Wir suchen Geschichten! Hast du eine Geschichte geschrieben? Bitte hier einsenden! Danke schön!

Morgendämmerung der Begierde (fm:Ehebruch, 14993 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

Autor:
Veröffentlicht: Mar 27 2026 Gesehen / Gelesen: 877 / 781 [89%] Bewertung Teil: 9.00 (6 Stimmen)
Tyra bereitet sich auf ein Vorstellungsgespräch vor, während Marcel zur Arbeit geht. Doch die Anwesenheit von Mustaf und die Erinnerung an einen Alptraum, in dem sie sich selbst berührt, während er sie filmt, schaffen eine angespannte AAtmosphäre.

[ Werbung: ]
mydirtyhobby
My Dirty Hobby: das soziale Netzwerk für Erwachsene


Breite der Text unten anpassen: (braucht 'cookies')
[ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ]

© Mr.big Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

Ihr Gesicht ist noch leicht gerötet vom Schlaf, die Lippen voll und leicht geöffnet. Die welligen blonden Haare fallen ihr wild über die Schultern, und sie streicht sie mit einer automatischen Bewegung zurück. Ihre Augen – dieses intensive Blau, das Männer immer wieder fasziniert – wirken heute irgendwie dunkler, als würden sie ein Geheimnis bergen. Sie beugt sich näher zum Spiegel, untersucht ihr Gesicht auf Spuren der schlaflosen Nacht. Nichts, stellt sie zufrieden fest. Keine dunklen Ringe. Keine Müdigkeit. Nur diese seltsame Anspannung in den Schultern, dieses Zittern in den Fingerspitzen, wenn sie an Mustafa denkt.

Das Wasser ist jetzt warm. Sie greift nach der Duschgel-Flasche, drückt eine großzügige Portion in ihre Handfläche und beginnt, sich einzuseifen. Ihre Hände gleiten über ihre Haut, erst über die Arme, dann die Schultern, die Seiten. Sie schließt die Augen, als ihre Finger über ihre Brüste streifen, die schwer und empfindsam sind. Nicht jetzt, warnt sie sich selbst, aber ihr Körper gehorcht nicht ganz. Die Erinnerung an die letzte Nacht – an ihre eigenen Hände, an Mustafas Stimme, die ihr befiehlt, sich zu berühren – lässt ihre Atmung schneller werden.

Sie beißt sich auf die Unterlippe, zwingt sich, weiterzumachen. Die Seife schäumt zwischen ihren Beinen, und sie wäscht sich schnell, fast grob, als könnte sie die Erinnerungen wegschrubben. Dann spült sie sich ab, dreht das Wasser ab und greift nach dem Handtuch. Sie trocknet sich ab, ohne sich Zeit zu lassen, ohne sich zu verwöhnen, wie sie es normalerweise tun würde. Heute ist kein Tag für Verführung. Heute ist ein Tag für Stärke.

Sie zieht den String an, spürt, wie der dünne Stoff sich zwischen ihre Pobacken schmiegt, wie er sie fast nackt lässt. Dann die Leggings, die sich wie eine zweite Haut an ihre Beine schmiegt, jeden Muskel, jede Kurve betont. Zum Schluss das Top. Es ist so kurz, dass ihr Bauchnabel frei bleibt, die Unterseite ihrer Brüste nur knapp bedeckt. Sie dreht sich vor dem Spiegel, betrachtet sich von allen Seiten. Ja. Das reicht.

In der Küche duftet es nach frischem Kaffee und geröstetem Brot. Marcel steht am Herd, ein Pfannkuchen wendet sich in der Luft, bevor er geschmeidig in der Pfanne landet. Er trägt seine übliche graue Latzhose, die an den Knien bereits ausgefranst ist, und ein altes, verwaschenes T-Shirt, das sich an seine muskulösen Arme schmiegt. Sein Haar steht in alle Richtungen ab, und der leichte Bartschatten verleiht ihm diesen rauen Charme, den sie so an ihm liebt.

Er dreht sich um, als er ihre Schritte hört, und ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. „Da bist du ja“, sagt er, und seine Stimme ist warm, ein wenig heiser vom Schlaf. „Ich dachte schon, du schläfst den Morgen.“

„Fast“, antwortet sie und geht zu ihm, spürt, wie seine Augen über ihren Körper gleiten, wie sie an ihren Brüsten hängen bleiben, an den engen Stoff der Leggings. Sie genießt es. Sie genießt es immer, wenn er sie so ansieht, als wäre sie das Einzige, was zählt. Heute allerdings ist da noch etwas anderes – eine leichte Unsicherheit in seinem Blick, als würde er sich fragen, ob er sie wirklich kennt.

Er stellt die Pfanne zur Seite, wischt sich die Hände an der Hose ab und zieht sie zu sich heran. Seine Hände legen sich auf ihre Hüften, fest, besitzergreifend, und dann küsst er sie. Es ist kein sanfter Guten-Morgen-Kuss, sondern etwas Heißeres, Dringlicheres. Seine Zunge dringt in ihren Mund ein, fordernd, und sie spürt, wie sein Körper gegen ihren presst, wie seine Erregung gegen ihren Bauch drückt. Ein Schauer läuft ihr den Rücken hinunter.

