Mittleres Management Teil 3 (fm:Ehebruch, 4337 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Cerar | ||
| Veröffentlicht: Aug 15 2026 | Gesehen / Gelesen: 1515 / 1286 [85%] | Bewertung Teil: 9.05 (19 Stimmen) |
| Kaum ist die Katze aus dem Haus ... | ||
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Ganze vier Stunden hatte Manfred nun schon im Stau gestanden. Irgendwo weiter vorne hatte es einen Unfall gegeben, so vermeldete es der Verkehrsfunk. Dass es sich dabei um einen schweren Unall, vermutlich mit Toten, handeln musste, war ihm schon ziemlich bald klar. Etliche Polzei-, Notarzt- und Krankenwagen, sowie Feuerwehrfahrzeuge waren durch die Rettungsgasse gekommen, die natürlich traurigerweise an vielen Stellen erst gebildet werden musste, weil man sich nicht an die für solche Fälle gültigen Regeln gehalten hatte. Inzwischen war im Verkehrsfunk von Vollsperrung die Rede und dass man mit einer Freigabe der Strecke nicht so bald rechnen könne.
Er würde, dass war ihm längst klar, sein Ziel nicht mehr in der geplanten Zeitspanne erreichen können. Dass es nicht weiterging, zerrte an seinen Nerven. Warum nur hatte er sich überhaupt zu dieser Faht hinreißen lassen? Insgeheim begann er, an der wahren Motivation dieser Reise zu zweifeln.
Ja, es ist richtig, dass er gestern Abend, nach dem Telefongespräch mit Elke, spontan beschlossen hatte, sie an ihrem Geburtstag mit einem Besuch zu überraschen. Er kannte seine Frau viel zu gut, um nicht aus dem Gesagten heraus zu lesen, dass sie in einer denkbar schlechten Verfassung ist, und dass das nur von dem anstrengenden Seminarbetrieb kommt, wie sie behauptete, glaubte er ihr nicht. Eher konnte er sich vorstellen, dass sie sich insgesamt zu viel vorgenommen hat und nun merkt, dass es sie möglicherweise überfordert.
Aber zur Wahrheit gehört auch, dass er ihr nicht unbedingt glaubte, dass sie nicht doch noch irgendwie Ablenkung und Zerstreuung brauchte und suchte. Er hatte Angst davor, dass sie dabei in Situationen geraten könnte, die sie nicht beherrschen kann. Ja, er war eifersüchtig, ohne Grund, ohne Anlass.
Es gab allerdings noch einen ganz anderen Grund, einen, den so Manche/-er nicht nachvollziehen kann, dass es in der Folge zu solchen Psychproblemen, wie bei ihm, führen kann. Es ist sein verdammtes, schlechtes Gewissen, seine, rational betrachtet, kindische Hoffnung, dass Elke ihn würde verstehen können, wenn er ihr nur alle erdenkliche Liebe zukommen lässt. Das heißt auch, seine totale Fürsorge und sein Verständnis für all ihre Probleme und Nöte. In diese komplizierte Lage in seiner Beziehung zu seiner Frau hatte er sich ganz alleine selbst manövriert.Vorgestern, an dem Tag, als Elke abgereist war, war seine Stimmung auf einem Tiefpunkt. Sie hatten sich so heftig gestritten wie schon lange nicht mehr. Letztlich ging es schon da um den Vorwurf gegenseitigen Misstrauens, bei ihm wohl eher um Eifersucht. Zwar hatte er versucht, dies ihr gegenüber nicht zu zeigen, hatte ihr sogar etwas von ihrem Sexspielzeug, den stattlich dicken Vibrator mit den erhaben hervortretenden Äderungen, heimlich in den Koffer gepackt, damit sie sich bei eventuellen Sehnsüchten Abhilfe würde schaffen können, doch der distanzierte Abschied am Bahnsteig war nur schwer zu ertragen. Ihrem gemeinsamen Sohn Mirko gegenüber war er den ganzen Tag über bemüht, ihn von alledem nichts spüren zu lassen. Er begleitete ihn zu seinem Fußballspiel der F-Junioren, am Nachmittag gingen sie zum Bundesligaspiel des FC Kiel, was ein echtes Highlight war, und am Abend besuchten sie die Lieblings-Pizzeria „La Gondola“, wo sie immer mit der ganzen Familie hingingen. Hier nahm das Unglück seinen Lauf.
Sie hatten gerade bei Salvatore, dem Wirt persönlich, ihre Bestellung aufgegeben, als eine Frau hinter ihn getreten war und ihm plötzlich mit beiden Händen die Augen zuhielt. Mirko, der ihm direkt gegenüber saß, sah der Person mit Unverständnis ins Gesicht, brachte aber vor Überraschung keinen Ton heraus. Mit verstellter Stimme fragte die Frau: „Na Sie da, wer bin ich wohl?“
Nachdem der erste Schreck überwunden war, versuchte er angestrengt nachzudenken und schüttelte dabei, soweit das die Hände der fremden Frau zuließen, den Kopf. Erst als sie weiter sprach und kurz gillernd auflachte, erkannte er sie an ihrem unverwechselbaren Lachen. Es war Doris Kremer, die Frau, mit der er vor Elke einige Zeit zusammen war. Entsprechend antwortete er zwar erstaunt, aber nicht sonderlich erfreut: „Die Doris! Wie könnte ich diese Art zu lachen jemals vergessen?“ Die Frau nahm ihre Hände weg von seinen Augen, und so konnte er sich umdrehen und die Person ansehen. Doris Kremer stand freudig erregt da. Sie hatte sich in den 9 Jahren seit ihrer Trennung kaum verändert. Vor allem ihre Art, sich auffällig figurbetont sexy zu kleiden, war unverändert. Manfred musterte sie so, wie er sie aus dem
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