Wir suchen Geschichten! Hast du eine Geschichte geschrieben? Bitte hier einsenden! Danke schön!

Tischler x 2 (2/2) (fm:Sonstige, 18186 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

Autor:
Veröffentlicht: Aug 11 2026 Gesehen / Gelesen: 529 / 368 [70%] Bewertung Teil: 9.75 (12 Stimmen)
Drei Schwangerschaften, vier Babys, Drei gegen einen im Auto, alternative Wahrheiten gelten, ein unwillkommener Besuch einer großen Gruppe

[ Werbung: ]
mydirtyhobby
My Dirty Hobby: das soziale Netzwerk für Erwachsene


Breite der Text unten anpassen: (braucht 'cookies')
[ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ]

© Corda54 Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

Gegen Mitternacht war der Saal fast leer, nur noch von denen bevölkert die im Haus übernachten wollten. Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen auf die Zimmer. Alle waren rechtschaffen müde, wollten nur noch schlafen. Mit Sex in der Hochzeitsnacht war also nichts. Den hatten wir ja schon ausgiebig vorher. So dachte ich jedenfalls. Schön ins Bett eingekuschelt nahmen wir uns in den Arm, schmusten miteinander, bis Helena nicht mehr nur Küsschen gab, sondern mich regelrecht niederknutschte, dabei anfing sich an mich zu drücken. Ganz besonders war das an der Stelle zu spüren wo Mann und Frau am besten zusammenpassen. Ruckzuck wurde mein kleiner Mann aufmerksam, wandelte sich zum Großen. Da konnte ich nicht zurückstehen! Flugs mit der Hand in ihre Schlafanzughose, den Bär gesucht – sie hatte sich seit einiger Zeit nicht mehr kahl rasiert, sondern trug nur einen schön in Form gestutzten Busch; ich fand das viel erotischer als wenn sie eine nackte Muschi präsentieren würde -, gefunden, sie gestreichelt und gekrault. Mehr nicht! Jedenfalls zu Anfang. Sie versuchte den Finger in ihren Schlitz zu lenken, ich wich aus, verwöhnte nur den Bereich links und rechts davon.

„Schatz, mach doch richtig.“ kam es von ihr. Sie packte mich am mittlerweile voll ausgefahrenen Glied, fasste fest zu, bewegte die Hand aber nicht weiter. „Wenn Du nicht mehr machst mache ich auch nichts!“ Ich war mittlerweile auch richtig geil geworden. Eine solche Drohung würde sie umsetzen, da war ich mir sicher. Das wollte ich aber nicht. Also gleich zwei Finger zur Spalte bewegt, dort vorsichtig auf Tiefe geschickt. Sie war pitschnass! Danach kurz mit dem Mittelfinger einen kleinen Trommelwirbel auf ihrer Clit – und dann gar nichts mehr.

„Schatz, Robert, mach doch weiter! Bitte!“

„Nee, Kleines, anders rum!“

Ich drehte mich auf den Rücken.

„Komm, setz Dich drauf und hole Dir was Du möchtest.“

Ich konnte gar nicht so schnell gucken wie sie sich auf meinen Schwanz setzte und einen heißen Ritt begann. Erst saß sie senkrecht auf mir, bewegte ihre Muschi vor und zurück, kreiste auch auf mir. Bald kam sie aber mit dem Oberkörper runter, fing an zu küssen und setzte ansonsten nur ihren Unterkörper ein, den aber so schnell, dass es uns beide fast gleichzeitig entschärfte.

Am Morgen standen wir erst spät auf, frühstückten und bedankten uns beim Wirt und dessen Personal, denn das Putzgeschwader war schon aktiv gewesen. Von ihm bekam ich gleich die Rechnung in die Hand gedrückt. Nun, das war zu erwarten gewesen. Abgemacht war die Überweisung in einer Summe durch mich und die anteilige Erstattung durch die beiden anderen Paare. So geschah es dann auch.

Einige Monate waren vergangen. Wir hatten nach wie vor unsere Spielabende, Helena und ich fuhren in unserer Freizeit gern mal mit dem Fahrrad umher bis ihr das durch die fortschreitende Schwangerschaft zuviel wurde. Die Mädels hatten daraufhin einen Frauentreff ins Leben gerufen, bei dem wir Männer zwar geduldet waren, aber uns mit den Themen – im Wesentlichen Schwangerschaft, Mode, Schwangerschaft, Rezepte, Schwangerschaft, Prominente - nicht so recht anfreunden konnten. Dieter hatte einen leeren Raum im Obergeschoss seines Clubs hergerichtet und dort eine Tischtennisplatte aufgestellt. Überraschend wurde die von den Frauen auch gern genutzt. Drei waren darunter gegen die Dieter kaum eine Chance hatte. Ich kam manchmal ungeplant dazu, war eigentlich ganz gut in diesem Sport, wurde aber von denen dennoch von einer in die andere Ecke gejagt. Die machten sich einen Spaß daraus mich fertig zu machen, bis dann nach Ansage die Hinrichtung erfolgte und ich den Ball nach einem Schmetterball meiner Gegnerin holen „durfte“. Reiner spielte auch manchmal, konnte wohl auch ab und an mal einen Satz gewinnen, war aber letztlich ebenso wie ich gegen die guten Spielerinnen chancenlos. Mit denen, die Anfängerin oder nicht so spielstark waren, wurde dann mehr Pingpong als Tischtennis gespielt. Machte auch Spaß.

Mein Lamborghini stand nach wie vor in der Garage. Bis Helena zu rund wurde um problemlos in die flache Flunder einzusteigen waren wir bei schönem Wetter gern mit unserem Schätzchen unterwegs, fuhren ins nächste Mittelgebirge, nahmen an Oldtimertreffen oder –touren teil oder besuchten auch mal Freunde. Nachdem Helena nicht mehr mochte nahm ich auch Reiner oder Dieter manchmal mit. Als ich Dieter das zweite Mal abholte wurde das Auto von Katharina gesehen und die machte sofort alle anderen Frauen rebellisch. Einige von ihnen waren tatsächlich auch autobegeistert, hatten ein Faible für Oldtimer und / oder für alte Sportwagen. Wie gesagt, beim Espada handelt es sich um – nach meiner Meinung – eines der schönsten Autos ever und so bestürmten mich gleich drei von ihnen, ob sie nicht auch mal mitfahren dürften. Nun, sie waren alle relativ klein – um 1,60 rum – und schlank, also nicht gerade Sitzriesen. Platz wäre für eine vorn und zwei auf den hinteren Sitzen gewesen, aber ich wich aus. Am nächsten Tag erzählte ich zuhause wie ich nur mühsam den weiblichen Andrang abwehren konnte und bekam zu meiner Überraschung zu hören, ich solle doch den Frauen ihren Wunsch erfüllen. Sie hätte da absolut nichts dagegen. Sie könne die Frauen verstehen, ihr gefällt das Auto ja auch. Und wenn sie sich dann auf ihre Art bedanken wollten – auch da hätte sie nichts dagegen, denn mit ihr könnte ich derzeit ja nicht so durch die Betten toben wie wir das eigentlich gerne machten und es wäre ja nur Sex. Sie sei mich meiner Liebe sicher. Zunächst freute ich mich über den Freifahrtschein, aber dann setzte das schlechte Gewissen ein.

„Schatz, ich fahre gern mit einer oder mehreren aus dem Club, aber Sex mit ihnen – ich will nicht fremd gehen!“

„Robert, das ist kein Seitensprung! Erstens hast Du meine Zustimmung, zweitens machst Du das nicht heimlich und drittens kenne ich die Frauen im Betrieb gut genug um zu wissen, keine ist eine Gefahr für unsere Beziehung. Und ehrlich gesagt: es sind ja noch etliche Wochen bis zum Entbindungstermin. Ich merke schon seit einiger Zeit, dass mein Appetit auf mehr als Streicheleinheiten und von Dir in den Arm genommen werden immer mehr nachlässt. Irgendwie musst Du doch Deinen Druck loswerden! Und hinterher erzählst Du mir haarklein was Du alles mit ihnen getrieben hast. Dann habe ich auch noch was davon! Bitte!!!“

„Na ja, ich weiß nicht. Irgendwie komisch wäre das doch. Ich bin doch schon so lange nicht mehr mit einer von ihnen auf dem Zimmer gewesen. Außerdem – außer den Drei, die unbedingt mitfahren wollten, hatte ich keine von ihnen, auch bevor wir beide zusammenkamen. Die anderen sind ja erst zu Dieter gekommen als wir schon zusammen waren. Und die Drei – eine von ihnen ist übrigens Katharina – waren in meiner aktiven Zeit dort nicht gerade meine Favoritinnen. Sie boten zwar einen guten Service, aber küssen mochten sie nicht und Sauna sowie Pool waren auch nicht ihr Ding. Ich will jetzt nicht behaupten ich könne nicht schwach werden wenn sie sich auf diese Art bedanken wollen. Aber ich habe vor stark zu bleiben.“

„Ach was, wir werden sehen. Ich kenne doch meine Schmusebacke und wenn der unter Druck steht…“ Sie grinste über das ganze Gesicht.

Ich ging wieder halbwegs regelmäßig zum Kampfsporttraining, setzte mich danach auch mit Sportfreunden zusammen. An einem dieser Abende kam einer meiner Kumpels – Heiner – ziemlich niedergeschlagen an. Als wir später zusammensaßen sprach ich ihn an. Es stellte sich heraus, dass er massig Ärger hatte. Ein kleiner, aber wie ich wusste bei weitem nicht der erste Seitensprung hatte zum Rausschmiss aus der Firma – er war als Geschäftsführer im Unternehmen seiner Frau tätig gewesen – und zuhause geführt.

„Weißt Du, ich war auch selten blöd. Die Kleine kannte ich seit einem halben Jahr, aber im Bett waren wir erst das dritte oder vierte Mal. Bei ihr ging es diesmal nicht, ihr Verlobter war in ihrer Wohnung und wollte noch bis zum Wochenende bleiben. Also vögelten wir im Gästezimmer meines, nein, des Hauses meiner Frau. Die war am Vormittag zu einem mehrtätigen Seminar gefahren. Pech für mich war ein Schadenfeuer in dem Hotel, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte. Ersatz war wohl nicht zu bekommen. Das Seminar wurde daher abgesagt. Meine Frau fuhr zurück, hörte schon unten im Haus verdächtige Geräusche, wurde misstrauisch und schlich sich nach oben. Ich war gerade dabei in das Schneckchen meiner Bettgefährtin einzufahren – vorher hatte ich mit Zunge und Lippen dort für eine Überschwemmung gesorgt – als es blitzte. Erschreckt drehte ich mich um, sah meine Frau in der Tür stehen. Die stand, wie ich später erfuhr, schon länger dort, hatte uns gefilmt und zum Schluss einige Fotos gemacht. Geschrei gab es keins. Ganz freundlich bat sie das Mädel sie möge sich anziehen und verschwinden. Dann sprach sie mich an. Ich sei im Unternehmen fristlos gekündigt, die Ehe mit ihr wäre natürlich auch vorbei. Innerhalb von zwei Stunden hätte ich ihr Haus zu verlassen. Koffer für Klamotten und Anderes, was ich einpacken wolle, wären, wie ich wüsste, einige auf dem Dachboden. Meinen Dienstwagen dürfe ich noch einen Monat nutzen, müsse ihn dann abgeben. Betreten des Firmengrundstücks oder ihres Hauses sei nur noch mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung erlaubt. Die Schlüssel hätte ich sofort abzugeben. Die notwendigen Änderungen im Gewerberegister würde sie sofort veranlassen, ebenso meine Vollmachten für die Bankkonten widerrufen. Dank des notariellen Ehevertrages hätte ich auch keinerlei Unterhaltsansprüche. Ich war am Boden zerstört, wusste, ich habe keine Chance auch nur einen Teil dieser Prügel abzuwehren.

Untergekommen bin ich bei der Kleinen. Die gestand ihrem Kerl den Seitensprung mit mir. Der reagierte ganz kühl, packte nur seine Sachen ein und meinte zu ihr es sei vorbei, ist dann wohl zu seiner Wohnung gefahren. So war Platz für mich als ich sie anrief und fragte. Aber das wird sicher nichts von Dauer sein. Mobil bin ich noch, der Dienstwagen muss erst in knapp zwei Wochen abgegeben werden. Ich suche daher jetzt sowohl eine kleine Wohnung als auch einen neuen Job. Auch einen kleinen Pkw brauche ich. Kannst Du mir helfen?“

„Also, richtig helfen kann ich nicht. Allenfalls einen älteren zur Ausmusterung vorgesehenen Firmenwagen kann ich Dir für kleines Geld anbieten. Wegen Wohnung und Job kann ich mich mal umhören. Käme als Letzteres nur wieder eine Leitungsfunktion in einem Unternehmen in Betracht oder würdest Du auch in einer Kanzlei als angestellter Anwalt arbeiten wollen?“

„Egal. Hauptsache ein vernünftiger Job mit einem sicheren Einkommen!“

„O.K. Ich höre mich mal um.“

Die voraussichtlichen Entbindungstermine unserer Frauen lagen nur wenige Tage auseinander. Wie wir das hinbekommen hatten wussten wir zwar nicht, sahen aber die Vorteile dabei. Dumm war nur, dass wir Kerle jetzt einen Teil der Arbeit, die vorher die Mädels erledigt hatten, selbst machen mussten. Dieter hatte es gut dabei, denn die in seinem Club arbeitenden Prostituierten freuten sich sogar ihm helfen und sich so für die fast familiäre Atmosphäre in seinem Geschäft revanchieren zu können. Manche hatten sogar nach Absprache mit Cordula angeboten mit Dieter auch mal in die Kiste zu springen. Cordula hatte nicht nur zugestimmt, sie hatte dieselbe Idee gehabt, denn ihr Interesse an Sex hatte die letzten Wochen auch stark nachgelassen. Mit den Zwillingen im Bauch war sie einfach zu schwerfällig geworden – meinte sie jedenfalls.

Helena arbeitete seit einiger Zeit nur noch halbtags, würde in Kürze ganz aufhören und nach der Geburt nur in Teilzeit wieder einsteigen. Lydia und Reiner planten dasselbe. Ich war daher auf der Suche nach einer Bürokraft, hatte auch Bewerbungen bekommen, aber keine darunter gefunden die passte. Vor ein paar Tagen überlegte ich sogar Heiner den Job für die Übergangszeit - bis er einen besseren gefunden hatte - anzubieten. Allerdings gab es sofort von Helena erhebliche Bedenken: ein notorischer Fremdgänger – ich erzählte ihr natürlich von der Dummheit meines Sportkumpels – dürfte auch andere charakterliche Mängel haben. Das sagt zwar nichts über die fachliche Eignung aus, lässt aber Rückschlüsse auf die soziale Kompetenz zu. Ein negativer Einfluss auf den Betriebsfrieden müsse ja nicht sein, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür sehe sie doch. Gute Argumente! Ich sah daraufhin davon ab ihm einen Job anzubieten und wollte auch keinem meiner Bekannten ein solches Risiko zumuten. Wegen einer Wohnung für ihn brauchte ich mir keine Gedanken zu machen. Auf den einschlägigen Internetseiten wurden etliche angeboten, teils sogar zu vertretbaren Mietkosten. Auch in der Tageszeitung standen immer wieder entsprechende Inserate. Da sollte er es wohl allein hinbekommen sich was Geeignetes zu suchen.