„Guten Morgen, Schatz“, murmelt er gegen ihre Lippen, als er sie endlich loslässt. Seine Hände gleiten über ihren Po, drücken sie fester an sich. „Du siehst… unglaublich aus.“

„Danke“, flüstert sie, atemlos. Ihre Finger krallen sich in sein T-Shirt, und für einen Moment überlegt sie, ob sie ihn hier und jetzt nehmen soll, auf dem Küchentisch, mit dem Risiko, dass jemand sie hört. Aber dann erinnert sie sich. Das Vorstellungsgespräch. Mustafa. Die Kamera. Sie lässt ihn los, atmet tief durch. „Ich sollte… Kaffee trinken.“

Marcel runzelt leicht die Stirn, als würde er ihre plötzliche Distanz nicht verstehen, aber er lässt sie los. „Hier“, sagt er und reicht ihr eine dampfende Tasse. „Schwarz, zwei Zucker, wie du es magst.“

Sie nimmt die Tasse, spürt die Wärme in ihren Händen, und setzt sich an den kleinen Küchentisch, den er bereits gedeckt hat. Zwei Teller, Besteck, eine Schüssel mit Obst, eine Platte mit den Pfannkuchen, die er gerade gemacht hat. Es ist so… normal. So vertraut. Und doch fühlt es sich heute anders an, als würde alles unter einer unsichtbaren Spannung stehen.

Marcel setzt sich ihr gegenüber, gießt sich selbst eine Tasse Kaffee ein und nimmt einen großen Schluck. „Also“, sagt er und lehnt sich zurück, „wie hast du geschlafen?“

Tyra zögert. Die Frage ist so einfach, so harmlos, aber die Wahrheit wäre alles andere als das. Ich habe von Mustafa geträumt. Ich habe mich selbst berührt und seinen Namen geflüstert, während er mich gefilmt hat. Ich bin schweißgebadet aufgewacht, und mein Körper hat nach mehr geschrien. Stattdessen zuckt sie mit den Schultern, nimmt einen Schluck Kaffee und lügt. „Nicht so gut. Wahrscheinlich liegt es an der neuen Wohnung. Ich bin es nicht gewohnt, in so einer… lebhaften Gegend zu schlafen.“

Marcel nickt verständnisvoll. „Ja, das kann ich mir vorstellen. Die ersten Nächte sind immer komisch.“ Er greift nach einem Pfannkuchen, legt ihn auf ihren Teller und reicht ihr dieAhornsirupflasche. „Iss was. Dann geht’s dir gleich besser.“

Sie nimmt den Pfannkuchen, schneidet ein Stück ab und führt es zum Mund. Der Geschmack ist süß, vertraut, aber sie schmeckt kaum etwas. Ihr Magen ist wie zugeschnürt. „Danke“, murmelt sie.

Eine Weile essen sie schweigend. Marcel scheint in Gedanken versunken, vielleicht denkt er an die Arbeit, an die Rechnungen, die noch bezahlt werden müssen, an die neue Stelle, die er heute antreten wird. Tyra starrt auf ihren Teller, die Gabel in der Hand, und versucht, ihre Gedanken zu ordnen. Konzentrier dich. Heute geht es um die Stelle. Um deine Zukunft. Nicht um Mustafa. Nicht um das, was gestern passiert ist.

„Schatz“, sagt Marcel plötzlich und legt seine Gabel weg. „Viel Glück heute bei deinem Vorstellungsgespräch.“

Sie blickt auf. Sein Blick ist ernst, fast besorgt. „Danke“, antwortet sie und versucht zu lächeln. „Mal sehen, wie der Chef so drauf ist.“

„Herr Aksakal?“ Marcel zuckt mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ichkenn den nur vom Hören-Sagen. Aber Mustafa sagt, der ist fair. Ein bisschen streng, aber wenn man seine Arbeit macht, gibt’s keine Probleme.“

Tyra beißt sich auf die Unterlippe. „Vielleicht hilft es ja, dass Mustafa mich kennt. Immerhin ist der Chef sein Onkel.“

Marcel runzelt die Stirn. „Hm. Kann sein. Aber pass auf, dass der kleine Scheißer dich nicht in irgendwas reinreitet. Der hat ’ne große Klappe, aber nicht viel im Kopf.“

Tyra spürt, wie sich ihr Magen zusammenzieht. „Marcel…“

„Was?“

„Mustafa ist…“ Sie zögert, sucht nach den richtigen Worten. „Der ist nicht nur ein Kind. Der guckt mich an, als… als wüsste er genau, wie man eine Frau verführt.“

Marcel starrt sie an, dann lacht er plötzlich, ein kurzes, scharfes Geräusch. „Ach, Schatz, der ist gerade mal 18! Der hat zu viel Testosteron und zu wenig Hirn. Der denkt, er ist der König der Welt, nur weil er ’nen Schwanz hat, der härter wird als ’n Besenstiel.“

Tyra spürt, wie Hitze in ihre Wangen steigt. „Das ist nicht witzig.“

„Doch, ist es.“ Marcel beugt sich vor, nimmt ihre Hand. „Hör mal, ich kenn die Sorte. Die labern groß, aber wenn’s drauf ankommt, piepen die wie ’n junges Küken. Du lässt dich doch nicht von so ’nem Bengel beeindrucken, oder?“

