Es ist nicht alles Gold, was glänzt. (fm:Sonstige, 401 Wörter) | ||
| Autor: Lamda74 | ||
| Veröffentlicht: Aug 21 2026 | Gesehen / Gelesen: 661 / 0 [0%] | Bewertung Geschichte: 7.83 (6 Stimmen) |
| Teil 1 | ||
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Ich wollte eigentlich eine Weile aussetzen, denn zum einen, hier wurde schon „Alles“ geschrieben. Zum anderen weil schon „Alles“ geschrieben wurde, werden die neuen Geschichten (um sich abzugrenzen) stetig heftiger. Und zum letzen, sich ständig Wiederholendes zu produzieren, ist mir zu abgestumpft. Aber mir ist langweilig, deshalb versuche ich etwas Neues. Schauen wir mal, wie DAS ankommt, wie es euch gefällt…
Jens, ein 23-jähriger, passabel aussehender Single, liebte das Leben. Er verdiente ganz gut und konnte sich einiges leisten. Er ist ein angenehmer Zeitgenosse, in seinem Umfeld gut integriert und alle mögen ihn. Jens ist kein Kostverächter, er führte ein ausschweifendes Leben: La Dolce vita wann immer es möglich ist. DAS praktizierte er nicht nur beim Essen und Trinken, sondern auch im sexuellen Bereich. Er ist in grenzen Bi und so konnte er die gesamte Bandbreite der Sexalität ausleben. So praktizierte er Sex mit Männlein und Weiblein, wie es gerade kommt. Sein Sex mit Männern beschränkte sich allerdings auf junge, weiblich aussehende Transen, die sich in einschlägigen Foren, zur Benutzung reichhaltig anboten.
Jens ging regelmäßig zur Blutspende. Er bekam die neusten Termine regelmäßig vierteljährlich per Post mitgeteilt. Deshalb war er guter Dinge, als er den letzten Brief des Blutspendedienstes öffnete. Der war ganz anders geschrieben wie sonst und mit jedem Wort, das es las wurde er unsicherer. Als er dann realisierte: Man teilt mir mit, das ich HIV-positiv bin, musste er sich setzen. Seine Welt scheint kurzzeitig stillzustehen. In ihm breitete sich eine totale emotionale Leere aus. Dann kam der Gedanke: DAS war´s, du fährst mit 23 in die Grube.
Das Gefühl einer ausweglosen Bedrohung überschwemmte ihn und er konnte nicht mehr klar denken. So saß er eine ganze Weile da, unfähig „irgendwie“ zu agieren. Dann begann er instinktiv mit, seinen ihm, bei Überlastung helfenden, Entspannungsübungen. So baute er nach und nach sein inneres Entsetzen ab. Langsam besiegte die Ratio seine Emotionen – er begann wieder klar zu denken. Nach kurzem Überlegen, setzte er sich an den PC und startete mit einer To-Do-Liste.
Ganz oben auf der Liste steht: 1. Dein Leben ist nicht vorbei, es wird nur anders! 2. Bestätigungstest einholen. 3. Spezialisierten Arzt suchen. 4. Hilfe suchen und annehmen, z.B. Aidshilfestelle vor Ort. 5./6./7./… ganz langsam wurde die Liste länger und seine Zuversicht stieg mit jedem neuen Unterpunkt.
So, DAS ist der Einstieg. Soll ich weiter schreiben, oder wollt Ihr so etwas in einem Erotikforum nicht lesen? Bitte euer Statement.
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