Nachhilfe-Duftorgien Teil 2 (fm:Verführung, 906 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Caligula1964 | ||
| Veröffentlicht: Aug 15 2026 | Gesehen / Gelesen: 705 / 644 [91%] | Bewertung Teil: 8.60 (5 Stimmen) |
| Thomas und Lena steigen tiefer in die Geschichte ein - und setzen sich mit der Frage auseinander, wie drastisch Düfte wirken können. | ||
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Orgie in Grasse: Menschen, die unter dem Einfluss des Parfüms jede Hemmung verlieren, sich mitten auf dem Platz entkleiden, sich berühren, küssen, ineinander verstricken, ohne Rücksicht auf Anstand oder Öffentlichkeit. Die Kamera zeigte Körper, die sich gierig und hemmungslos suchten, getrieben von einem Duft, den niemand bewusst wahrnahm und der dennoch alles steuerte.
Lena starrte gebannt auf den Bildschirm. Als die Szene endete, blieb sie einen Moment still.
„Wow“, murmelte sie schließlich. „Die sind wirklich komplett außer sich. Keine Scham, nichts. Einfach… alles freigegeben.“ Sie wirkte fasziniert, fast ein wenig ungläubig. „Und das soll nur durch einen Duft passieren?“
Thomas schloss den Laptop wieder. „Im Roman und im Film ja. In der Realität ist es nie so absolut. Aber die Richtung stimmt.“
Lena sah ihn von der Seite an. „Reagierst du eigentlich auch emotional auf Düfte?“
„Ja“, antwortete er ohne Zögern. „Manche Gerüche können bei mir sehr starke Gefühle auslösen – Erinnerungen, Anziehung, manchmal sogar Unruhe. Aber ich reagiere auch stark auf optische Reize. Auf das, was man sieht. Knappe Kleidung zum Beispiel. Die Art, wie etwas den Körper betont oder freigibt.“
Lena grinste. Sie lehnte sich ein Stück zurück, sodass ihr bauchfreies Top den schmalen Bauch noch deutlicher freigab und die engen Leggings die Linien ihrer Beine und des Pos eng umspannten.
„Und wie reagierst du auf mein Outfit?“, fragte sie direkt, mit einem amüsierten, leicht herausfordernden Unterton.
Thomas stockte. Sein Blick glitt für einen kurzen Moment unwillkürlich über sie – über das enge Top, den freiliegenden Bauch, die straff sitzenden Leggings – bevor er ihn wieder hob. Er wirkte plötzlich verlegen, räusperte sich und suchte nach Worten.
„Ich…“ Er räusperte sich erneut. „Es ist… auffällig. Und ja, es zieht den Blick an. Das lässt sich nicht leugnen.“
Lena lachte leise, amüsiert über seine verlegene Reaktion. Sie schloss ihre Mappe und stand auf.
„Deine Erklärungen haben mir schon richtig geholfen“, sagte sie. „Vor allem die Sache mit den Düften und warum Grenouille so darauf reagiert. Aber ich hätte noch ein paar Fragen. Können wir uns morgen Abend nochmal treffen?“
Thomas nickte. „Gern. Dann komm einfach wieder um sieben.“
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