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Nicht ganz ein Blind Date (fm:Ältere Mann/Frau, 8074 Wörter)

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Veröffentlicht: Sep 12 2026 Gesehen / Gelesen: 143 / 96 [67%] Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen)
Josefine läßt sich auf ein Blind Date mit einem Mann ein, mit dem sie auf einer Datingplattform schon lange chattet. Die Umstände sind kurios, aber der Wille, diesen Menschen kennenzulernen ist größer. Dann trifft sie auf einen alten Bekannten ...


Ersties, authentischer amateur Sex


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© Roman Tiker Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

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Dann schreibe ich doch lieber 'belesen und gebildet' als 'schlank und gutaussehend’. 《

》Mach was du willst. Ich rate dir nur, dein Aussehen in möglichst netten Worten zu beschreiben. Keiner antwortet, wenn nicht zumindest etwas zum Äußeren da steht. Die Fantasie will angespornt sein und außerdem ist ein wenig flunkern auch erlaubt. 《

Ungläubig hatte Josefine ihre Freundin angesehen, doch letztlich hatten sie gemeinsam ein sehr ansprechendes Profil zusammengestellt.

Am Anfang bekam Josefine ständig Anfragen, doch die sollte sie ignorieren, hatte Anja ihr geraten.

》Die brauchen nur was für die schnelle Nummer. Also, wenn du was zum Vögeln suchst ... ansonsten lass ruhig mal eine Woche ins Land ziehen, dann wird es ernster.《

Nach zwei Wochen flachten die Mitteilungen ab und dann tat sich erstmal nichts mehr. Dass sie auch selber suchen und Anfragen stellen sollte, um auch nur halbwegs erfolgreich zu sein, hatte Anja ihr zwar erklärt, doch Josefine hatte das verdrängt. Ausreden wie 'Arbeit' oder 'Abende voller Müdigkeit' kamen ihr da gerade recht.

Das Gewusel auf dem Gang des Zuges hatte mächtig zugenommen, alles stand voller Koffer von wartenden Menschen und deren Besitzer. Josefine musste vor der Tür der Zugtoilette stehen bleiben und konnte nur an den Leuten vorbei den Eingang zu ihrem Abteil beobachten. Dieser war verschlossen und niemand machte Anstalten, ihn zu öffnen.

》Wie ich es hasse, versetzt zu werden《, sagte sie zu sich selbst, drehte sich zum Fenster und sah auf den Bahnsteig. Der Zug auf dem Gleis gegenüber fuhr gerade los, der Bahnsteig leerte sich, ohne dass jemand auf die Tür zukam, die sich vor ihren Augen gerade wieder schloss.

Fast genau fünf Wochen waren mittlerweile vergangen, seit eine Nachricht sie aufgewühlt hatte. Ein Peter hatte sie über das Portal angeschrieben. Ganz offen, aber auf eine charmante Art, die Josefine von Anfang imponierte, bekundete er eine gewisse Sympathie ihr gegenüber. Er fände den Schritt mutig, habe großen Respekt vor Menschen, die versuchten, über diese Art der Kontaktaufnahme neue Bekanntschaften zu finden, und sie sei ihm durch ihr einehmendes Lächeln auf dem Profilbild sofort aufgefallen. Peter vermied es, im Gegensatz zu den anderen Leuten, die ihr geschrieben hatten, sich in Floskeln zu verlieren. Seine Worte weckten Mitgefühl in Josefine und machten ihr auf diese einfühlsame Weise klar, dass nicht nur sie von dieser bedingungslosen Einsamkeit gefesselt war. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Josefine ein reales analoges Treffen vorschlug. Wenn sie schon den Schritt gewagt hatte, sich online auszutauschen, wollte sie den Mann auch kennenlernen, der ihr so schön verpackte Komplimente machte. Die Idee mit der Zugfahrt allerdings kam von Peter. Gemeinsam sollten sie den Zug von Köln nach Hamburg nehmen, weil man, wenn es nicht passte und man aussteigen wollte, dies regelmäßig tun konnte. Im wahrsten Sinne des Wortes trennte sie von Köln bis zur ersten Station in Düsseldorf lediglich 20 Minuten. Bis nach Hamburg folgten weitere Halte, so dass regelmäßig die Möglichkeit bestand, die Sache zu beenden. Einerseits ein seltsamer Gedanke, auf den zweiten Blick aber überaus fair. Die Idee war sicher ungewöhnlich, Josefine fand sie aber aufregend, denn je länger man blieb, desto näher rückte die Wahrscheinlichkeit, sich eine Bleibe für die Nacht suchen zu müssen, und, wenn sie durchhalten würden, hätten sie etwa viereinhalb Stunden Zeit, sich näher kennen zu lernen.

Bis dahin hatten sie sich schon per Mail ausgetauscht, am Anfang nur zaghaft alle paar Tage, nachher fast täglich. Manchmal einfach nur ein paar nette Worte, doch er hatte ihr auch von seinem Schicksal berichtet, das ihn von seiner Frau getrennt hatte, dem tödlichen Verkehrsunfall und der Zeit danach, in der er in eine lange Lethargie verfallen war, bis er sich endlich getraut hatte, sich auf dem Portal anzumelden. Weil er dies als einzigen geeigneten Weg empfunden hatte, aus seinem emotionalen Tal herauszukommen, hätte er diesen Schritt gewagt und war auf sie gestoßen.

Josefine hingegen war weniger offen gewesen, zumindest zu Anfang. Erst mit und mit hatte sie einige wenige persönliche Dinge von sich erzählt, doch schnell war klar, dass beide quälte, alleine mit dem Leben und den Bedürfnissen klar kommen zu müssen. Natürlich hatte man sich auch von den einsamen Abenden berichtet, den langen Wochenenden, die beide zu Hause verbrachten. Das Thema des Bedürfnisses nach Zuneigung hatte lange auf sich warten lassen, war aber, wie Peter einmal schrieb, von Beginn an auch in Josefines Worten zu spüren gewesen. Am Ende war beiden klar, dass es auch um rein körperliche Dinge ging, die sie beide vermissten, und es hatte nicht lange gedauert, bis dieses komische Treffen vereinbart wurde.

Ein wenig glaubte Josefine ihren seelenverwandten Briefpartner bereits zu kennen, als sie in den Zug eingestiegen war. Jetzt stand sie auf dem Gang, der sich mit und mit leerte und ihr nun die Möglichkeit bot, fürs Mindeste ihre Tasche aus dem reservierten Abteil zu holen, bevor der Zug abfuhr. Enttäuscht drückte sie sich an einem dicklichen Herrn vorbei, der darauf wartete, dass die Menschen in seinem Abteil endlich das Gepäck verstaut hatten, damit er sich setzen konnte.

Wenn Peter den Zug verpasst hatte, warum schrieb er ihr nicht oder rief an? Schließlich hatten sie für den Notfall in der letzten Mail die Nummern ausgetauscht?

Als Josefine die Bewegung hinter dem Vorhang wahrnahm, dachte sie zunächst an einen Gepäckdieb und zog beherzt die Tür des Abteils auf. Doch dann sah sie in die strahlenden Augen eines mit sorgsam frisierten dunkelblonden Haaren umrahmten Gesichts.