Einige Wochen später – Helena hatte mich ein paar Mal „genötigt“ eine Tour mit meinem Schätzchen zu machen – war ich in Richtung Mittelgebirge unterwegs. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausflügen ohne meine Frau begleiteten mich dieses Mal alle drei Grazien. Bisher war es meist Katharina und je einmal Anja und Christina. Beide waren noch sehr jung, gerade 21 Jahre alt und erst wenige Jahre im Gewerbe tätig, stammten ebenso wie Katharina aus dem Ausland, sprachen aber recht gut Deutsch. In ihrer Heimat erreichten sie einen Schulabschluss, der der deutschen Mittleren Reife entsprach, konnten aber danach keinen Ausbildungsplatz bekommen. Ihre beste Freundin wurde mal von ihnen so gelöchert bis sie aufgab und von der Art ihres Broterwerbs erzählte. Alles natürlich im Vertrauen und erst ohne allzu krasse Auskünfte, später mit mehr und mehr Details. Thema war aber auch welch unterschiedliche Erfahrungen Frauen in diesem Job machen könnten und dass es in ihrem – in Dieters – Laden sehr familiär zuginge, in anderen Clubs aber eine ganz andere Atmosphäre anzutreffen sei. Beide waren sexuell interessiert und der Meinung so mit jeder Menge Spaß auch viel Geld verdienen zu können. Zwischenzeitlich verflog die erste Euphorie, die Realität holte sie auf den Boden der Tatsachen zurück; beide hatten einsehen müssen, dass bei dieser Arbeit Spaß am Sex selten und das Einkommen doch nicht so überwältigend hoch war. Schätzen lernten sie aber das harmonische Miteinander von Chef, Chefin und Mädels im Haus.

Es war ein Montag. Der Club war daher zu. Verabredet war ich mit Katharina. Sie zeigte sich bei früheren Ausflügen als sehr angenehme Beifahrerin, die auch ein überraschend umfangreiches Wissen über Oldtimer hatte. Mit ihr war es unterwegs nie langweilig. Allerdings versuchte sie – ebenso wie die beiden anderen – mich jedes Mal, wenn wir von einer Tour zurück waren, in eines der Zimmer zu lotsen, war dann einerseits enttäuscht weil ich mich davor drückte, lachte sich andererseits schief über meine Ausreden. Kürzlich bekam ich bei einem Spieleabend sogar mit als sich Helena und Katharina trafen, lange unterhielten und mich dabei immer wieder ansahen. Ich ahnte Böses!

Ich fuhr auf den Hof des Anwesens. Mein Fahrgast musste schon auf mich gelauert haben, jedenfalls kam sie kurz darauf aus der Tür gelaufen – und Anja und Christina hinterher! Ohne etwas zu sagen öffnete Katharina die Beifahrertür, die beiden anderen Frauen setzten sich in den Fond, Katharina anschließend auf den Beifahrersitz. Ich verstand nur noch Bahnhof!

„Katharina, ich meine verabredet waren wir beide. Und nun überfallt Ihr mich zu Dritt. Was soll das?“

„Ich habe mit deiner Frau gesprochen. Die meinte mit einer Beifahrerin bist Du nicht ausgelastet. Ich soll bei passender Gelegenheit meine Freundinnen mitnehmen. Voila! Hier sind wir! Und jetzt steige bitte ein und fahre los. Wohin fahren wir denn heute?“

Vor soviel weiblicher Übermacht musste ich klein beigeben. Aber eine kleine Rache kam doch: „Das wird nicht verraten. Aber wir fahren dahin wo Eure Verwandten gerne feiern.“

„Aber wir haben doch gar keine anderen Verwandten hier und bis zu uns nach Hause ist es zu weit. Du schwindelst uns an. Sag schon, wo geht es heute hin?“

Ich grinste nur, sagte nichts und fuhr los. Die rund 10 Kilometer bis zur nächsten Autobahnauffahrt musste ich größtenteils auf Geschwindigkeitsbeschränkungen Rücksicht nehmen. Teure Fotos mussten ja nicht sein. Im Wagen plätscherte die Unterhaltung leise vor sich hin. Meist waren nur die Frauen daran beteiligt, manchmal wurde ich auch einbezogen. So bekam ich den neuesten Klatsch im Club zu wissen und erfuhr von einem Anruf bei Dieter unmittelbar vor meiner Ankunft, der diesen in helle Aufregung zu versetzen schien. Gemeinsame Bekannte hatten die Drei auch. Was von denen erzählt wurde interessierte mich weniger und so genoss ich die Fahrt mit und in meinem Auto.

Anja und Christina kannten mich nur von den wenigen Malen bei denen ich mit jeweils einer von ihnen auf dem Zimmer war, ansonsten nur wenn wir uns an Spielabenden bei Dieter und Cordula sahen. Ansonsten gab es nur einen weiteren Kontakt als sie meinen Espada erstmals sahen und mir ein Loch in den Bauch fragten. Meinen familiären Hintergrund einschließlich Helenas Schwangerschaft kannten sie daher, von meinem Beruf und sonstigen Lebensumständen wussten sie so gut wie gar nichts. Irgendwie kamen wir auf meinen Beruf zu sprechen. Katharina kannte ihn zwar, hatte aber wohl weder davon noch von den Ereignissen erzählt, in deren Rahmen ich Helena kennen gelernt hatte. Als ich auf Nachfrage angab als Tischler zu arbeiten setzte sie an, erzählte weiter. Ich wollte sie noch bremsen, aber es war zu spät. So erfuhren die beiden jungen Frauen ansatzweise von Helenas Geschichte, ebenso von Lydia, die sie ja an den Spielabenden auch schon sahen, sowie von den Reiner und mir gehörenden Betrieben. Beide Mädels wurden daraufhin auffällig leise. Inzwischen waren wir auch auf der Autobahn. Mit dem gemütlichen Fahren war es vorbei, das Geräuschniveau im Fahrzeug bei um die 150 km/h auf den Abschnitten ohne Tempolimit war dann doch etwas höher. Noch schneller wollte ich nicht unbedingt fahren, denn das hätte nur den Spritverbrauch kräftig in die Höhe getrieben ohne nennenswerte zeitliche Vorteile zu bringen. Nach kurzer Zeit fühlte ich mich aber wie in einem Kindergarten. Nicht wegen meiner Fahrgäste, sondern wegen einiger anderer Autofahrer. Die fuhren als Schlange hinter mir her, überholten, wurden dann langsamer, ließen sich von mir überholen, wiederholten das immer wieder. Mehrmals kam es dadurch auch zu gefährlichen Situationen weil die Fahrer, wenn sie auf gleicher Höhe mit uns waren, statt nach vorn nur zu uns sahen. Einige Mal kam es so beinahe zu Unfällen! Mir war nicht klar ob das Interesse nun meinem Fahrzeug oder den Frauen darin galt. Herausbekommen wollte ich es aber nicht, denn die Sache wurde mir zu dumm. Gaspedal bis zum Bodenblech gedrückt und ab die Post. Der Lambo war in den technischen Daten mit einer Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h angegeben. Der Tacho schwindelte natürlich und zeigte 260 an. Im Auto war es laut geworden, aber das Mundwerk der Mädels stand still! Katharina saß etwas verkrampft auf ihrem Sitz, die beiden hinten hatten sichtbar Angst. Für sie war es ja auch deutlich einschüchternder, denn im Gegensatz zu Katharina konnten sie gut zur Seite, aber nur eingeschränkt nach vorn aus dem Fahrzeug sehen.

Das hohe Tempo fuhr ich aber nur kurze Zeit, dann hatte ich den Schwarm hinter mir abgehängt. In der Ferne sah man auch schon Berge. Die nächste Autobahnabfahrt, Seesen, war meine. Ich fuhr den Harz über Osterode von Süden her an, wollte ganz gemütlich die Fahrt auf den Straßen durch die Berge genießen und dabei einige Aussichtspunkte ansteuern. Meine Gäste waren ja sicher noch nie hier gewesen.

Die erste Station war Braunlage. Das Fahrzeug unten auf dem Parkplatz abgestellt und ab zur Kasse der Seilbahn, 4 x Berg- und Talfahrt verlangt. Als ich meine Geldbörse ziehen wollte drängte Katharina sich vor. „Die lässt Du schön stecken. Solche Sachen zahlen wir!“ Lust zu diskutieren hatte ich nicht. Schließlich waren die drei gegen einen. Weibliche Übermacht und ich daher sowieso chancenlos…

Wir bekamen eine Sechserkabine für uns. Sofort nach unserem Einstieg schnappten die Türen zu und die Fahrt begann. In der Gondel war es mäuschenleise – alle genossen die lautlose Fahrt über die Bäume hinweg. Bald jedoch setzte eine leise Unterhaltung ein. Wir machten uns gegenseitig auf Besonderheiten aufmerksam. Die Wanderwege waren – bei dem schönen Wetter kein Wunder – gut besucht. Am interessantesten waren die Familien, die mit kleineren Kindern unterwegs waren. Obwohl wir nicht hören konnten was unter uns gesagt wurde ließen die Bewegungen doch eindeutige Rückschlüsse zu. Mal schrieen sich Elternteile die Seele aus dem Leib und die Kindchen hörten – oder eben auch nicht. Mal rannten sie hinter einem oder mehreren hinterher und versuchten sie einzufangen. Andere wiederum gingen ganz brav mit ihren Eltern Hand in Hand. Anja entdeckte plötzlich mitten im Wald ein Pärchen, das dort offenkundig allein sein wollte. Sicher, von den Wanderwegen konnte es nicht gesehen werden, aber wir entdeckten von oben ganz klar die über einen gefällten oder umgestürzten Baumstamm gebeugte langhaarige Frau und hinter ihr einen Mann mit heruntergelassener Hose. Seine Bewegungen waren eindeutig. Mit der entspannten Stimmung in der Kabine war es schlagartig vorbei. Katharina saß gegenüber von mir, legte ihre Hand in meinen Schritt, suchte den Zipper vom Reißverschluss. Christina beugte sich zu mir, wollte mich knutschen. So gern ich auch küsste und so gern ich auch mal wieder eine andere Muschi ficken würde – ich wollte meiner Helena treu bleiben. Beide von mir weggedrückt, gab es eine Ansage.

„Ich…möchte…das…nicht!!! Zum einen will ich nicht fremdgehen, zum anderen wäre es sowieso dumm hier etwas zu machen. Schaut mal nach vorn. Die Leute in der Gondel dort können genau sehen was hier passiert. Ich weiß nicht ob dort auch Kinder drin sind. Aber selbst wenn nicht – in der Öffentlichkeit ficken hat allzu oft eine Anzeige zur Folge. ALSO LASST ES!!!“

Irgendwie schmeichelte es mir schon, dass sie sich wohl verabredet hatten mich irgendwie in die Kiste zu kriegen, aber ich wollte nun mal nicht und war doch sauer wegen des Versuchs – allerdings nicht sehr, denn attraktiv waren sie alle.

Die Stimmung war erst mal im Keller. Kurz vor der Endstation flüsterten die Frauen miteinander. Ich verstand fast nichts, überlegte währenddessen ob ich den Rest des Programms nicht besser streichen sollte. Zu einem Ergebnis kam ich nicht.

Von der Bergstation gingen wir die paar Meter bis zum Gipfel, dort in die Gaststätte, bestellten und genossen die Aussicht bis unsere Essen kamen. Von der Qualität und Portionsgröße war ich angenehm überrascht – nicht der große kulinarische Genuss, aber doch schmackhaft und wir wurden alle gut satt. Die Rechnung übernahm Anja. Früher stand dort auch eine in den zwanziger Jahren errichtete Sprungschanze, auf deren Aufstiegsturm man gehen konnte. Leider war die schon vor längerer Zeit abgerissen worden. Diese Trimmdichübung blieb uns erspart, die damit verbundene noch bessere Aussicht aber leider auch. Aber immerhin konnte ich den Frauen erzählen, dass der Berg uns gegenüber der Brocken sei und dieser bis vor einigen Jahren der höchste Berg der Welt war. Da kam aber von allen gleich Protest!

„Das ist doch der Mount Everest im Himalaja!“

„Nein, das war der Brocken. Damals hat man gesagt, der ist so hoch, dass keiner drauf kommt. Auf dem Mount Everest waren aber schon etliche Bergsteiger.“

Sie sahen mich verständnislos an.

„Es war eigentlich nur ein Spruch. Bis zur Wende war der Brocken Sperrgebiet in der damaligen DDR. Hinauf durfte niemand außer ein paar Soldaten, die dort eine Abhörstation betrieben.“

Nun, alle Drei waren nach der Wende geboren, hatten zudem in ihrer Heimat natürlich keinen schulischen Unterricht in spezieller deutscher Geschichte bekommen. Sie gaben sich mit der Erklärung zufrieden, fragten nicht weiter nach.

Die Rückfahrt mit der Seilbahn verlief ohne Besonderheiten. Auf dem Parkplatz standen einige Fremde an meinem Wagen, denen ich – ich freute mich natürlich über ihr Interesse – ausführlich etliche Fragen beantwortete, dann aber doch die Damen bat einzusteigen. Ein kurzes „winke winke“ zu den Neugierigen und dann ging es wieder auf die Straße Richtung Bad Harzburg. In Torfhaus auf den Parkplatz und auf den Aussichtspunkt Richtung Brocken hingewiesen, aber nicht angehalten, und dann die Bundesstraße hinab, dabei aber immer schön auf die Geschwindigkeitsbegrenzung achtend. Die stationären Radarfallen kannte ich, aber es konnten ja auch mobile lauern. Kurz vor Bad Harzburg auf den Wasserfall aufmerksam gemacht – von den Frauen kam ein ooooh -, aber auch nicht angehalten. Es hätte zuviel Zeit gekostet und mir den Gag mit dem Hauptziel verdorben. Hinter Bad Harzburg begann die Autobahn, da durften die Pferdchen unter der Motorhaube merkbar schneller traben. An Wernigerode vorbei, einige Zeit später die Abfahrt Richtung Thale genommen und einmal quer durch den Ort – und wieder standen wir an der Talstation einer Seilbahn. Auch hier wurden vier Karten für die Berg- und Talfahrt gelöst. Beim Zahlen drängelte sich erwartungsgemäß Christina vor. Die Kabinen hier hatten ebenfalls sechs Plätze. Ich wusste, dass einige Glasfußböden hatten und lauerte darauf, dass eine davon ankam. Solange bat ich immer die Leute hinter uns in der Schlange doch vorzugehen. Als dann eine der gewünschten Gondeln vor uns war musste ich nur noch die Frauen ablenken, dass sie nicht nach unten sahen. Das klappte auch ganz gut. Erst als wir losfuhren bemerkten sie den Fußboden aus Glas, waren etwas erschrocken. Das legte sich aber wieder - bis wir aus dem Gebäude heraus waren. Bald ging es steil nach oben und wir schwebten etwa 50 Meter über dem Boden. Ach, was waren die Mädels leise….

Die Fahrt war nur kurz. In der Bergstation stiegen wir aus, hatten dann den Weg durch ein Wäldchen mit einer ziemlich heftigen Steigung zu bewältigen und standen vor einem ziemlich großen Parkplatz, an dessen Rand etliche Buden standen. Souvenirs, Getränke und Essen wurden angeboten. Während ich mit meinen Begleiterinnen die Runde machte erzählte ich beiläufig, wir seien nunmehr am letzten Zwischenziel unseres heutigen Ausflugs angekommen. Spekuliert hatte ich ja darauf, aber entgegen meinen Erwartungen kam die sofortige Frage nicht von Katharina, sondern von Anja:

„Wo sind denn nun unsere Verwandten. Du hast doch gesagt wir fahren zu ihnen!“

„Nein. Ich sagte wir fahren dorthin wo Eure Verwandten gerne feiern!“

„Na gut. Aber gefeiert haben die hier aber nicht.“

„Anja, das kannst Du gar nicht so genau wissen. Wir sind hier oben auf dem Hexentanzplatz! Wo getanzt wird, wird in der Regel gefeiert. Und weil alle Frauen (mindestens manchmal) Hexen sind seid Ihr mit ihnen verwandt. Also sind wir dort wo Eure Verwandten gerne feiern.“

Ich grinste sie an. Alle drei waren ruhig. Als Protest einsetzte lotste ich sie zu einer Verkaufsbude, erstand für jede eine kleine Hexe. Die hatten sogar einen Besen zwischen den Beinen und ich musste meinen Begleiterinnen erklären, dass Hexen nun mal auf ihren Besen auch fliegen können. Alle lachten. Auf einem Besen fliegen – das kannten sie von den Harry-Potter-Filmen. Anschließend wurde in einem Restaurant in der Hoffnung eingekehrt dort auch Kaffee und Kuchen zu bekommen. Beides wurde angeboten, auch hier in guter Qualität, so dass Katharina und ich uns noch je ein zweites Stück Torte bestellten. Die beiden anderen waren zu satt dafür. Um den Mädels den Wind aus den Segeln zu nehmen ging ich an die Theke, konnte so auch mal selbst zahlen.

