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Physio - Teil 1 (fm:Sex bei der Arbeit, 2062 Wörter)

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Veröffentlicht: Oct 14 2026 Gesehen / Gelesen: 56 / 34 [61%] Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen)
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wieder umdrehte, stand er schon angezogen da, zog sich das T-Shirt über den Kopf, und alles war wieder normal. Er bedankte sich, zahlte, ging. Seitdem bekam sie ihn nicht mehr aus dem Kopf.

Es war dumm. Das wusste sie. Sie war verheiratet. Sie hatte zwei Kinder. Sie hatte eine Praxis, in der sie von dem lebte, was die Leute ihr anvertrauten – ihre Schmerzen, ihre Körper, ihre Verletzlichkeit. Und sie hatte immer die Grenze gehalten. Es hatte genug Männer gegeben, die versucht hatten, sie zu überschreiten. Der eine, der beim Umdrehen „versehentlich“ ihre Hand an seine Erektion gelegt hatte. Der andere, der ihr während der Behandlung erzählt hatte, wie sehr ihn ihre Hände erregten, und dabei so getan hatte, als wäre das ein Kompliment. Der dritte, der nach der Stunde gefragt hatte, ob sie nicht mal privat Zeit hätte. Sie hatte alle höflich, aber bestimmt zurückgewiesen. Manche kamen danach nicht mehr. Andere blieben und benahmen sich von da an korrekt. So funktionierte das. Man blieb professionell, und irgendwann hörten die Versuche auf.

Bei Phil war es anders gewesen. Er hatte nichts gesagt. Hatte nichts getan. Hatte einfach dagelegen mit einem steifen Schwanz in der Unterhose, und Desiree hatte die ganze restliche Stunde damit verbracht, nicht hinzusehen und gleichzeitig nicht aufhören zu können, daran zu denken. Später, als er gegangen war, hatte sie sich auf den Hocker gesetzt und die Hände in den Schoß gelegt. Zwischen ihren Beinen war es feucht gewesen. Nicht viel, aber genug, dass sie es gespürt hatte, als sie die Beine übereinandergeschlagen hatte. Sie hatte sich dafür geschämt. Hatte sich gesagt, dass es nur eine körperliche Reaktion war, nichts weiter. Dass sie seit Monaten keinen anständigen Sex mehr gehabt hatte und dass ihr Körper eben reagierte, wenn er etwas sah, das er lange nicht mehr gesehen hatte.

Markus und sie schliefen noch miteinander. Nicht oft, und wenn, dann meistens schnell und leise, damit die Kinder nichts hörten. Er kam, sie kam manchmal auch, und dann lagen sie nebeneinander und schliefen ein. Es war nicht schlecht. Es war nur… nicht genug. Nicht so, wie es früher gewesen war, als sie noch jünger waren und die Kinder noch nicht da. Damals hatten sie sich Zeit gelassen. Hatten geredet, gelacht, sich ausgezogen, ohne dass einer von ihnen schon müde war. Jetzt war immer irgendetwas dazwischen. Hausaufgaben, Einkäufe, die Praxis, sein Job. Und Desiree hatte sich angewöhnt, nicht mehr nachzufragen, wenn er abends sagte, er sei müde. Sie fragte sich manchmal, ob er es überhaupt noch merkte, dass sie sich etwas anderes wünschte. Oder ob er es merkte und einfach nicht wusste, was er damit anfangen sollte.

Phil war jünger als sie. Nicht viel, vielleicht fünf oder sechs Jahre, aber genug, dass es sich anders anfühlte. Er sah aus wie jemand, der wusste, was er mit seinem Körper machte. Nicht nur im Fitnessstudio, sondern überhaupt. Die Art, wie er sich bewegte, wenn er den Raum betrat. Die Art, wie er sich auszog, ohne Hast, ohne Unsicherheit. Und dann dieses eine Mal, als er einfach dagelegen hatte mit dieser offensichtlichen Erregung, und sie nicht weggeschaut hatte, obwohl sie es hätte tun müssen.

Seitdem kleidete sie sich an den Tagen, an denen er kam, anders. Nicht dramatisch. Nicht so, dass es auffiel, wenn man nicht darauf achtete. Aber sie selbst merkte es. Engere Tops, die ihre Brust deutlicher zeichneten. Leggings statt der weiten Hosen, die sie sonst in der Praxis trug. Einmal hatte sie sogar keinen BH angezogen. Sie hatte sich im Spiegel angeschaut und gedacht: Das ist lächerlich. Du bist eine verheiratete Frau mit zwei Kindern und einer eigenen Praxis. Du ziehst dich nicht für einen Patienten an. Und dann hatte sie den BH wieder angezogen.

