Ein Spieleabend mit ungeahnten Folgen (fm:Fetisch, 2674 Wörter) [5/5] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TinaWelt | ||
| Veröffentlicht: Jan 24 2026 | Gesehen / Gelesen: 307 / 192 [63%] | Bewertung Teil: 8.50 (6 Stimmen) |
| Kapitel 9 | ||
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"Gerd. Termin für...?" Seine Stimme war ruhig, angenehm.
"Für Leon. Das volle Programm, wie besprochen, Marco", sagte Gerd und schob mich sanft nach vorne.
Marco nickte, stand auf. "Alles klar. Kommt mit durch."
Er führte uns in einen hinteren Raum, der noch steriler wirkte. Eine hell erleuchtete Liege aus gepolstertem Kunstleder stand in der Mitte, daneben ein rollbarer Wagen mit Geräten, Tuben, Folien und Tätowiermaschinen, die wie seltsame metallene Insekten aussahen. Eine große, helle Lampe hing an einem beweglichen Arm darüber.
"So, Leon", sagte Marco und deutete auf die Liege. "Leg dich bitte auf den Bauch. Wir fangen hinten an."
Mein Herz pochte wild gegen meine Rippen, die vom Bustier eingezwängt waren. Ich warf Gerd einen letzten, verzweifelten Blick zu. Er lächelte nur, ein sanftes, bestätigendes Lächeln, und nickte mir zu. Gehorsam, mit dem steifen, unbeholfenen Gang der Stiefel, stöckelte ich zur Liege. Es war eine unglaublich intime, verletzliche Position. Ich legte mich auf den Bauch, mein Gesicht in die gepolsterte Öffnung gesteckt. Meine Arme lagen schlaff neben mir. Der winzige Lederrock rutschte hoch, bot kaum noch Bedeckung für meinen Po. Ich spürte die kühle Luft auf der haarlosen Haut meiner Oberschenkel und meines Gesäßes. Die Stiefelschäfte endeten direkt unter der Rundung meiner Pobacken. Ich war völlig ausgeliefert.
Marco rückte einen Hocker heran. Ich hörte das Klicken von Einwegverpackungen, das leise Surren, als er eine Tätowiermaschine vorbereitete. Dann spürte ich kühle, feuchte Desinfektion auf meiner unteren Rückenpartie, direkt über dem Steißbein.
"Entspann dich so gut es geht", sagte Marcos Stimme ruhig hinter mir. "Das ist ein sensibler Bereich, aber es geht schnell. Du bekommst ein kleines Geweih. Sehr ästhetisch, sehr feminin."
Ein Geweih. Ein Arschgeweih. Das Klischee aller Klischees. Die endgültige Markierung als billige, verfügbare S... Ich presste die Augen geschlossen. Dann spürte ich es: den ersten, vibrierenden Kontakt der Nadel.
Es war kein einzelner Stich. Es war ein anhaltendes, summendes Brennen, als ob jemand eine winzige, elektrische Schlange über meine Haut laufen ließe. Der Schmerz war scharf, aber erträglich, ein konzentriertes, helles Feuer auf einem kleinen Punkt. Ich biss die Zähne zusammen, meine mit Lack überzogenen Nägel gruben sich in die Polsterung der Liege. Marco arbeitete konzentriert, pausierte ab und an, um mit einem feuchten Tuch Blut und überschüssige Farbe wegzuwischen. Ich konnte das Geräusch des Tuches auf meiner Haut hören, das leise Surren der Maschine, mein eigenes, flaches Keuchen.
Nach etwa zwanzig Minuten war es vorbei. Eine letzte kalte Desinfektion, dann das Aufkleben einer durchsichtigen Folie. "So, das wäre erledigt", sagte Marco. "Bleib noch liegen. Komm, Gerd, wir machen das Ohr."
Ich hörte, wie Gerd näher kam. Seine Stimme war ein leises, vertrauliches Flüstern, direkt an Marcos Ohr. Ich konnte die Worte nicht verstehen, nur ein gedämpftes Gemurmel. Dann hörte ich ein Zustimmendes "Ah, verstehe. Sehr... aussagekräftig." Und ein leises, kameradschaftliches Lachen.