Sie zieht ihre Hand zurück, nur ein wenig, aber genug, dass er es bemerkt. „Nein, natürlich nicht. Aber der Typ ist… anders. Selbstsicher. Als hätte er schon alles gesehen.“

Marcel seufzt, lehnt sich zurück. „Okay, vielleicht hat er ’was drauf. Aber du bist keine 16 mehr, Tyra. Du bist eine verheiratete Frau. Und du bist verdammt viel schlauer als so ’n Kindskopf.“ Er nimmt einen Schluck Kaffee, mustert sie über den Rand der Tasse. „Oder?“

Tyra beißt sich auf die Innenseite der Wange. Oder? Die Frage hängt zwischen ihnen, unerwidert. Sie könnte ihm jetzt alles erzählen. Von der Wette. Von dem Balkon. Von der Kamera. Von dem Traum. Aber die Worte bleiben ihr im Hals stecken. Stattdessen nickt sie nur. „Natürlich.“

Marcel scheint nicht ganz überzeugt, aber er lässt es gut sein. „Gut. Dann ist ja alles klar.“ Er schaut auf die Uhr an der Wand. „Scheiße, ich muss los. Mein erster Tag in der neuen Werkstatt.“ Er steht auf, sammelt die Teller und trägt sie zum Spülbecken.

Tyra steht ebenfalls auf, geht zu ihm und schlingt die Arme um seine Taille. „Viel Glück heute“, flüstert sie und drückt sich an ihn.

Er dreht sich um, küsst sie auf die Stirn. „Danke. Und du – zeig dem alten Aksakal, was dudraufhast. Die Stelle ist so gut wie dein.“ Ein letzter, fester Kuss auf ihre Lippen, dann lässt er sie los. „Ich ruf dich nachher an, ja?“

„Ja“, sagt sie. „Pass auf dich auf.“

Er wirft ihr noch einen Blick zu, dann geht er zur Tür. Sie hört, wie er seine Lederjacke vom Haken nimmt, die Schlüssel sucht, die Tür öffnet. „Bis später, Schatz“, ruft er.

Die Wohnungstür fällt mit einem dumpfen Klack ins Schloss, als Marcel den Flur betritt. Der Geruch von frischem Kaffee und Tyras Parfüm hängt noch in der Luft, vermischt mit dem leichten Schweiß, der sich auf seiner Haut abzeichnet, seit er sie vor wenigen Minuten geküsst hat. Er geht die Treppe hinunter – drei Stockwerke, kein Aufzug. Die Stufen knarren unter seinen Schritten, ein vertrautes Geräusch.

Er hat kaum die erste Treppe genommen, als sich eine Tür in der zweiten Etage öffnet. Eine Frau tritt heraus, einen übervollen Wäschekorb auf der Hüfte balancierend. Ihr schwarzes Haar fällt in einer lockeren Tolle über die Stirn, ein paar Strähnen kleben an ihrer leicht geröteten Wange – wahrscheinlich von der Anstrengung, die schwere Last zu tragen. Sie trägt ein enges, weißes Tanktop, das ihre vollen Brüste betont, und kurze Jeansshorts, die ihre schlanken, aber muskulösen Beine freilegen. Ein kleines Muttermal ziert ihre linke Wange, direkt über dem Kieferknochen, und als sie den Kopf hebt, blitzen ihre blauen Augen auf, klar wie Glas.

„Guten Morgen“, sagt Marcel und bleibt stehen, um sie vorbeizulassen. Seine Stimme ist rau, noch vom Schlaf und dem Kaffee, den er hastig hinuntergestürzt hat.

Die Frau lächelt, ein warmes, offenes Lächeln, das ihre Zähne leicht entblößt. „Guten Morgen“, antwortet sie, während sie den Korb auf ihrer Hüfte neu justiert. „Du musst einer der neuen Mieter sein. Ich hab dich noch nicht gesehen.“ Ihr Blick gleitet kurz über seine Statur, bleibt einen Moment an seinen Händen hängen – die Narbe an der linken ist heute besonders sichtbar, rot und leicht aufgequollen von der Arbeit gestern. „Ich bin Lea.“

„Freut mich“, sagt Marcel und streckt ihr die Hand entgegen. „Marcel.“

Ihre Finger sind warm, fast ein wenig feucht, als sie seinen Händedruck erwidert. „Wohnst du im vierten Stock? Mit der blonden Frau?“ Ihre Stimme hat einen leichten, melodischen Klang, als würde sie oft lachen.

Marcel nickt. „Ja, genau. Mit Tyra.“

„Ah, die mit den…“ Lea macht eine vage Geste vor ihrer eigenen Brust, als würde sie nach dem richtigen Wort suchen, „…beeindruckenden Kurven.“ Sie kichert, und das Geräusch hallt in dem engen Treppenhaus wider. „Die wird hier bestimmt bald der Star des Hauses sein. Die Jungs können ihre Augen nicht von ihr lassen.“

Marcel zuckt mit den Schultern, aber innerlich zieht sich etwas zusammen. Typisch. Er kennt diesen Blick, diese Art von Kommentar. Tyra zieht ihn an wie ein Magnet, und er hasst es, wenn andere Männer sie anstarren – auch wenn er selbst heimlich davon fantasiert, sie mit anderen zu teilen. „Sie ist… besonders“, sagt er vorsichtig.

