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Die (ungewöhnliche) Leihmutter (fm:Schwanger, 8879 Wörter)

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Veröffentlicht: Sep 11 2026 Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen)
Ein schwul-bisexuelles Paar sucht und findet eine (ungewöhnliche) Leihmutter.

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kann man ja beinahe einen Beruf draus machen und seinen Lebensunterhalt mit Schwangerschaften verdienen.“ Mit dieser Bemerkung drehte sie sich wieder um und ging ihrer abendlichen Aufgabe nach. Auf diese Weise bekam sie auch nicht mit, dass sowohl Rainer als auch Harald ihr noch lange hinterherschauten.

Vier Wochen später saßen Harald und Rainer an demselben Tisch im Gartenbereich des ‚Karlotta‘. Harald hatte das Bereitschaftstelefon des Krankenhauses auf dem Tisch liegen und bestellte deshalb nur eine alkoholfreie Apfelschorle.

„Schon Erfolg mit Eurer Leihmuttersuche gehabt?“ fragte Natascha ganz ungeniert, als sie die Getränke an den Tisch brachte. „Ich fand das ganz spannend, was Ihr beim letzten Mal erzählt habt.“

„Nicht so richtig“, antwortete Rainer zurückhaltend, ja, fast etwas verlegen. Ganz gegen seine sonst so fröhlich-dynamische Art. „Ist eine schwierige Entscheidung. Wir kennen unsere DNA, die wir mit der Samenspende vererben könnten. Aber die Leihmutter ist im Prinzip ein EDV-gestütztes Profil, aus dem man aussuchen kann – Hautfarbe, Haarfarbe und solch Nebensächlichkeiten. Aber der Charakter und die Intelligenz der Leihmutter vererben sich mit ihrer DNA genauso stark wie der des Vaters. Und da schaut man auf ein Profil und ein Foto beziehungsweise einen Videoclip. Alles sehr abstrakt.“

„Stelle ich mir auch schwierig vor. Bei einer Adoption kann man zumindest das Kind schon mal anschauen. Aber so kauft man eine Eizelle und damit die Katze im Sack.“

Die beiden Männer lachten laut auf. Es wirkte irgendwie befreiend für sie, mit jemandem Dritten über ihre Pläne zu sprechen. „Mich würde die Meinung einer jungen Frau zu unseren Überlegungen interessieren“, sagte Harald plötzlich. „Hast Du Zeit, Dich für ein paar Minuten zu uns zu setzen?“

„Da muss ich erst Karlotta fragen. Im Moment ist noch nicht viel los, das müsste meiner Meinung nach möglich sein.“

Natascha ging zum Tresen, hinter dem die Inhaberin ihren traditionellen Arbeitsplatz bezogen hatte, und fragte um Erlaubnis. „Die beiden Männer sind liebe Stammgäste“, kommentierte Karlotta mit einem Grinsen. „Du hast zehn Minuten.“ Dann lachte sie hintergründig. „Und lass Dich nicht verführen. Harald und Rainer sind beide verdammt attraktiv und waren vor ihrer Ehe ausgesprochen bisexuell.“

„Nein, kein Risiko. Die wollen nur die Meinung einer Frau zu einer Idee hören.“

Natascha ging zurück zum Tisch, setzte sich und schaute wechselweise Harald und Rainer herausfordernd an. „So. Was wollt Ihr von mir wissen?“

„Du hast unsere Recherchen mitbekommen, dass wir unsere Familie mit einem eigenen Kind vergrößern wollen“, begann Rainer etwas umständlich.

„Ja. Und wenn ich das recht verstanden habe, müsst ihr dazu ins Ausland gehen, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist.“

„Stimmt genau. Das Verrückte ist, dass ein von einer Leihmutter im Ausland ausgetragenes Kind vom Vater mit allen Kindesrechten ganz legal nach Deutschland gebracht werden kann. Ist „nur“ ein bürokratischer Hindernislauf. Aber dafür bin ich ja Rechtsanwalt.“

„Wirklich verrückt.“ Natascha schüttelte ihren Kopf. „Aber, wenn ich ehrlich bin, typisch deutsch. Zu Hause den großen Moralischen heraushängen lassen, aber im Ausland alles angeblich Unmoralische akzeptieren.“

Die drei lachten laut auf und nahmen einen tiefen Schluck aus ihren Gläsern.

„Was hältst Du als junge Frau davon, wenn wir als schwules Ehepaar auf diesem Weg ein eigenes Kind bekommen?“ Rainer stellte ganz direkt die ihn interessierende Frage.

„Aus Sicht des Kindes ist es eigentlich vollkommen egal, was für eine partnerschaftliche Konstellation sein Elternhaus hat. Wenn es zwei Eltern hat, die es lieben und ihm ein schützendes Zuhause geben, ist das wichtigste Kriterium erfüllt. Schaut, ich bin weitestgehend nur mit meiner Mutter aufgewachsen. Der Krieg und unsere Flucht haben mir mein ursprüngliches Zuhause zerstört. Aber meine Mutter hat es verstanden, mir hier in Hamburg ein neues zu schaffen. Das ist das Wichtigste. Und hier liegt Eure Verantwortung. Ein Kind ist kein Mercedes, den man parken kann und aus dem man aussteigt. Ein Kind braucht im Prinzip seine Eltern 24 Stunden am Tag. Und da ist vollkommen egal, ob es Vater und Mutter, zwei Väter oder zwei Mütter hat.“

„Schön gesagt.“

In diesem Moment klingelte Haralds Notfalltelefon. Er nahm den Anruf an und sagte nur noch: „Ich komme sofort.“ Dann stand er auf und trank in einem Schluck seine Apfelschorle aus. „Die ärztliche Pflicht ruft. Ich weiß noch nicht, wann ich nach Hause komme.“ Dann stürmte er davon.

Rainer atmete tief durch. „Gott sei Dank gibt es in meinem Beruf keine derartigen Notrufe.“

„Dann wärst Du im klassischen Sinn vermutlich der Hauptbezugspartner für Euer Kind. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, Mütter sind der erste Anlaufpunkt. Und die müssen dann da sein.“

Rainer nickte nachdenklich. „Vermutlich hast Du recht.“

„Wer von Euch beiden wäre denn der Samenspender, also der genetische Vater?“ Natascha war neugierig geworden.

„Haben wir noch nicht endgültig entschieden. Aber vermutlich ich.“

„Wie geht das denn? Ihr sucht Euch im Internet bei einer Agentur eine Leihmutter aus, fliegt in die USA, gebt Eure Samenspende ab und dann wird das Kind per künstlicher Befruchtung gezeugt?“

„Im Prinzip ja. Dazu gibt es ein umfangreiches Vertragswerk, was alle Rechte und Pflichten detailliert regelt. Ist sehr professionell organisiert.“

„Und dann wartet ihr neun Monate oder auch ein paar Monate länger, je nachdem, wie schnell das geht. Dann kommt ein Anruf und ihr fliegt wieder rüber und holt Euer Kind ab?“

„Ja. Professionell heißt in diesem Fall, dass es keinerlei persönliche Beziehungen zwischen den Parteien gibt.“

Natascha schüttelte ihren Kopf. „Kann ich verstehen. Und auch wieder nicht. Da fehlt etwas ganz Wichtiges: die 40 Wochen Schwangerschaft mit ihrer ganzen Vorfreude, aber auch mit seinen ganzen Sorgen um das werdende Baby. Mir wäre das, ehrlich gesagt, viel zu emotionslos und abstrakt.“ Sie atmete kurz durch. „Aber ich sehe ein, dass das Eure einzige Möglichkeit ist, ein eigenes Kind zu bekommen. Weder Harald noch Du können selbst schwanger werden.“ Jetzt lachte Natascha laut und sehr kehlig auf. „Immerhin ein Vorteil, den wir Frauen haben.“ Sie stand auf. „Ich muss wieder an die Arbeit. Sonst wird Karlotta noch böse.“

Rainer blieb noch eine Zeit nachdenklich an seinem Tisch sitzen, bestellte noch einen Weißwein und machte sich auf seinem iPad einige Notizen.