Beim Rundgang um den Platz waren wir, nachdem wir aus dem Wald kamen, rechts herum gelaufen und als wir die Reihe der Gebäude abgeschritten hatten, direkt zum Restaurant gegangen. Den krönenden Abschluss des Ganzen hob ich mir bis zuletzt auf.

„So, meine Lieben. Jetzt kommen wir zum letzten Programmpunkt.“

Sie sahen mich mit großen Augen an. „Noch etwas?“

„Dann kommt mal mit.“ Wir gingen zu einer kleinen unscheinbaren Bude, hinter der, als wir nahe dran waren, die Schienen einer Sommerrodelbahn zu sehen waren. Es war eine von der Art mit Zwangsschienen, d.h. man konnte mit dem Schlitten nicht aus der Bahn fliegen. Gerade als wir ankamen wurden kurz hintereinander zwei Schlitten auf die Reise geschickt. Die Frauen sahen mich erschrocken an, bei Anja und Christina wandelte sich der Gesichtsausdruck aber rasch in einen, der Freude und Neugier erkennen ließ. Ausgerechnet Katharina zeigte sich hier als Bangebüx. Erwartet hatte ich es eher umgekehrt. Sie ließ sich dann aber von ihren beiden Freundinnen überreden das Wagnis einer Fahrt mit der Bahn doch einzugehen. Noch während dieser Diskussion besorgte ich die vier Karten, drängte die Frauen dann in Richtung Zugang zur Bahn. Alle bekamen wir eine ausführliche Einweisung zu allgemeinen Verhaltensregeln in der Anlage sowie insbesondere dazu wie das Tempo des Schlittens beschleunigt oder abgebremst werden kann. Unisono bestimmten sie dann aber mich als ersten Fahrer. Kein Problem, ich war da vor ein paar Jahren schon mal gefahren. Also los auf den Schlitten, angeschnallt und ab. Im Wissen darum, es war schon einige Zeit her als der letzte vor mir losfuhr und ich kann nicht rausfliegen, richtig schnell gefahren. Machte einen Heidenspaß! Unten angekommen blieb man im Schlitten sitzen, wurde den Berg hinaufgezogen und konnte dann aussteigen.

Oben war natürlich etwas Warten angesagt bis wir wieder vollzählig waren. Womit ich nicht gerechnet hatte – alle Drei bestürmten mich „noch mal, noch mal!“

Weibliche Übermacht!

Kurz und gut – insgesamt absolvierten wir vier Runden auf der Bahn, liefen danach durch den Wald zur Bergstation, genossen die Talfahrt und gingen zum Auto.

Die Rückfahrt zum Club verlief unspektakulär. Dort angekommen wurde ich gebeten den Wagen auf meinem Spezialparkplatz – durch ein Schiebetor abgeteilte, nicht einsehbare Fläche, die ich gerne nutzte wenn ich nicht mit einem Brot-und-Butter-Auto kam – abzustellen. Schließlich wollten und sollten Cordula und Dieter auch erfahren was wir heute erlebten und so offen sollten Passanten das Auto nicht sehen können.

Im Haus bat Dieter mich ins Büro, drückte mir dort ein Telefon in die Hand. Helena war dran.

„Und mein Schatz, wie wars?“

Ich erzählte kurz wo wir überall gewesen sind, verwies für Details auf dann wenn ich wieder zuhause bin.

„Details ist ein gutes Stichwort“ meinte sie daraufhin. „Ich habe gemerkt was sich bei Dir für ein Samenstau angesammelt hat. Du gehst jetzt mit den drei Frauen nach hinten. Sie wissen Bescheid. Dort kommst Du erst wieder raus wenn Du nur noch auf allen Vieren kriechen kannst!“

Anja, Christina und Katharina waren inzwischen auch ins Büro gekommen, hörten mit wie ich Helena gegenüber ablehnte. Katharina nahm mir das Handy weg.

„Hallo Helena, Katharina hier. Robert hat keine Chance. Wir sind drei, er einer. Wir schieben ihn jetzt nach hinten und dann geht es zur Sache.“

Nun, ehrlich gesagt – reizen tat mich das Angebot schon. Obwohl – umgekehrt wäre es mir nie eingefallen Helena zu animieren mit anderen Kerlen ins Bett zu gehen. Aber mit dem Freibrief meines angetrauten Ehewunders brauchte ich ja eigentlich auch kein schlechtes Gewissen haben. Ich ging also „freiwillig“ mit.

Im hinteren Zimmer angekommen – es war das größte von allen, hatte als einziges eine eigene Nasszelle dabei und verfügte neben dem Doppelbett auch über eine große Couch – schloss ich die Tür ab, setzte mich auf die Couch und bat die Mädels aufs Bett.

„So, nun erzählt mal was Ihr Euch ausgedacht habt!“

Wortführerin war Katharina. „Also, wir haben uns gedacht, dass Du uns alle Drei nacheinander durchnimmst und zum Schreien bringst. Anja und Christina machen das sonst zwar nie, würden aber sogar richtig küssen. Ich mit Dir seit unseren letzten gemeinsamen Zimmern sowieso, wie Du weißt. Wenn Dein kleiner Mann nach einer Nummer eine Pause braucht machst Du die nächste Frau mit Zunge oder Fingern fertig. Das machen wir solange bis wir nicht mehr können.“

„Nee, Mädels, so funktioniert das nicht. Ich lasse mir doch hier kein Drehbuch aufschwatzen und vor allem nicht sagen was ich wie zu tun oder zu lassen habe. Wisst Ihr was? Wir hören mit dem Zirkus auf bevor wir überhaupt angefangen haben!“

Ein Aufschrei von den Dreien als wenn sie im Chor singen würden. Ich ging langsam zur Tür. Bevor ich richtig mitbekam wohin die Frauen gingen standen sie schon alle vor der Tür.

„Robert, bitte“ kam es von Anja. Wir möchten uns doch nur bedanken und dabei Helena ihren Wunsch erfüllen, dass Du total entsaftet nach Hause kommst. Außerdem“ sie unterbrach sich, schaute Katharina an, „hat Kathi in den letzten Monaten hin und wieder erzählt, dass sie, wenn sie mit Dir auf dem Zimmer war, eigentlich nie das Gefühl hatte unter einem Freier zu liegen. Im Gegenteil, soweit wir uns zusammenreimen konnten, war das als wenn sie mit ihrem allerliebsten Freund geschlafen hat, der sie zudem jedes Mal bis auf Wolke sieben schoss. Das möchten wir auch erleben. Meine Schwester – ach, das weißt Du ja noch nicht, dass Christina meine Zwillingsschwester ist – und ich haben noch nie einen Orgasmus gehabt. Wir hatten unser erstes Mal mit zwei Brüdern auf einem Sommerfest. Die hatten uns erst einige Schnäpse ausgegeben und dann aus dem Zelt herausgelockt. Wir mussten uns über die Brüstung von einer Mauer beugen, sie schlugen die Röcke hoch, rissen unsere Slips nach unten und steckten ihren Schwanz in unsere Muschis. Wir waren beide noch nicht bereit dafür, noch total trocken, und es tat höllisch weh. Wir schrieen, heulten, aber niemand half uns. Danach zogen sie sich wieder an und gingen zurück ins Zelt. Am anderen Tag gingen wir zur Polizei, wollten die beiden anzeigen, aber da wurde uns gesagt, dass wir ja freiwillig mit den Jungs getrunken und auch freiwillig mit ihnen nach draußen gegangen waren. Dass es zum Geschlechtsverkehr kommen würde und dass wir damit einverstanden gewesen seien wäre aus dem Ereignisablauf ersichtlich. Schließlich war keiner der Beteiligten besoffen. Das Verhalten der Jungs wäre sicher schlimmer als grenzwertig gewesen, aber eben nur unter sozialen Aspekten, nicht aber als Straftat zu verfolgen.

Beide haben sich im Dorf in den Wochen danach lauthals damit gebrüstet wie sie uns flachgelegt hatten. Für uns war es ein schlimmer Spießrutenlauf, so dass wir letztlich keinen anderen Ausweg sahen als aus dem Dorf zu verschwinden. Wir waren gerade 18 Jahre alt geworden, haben beide den Realschulabschluss, aber danach weder einen Arbeitsplatz noch eine Ausbildungsstelle finden können. Was kann man als junge Frau ohne besondere Kenntnisse und ohne Ausbildung schon machen? Von irgendwas mussten wir ja leben. Also haben wir im Internet nachgesucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass uns wohl nur die Prostitution bleibt. Mit dem Aufheben der Jungfräulichkeit für die große Liebe war ja nun nichts mehr. Also war das kein Hinderns. Dann haben wir uns darum gekümmert was für Möglichkeiten es gibt. In einem Bordell hinter Koberfenstern sitzen wollten wir auf keinen Fall. Als Callgirl in einer Wohnung Freier zu bedienen war uns zu gefährlich, zudem hätten wir keine anderen Frauen in der Nähe gehabt, die uns bei Bedarf mit Tipps versorgen könnten. Dass es die Wackelbullis und –wohnwagen an machen Straßen gibt wussten wir aber auch. Das fanden wir noch schlimmer als den Job in den Wohnungen. Und dann gab es noch die großen Wohnungen, in denen viele Frauen arbeiten und die Pauschalclubs. In zwei von den Wohnungen sind wir gewesen. Als wir hörten was da die Männer bezahlen mussten und wie wenig am Ende davon für uns übrig bleiben würde haben wir nur gesagt wir würden es uns überlegen, sind dann wieder gegangen.

Danach sind wir zu einem Club gefahren, haben da mit dem Inhaber gesprochen. Das war von Beginn an sehr unangenehm. Der Kerl kam uns richtig schmierig vor. Er schilderte uns wie gut die Verdienstmöglichkeiten in seinem Laden seien und das alles supertoll wäre. In diesem Moment bekamen wir mit, dass sich in einem Nebenraum zwei Frauen lautstark stritten. Der Mann ging zu den beiden und brüllte sie förmlich nieder, hatte dabei eine Wortwahl, die uns erschreckte.

Danach kam er wieder zu uns, wollte weiter von den tollen Verdienstmöglichkeiten schwärmen. Christina unterbrach ihn und fragte wie es denn mit den Kosten aussehe. Ich hatte da noch gar nicht dran gedacht. Der Kerl meine nur, dass die Kosten gering seien. Danach stellte sich aber heraus, dass für den Schlafplatz in einem Doppelzimmer 500 € für jeden angefangenen Monat fällig wurden, dass jedes Essen kostete, dass sogar die Cola im Gastraum bezahlt werden musste. Zudem verlangte der geile Hund auch dazu noch, dass für ihn und seine Freunde jede Nummer frei wäre und dass wir einen Service nach seinen Vorgaben bieten müssten. Auf Nachfrage nannte er dann unter anderem Verkehr ohne Kondom, Zungenküsse und Analverkehr. Genau das wollten wir aber nicht.

Als letzte Adresse hatten wir uns den Club von Dieter aufgeschrieben. Mit dem Bus sind wir dann erst mal in die nächste Stadt gefahren, haben uns dort für die Nacht ein Zimmer in einer Pension gesucht und sind anderntags zum Bahnhof gegangen. Dort gab es sogar einen direkten Zug in die Kreisstadt nahe diesem Laden. Die Fahrt mit dem Bummelzug dauerte ewig lang, der hielt an jeder Milchkanne. Irgendwann war das auch überstanden. Ausgestiegen, aus dem Bahnhof herausgegangen und eine Bushaltestelle gesucht. Wir fanden keine. Kurzerhand fragten wir einen Passanten wo denn hier eine Haltestelle ist wo die Busse zu diesem Dorf abfahren. Der fing laut an zu lachen, kriegte sich gar nicht mehr ein. „Da, da.“ Er hielt sich den Bauch, wurde allmählich ruhiger. Nachdem er einigermaßen wieder zu Atem gekommen war fragten wir ihn noch mal. Er hielt sich sichtbar zurück, zeigte auf etwas hinter und. Wir drehten uns um. Unmittelbar vor uns stand ein Pfahl mit dem Schild „Bushaltestelle“ und der Liniennummer. Am Pfahl hing auch der Fahrplan. Draufgesehen und erkannt, dass es die richtige Linie war und der nächste Bus in etwa einer Viertelstunde abfahren würde.

Der Mann war zwischenzeitlich um uns herumgegangen, damit er uns wieder ins Gesicht sehen konnte. Wir waren natürlich total konsterniert, müssen ausgesprochen dumm und ratlos aus der Wäsche geschaut haben. Jedenfalls fing er wieder an zu lachen – und wir lachten mit.

Er stieg auch in den Bus. Während der Fahrt hierher unterhielten wir uns sehr nett. Wir waren uns wohl alle drei sehr sympathisch. Christina meinte dann plötzlich zu mir „schau mal, das Haus dort“. Es war der Club mit der großen Namensaufschrift an der Giebelwand. Ein paar Meter weiter war die Haltestelle. Als wir uns anschickten hier auszusteigen sah er uns nur sichtbar enttäuscht an und meinte „das habe ich nicht von Euch gedacht! Schade!“

Etwas schämten wir uns, aber da klar war, dass wir ihn wohl nie wieder sehen würden, war es uns letztlich egal. Wir gingen zum Club, klingelten. Katharina öffnete uns, sie war wohl zufällig in der Nähe der Haustür. Als wir nach dem Chef fragten zeigte sie uns den Weg zum Büro und meine nur „Dieter kommt gleich.“ Es dauerte auch nicht lange bis er kam. Als er hörte, dass wir bei ihm als Prostituierte arbeiten wollten, rief er nach Katharina, bat sie und uns ins Büro. Dort erklärte er wie sich in seinem Geschäft die Verdienstmöglichkeiten für die Frauen zusammensetzen, dass Unterkunft und Verpflegung frei sind, die Frauen aber selbst dafür sorgen müssen, dass sie die auf ihr Einkommen entfallenden Steuern entrichten, sich dabei auch um eine Krankenversicherung bemühen sollten. Im Übrigen wären die Frauen rechtlich als Selbstständige, nicht als Angestellte, tätig. Er hätte natürlich ein Weisungsrecht was die Arbeitstage und –zeiten der Frauen anging, denn zu viele Frauen an einem, zu wenige an einem anderen Tag wäre schlecht für alle. Hilfestellung bei den Behördengängen würde er anbieten. Dann kamen seine Hinweise zu dem, was an Service erwartet wird: alles im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften, also nur mit Kondom. Auf Nachfrage: Freinummern für ihn oder Freunde von ihm gibt es nicht. Als Standardleistung wird von ihm Geschlechtsverkehr in verschiedenen Stellungen erwartet, ebenso Oralverkehr, selbstverständlich alles mit Kondom. Verkehr ohne Schutz ist verboten. Als Zusatzleistung, über die die Mädels frei entscheiden, aber für die sie keine zusätzliche Vergütung fordern sollten, kommen küssen, Massage, Kuscheln und Schmusen, Begleitung in die Sauna, den Whirlpool oder in das Außenbecken in Betracht. Manche Frauen bieten auch Analverkehr an. Sollten deshalb, weil sie natürlich selbst entscheiden was sie als angemessene Preise ansehen, aber er im Sinn einer fairen Konkurrenz unter den Frauen darauf achtet, dass kein finanzielles Ungleichgewicht bei gleicher Anzahl von Zimmern entsteht. Klar müsse uns sein, dass gerade auch die Zusatzleistungen Einfluss auf die Beliebtheit bei den Männern und damit unmittelbare Auswirkung auf die Häufigkeit der Zimmergänge und somit unser Einkommen haben würden. Kein Pardon kenne er wenn im Zimmer nicht das geboten würde was vorher vereinbart war. Die Einsatzpläne schreibt er in Abstimmung mit den Frauen, behält sich aber Entscheidungen vor falls es zu sich widersprechenden Wünschen kommt.

Katharina saß nur daneben und nickte hin und wieder mal.

Dieter fragte uns dann nach unseren Erfahrungen mit Männern. Da mussten wir ihm gestehen, dass wir bislang nur ein ziemlich übles Erlebnis hatten.