Dann wurde meine Liege etwas verstellt. Marco forderte mich auf, den Kopf zur Seite zu legen, so dass mein rechtes Ohr freilag. Ich spürte erneut die kalte Desinfektion, diesmal an der dünnen Haut hinter meinem Ohr, direkt am Übergang zum Haaransatz.
"Das wird etwas komplexer, aber sehr schön", sagte Marco, während er eine frische, feinere Nadel einspannte. "Halte ganz still."
Das Surren setzte wieder ein. Dieser Schmerz war anders, näher am Knorpel, ein knirschendes, unangenehmes Gefühl. Es dauerte länger. Viel länger. Ich lag da, das Gesicht in das Polster gedrückt, und versuchte, nicht an das zu denken, was auf meine Haut gezeichnet wurde. Gerd hatte es geflüstert. Ich würde es nicht sehen können. Nicht ohne Spiegel. Eine quälende Neugier mischte sich in den Schmerz und die Demütigung. Was für ein Bild würde jetzt für immer in meiner Haut verewigt sein?
Nach einer gefühlten Ewigkeit war auch das vorbei. Wieder die Folie, das leichte Brennen. Dann hieß es, ich solle mich aufsetzen. Marco rollte seinen Wagen beiseite und holte einen anderen, der mit glänzenden, sterilen Piercing-Gerätschaften beladen war.
"Jetzt die Piercings", sagte er sachlich. "Bauchnabel, Zunge, beide Brustwarzen, Nasenflügel. Der Reihe nach."
Die nächste Stunde wurde zu einer Abfolge von kurzen, scharfen Schmerzblitzen, jedes Mal begleitet von dem sanften Druck von Nadeln und dem Einsetzen von Schmuck.
Der Bauchnabel zuerst. Ich musste auf dem Rücken liegen. Marco desinfizierte die zarte Haut um meinen Nabel herum, der nun glatt und haarlos war. Ein Kneifen, ein kurzer, brennender Stich, und dann spürte ich das kalte Metall einer kleinen, gewölbten Stange mit einem winzigen, pinkfarbenen Kristall an jedem Ende, die nun durch die Haut über meinem Nabel verlief.
Dann die Zunge. Das war unangenehmer. Ich musste den Mund weit öffnen, die lange, geschmeidige Zunge herausstrecken. Marco fixierte sie mit einer kleinen Klemme. Ein schneller, gezielter Stich durch die Mitte, ein metallischer Geschmack von Blut, und dann das Gefühl einer dicken, glatten Stange aus chirurgischem Stahl, die nun horizontal meine Zunge durchbohrte. Das Sprechen würde eine Weile schwerfallen.
Die Brustwarzen waren intensiv. Durch die dünne Latexschicht des Bustiers hindurch spürte ich, wie Marco den Stoff zur Seite schob, um an die empfindlichen, kleinen Nippel zu gelangen, die von Gerds früherer Behandlung noch leicht geschwollen waren. Zwei schnelle, helle Blitze des Schmerzes, einer rechts, einer links. Als er fertig war, steckten in jeder meiner Brustwarzen ein kurzer, gerader Barbell mit einem kleinen, silbernen Kugelende. Der Druck des Bustiers darauf war sofort spürbar, ein sanftes, konstantes Pochen.
Zuletzt der Nasenflügel. Ein winziger Pieks, und ein feiner, goldener Ring mit einem Miniatur-Herzchen hing plötzlich an der Seite meiner Nase.
Durch alles hindurch saß Gerd auf einem Stuhl in der Ecke und beobachtete. Sein Blick war kein Voyeur-Blick; es war der eines Regisseurs, der zusieht, wie sein Drehbuch in die Tat umgesetzt wird. Ab und zu nickte er zufrieden.
Marco holte einen großen Spiegel. "So. Bevor du das Tattoo hinten siehst... schau dir erstmal das hier an." Er hielt mir den Spiegel so, dass ich mein Gesicht und den oberen Brustbereich sehen konnte.
Ich sah hinein. Und ich erstarrte.