Als Natascha ihm den bestellten Wein brachte, blieb sie noch einmal kurz am Tisch stehen. „Und wenn ihr Euch hier eine Leihmutter sucht? Ich habe von Dir gelernt, dass eine kommerzielle Leihmutterschaft wie in den USA hier illegal ist.“

„Ja. Und weder Harald noch ich können uns bei unseren Berufen etwas Illegales erlauben.“

„Und wenn eine solche Leihmutterschaft nicht kommerziell wäre?“

Rainer schaute Natascha verwirrt an. „Wie soll das gehen? Ich kann doch nicht in der Morgenpost eine Anzeige aufgeben, nach dem Motto: welche Frau will ein Kind von mir und es mir abgeben?“

Jetzt musste Natascha lachen. „Vermutlich nicht. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass zwei gut situierte Männer auch ohne Bezahlung eine solche Leihmutter in Hamburg finden können.“

Rainer schüttelte seinen Kopf. „Wie soll man denn ein solches Wunderwesen finden? Ich kenne auch kein Internetforum, wo man nach so einer Frau suchen könnte.“

Natascha nahm das leere Glas und drehte sich bereits um, um zum Tresen zurückzugehen. Dann ließ sie eine Bombe fallen. „Ihr könnt ja mich mal fragen.“ Sie registrierte noch Rainers total fassungsloses Gesicht. Dann marschierte sie fort von seinem Tisch.

Rainer saß die nächsten Minuten vollkommen regungslos an seinem Tisch, nur unterbrochen von einigen Schlucken aus seinem Weinglas. Man konnte ihm ansehen, dass er angestrengt nachdachte. Dann winkte er Natascha zu, um die Rechnung anzufordern.

Als diese mit dem Kartenlesegerät an seinen Tisch zurückkehrte, konnte er sich nicht zurückhalten. „War das vorhin von Dir ernst gemeint?“ fragte er vorsichtig und schaute sie von unten direkt an.

Natascha hob ihre Augenbrauen, während das Gerät gerade die Quittung ausdruckte. „Fragen kostet nichts. Aber ich hätte dann auch eine lange Liste von Fragen.“ Sie lächelte etwas verlegen, beugte sich dann aber zu Rainer herab, während sie ihm die Zahlungsquittung gab, und hauchte ihm einen überraschenden Kuss auf die Wange. „Aber mit Euch beiden könnte ich mir das vorstellen. Und das ganz ohne künstliche Befruchtung.“ Sie lächelte noch einmal, nahm das leere Glas vom Tisch und drehte sich wieder in Richtung Tresen. „Wir können ja mal alle drei darüber nachdenken.“

Drei Abende später waren Harald und Rainer wieder im Karlotta. An diesem sommerlichen Samstagabend war das Lokal rammelvoll und Natascha als auch ihre Kollegin waren ununterbrochen im Bedienungseinsatz und hatten außer einem freundlichen Wort keine Zeit für eingehendere Gespräche.

„Wann ist Dein arbeitsfreier Tag?“ fragte Harald ganz direkt, als sie ihnen frischen Weißwein brachte.

„Montags, wenn das Karlotta geschlossen hat. Und nach Absprache auch dienstags, wenn beispielsweise in der Uni etwas anliegt. Warum fragst Du?“

„Würdest Du nächste Woche zu uns nach Hause kommen? Rainer hat mir von Eurem Gespräch erzählt und wir würden dies gern im privaten Rahmen vertiefen.“

Natascha dachte kurz nach. „Montagabend wär fein für mich. Wo würden wir uns dann treffen?“

Rainer griff in seine Tasche und holte aus einem silbernen Metalletui eine Visitenkarte heraus. „Das ist unsere Adresse. Sagen wir um 19 Uhr? Dann hat auch Harald gesichert Feierabend, sofern nicht gerade eine Großkatastrophe eingetreten ist.“

Natascha nahm die Visitenkarte, die eine vornehme Adresse an einem der Zuflüsse zur Außenalster auswies. Sie nickte und lächelte die beiden Männer direkt und ohne Vorbehalte an. „Ich werde kommen.“

Die Adresse stellte sich am Montagabend als eine ehrwürdige, schneeweiße Patriziervilla mit zwei Stockwerken und einem Dachobergeschoss heraus. Am Eingangstor wiesen drei Firmenschilder die doppelte Nutzung der Villa als Firmen- und Privathaus aus. „Dr. Rainer Falck, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerstrafrecht“ stand auf dem obersten Schild. Darunter wies ein zweites Schild „Dr. Markus von Tamm, Steuerberater“ und ein drittes Schild eine Treuhandgesellschaft aus. Natascha pfiff leise durch ihre Zähne, als sie die paar Stufen zur Eingangstür hinaufging und auf den Klingelknopf mit der Aufschrift „Privat“ drückte. „Ein schickes Anwesen“, murmelte sie zu sich selbst. In dem Moment summte es an der Tür und sie konnte sie problemlos öffnen.

Rainer kam ihr auf der Treppe ins Obergeschoss entgegen. „Willkommen in unserer kleinen Hütte“, lachte er Natascha an und umarmte die junge Frau freundschaftlich. „Komm mit nach oben. Harald ist auch vor einer halben Stunde nach Hause gekommen. Möchtest Du mit uns zu Abend essen?“

Natascha nahm die Einladung an. Den sommerlichen Temperaturen angepasst, gab es einen Caesars Salat mit gebratenen Geflügelstreifen und den obligaten kühlen Weißwein. Natascha fühlte sich auf Anhieb sehr wohl, staunte aber über die großzügige, hochmoderne Ess-Küche, in der es augenscheinlich an nichts fehlte. „Das ist ja ein kleines Palais“, meinte sie bewundernd. „Ich habe gesehen, dass Deine Kanzlei sich im Erdgeschoss befindet. Gehört Euch das Haus?“

„Ja. Ist seit 1901 im Familienbesitz“, bestätigte Rainer. „Ich habe es meinen Großeltern abgekauft, als diese so alt geworden waren, dass sie nicht mehr die Treppe hochkamen und in eine Altersresidenz umziehen mussten.“

„Dann haben Rainer und ich es grundlegend modernisiert“, ergänzte Harald, „und wir sind hier eingezogen. Er komplett mit seiner Kanzlei“, Harald lachte, „ich nur privat. Ich bin froh, dass hier nichts krankenhausmäßig ist. Außer einem Notarztkoffer und dem Diensthandy.“

„Wohnt hier sonst noch jemand? Von der Straße aus vermutet man ein komplett ausgebautes zweites Obergeschoss.“

„Scharf beobachtet. Wir zeigen Dir nachher gern unsere Wohnung im Detail. Das zweite Obergeschoss ist geteilt. Ein Teil ist über eine innere Wendeltreppe mit unserer Wohnung verbunden, die andere Hälfte ist ein unabhängiges Zweieinhalb-Zimmer-Apartment, das bis vor drei Monaten an einen Mitarbeiter unseres Steuerbüros vermietet war. Der hat geheiratet und hat jetzt eine eigene Wohnung. Wir wissen im Moment noch nicht, ob wir es wieder vermieten sollen.“ Rainer zuckte mit seinen Schultern. „Eigentlich wollen wir keine vollkommen fremden Mitbewohner haben, erst recht nicht, wenn wir tatsächlich unsere Familie mit einem Kind vergrößern.“

„Womit wir bereits bei unserem Hauptthema angelangt sind“, bemerkte Natascha ganz trocken. „Ich finde es echt faszinierend, was ihr Euch als Paar vorgenommen habt.“

„Und wir finden es mindestens genauso faszinierend, was für einen Vorschlag Du Rainer und mir so im Vorbeigehen auf den Tisch geworfen hast. Und deshalb wollen wir Deinen Vorschlag aufgreifen und Dich mal fragen, wie und was Du Dir denn vorgestellt hast?“ Die beiden Männer schauten Natascha mit gespannter Neugierde an.