„Und dann wollt Ihr gleich als Prostituierte arbeiten? Ist das nicht ein bisschen zu heftig? Wir hatten hier vor ein einiger Zeit einen ähnlichen Fall, eine junge Frau, die aus dem Elternhaus abgehauen war und absolut keine Erfahrung mit Sex hatte. Mir kam sie etwas blauäugig vor. Glücklicherweise war gerade ein Freund von mir im Haus, den ich dann gebeten habe sich um sie zu kümmern und mit ihr aufs Zimmer zu gehen. Hat er auch gemacht und dabei festgestellt, dass sie sogar noch Jungfrau war und sich ebenso wir Ihr einbildete hier mit Sexarbeit viel Geld verdienen zu können. Glücklicherweise ergab sich da eine Möglichkeit, dass dieser Freund ihr einen Job anbieten konnte. Mittlerweile hat sie sogar ein Studium abgeschlossen und heiratet bald. Katharina kennt sie.“

„Stimmt“ kam es von ihr. „Sie ist ne ganz nette Frau und richtig aufgelebt als sie mit Robert zusammen kam. Sie hat richtig Glück gehabt. Was Euch angeht: ich weiß nicht ob Ihr die Arbeit als Nutte vertragt ohne Schaden zu nehmen. Ihr habt, und da teile ich die Befürchtung von Dieter, einfach zu wenig Erfahrung mit Sex. Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass Ihr damit besser zurecht kommen würdet als Helena. Wenn ihr Euch also entschließt hier zu bleiben könnt Ihr mich oder die Kolleginnen ansprechen wenn Ihr Fragen habt. Zu Anfang werden das wohl sehr viele sein, aber scheut Euch nicht. Wir verstehen uns hier alle sehr gut miteinander, es gibt keine Zicke. Was dazu kommt: auch Dieters Frau kannst Du ansprechen. Sie arbeitet zwar nicht im Service, sondern hat einen normalen Job, macht aber für den Club die Buchhaltung und ist deshalb fast jeden Tag oben im Büro. Zur Sexarbeit wird sie weniger sagen können als die Mädels unten, aber ansonsten hilft sie gerne.“

Dieter meldete sich. „So, wie sieht es aus? Wollt Ihr es probieren?“

„Ja, klar!“ meinte Christina. „Hier ist es doch ideal. Wir haben uns schon einen anderen Club angesehen. Da würden wir nie bleiben wollen. Alles war auf Ausbeutung der Frauen angelegt. Hier gibt es klare Regeln und untereinander Unterstützung.“

„Gut. Dann zeigt Katharina Euch Euer Zimmer. Wir haben fast nur Einzelzimmer für die Frauen. Einige schlafen aber in Doppelzimmern.“

„Wir möchten sowieso bis auf weiteres lieber ein Doppelzimmer haben. Wir sind das so gewohnt und wenn schon alles fremd ist bleibt wenigstens etwas das vertraut ist.“

„Sehr gut. Also, wie gesagt. Kathi zeigt Euch Euer Zimmer. Danach esst Ihr erst mal was und bekommt dann die Clubzimmer erklärt. Bis der Laden für heute öffnet vergeht noch einige Zeit. In dieser könnt ihr Euch von den Frauen einige grundsätzliche Sachen zum Service erklären lassen. Zum Einsatz kommt Ihr heute und wohl auch morgen noch nicht, denn die Pläne sind geschrieben. Das jetzt umzustoßen würde für Unfrieden sorgen. In der ersten Zeit werdet ihr zudem auch nicht beide gleichzeitig arbeiten können, denn ich kann den Gästen nicht von vier oder fünf tätigen Frauen zwei Unerfahrene zumuten. Wenn Ihr ein paar Erfahrungen gesammelt habt wird aber sicher auch mal ein zeitgleicher Einsatz möglich sein.

So kam es dann auch. Jetzt sind wir schon über zwei Jahre hier, kommen mit dem Job gut zurecht. Manchmal war es sogar so, dass man mit einem Mann zusammen war, der sich um einen bemüht hat. Aber immer wenn er zärtlich wurde stand uns – meiner Schwester ging es da ebenso wie mir – unser Erlebnis am Zelt vor Augen, der Gast bekam Lust und manchmal auch einen Orgasmus vorgespielt und trollte sich. Einen Mann richtig geküsst haben wir beide bis heute nicht.“

Anja beendete ihren Vortrag. Ich staunte. Alles aus dem Stegreif erzählt, keine große Vorbereitung, keine Stichworte auf Papier. Was musste diese Frau für ein Gedächtnis haben! Anderer Gedanke: was war den beiden bisher an schönen Dingen im zwischenmenschlichen Bereich entgangen! Da musste ich doch zusehen, dass sie auch mal so etwas genießen können!

Was war das nur für eine herrliche Ausrede gegenüber mir selbst. Meine Bedenken von wegen fremdgehen hatten sich jedenfalls verflüchtigt.

„Gut“ meinte ich. Dann wollen wir mal loslegen. Aber nicht wie Ihr es eingangs vorhattet, sondern es läuft nach meinen Regeln!“

„Und was sind das für Regeln?“

„Ganz einfach:

1. es wird gemacht was ich sage

2. ich habe immer Recht

3. falls ich mal nicht recht haben sollte kommen frei nach dem Motto eines (künftigen) amerikanischen Präsidenten die `alternativen Wahrheiten´ zum Tragen, so dass ich auch in diesen Fällen Recht behalte.

Alle drei machten große Augen, fingen an zu grinsen.

„Mädels, Dreier hatte ich schon etliche, Vierer mit drei Mädels noch keinen. Auch wenn selbstverständlich alles richtig ist was ich mache oder was ich will – ihr könnt natürlich auch Ideen äußern wie wir vielleicht etwas noch besser hinkriegen. Jetzt aber“….

ich stand auf, ging zum Fußende des Betts

„machen wir erst eine kleine Kuschelrunde im Stehen und haben dabei die Möglichkeit uns mal richtig durchzuknutschen.“

Alle drei kamen zu mir. Ich nahm je eine rechts und links von mir in die Arme, Kathi stand gegenüber und wurde von den Zwillingen in die Arme genommen.

„Wisst Ihr eigentlich wie die Eskimos – richtiger gesagt, die Inuit, so nennen sie sich – küssen?“

Kopfschütteln bei allen drei.

Ich schnappte mir Katharina, fing mit Nase an Nase reiben an. Sie stutzte kurz, dann kam wohl so etwas wie Erinnerung. Jedenfalls machte sie mit.

„Anja, Christina, habt Ihr es gesehen? Kommt, machen wir jetzt auch.“

Nacheinander mit beiden die Nasen gerieben, bei beiden große Augen.

„Ihr seht aus als ob Ihr da keinen großen Spaß hattet. Kann ich gut verstehen, denn mir ging es nicht anders. Für uns ist das wohl nichts. Aber jetzt küssen wir mal so wie es bei uns üblich ist. Kathi, wollen wir es vormachen?“

Katharina kam sofort zu mir, schlang ihre Arme um meinen Hals, ich meine um ihre Hüften. Beide zogen wir uns zueinander.

„Kommt, schaut zu. Erst küssen wir nur mit den Lippen. Das sind aber die Küsse, die man seinen Kindern auf die Wangen oder auch auf den Mund gibt – ohne jeden erotischen Reiz. Aber dann kommt das was richtig Spaß macht: die Zunge kommt ins Spiel! Dazu macht ihr einfach den Mund auf, achtet darauf was meine Zunge mit Euch anstellt und macht es mit eurer ebenso. Ich bin mir sicher, dass Euch nach kurzer Zeit schon erste eigene Möglichkeiten einfallen, die ihr dann gerne auch umsetzen könnt.“

Erst gab ich Kathi einen Kinderkuss auf die Wange, dann einen auf den Mund. Anschließend ein tiefer Blick von mir in ihre, einer von ihr in meine Augen, dann lagen unsere Lippen aufeinander, beide Zungen trachten danach in den anderen Mundraum einzudringen, spielten dann miteinander. Manchmal lösten wir die Lippen voneinander, ließen die Zungen aber weiterwerkeln, kamen dann aber rasch wieder dazu richtig weiterzumachen. Währenddessen fing ich auch an Katharina ihre Dessous abzustreifen, streichelte sie am Rücken bis hinunter zu Po. Mühsam lösten wir uns voreinander.

„Das war ein Kuss“ keuchte Kathi. „Ich hätte am Liebsten gar nicht aufgehört, wäre gleich mit ihm aufs Bett. Aber jetzt seid Ihr dran.“

Anja löste sich aus dem Kreis, wollte zur Tür gehen.

„Wo willst Du hin?“

„Aus meinem Zimmer Gleitgel holen, sonst kannst Du nachher nicht in unsere Scheide eindringen.“

Katharina protestierte „Quatsch. Wenn Du mit Robert zusammen bist wirst Du sehr schnell klatschnass. Komm mal her. Du auch“ wandte sie sich an die Schwester. „Nehmt mal einen Finger und streicht mir durch die Muschi. Ich bin klatschnass nur vom Knutschen mit Robert.“

Beide machte die Fingerprobe, fühlten die Nässe, waren aber nicht überzeugt. „Ja, Du hast ja auch Orgasmen, wie Du gesagt hast. Bei uns ist es aber nun mal so, dass wir auch wenn ein Mann zärtlich werden will, trocken bleiben. Wir brauchen deshalb unser Flutschi.“ kam es von Christina.

„Mädchen, ich kann mir gut vorstellen, dass Du Angst hast ich könnte Dir wehtun. So etwas wird aber auf keinen Fall passieren. Wir machen das so: ich werde zuerst mit Dir zusammen sein. Wenn ich in Dich eindringen möchte kannst Du entscheiden ob Deine Schwester das Gel holen soll oder ob es ohne geht. Einverstanden?“

Sie nickte.

Ich meinte nur „komm“, nahm sie in die Arme und drückte meine Lippen vorsichtig auf ihre, ließ meine Zunge etwas spitzen – aber ihr Mund blieb fest verschlossen.

„Und jetzt lassen wir die Zungen miteinander Fangen spielen“ flüsterte ich ihr ins Ohr. „Traust Du Dich?“

Ein leises Brummen signalisierte Zustimmung. Ich nahm sie wieder enger in die Arme, drückte ihren Oberkörper vorsichtig an meine Brust. Küsschen auf ihren Mund, der blieb geschlossen. Noch einer, mit der Zunge die Lippen umspielt – und ihr Mund öffnete sich. Die Zunge weiter tasten lassen und auf die Suche nach ihrer geschickt – es tat sich nichts. Erst als ich sie ein wenig mehr in ihren Mund schob fand sie ihr Gegenstück. Anja wurde dann – ich hatte es fast nicht mehr erwartet – doch auch etwas aktiv, kam mir zunächst nur ganz wenig, dann mehr und mehr entgegen bis letztlich beide voll in Betrieb waren. Ich unterbrach kurz, sah sie an und erkannte ein Lächeln in ihrem Gesicht.

„Das macht Spaß“ sagte sie, nahm mich am Hinterkopf, zog meinen an sich heran und machte weiter. Nach und nach entwickelte sich eine regelrechte Knutscherei. So ganz nebenbei hatte ich begonnen ihr ihre Reizwäsche auszuziehen, befreite mich auch zwischendurch von meinem Bademantel. Ich streichelte sie wieder, zunächst nur am Rücken, dann auch an ihrer Vorderfront, an ihren Wangen, am Hintern – einfach überall wo ich drankam – und sie revanchierte sich! Wie aus Versehen verirrte sich ein Finger dann auch zwischen ihre Beine und entdeckte dort ein Feuchtgebiet. Jetzt war sie dort wo sie sein sollte.

Meine Frage, ob wir uns aufs Bett legen wollen, beantwortete sie zwar nicht, legte sich aber gleich hin und öffnete ihre Arme. Da ich noch stand fiel ihr Blick natürlich auf meinen schon längere Zeit voll ausgefahrenen Krieger. Sie nahm ein Kondom aus dem Körbchen, riss die Verpackung auf und streifte es mir über. Nach einem kurzen Blick auf die beiden anderen Grazien – die saßen auf dem Sofa, waren wohl durch uns so angeregt, dass sie sich gegenseitig streichelten und offenbar schon etwas angeheizt hatten – legte ich mich zu Anja, knutschte wieder mit ihr, zog einen Finger durch ihre Spalte, hielt ihr den unter die Nase und fragte dann ob jemand Flutschi holen solle. Sie antwortete nicht, zog mich einfach über sich, griff mein Glied und führte es an die richtige Stelle. Ich wollte vorsichtig in sie eindringen, hatte aber keine Chance. Sie packte mich am Hintern, zog mich mit aller Kraft an sich und ich war ganz drin.

„Und jetzt fick mich, zeig mir, dass vögeln genauso schön ist wie küssen und streicheln!“

Ich tat mein Bestes, erst langsam, dabei kurze Hübe, dann immer schneller, immer tiefer. Nach ein paar Minuten fing Anja an zu hecheln, erst leise und langsam, dann immer heftiger. Plötzlich schob sie ihr Becken derart kräftig in die Höhe, dass ich Mühe hatte in ihr drin zu bleiben. Sie stöhnte ihren Orgasmus aus sich heraus.

„Robert, das war wunderschön, der erste Orgasmus, den ich mit einem Mann hatte. Das möchte ich wieder haben.“

Ich war noch nicht gekommen, blieb noch etwas in ihr, schmuste mit ihr, bevor ich mich zurückzog nachdem meine Erektion erschlafft war.

„Anja, für mich war es auch wunderschön. Aber sieh mal zu den beiden anderen. Die haben sich gegenseitig schon verwöhnt, sind aber noch nicht gekommen. Katharina kennt den Sex mit mir ja schon von früher her, aber magst Du Deiner Schwester nicht dasselbe ermöglichen was Du erlebt hast?“

„Ja, Du hast Recht. Komm, wir gehen rüber.“

Beide lagen nebeneinander auf der Couch, inzwischen war auch Christina ihre Kleidung losgeworden. Sie hatten wohl mitgekriegt, dass Anja und ich fertig geworden waren, jedenfalls kuschelten sie nur, zeigten keine weitere Aktivität.

„Und? Wollt Ihr miteinander weitermachen oder möchtest Du zu mir wechseln, Christina?“

Ihre Antwort kam prompt. „Kathi, wenn ich mir Anja ansehe, das möchte ich auch haben. Mit Dir war es wunderschön, aber gekommen bin ich nicht. Bist Du traurig wenn ich zu Robert gehe?“

„Nein, natürlich nicht. Geh nur und hab Spaß!“

Christina stand auf, stellte sich vor mich – und fing an zu knutschen.

„Mache ich das richtig so? Kathi hat es mir gezeigt. Das war richtig schön! In der Muschi bin ich auch schon richtig nass, Gleitgel brauche ich auch nicht. Können wir gleich aufs Bett?“

Ich nahm sie an die Hand, zog sie rüber zum Bett. Das Kondom hatte ich abgezogen bevor Anja und ich aufgestanden waren, griff mir ein neues und legte es bereit. Als wir lagen ging es mit der Küsserei weiter, machte richtig Spaß. Streicheleinheiten gab es auch reichlich. Dabei ließ ich auch ihre Muschi nicht aus, stieß dort auf eine Überschwemmung. Kathi erzählte mir später, dass sie Christina zuletzt längere Zeit immer knapp unter der Schwelle zum Orgasmus gehalten hatte, so dass sie jetzt schon extrem angeheizt war. Sofort suchte und fand ich ihren Klingelknopf, reizte ihn kurz und hörte erschreckt auf – beinahe wäre sie gekommen. So schnell wollte ich das nicht.

In der Folge beschränkte ich mich auf Kuscheln, Streicheln, Schmusen, bis ich den Eindruck hatte, dass sie sich weitgehend beruhigt hatte. Jetzt konnte ich anfangen sie richtig zu verwöhnen. Streicheleinheiten gingen auch wieder in Richtung Vulva, ein oder zwei Finger tauchten etwas in die Spalte ein, nachdem sich dort wieder Feuchtigkeit entwickelt hatte. Der Mund wanderte in Richtung Bauchnabel, kümmerte sich ausgiebig um ihre Brüste und besonders intensiv um die Brustwarzen, die sofort steif und groß wurden. Zu hören wie ihre Atmung flacher wurde, zu fühlen wie sie meinen Oberkörper fester auf ihren Bauch drückte, zeigte, dass ich da was richtig machte. Sie war bereit für den Großangriff!