》Josefine?《

》Äh, Xaver?《

》Ähm, schön, dich zu sehen ...《

》Ja, aber was machst du denn hier?《

》Das wollte ich dich gerade auch fragen. Wie geht es dir? Ähm, willst du auch nach Hamburg?《 Josefine war völlig überfahren. 》Ich würde dir gerne einen Platz anbieten, aber wie es scheint, sind alle schon reserviert.《

Sie schaute sich um. Alle Plätze waren noch frei. Aber war das nicht ihr Abteil?

》Ja genau, das Abteil scheint reserviert zu sein.《

Sie schaute nochmal auf dem Gang auf die Anzeige. Es war das richtige Abteil. 25/7 stand darauf und sie war sich sicher, dass es ihres war, denn sie hatte sich die Nummer zu Hause ganz genau eingeprägt.

》Ach, das macht nichts. Setz dich ruhig.《 Xaver trat einen Schritt zurück und überließ Josefine die Platzwahl.

Diese zog den Mantel aus, hängte ihn an den Haken und setzte sich dort, wo bereits ihre Tasche in der Gepäckablage lag. Xaver ließ sich ihr gegenüber in den Sitz gleiten.

》Wahrscheinlich haben die Leute den Zug verpasst《, sagte er und schlug ein Bein über das andere. 》Das ist ja verrückt, dich hier zu treffen.《

Josefine warf einen Blick zum Fenster raus, der Zug rollte. Kurz dachte sie dar über nach, ob es sinnvoll wäre in Düsseldorf oder spätestens in Duisburg unauffällig den Zug wieder zu verlassen, denn Xaver und sie kannten sich aus früherer Zeit, hatten beide in der gleichen Kanzlei gearbeitet.

Xaver war ein junger Anwalt und Josefine absolvierte dort ihr Referendariat. Obwohl er damals, soweit sie wusste, in einer mehr oder weniger festen Beziehung lebte, hatten sie auf einer Weihnachtsfeier der Kanzlei so heftig miteinander geknutscht, dass die Assistentin des Chefs sie angesprochen und ihnen beiden unmissverständlich klar gemacht hatte, dass man solche offensichtlichen Beziehungen in der Kanzlei nicht wünschte. Kurzerhand hatten sie sich verabschiedet und waren zu Josefines Wohnung gegangen. Es kam nicht zum Äußersten, sie waren nicht im Bett gelandet, doch es hatte auch nicht viel gefehlt. Anschließend waren sie sich einig gewesen, dass es nur ein Ausrutscher war, dem man nicht weitere Bedeutung zumessen sollte, und die Sache abgehakt.

》Was machst du in Hamburg?《, fragte Xaver auf diese investigative Art, die harmlos klang, aber alles andere als harmlos war.

》Ähm, ich wollte einen Freund besuchen《, flunkerte sie, hatte aber schon unbewusst zugegeben, dass sie bis zur Endstation bleiben würde, 》Und du, geschäftlich unterwegs?《

》Nein, rein privat. Ich muss einfach mal raus. Und wie geht's dir? Bist du jetzt eine erfolgreiche und allseits gefürchtete Anwältin?《

》Nicht ganz. Du weißt ja, wie das ist mit den Jobs. Ich bin im öffentlichen Dienst gelandet, arbeite jetzt für die Stadtverwaltung. Mir geht es aber ganz gut damit. Regelmäßige Arbeitszeiten, keine aufwendigen Recherchen am Wochenende und ein festes Gehalt.《

》Das klingt ja geradezu langweilig. Dann hast du bestimmt ein schönes Häuschen im Grünen mit Mann, Kind und Hund.《

》So ähnlich《, Josefine musste schmunzeln.

Er war immer noch der Alte, der auf charmante Weise versuchte, die Leute auszuhorchen. Sogar vor ihr machte er keinen Halt, obwohl sie sich seit Jahren nicht gesehen hatten.

Eine Durchsage erklang, dann schob sich langsam das Schild mit der großen Aufschrift Düsseldorf am Fenster vorbei. Das würde sie also nicht mehr schaffen, denn sie konnte das Gespräch nicht einfach abwürgen und sich davon machen.

Es klopfte an der Tür. Beide sahen sich an, waren sich unschlüssig, wer von beiden die Tür öffnen sollte, beugten sich vor und stießen fast mit den Köpfen zusammen. Sie mussten beide lachen. Xaver schob die Tür auf, vor der ein Mitarbeiter des Bordbistros wartete.

》Entschuldigen Sie bitte, ich möchte nicht stören, aber haben Sie eventuell einen Wunsch?《

Mit einem kleinen Fläschchen Sekt in der Hand wedelte er den beiden zu.

》Eine kleine Auflockerung vielleicht, zum besonderen Anlass?《

Josefine sah ihren Bekannten fragend an.

》Wir nehmen zwei davon und zwei Gläser, bitte《, sagte Xaver, stand auf, kramte in seiner Hosentasche und reichte dem netten Mann einen Schein.

》Der Rest ist für sie《, sagte er dezent. Josefine hatte es dennoch gehört und wunderte sich nicht, weil Xaver schon immer großzügig gewesen war und sich nie viel aus Geld gemacht hatte.

》Möchtest du? Der ist schön kalt und die Fahrt ist noch lang《, lächelte er und reichte ihr ein Glas, öffnete das Fläschchen und goss ihr ein.

》Typisch Bahn, dass sie die rechtzeitige Abfahrt eines Zuges schon als besonderen Anlass bezeichnen《, sagte Josefine, als die Tür wieder verschlossen war.

》Zumindest höflich war er... Prost ... Er hat extra draußen gewartet und ist nicht einfach so reingeplatzt.《

Sie stießen an und tranken einen Schluck.

》Wo waren wir stehen geblieben?《

An dem Punkt, wo Duisburg auch schon nicht mehr möglich sein wird, dachte sich Josefine, als eine nette Frauenstimme die baldige Ankunft ankündigte.

》Du wolltest gerade von dir erzählen. Bist du verheiratet, Kinder, Haus, Garten?《, schob Josefine ein.

》Ich dachte eigentlich, du wolltest noch was von dir erzählen. Aber na gut. - Ich war verheiratet.《 Xaver musste schlucken. 》Meine Frau hatte einen tödlichen Verkehrsunfall.《

》Oh, das tut mir leid.《

》Mittlerweile habe ich es verstanden. Also darüber weg kommt man vermutlich nie, aber ich habe es akzeptiert, dass sie nicht mehr da ist. Ich habe lange gebraucht. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich in der Kanzlei ausgestiegen bin.《

》Mensch, ich hätte besser gar nicht fragen sollen. Entschuldige.《

》Nein nein, schon gut. Ich kann jetzt darüber reden. Das ging lange Zeit nicht so.《

Scheinbar in seinen Gedanken gefangen, starrte Xaver aus dem Fenster. Hatte dieser Peter nicht auch etwas von einem tödlichen Unfall seiner Frau geschrieben?

