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Sandra Moll muss sich entscheiden (fm:Sex bei der Arbeit, 2069 Wörter)

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Veröffentlicht: Nov 07 2026 Gesehen / Gelesen: 747 / 569 [76%] Bewertung Geschichte: 9.20 (10 Stimmen)
Die ersten Tage bei Hollmann & Partner sind für Sandra die Hölle. Aber dann wirft ihr Chef einen Blick auf sie und das gefällt ihr durchaus...


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Der erste Tag bei Hollmann & Partner roch nach frisch gedrucktem Papier und Kaffee, der zu lange auf der Warmhalteplatte gestanden hatte. Sandra Moll stand im Flur, die Mappe mit den Einstellungsunterlagen gegen die volle Brust gedrückt, und versuchte, sich klein zu machen. Was ihr mit ihren Kurven nur bedingt gelang. Sie war Anfang zwanzig, mollig, mit schweren Brüsten und einem gewaltigen Po und sie hatte sich fest vorgenommen, hier bloß niemandem aufzufallen.

Nach zwei Wochen kannte sie den Kollegen im dritten Stock, der immer zu laut telefonierte, die Empfangsdame, die jeden mit einem Blick bedachte wie ein Zollhund, und das leise Kribbeln, das sie jedes Mal spürte, wenn das interne Chatfenster aufpoppte und oben der Name ihres Chefs stand.

Eberhard Kessler war Ende fünfzig, ein drahtiger, eher kleiner Mann mit kurz geschorenem Haar und Händen, die immer irgendetwas hielten – einen Stift, eine Tasse, den Türgriff. Er war der Erste gewesen, der sie nicht wie ein Möbelstück behandelt hatte. Schon am zweiten Tag hatte er ihr im Chat geschrieben, sie habe im Meeting eine gute Figur gemacht, und sie habe „heute wirklich bezaubernd ausgesehen, wenn man das mal sagen darf“.

Durfte man das? Sandra wusste, dass es eigentlich nicht vorgesehen war, dass ein Vorgesetzter so etwas schrieb. Dass man das melden konnte, oder sollte, oder irgendwann mal musste. Aber sie hatte nichts gemeldet. Sie hatte zurückgeschrieben, mit einem schüchternen Danke und einem dieser kleinen albernen Smileys, und dann die ganze Nacht darüber nachgedacht.

Die Nachrichten wurden mehr. Sie wurden konkreter. Erst nur Beobachtungen, dann Wünsche. Tragen Sie die Haare doch mal offen, das steht Ihnen. Eine Woche später: Ein Pferdeschwanz wäre auch hübsch, aber nur mit einem lockeren Zug. Dann kam der Rock. Etwas kürzer dürfte er ruhig sein, Ihre Beine können das vertragen. Dann die Bluse, die eine Nummer enger sitzen sollte, und irgendwann: Stiefel. Hohe. Sie würden staunen, wie gut Ihnen das steht.

Sandra staunte. Sie kaufte sich hohe Stiefel, sie kaufte die Blusen eine Nummer enger und merkte, wie sie beim Betreten des Großraumbüros den Blick hob, statt ihn zu senken, weil sie wusste, dass er hinsah.

Auf dem engen Flur zum Kopierer stand er eines Tages im Weg. Er trat nicht zur Seite, als sie vorbeiwollte, und als sie sich an ihm vorbeischob, legte er ihr die Hand an ihre Hüfte und ließ sie, mit einem beiläufigen Nachdruck, über ihren Hintern gleiten, bevor er weiterging, als sei nichts geschehen. Sandra stand vor dem Kopierer und spürte seinen Griff noch brennen. Sie drehte sich um, und weil sie nicht wusste, was sie sonst tun sollte, schenkte sie ihm ein Lächeln. Klein, schüchtern, ein bisschen hilflos.

Nachts lag sie in ihrem Bett, in der Mietwohnung mit dem schrägen Dach, und dachte an diese Hand. Dann dachte sie weiter. Sie stellte sich vor, er fasste sie nicht nur an die Hüfte, sondern drehte sie um, schob sie rückwärts gegen den Kopierer, dass das Papierfach schepperte. Sie stellte sich vor, wie er die Bluse aufriss statt sie aufzuknöpfen, wie seine Finger die Spangen ihres BHs lösten, wie er sagte, sie solle stillhalten, mein Gott, sind Sie gebaut! Sie stellte sich vor, wie er sie einfach über den kleinen Tisch beugte, ohne viel zu reden, wie das ganze Papier herumsegelte, wie er den Rock hochschob und die Hand in ihre Unterwäsche schob, wie er in sie eindrang, hart und ungeduldig, und wie sie mit der flachen Hand auf den Mund das Stöhnen unterdrückte. Sie brauchte dazu nie lange. Sie lag danach im Dunkeln, atemlos, mit klopfendem Herzen, und war sich sehr sicher, dass sie schon ein bisschen verliebt war.

Kessler spürte es, so wie manche Menschen einen Wetterumschwung spüren. Er wusste, wann man einem Menschen etwas anweisen konnte, ohne dass er sich wehrte. Der Chat wurde zum Aufgabenheft: Knöpfen Sie die Bluse mal einen Knopf mehr auf, als anständig ist. Man soll sehen, dass Sie eine Frau sind. Sie tat es, unsicher, und die Blicke der Männer im Büro tasteten sich gierig über ihren Ausschnitt. Dann: Heute bitte kein Höschen unter dem Rock. Und erzählen Sie mir, wie sich das anfühlt. Sandra erfüllte das erst zögerlich, dann gewissenhaft, und es erregte sie mehr, als sie zugeben wollte, allein die Vorstellung, dass nur er es wusste, während sie im Meeting saß. Und dann: Schicken Sie mir ein

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