Zuerst kam ein Stakkato mit der Zunge auf ihren Brustwarzen, aber so, dass die nur immer ganz leicht berührt wurden. Anschließend krabbelte ich zwischen ihre Beine, spendierte ein Küsschen auf ihre blankrasierte Muschi und fing mit lecken an. Immer rauf und runter die Spalte, aber ohne viel Druck. Erst ohne dass ihr Klingelknöpfchen was abbekam, dann immer mehr auf dieses konzentriert. Sofort kam eine Reaktion: sie drückte mir auf den Kopf, wollte es heftiger. Ich aber nicht! Anstelle von mehr Kraft schob ich einen Finger in ihre Scheide, fickte sie etwas damit und suchte dabei die berühmte raue Stelle. Die war schnell gefunden, bekam jetzt den vollen Segen ab während gleichzeitig der Kitzler intensiv bearbeitet wurde. Gefühlt dauerte es nur Sekunden bis sie anfing laut zu stöhnen und dann ihren Orgasmus herausschrie.

Der Druck auf meinem Kopf blieb. Eigentlich hatte ich vor ihr eine Pause zu gönnen, aber so? Mein Kleiner hatte seine Steifigkeit zwischendurch nur ganz wenig verloren, aber blitzartig wiederbekommen als sie ihren Orgy hatte. Das Kondom – ich hatte es unauffällig überprüft – saß noch so wie es sitzen sollte. Also gab es noch kurz ein leichtes Verwöhnprogramm mit dem Mund, dann rutschte ich hoch, küsste sie und verließ mich darauf, dass mein Einer den Weg allein finden würde. Dem war dann auch so. Eindringen ging leicht, in einem Rutsch war ich bis zum Anschlag drin. Erst jetzt registrierte sie wohl was sie gerade erlebt hatte und dass wir schon mitten in der Fortsetzung waren. „Schöööön“ sagte sie, küsste mich auf eine Art zum Gänsehaut bekommen, so intensiv fühlte sich das an. Ich hielt natürlich gegen, bewegte mich dabei unten erst vorsichtig, dann mit immer schnelleren und tieferen Stößen. Nach wenigen Minuten klammerte sie mich erst mit ihren Beinen ein, öffnete die kurz darauf, drückte ihren Unterleib hoch und war nur noch am Stöhnen. Mein Glied wurde von den Muskeln in ihrer Vagina heftigst massiert. Auch ich war kurz vorm Climax, stöhnte heftig, drückte mich noch einmal ganz tief in sie hinein – und wurde erlöst.

„Robert, bitte, das war wunderschön, aber ich kann nicht mehr. Können wir noch ein wenig kuscheln? Weißt Du, ich habe noch nie einen Orgasmus beim Verkehr mit einem Mann gehabt und eben gleich zwei innerhalb von wenigen Minuten. Beide so heftig, dass ich jetzt noch völlig außer Atem bin. Leg Dich bitte einfach neben mich und nimm mich in die Arme.

Ich zog mich aus ihr zurück, nahm das Kondom ab, verknotete es und warf es in den neben dem Bett stehenden Mülleimer. Dann bat ich Katharina und Anja zu uns aufs Bett, Anja hinter ihre Schwester und Katharina ganz außen. Mit Katharina hatte ich noch eine kleine Rache vor. Nur gut, dass sie (noch) nichts davon wusste!

Die nächste halbe Stunde war nur noch kuscheln und küssen angesagt. Interessanterweise beschränkte sich das nicht nur auf Christina und mich, sondern die beiden Mädels machten dasselbe miteinander.

Ich meinte mich nunmehr ausreichend erholt zu haben, sprach die drei an.

„Mädels, zwei von Euch haben sich ja nunmehr so bedankt wie sie es Helena angekündigt haben. Ich hoffe, Ihr habt auch richtig Spaß dabei gehabt.“

Komplimente fischen ist ja eigentlich nicht so meins, aber hier konnte ich es mir nicht verkneifen.

„Jaaaa“ kam es zweistimmig zurück.

„Ich habe eben nur zwei Stimmen gehört. Kathi, kann es sein, dass Du noch nicht genug Sex heute hattest? Du hast doch mit Christina so lange rumgemacht und Du wirst wohl in der Muschi eine ähnlich heftige Überschwemmung gehabt haben wie sie. Reicht das nicht?“

„Nein“ kam es von ihr. „Ich hatte heute noch keinen Orgasmus, bin die ganze Zeit schon geil auf die Nummer mit Dir. Ich möchte, dass das Bett jetzt uns beiden gehört und Du mich so fickst, dass ich nicht mehr weiß ob ich Männlein oder Weiblein bin!“

Anja, Christina, Ihr habt Eure Freundin gehört. Zieht Ihr bitte um auf die Couch? Wenn Ihr mögt könnt Ihr ja dort noch kuscheln oder mehr machen. Das Bett hier ist jetzt aber für Katharina und mich reserviert.

Beide gingen zur Couch, Katharina rutschte zu mir, kuschelte sich bei mir an und küsste, küsste, küsste, wollte gar nicht wieder aufhören. Ich machte natürlich mit, streichelte sie überall, bald aber mehr und mehr nur noch am Rücken, an den Brüsten, zwischen ihren Oberschenkeln und auf und in ihrer Scheide. Die war schon pitschnass.

„Komm, ich mache Dir ein Kondom drauf.“ Sie schnappte sich eins, packte es aus und zog es mir über. Unmittelbar darauf wollte sie mich auf den Rücken drehen und aufsatteln.

„Nee“ meinte ich. „Ich bin doch derjenige, der verwöhnt werden soll. Also ist jetzt erst mal französisch gefragt.“

Brav wechselte sie die Position, beugte sich über mein Glied, nahm es tief in den Mund. Ich wusste ja, dass sie eine begnadete Schwanzbläserin war und genoss es. Eine meiner Lieblingsstellungen war 69. Sie wusste das und so brauchte ich nur ein wenig an ihre Hüfte zu drücken bis sie sich über mich schob. Mit der Zunge kam ich prächtig an ihre Muschi ran, fing an zu lecken. Kreuz und quer, mit breiter, dann mit schmaler Zunge, mal nur die eine, dann die andere Schamlippe hoch und runter, nie jedoch auf die Clit. Nach kurzer Zeit stöhnte sie laut, versuchte ihre Scheide so zu platzieren, dass auch die Klitoris was abbekam. Nicht mit mir, zumindest diesmal! Ich drückte ihre Hüfte hoch, bat sie sich auf den Rücken zu legen und legte mich zwischen ihre Beine. Sie konnte bei mir nichts machen, ich hatte aber die volle Gewalt über ihre Spalte. Dort machte ich da weiter wo ich zuvor aufgehört hatte, nur mit dem Unterschied, dass jetzt der Klingelknopf auch seinen Segen abbekam. Nur – immer wenn sie anfing zu hecheln, richtig laut zu stöhnen oder die Hüfte nach oben zu drücken, kümmerte ich mich nur noch um die Umgebung der Scheide, nicht aber deren Lustzentrum. Manchmal hörte ich auch kurz ganz auf. Das ging so weiter bis sie anfing zu jammern.

„Robert, bitte, lass mich kommen. Bitte!“

Robert ließ sie nicht kommen. Bald darauf dasselbe. Gleiches Ergebnis. Das wiederholte sich noch ein paar Mal, bis sie fragte

„Robert, warum folterst Du mich so? Was habe ich getan?“

„Freche Mädchen müssen bestraft werden wenn sie was ausgefressen haben!“

„Was habe ich denn falsch gemacht?“ Sie heulte fast, ein wenig war aber in den Worten auch Neugier herauszuhören.

„Da kam doch heute Morgen eine Frau an mein Auto und brachte zu meiner Überraschung gleich zwei weitere mit. So etwas gehört vorher abgesprochen und setzt die Zustimmung meinerseits voraus. Nichts davon gab es.“

In diesem Moment war aus Richtung der Couch zweistimmiges Heulen zu vernehmen. „Wolltest Du uns nicht dabei haben? Hättest doch was sagen können. Dann wären wir wieder ins Haus gegangen. Wir wollten doch nicht, dass Du Dich über uns ärgerst!“

„Nein, nein, keine Sorge. Ihr seid ja zwei ganz liebe. Ich habe mich nur darüber geärgert, dass ich vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Dazu kommt ja noch, dass auch mein Frauchen da Aktien mit im Spiel haben muss. Die wird auch noch ein paar Takte hören. Aber jetzt musste Katharina erst mal leiden!“

„Musste“ mit der Betonung auf die Vergangenheitsform des Wortes kam die Frage von ihr.

„Ja. Warte, jetzt mache ich Dich fertig!“ Erst bekam sie noch einen dicken Kuss, dann kümmerte ich wieder um ihre Muschi bis sie nur noch am Stöhnen war. Kurze Pause dort während ich nach oben robbte, ihr einen Kuss gab, den sie wohl gar nicht registrierte, so weg war sie schon. Das Glied angesetzt, in einem Stoß war ich in ihr. Ich wusste, dass sie nicht mehr lange brauchen würde, ich dagegen – ich war ja vorhin mit Christina schon gekommen – noch lange durchhalten würde. Aber denkste. Das Biest war wohl inzwischen mindestens etwas klar im Kopf geworden und machte ihre Scheide so eng, dass es auch bei mir sehr schnell zu Ende war. Wir hatten unsere Orgasmen zeitgleich, fast auf die Sekunde genau.

Ich nahm Kathi zunächst in den Arm, sah dann aber dass die Zwillinge nebeneinander auf der Couch saßen, uns beobachteten und wohl auch gern mitkuscheln würden.

„Na, kommt schon rüber. Eine von Euch auf meine eine Seite (ich hatte mich inzwischen auf den Rücken gedreht), die andere auf die andere Seite, Kathi auf meinem Bauch und dann Gruppenkuscheln. War ne gute Idee. So konnten wir alle miteinander knutschen. Ich hatte natürlich die beste Position, den kürzesten Weg zum Mund aller Drei. Aber selbst für die Zwillinge, wenn sie sich küssen wollten – sie brauchten sich ja nur über meinem Kopf entgegen kommen – war es schön.

Nach längerer Zeit einigten wir uns aufzustehen und zur Männerdusche zu gehen. Heute war der Betrieb ja dicht und so konnten wir doch noch gemeinsam duschen. Mit den strahlenden Mädels an der Seite ging ich dann in den Clubraum. Dieter und etliche Mädels warteten offenbar dort auf uns. Es musste wohl irgendwie bekannt geworden sein was die Frauen geplant hatten und wie das Ergebnis ausgefallen war konnte man leicht an deren Gesichtern sehen. Irgendjemand fing an zu klatschen, die anderen schlossen sich dem an. Anja und Christina wurden sogar etwas rot, Katharina nicht.

Meine Drei wurden ausgefragt was wir gemacht haben oder genauer, was ich mit ihnen gemacht hatte, sie verrieten aber nichts. Allerdings hatten wohl welche zwischenzeitlich mal an der Tür gelauscht. Zugegeben hat das aber keine, einige waren angeblich nur gerade auf dem Weg zum Whirlpool oder von dort zum Partyraum und hätten da was gehört. Klar war jedenfalls, dass es bei den Mädels mehrere Orgasmen gab und ich wohl auch mindestens zwei hatte.

Wir saßen dann noch einige Zeit zusammen, quatschten miteinander über die verschiedensten Themen, bis Dieter die Mädels bat ihn und mich allein zu lassen. Die waren natürlich überrascht. Solch ein Ende eines gemütlichen Beisammenseins kannten sie von ihm nicht, trollten sich dann aber.

„Ich habe es Dir nicht erzählt“ fing er mit sorgenvoller Miene an. „Vor knapp zwei Jahren hatte ich es mal mit Schutzgelderpressern zu tun. Mir kam die Sache ausgesprochen dilettantisch vor und so habe ich mir keinen großen Kopf gemacht und Anzeige erstattet. Den Leuten wurde von der Polizei eine Falle gestellt in die sie auch prompt hineingetappt sind. Es waren zwei Möchtegernganoven aus der Nachbarstadt. Beide haben mehrjährige Haftstrafen bekommen.

Heute Vormittag – Ihr wart gerade losgefahren – kam auf meinem Firmenhandy ein Anruf rein. Ich nahm den an obwohl die Rufnummer des Anrufers nicht angezeigt wurde. Kommt ja häufiger vor, dass Kunden sich nicht trauen mit offener Nummer anzurufen. Zu hören war eine weibliche Stimme. Irgendwie kannte ich die, konnte sie aber nicht zuordnen. Was sie wollte war nicht zu verstehen. Plötzlich brach das Telefonat ab. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Frau Angst hatte, in Panik war. Ein paar Stunden später fuhr eine dicke Limousine auf den Hof. Es stiegen drei Kerle aus, denen man die Brutalität schon an der Nasenspitze ansah. Sie liefen nur etwas auf dem Hof hin und her, sahen sich das Gebäude wohl genau an. Gäste konnten es nicht sein, denn an die Eingangstür, an der ja auch das Schild mit den Öffnungszeiten hängt, kamen sie nicht. Erst hatte ich den Eindruck, dass die vielleicht Einbruchmöglichkeiten ausbaldowern wollten. Später habe ich dann noch nachgedacht und vermute jetzt, dass zwischen dem Anruf und diesem ungebetenen Besuch ein Zusammenhang stehen könnte und dass da irgendeine Form von Gewalt ins Haus steht.