Die junge Frau dachte kurz nach. „Bei dem Gespräch mit Rainer bekam ich plötzlich den Eindruck, dass eine solche amerikanische Leihmutterschaft etwas sehr Kaltes, ein sehr emotionsloses Ereignis ist“, begann sie sich langsam zu äußern. „Man sucht ein Profil einer passenden Frau aus dem Agenturangebot aus, bezahlt und liefert eine Samenspende ab. Und neun Monate später wird das Baby mit allen Papieren angeliefert, die Leihmutter hat ihre Lieferpflicht erfüllt und verschwindet, und die neuen Eltern stürzen von einem Tag auf den nächsten in ihre Elternschaft.“ Sie schwieg einen Augenblick und schaute wechselweise Rainer und Harald an. „Kinder in die Welt zu setzen, ist meiner Meinung nach kein Geschäftsmodell. Das ist aus meiner Sicht zu wenig, zu abstrakt und zu kalt. Vollkommen ohne Gefühl und Emotion. Und als Psychologiestudentin weiß ich nur zu gut, dass dieser emotionale Aspekt erhebliche Bedeutung für eine Familie hat, selbst wenn das neugeborene Kind zwei Väter und nur eine Brutkastenmutter hat, die anschließend auf Nimmerwiedersehen verschwindet.“

„Ich kann Deinen Standpunkt gut nachvollziehen“, antwortete Rainer. „Deshalb haben wir auch unsere Leihmutteridee noch nicht in die Tat umgesetzt. Harald und ich haben mehrfach über dieselben Punkte diskutiert.“

„Und wie kommst Du dann auf den Punkt, dass wir Dich mal fragen sollten?“ Aus Haralds Worten war seine große Neugierde unmittelbar herauszuhören.

Natascha machte eine bedeutungsschwere Pause, so als ob sie sich erst noch über die Bedeutung ihrer jetzigen Aussagen im Klaren werden wollte. „Ich bin jetzt 24 Jahre alt“, begann sie langsam, sich zu erklären. „Ich beginne im Herbst mein 7. Semester an der Uni und brauche mit Sicherheit noch mindestens drei Jahre bis zum Examen, da ich mir mein Studium selbst erarbeiten muss und deshalb an sechs Tagen pro Woche voll berufstätig bin.“ Sie schaute sich einmal um und lachte dann leise. „Im Gegensatz zu Euch lebe ich bescheiden in einem möblierten 1-Zimmer-Studentenapartment. Nach dem Examen will ich mich als Kinderpsychologin fachlich weiterbilden. Inklusive anschließendem Berufsstart bedeutet das, dass ich mindestens noch zehn bis zwölf Jahre vor mir habe, bevor ich mir überhaupt ein eigenes Kind leisten könnte.“ Sie lachte wieder. „Selbst wenn man einem Kind ein bescheidenes, aber gutes Zuhause geben will, ist es teuer.“ Natascha holte tief Luft. „Als Rainer mir nach Deinem Notruf ins Krankenhaus von Euren Plänen erzählte, dachte ich spontan: ‚Warum so ein Aufwand, ich kann das auch‘. Und als ich dann für mich weiterdachte, bekam das Ganze echt Sinn. „Ihr seid materiell, aber ich glaube, auch emotional in der Lage, einem Kind eine gute Familie und ein gutes Zuhause zu geben. Warum dann nicht auch meinem Kind?“ Sie lachte wieder kurz auf. „Wenn wir uns in der richtigen Weise arrangieren, können wir eine Menge Spaß miteinander haben. Sowohl bei der Produktion als auch während der Schwangerschaft. Ich lasse das Baby in mir wachsen und ihr könnt es dabei live verfolgen. Nicht im fernen Kalifornien, sondern hier in Hamburg.“ Natascha lehnte sich zurück und atmete tief durch.

„Jetzt ist es an Euch, zu entscheiden, was wir machen müssen, damit ein solcher Plan funktionieren kann.“

Für einen Moment herrschte absolute Stille am Esstisch. Die drei schauten sich wechselweise stumm in die Augen, dann nickte Rainer als Erster. „Ich kann mir das richtig gut vorstellen, dass Du die Mutter unseres Kindes wirst.“ Er klatschte in die Hände. „Ich sorge vertraglich dafür, dass unser Arrangement voll deutschen Gesetzen genügt und Du Deinen fairen Nutzen davon haben sollst. Immerhin sparen wir auf diese Weise viel Geld, das wir sonst in den USA ausgeben würden. Wir sind nicht geizig, das soll dann Dir zugutekommen.“

„Und wie würde dann so ein Arrangement aussehen?“ Jetzt war Natascha neugierig.

„Das arbeite ich in den nächsten Tagen aus und diskutiere es mit Harald. Dann kommen wir zu Dir und unterbreiten Dir unser Angebot.“ Er strahlte Natascha regelrecht an. „Du kannst sicher sein, dass es absolut großzügig sein wird. Mir gefällt Deine Bereitschaft, in unserem Plan mitzumachen, unglaublich gut. Es beseitigt im Prinzip alle Bedenken, die ich beziehungsweise wir gegen eine kommerzielle Leihmutterschaft haben.“ Dann stand Rainer spontan auf. „Und jetzt zeigen wir Dir erst einmal unser Haus.“ Er nahm Natascha bei der Hand und zog sie regelrecht von ihrem Stuhl hoch. „Harald und ich haben beide in einem Studentenapartment wie Deinem angefangen, als wir zur Uni gingen. Deshalb sind wir heute recht stolz auf unsere Wohnung.“

Die Wohnungsbesichtigung war in der Tat für Natascha beeindruckend. Das schwule Ehepaar hatte sehr viel Geschmack bei der Inneneinrichtung bewiesen. Trotzdem war Rainers und Haralds Zuhause auch sehr gemütlich. „Wird aber spannend, wenn hier irgendwann ein Dreijähriger auf Entdeckungsreise geht. Da müssen ein paar Dinge geändert werden“, war ihr Kommentar, als sie über die Wendeltreppe ins obere Geschoss gingen, wo sich das Schlaf- und das Gästezimmer befanden und die andere Hälfte von dem angesprochenen separaten Apartment eingenommen wurde.

Das Schlafzimmer des schwulen Ehepaars war eine Wucht. Großzügig, mit einem riesigen Doppelbett und einer verspiegelten Wand, hinter der sich ein begehbarer Schrank verbarg. Natascha atmete ein paarmal tief und hörbar durch, als sie mit den beiden Männern in ihrem Schlafzimmer stand. Dann lachte sie plötzlich auf, schaute wechselweise Rainer und Harald an und hauchte ihnen beiden einen Kuss auf die Wange. „Wie wär‘s? Habt ihr Lust auf eine Probenummer zu dritt? Dann wissen wir, worauf wir uns alle drei einlassen.“

Für einen Augenblick schauten sich Rainer und Harald verblüfft an. Eine solch forsche Vorgehensweise hatten sie nicht erwartet. Dann nickten beide. „Nichts lieber als das.“

„Ist auch unverbindlich“, beruhigte Natascha. „Noch nehme ich die Pille. Insofern ist das nur eine Trainingseinheit, um sie sehen, wie es klickt.“ Dann umarmte sie mit je einem Arm beide Männer und gab ihnen einen richtigen Kuss.

Wenig später hatten sich die drei gegenseitig gestrippt und lagen nackt auf dem riesigen Doppelbett. Karlottas Einschätzung einige Wochen zuvor bewahrheitete sich. Beide Männer hatten anscheinend genügend sexuelle Erfahrung mit Frauen, um genau zu wissen, was sie zu tun hatten. Natascha hatte sich auf dem Bett rücklings ausgestreckt und ihre Schenkel weit geöffnet, sodass sich Rainer zwischen sie platzieren konnte und mit aller Hingabe mit Mund, Zunge und Fingern ihre Clit und Pussy bearbeitete. Der Effekt blieb nicht aus, nach kurzer Anlaufzeit wurde Nataschas Liebeseingang feuchter und feuchter, erst recht, nachdem Rainer mit weiteren Fingern ihre Rosette massierte und penetrierte. Parallel hatte sich Harald erst ihrer strammen Brüste und Nippel angenommen und diese liebevoll, aber kräftig behandelt und sich dann nach oben geschoben. Jetzt hatte Natascha ihren Kopf zur Seite gedreht und blies Haralds auf beachtliche Länge anwachsenden Schwanz mit aller Hingabe. Das intensive Vorspiel erfüllte seinen Zweck, Natascha wurde richtig warm, begann in der sommerabendlichen Wärme am ganzen Körper zu schwitzen und brummte mit vollem Mund lustvoll. Rainer merkte schnell, was von seinen Behandlungsmethoden am schnellsten zum ersten Orgasmus Nataschas führen würde. So fickte er sie mit den drei mittleren Fingern der rechten Hand mit nach oben gedrückten Fingerspitzen, während sein Mund und seine Zunge ihre vorwitzig herausragende Clit saugend massierten. Natascha ließ Haralds Schwanz aus ihrem Mund gleiten, drehte ihren Kopf nach oben, legte ihn in den Nacken und versteifte sich am ganzen Körper. Dann explodierte sie mit einem lauten, lang anhaltenden Schrei und duschte den zwischen ihren Schenkeln liegenden Rainer übers ganze Gesicht mit einem undefinierbaren Gemisch von Liebessäften. Rainer spielte ganz zärtlich weiter mit ihrer Clit und ihrer Pussy, während Natascha langsam wieder in der Realität ankam und sich erneut Haralds Schwanz mit dem Mund annahm.