》Du arbeitest aber wieder?《

》Ja, sicher. Es hat einige Zeit gedauert, aber jetzt bin ich wieder voll im Geschäft. Du wolltest mir noch von dir erzählen. Also doch Haus und Hund und Mann? Oder in anderer Reihenfolge vielleicht?《

》Eher Großstadtwohnung, dafür aber ziemlich zentral. Hunde sind da nicht erlaubt.《

》Du machst so ein Geheimnis daraus ... Lass mich raten ... du wohnst immer noch in Köln und bist mit einer Frau zusammen? Ich meine, Köln ist doch die geheime Hauptstadt der gleichgeschlechtlichen Liebe, oder?《

》Nein, wie kommst du denn darauf? Also, ob Köln jetzt ... naja ... jedenfalls habe ich keine Partnerin und das mit der Familie hat auch nicht geklappt.《

》Also bist du solo? Das wäre doch ein Zufall, dass wir uns beide hier treffen, auf dem Weg nach Hamburg und auch noch Single sind, oder?《

Dieser Peter hatte ihr auch erzählt, dass er längere Zeit nicht arbeiten konnte und die Stelle wechseln musste. Und warum betonte er das mit dem Single-Dasein?

》Vielleicht ist es gar kein Zufall.《 Josefine sah ihm starr in die Augen, wollte etwas herauslesen, doch Xaver war noch immer der Undurchsichtige.

》Wie meinst du das?《

》Ach nichts, nur so eine Idee.《

》Aber, ist das nicht witzig, dass wir uns nach so langer Zeit in einem Zug treffen? Ich meine, ich wohne in Bonn und du in Köln, oder?《 Josefine nickte zaghaft. 》Also, es gibt kaum einen Grund, warum jemand, der in Bonn wohnt, nach Köln fahren sollte, außer der Sicht auf die Stadt von der rechten Rheinseite aus. Das muss ich zugeben, die ist wirklich toll.《

》Und was soll eine Kölnerin in Bonn? Spätestens am anderen Rheinufer bleibt man doch hängen, weil die Sicht auf die Stadt von dort so schön ist.《

》So sind sie, die Kölner.《 Er musste lachen. 》Zuerst verscherzt man es sich mit den Düsseldorfern und jetzt auch noch mit den Bonnern.《

》Du hast damit angefangen. Prost.《

》Auf dein Wohl.《

Der Gedanke, dass Xaver derjenige Peter sein könnte, mit dem sie sich verabredet hatte, ließ sie nicht los. Aber wäre ihr das so unangenehm? Warum nur nannte er sich dann Peter?

》Weißt du noch damals, auf der Weihnachtsfeier?《

》Nicht zu fassen, dass das das erste ist, an das du dich erinnerst.《

》Ja man, das war doch auch aufregend. Wenn du mich damals nicht hättest abblitzen lassen ...《

》Du hattest eine Freundin und du hattest getrunken.《

》Warst du etwa noch nüchtern?《

》Vielleicht nicht ganz. Jedenfalls warst du liiert und da verbietet sich so etwas.《

》Was denn, gibt es keinen Sex ... einfach nur, weil es Spaß macht?《

》Sex ohne innere Beziehung ist wie Radfahren ohne Kette.《

》Ach, das wäre mir neu. Und warum gibt es so viele Bordelle? Spielen die da etwa Karten?《

》Da gehen ja auch nur Männer hin.《

》Und was ist mit Callboys?《

》Können wir vielleicht das Thema wechseln?《

Xaver grinste. 》Trotzdem wäre ich damals gerne geblieben. Vielleicht wäre aus uns ja ein schönes Paar geworden. Stattdessen sind wir beide jetzt alleine und sitzen in einem Zug nach Hamburg.《

Josefine achtete gar nicht mehr auf die Ansagen, die den nächsten Halt ankündigten. Mittlerweile fand sie die Unterhaltung mit Xaver sogar erheiternd und für sie war klar, dass sie bis Hamburg durchfahren würde. Vor allem aber wollte sie der Sache auf den Grund gehen.

》Apropos Hamburg. Was hast du eigentlich in Hamburg vor?《

》Ich sagte ja, ich muss einfach mal ausspannen.《

》Ansonsten gibt es keinen Grund?《

》Ich kann dir nicht ganz folgen.《

》Kann es vielleicht sein, dass wir beide nicht im falschen Abteil sitzen?《

》Du meinst wegen der Reservierung?《

》Hast du dir die Route nicht ausgesucht, weil man an jeder Stelle aussteigen könnte?《 Ihr Blick haftete auf ihm und sie merkte, dass es ihm unangenehm war. Man konnte hören, wie der Groschen langsam fiel.

》Du willst damit andeuten ... nein, nicht wahr. Die Josi, das bist du?《

Josefine zog die Augenbrauen hoch. 》Und warum nennst du dich Peter?《

》Weißt du, ich muss doch darauf achten, dass man mich nicht auf den ersten Blick erkennt《, stotterte Xaver und suchte nach Worten für eine passende Ausrede.

》Und darum hast du auch ein falsches Bild eingestellt?《, bohrte Josefine nach.

Vor ihr saß eher eine jüngere Version von Heinz Rühmann als der große breitschultrige sportliche Typ vom Foto. Aber womit hatte sie gerechnet? Mit Brad Pitt vielleicht?

》Dich habe ich auf dem Foto aber auch nicht wiedererkannt und, wenn ich jetzt ...《 Xaver sah seine Bekannte musternd an.

》Das ist schon älter.《

》Ich hätte dich auch auf einem älteren Foto erkannt.《

》Ja, okay, eine Freundin hat mit so einem Programm am Computer das Bild ein wenig aufgepeppt. Sie meinte, das muss so sein.《

Sie sahen sich an und mussten lachen.

》Zumindest stimmt die Brille, und die Größe weicht auch nur gering von deiner Beschreibung ab《, stellte Josefine lachend fest.

》Darauf sollten wir trinken《, kicherte Xaver, stolz darauf, von seiner falschen Beschreibung und dem Foto aus dem Netz abgelenkt zu haben.

Amüsiert über die Situation stießen sie erneut an und konnten sich der Komik kaum entziehen.

》Wo du das jetzt sagst《, meldete sich Xaver zu Wort, 》Anfang vierzig ist auch nur leicht geflunkert.《

》Kaufmännisch gerundet《, redete sich Josefine raus.

Der Spaß wurde unterbrochen durch ein Klopfen an der Tür.

》Oh, du möchtest bestimmt noch ...《, sagte Xaver und zeigte auf den Sekt.

Er schob die Tür auf, doch diesmal stand die Zugchefin davor. Man erkannte sofort an ihrer Haltung und der schicken Uniform, dass sie in diesem Zug eine besondere Rolle spielen musste.

》Guten Tag die Herrschaften. Ich hoffe, ich störe nicht, aber ich hätte gerne mal die Fahrscheine gesehen.《

》Eigentlich schon, aber was sein muss ... Vielleicht haben Sie einen guten Draht zum Bordbistro und könnten uns noch zwei Fläschchen Sekt besorgen?《

》Entschuldigen Sie bitte,《, schaltete sich Josefine ein, 》natürlich stören Sie nicht und den Sekt holen wir uns schon selbst.《

Die Zugchefin sah die beiden ungläubig an, dann hellte ihr finsterer Gesichtsausdruck über der Lesebrille langsam auf.