Du bist doch in diesem Selbstverteidigungsclub. Hast Du da die Möglichkeit mit ein paar Freunden hierher zu kommen wenn ich anrufe? Zwischen dem Anruf und der Ankunft der Kerle lagen ja ein paar Stunden. Wenn sich das wiederholt wäre also wahrscheinlich noch ausreichend Zeit für Euch um Euch zu treffen und hierher zu fahren. Allerdings solltet Ihr keine eigenen, sondern angemietete Autos dafür nehmen, damit die nicht unter Umständen die Halter der Fahrzeuge herausbekommen.“

„Das kommt jetzt doch etwas überraschend. Aber einen weiß ich, der sicher Zeit haben dürfte – er ist derzeit arbeitslos. Ein paar andere haben Bürojobs mit gleitender Arbeitszeit, drei weitere sind ebenfalls selbstständig. Da dürfte also was zu machen sein. Wenn die zu dritt kommen sollten wir für jeden mindestens einen, besser zwei daneben stellen können und uns möglichst vorher mal zusammensetzen wie wir vorgehen. Außerdem müssen sie auch sehen wie hier die örtlichen Gegebenheiten sind, wo also Außentüren im Gebäude sind, wie Türen und Fenster gesichert, wo Zäune und Begrenzungsmauern in welcher Höhe und wo Türen darin sind und so was. Sowohl beim Ortstermin als auch im Einsatzfall müssen die Autos zudem dort geparkt werden können wo jetzt mein Espada steht. Da muss also noch aufgeräumt werden. Außerdem wird sicher die Frage nach einer Gegenleistung gestellt werden. Was kann ich da sagen?“

„Dazu habe ich mir auch schon ein paar Gedanken gemacht. Im Internet stehen Hinweise, was qualifiziertes Sicherheitspersonal durchschnittlich verdient. Es ist weniger als ich gedacht habe. Deshalb würde ich das auf einen Stundensatz umrechnen und noch deutlich was drauflegen. Dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die allerdings etwas schwierig ist: Montags ist der Laden ja normalerweise dicht. Ich kann mir aber vorstellen exklusiv für die Helfer für einige Stunden zu öffnen. Bei 6 bis 8 Männern bräuchte ich vier bis sechs Frauen, die dafür entstehenden Kosten würde ich tragen. Allerdings stellt sich da die Frage ob die Helfer frei sind oder in einer Beziehung leben und diese offen gestaltet oder auf Exklusivität, also Sex nur mit der Partnerin, angelegt ist. Bei Dir wäre das keine Frage. Du hast ja die Erlaubnis von Helena, die sicher auch für einen solchen Tag gelten würde, und wenn Du dabei bist hätte ich sicher auch kein Problem genug Mädels für den Tag zu interessieren. Aber auch ansonsten gehe ich davon aus, dass es mehr als genug Freiwillige geben würde.“

„Wieso denn das?“

„Hast Du das vorhin nicht gesehen? Als Ihr nach vorn gekommen seid haben alle drei Frauen gestrahlt wie die Sonne im August. Es waren etliche von den anderen Frauen unten, die das gesehen haben. So wie die dann drauf waren wären sie sicher am liebsten über Dich hergefallen um auch so eine Zeit mit Dir zu erleben!“

„Nein, habe ich nicht gesehen. Aber zu Deiner Frage: einer ist ein Windhund, wurde von seiner Frau beim Fremdvögeln erwischt. Sie hat sich von ihm getrennt. Einer ist geschieden, ein anderer verwitwet ohne aktuelle Partnerin. Einer führt eine offene Ehe. Bei dessen Frau könnte es sogar passieren, dass die mitkommt um Dein Team zu verstärken – ohne dass sie dafür Kohle haben will. Meine Möglichkeiten kennst Du. Soweit die fünf unproblematischen Fälle. Zwei sind verheiratet. Wie deren Ehe läuft kann ich nicht beurteilen. Einem der Beiden traue ich zu, dass er sich auch mal anderweitig vergnügen möchte wenn seine Holde das nicht mitbekommt. Die Frau vom siebten Sportfreund ist extrem eifersüchtig, das aber – zumindest nach dem was ich weiß – völlig ohne Grund.“

„Das kriege ich hin. Dann bekommt der eben angemessen Geld wenn sich zumindest fünf von Deinen Freunden für den Clubbesuch entscheiden.“

„Gut. Ich fahre dann mal nach Haus, informiere meine Freunde. Es kann aber sein, dass nicht alle mitmachen wollen oder können. Immerhin wissen wir derzeit gar nicht ob und vor allem wann wir kommen müssen.“

„Trotzdem – Du hast mir schon eine große Sorge genommen. Grüße mal Deine Helena und lass Dir kein allzu großes Loch in den Bauch fragen!“

Ich drückte „meine“ Mädels noch mal, verabschiedete mich von ihnen und auch von denen, die offenkundig richtig neugierig dabei standen, setzte mich ins Auto und fuhr heim. Zuhause angekommen musste ich mich sofort dem Verhör durch Helena stellen. Sie erlaubte nicht einmal eine kleine Erholungspause. Ich begann mit der Schilderung was wir beim Ausflug erlebt hatten. Bemerkt hatte ich sehr wohl, dass das gar nicht das war was sie wirklich interessierte. Sie wollte mich immer wieder dazu bringen rasch von den Geschehnissen im Club zu erzählen. Ich machte mir dann aber einen Spaß daraus sie auf die Folter zu spannen, tat so als ob ich diese Versuche gar nicht wahrnahm. Nach sicher mehr als einer halben Stunde war endlich das dran was sie unbedingt hören wollte.

Da konnte ich noch einen drauf setzen: „Schatz, jetzt habe ich solange geredet. Mein Mund ist ganz trocken, ich möchte was trinken. Kannst Du mal einen Kaffee aufsetzen? Ich gehe mal kurz aufs Klo.“

Sie sah aus als ob sie gleich platzen würde, ging aber in die Küche. Als ich aus dem Bad zurück kam stand der Kaffee auf dem Tisch. Ich schilderte dann das was im Zimmer gelaufen war, verschwieg dabei allerdings, dass schon bald eine richtige Gänsehautstimmung herrschte, so gut fühlte sich das Zusammensein mit den drei Hübschen an. Zu hören bekam sie aber von den enttäuschenden bisherigen sexuellen Erfahrungen der Zwillinge, wie sie sich mir gegenüber öffneten und wie glücklich sie letztlich waren. Das verschweigen wäre sicher dumm gewesen, denn es dürfte auch Gesprächsthema unter den Mädels im Club sein und so spätestens beim nächsten Spieleabend von einer von ihnen oder von Cordula angesprochen werden.

Danach kam ich auf die mögliche Bedrohungslage zu sprechen, schilderte den ominösen Anruf bei Dieter, den eigenartigen Besuch der drei Kleiderschränke und den Eindruck, den Dieter von den Kerlen hatte. Auch ich hatte zwischen dem Anruf und dem Erscheinen der Limousine eine Verbindung vermutet. Es konnte ja sein, dass eine früher im Club arbeitende Frau vor irgendwas oder irgendwem Angst hatte und sich zu Dieter flüchten wollte, deshalb anrief, das Telefonat aber abbrechen musste. Wenn sie eine SpionageApp auf dem Gerät hatte und dem Verfolger die Rufnummer bekannt war wäre es kein Wunder wenn dieser dann auf dem Parkplatz auftaucht. Dann kam ich auf die Zusage, die ich Dieter gegenüber gemacht hatte, zu sprechen. Auch Dieters Idee mit dem Dankeschön für seine Helfer kam zur Sprache. Helena fand das alles richtig, regte aber an den mit einer zu eifersüchtigen Frau bestraften Sportfreund lieber nicht mit ins Boot zu nehmen. Was meine Beteiligung an einem solchen Nachmittag anginge – ich hätte das schon richtig eingeschätzt. Immerhin wüsste sie, dass ich nur sie liebe, mit den anderen Frauen nur Sex hätte, auch wenn dieser mal zärtlicher als in einer solchen Umgebung üblich sein sollte. Ihr käme es sehr entgegen wenn sie wüsste ihr Männe ist auch sexuell zufrieden obwohl sie während der Schwangerschaft nur selten Lust hat. Wie das nach der Entbindung aussehen würde müsse man abwarten.

Ich küsste sie lange und zärtlich. Inzwischen war es spät geworden, zu spät um die Freunde anzurufen. Wir gingen ins Bad, machten uns bettfertig und kuschelten auf unserer Spielwiese bis uns die Augen zufielen.

Am nächsten Tag war ich lange unterwegs, musste zusammen mit einem Altgesellen einige Möbelstücke bei Kunden abholen, die wir restaurieren sollten. Vorher waren noch fertiggestellte Aufträge auszuliefern. Einer, ein Küchenschrank aus Vollholz, Buche, war mir etwas ans Herz gewachsen. Ein wunderschönes Stück, originalbelassen, nur eben äußerlich leicht durch schlecht entfernten Staub verschmutzt und mit einigen Schrammen versehen. Das Ding war schwer, richtig schwer! Was war ich froh, dass ich mir vor einigen Jahren einen kleinen Lkw geleistet hatte, der über eine elektrisch bewegliche Ladeklappe verfügt. Den Schrank per Hand auf die Ladefläche zu wuchten wäre unzumutbar und mit dem Risiko einer Beschädigung verbunden gewesen.

Nun, wir waren bis in den Nachmittag hinein unterwegs, hatten nur zwischendurch mal eine Pause gemacht um was in den Bauch zu bekommen. Große kulinarische Interessen hatten wir dabei nicht, waren mit satt zufrieden und folgerichtig in einem Fastfoodrestaurant gelandet. Ungeplant war, dass es sich dabei nicht um ein Haus aus einer der großen Ketten handelte, sondern eines, das wohl keiner davon angehörte und inhabergeführt ein Geheimtipp für Truckerfahrer war. Es lag außerhalb des Ortes etwas abseits der Bundesstraße, an der Zufahrtsstraße stand lediglich ein kleines Schild „Charlys Imbiss“. Entdeckt hatten wir es auch nur weil ein entgegenkommender Lastzug auf diesen schmalen Weg abbiegen wollte, dazu lang ausholen musste und unsere Fahrbahn blockierte; ich hatte dem Fahrer Zeichen gegeben, dass ich ihn abbiegen lasse. Als wir dann das Schild sahen und uns unsere Mägen deutlich machten, dass sie Füllung haben wollten, war die Entscheidung klar: wo Truckerfahrer einkehren und sogar die etwas schwierige Straßenabzweigung in Kauf nehmen muss es gut sein. Blinker gesetzt, dem Lkw gefolgt und gestaunt. Der fuhr bis hinter das Haus. Da war ein großer Parkplatz, auf dem bereits etwa 10 Lkw standen und nur noch wenige von den großen Parkplätzen frei waren. Pkw-Parkplätze waren auch ein paar da, aber die waren uns doch zu klein und so stellte ich meinen Laster auf einem Platz ab auf dem bereits ein Fahrzeug ähnlich dem unseren stand. Wir passten gut dahinter.

In der Erwartung, ein nur mit dem Nötigsten eingerichtetes Fastfoodrestaurant zu betreten gingen wir ins Lokal und wurden angenehm überrascht. Theke, Tische, Stühle – alles solide Arbeit, alles soweit erkennbar aus Vollholz und schon alt. Die Frau hinter der Theke passte dazu. Auch die machte einen stabilen Eindruck und war nicht mehr die Jüngste. Alles in allem ergab das einen ausgesprochen harmonischen, richtig gemütlichen Eindruck.

Fast alle Tische waren besetzt, die meisten mit einer Person – wohl die Fahrer der Lkw draußen -, einige mit zwei Personen, ein paar mit dreien und an einem saßen vier Leute, an diesem sogar eine Frau. Da vermutete ich, dass es Einwohner aus dem nahegelegenen Dorf waren. An zwei Tischen spielten die Leute Skat, am Vierertisch Schafkopf. Letzteres konnte ich nicht, aber Skat spielte ich auch gern, nur leider viel zu selten. So stellten wir uns neben den Tisch nachdem uns die Spieler auf Nachfrage das Kiebitzen erlaubt hatten. Zwischendurch wollte uns die Wirtin eine Speisekarte in die Hand drücken, aber wir hatten uns anhand dessen was auf einigen Tischen zu sehen war, beide längst entschieden, mein Mitarbeiter für eine Rinderroulade mit Rotkohl, Soße und Klößen und ich für ein Rindersteak mit Beilagen, dazu was alkoholfreies zu trinken. Mit dem Schild hatte Charly jedenfalls gewaltig untertrieben; über das Angebot in einem Imbiss ging das weit hinaus!

Bestellt und wieder zu den Skatfreunden gegangen.

Plötzlich kam die Wirtin zu uns. „Spielt Ihr auch Skat?“ sprach sie mich an.

„Ja, gerne, habe aber zu selten die Möglichkeit dazu.“ Mein Geselle drückte sich ähnlich aus.

„Mein Mann hat in der Küche zu tun. Etwas wird es schon dauern bis Euer Essen fertig ist. Wenn Ihr kein Problem damit habet, dass ich kurz aufstehen muss wenn einer der anderen Gäste was bestellt, können wir gern miteinander spielen.“

Wir sahen uns an. „Tolle Idee!“

Die Wirtin ging zur Theke, holte ein Skatblatt, einen Kuli und einen Block, kam an den Tisch und setzte sich. „Hier wird nicht nach den offiziellen Regeln aufgeschrieben wenn es sich nicht gerade um einen Preisskat handelt. Es wird einfach der Spielwert notiert und dann unter dem jeweiligen Namen addiert. Grand zählt 24, Farbe wie üblich 9, 10, 11 oder 12, Null mit 23 und Nullouvert 46. Ramsch gibt es auch. Der wird aber nicht wie üblich mit Miesen aufgeschrieben, sondern bringt demjenigen mit den wenigsten Punkten 30 Gute. Alles klar?“

Wir nickten beide.

„Eure Namen?“

„Robert“

„Heiner“

„Ich heiße Gerda. Hier, gib schon mal.“

Sie schob mir die Karten rüber, ich mischte sie, ließ Gerda abheben und teilte aus. Als ich das Blatt aufnahm traute ich meinen Augen nicht: 4 Asse, 4 10en und die beiden kleinen Jungs. Da gab es kein Zögern. Grand Hand angesagt, mir den Schneider aber verkniffen. Wenn mir, wenn es ganz schlecht laufen sollte, ein As weggestochen werden würde, hätten meine Gegner damit sowie einem König und dem Buben schon 17 Punkte. Spielen die dann den König einer anderen Farbe aus muss ich mindestens mit der 10 draufgehen. Wenn mir das dann auch gestochen wird, hätten die weitere 16 Punkte, wären zusammen 33 und damit aus dem Schneider raus. Erst hinterher fiel mir ein, dass ich doch hätte Schneider ansagen können. Wenn ich Buben ziehe bekommen sie pro Stich maximal 8 Punkte. Na ja, war hat ein wenig aus der Übung. Dann aber ging mir auf, dass ich ja nicht als erster ausspiele, also war die Ansage doch richtig. Zeit zum Weiterüberlegen hatte ich nicht, denn das Spiel begann.

Als wenn er es geahnt hätte: Heiner spielte den Karokönig aus, ich ging mit dem As drauf – und Gerda warf ab! Schwein gehabt, sie hatte also kein Karo, aber auch keinen Bauern. Da mussten also beide bei Heiner sitzen. Ich zog meinen einen Buben. Gerda legte einen König dazu – und Heiner eine Lusche. Die beiden alten Buben mussten also im Stock liegen! Ein toller Start: Grandhand mit Vieren, Schneider schwarz – 192 Punkte für den lieben Robert!

Wir spielten weiter. Zwischendurch musste Gerda ein paar Mal aufstehen um anderen Gästen ein Bier zu zapfen, kam aber immer rasch an unseren Tisch zurück. Ungeachtet meines guten Starts – Gerda hatte mehrere gute Spiele gemacht, Heiner auch einige, aber ich bekam so gut wie nichts auf die Hand und als ich einmal mit dem Kopf durch die Wand wollte haben die beiden mir das Ding umgedreht, sich köstlich amüsiert. Jetzt hatte Gerda die Spitze, ich war gerade noch Zweiter, als ihr Mann rief „Essen ist fertig.“

Wir bekamen unser Essen – und beide fanden wir, dass das echt lecker war.

Als wir aufgefuttert hatten zahlte ich, sparte weder mit Lob noch mit Trinkgeld und kündigte an, bei passender Gelegenheit wieder bei ihr sowohl zum Essen als auch zum Skatspiel einzukehren. Ihr Mann kam dazu, bekam ebenfalls seine im zustehenden verbalen Streicheleinheiten ab und freute sich sichtlich. Dann aber bat er uns sich noch mal zu setzen.

„Ich habe die Beschriftung von Eurem Laster gesehen. Ihr restauriert alte Möbel?“

„Ja, mein Betrieb ist zwar ne Ecke von hier weg, aber ich habe Kunden auch aus größerer Entfernung. Heiner arbeitet als Altgeselle bei mir, ist als Restaurator genauso fit wie ich. Daneben stellen wir aber auch normale Gebrauchsmöbel her, gern auch aus Vollholz. Die sind zwar deutlich teurer als das was es üblicherweise in Möbelhäusern gibt, haben aber dafür auch eine ganz andere Qualität.“

„Mir geht es um die Restauration eines uralten Bauernschranks. Der hat mal meinem Urururgroßvater gehört, stand dann lange im Wirtschaftsgebäude hinten bis wir bemerkten, dass das Dach undicht war und der Schrank Regenwasser abbekam. Er wurde dann woanders hingestellt, das Dach repariert, aber jetzt sieht man natürlich, dass das Wasser Spuren hinterlassen hat. Was würde den die Restaurierung von diesem Schrank kosten?“

„Das kann ich erst dann sagen wenn ich mir ihn genau angesehen habe, möglichst bei mir im Betrieb.“

„Ich möchte ja nur erst mal hören wie die Spanne ist, von Euro bis Euro.“

„Bei Kleinigkeiten liegen wir bei ab 200 €, richtig große aufwändige Sachen können auch schon mal bei 3000 liegen, in Einzelfällen sogar drüber. Dazu kommen die Kosten für Abholung und Rücktransport. Eine erste Einschätzung könnte ich schon hier geben, aber einen Kostenvoranschlag – da muss ich ihn im Betrieb haben und dann fallen die Transportkosten schon mal mit Sicherheit an. Zwei Mann, ein Auto, eine Stunde für die An-, eine für die Rückfahrt und eine halbe Stunde fürs Laden, da sind wir unter Freunden auch schon bei etwa 400 Euro nur für eine Richtung. Zurück muss der Schrank ja dann auch noch. Der Kostenvoranschlag selbst ist auch nicht umsonst, wird aber im Fall eines Auftrags zur Hälfte angerechnet.“

„Komm mal mit. Ich zeige Dir den Schrank.“

„Wir gingen in ein Nebengebäude, sahen uns den Schrank an. Ein sehr schönes Stück, aber oben und innen doch vom Wasser geschädigt. Einfach würde das nicht werden. Ich zeigte ihm die besonders kritischen Stellen und schätzte die Kosten auf etwas mehr als 1.000 €. Er wurde blass.