Plötzlich und ohne Vorwarnung richtete sie sich auf und schaute mit glasigem Blick ihre beiden Liebhaber an. Und jetzt müsst ihr mich mit aller Kraft aufspießen. Mit einer schnellen, fast katzenhaften Bewegung begab sie sich auf ihre Hände und Knie. „Die Lady hat eröffnet“, rief sie Harald und Rainer zu. „Ich bitte um vollen Einsatz.“

„Befehl ist Befehl“, antwortete Harald, positionierte sich hinter Nataschas frech herausgestrecktem Po, strich seinen unverändert harten, langen Schwanz ein paarmal durch ihre feuchten Schamlippen und lochte mit einer Bewegung der Länge nach in ihrer Pussy ein. Gleichzeitig hatte sich Rainer vor ihren Kopf positioniert und stieß in ihren weit geöffneten Mund vor. Dann griff er mit beiden Händen in ihren Nacken und drückte weiter nach vorn, bis er merkte, dass er den wesentlich engeren Rachenbereich erreicht hatte. Es wurde – wunschgemäß – ein harter und gleichzeitiger Mund- und Pussyfick, bei dem Natascha ein zweites Mal abging wie die sprichwörtliche Rakete.

Natascha tropfte das wertvolle, aber in diesem Fall noch nutzlose Sperma sowohl aus ihrer Pussy als auch aus ihren Mundwinkeln, strich die Überreste mit einem Finger zurück in ihren Mund und schluckte alles herunter. „Ihr seid echt lecker“, murmelte sie grinsend und strahlte ihre beiden Liebhaber an. „Und standfest. Wenn wir Euren Plan zusammen umsetzen, wird das echt ein Freudenfest.“ Dann küsste sie Rainer und Harald mit ihrem restlichen Spermamund.

„Das sehe ich auch so“, gestand Rainer, als sie ermattet nebeneinander lagen und sich noch einmal zärtlich streichelten. Natascha hatte sich genau zwischen sie gelegt, Front und Brust in Richtung Rainer und ihre Rückseite und ihr Po drängten sich an Harald. „Wie habt ihr Euch das gedacht, wenn es ernst wird? Nur einer fickt mich und füllt seine Sahne in meine Pussy Richtung Gebärmutter? Und der andere hat nur seinen Spaß? Oder wollt Ihr Vater-Roulette spielen?“

Rainer und Harald lachten laut auf. „Wunderbare Idee.“ Sie schauten sich über Nataschas Schulter hinweg an. „Ich glaube, wir spielen Roulette. Das ist so abgefahren, den Nervenkitzel sollten wir uns nicht entgehen lassen.“

„Das war der beste Sex meines Lebens“, rollte sich Natascha aus dem Liebesschlachtfeld im Schlafzimmer ihrer schwul-bisexuellen Liebhaber. „Von mir aus können wir dies gern und öfter wiederholen.“ Dann verschwand sie im Badezimmer und ließ Harald und Rainer mit sich selbst zurück.

„Das machen wir!“ sagte Rainer schließlich. „Etwas Besseres als Natascha kann uns für unsere Familienpläne gar nicht passieren.“

„Sehe ich auch so. Nur unser Angebot muss so unwiderstehlich sein, dass sie spontan ‚Ja‘ sagt. Ist mir viel lieber als die Leihmutterschaft aus dem Internetkatalog.“ Harald lachte. „Außerdem macht das mehr Spaß, als so eine blöde Samenspende in einem Reagenzglas abzuliefern.“

„Genau.“ Rainer klatschte ihm zur Bestätigung auf die nackte Schulter. Ich schreibe mal morgen einen Entwurf für unser Angebot zusammen.“

Der ungewöhnliche Abend endete mit einer schnellen Heimfahrt für Natascha in Rainers Mercedes-Cabriolet. „Da wird sich aber einer von Euch an ein neues Auto gewöhnen müssen“, spottete Natascha vor der Haustür zu ihrem Studentenwohnheim, als sie sich von Rainer mit einem richtigen Liebeskuss verabschiedete. „In diesem Cabrio lauft ihr Gefahr, dass Euer Baby fortfliegt.“

„Ich denke darüber nach“, grinste Rainer zurück. „Jedenfalls kommen wir Donnerstagabend ins Karlotta und haben unser Angebot dabei.“ Er erwiderte Nataschas Abschiedskuss. „Und es wird so gut sein, dass Du nicht ‚Nein‘ sagen kannst.“

Am kommenden Nachmittag legte Rainer alle Akten beiseite, nahm sich eine zweistündige Auszeit und ging rauf in seine Wohnung, um an seinem privaten Schreibtisch das Angebotskonzept für Natascha zusammenzustellen, das er abends mit seinem Ehepartner diskutierte, noch einmal etwas anpasste und dann in Reinschrift brachte. So „bewaffnet“ gingen die beiden Männer wie verabredet am Donnerstag ins ‚Karlotta‘ und übergaben Natascha einen verschlossenen Briefumschlag mit verschiedenen Dokumenten und ein einseitiges Papier mit einer kompakten Zusammenfassung. Natascha stand neben ihrem Tisch und überflog diese Zusammenfassung:

Du bekommst das leer stehende Apartment im 2. Obergeschoss unserer Villa bis zu Deinem Examen an der Uni Hamburg mietfrei; darüber hinaus ist eine Verlängerung gegen Mietzahlung möglich.

Das Apartment wird auf unsere Kosten nach Deinen Wünschen möbliert und eingerichtet.

Alle Arzt- und sonstigen Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, die nicht von deiner Krankenkasse abgedeckt werden, gehen zu unseren Lasten.

Du bekommst eine offizielle Anstellung als Verwaltungsangestellte in der Treuhandgesellschaft und erhältst dasselbe Bruttogehalt wie derzeit bei Deiner Tätigkeit im ‚Karlotta‘; Deine „Arbeitszeit“ ist ausschließlich Dein Studium.

Wir kleiden Dich während der Schwangerschaft mit aller notwendigen Bekleidung neu ein; dasselbe nach der Geburt noch einmal.

Die Eltern- und Vormundschaftsrechte an dem Baby gehen nach der Geburt auf Harald Tamm und Rainer Falck über.

„Irre“, war ihr einziger Kommentar. Dann faltete sie das Papier mit der Zusammenfassung zusammen und steckte es in ihre Hosentasche. „Den Briefumschlag bringe ich eben mal in unsere Garderobe und schaue ihn mir morgen an. Bis wann muss ich antworten?“

„Kommst Du nächsten Montagabend wieder zu uns? Da haben wir genug Ruhe, alles zu besprechen.“

„Abgemacht.“ Natascha lächelte verlegen. „Danke. Ich werde mir das jetzt wirklich ernsthaft überlegen.“ Dann ging sie für die nächsten Stunden wieder ihrer Arbeit nach.

Am darauffolgenden Montagabend saß Natascha mit Rainer und Harald wieder in der großzügigen Essküche. Rainer hatte mit Spinat und Käse überbackene Lachsschnitten und einen griechischen Salat als Abendessen gezaubert.