Lea grinst. „Das ist sie bestimmt.“ Sie dreht sich leicht, um den Korb besser zu greifen, und dabei spannt sich das Tanktop über ihren Brüsten, die sich unter dem dünnen Stoff abzeichnen. Marcel bemerkt es, kann nicht anders. Kein BH, denkt er. Typisch diese Frauen. Tragen nichts unter ihren Klamotten, nur um die Männer verrückt zu machen.

„Wo gehst du hin?“, fragt sie, während sie die Treppe hinuntersteigen. Ihre Schritte sind leicht, fast tänzerisch, als würde sie die Stufen kaum berühren.

„Zur Arbeit. Kfz-Werkstatt.“ Er deutet mit dem Daumen über die Schulter. „Und du? Wäsche waschen?“

„Genau.“ Sie seufzt theatralisch. „Der Berg wird nicht weniger. Zwei Kinder, ein Mann, der ständig seine Arbeitskluft verschmutzt…“ Sie rollt mit den Augen, aber es wirkt nicht wirklich genervt. Eher so, als würde sie die Situation genießen – oder zumindest die Aufmerksamkeit, die sie damit bekommt.

Marcel lacht leise. „Klingt, als hättest du alle Hände voll zu tun.“

„Oh, das habe ich.“ Sie wirft ihm einen Seitenblick zu, und für einen Moment glaubt er, ein Funkeln in ihren Augen zu sehen – etwas, das über bloße Freundlichkeit hinausgeht. Flirtet sie mit mir? Die Idee ist absurd, aber auch… aufregend. „Aber es macht Spaß. Meistens.“

Sie erreichen das Erdgeschoss. Die Luft hier ist kühler, feucht vom Kelleraufgang, der direkt neben der Haustür liegt. Lea bleibt stehen und stellt den Korb ab, um die Hände zu entlasten. „Also, Marcel“, sagt sie und dreht sich zu ihm um, „wenn du mal Hilfe brauchst – sei es mit der Waschmaschine oder… anderen Dingen – ich wohne in der zweiten Etage. Tür mit dem blauen Namensschild.“

„Danke“, sagt er. „Ich merk’s mir.“

Sie lächelt noch einmal, dann hebt sie den Korb wieder auf und geht Richtung Kellertür. „Viel Spaß bei der Arbeit!“

„Dir auch.“ Er sieht ihr nach, wie ihr Po sich unter den Shorts anspannt, als sie die Tür aufstößt und die Treppe hinuntergeht. Verdammt. Er atmet tief durch, versucht, den Gedanken zu vertreiben. Tyra würde mich umbringen, wenn sie wüsste, dass ich gerade einer anderen Frau hinterherglotze.

Doch dann öffnet sich die Tür zu Mustafas Wohnung.

Der junge Türke tritt heraus, seine Lederjacke halb offen, die engen Jeans betonen jeden Muskel in seinen Beinen. Sein Blick fällt sofort auf Lea, die gerade die Kellertreppe hinabsteigt. Ein langsames, fast raubtierhaftes Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus. „Lea“, ruft er, seine Stimme tief und rauchig. „Warte mal.“

Lea bleibt stehen, dreht sich um. „Mustafa? Was ist?“

„Ich komm mit.“ Er schlendert auf sie zu, die Hände in den Taschen, aber sein Blick ist alles andere als lässig. Es ist ein Blick, der besitzt. Marcel kennt diesen Blick. Er hat ihn selbst schon oft genug in den Pornos gesehen, die er heimlich schaut – dieser Moment, in dem der Typ die Frau nimmt, ohne zu fragen.

Was zum Teufel will der von ihr?, denkt Marcel. Sein Magen zieht sich zusammen, aber nicht aus Eifersucht. Sondern aus… Neugier. Aus dieser Geilheit, die er seit Jahren in sich trägt, seit er zum ersten Mal eines dieser Hefte in die Hände bekam – Ehefrauen, die fremdgehen, während ihre Männer nichts ahnen.

Lea lacht, aber es klingt gezwungen. „Mustafa, ich hab keine Zeit für deine Spiele. Ich muss Wäsche waschen.“

„Kein Problem.“ Er erreicht sie, legt eine Hand auf ihren Arm – nicht grob, aber bestimmt. „Ich helf dir.“

Sie zögert, wirft einen Blick zur Haustür, als würde sie überlegen, ob sie fliehen soll. Doch dann nickt sie, als hätte sie sich entschieden. „Na gut. Aber nur, wenn du dich benimmst.“

Mustafa grinst. „Immer.“

Sie verschwinden gemeinsam in der Kellertreppe. Die Tür fällt hinter ihnen zu.

Marcel steht da, die Hände zu Fäusten geballt. Sein Herz schlägt schneller. Das kann nicht sein. Die ist verheiratet. Der Typ ist ein Arsch. Aber gleichzeitig… Was, wenn…?

Er sollte gehen. Zur Arbeit. Der Transporter steht draußen, die Schlüssel in seiner Tasche. Aber seine Füße bewegen sich nicht.