Das geschminkte Gesicht mit den platinblonden Haaren war noch da, aber es war nun übersät mit blinkendem Metall. Der goldene Nasenring glitzerte frech. Die großen, goldenen Creolen an den Ohrläppchen, die kleinen Diamanten darüber. Und dann, hinter meinem Ohr, direkt am Haaransatz, sah ich die oberen Konturen des neuen Tattoos. Zwei filigrane, detaillierte Schmetterlinge in leuchtendem Pink und Türkis. Sie sahen wunderschön aus, lebendig, fast wie gemalt. Aber ihre Positionierung... und was sie taten...
Marco drehte den Spiegel leicht. Und nun sah ich das ganze Bild.
Die beiden Schmetterlinge flogen nicht einfach. Ihre lange, gerollten Rüssel waren ausgestreckt und trafen sich in der Mitte, wo sie einen kleinen, aber deutlich erkennbaren, erigierten Penis leckten. Unter diesem obszönen, verspielten Bild stand, in einer eleganten, geschwungenen Schrift: "Anal Princess".
Es war nicht nur ein Tattoo. Es war ein Schild. Ein Markenname. Ein öffentliches Bekenntnis und eine Einladung zugleich. Die Tränen, die ich die ganze Zeit zurückgehalten hatte, brachen nun unkontrolliert hervor. Sie strömten aus meinen kunstvoll geschminkten Augen, vermischten sich mit Mascara und Lidschatten zu schwarzen, klebrigen Rinnsalen auf meinen Wangen, ruinierten die makellose Maske. Ein leises, schluchzendes Geräusch entrang sich meiner durchbohrten Zunge.
"Das... das ist zu viel", würgte ich hervor, meine Worte waren durch den Zungenpiercing und die Tränen verschwommen. "Ich will das nicht... ich will das nicht auf mir tragen..."
In diesem Moment trat Gerd hinter mich. Seine Hände legten sich auf meine nackten, zitternden Schultern. Er beugte sich vor, sein Mund war dicht an meinem neu gepiercten Ohr. Sein Atem war warm.
"Schau dich an", flüsterte er, und seine Stimme war sanft, aber von einer eisernen Überzeugung erfüllt. "Schau dich wirklich an." Er drehte meinen Körper leicht, so dass ich mich im Spiegel ganz sehen konnte: das zerstörte, aber verführende Make-up, das blonde Haar, die glitzernden Piercings im Gesicht und an der Brust, den glänzenden Bustier, die Metallplatte, die Stiefel. "Du siehst absolut begehrenswert aus. Atemberaubend. Frauen da draußen würden dich für diese Lippen, diese Wimpern, diese Haare beneiden. Und Männer... Männer werden dich begehren. Sie werden dich ansehen und wissen, was du bist. Sie werden bereit sein, dafür zu zahlen. Du bist keine Unsichtbare mehr, Leon. Du bist eine Offenbarung."
Seine Worte waren Gift und Nektar zugleich. Sie bestätigten meine tiefste Angst - dass ich zu einem Objekt gemacht worden war, zu einer Ware - und verliehen dieser Angst gleichzeitig einen perversen, schmeichelhaften Glanz. Begehrenswert. Beneidet. Eine Offenbarung. Ich starrte auf das Weinen-Dämonen-Gesicht im Spiegel, auf die obszöne Verzierung hinter meinem Ohr, und ein Teil von mir, der tiefe, verwundete, nach Anerkennung lechzende Teil, sog diese Worte gierig auf.
Gerd zahlte Marco - ein dicker, unauffälliger Umschlag wechselte die Hände - und dann führte er mich hinaus. Das Tattoo auf meinem Rücken war mit einer Folie abgedeckt, aber ich spürte es bei jeder Bewegung, ein warmes, pulsierendes Brandmal. Die neuen Piercings pochten im Takt meines Herzens. Die Welt draußen war mittlerweile nachmittaglich hell.
Der Spaziergang zurück zu Gerds Loft wurde zu einer völlig anderen Erfahrung als der Morgenspaziergang. Damals war ich eine schamzerfressene, bizarre Erscheinung gewesen. Jetzt war ich... eine Kreation. Eine vollendete Arbeit.