„Esst Ihr immer so gut?“ fragte Natascha ganz direkt. „Schmeckt sensationell.“

„Das ist der Vor- und Nachteil, wenn ein Ehepartner Arzt ist“, lachte Harald. „Man weiß, wie gute Ernährung auszusehen hat. Nur man muss sehr viel Disziplin aufbringen, um seinen Körper nicht mit Fast-Food und Kantinenessen zu versauen.“ Er lachte laut. „Ich habe das Glück, einen Hobbykoch geheiratet zu haben. Ich musste also nur mein Wissen um gesunde Ernährung mit einbringen.“

„Beneidenswert. Obwohl, meine Mutter hat auch immer alles von Grund auf aus frischen Zutaten gekocht. Nur ich habe dafür bisher keine Zeit gehabt.“ Dann schaute sie ihre beiden Liebhaber abwechselnd an. „Ich habe bereits meine Anti-Baby-Pille abgesetzt“, verkündete sie mit einem strahlenden Lächeln. „Ich habe zwar zu Rainers Papieren noch ein paar Fragen. Aber im Prinzip möchte ich mich von Euch schwängern lassen und für Euch ein Kind in meinem Bauch großziehen.“

Nataschas Fragen waren schnell geklärt. „Dann habe ich nur noch zwei Fragen“, grinste sie herausfordernd. „Wann kann ich das Apartment einrichten und einziehen? Und: wollen wir heute Abend wieder trainieren? Ich hätte Lust darauf.“

„Frage eins ist schnell und einfach zu beantworten: überlege Dir, wie Du die Einrichtung wünscht. Und dann gehen wir Samstag den ganzen Tag zu IKEA und zu einem anderen Einrichtungshaus und beschaffen alles. Und in Abhängigkeit von der Möbellieferung planst Du Deinen Umzug. Dafür kennen wir hier einen kleinen, lokalen, aber unglaublich engagierten und zuverlässigen Umzugsunternehmer. Ist aus Polen und hat Deine ganze Habe mit Sicherheit innerhalb eines Tages von Deinem Studentenapartment hierher gebracht.“

„Und nun zur zweiten Frage“, grinste Harald, stand bereits auf, griff nach Nataschas Hand und zog sie hoch. „Du bist in unserem Bade- und Schlafzimmer mehr als willkommen.“

Genau dies war für die abendliche „Trainingseinheit“ die vorgegebene Reihenfolge. Die hochmoderne Dusche des Badezimmers hatte in der Tat keine Probleme, auch drei sich liebende Erwachsene aufzunehmen. Anscheinend war sie bei der Renovierung ein paar Jahre zuvor auch auf diese Nutzung hin dimensioniert worden.

„Komm mit mir auf die Knie“, schlug Rainer der zwischen den beiden Männern stehenden Natascha vor. „Dann geben wir gemeinsam Harald einen feuchten Blowjob. Er liebt das.“

Gesagt, getan. Die nächsten zwanzig Minuten wurden für Natascha zur Lehrstunde – wie hält man einen potenten Mann möglichst lange unmittelbar vor dem Explosionspunkt? Rainer kannte genau diesen Punkt bei seinem Lebenspartner und zeigte der jungen Frau beim gleichzeitigen wie wechselseitigen Blowjob, wie man Harald nahezu zum Wahnsinn treiben konnte. Dieser lehnte mit seinem Rücken gegen die Marmorwand der Dusche und hatte mittlerweile die Augen geschlossen.

„Jetzt ist Harald mental nur noch ein Schwanz“, murmelte Rainer. „Er kann an nichts anderes mehr denken“, nachdem er mit der Zungenspitze an der wahrhaftig prächtig langen Männlichkeit seines Partners entlanggefahren war. „Diese Behandlung hat zudem den Vorteil, dass seine Spermamenge mit jeder Minute größer wird. Was unserem späteren Ziel nur zum Vorteil gereicht.“ Irgendwann erreichte Harald den Point of No Return. Er griff mit beiden Händen in Nataschas Haare, drehte ihren Kopf in die richtige Stellung und begann, sie mit wenigen Stößen hart und gnadenlos in den Mund zu ficken. Dann brummte er wie ein Grizzlybär, versteifte sich, drückte seinen Schwanz so weit wie möglich in Nataschas Rachen und explodierte. Anders konnte man seinen Orgasmus nicht beschreiben. Durch die Fixierung ihres Kopfes in Haralds Händen blieb Natascha nichts weiter übrig, als die Ladung in sich aufzunehmen und möglichst viel herunterzuschlucken. Aber wie von Rainer prophezeit, war seine Ladung so mächtig, dass sich ein großer Teil aus ihren Mundwinkeln herausdrückte, ihren ganzen Unterkiefer verschmierte und vom Kinn auf ihren Hals und Busen herabtropfte.

„Oh, war das gut!“ rief Harald aus, nachdem er wieder in der Realität angekommen war. Er griff mit beiden Händen der immer noch vor ihm knienden Natascha unter die Achseln, zog sie zu sich in die Höhe, umarmte sie innig und gab ihr auf den immer noch spermaverschmierten Mund einen fetten Kuss. Dann schaute er Rainer an, der sich mittlerweile auch erhoben hatte und neben ihnen stand, schlang einen Arm um seine Schulter und zog ihn in die Umarmung hinein. „Ich glaube, wir beginnen heute etwas absolut Großartiges!“, sagte er schließlich, gab beiden noch einmal einen Kuss und schaute dann Natascha auf kurze Entfernung in die Augen. „Willkommen in unserer Familie.“

Natascha bekam ihre gewünschte Trainingseinheit anschließend im Schlafzimmer, wobei sowohl Rainer als auch Harald ihr nacheinander zwei sie durchschüttelnde Orgasmen schenkten und sie bis an den Rand ihrer Pussy mit ihrem Sperma auffüllten. Sichtlich erschöpft streckte sie sich anschließend auf dem großen Doppelbett aus, hatte in jedem Arm einen Liebhaber und küsste sie abwechselnd. „Ich glaube, ich habe die beste Entscheidung meines Lebens getroffen“, sagte sie schließlich leise. „Ich will Euer Baby bekommen! Egal, wer von Euch letztendlich erfolgreich sein wird.“

In den nächsten drei Wochen stellte sich Nataschas Leben vollkommen auf den Kopf. Bei zwei gemeinsamen Einkaufstouren stellten die drei die Wohnungsausstattung für Natascha zusammen und organisierten den kleinen Umzug aus ihrem Studentenapartment. Dann stand für die junge Frau ein schwieriges Gespräch an: sie musste Karlotta ihre Kündigung übergeben. Die Gastronomin war im ersten Moment geschockt. „Ich kann meine Arbeit hier aufgeben, weil ich einen einfacheren Weg zur Finanzierung meines Studiums gefunden habe“, erläuterte Natascha umständlich. „So kann ich mich ab dem in zwei Wochen beginnenden Semester stärker auf mein Studium konzentrieren und schneller fertig werden.“

Karlotta nahm ihr diese Begründung nicht ab und bohrte nach. Natascha hingegen behielt ihr Arrangement mit den beiden Vätern für sich. Das ging niemanden etwas an. Aber sie erklärte sich bereit, zur Vorweihnachtszeit an den „Hauptkampftagen“ als zusätzliche Aushilfe zur Verfügung zu stehen. Damit entließ Karlotta ihre langjährige Mitarbeiterin in die angebliche studentische Unabhängigkeit, nicht ohne weiter darüber nachzugrübeln, wie Natascha nun ihr Leben organisieren und finanzieren würde.

Eine Woche später verkündete Natascha nach dem Abendessen, dass ihre Periode planmäßig eingesetzt hatte. „Mein Frauenarzt hat mir gesagt, dass der erste Eisprung nach einer Pillenabsetzung eine große Chance zur Schwangerschaft bietet“, erklärte sie mit breitem Grinsen.

„Kann ich bestätigen“, grinst Harald zurück. „Auch wenn ich kein Gynäkologe bin.“

„Ich habe mir erklären lassen, dass von gestern an gerechnet in neun bis fünfzehn Tagen die größte Trefferwahrscheinlichkeit besteht.“

„Stimmt.“ Harald schaute wechselweise Rainer und Natacha an. „Das bedeutet, dass wir jetzt noch ein paar spaßhafte Übungstage haben und ab Mitte nächster Woche unsere Terminkalender so entrümpeln müssen, dass Rainer und ich täglich verfügbar sind.“

„Für mich eine Leichtigkeit.“ Rainer nickte. „Ich habe vorsichtshalber in dieser Zeit ausschließlich Termine hier in der Kanzlei und in Hamburg. Ich bin garantiert jeden Abend da.“

„Und ich werde dafür sorgen, dass ich in dieser Phase keine langen Dienste habe, die mich 36 Stunden an die Klinik binden“, ergänzte Harald. „Zur Not muss ich Dienste tauschen.“

„Dann haben wir ein Programm“, freute sich Natascha. „Ich bin gespannt, wie lange wir brauchen.“

Harald schüttelte ein wenig nachdenklich mit dem Kopf. „Wir sollten uns nicht zu sehr unter Druck setzen. Erfahrungsgemäß kann das auch ein paar Monate dauern. Selbst künstliche Befruchtung braucht manchmal mehrere Anläufe.“

Es entwickelte sich ein regelrechtes Ritual. Rainer, Harald und Natascha trafen sich jeden Abend zum gemeinsamen Abendessen, bei dem Rainer seine gesamte Kochkunstpalette mit dem Schwerpunkt einer Fitnessernährung zum Einsatz brachte. Dann widmeten sich die drei gemeinsam ihrer Hauptaufgabe.