Stattdessen dreht er sich um und schlüpft durch die Seitentür, die in die schmale Gasse zwischen den Häusern führt. Der Boden ist uneben, übersät mit Glasscherben und alten Zigarettenstummeln. Der Geruch von Müll und feuchtem Beton steigt ihm in die Nase. Er kennt diesen Weg – hier parken einige Mieter ihre Fahrräder, und manchmal, wenn die Jugendlichen aus dem Block hier rumhängen, riecht es nach Gras und billigem Bier.

Sein Ziel ist das Kellerfenster.

Es ist nicht schwer zu finden – ein kleines, vergittertes Rechteck, das auf Brusthöhe in die Wand eingelassen ist. Das Licht darin flackert, als würde sich jemand bewegen. Marcel drückt sich gegen die Wand, atmet flach. Dann beugt er sich vor und späht durch den schmalen Spalt zwischen den Gittern.

Was er sieht, lässt seinen Atem stocken.

Drinnen ist es dunkel, nur das schwache Licht einer nackten Glühbirne wirft gelbliche Schatten an die Betonwände. Die Waschmaschine brummt leise. Und dann sieht er sie.

Lea.

Ihr Top liegt auf dem Boden, ihr BH – falls sie überhaupt einen getragen hat – ist nirgends zu sehen. Sie kniet vor Mustafa, die Hände auf seinen Oberschenkeln, während ihr Mund sich um etwas Enormes schließt. „Fuck“, denkt Marcel. „Fuck, fuck, fuck.“

Mustafas Schwanz ist nicht nur groß – er ist monströs. Dick wie ein verdammtes Bierglas, lang wie Marcel’s Unterarm, die Adern pulsieren unter der dunklen Haut. Lea stöhnt um den Schaft, ihre Wangen hohlen sich aus, als sie versucht, mehr von ihm aufzunehmen. Speichel glänzt auf ihren Lippen, tropft auf den Boden.

„Schön tief, Schlampe“, sagtMustafa, die Stimme rau, aber kontrolliert. „Dein Mann würde dich so nicht erkennen.“

Lea stöhnt wieder, ihre Finger krallen sich in seine Jeans. „Mmmh…“ Sie zieht sich zurück, lässt den Schwanz mit einem nassen Plopp aus ihrem Mund gleiten. „Der soll mich gar nicht erkennen.“ Ihre Stimme ist heiser, atemlos. „Der soll denken, ich bin seine brave Ehefrau…“ Sie leckt über die Eichel, ihre Zunge fährt um den Rand. „…während ich hier deinen Schwanz lutsche wie die Hure, die ich bin.“

Mustafa packt ihr Haar, zieht ihren Kopf zurück. „Und was bist du noch, Lea?“

„Deine Nutte“, keucht sie.

Marcel spürt, wie sein eigener Schwanz in der Hose zuckt, hart wie Stahl. „Scheiße. Scheiße, scheiße.“ Seine Hand gleitet in die Hose, umklammert seinen Schaft, beginnt automatisch zu wichsen. „Genau wie in den Heften. Genau wie in den Pornos.“ Ehefrauen, die fremd ficken. Verheiratete Frauen, die sich von solchen Typen ficken lassen, was ihre eigenen Männer ihnen nicht geben können.

Und Tyra…

Der Gedanke an seine eigene Frau lässt ihn noch härter werden. „Würde sie…? Nein. Nein.“ Aber seine Hand bewegt sich schneller, sein Atem geht stoßweise, als Lea sich wieder über Mustafa beugt, ihre Lippen um den Schaft pressen, bis ihre Nase seine Haut berührt. „Deepthroat. Die Schlampe kann deepthroaten und das bei dem fetten Schwanz.“

„Gut so“, knurrt Mustafa und stößt seine Hüften vor, sein Schwanz verschwindet fast vollständig in ihrem Rachen. „Jetzt schluckst du wie eine brave Nutte, ja?“

Lea würgt, aber sie zieht sich nicht zurück. Stattdessen greift sie nach seinen Eiern, massiert sie, während Tränen aus ihren Augenwinkeln laufen. „Mmmh–!“ Ein ersticktes Stöhnen.

Marcel stöhnt leise mit ihr, seine Eichel ist schon feucht, sein Daumen verteilt das Vorsperma über die Spitze. „Verdammt, ich will das. Ich will sie. Ich will–“

Plötzlich – ein Geräusch.

Ein leises Klicken. Dann Schritte.

Marcel erstarrt, sein Herzschlag dröhnt in seinen Ohren. „Was zum…?“

Die Kellertür öffnet sich einen Spalt.

Und dann sieht er sie.

Tyra.

Seine Frau.

Sie steht da, die Hand auf der Türklinke, die Augen weit aufgerissen. Ihr Blick fällt direkt auf Lea – auf den nackten Oberkörper, die kniende Haltung, den riesigen Schwanz, der in ihrem Mund verschwindet. „Fuck“, denkt Marcel. „Fuck, fuck, fuck.“

Tyra bewegt sich nicht. Ihre Brust hebt und senkt sich schnell, ihre Lippen sind leicht geöffnet. „Das…“ „Das ist…“ Ihre Finger krallen sich in den Türrahmen.

Mustafa hat sie noch nicht bemerkt. Er packt Leas Haar fester, fickt ihren Mund in kurzen, harten Stößen. „So ist’s brav, du deutsche Hausfrauen-Schlampe. Lutsch meinen türkischen Schwanz, während dein Mann denkt, du wäschst nur seine dreckigen Socken.“

Lea stöhnt, ihr Körper zuckt bei jedem Stoß.