》Na, die Stimmung ist zumindest passend zum besonderen Anlass. Wenn Sie dann bitte die Fahrscheine hätten?《

Erwartungsvoll hielt sie den beiden ihr Kontrollterminal entgegen. Xaver und Josefine legten jeweils ihre Fahrscheine darauf, bis es bestätigend piepste.

》Ich verspreche Ihnen, das war die letzte Störung für heute.《

Mit einem Augenzwinkern verließ die Dame das Abteil.

》Möchtest du noch einen?《, fragte Josefine und zeigte auf das leere Glas.

》Warte, ich hole uns noch was《, sagte Xaver, stand auf und wollte gerade auf den Flur treten.

》Sag mal, von was für einem besonderen Anlass sprechen die hier immer?《

Xaver stand in der Tür und grinste verschmitzt. 》Ich habe bei der Reservierung etwas von Honeymoon erwähnt. Vielleicht nehmen die das sehr ernst bei der Bahn und meinen jetzt, wir wären auf dem Weg in die Flitterwochen.《

Josefine sah ihm ungläubig nach. Nicht zu fassen, er war noch immer der übermütige Kerl von früher. Was sollte sie nur machen? Eigentlich hatte sie sich die ganze Sache anders vorgestellt, hatte sich ausgemalt, auf der Zugfahrt ihr Date zu treffen, sich zu unterhalten und dann entweder unterwegs auszusteigen, um auf diese Weise einer peinlichen Situation zu entgehen, oder, wenn sie überzeugt war, dass es der richtige wäre, mit ihm das gesamte Wochenende in einem Hotelzimmer zu verbringen. Was sollte sie sonst in Hamburg? Und vor allem bei dem Wetter. Draußen regnete es in Strömen und ein ganzes Wochenende mit Xaver in einem Hotel? Er war ihr sympathisch, witzig, geistreich und unterhaltsam, aber zu mehr reichte es doch nicht.

》Ich habe gleich zwei für jeden mitgebracht, nur für den Fall der Fälle.《 Xaver setzte sich wieder ihr gegenüber, öffnete ein Fläschchen und goss ihnen ein.

》Willst du mich gefügig machen, um dann über mir herzufallen?《

Entgeistert sah er sie an. 》Was denkst du von mir?《

》Liebe Fahrgäste, in wenigen Minuten erreichen wir Dortmund Hauptbahnhof. Sie haben Anschluss in Richtung ...《

》Kann man das irgendwo abstellen? Bei dem Lärm kann man sich doch gar nicht richtig unterhalten《, maulte Xaver 》Salute.《

Josefine vernahm ein leichtes Kribbeln im Bauch, was jedoch eher vom Sekt als von was anderem kam.

》Da oben kann man das leiser stellen, glaube ich. Ich muss aber zuerst mal für kleine Mädchen.《

Der Spiegel zeigte eine Frau mit rosa Wangen und einem leichten Schwips. Sie musste sich etwas zurücknehmen, ansonsten konnte sie Gefahr laufen, dem Charm dieses Mannes zu verfallen. Er war zumindest früher in der Lage gewesen, eine Frau in nullkommanichts um den Finger zu wickeln. Dass es wegen ihres falschen Schams auf der Weihnachtsfeier nicht zu mehr gekommen war, wusste nur sie, sie hatten im Taumel nicht darüber geredet. Jedenfalls sollte sie jetzt aufpassen mit dem Sekt, denn sie wusste genau, wie dieses Blubberzeugs auf ihr Gemüt wirkte, und das wollte sie nicht riskieren. Einen Moment lang sah sie ihr Spiegelbild an, dann zog sie den Rock hoch, die blickdichte dunkle Strumpfhose und den Slip herunter und setzte sich auf die Toilette.

Aber war das nicht genau der Grund, warum sie diese ungewöhnliche Zugfahrt auf sich genommen hatte? Wollte sie nicht eigentlich verführt werden? Ausgemalt hatte sie sich einen starken Mann, der nach Männerduft roch und sie unbändig an sich zog, sie animalisch abküsste und ihr die Kleider vom Leib riss, um sich ihr und ihrem hungrigen Körper zu widmen. Stattdessen saß in dem Abteil ein durchschnittlicher Typ, der durchaus charmant sein konnte und der nach einem schweren persönlichen Schicksal einen Neuanfang plante. Zu allem Überfluss war es auch noch ein alter Bekannter. Beim Händewaschen dachte sie an den Abend zurück.

Noch einmal sah Josefine in den Spiegel und dort stand eine selbstbewusste Frau in den besten Jahren, die es sich verdient hatte, auch mal über ihren Schatten zu springen. Nachdem sie nochmal ihre Kleidung überprüft und den Rock und ihr Oberteil glattgestrichen hatte, trat sie auf den Flur. Wieder mal wurde ihr bewusst, dass die Schuhe, die sie trug zwar schön aussahen, ihre Beine bezaubernd in Szene setzten, aber mit der Zeit höllisch schmerzten. Hätte sie doch einfach die flacheren Pumps oder vielleicht auch ihre Ballerina angezogen, dachte sie. Diese Designerschuhe mit dem Absatz hatte sie gewählt, weil sie sich einem großen Mann gegenüberstehen sah. Das hatte sie nun davon.

Am Abteil angekommen öffnete Josefine die Tür und sah hinein, doch das Abteil war leer. Hatte Xaver doch die Gelegenheit genutzt, sie sitzen zu lassen? Das wäre allerdings schon dreist. Er hätte doch einfach sagen können, dass er sich das anders vorgestellt hatte ... Womit hatte er eigentlich gerechnet? Mit einer drallen Brünetten etwa? Einer, die sich ihm direkt an den Hals werfen würde, als habe sie ihr ganzes Leben nur auf ihn gewartet? Enttäuscht schob sie die Tür hinter sich zu, die mit einem Mal klemmte. Josefine drehte sich um und stand ihrem Bekannten Angesicht zu Angesicht gegenüber. Sie waren sich so nah, dass sie den Geruch des anderen sehr deutlich wahrnehmen konnten. Die hohen Schuhe verhalfen Josefine dazu, nicht nach oben schauen zu müssen, und hatten damit zum ersten Mal an diesem Tag ihren Zweck erfüllt.

》Königstiger, du weißt《, hauchte Xaver und heftete seine lächelnden Augen auf Josefines.

》Oder eher Orang-Utan?《, gab Josefine schlagfertig zurück.

》Du willst nicht, dass ich dir das beweise.《

》Will ich nicht?《

》Wir fliegen raus, wenn ich auf dem Gang meine Hose aufmache.《

》Du fliegst raus, ich nicht.《

》Kleines Mädchen stimmt aber sicher auch nicht.《

》Genauso wenig wie Königstiger.《

》Lässt du mich rein?《

》Wenn du lieb darum bittest!《

Langsam schob Xaver sein Gesicht dem ihren entgegen. Blitzschnell wich sie zurück. Xaver hatte den Moment genutzt und war hereingekommen. Er schob die Tür zu und stand ihr nun wieder gegenüber.