Auf dem großen Doppelbett im Schlafzimmer hatte Natascha ein wenig die Spielregeln geändert. „So gerne ich männlichen Eruptionen zusehe“, hatte sie erklärt, „und die Sahne an allen möglichen Stellen aufnehme und verteile. Für diese Phase gilt alle Konzentration auf das Wesentliche: alles hinein in meine Pussy!“

Rainer und Harald waren folgsam. Vorspiele und Oralsex dienten ausschließlich zum gemeinsamen Anheizen. Nach Haralds Vorgabe kontrollierte Natascha auch jeden Tag ihre Körpertemperatur. „Der Eisprung geht bei vielen Frauen mit einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur einher“, hatte er erläutert und fragte die gemeinsame Geliebte jeden Tag nach ihren Werten. In der Tat verkündete Natascha am 13. Tag eine leichte Veränderung.

„Jetzt kommt es drauf an“, kommentierte Harald die Information und legte sein Hand auf die Schulter seines Ehepartners. „Mal sehen, wer von uns beiden das Spermaroulette gewinnt. Wollen wir eine kleine Wette abschließen?“

„Gerne. Hast Du eine Idee für den Wetteinsatz?“

Bevor Rainer antworten konnte, grätschte Natascha verbal dazwischen. „Ich denke, es soll Euer beider Kind werden. Dann ist es doch unerheblich, wer seinen Chromosomensatz letztendlich mit meinem vereint. Oder?“

„Stimmt“, antworteten ihre beiden Liebhaber wie im Chor. „Also lassen wir das.“

An diesem Abend legten sich beide Männer richtig ins Zeug und spendierten Natascha im Verlauf eines zweistündigen Liebesspiels je zwei Spermaladungen. Dann waren alle drei so erschöpft, dass sie eng umschlungen im großen Doppelbett verblieben und zum ersten Mal gemeinsam eine Nacht schliefen, richtig friedlich und tief schliefen. Nur Nataschas Traumwelt lief in dieser Nacht zur Hochform auf, sodass sie am kommenden Morgen, zwischen ihren beiden Liebhabern eingezwängt, ziemlich verwirrt aufwachte. „Ich weiß nicht, warum“, gestand sie Rainer und Harald später beim gemeinsamen Sonntagsfrühstück. „Aber ich bin mir erstaunlich sicher, dass wir gestern erfolgreich waren. Ist das nicht verrückt?“

„Wie kommst Du zu dieser Annahme?“

„Ich habe es geträumt. Wie ein Andockmanöver im Weltraum, wenn ein Transporter an der Raumstation anlegt.“

„Toller Vergleich.“

„Das Komische war, dass gleich zwei Space-Shuttles in meinem Traum bei mir andockten. Einer links und einer rechts. Wobei die Docking-Stationen wie menschliche Arme aussahen.“ Natascha schüttelte ihren Kopf. „Viel Sinn ergibt das nicht. Ich glaube, die NASA hatte nie zwei Shuttles gleichzeitig im Weltall.“

Nataschas Traum wurde nicht weiter kommentiert. Aber jeder der drei am Tisch spekulierte für sich im Laufe des Sonntags, was dieser Traum bedeuten könnte.

Die weitere Woche wurde von drei weiteren lustvollen Trainingseinheiten geprägt, die aber angesichts des Timings eher auf der experimentellen Lustseite denn auf der Schwangerschaftsseite lagen.

Im Karlotta heißt es, dass schwule Männer Spezialisten für Analverkehr sind“, schnitt Natascha wie aus heiterem Himmel plötzlich ein intimes Thema an. „Stimmt das?“

„Hm.“ Rainer und Harald schauten sich direkt an. „Wieso fragst Du?“

„Unsere Schwangerschaftstestphase ist vorüber“, lächelte Natascha hintergründig. „Entweder es hat geklappt. Oder wir müssen einen neuen Zyklus abwarten und von vorn anfangen.“ Sie nickte in paarmal, so als ob sie sich einen Ruck geben wollte. „Ich habe einmal sehr verkrampfte Erfahrungen mit Analverkehr gemacht. Und noch nie mit zwei Männern, geschweige denn einen Sandwich ausprobiert. Aber mit Euch beiden kann ich mir das als sehr erlebnisreich vorstellen.“

„Alle Achtung“, fand Rainer zuerst seine Worte. „Mutig und experimentierlustig.“

„Ja. Ich habe heute den ganzen Tag in der Uni an eigentlich nichts anderes denken können. Ich möchte das gerne mit Euch ausprobieren.“

„Nun, denn“, klatschte Rainer in seine Hände und rieb sie ineinander. „Dem Wunsche kann Rechnung getragen werden. Oder?“ Er schaute Harald an.

Der macht dieselbe Handbewegung. „Nichts lieber als das. Das wird ein wilder Abend.“ Dann stand er auf, ging zum Kühlschrank und kam mit einer Medikamentenpackung zurück. „Und damit das für alle Beteiligten zu einem hemmungslosen und sauberen Vergnügen wird, nimmst Du jetzt eines dieser Zäpfchen, schiebst es Dir in Deinen Po und gehst nach einer Viertelstunde auf die Toilette.“ Dann drückte er Natascha die Packung in die Hand. „Du wirst sehen, das wirkt Wunder.“

Harald behielt recht. Eine halbe Stunde später fühlte sich Natascha unbeschwert leer an und gut vorbereitet für neue Erlebnisse. Diesmal spürte niemand von den Dreien einen Erfolgsdruck, es ging ausschließlich um die Sicherstellung eines gemeinsamen orgiastischen Vergnügens.

„Wir arbeiten Dich erst einmal weich, feucht und warm“, brummelte Rainer, nachdem die drei auf dem großen Bett Platz genommen hatten. „Streck Dich aus, öffne Dich und genieße erst einmal, wie wir Dich anheizen.“ Es war die passende Ankündigung. Während er sich nach allen Regeln der Kunst zunächst Nataschas Pussy und Clit annahm und gleichzeitig mit seinen eingeölten Fingern ihren Hintereingang umspielte und massierte, bediente Harald ihre kleinen, festen Brüste und liebkoste sie küssend in den Himmel. Natascha brauchte nicht lange, bis sie ihren ersten pitschnassen Höhepunkt erreichte. Rainer und Harald wussten genau, welche ‚Knöpfe‘ sie bei ihr drücken mussten.

Als sie von ihrer ersten Orgasmuswelle herunterkam, streckte sich Rainer neben ihr rücklings aus und gab ihr die Folgekommandos. „Jetzt komm auf mich rauf und reite mich knieend ab.“ Natascha folgte gehorsam, sie liebte Cowgirlritte in jeglicher Form, egal ob knieend oder gehockt, weil sie ihr mehr Freiheitsgrade gaben. Mit gekonntem Griff positionierte sie Rainers dicken, aber ‚nur‘ normalen Schwanz zwischen ihren unverändert weichen und feuchten Schamlippen direkt vor ihren Liebeseingang und drückte ihre Pussy langsam, aber stetig bis zum Anschlag nach unten. Sie verharrten einen Augenblick in dieser Stellung, während Rainer seine Hände zwischen ihre Körper schob und ihre kleinen, festen Brüste kräftig durchknetete. Dann ritt Natascha los, nahezu vollständig aus ihrer Hüftbewegung, was aber einen schönen und rhythmischen Fick ergab. Dann merkte Natascha kräftig massierende Fingerspitzen an ihrem Hintereingang, zog als Antwort ihre Knie noch weiter nach vorn, sodass ihr Po richtig in die Höhe ragte und freien Zutritt zu ihrer Rosette zuließ. Es dauerte nicht lange, bis zunächst zwei ölig massierende Finger anal eindrangen und sie konstant weiteten. Sie genoss jetzt bereits die doppelseitige Behandlung und wurde von Minute zu Minute heißer, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie begann, am ganzen Körper zu schwitzen. Dann spürte sie Haralds Schwanzspitze und einen zunehmenden Druck an ihrem Hintereingang, der plötzlich nachgab. Harald war durch ihre Rosette vorgedrungen. „Boah“, stöhnte sie laut auf, „ich bin so ausgefüllt. Geil!“

Dann schaltete ihr Verstand endgültig aus und sie stieß ihren Unterleib mit aller Kraft beiden rhythmisch penetrierenden Schwänzen entgegen. Natascha wurde jetzt richtig laut, erst mit einem brummenden Stöhnen, das jeden Stoß begleitete, dann mit regelrechten Schreien, die – wie Rainer anschließend bemerkte – in seinem linken Ohr einen richtigen Tinituseffekt auslösten. Ohne irgendwelche Zurückhaltung explodierte Natascha in einem lang anhaltenden, ihren ganzen Körper durchschüttelnden Orgasmus, während ihr Oberkörper sich flach auf Rainers Brust drückte und sie seinen Nacken wie eine Schraubzwinge umarmte. Das kippte auch ihre beiden Liebhaber kurz nacheinander über die spritzige Orgasmusklippe und sie füllten die zwischen ihnen liegende Natascha bis an den Rand der Aufnahmefähigkeit ab.