Tyra beißt sich auf die Unterlippe. So hart, dass Marcel sieht, wie sich ihr Lippenstift in die Haut drückt.

Dann – langsam, als würde sie von einer unsichtbaren Schnur gezogen – gleiten ihre Hände über ihren eigenen Körper. Ihre Finger ziehen das enge Top nach oben, befreien ihre Brüste. „Oh Scheiße“, denkt Marcel, sein Schwanz zuckt in seiner Hand. „Oh heiligeScheiße.“

Tyra knetet ihre eigenen Titten, die Nippel hart wie Kieselsteine unter ihren Fingerspitzen. Ihr Atem geht in kurzen, keuchenden Stößen. „Das…“ „Das ist…“ Ihre andere Hand gleitet nach unten, verschwindet unter dem Bund ihrer Leggings.

„Lea.“ Mustafa’s Stimme ist ein dunkles Knurren. „Gut, dass dein Alter endlich auf Schicht ist. Ich hab dich schon vermisst.“

Lea lässt seinen Schwanz aus ihrem Mund gleiten, ein Faden Speichel verbindet ihre Lippen mit der Eichel. „Ich dich auch.“ Ihre Stimme ist rau, fast ein Flüstern. Dann steht sie auf, dreht sich um – und zieht ihre Shortsnach unten.

Marcel hält den Atem an.

Kein Slip. Natürlich kein verdammter Slip.

Lea beugt sich über die Waschmaschine, ihr Arsch – rund, fest, mit einem kleinen Tattoo direkt über der Pospalte – präsentiert sich Mustafa wie eine Einladung. „Jetzt fick mich, bevor jemand kommt.“

Mustafa lacht, ein tiefes, triumphierendes Geräusch. „Wer sollte schon kommen, Schlampe? Dein Mann ist auf Arbeit. Und die anderen schlafen noch.“

Tyra atmet schnell. Ungleichmäßig. Ihre Finger bewegen sich schneller in ihrer Möse, ein nasses, schmatzendes Geräusch füllt die Stille.

Marcel spürt, wie sein eigener Schwanz fast explodiert. „Scheiße. Scheiße.“ Seine Hand bewegt sich schneller, sein Atem geht in kurzen, keuchenden Stößen. „Ich sollte…“ „Ich muss…“ „Aber das…“

Mustafa dringt in Lea ein.

Ein langer, langsamer Stoß, der ihren Körper nach vorne drückt, bis ihre Titten gegen die Waschmaschine gepresst werden. „Ahhh–!“ Ihr Stöhnen ist laut, unkontrolliert, das Geräusch von Fleisch auf Fleisch echo durch den Raum.

Tyra keucht. Ihre freie Hand greift nach ihrer Brust, kneift in die Nippel, hart. „Oh Gott…“ Ihre Stimme ist ein Flüstern. „OhGott…“

Mustafa beginnt, Lea zu ficken. Hart. Seine Hüften klatschen gegen ihren Arsch, jeder Stoß lässt die Waschmaschine vibrieren. „Du willst es doch, oder, Schlampe?“ „Du willst, dass ich dich ficke, während dein Alter arbeitet ?“

Lea stöhnt, ihr Körper zuckt bei jedem Stoß. „Ja! Ja! Fick mich! Fick mich hart!“

Tyra’s Finger arbeiten schneller, ihr Rücken krümmt sich, als würde sie gleich–

„Ich muss zur Arbeit“, durchfährt es Marcel.

Sein Verstand schaltet sich wieder ein, wie ein Eimer kaltes Wasser. „Scheiße. Scheiße!“ Er verstaut seinen Schwanz hastig in der Hose, die Eichel brennt vor unerfüllter Lust. „Wenn ich jetzt nicht gehe, bin ich zu spät–“

Ein letzter Blick durchs Fenster.

Mustafa hat Lea am Haar gepackt, zieht ihren Kopf zurück, während er sie von hinten nimmt. „Sag’s mirr“, keucht er. „Sag mir, wie gut mein Schwanz ist.“

Lea’s Augen sind halb geschlossen, ihr Mund geöffnet in einem stummen Schrei. „Er…“ „Er ist so groß…“ „Er füllt mich…“ „Ich komme–!“

Tyra stöhnt leise.„Ich auch–!“

Marcel reißt sich los.

Er rennt.

Die Gasse, die Haustür, der Transporter – alles verschwimmt, sein Herz hämmert, sein Schwanz pocht schmerzhaft in der Hose. „Verdammt. Verdammt!“ Er springt ins Fahrzeug, startet den Motor mit einem brutalen Drehen des Schlüssels.

Tyrasteht immer noch da. An die Tür gelehnt, die Leggings immer noch auf halber Höhe, die Hand zwischen ihren Beinen. Ihr Gesicht ist eine Maske aus Lust, ihre Lippen geöffnet, als würde sie schreien – aber kein Ton kommt heraus.

Dann–

Ihr Körper zuckt. Einmal. Zweimal.

Ihre Finger graben sich in ihre eigene Möse, ihr Rücken spannt sich an.

Marcel spürt, dass sie kommt.Jetzt. Genau in diesem Moment.

Er tritt das Gaspedal durch.