》Wolltest du mir gerade einen Kuss aufdrängen?《

》Warum meinst du?《

》Na, das war eindeutig.《

》Ich wollte dir was Nettes ins Ohr flüstern.《

》Und was?《

》Hat sich erledigt, ich bin schon drinnen《, grinste er und setzte sich.

》Macht es dir etwas aus, wenn ich die Schuhe ausziehe?《

》Die Füße tun weh? Soll ich massieren?《

》Nein. Ich lege sie nur kurz neben dir ab.《

Xaver sah zu, wie Josefine die Schuhe abstreifte, wie ihre schmalen Füße zum Vorschein kamen und sie sie neben ihm auf die Sitzfläche schob. Etwas umständlich musste sie sich strecken, lag schon fast auf ihrem Sitz, um das Polster zu erreichen.

》Soll ich nicht doch etwas massieren? Komm schon.《 Mit den Händen klopfte er auf seine Oberschenkel. 》Gib dir einen Ruck, ich mache auch nichts Unanständiges. Ehrenwort.《

Zögerlich hob Josefine die Füße an und legte sie auf seinen Beinen ab.

》Nur ein wenig massieren《, ermahnte sie ihn.

Sofort begann er damit, seine Finger sanft über den Fußrücken zu streichen und mit den Daumen die Sohlen zu massieren. Josefine spürte, wie sie sich angenehm entspannte.

》Wie kommt es eigentlich, dass du dich in einem Dating Portal anmeldest?《, fragte er aus heiterem Himmel.

》Das könnte ich dich auch fragen.《

》Stimmt, aber ich habe dir ja schon erzählt, warum ich alleine bin. Leute kennenlernen in der realen Welt konnte ich mir nicht vorstellen, weil ich echt keine Lust habe, durch irgendwelche Bars zu streifen, wo sich paarungswillige Frauen rumtreiben. Außerdem weiß ich auch gar nicht, wo ich die in Bonn finden könnte. Und du?《

》Bei mir war das etwas komplizierter. Ich habe mich gar nicht selber angemeldet, das war meine Freundin.《

》Oh, du hast aber eine sehr fürsorgliche Freundin. Möchtest du noch?《, fragte er und hielt das Fläschchen Sekt hoch.

》Auf keinen Fall. Nachher liege ich hier besinnungslos rum.《

》Wovor hast du Angst? Ich bin doch da, um dich zu beschützen.《

》Ja, genau.《 Josefine schmunzelte und verzog das Gesicht.

》Mache ich das gut?《 Xaver rollte das kühle Fläschchen über ihren Spann.

》Das machst du sehr gut.《

》Und was war so kompliziert?《

Josefine stutzte. 》Ach, das ist doch immer das gleiche. Zuerst ist das die große Liebe und nach Jahren hat man sich nichts mehr zu sagen.《

》Ist das so?《

》Bei dir nicht?《

》Meine Frau und ich, wir haben uns bis zum ... naja, wir haben uns immer gut verstanden.《

》Diese Art von Beziehung gibt es natürlich auch. Du kannst übrigens aufhören mit massieren, ist schon viel besser.《

Sie wollte die Füße zurückziehen, doch Xaver hielt sie fest.

》Und wenn ich weitermachen möchte? Ist doch nicht unangenehm, oder?《

》Nein《, sie musste lachen, 》für mich nicht, aber vielleicht für dich.《

》Ich knete und streichle gerne Frauenfüße.《

》Nicht, dass dein Königstiger geweckt wird, wenn du das machst.《

》Der ist schon wach.《

Sofort zog Josefine die Füße zurück. 》Nicht wahr.《

》Das war ein Scherz. The Lion sleeps tonight《, lachte er und nahm ihre Füße wieder in die Hände.

Es entstand eine Stille, in der man nur die leisen Fahrgeräusche des Zuges hören konnte. Josefine sah ihn an und ihr Blick sagte, dass sie es alles andere als unangenehm fand, auf Xaver getroffen zu sein, wenn sie ihn aus alten Zeiten auch eher als Casanova in Erinnerung hatte. Dieser erwiderte mit einem verführerischen Schmunzeln.

》Weißt du, wo wir sind?《

》Ich glaube, irgendwo bei Münster, warum?《

》Ich könnte etwas essen. Der Sekt macht hungrig.《

》Wo du gerade davon sprichst. Der wird gerade warm. Möchtest du noch? Wäre doch zu schade um die Winzer, die sich so viel Arbeit gemacht haben.《

》Ja, genau, du denkst als aller erstes an die Winzer. Gieß ein《, antwortete sie und hielt ihr Glas hin.

》Ich kann nochmal beim Bordbistro durchklingeln, ob die was leckeres zu essen haben.《

Josefine kramte in ihrer Tasche und holte eine Packung Kekse hervor.

》Möchtest du?《

》Da komme ich aber besser zu dir rüber. Nicht, dass wir das ganze Abteil vollkrümeln und man sich nachher über uns beschwert.《

Er nahm einen aus der angebotenen Packung und knabberte daran.

》Hättest du auch geantwortet, wenn du mich auf dem Bild erkannt hättest?《, fragte er.

Josefine hatte zum Glück gerade einen Keks im Mund und musste nicht sofort etwas sagen.

》Ich weiß nicht《, antwortete sie diplomatisch.

》Vermutlich nicht, oder? Und wenn ich meinen wahren Namen genannt hätte, wärest du auch kritisch gewesen, gib es zu.《

》Kannst schon recht haben.《

》Und jetzt?《 Xaver angelte einen weiteren Keks aus der Packung und hielt ihn Josefine hin.

Diese nahm auch einen zwischen die Finger hielt ihn in seine Richtung, bevor sie in den ihr gereichten biss. Xaver hingegen nahm den gesamten Keks in den Mund und umschloss ihre Finger mit seinen Lippen.

》Hey《, rief sie überrascht und zog zurück. Kurz überlegte sie, nahm einen weiteren Keks, brach ein Stück ab und bot ihn ihm an. Wieder stülpte er seine Lippen darüber, bis er ihre Finger zu fassen bekam. Diesmal ließ sie es zu.

》Du bist verrückt.《

》Oder verliebt.《

》Sei nicht albern.《

》Warum hast du mich wirklich damals nach Hause geschickt. Ich meine ... du warst doch ebenso nicht abgeneigt, oder?《

》Das stimmt, ich war am Anfang nicht abgeneigt.《

》Und wärst du es jetzt?《

》Mir von dir die Finger ablecken zu lassen?《

》Du weißt genau, was ich meine.《

Jetzt nahm Josefine einen Keks, brach ein kleines Stückchen ab und hielt es ihm hin. Es war eine Einladung, die Xaver gerne annahm. Sanft legte er seine Lippen um Josefines Finger und liebkoste sie, während er sie eindringlich ansah. Ihre Augen hefteten auf seinen. Gleichzeitig nahm Xaver einen Keks, brach ihn durch und reichte ihn seiner Sitznachbarin. Zunächst küsste sie seine Finger zaghaft, dann setzte sie ihre Zunge ein und angelte damit das Stückchen Gebäck aus seinen Fingern.