„So viel habe ich nicht gedacht.“

„Ich habe Dir die schwierigen Stellen gezeigt, Dazu gibt es noch etliche, die einfacher instand zu setzen sind, Wegen der vielen Schrammen muss der Lack komplett runter, der Schrank entweder nur mit Beize oder passendem neuem Lack versehen werden. Insbesondere letzterer ist nicht billig und wenn Du etwa 10 Mannstunden zu je 80 Euro rechnest, dann noch eine Reserve für Unvorgesehenes berücksichtigst, und etwas muss der Betrieb ja auch daran verdienen, dann bist Du überschlägig bei gut 1.000 Teuro. Wie solch ein Schrank dann hinterher aussieht, kann ich Dir zeigen. Ich habe zufällig einen im Auto, den ich heute ausliefern werde.“

Wir gingen zum Wagen, ich öffnete die Ladefläche. Glücklicherweise war der Schrank der, der als nächster ausgeladen werden würde und stand daher unmittelbar vor uns. Der Wirt staunte. „Der ist wirklich schön. Aber ich bin mir unsicher. Auch 1.000 oder sogar etwas mehr sind viel Geld. Da muss ich mal lange überlegen und auch mit Gerda sprechen, was die dazu sagt.“

„Finde ich richtig so. Besser vorher überlegen und sich sicher sein, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde – auch wenn sie gegen eine Restauration ausfallen sollte – als sich hinterher ärgern. Pass mal auf. Ich gebe Dir eine Visitenkarte und Du rufst an wenn Ihr Euch einig seid. O.K.?“

„Klar, so machen wir es.“

Wir gingen wieder nach vorn. Unterwegs zog ich eine Visitenkarte aus der Geldbörse und gab sie ihm. In der Gaststube angekommen saß Heiner schon wie auf heißen Kohlen.

„Chef, wir müssen, sonst schaffen wir den Rest nicht mehr.“

„Alles gut. Wir fahren jetzt auch. Wegen des Schranks werden die beiden überlegen und dann anrufen.“

Wir verabschiedeten uns noch mal auch von den anderen Kartenspielern, gingen zum Auto und fuhren des Rest unserer Tour ab. Pünktlich zum Feierabend waren wir wieder im Betrieb. An neuen Aufträgen hatten wir nur zwei mitgebracht. Die waren schnell ausgeladen und ins Lager gestellt.

Heiner verabschiedete sich, ich fuhr nach Haus, begrüßte meinen Schatz und ging unter die Dusche. Für den Abend war Training im Dojo geplant und ich wollte meine Freunde auch wegen der Bitte von Reiner fragen.

Dort angekommen, ging es erst mal ans Aufwärmen, anschließend auf die Matte. Nach einer guten Stunde war ich fertig – sowohl körperlich erschöpft als auch fertig mit den Übungen die ich mir vorgenommen hatte und einem kleinen Kampf gegen Heiner. Da zog ich den Kürzeren. Die Mädels im Club am Tag zuvor und dann das Training vor dem Kampf hatten mir wohl zuviel Kraft gekostet.

Unter der Dusche sprach ich ihn gleich auf den Club an und fragte ob er denn bereit sei zu unterstützen, bei Bedarf mit ins Auto zu springen und dort zu helfen. Er sagte sofort zu bevor ich noch auf die Besichtigung im Vorfeld und die von Dieter angedachte Art des Dankeschön zu sprechen kam. Da war er erst recht begeistert und hatte auch keine Probleme mit der Zeit als ich die Besichtigung gleich für den nächsten Vormittag vereinbaren wollte. Wir setzten uns an einen größeren Tisch. Nach und nach bat ich weitere Sportfreunde zu uns. Der Kollege mit der eifersüchtigen Frau traute sich nicht, lehnte ab. Zwei weitere hatten Probleme mit der zeitlichen Verfügbarkeit, sagten nur unter Vorbehalt zu, konnten aber schon zur Besichtigung nicht mitkommen. Allerdings war das nicht so wild, wenn die große Mehrheit die örtlichen Gegebenheiten kannte. Sechs weitere sagten zu, waren auch ohne Einschränkungen zeitlich beweglich. Auf den Hinweis, dass besser nicht mit eigenen Privatfahrzeugen, sondern mit gemieteten Autos angereist werden sollte, bot einer zwei Bullis an. Die hatte er kürzlich aus der Insolvenzmasse eines Betriebs ersteigert, der fast 200 Kilometer entfernt beheimatet gewesen war. Beide Autos waren Achtsitzer. Wir waren nun zu acht, aber mussten auch die beiden Freunde berücksichtigen, die eingeschränkt Zeit hatten. Das Gute an den Autos war, dass die noch die Werbeaufschriften der früheren Firma sowie Kurzzeitkennzeichen trugen. Zudem sollten sie ja auf einer sichtgeschützten Fläche abgestellt werden. Große Verwunderung über meinen Kontakt zum Club gab es übrigens nicht, denn ich hatte zu meinen wilden Zeiten auch bei den Sportfreunden nie Ort und Art dieser Freizeitbeschäftigung verschwiegen und auch aktuell keinen Hehl aus den Spielabenden gemacht, die ja auch häufig dort stattfanden.

Anderntags – ich rief Dieter am Abend vorher noch an – starteten wir mit einem der Bullis, kamen gegen halb elf an. Wir wurden schon erwartet. Dieter öffnete uns, freute sich dass wir gleich mit 8 Mann erschienen waren. Die Mädels hatten natürlich auch mitbekommen, dass zu ungewöhnlicher Zeit ein Bulli auf den Hof kam, 8 Kerle ausstiegen und sie gar nichts von einem besonderen Tag wussten. Dieter klärte sie auf, dass es vor ein paar Tagen eigenartige Vorfälle gegeben habe, ihm diese Männer bei Bedarf helfen und sich das Grundstück daher heute genau ansehen würden, damit sie sich im Bedarfsfall problemlos orientieren können. Mehrere Frauen reagierten sichtbar erschreckt, wollten Genaueres wissen. Dieter schilderte den Panikanruf und den ominösen Kurzbesuch der drei Kleiderschränke in der dicken Limousine. Den Schutzgelderpressungsversuch verschwieg er – das war schließlich abgehakt und die Hübschen noch weiter verängstigen wollte er nicht.

Wir bekamen eine ausführliche Führung. Sämtliche Fenster im Erdgeschoss – auch die in den Garten – waren mit Sicherheitsglas ausgestattet sowie mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen und abschließbaren Griffen versehen. Alle Türen waren einbruchhemmend ausgeführt. Im Obergeschoss hatten die Fenster Thermopenscheiben, aber kein Sicherheitsglas. Einen Keller hatte das Gebäude nicht. Ganz nebenbei – einer von uns war Chef einer Freiwilligen Feuerwehr – gab es auch noch eine Brandschutzberatung für Dieter. Gefordert wurde die Installation mehrerer zusätzlicher Feuerlöscher, eine bessere Kennzeichnung von Fluchtwegen und die Einrichtung von je zwei Türen in den Längsseiten des Gebäudes als Rettungstüren, d.h., dass diese auch in verschlossenem Zustand von innen her geöffnet werden konnten. Dieter sicherte zu sich schnellstens darum zu kümmern.

Bei der Grundstücksbesichtigung außen interessierten uns insbesondere die Zäune und deren Durchlässe sowie Mauern, ob und mit welchem Einsatz sie zu überwinden waren, ebenso ob größere Haufen brennbares Material lagerte, ob die Fläche, auf der wir die Bullis abstellen wollten, inzwischen frei geräumt war, und andere Kleinigkeiten. Hier gab es keine Beanstandungen.

In der Sache zufrieden, aber mit einem gar nicht so leisen Bedauern bei den meisten Jungs aus der Truppe – sie hatten sich natürlich auch die Mädels, die uns genau beobachteten, genauer angesehen und hätten wohl gern… - fuhren wir zurück.

Am Abend des darauffolgenden Tages rief Dieter an. Er hatte schon Schilder für die Kennzeichnung der Fluchtwege besorgt, Feuerlöscher gekauft und neben je zwei Außentüren an den Längsseiten des Gebäudes kleine Schlüsselkästen angebracht und die mit „Notschlüssel für die Tür, alarmgesichert“ gekennzeichnet. Sämtliche Gebäudeöffnungen waren sowieso alarmgesichert. Er wollte den Kontakt zum Feuerwehrchef haben, damit der ihn beraten konnte wo er die Fluchtweghinweise am besten anbringen und wo die Feuerlöscher am sinnvollsten aufzustellen waren. Die Rufnummer konnte ich ihm nicht geben, hatte ja die Zustimmung dazu nicht. Ich kündigte an dem FF-Chef die Nummer des Clubs zu geben.

Helena war neugierig. Ich musste ihr haarklein erzählen was wir uns angesehen hatten, wie die Mädels reagierten oder genauer, welche am neugierigsten waren, und wie meine Freunde drauf waren.

Aktuell hatte ich im Betrieb nur noch einen Lehrling, der nun auch schon im dritten Ausbildungsjahr war. Der, der zuletzt seine so erfolgreiche Prüfung abgelegt hatte, war im Betrieb geblieben und, auch als Neugeselle so gut wie während seiner Ausbildungszeit, inzwischen eine echte Stütze im Betrieb geworden. Ich hatte wieder Inserate geschaltet um einen neuen Azubi zu bekommen. Die Resonanz war aber schwach. Auch diesmal kamen zwar etliche Bewerbungen, aber alle zeigten Schwächen. Bei Reiner war es genauso.

Es waren zwei Wochen vergangen. Unsere Frauen hatten sich irgendwie abgesprochen. Jedenfalls begannen erst bei Cordula, am Tag danach bei Lydia und einen Tag später bei Helena die Wehen. Alle gingen in dasselbe Krankenhaus. Die Zwillinge wurden per Kaiserschnitt geholt. Dieter durfte nicht dabei sein. Reiner und ich hatten es besser. Wir durften unseren Frauen Beistand leisten. Cordula kam mit ihrem Pärchen allein in ein Doppelzimmer, Lydia mit ihrer Tochter und Helena mit unserem Sohn in den Raum nebenan.

Ein paar Tage später waren alle Frauen mit ihren Kleinen zuhause und für uns Kerle änderte sich das Leben gewaltig. Dieter und Reiner erzählten genau dasselbe wie ich es erlebte. Die Frau, noch nicht richtig wieder auf den Beinen, kümmerte sich vorzugsweise um unseren Sohn, machte einen Teil im Haushalt und nichts im Betrieb. Ich hatte die Firma mit meinem üblichen Aufgabenbereich an der Backe, musste nun zusätzlich auch den Verwaltungskram erledigen und war auch im Haushalt gefordert, wurde zudem auch häufig wach wenn der Kleine rief und kümmerte mich ebenso wie Helena um ihn. Freizeit fiel wegen is nich aus, Sex mit Helena ebenfalls und Sport oder ein Besuch im Club war schon gar nicht drin. Einen Lehrling hatte ich immer noch nicht gefunden und auch die Bürostelle nicht besetzen können. Wir gingen, wie man so schön sagt, beide auf dem Zahnfleisch.

Nach ein paar Wochen besserte sich die Situation. Udo, unser Sohn, schlief meistens durch, wir daher auch. Helena schaffte bis auf Kleinigkeiten wieder den ganzen Haushalt und ich hatte mich an die Büroarbeit gewöhnt, überließ die Leitung im produktiven Bereich weitgehend Heiner, meinem Altgesellen. Der war allseits, auch bei den Kunden, akzeptiert, bekam für das Mehr an Verantwortung eine Gehaltszulage und war zufrieden.

Gerda, die Wirtin der Fernfahrergaststätte, rief zwischenzeitlich an, wollte den Bauernschrank tatsächlich instandsetzen lassen. Leider musste ich sie vertrösten – ich hatte einfach keine Zeit um den Schrank abzuholen. Jetzt wäre es möglich. Ein Rückruf bei ihr, ein Blick in den Kalender und dann stand der Termin. Mir wurde aber gleich gesagt, ich solle ein wenig mehr Zeit einpacken – ohne eine Runde Skat käme ich nicht aus dem Haus. Heiner wollte natürlich mit. So vertrauten wir den Betrieb dem anderen Altgesellen an, lieferten erst andere Aufträge aus und luden einige neue bis wir letztendlich bei Charlys Imbiss landeten. Zuerst Essen und beide eine Apfelschorle bestellt, dann den Schrank geladen und wieder rein in die Gaststube. Ein wenig neidisch sahen wir auf Gerda – die hatte ein Bier vor sich stehen, aber wir mussten ja noch fahren und zuhause die mitgebrachten Teile abladen.

An anderen Tischen wurde auch gespielt. Wir fingen an. Heiner hatte wohl seinen großen Tag, bekam alle Naselang richtige Granaten auf die Hand und zog uns beide ab. Ich atmete richtig auf als die Essen kamen, denn das Spielgeschehen war bis dahin schon fast demoralisierend. Satt und zufrieden einigten wir uns auf noch eine weitere Stunde spielen. Nun wendete sich das Blatt. Gerda und ich bogen Heiner mehrere Spiele um, hatten unsererseits einige schöne Blätter auf der Hand, machten gute Punkte. Am Ende der Zeit hörten wir auf, hatten zur Überraschung aller alle Drei einen Punktestand, der fast auf gleicher Höhe war.

Die Fahrt nach Hause ging flott, ausladen ebenfalls und im Betrieb war auch alles glatt gelaufen. In der Wohnung schnell unter die Dusche, dann mit Helena und Udo gekuschelt, nebenbei Glotze geguckt. Unser Sohn wurde knörrig, wollte wohl und bekam seine Abendmahlzeit, wurde noch mal frisch gemacht und ins Bettchen gelegt, schlief auch gleich ein.

Richtig zusammen war ich mit Helena nach der Geburt noch nicht wieder gewesen. Im Bett gab es nur Küsschen und kuscheln, auch mal Streicheleinheiten. Da waren allerdings die Brüste – was ich gut verstand – und der Strafraum Tabuzonen. Ich hatte in dieser Zeit des öfteren Fünf gegen Willi gespielt wenn der Druck zu groß wurde. Nun aber wollte ich mal probieren ob mit ihr endlich mehr möglich war. Schon als ich ohne einen Schlafanzug anzuziehen ins Bett ging – sie trug ein Nachthemd – merkte ich wie sie große Augen machte. Beim Streicheln des Rückens schmiegte sie sich noch an mich, als ich aber auch ihren Hintern einbezog reagierte sie nicht darauf. Früher hatte das zur Folge, dass sie sich mit ihrer Muschi an mich drückte. Nichts war davon zu bemerken! Ich ahnte was kommen würde, bewegte aber dennoch meine Hand in Richtung ihrer Muschi. Prompt versteifte sie sich, drehte sich auf die andere Seite. Ihre Schultern zuckten, sie weinte lautlos vor sich hin.

