(M)Ein Spanner - fürs Leben? (fm:Exhibitionismus, 15374 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Mr_Empire | ||
| Veröffentlicht: Mar 08 2026 | Gesehen / Gelesen: 1111 / 749 [67%] | Bewertung Teil: 9.50 (12 Stimmen) |
| Part 3 *Mateo – Der Spanner* | ||
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Part 3 *Mateo – Der Spanner*
Das erste Bewusstsein nach dem langen Schlaf ist ein dumpfes, erschöpftes Erwachen. Mein Körper liegt schwer auf der Matratze, als hätte sich über Nacht eine unsichtbare Schwere auf mich gelegt – selbst die Decke scheint zu drücken, das Kissen unter meinem Kopf ist feucht von nächtlichem Schwitzen. Das Licht, das durch die Lamellen der Jalousie schleicht, malt blasse Streifen auf meine Haut, kühl und beinahe tastend. Ich höre das leise Summen des Kühlschranks, das Ticken der Uhr an der Wand – alles scheint weiterzumachen, als wäre nichts geschehen.
„Ist das wirklich passiert gestern Abend?“, frage ich mich, während mein Herz schneller schlägt und meine Gedanken wie aufgeschreckte Vögel umherflattern. Das Prickeln von Scham breitet sich in mir aus, kribbelt bis in die Fingerspitzen. Mit einem leisen, unsicheren Flüstern an mich selbst: „Wie konnte ich nur vergessen, die Jalousie runterzulassen?“ Zögerlich öffne ich die Augen, lasse das diffuse Licht auf mich wirken. Erleichterung durchströmt mich, als ich feststelle: Die Jalousie ist fast geschlossen. Das Zimmer wirkt dadurch gedämpft, geschützt vor neugierigen Blicken – und doch rast mein Herz, als wäre jeder Schatten im Raum ein Zeuge meiner Blöße.
Ich zwinge mich, aufzustehen. Die Holzbohlen knarren unter meinen Füßen, ein dumpfer Laut, der mich an die Wirklichkeit bindet. Meine Hände sind feucht, während ich die Jalousie betrachte. Der Gedanke, sie ganz hochzuziehen, lässt meine Haut heiß werden.
Meine Gedanken taumeln zurück zu gestern Nacht. Die Szene läuft erneut in meinem inneren Kino ab, gestochen scharf und schmerzhaft deutlich. Ich klammere mich an die Hoffnung, dass alles vielleicht nur Einbildung war, flüstere mir zu: „Möglicherweise war alles harmlos, ein Hirngespinst.“ Doch je länger ich nach Beweisen für meine Unschuld suche, desto tiefer gräbt sich das Gefühl, dass meine Fantasie mir keinen Streich gespielt hat. Die Unsicherheit wächst wie ein Schatten, der sich lautlos in jede Ecke meines Bewusstseins schiebt.
Ich höre meinen Atem, spüre das pochende Blut in meinen Schläfen. „Vielleicht ist es gar nicht so schlimm“, versuche ich mich zu beruhigen. Doch das Echo meines inneren Zweifels übertönt alles.
Wie ein Geist löse ich mich aus meinem Körper, schwebe langsam zum Fenster. Mein Ich liegt noch immer mit geschlossenen Augen auf dem Bett, doch ich sehe mich klar und deutlich: Meine Hand bewegt sich unter dem Stoff meines Slips – jede Gier, jeder Impuls ist entblößt. Ein Schauer kriecht mir über den Rücken. Das Licht fällt in schmalen Streifen auf das zerknüllte Laken. Die Stille im Zimmer ist greifbar, sie wird nur von meinem eigenen, ruhigen Atem und dem gelegentlichen Knarren der Dielen unterbrochen.
Ich zwinge mich, den Blick abzuwenden und hinauszuschauen. Erst jetzt, im Zwielicht, wird mir mit erschreckender Klarheit bewusst, dass das Fenster gegenüber im ersten Stock liegt, während meine Wohnung doch im Erdgeschoss ist. Mein Bett steht außerdem so, dass ich – sobald ich nackt und mit geöffneten Beinen ein wenig schräg darin liege, und das Licht auf meine Haut fällt – mich jedem Beobachter fast schon präsentiere. Daran habe ich beim Entscheiden, wo das Bett stehen soll, ehrlich gesagt überhaupt nicht gedacht. Es ist, als würde die Umgebung, die ich als sicher empfand, plötzlich alles preisgeben.
Die Szene ist noch frisch in meinem Kopf. Mein Blick bleibt an dem dunklen Fenster gegenüber haften. Angespannt warte ich darauf, etwas zu erkennen, und wünsche mir zugleich, nichts zu sehen – als könnte mich das von meiner eigenen Scham befreien. Dann blitzt dort ein kaum wahrnehmbarer Lichtreflex auf. Wie ein Schlag trifft mich Wut, heiß und unkontrollierbar, flammt sie in mir auf. Sie richtet sich gegen diesen verdammten Spanner, aber ebenso gegen mich selbst.
War ich es letztlich nicht, die ihn eingeladen hat, mich so zu sehen? Die Frage bleibt stehen, brennt in meiner Brust, bohrt sich tiefer als jeder Blick von außen. Einen Moment verharre ich in diesem Gedanken, lasse ihn sich ausdehnen, bevor ich weitergehe.
Mein eigenes leises Stöhnen dringt an mein Ohr – ein erschreckend intimer Klang, der sich mit dem dumpfen Ticken der Uhr vermischt. Scham
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