Die beiden beobachteten jede Regung im Gesicht des anderen und musterten sich wie zwei Boxer im Ring. 'Was passiert hier gerade?', spukte es Josefine durch den Kopf. Sie hielt das Stückchen zwischen den Zähnen fest und zeigte es ihm. Xavers Gesicht kam ihrem näher, er führte seinen Mund zu ihrem und legte seine Lippen an den Keks. Mit der Zunge schob Josefine das Stückchen in seinen Mund. Genüsslich nahm er es entgegen, zerkaute es und dann küssten sie sich. Ganz langsam beugte Xaver sich dabei Josefine entgegen, hielt kurz inne und erwartete, dass sie den letzten Schritt machte. Josefine tastete sich mit der Zunge vor, streifte die großen Lippen ihres Gegenübers und streichelte sie mit der Zunge. Die beiden Vorboten der Leidenschaft umrundeten sich vorsichtig, begutachteten sich gegenseitig und nässten sich ein.

Mit einem tiefen Seufzer löste Josefine sich. 》Geht das nicht ein wenig zu schnell?《, hauchte sie.

Nicht mit Worten, sondern mit seinem Mund antwortete Xaver, suchte erneut ihren Mund und schloss die Augen. An seiner Hand spürte er die suchenden Finger, ließ sie erfühlen und hieß sie willkommen.

》Hast du ein Zimmer in Hamburg?《, fragte Xaver, nachdem er sich abermals von Josefines sinnlichen Lippen gelöst hatte.

》Ich wollte abwarten. Hast du?《

》Noch nicht.《

Josefine sah aus dem Fenster, es regnete noch immer in Strömen. Der Zug bremste, doch man konnte nichts erkennen. Sie sah auf die Uhr.

》Wir könnten aussteigen und umkehren.《

》Wenn du das möchtest?《

》Heute würde ich dich nicht nach Hause gehen lassen.《

Erneut verfielen die beiden in einen leidenschaftlichen Kuss. Die Finger ineinander verschränkt lehnten sie auf der Armlehne und klebten mit den Lippen aneinander. Plötzlich wurde diese sinnliche Stille, in der man außer dem Trommeln der Regentropfen ans Fenster nur leise schmatzende Geräusche wahrnehmen konnte, durch ein Knacken des Lautsprechers unterbrochen.

》Liebe Fahrgäste《, erklang die Stimme der Zugchefin, 》durch das Unwetter kam es zu einer Unterspülung der Gleise, weswegen sich unsere Weiterfahrt verzögern wird. Wir informieren Sie, sobald wir näheres wissen.《

Josefine und Xaver sahen sich an.

》Dann wird das nichts mit dem Aussteigen. Zumindest tut es die Heizung noch《, klagte Josefine.

》Dann sollten wir das nächste Fläschchen aufmachen und uns die Wartezeit so angenehm wie möglich gestalten《, erwiderte Xaver, öffnete den Sekt und goss nach.

》Auf unser Wohl《, lachte Josefine.

》Wenn dir kalt ist, bekommen wir sicher eine Decke. Soll ich mal fragen? Schließlich haben wir hier die Honeymoon-Suite《, witzelte Xaver. Sie mussten beide lachen.

》Was hast du vor?《

》Ich möchte nur, dass dir nicht kalt wird.《

Er stand auf, trat auf den Flur und sah sich suchend um. Nach einiger Zeit kam er mit einer Decke und einem Kissen unter dem Arm zurück.

》Siehst du, die hatten sofort Verständnis.《

》Was hast du denen denn erzählt?《

》Dass meiner Begleitung kalt ist.《

Auf der Seite, auf der Josefine saß, klappte er die Armlehnen hoch, legte das Kissen in die Ecke und breitete die Decke aus.

》Bitteschön.《

》Hast du uns jetzt ein Kuschelnest eingerichtet?《

》Wer spricht denn von Kuscheln? Ich will dir doch nicht ungewollt auf die Pelle rücken.《

》Ach, schade. Ich hatte den Eindruck, das warst du schon.《

Josefine zog die Decke über sich und hielt sie einladend hoch.

》Nur festhalten《, sagte sie mit einem Augenaufschlag, der weit mehr versprach.

Zögernd zog Xaver seine Schuhe aus und wollte sich dazu legen.

》Leg dich bitte hinter mich, dann kannst du deinen Arm um mich ...《

》Ach schade, und ich dachte, wir könnten da weitermachen, wo wir gerade unterbrochen wurden.《

》Das könnte dir so passen. Mir im Abteil eines Zuges an die Wäsche zu gehen.《

》Ich dachte eigentlich an Knutschen, aber der Gedanke klingt verlockend《, lächelte er und kletterte über sie, um sich von hinten an sie zu schmiegen.

》Du musst mich aber festhalten, damit ich nicht herunterfalle《, sagte sie, nahm seinen Arm und schob ihn auf ihren Bauch.

》Nicht, dass jetzt auch noch der Königstiger erwacht《, raunte Xaver und küsste Josefine hinters Ohr.

》Oh, da bin ich empfindlich... Wäre das so schlimm, wenn das Leben in dich zurückkehrt?《

》Ich weiß nicht, wie du das aufnehmen würdest.《

》Von Aufnehmen habe ich doch noch gar nicht gesprochen.《

》Bei dir muss man ja jedes Wort auf die Goldwaage legen.《

Die beiden lagen aneinander geschmiegt auf den Sitzen des Schnellzuges und lauschten dem Regen, der an die Fensterscheiben klatschte. Beide hatten sie eine so innige Zweisamkeit lange vermisst und jeder genoss für sich die Wärme und die Geborgenheit. Ein Ruckeln des Zuges weckte sie aus ihren Tagträumen, verhallte aber sofort wieder.

》Von mir aus braucht der Zug noch nicht weiterfahren《, hauchte Josefine.

》Von mir aus auch nicht. Ich könnte ewig so liegen bleiben, mit dir im Arm.《

Josefine schmunzelte in sich hinein. Er war so zärtlich und er roch so gut.

》Sag mal, wie hattest du dir das eigentlich ausgemalt? Was hattest du vor, wenn dein Blind Date dir gefallen hätte?《, fragte sie nach einer Weile.

》Wieso hätte?《, fragte Xaver. Wieder musste Josefine schmunzeln.

》Nein, mal im Ernst. Du hast dich hier verabredet, wolltest dein Herzblatt treffen und dann?《

》Weiß nicht. Muss man immer einen Plan haben?《

》Aber du musst dir doch was vorgestellt haben?《

》Hast du dir einen Plan gemacht?《, stellte er die Gegenfrage.

》Also, ich ...《, sie überlegte. Sollte sie ihm die Wahrheit sagen? Sollte sie ihm wirklich erzählen, dass sie vorhatte, sich, wenn es mit dem Gegenüber einigermaßen passte, verwöhnen zu lassen? Ja, dass sie sich fest vorgenommen hatte, nochmal richtig die Kontrolle zu verlieren?