Die Reifen quietschen, als er um die Ecke biegt.

Und während die Werkstatt näher kommt, kann er nur an eines denken:

„Ich will das nächste Mal alles sehen.“

Tyra bleibt noch einen Moment stehen, ihr Körper zittert von den Nachwehen des Orgasmus. Ihre Finger sind nass, ihre Möse pulsiert noch. „Scheiße“, denkt sie. „Scheiße, scheiße, scheiße.“

Sie zieht ihren String und ihre Leggings langsam hoch, spürt, wie das nasse Gewebe an ihrer Haut klebt. „Das war…“ „Das war geil.“ Aber ihre Nippel sind noch hart, ihr Atem geht immer noch schnell.

Sie schließt die Tür lautlos, von Mustafa und Lea unbemerkt, und geht die Treppe hinauf, ihre Schritte sind leise, als würde sie sich schuldig fühlen.„Marcel darf das nie erfahren.“

In der Wohnung angekommen, wirft sie den Wäschekorb auf den Boden und geht direkt ins Bad. Sie dreht das Wasser in der Dusche auf, heiß, so heiß, dass es fast wehtut. „Ich brauche das.“ „Ich brauche…“ „…dass das weggeht.“

Sie zieht sich aus, wirft die Kleidung in eine Ecke. „Scheißkerl. Scheiß Mustafa*.“* Aber ihre Hand gleitet wieder zwischen ihre Beine, als sie unter die Dusche steigt.

Das Wasser prasselt auf sie nieder, aber sie spürt es kaum. „Warum…“ „Warum habe ich zugesehen?“

Ihre Finger finden ihre Klitoris, beginnen zu reiben. „Weil es geil war.“ „Weil ich mir vorgestellt habe, dass er mich so nimmt.“

Sie stöhnt, ihr Kopf fällt nach hinten, das Wasser fließt über ihre Brüste, ihre Nippel. „Ich bin doch nichtso eine Schlampe.“

Und dann kommt sie wieder.

Heftiger diesmal.

Ihre Knie geben nach, sie muss sich an der Wand abstützen, während ihr Körper von den Wellen des Orgasmus durchgeschüttelt wird. „Oh Gott…“ „OGott…“

Als es vorbei ist, bleibt sie noch lange unter der Dusche stehen.„Das darf nie wieder passieren.“

DasWasser läut über ihren Rücken und sammelt sich in feinen Rinnsalen zwischen ihren Schulterblättern. Der Dampf steigt in dichten Schwaden auf, hüllt sie ein wie ein nebliger Schleier, der ihre Gedanken noch unschärfer macht als ohnehin schon. Ihre Haut glüht noch immer nicht nur von der Hitze des Wassers, sondern auch von der Erinnerung an die Szene im Keller – anMustafa, der sich von Lea den Schwanz lutschen ließ, während sie selbst heimlich die Finger zwischen die Beine geschoben und stöhnend zum Höhepunkt gebracht hatte. Die Scham brennt noch immer in ihr, vermischt mit einer ungebändigten Erregung, die sie nicht loswird.

Klingeling.

Ein schriller Ton reißt sie aus ihren Gedanken. Einmal. Zweimal. Dreimal. Jemand klingelt an der Wohnungstür, hartnäckig, ungeduldig. Tyra zuckt zusammen, das Wasser prasselt weiter auf sie herab, während ihr Herz einen Sprung macht. Wer zum Teufel ist das so früh? Marcel ist längst zur Arbeit gegangen, und Besucher sind um diese Uhrzeit eher ungewöhnlich.

„Ich komme gleich!“, ruft sie mit belegter Stimme in Richtung Tür, während sie hastig das Wasser abdreht. Die plötzliche Stille in der Dusche lässt ihr eigenes Keuchen überlaut erscheinen. Sie greift nach dem Handtuch, das über der Stange hängt, reibt sich grob über das Gesicht, als könnte sie damit auch die Bilder aus ihrem Kopf wischen. Dann wirft sie sich ihren flauschigen, hellblauen Bademantel über – ein Geschenk von Marcel –, knotet ihn mit zitternden Fingern zu, ohne zu merken, dass der Stoff sich nicht richtig schließt. Ein Streifen nasser Haut bleibt zwischen den beiden Seiten sichtbar, und der obere Knoten sitzt so locker, dass ihr Dekolleté mehr preisgibt, als sie ahnt.

Barfuß und mit tropfenden Haarspitzen eilt sie durch den Flur, während der Besucher ein viertes Mal klingelt, diesmal länger, fast fordernd. „Verdammt noch mal!“ Sie reißt die Tür auf, ohne durch den Spion zu schauen, ohne auch nur einen Moment zu zögern – und erstarrt.

Vor ihr steht Mustafa.

Sein schwarzes, kurz geschnittenes Haar glänzt im Licht des Treppenhauses, als hätte er es extra für diesen Moment mit Gel in Form gebracht. Die Narbe auf seiner linken Wange, ein blasses, gezacktes Mal, hebt sich deutlich von seiner gebräunten Haut ab. Er trägt eine enge, dunkle Jeans, die seine muskulösen Oberschenkel betont, und eine schwarze Lederjacke, die er lässig offen lässt, als würde er jeden Moment bereit sein, sie abzulegen. Seine blauen Augen – diese verdammt durchdringenden, fast unnatürlich hellen Augen – mustern sie von Kopf bis Fuß, verweilen einen Moment zu lange auf dem Ausschnitt ihres Bademantels, bevor sie wieder zu ihrem Gesicht wandern.

