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Urlaubsfick im Dreifachglück (fm:Humor/Parodie, 5862 Wörter)

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Veröffentlicht: Sep 08 2026 Gesehen / Gelesen: 80 / 58 [73%] Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen)
Urlaub am Gardasee, wie jedes Jahr. Doch das Gestüt Dreifachglück hält, was sein Name verspricht: eine Nachbarin in der Küche, ein Geheimnis in der Scheune, ein Mädchen, das mehr weiß, als ihm lieb ist. Dreifach, wie versprochen.


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Urlaubsfick im Dreifachglück

Manche Urlaube bringen Sonnenbrand und Erinnerungsfotos mit. Andere geben einem einen Namen zurück, den man erst am Ende der Reise versteht. Als wir das Gestüt Dreifachglück zum ersten Mal befuhren, hielt ich das für einen hübschen, etwas kitschigen Namen für ein Feriendomizil. Ich ahnte nicht, wie wörtlich er gemeint war, und wie viele es am Ende sein würden, die dieses Glück teilten._

Wieder einmal war es Zeit für unseren Sommerurlaub am Gardasee. Meine Freundin Dani und ich waren, wie schon in den Jahren zuvor, auf dem kleinen Gestüt Dreifachglück einquartiert, etwa zwölf Kilometer südlich vom See, dort, wo die Straßen enger wurden und die Luft nach Heu und warmem Stein roch. Der Besitzer, ein hagerer Mann mit einer Passion für alte Fiat-Traktoren, hatte uns beim ersten Mal stolz erklärt, der Name gehe auf seinen Großvater zurück, der mit drei Pferden angefangen hatte und behauptete, jedes einzelne davon habe ihm Glück gebracht. Ich hatte darüber gelacht und den Satz längst vergessen. Radeln, Baden und Ausspannen, das war unser Motto, und in vier gemeinsamen Jahren hatte sich daran nichts geändert.

Am dritten Tag trieben wir es gerade unter der Dusche, das Wasser noch lauwarm von der Mittagssonne auf dem Blechtank über uns, als wir draußen vor dem Fenster die Stimme der Vermieterin hörten. Sie führte offenbar einen neuen Gast in die Ferienwohnung direkt neben unserer, ein paar italienische Brocken, dazwischen das Scheppern eines Kofferrollens auf dem Kiesweg. Wir verhielten uns einen Moment lang still, das Wasser prasselte weiter auf die Fliesen, dann stieß ich mit harten, tiefen Stößen zum Finale, weil die Gefahr, entdeckt zu werden, aus irgendeinem Grund alles nur noch besser machte. Draußen blieb es ruhig, und wir nahmen an, die fremde Stimme hätte von unserem kleinen Zwischenspiel nichts mitbekommen. Dani richtete sich zufrieden auf, wusch sich rasch das letzte Shampoo aus dem Haar und fuhr kurz darauf mit dem Rad zum See.

Ich schnappte mir mein Buch und legte mich in den Liegestuhl auf unsere kleine Terrasse, die Steinplatten schon warm unter den nackten Füßen. Keine fünf Minuten später kam eine junge, unglaublich attraktive Frau mit ihrer knapp vierjährigen Tochter um die Ecke und lächelte mir charmant zu. Sie ging tatsächlich in die Ferienwohnung neben unserer. Als sie kurz darauf wieder heraustrat, warf sie mir erneut einen sehr freundlichen Blick zu, ehe sie mit ihrer Tochter zu den Pferdekoppeln hinüberging. Die Kleine war sofort in ihrem Element, und die junge Mutter selbst ging, wie mir nicht entging, mit auffallend weichem Hüftschwung zu ihrem Auto, um Koffer und Taschen zur Wohnung zu schleppen.

Dafür musste sie jedes Mal direkt an mir vorbei, und es fiel mir zusehends schwerer, sie nicht bewundernd zu mustern. Auch sie warf mir bei jedem Vorbeigehen einen freundlichen, fast neckischen Blick zu. Sie hatte eine sehr schlanke, fast schmale Figur, die sie mit ihren knapp hundertfünfundsechzig Zentimetern größer wirken ließ, als sie eigentlich war, dazu ein kleiner, aber wunderbar rund geformter Hintern, der es mir besonders angetan hatte. Unter dem legeren Shirt zeichneten sich kleine, aber schön geformte Brüste ab, und dazu trug sie einen langen, leichten, aber eng fallenden Rock, unter dem sich deutlich ein Stringtanga abzeichnete.

Ich versuchte, mich auf mein Buch zu konzentrieren, las denselben Absatz dreimal, ohne ein Wort davon zu behalten. Da war diese kleine, gemeine Stimme in meinem Kopf, die mir vorrechnete, dass Dani jetzt seit einer halben Stunde am See war und frühestens zum Abendessen zurückkäme, während eine andere, vernünftigere Stimme mich daran erinnerte, dass ich seit vier Jahren glücklich vergeben war und dass ein Blick eben nur ein Blick zu bleiben hatte. Beide Stimmen redeten leise weiter, während meine Augen der Frau folgten.

Alles in allem eine wirklich betörende Erscheinung, die ich mit Sicherheit nicht von der Bettkante gestoßen hätte, wäre ich Single gewesen. Etwa eine halbe Stunde später hatte sie alles verstaut, und ihre Tochter tollte begeistert an der nahegelegenen Koppel herum, um die jungen Fohlen bei ihren Mutterstuten zu bestaunen. Ich konnte die Augen nicht von der jungen Frau lassen, und in meinem Kopf spannen sich Gedanken zusammen, die ich mir eigentlich hätte verbieten sollen.

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