Weg steht. Sie hat die Verbindung zwischen uns gespürt. Sie gehört zu mir, sie weiß es nur noch nicht. Aus dieser fixen Idee gab es für ihn keinen Ausweg mehr; er war gefangen in seiner Obsession. Er begann, die Freundschaft zu Peter schamlos auszunutzen, stellte subtile Fragen über Marlies’ Vorlieben, ihre Gewohnheiten und ihre Ehe, nur um immer mehr Informationen über die Frau seiner Träume zu sammeln. Die Gelegenheit für den nächsten Schritt sah Manfred gekommen, als die Mannschaft Monate später einen Herrenabend organisierte.

Es wurde viel getrunken, und Peter, der normalerweise sehr kontrolliert war, trank an diesem Abend weit mehr, als ihm gutat. Der Alkohol

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