》Darf ich fragen, was in deinem schönen Kopf gerade vor sich geht?《

》Ich hatte an ein schönes Wochenende in Hamburg gedacht. Natürlich nur, wenn es passte ... mit dem Date, meine ich.《

》Und passt es?《

Josefine überlegte - zu lange, um nein zu sagen.

》Du hast nicht mit mir gerechnet, soweit verstehe ich das.《

Xaver suchte nach den richtigen Worten.

》Wenn du nicht abgeneigt bist, und davon gehe ich mal aus, so, wie wir hier liegen. Könntest du dir vorstellen, mit mir dieses schöne Wochenende zu verbringen?《

》Wir wissen gar nicht, ob wir noch irgendwo ankommen《, sagte Josefine und schmiegte sich bei ihm an. 》Ich meine, wir liegen hier in einem Zug, der irgendwo im Nirgendwo auf den Gleisen steht und ...《

》Und hätten Zeit genug, herauszufinden, ob es passt?《

Josefine antwortete nicht. Wo sollte das hinführen? Sie hatten sich geküsst, lagen notgedrungen eng umschlungen im Honeymoon Abteil dieses Zuges. Damals wäre es fast so weit gekommen, nur ihr Anstand, der ihr zugeflüstert hatte, nicht direkt beim ersten Mal mit jemandem im Bett zu landen, hatte sie davon abgehalten. Und dann hatte es kein zweites Mal gegeben. Warum eigentlich nicht? Er sah gut aus, war einfühlsam, überaus zärtlich gewesen und sie hätte sich durchaus vorstellen können, dass ... Und jetzt? Jetzt war sie reifer, wusste, dass man ohne es zu testen, niemals herausfinden würde, ob er der Mr. Right war.

》Fühlst du dich wohl?《, fragte Xaver.

》Mittlerweile fühle ich mich ein wenig bedroht, so mit einem Pistolenlauf im Rücken.《

》Das ist kein Pistolenlauf.《

》Ach, was du nicht sagst. Fordere mich aber bitte nicht auf zu erraten, was es sein könnte.《

》Was denkst du denn von mir.《

》Nur das Schlechteste.《 Sie mussten kichern.

Langsam schob Josefine ihre Hand über ihre Hüfte nach hinten und strich mit dem Handrücken an seinem Schritt vorbei. 》Da scheint sich einiges aufgestaut zu haben.《

》Das tut mir echt leid, da kann ich nichts für.《

》Sei doch froh. Wenn sich nichts mehr täte, wäre es schlimmer.《 Wieder strich sie über die feste Beule.

》Was machst du? Willst du mich etwa verführen? Hier im Zug?《

》Sind wir nicht bereits mittendrin?《

》Und wohin soll das führen?《

》Jetzt habe ich mal keinen Plan ... und was, wenn ich dir jetzt sage, dass es in meinem Bauch auch kribbelt?《

》Etwa Schmetterlinge?《

》Das auch, aber ich glaube, dass die Muschel beginnt zu sabbern.《

》Nicht wahr. So etwas sagt man nicht als anständiges Mädchen.《

》Dann bin ich heute mal nicht anständig. Jetzt halt mich mal richtig fest.《 Sie nahm seine Hand und drückte sie fest auf ihren Bauch. 》Sei mal nicht so zaghaft, das warst du früher auch nicht.《 Sie schob seine Hand höher, bis sie den unteren Rand ihrer Brüste erreichte.

》Meinst du, dass es so klug ist, hier im Zug?《

》Du hast doch gehört, was die Zugchefin gesagt hat. Wir werden bis zur Ankunft nicht mehr gestört. Außerdem kuscheln wir doch nur unter der Decke. Wer soll da was dagegen haben?《

Nun begann Xaver damit Josefines Bluse aufzuknöpfen, bis sie etwas an Spannung verloren hatte und seine Hand mehr Platz hatte. Vorsichtig tastete er sich höher, berührte ihre Brust und spürte, dass ihm in ihrer Mitte etwas entgegenstach.

》Na also, geht doch. So kenne ich dich《, freute sich Josefine. Mit dem Po drückte sie sich an seinen Schritt und spürte ganz deutlich, wie erregt er war. Sie ließ ihre Hand erneut über ihre Hüfte wandern und nestelte an seinem Reißverschluss.

》Eben noch meintest du, es ging zu schnell und jetzt kann es dir nicht schnell genug gehen.《

》Ab jetzt wird nicht mehr geredet, ab jetzt zählen Taten《, bestimmte Josefine, öffnete Gürtel und Knopf seiner Hose und fuhr mit der Hand hinein. Kurz bekam sie seine pralle Erektion zu spüren, doch sie merkte, dass es zu eng war für ihre Hand. Unter dem Stoff griff Xaver auf ihren Rücken und schnippte gekonnt den BH auf. Umständlich fummelte Josefine die Träger durch die Ärmel der Bluse ab und präsentierte ihm die Körbchen. Sie legte sich wieder und spürte sofort seine Hände an ihren Brüsten. Josefine seufzte zufrieden, als er begann, sie zu streicheln und sie sanft zu kneten.

》Nicht aufhören, hörst du?《, raunte sie ihm zu.

Angefeuert durch ihre Worte streichelte er von den lieblichen Rundungen über den Bauch zum Bund ihres Rockes und wieder hinauf bis an ihre Schulter. Kurz keuchte Josefine auf, hatte zwischenzeitlich den Reißverschluss überwunden, war in seine Unterhose vorgedrungen und hielt Xavers erregten Freund in der Hand. Mit leichten Aufwärtsbewegungen begann sie, das willige Fleisch zu massieren. Er schob ihr die Bluse ein Stück herunter und küsste ihre nackte Schulter.

》Du riechst so gut ... Weißt du, dass wir uns verhalten wie die Teenies? Wir liegen auf der Couch in einem Zug ... aah ..., jeden Moment könnte jemand ... ooh ... und haben nichts besseres ... Mach weiter.《

Mit einem schnellen Griff öffnete sie den Reißverschluss ihres Rockes und widmete sich wieder seinem Schritt.

》Nicht reden, machen《, raunte sie.

Xaver hatte verstanden, schob seine Hand unter den losen Bund des Rockes in die Strumpfhose und in den Slip. Als er krausiges Terrain betrat, wurden seine Finger langsamer, spielten mit den Löckchen, bevor sie sich weiter tasteten. Josefine hatte unter der Decke ein Bein angewinkelt und den Fuß auf der Sitzfläche abgestellt. Mühelos erreichten seine Finger ihre herrlich warme Muschel und sie hatte nicht gelogen, als sie sagte, sie würde sabbern. Ein wohliger Seufzer entfuhr seiner Spielpartnerin, als er seine Finger auf die feuchten Lippen legte und begann sie zu streicheln. Mit drei Fingern strich und zupfte er, knetete die wohlig warmen Lippen und den kleinen lustigen Knopf am oberen Ende. Manchmal musste Xaver innehalten, weil Josefine noch immer seinen Stab bearbeitete.