Es dauerte eine ganze Weile, bis die drei wieder in der Realität angekommen waren. „Danke, meine Lieben“, hauchte Natascha ihren beiden Liebhabern einen Kuss auf die Wangen. „Das war wahrhaftig ein gigantisches Erlebnis. Diese Sandwich-Premiere werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.“

„Kann man in etwas angepassten Spielarten gern wiederholen“, antwortete Harald mit breitem Grinsen und einem hintergründigen Lächeln. „Geht sogar mit Schwangerschaftsbauch, wenn man es richtig macht und Du soweit bist.“

„Da komme ich drauf zurück“, kicherte Natascha. „Ich bin sowieso auf Sex in der Schwangerschaft gespannt. Ich habe eine Freundin, die hat mir erzählt, dass sie nach den ersten Wochen permanent so geil war, dass sie es am liebsten zweimal pro Tag gemacht hätte.“

„Dann wollen wir mal hoffen, dass das bei Dir dieselbe Lust auslöst“, lachten die beiden Männer. „Dann haben wir viele Wochen viel Spaß.“

Die nächsten Tage brachten erst einmal Frust. Bei Natascha setzte pünktlich ihre Periode ein, es war also nichts mit einer spontanen Schwangerschaft geworden. An mehreren Abenden saß sie noch schlaflos in ihrem neuen Apartment und grübelte über ihre Zukunft nach. „Was wird aus mir, wenn es auf diesem Wege nicht klappt? Entsorgen mich Rainer und Harald einfach?“ murmelte sie vor sich hin. „Schließlich bin ich ja doch nur ihre lebendige Leihmutter.“

Umso intensiver widmete sich Natascha während der nächsten Fruchtbarkeitsperiode den täglichen Übungspflichten, wobei der Spaßfaktor für alle drei trotzdem fortbestand. Es war fast zur täglichen Routine geworden, Natascha mit der kostbaren Männersahne aufzufüllen. Es durfte nichts daneben gehen!

Umso kribbeliger wurde Natascha zum nächsten regulären Periodentermin, der normalerweise pünktlich eintrat. Aber: es passiert nichts! Nicht das gewohnte Ziehen im Unterleib, keine Reaktion. Dafür träumte sie drei Nächte hintereinander den merkwürdigen Weltraumtraum der andockenden Raumschiffe. Mit jedem Tag mehr gewann Natascha die Überzeugung, dass es diesmal geklappt hatte. Den schon seit Tagen bereit liegenden Schwangerschaftstest machte Natascha am ersten möglichen Tag, aber das Ergebnis war noch so schwach, dass sie sich nicht sicher war, in die Apotheke ging und einen zweiten Test kaufte. Diesmal ließ sie zwei weitere Tage verstreichen, dann zeigte der Test ein eindeutiges Ergebnis: Natascha war schwanger.

Zum Abendessen, das mittlerweile eine feste Institution für alle drei geworden war, überbrachte Natascha die frohe Botschaft: „Herzlichen Glückwunsch, ihr beiden. Ihr werdet – wie gewünscht – Eltern. Ich bin schwanger.“

Der Jubel von Rainer und Harald kam von ganzem Herzen. Natascha wurde umarmt und geherzt und mit vielen, lieben Komplimenten bedacht. Als sie spätabends allein in ihrem eigenen Bett lag, liefen die Gedanken und Ideen in ihrem Kopf noch stundenlang Amok, sodass sie erst am frühen Morgen in einen tiefen, traumlosen Schlaf verfiel.

Die ersten Schwangerschaftswochen verliefen bei Natascha – wie bei vielen Frauen – mit Schlafproblemen und Morgenübelkeit ziemlich unkomfortabel. Trotzdem absolvierte sie mit eiserner Disziplin das Lernprogramm des diesmal prallvoll belegten Wintersemesters. Sie wollte ihre ungewohnt komfortable Lebenssituation so gut wie möglich zu einer massiven Beschleunigung ihres Studiums nutzen. So fand sie erst in der zwölften Schwangerschaftswoche Zeit, bei ihrer Frauenärztin eine erste Ultraschalluntersuchung zu machen und auf diese Weise zum ersten Mal einen optischen Eindruck von dem in ihr wachsenden Leben zu bekommen. Der Besuch resultierte im Schock ihres Lebens:

„Herzlichen Glückwunsch“, sagte die Frauenärztin, nachdem sie zunächst eine Zeitlang mit dem Sonarstick über Nataschas noch nicht sonderlich großen Bauch gefahren war. Dann fror sie ein Bild auf dem Bildschirm ein und druckte ein erstes Foto aus. „Sie bekommen Zwillinge. Ganz eindeutig.“

Natascha schaute zunächst die Ärztin mit riesengroßen Augen an und starrte dann auf den Bildschirm.

„Sehen Sie“, wies die Ärztin auf verschiedene dunkle und helle Umrisse auf dem Ultraschallbild hin. „Zweieiige Zwillinge, jedes mit einer eigenen Plazenta und mit einem schön regelmäßigen Herzschlag. Es scheint ihnen gut zu gehen.“

„Zwillinge?“ Natascha war immer noch fassungslos.

„Ja. Ganz eindeutig. Und für die zwölfte Schwangerschaftswoche ganz normal entwickelt.“ Sie lächelte Natascha freundlich an. „Der Vater wird sich freuen, er wird von Ihnen gleich doppelt bedient.“

Die Ärztin konnte wahrhaftig nicht ahnen, was für Gedanken gerade im Höllentempo durch Nataschas Kopf rasten. „Zwillinge! Zwillinge! Rainer und Harald bekommen von mir gleich zwei Kinder geliefert!“ hämmerte es durch ihren Kopf.

In ihrem neuen Zuhause angekommen, ging Natascha zunächst in ihr eigenes Apartment. Sie musste erst einmal die Information der Ultraschalluntersuchung verarbeiten und sich Gedanken machen, wie sie diese Botschaft ihren beiden Liebhabern und vertraglichen „Arbeitgebern“ überbringen wollte. Dann schaute sie sich noch einmal die von Rainer entworfenen Verträge an. „Der Fall ist nicht vorgesehen“, stellte sie schließlich im Selbstgespräch fest. „Es geht immer nur um ein Kind. Jetzt ist also die Frage: was ist mit dem Zweiten? Behalte ich es für mich und die Zwillinge werden getrennt? Oder liefere ich quasi den zweiten Zwilling als Bonus gratis ab?“ Sie schüttelte immer wieder ihren Kopf und schaute auf das Ultraschallfoto. Es war absolut eindeutig: zwei Kinder. Schließlich gab sich Natascha einen Ruck, stand auf und ging eine Etage tiefer zum Abendessen. Sie hatte sich zum Frontalangriff entschlossen.

„Ich habe Euch ein erstes Ultraschallfoto von Euren Kindern mitgebracht“, sagte sie mit breitem Grinsen, aber flackernden Augen und legte das beste Ultraschallfoto auf den Tisch. „Bitte schön.“

Harald blickte nur kurz auf das Foto, nickte kurz, schob es zu Rainer rüber und schaute dann Natascha frontal an. „Du bekommst Zwillinge?“ Er hatte mit seiner ärztlichen Kompetenz die Kernbotschaft des Fotos sofort erfasst, während sein Partner es noch etwas ratlos anschaute. Haralds Frage schreckte Rainer regelrecht hoch und er schaute im schnellen Wechsel zwischen ihm und Natascha hin und her. Das fette Fragezeichen war deutlich in sein Gesicht geschrieben.