Heute Morgen hatte sie es wieder getan. Hatte vor dem Spiegel gestanden und sich das dunkelblaue Oberteil übergezogen, das sie sonst nur privat trug, weil es etwas zu eng war. Die Leggings lagen eng an ihren Hüften. Sie hatte sich umgedreht, den Po angesehen, und gedacht, dass er vielleicht etwas zu groß war, dass die Leggings ihn zu deutlich zeigten und das was sie drunter trug. Dann hatte sie sich gesagt, dass es egal war. Dass er sowieso auf dem Bauch lag und sie von hinten sah, wenn sie an seinen Schultern arbeitete. Dass er vielleicht gar nicht hinschaute.

Aber er schaute.

Das hatte sie in der letzten Sitzung gemerkt. Nicht direkt. Nicht so, dass er den Kopf gehoben hätte. Aber sie hatte gespürt, wie seine Atmung sich veränderte, als sie sich über ihn beugte, um den oberen Nacken zu erreichen. Wie sein Körper sich leicht anspannte, nicht vor Schmerz, sondern vor etwas anderem. Und als sie fertig war und er sich umdrehte, hatte sie für einen kurzen Moment seinen Blick gesehen, bevor er ihn wieder abwandte. Er hatte sie angesehen. Nicht nur ihr Gesicht. Ihren Körper. Und dann hatte er sich das Handtuch, das er sonst um die Hüften legte, etwas fester zugezogen, bevor er sich aufsetzte. Desiree hatte nichts gesagt. Hatte nur gelächelt, so wie sie immer lächelte, wenn eine Stunde zu Ende war, und ihm gesagt, er solle sich Zeit lassen. Dann war sie rausgegangen und hatte in der kleinen Küche gestanden, die Hände auf die Arbeitsplatte gestützt, und tief durchgeatmet. Ihr Herz hatte schnell geschlagen. Zwischen ihren Beinen war es wieder feucht gewesen, stärker als beim letzten Mal. Sie hatte sich gefragt, ob er es gemerkt hatte. Ob er gesehen hatte, wie ihre Brust sich unter dem Oberteil bewegte, als sie sich über ihn beugte. Ob er sich vorgestellt hatte, wie sie sich anfühlte, wenn man sie anfasste.

Sie durfte das nicht denken. Das wusste sie. Aber sie dachte es trotzdem. Jetzt stand sie wieder in der Küche und trank den kalten Kaffee. In ein paar Minuten würde er da sein. Sie würde ihn begrüßen, ihm sagen, er solle sich ausziehen und hinlegen, und dann würde sie ihre Hände auf seinen Rücken legen und arbeiten. Professionell. Genau wie immer. Sie würde nicht hinsehen, wenn sein Schwanz wieder hart wurde. Sie würde nicht länger als nötig an einer Stelle bleiben. Sie würde nicht tiefer atmen, wenn sie spürte, wie warm seine Haut unter ihren Händen war. Sie würde fertig werden, ihn bezahlen lassen, und dann würde er gehen. Und sie würde sich wieder auf den Hocker setzen und versuchen, nicht daran zu denken, wie es sich angefühlt hätte, wenn sie die Hand nicht weggezogen hätte. Wenn sie die Finger unter den Bund seiner Shorts geschoben und ihn angefasst hätte. Wenn er sich umgedreht und sie angesehen hätte, während sie es tat.

Sie stellte die Tasse in die Spüle und ging zurück in den Behandlungsraum. Das Laken war glatt. Die Kissen lagen richtig. Alles war bereit. Desiree setzte sich auf den Hocker, legte die Hände in den Schoß und wartete. Draußen regnete es immer noch. In ihrem Bauch war ein leises, beständiges Ziehen, das sie nicht loswurde, egal wie oft sie sich sagte, dass sie es ignorieren musste.

Sie würde professionell bleiben. Das hatte sie immer getan. Das würde sie auch heute tun.

Aber sie wusste schon jetzt, dass sie später, wenn er gegangen war, wieder hier sitzen und an ihn denken würde. An seine Schultern unter ihren Händen. An den Moment, in dem sie gemerkt hatte, dass er hart war. An die Art, wie er sie angesehen hatte, als er sich umgedreht hatte. Und daran, wie feucht sie geworden war, nur weil sie sich vorgestellt hatte, was passieren würde, wenn sie die Grenze, die sie seit dreizehn Jahren hielt, einmal nicht halten würde.

Sie atmete tief ein und aus. Die Uhr an der Wand zeigte Viertel vor zehn. Noch fünfzehn Minuten. Desiree stand auf, ging zum Fenster und schaute hinaus in den Regen. Ihre Hände lagen flach auf dem Fensterbrett. Sie spürte, wie ihr Herz schlug. Nicht schnell. Aber fest. Und zwischen ihren Beinen war es warm und feucht, und sie wusste, dass es nicht besser werden würde, bis er da war und wieder gegangen war.

Sie würde es aushalten. Genau wie immer.

Aber heute, zum ersten Mal seit langer Zeit, war sie sich nicht mehr ganz sicher, ob sie es wirklich wollte.



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