》Wir müssen irgendwas tun, sonst sauen wir hier alles voll.《

》Dann tu endlich was《, herrschte sie keuchend.

Xaver sah sich um, fand nichts, darum strampelte er seine Hose aus, hob Josefines Beine an und schob die Hose unter ihren Po. Auf dem Weg zurück nahm er ihren Rock mit und ließ ihn über ihre Füße gleiten. Josefine verstand sofort, schob Strumpfhose und Slip bis auf die Knöchel und lag auf einmal mit entblößtem Unterleib vor ihm.

'Na, wenn du meinst', dachte sich Xaver, legte sich wieder hinter seine Gespielin und bugsierte seinen strammen Freund Josefines Pospalte hinab bis zwischen ihre Beine.

》Achso, du willst ... warte《, gluckste sie, bog ihren Rücken ein wenig ins Hohlkreuz und schob ihm ihre Muschel entgegen.

Ein paarmal ließ er seine Kirsche durch die nassen Lippen gleiten, bevor beim ersten Versuch seine Männlichkeit in sie hineinflutschte, was beide wohlig ausatmen ließ.

》Bleib ein bisschen, das ist so schön《, stöhnte Josefine.

》So lange du willst, mein Schatz《, stöhnte er zurück, beugte sich vor und legte seine Lippen auf ihre Schulter. Näher kam er ihr nicht, ohne Gefahr zu laufen, wieder aus ihr heraus zu rutschen.

Nach einiger Zeit begann Josefine damit, ihr Becken leicht zu bewegen. Immer bedacht, nicht heraus zu gleiten, fing Xaver an, seine Freundin zu vögeln.

- Eine weitere Beschreibung bedarf es an der Stelle nicht, denn es dauerte nicht sehr lange, bis Xaver sich nicht mehr halten konnte und mit einem lauten Stöhnen seine ganze Lust in Josefines Schoß verströmte. Diese nahm sie dankend auf und war froh, dass seine Finger immer noch am Eingang ihrer Muschel zugange waren und sie dort beglückten. Auch sie stöhnte, als die Welle sie erreichte und sie zuckend zurückließ. -

Ermattet lagen die beiden auf dem Sofa des Schnellzuges, da begann der Lautsprecher ein weiteres Mal zu knacken und die Stimme der Zugchefin ertönte: 》Liebe Fahrgäste, es geht weiter und in wenigen Minuten erreichen wir Osnabrück. ...《 Der Zug setzte sich bereits in Bewegung.

Josefine sprang auf, zog sich schnell die Strumpfhose samt Slip hoch und suchte nach ihrem Rock.

》Komm, hier steigen wir aus《, rief sie Xaver zu. 》Beeil dich, wir nehmen sofort den nächsten Zug zurück.《

Xaver war alles andere als erfreut, auf einmal solche Hektik aufkommen zu lassen. Er hätte sich eher gewünscht, noch etwas beieinander zu liegen und zu kuscheln. Dennoch sprang er auf, zog sich wieder an, scherte sich dabei wenig darum, dass seine Hose ein paar Flecken abbekommen hatte, und warf seiner Gespielin ihren Rock zu.

Sie schafften es, noch vor Schließen der Türen, den Zug zu verlassen und trafen auf die Zugchefin, die auf dem Bahnsteig stand und sicher ging, dass niemand mehr ein- oder ausstieg.

》Ach, Sie verlassen uns schon? Dann wird das nichts mehr mit den Flitterwochen?《

》Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wissen Sie?《, gab Xaver zurück. 》Wir haben da noch was ganz Dringendes vergessen《, zwinkerte er ihr zu. 》Übrigens, vielen Dank für den hervorragenden Service. Wir konnten leider nicht mehr alles aufräumen.《

Die Zugchefin lächelte vielsagend hinter dem Paar her, das den Bahnsteig entlanglief, um den wartenden Zug zwei Bahnsteige weiter zu erreichen.

Außer Atem stiegen sie in den ICE, der sie nach Köln zurückbringen würde. Dem starken Regen waren sie fast entgangen, doch die Haare klebten an ihren Köpfen und Josefine verschwand sofort auf der Toilette, weil die Muschel nicht mehr aufhörte zu sabbern, wie sie sagte. Er solle bitte warten.

Während Xaver anschließend Ausschau hielt nach einem freien Sitzplatz, zog Josefine den Mantel aus und hängte ihn sich über den Arm.

》Hier hätten wir ein ganzes Abteil für uns《, verlautbarte er 》Sag mal ... hast du nicht was vergessen?《

Fragend sah Josefine ihn an und folgte seinem Blick an ihr herab.

》Oh Gott. Ich habe den BH liegen lassen. Sch ...《, stellte sie fest und begann im nächsten Moment zu lachen.

》Die Zugchefin wird sich freuen《, stimmte Xaver mit ein.

Auf dem Weg zurück nach Köln redeten sie offen miteinander über ihre Wünsche und Erwartungen, versprachen sich, sich in Zukunft mehr Zeit zu lassen, sofern sie mehr Zeit benötigten. Xaver stand auf ausgiebiges Kuscheln, was bei Josefine sehr gut ankam, wenn auch eine schnelle Nummer, verbunden mit einer Prise Nervenkitzel wegen der Gefahr des Entdecktwerdens, durchaus seinen Reiz haben konnte.

Am Ausgangspunkt ihrer Reise angekommen, polterten sie in Josefines Wohnung und brachten das zu Ende, was im Zug so sprunghaft begonnen hatte.Wie erwartet, verlor Josefine nicht nur einmal die Kontrolle, ließ sich nach einer ausgiebigen Dusche von den mündlichen Fähigkeiten eines erfahrenen Endvierzigers begeistern und konnte sich am nächsten Morgen kaum noch bewegen. Xaver hingegen kannte jeden Winkel seiner Bettnachbarin und verschwieg seinen ihn in den nächsten Tagen quälenden Muskelkater erfolgreich.

Zunächst behielten beide noch ihre Wohnung, um nichts überstürzen zu müssen, hielten sich dennoch meistens entweder in Bonn oder in Köln auf, weil sie immer weitere gemeinsame Vorlieben entdeckten.

Xaver kochte traumhaft, während Josefine sich lieber bekochen ließ. Im Gegenzug war sie eine Meisterin des Bügelns, weshalb Xaver seine Hemden nicht mehr wegbringen musste, um täglich angemessen auf der Arbeit zu erscheinen. Er putzte das Bad, wenn sie auf der Arbeit war und sie zauberte einen herrlichen Kuchen, wenn er mal über Nacht wegbleiben musste.

Die Profile auf den Dating Portalen löschten sie gemeinsam. Es war die Bestätigung, dass sie gefunden hatten, was sie suchten.

Ihren ersten gemeinsamen Urlaub verbrachten sie in Italien und erwanderten die Berge rund um den Gardasee. Natürlich fuhren sie mit der Deutschen Bahn dorthin und sie waren auf alle Zwischenfälle vorbereitet. ;-)



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