„Ja.“ Natascha nickte wie, um sich selbst zu bestätigen. „Eure Leihmutter liefert gleich doppelt. Ihr trage Euch zwei Kinder aus.“ Jetzt lachte sie laut auf. „Wie im Schlussverkauf – two for one.“

Harald war mittlerweile von seinem Stuhl aufgesprungen, um den Tisch geeilt und zog Natascha in einer Umarmung nach oben. „Du bist ein Gottesgeschenk, meine Liebe!“, rief er in voller Begeisterung aus und drückte ihr einen fetten Kuss auf die Lippen. „Was für ein unverschämtes Glück, dass wir Dich gefunden haben.“

„Im Karlotta“, ergänzte Rainer lachend, der Haralds Vorbild gefolgt war und nun beide zugleich umarmte. „Wo sonst?“

„Und nun?“ fragte Natascha schließlich, als sich ihre innige Umarmung zu dritt auflöste.

„Ganz einfach“, lachte sich Harald immer noch an. „Jetzt lässt Du die beiden Babys in Dir wachsen und gedeihen. Und wir bereiten in Ruhe alles für das Zwillingspaar vor.“ Er klatschte in beide Hände. „Du glaubst gar nicht, wie wahnsinnig glücklich Du mich mit dieser Botschaft machst. Und in diesem Haus ist genügend Platz für alle.“

In der Tat schmiedeten die drei den ganzen Abend Pläne für die unerwartete Ankunft eines Zwillingspärchens etwa 25 Wochen später. „Das ist eine komplett neue Herausforderung“, stellte Rainer nüchtern fest. „Aber eine wunderschöne.“

In den darauffolgenden Wochen entwickelte sich ganz ohne Planung oder Absprache ein Eheleben zu dritt, das sich weiter in ein echtes Familienleben entwickeln sollte. Bei Natascha stellte sich derselbe Effekt wie bei ihrer Freundin ein: mit dem Ende der ersten, körperlich und seelisch belastenden Schwangerschaftsperiode wurde sie praktisch dauergeil. Und ihre beiden Liebhaber (und Auftraggeber) hatten ihren Spaß an Nataschas erotischer Dauerbereitschaft. Sie probierten viel miteinander aus, selbst für Rainer und Harald waren es in der vollen Dreierbeziehung teilweise neue Erfahrungen. Niemand stand mehr unter Erfolgsdruck, die Zwillinge in ihrem Bauch wuchsen von Woche zu Woche und begannen, sich bei den erotischen Abendsportveranstaltungen selbst bemerkbar zu machen. Es wurde eng in Nataschas Bauch und Unterleib und die Tritte der kleinen Füße wurden mehr und mehr spürbar.

Zum Ende des Wintersemesters war Natascha bereits kugelrund. Es war klar, dass sie mit den Zwillingen garantiert nicht die vollen 40 Wochen einer Schwangerschaft ausleben würde. Aber sie hatte alle Studienziele und Klausuren dieses prall gefüllten Semesters erreicht. „Jetzt kann ich mich entspannt aufs Kinderkriegen konzentrieren“, verkündete sie ihren beiden Liebhabern und Auftraggebern erfreut und befreit. „Bis zum Start des Sommersemesters habe ich meine Lieferung an Euch erledigt.“

Ihre nur dahingeworfene, flapsige Bemerkung hatte bei Rainer und Harald spätabends eine intensive Diskussion ausgelöst, die lange aufgeschoben worden war. „Wie organisieren wir denn nun unser Leben mit den beiden Kleinen?“ war Haralds Schlüsselfrage.

„Wie wir vorbesprochen haben, als wir noch von einem Baby ausgingen.“ Rainers Antwort klang aber nicht überzeugend, sondern nachdenklich. „Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es schwieriger ist, eine Kinderfrau für Zwillinge zu engagieren als nur für ein Baby.“

„Mit Sicherheit hast Du da recht.“ Auch Harald wirkte nachdenklich, sodass eine längere Pause entstand. Dann ging ein richtiger Ruck durch ihn. „Nataschas vertragliche, wenn auch inoffizielle Leihmutterpflichten sind mit der Geburt der Zwillinge erfüllt. Danach hat sie nur noch Rechte, wie beispielsweise das Wohnrecht oder die Bezahlung bis zu ihrem Examen.“

„Stimmt.“ Rainer hatte jede Passage des von ihm selbst aufgesetzten Vertrages im Kopf. Er schaute seinen Ehepartner ein wenig ratlos an. „Worauf willst Du hinaus?“

„Ich muss gestehen, dass ich Gefallen an Natascha und ihrer täglichen Anwesenheit in unserer Familie gefunden habe. Nicht nur im Bett, sondern sie ist eine intelligente, strebsame junge Frau mit vielen Interessen und klaren Ansichten.“

„Dem kann ich mich anschließen. Es ist schön, Natascha um uns zu haben.“

„Und deshalb möchte ich den Vorschlag machen, daraus eine Dauerlösung zu machen. Ganz praktisch: sie ist die Mutter der Zwillinge, wir jeweils Vater eines Zwillings. Ganz offiziell. Zumindest, wenn das behördlich geht. Aber da es eindeutig zweieiige Zwillinge sind, denke ich, das dürfte kein Problem darstellen.“

Rainer dachte nach. „Irre Idee, Harald. Emotional folge ich Dir sofort und voll umfänglich. Aber ich bin mir nicht sicher, was Natascha dazu sagen wird.“

„Ich bin mir sicher, sie wird mit Freuden zustimmen. Worüber ich mir nicht sicher bin, ob wir Ihr die Frage besser vor der Geburt der Zwillinge stellen. Oder danach.“

Rainer dachte kurz nach. „Eindeutig danach. Wenn sie erst einmal ihre Zwillinge im Arm hält, ist die Emotion mit Sicherheit so groß, dass es ihr leicht fällt, zuzustimmen. Ist ja beinahe wie ein Heiratsantrag von zwei Männern zur Ehe zu dritt. Auch wenn man dies nicht offiziell machen kann.“

Natascha hielt bis zu 34. Schwangerschaftswoche durch. „Ich glaube, ich platze demnächst“, wiederholte sie mehrfach. Dann entschlossen sich ihre Frauenärztin und die Hebamme, die Zwillinge per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen.

„Sie haben sehr tapfer durchgehalten“, sagte die Hebamme anerkennend zu ihr, nachdem sie die Größe der beiden noch einmal per Ultraschall vermessen hatte. „Ihre Babys sind jetzt vermutlich so groß, dass sie noch nicht einmal in die Brutkästen müssen. Aber Platz zum Weiterwachsen haben sie auch keinen mehr.“

An einem wunderbaren Vorfrühlingmorgen brachte Natascha per Kaiserschnitt ihre Zwillinge zur Welt. Zur großen Überraschung und Freude aller waren es ein Junge und ein Mädchen, denen sofort anzusehen war, dass sie zwei verschiedene Väter hatten. So wurden Alexander in seiner Geburtsurkunde offiziell mit Harald und René mit Rainer als Vater registriert. Die Hebamme, die die Dokumente ausfüllte, war von Natascha ins Vertrauen gezogen worden, und hatte nur ihre Augenbrauen hochgezogen. „Für die jeweilige Vaterschaft brauchen die beiden Herren vermutlich noch nicht einmal einen DNA-Vaterschaftstest“, war ihr Kommentar gewesen. „Das sieht man tatsächlich sofort.“

Zwei Tage nach der Geburt stellten Harald und Rainer ihre entscheidende Frage: „Wir würden gern, im Gegensatz zu unseren bisherigen Abmachungen, Dich einladen, auf Dauer unsere gemeinsame Geliebte und zugleich den Zwillingen ihre Mutter zu sein“, formulierte Rainer etwas umständlich, während Harald Natascha erwartungsvoll anschaute, die auf jeder Seite einen Zwilling im Arm hatte. Die junge Mutter schaute zunächst nach rechts und links zu ihren neugeborenen Kindern, die in der Tat so proper waren, dass sie keinen Brutkasten mehr benötigten. Dann schaute sie Rainer und Harald an und begann zu weinen, herzergreifend zu weinen. In ihrem Schluchzen bekamen Rainer und Harald ihre Antwort: „Ihr hättet mir keine größere Freude machen können. Ich sage: JA!“



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