Die Blicke der Leute waren immer noch da, aber sie hatten sich verändert. Frauen, die uns entgegenkamen, warfen mir zweite Blicke zu. Ihr Ausdruck war nicht mehr nur Abscheu oder Verwirrung. Ich sah Neugier. Ich sah ein schnelles, unbewusstes Prüfen meiner Haare, meines Make-ups, meiner Figur. Ich sah, wie die Augen einer jungen Frau an meinem Nasenring hängen blieben, dann an meinen Ohrringen, und einen Hauch von etwas wie neidvoller Bewunderung darin aufblitzen. Sie sah die Ästhetik, die Gerd immer beschwor, auch wenn sie ihren Ursprung nicht verstand.
Die Blicke der Männer waren direkter, unverblümter. Sie schauten nicht weg. Sie musterten mich von Kopf bis Fuß, ihr Blick blieb an den leeren Hügeln des Bustiers hängen, glitt über den winzigen Rock zu den monumentalen Stiefeln. Einige tuschelten, zeigten mit dem Kinn. Ein paar junge Männer in einer Gruppe riefen etwas.
"Heißes Teil!", rief einer.
"Anal Princess, was?", lachte ein anderer und grinste breit, nachdem er das Tattoo an meinem Nacken entdeckt hatte. "Da wäre ich gerne drin!"
Früher hätten solche Rufe mich zerstört. Jetzt, an Gerds Seite, mit seiner Hand fest auf meiner Hüfte, durchdrungen von seinen Worten, fühlten sie sich wie eine seltsame, verdrehte Form von Bestätigung an. Sie sahen mich. Sie begehrten das, was ich geworden war. Es war erniedrigend, aber es war auch Macht. Eine dunkle, perverse Macht.
Gerd ging aufrecht, stolz, als führte er einen preisgekrönten Showhund spazieren. Er reagierte nicht auf die Rufe, aber ein leichtes, zufriedenes Lächeln spielte um seine Lippen.
Als wir schließlich die vertraute Glasfassade seines Wohnblocks erreichten und in die stille, klimatisierte Lobby traten, durchfuhr mich eine Welle extremer Erschöpfung. Die Anspannung des Tages, der Schmerz der Nadelstiche, die emotionale Achterbahnfahrt - alles brach über mich herein. Die Beine in den Stiefeln fühlten sich an wie Blei.
Im Fahrstuhl lehnte ich mich schwer gegen die spiegelnde Wand, mein Atem beschlug das kühle Glas. Gerd musterte mich im Spiegelbild. "Müde, mein Schatz?"
Ich konnte nur nicken, meine Augen fielen fast zu.
"Das ist in Ordnung", sagte er sanft, als die Tür zu seinem Loft aufschwang. "Du hast heute Großes geleistet. Wir sind zu Hause. Jetzt kannst du dich ausruhen."
Er führte mich nicht ins Schlafzimmer, sondern zur großen, schwarzen Ledercouch. Er half mir, mich hinzusetzen - ein mühsames Manöver in den starren Stiefeln. Dann ging er zur Minibar und kam mit einem hohen Glas voller eiskalter, klarer Flüssigkeit zurück. "Wasser. Du musst viel trinken nach den Piercings."
Ich nahm das Glas und trank gierig. Das Wasser war das reinste, erfrischendste Ding, das ich je geschmeckt hatte. Als ich es leer getrunken hatte, stellte Gerd es beiseite. Dann setzte er sich neben mich, sein Gewicht ließ die Couch tief einsinken. Sein Arm legte sich um mich, zog mich an seine Seite. Meine Wange ruhte gegen sein Hemd, ich roch sein Aftershave, sein Leder, ihn.
"Siehst du?", murmelte er, und seine Hand strich sanft über mein platinblondes Haar. "Alles hat seinen Sinn. Alles hat seinen Platz. Du bist wunderschön."
In der Stille des Lofts, mit dem pochenden Echo der Nadeln in meinem Fleisch und den fremden Worten "Anal Princess", die für immer in meinen Nacken gebrannt waren, schloss ich die Augen. Die Erschöpfung war so tief, dass sie alle Gedanken, alle Ängste, alle Widerstände verschlang.
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