„Schatz, es muss nicht sein. Ich kann warten. Die Lust mit mir zu schlafen wird schon wiederkommen. Ich bin auch so glücklich, dass ich Dich und unseren Zwerg habe.“

„Ach, Robert, ich möchte ja so gerne mit Dir wieder wie früher durchs Bett toben, aber irgendwie kann ich nicht. Kuscheln mag ich ja, aber ficken? Wenn ich nur daran denke möchte ich am Liebsten weglaufen, aber das hilft ja auch nicht. Wie Du Dich dabei fühlst kann ich mir gut vorstellen. Ich habe auch schon drüber nachgedacht ob es eine Lösung für das Problem gibt. Zu einem Seelenklempner möchte ich nicht gehen. Eingefallen sind mir nur zwei Möglichkeiten: entweder Du suchst Dir eine Freundin, aber da hätte ich doch Angst, dass sich da vielleicht mehr entwickeln könnte. Oder Du fährst mal wieder in den Club und legst dort die Mädels flach, machst vielleicht auch mit einer oder mehreren mal wieder eine Ausfahrt mit dem Espada. Zeit wäre ja dafür da, denn im Haushalt habe ich ja wieder alles im Griff und der Betrieb verträgt es auch.“

„Ach, meine Kleine, eine Freundin kommt schon mal gar nicht in Betracht! Die eine oder andere Ausfahrt mit dem Lambo, da werde ich mal drüber nachdenken. Da muss aber nicht unbedingt eine der Frauen aus dem Club dabei sein, das geht auch allein.“

„Nein, nimm gern eine oder auch mehrere mit und lass Dich dann wieder schön belohnen. Zuhause musst Du mir dann wieder alles erzählen, ja?“

„Schon, Spaß hat es ja gemacht mit den drei Frauen. Werde ich mal überlegen ob ich mir das noch mal antue oder ob ich lieber nur mit einer unterwegs und dann auf einem Zimmer bin. Aber mal was anderes: wir haben ja nun schon lange keinen Spieleabend mehr gemacht. Was hältst Du davon wenn wir mal wieder zusammensitzen. Die Babys können ja dabei sein. Ob wir uns bei uns, bei Reiner und Lydia oder im Club treffen ist egal. Platz genug auch für die Kleinen ist überall.“

„Gute Idee. Morgen rufe ich die Mädels an.“

Als ich am Tag darauf von der Arbeit nachhause kam saß Helena total verstört auf der Couch. Auf dem Tisch vor ihr lag ein Brief.

„Mädchen, was ist los, was hat Dich so erschüttert?“

„Ich habe Post bekommen – VON MEINEM VATER! Woher er weiß wie ich jetzt heiße hat er nicht geschrieben. Er heult sich über vier Seiten aus, dass es ihm schlecht geht, andere Männer ihm Gewalt antun, das Personal aber immer wegsieht, und alle anderen Knackis Besuch bekommen, nur er nicht. Ich sei doch seine Tochter, müsse ihn besuchen und auch dafür sorgen, dass es sich ein wenig mehr im Gefängnisladen kaufen kann. Ich kann es nicht fassen, wie ein so übler Kerl so dreist sein kann.“

„Schatz, schreibe ihm doch einfach eine Antwort, dass er Dich in Ruhe lassen soll, Du nichts mehr mit ihm zu tun haben willst.“

„Mache ich.“ Sie nahm sich ein paar Blatt Papier, ging zum Esszimmertisch, setzte sich hin und überlegte kurz. Schreiben dauerte keine fünf Minuten, dann stand sie auf und kam zu mir, drückte mir den Brief in die Hand.

`Du hast meine Mama ermordet! Du hast mich 10 Jahre im Glauben und in der Hoffnung gelassen ich könnte sie irgendwann noch einmal wiedersehen. Du hast mir meine Kindheit genommen und Du hast verhindert, dass ich nach meinem Schulabschluss eine Ausbildung beginnen konnte. Das was Du jetzt erlebst hast Du Dir selbst zuzuschreiben. Mich wirst Du nie wiedersehen und Dein Enkelkind, das inzwischen auf der Welt ist, nie kennenlernen. Ich will, dass Du dort bleibst, im Knast langsam verrottest und bis dahin die Hölle auf Erden erlebst!

Schick mir nie wieder einen Brief. Sollte dennoch einer kommen wird die Annahme verweigert.

GEH ZUM TEUFEL!!!!!´ las ich als Schlusssatz. Eine Anrede fehlte ebenso wie der übliche Schlusssatz, von wegen Grüße oder so.

Ich staunte. Eine derart harte Ausdrucksweise kannte ich von meiner immer friedfertigen und auf Ausgleich bedachten Frau nicht.

„Helena, das hast Du richtig gemacht! Den Brief schicken wir gleich morgen ab. Hast Du schon mit Cordula und Lydia telefoniert?“

„Nein, mache ich morgen.“

Wir machten uns einen gemütlichen Abend, hatten Udo abwechselnd auf dem Arm, kuschelten mit ihm, kitzelten ihn auch schon mal etwas. Es sah ja sooo niedlich aus wenn er das Lachen anfing. Erst ein paar Wochen alt und reagierte schon auf uns. Was liebten wir dieses kleine Kerlchen…

Anderntags, es war ein Donnerstag, klinkte ich mich nach kurzer Absprache mit meinen Mitarbeitern im Betrieb aus, setzte mich ins Auto und fuhr los. Ziel war ein Technikmuseum, mehrere hundert Kilometer entfernt. Ich war schon ein paar Mal dort gewesen, aber die Exponate zogen mich immer wieder hin. Eine Oldtimersammlung vom Feinsten, darunter auch viele exotische Sportwagen, Militärtechnik, Eisenbahn, Flugzeuge, ein U-Boot, und vieles Andere. Im großen Ausstellungsraum waren auch ein paar Orchestrions zu sehen und vor Allem zu hören. Eines war so groß wie ein ganzes Zimmer! Als ich dann erfuhr, in einem Nebengebäude stünde eine ganze Sammlung von den Dingern, bin ich sofort rüber, hatte das Glück rechtzeitig zu einer Führung zu kommen und dabei der einzige Teilnehmer zu sein. Die Frau, die mir die Sachen zeigte, bezeichnete sich als Vertreterin der eigentlich zuständigen Kraft, wusste aber durch viel Fachwissen und erkennbare Liebe zu den Geräten zu glänzen. In einem großen Saal standen etliche von den Dingern. Nacheinander setzte sie einige in Betrieb. Wenn die loslegten – huiii! Das gefiel mir noch besser als wie die Autos, denn Oldtimer hatte ich schon oft gesehen, Orchestrions bislang nur hier!

Für die Übernachtung hatte ich mir eine kleine Pension gesucht. Am Abend noch zuhause angerufen, ein wenig mit Helena Telefonsex gemacht – das funktionierte! -, dann den Laptop ausgepackt, ein wenig gesurft und mich dabei schlau gemacht, was es denn mit dem Partnermuseum in Sinsheim auf sich habe. Gleiches Konzept, aber offenbar auch viel zu sehen. So stand das Programm für den nächsten Tag fest. Gedacht, getan. Es war ebenfalls ein voller Erfolg. Nachdem ich da ein paar Stunden herumgelaufen war nach einem guten Restaurant gefragt, hingefahren und was Leichtes gegessen. Anschließend ins Auto und die Rückfahrt in meinem Schätzchen genossen.

Am Abend kam ich zuhause an, erfuhr dass Helena schon einen Spieleabend im Club organisiert und mich solo zu einem Clubbesuch angekündigt hatte, zu letzterem aber nicht den Tag angab. Ich rief dann noch bei Dieter an. Der freute sich, wollte es an seine Damen weitergeben.

Am Sonntag gab es lecker was zu Mittag: Helena hatte sich richtig ins Zeug gelegt, uns Sahneschnitzel gemacht. Mit Pommes als Beilage, Rhabarberschorle als einem meiner Lieblingsgetränke – es passte. Geschirr danach zur Minna gebracht, noch ein wenig miteinander schmusen und dann verließ ich das Haus.

Ach so – Minna ist unsere Spülmaschine.

Nach dem Mittagessen genoss ich die Fahrt in meinem Schätzchen, das leise Surren des Zwölfzylinders, und kam viel zu früh beim Club an. Kurz vorher hatte ich bei Dieter angerufen. Das Tor zu meinem „Geheimparkplatz“ war offen. Das Auto dort abgestellt, das Tor geschlossen und durch den offenstehenden Nebeneingang ins Haus, gleich zum Büro gegangen. Mehrere Mädels waren bereits unten obwohl der Laden erst in einer halben Stunde öffnen würde. Zwei von ihnen kannte ich nicht. Sie mussten neu sein. Die beiden etwas distanziert, die anderen mit Umarmung und Wangenküsschen begrüßt und dann ins Büro.

Dieter freute sich sichtlich. Dann kam er gleich zur Sache.

„Du, seit ein paar Tagen habe ich zwei neue Frauen hier. Rückmeldungen von Gästen gab es bisher nicht. Beide machen eigentlich einen ganz netten Eindruck, haben aber nur geringe Deutsch- oder Englischkenntnisse. Für den Job reicht es wohl, aber für längere Unterhaltungen nicht. Was aber eigenartig ist – hier sind mehrere, die dieselbe Muttersprache haben. Aber auch mit denen sprechen sie kaum. Angeblich haben sie sich erst hier kennen gelernt. Dagegen spricht aber, dass die Sachen, die sie mitgebracht haben, weitgehend gleich sind, so aussehen als wären sie zusammen in einem Geschäft gekauft worden. Kannst Du den beiden mal auf den Zahn fühlen? Von Deiner Rolle wissen sie nichts, haben nur jetzt gesehen, dass wir miteinander sprechen und können daraus schließen, dass ich Dich besser kenne als andere Gäste, sie deshalb vielleicht etwas vorsichtiger sein werden.“

„Klar, wird gemacht.“

In diesem Moment klingelte es obwohl es erst fünf vor zwei war. Geöffnet werden sollte um 14 Uhr. Dieter sah aus dem Fenster.

„Ach du Scheiße!“

Sofort stand ich neben ihm. Auf dem Parkplatz vorm Haus standen etliche Autos, daneben zwei uniformierte Polizisten und etliche andere Personen in Zivilkleidung. Zwei von ihnen waren Frauen.

„Eine Kontrolle. Kommt hin und wieder mal vor, gehört leider dazu. Gefunden haben sie bisher immer nur Kleinigkeiten, die dann auch rasch abgearbeitet werden konnten. Heute sind es aber besonders viele Leute. Vielleicht will mir da jemand ans Leder, hat mich mit irgendwelchen Sachen angeschissen. Bei so vielen Leuten wird das vermutlich länger dauern. Ich sage den Mädchen Bescheid, dass die ihre Papiere holen sollen und dann nach unten kommen. Umsatz kann ich heute wohl vergessen.“

Er ging zur Haustür, öffnete und wurde von einem Mann angesprochen, der sich als neuer Chef des Ordnungsamtes aus der Kreisverwaltung vorstellte und Zugang zu den Flächen hinter dem Haus forderte – es sollte niemand abhauen können. Ich nahm den Schlüssel, entriegelte das Tor zum kleinen Parkplatz und schob es auf. Ein paar Leute kamen mit, blieben erst mal überrascht an meinem Schätzchen stehen und staunten.

„Meine Herren, über das Auto können wir uns gern nachher unterhalten. Es gehört mir, ich bin hier Gast, aber mit dem Inhaber befreundet, und wollte den Wagen nicht allgemein sichtbar abstellen. Deshalb steht er hier. Hier an der Stirnseite gibt es ebenso wie in der anderen Stirnseite nur Fenster, keine Tür. Zwei normale Türen gibt es an der Rückseite des Gebäudes. Eine davon ist der Zugang zum Garten, der blickdicht umzäunt ist, darin aber auch eine von innen zu öffnende Tür hat. Es ist einer der Fluchtwege für den Fall, dass das Haus geräumt werden muss. Die andere ist ebenfalls als Fluchtweg konzipiert, führt aufs freie Feld. Außerdem gibt es in dieser Außenwand noch eine Tür, die nur durch ein Zimmer zu erreichen ist und daher als Fluchtweg im Bedarfsfall geeignet wäre, aber nicht als solcher ausgewiesen ist.“

Er wies einige Männer an sich das genauer anzusehen und teilte für jede der drei Gebäudeseiten einen ein, der dort stehen bleiben und eventuelle Fluchtversuche per Funk melden sollte. Ich ging mit den anderen ins Gebäude. Dieter war mit den Mädels und den ungebetenen Gästen im Partyraum. Ein paar Ordner aus dem Büro lagen auf dem Tisch, denn als erstes gab es eine Personenkontrolle. Meinen Ausweis musste ich auch vorlegen. Danach sollte Dieter zu jeder Frau die notierten Angaben vorlegen. Die wurden mit den aus den Ausweisen abgelesenen Daten abgeglichen. Zu meiner Überraschung teilten zwei der Leute mit, dass sie vom Finanzamt bzw. von der Gewerbestelle seien. Es wurden von ihnen auch die Steuernummer und die Gewerbeanmeldung als Prostituierte für jede Frau kontrolliert. Einen Laptop für die Onlineabfrage hatten sie dabei. Einblick wurde auch in die Unterlagen genommen in denen die Abrechnungen für die Mädels standen. Auf Erstaunen stieß, dass auf jedem einzelnen Beleg neben der Steuernummer der jeweiligen Frau auch der Hinweis stand welcher Betrag vom ausgezahlten Geld mit welchen Angaben als Steuervorauszahlung an das Finanzamt überwiesen werden solle. In vierteljährlichen Abständen waren dahinter Zusammenfassungen eingeheftet. Da waren dann auch Kopien der zugehörigen Einzahlungsbelege zu finden während vorn bei den Angaben zur Person auch die Daten zu der für die jeweilige Person bestehenden Krankenversicherung standen. Frauen ohne eine solche Versicherung würden grundsätzlich nicht akzeptiert, meinte Dieter.

Im Anschluss gingen Dieter, alle Frauen und mehrere der Besucher nach oben. Jede der Frauen sollte sich in ihr Zimmer begeben. Sinn war eine Überprüfung ob sich nicht jemand oben versteckte. Das war natürlich nicht der Fall. Zufällig hatten alle – mit Ausnahme der Zwillinge – Einzelzimmer. Nachdem alle noch einen Blick in den Sportbereich und den nicht ausgebauten Teil des Obergeschosses geworfen hatten gingen wir wieder runter. Anschließend bewegte sich die ganze Meute durchs Erdgeschoss. Vom Amtsarzt wurde überprüft wie es mit Sauberkeit und Hygiene steht, der Chef der Berufsfeuerwehr richtete Grüße an Dieter von meinem Sportfreund von der freiwilligen Feuerwehr aus. Der hatte erst am Morgen von der vorgesehenen Kontrolle erfahren und freute sich einen Ast, dass er ihm rechtzeitig ein paar Tipps gegeben und der die zügig umgesetzt hatte. Folgerichtig war auch die Überprüfung durch den Vorbeugenden Brandschutz ohne Beanstandung, nachdem auch im Obergeschoss genug und an die richtigen Stellen platzierte Feuerlöscher vorgefunden wurden, auch weder im Haus noch außerhalb größere Mengen brennbares Gut lagen.

Schließlich versammelten sich alle Besucher wieder im Partyraum.

„Wir sind soweit mit der Überprüfung Ihres Geschäfts fertig“ ließ sich der Ordnungsamtschef vernehmen. „Mit einer Ausnahme haben wir nichts gefunden was zu beanstanden wäre. Die Ausnahme ist allerdings, weil recht selten, doch schwerwiegend!“

Dieter war total überrascht, schaute wohl genauso dämlich aus der Wäsche wie ich. Was hatten wir da nur übersehen?

Fortsetzung folgt



Teil 2 von 2 Teilen.
alle Teile anzeigen  



Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht
und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat.
autor icon Corda54 hat 1 Geschichte(n) auf diesen Seiten.
autor icon Profil für Corda54, inkl. aller Geschichten
email icon Email: corda54@gmx.de
Ihre Beurteilung für diesen Teil:
(Sie können jeden Teil separat bewerten)
 
Privates Feedback zum Autor senden:

Ihre Name:
Ihre Email: (optional, aber ohne kann der Autor nicht antworten!)
Ihre PRIVATE Nachricht für Corda54:

Abstimmen und/oder Private Nachricht an Autor schicken:


Alle Geschichten in "Sonstige"   |   alle Geschichten von "Corda54"  





Kontakt: EroGeschichten webmaster Art (art@erogeschichten.com)
Datenschutz - Inhalte melden/entfernen lassen

Eroticstories.com: Sex Stories written in english