„Guten Morgen, Mustafa. Was verschafftmir die Ehre“, bringt Tyra heraus, ihre Stimme klingt höher als beabsichtigt. Sie presst die Oberschenkel unwillkürlich zusammen, als könnte sie so die Hitze zwischen ihren Beinen unterdrücken, die bei seinem Anblick sofort wieder aufflammt. „Was zum Teufel will der hier?“

„Guten Morgen, Schatz“, erwidert er, und das Wort klingt wie eine streichelnde Berührung, die ihr über den Rücken läuft. Sein Grinsen ist breiter als nötig, fast schon herausfordernd, als wüsste er genau, was sie gerade denkt. „Wir wollten doch gemeinsam zu deinem Vorstellungsgespräch und dann zum See. Oder hab ich das falsch in Erinnerung?“

Tyra blinzelt. Das Vorstellungsgespräch. Natürlich. Sie hatte es fast vergessen in dem Wirbel aus Marcel, dem Keller, ihrer eigenen Erregung. „Äh… ja, stimmt“, murmelt sie, während ihr Blick kurz zu seinen Lippen huscht, bevor sie sich zwingt, in seine Augen zu schauen. „Aber es ist noch ganz schön früh.“ Die Worte klingen wie eine schwache Ausrede, selbst in ihren eigenen Ohren.

Mustafa lehnt sich mit einer Schulter gegen den Türrahmen, als gehöre er hierher, als hätte er jedes Recht, ihren persönlichen Raum zu betreten. „Ach, ich dachte, ich leiste dir hübschen Dame solange ein bisschen Gesellschaft.“ Sein Blick gleitet erneut nach unten, und diesmal folgt Tyra ihm unwillkürlich. Der Bademantel hat sich noch weiter geöffnet, ein feuchter Streifen Haut zwischen ihren Brüsten ist sichtbar, und ein paar Wassertropfen perlen langsam nach unten, verschwinden im Stoff. „Außerdem“, fügt er hinzu, „ du willst doch pünktlich sein, oder?“

Tyra beißt sich auf die Unterlippe. Er hat recht. Verdammt, er hat recht. Und doch fühlt es sich an, als würde er sie in eine Ecke drängen, als wäre dies alles nur ein Spiel für ihn – ein Spiel, bei dem sie die Regeln nicht kennt. „Na gut“, seufzt sie schließlich und tritt einen Schritt zurück, um ihm Platz zu machen. „Komm rein. Möchtest du einen Kaffee?“

Mustafas Grinsen wird noch breiter, fast schon triumphierend. „Sehr gerne.“ Er schlendert an ihr vorbei in die Wohnung, und Tyra spürt, wie die Luft zwischen ihnen knistert, als er sie beim Vorbeigehen leicht mit der Schulter streift. Der Duft seines Aftershaves – etwas Würziges, Herbes – steigt ihr in die Nase, vermischt sich mit dem Geruch von Kaffee, der noch aus der Küche weht. Sie schließt die Tür, lehnt sich einen Moment dagegen, atmet tief durch.

In der Küche angekommen, zieht Mustafa einen der Holzstühle vom Tisch zurück und lässt sich lässig darauf nieder, als wäre er hier ein und aus gegangen. Tyra beobachtet, wie seine Muskeln unter dem engen Stoff der Jeans spielen, als er die Beine von sich streckt. „Setz dich“, sagt sie, ihre Stimme klingt fremd in ihren eigenen Ohren. Sie geht zum Schrank, greift nach einer zweiten Tasse – ihre Hände zittern leicht –, während sie spürt, wie sein Blick ihr folgt.

Als sie sich auf die Zehenspitzen stellt, um die Tasse von dem oberen Regal zu holen, rutscht der Saum ihres Bademantels nach oben. Kühle Luft streicht über ihre Oberschenkel, dann über den Ansatz ihres Pos, und sie weiß, dass er es sieht. Sie erstarrt für einen Sekundenbruchteil, die Finger um den Porzellangriff geklammert, bevor sie sich langsam wieder absenkt. „Du hast echt einen geilen Arsch“, bemerkt Mustafa genießerisch, und seine Stimme ist so nah, dass sie zusammenzuckt.

Tyra dreht sich langsam zu ihm um, der Bademantel rutscht dabei noch ein Stück weiter hoch, gibt den unteren Rand ihrer prallen Backen frei. „Ähm… danke“, murmelt sie, ihre Wangen brennen, während sie versucht, den Stoff mit einer hastigen Bewegung wieder nach unten zu ziehen. Doch es ist zu spät – er hat es gesehen. Und er weiß, dass sie es weiß.

„Kein Problem“, sagt er, und in seinen Augen blitzt etwas, das sie nicht deuten kann – Belustigung? Triumph? Pure, unverschämte Lust? „Ich steh auf natürliche Schönheit. Und du, Tyra, bist einfach…“ Er macht eine vage Handbewegung in ihre Richtung, „…perfekt.“

Tyra wendet sich schnell ab, stellt die Tasse mit einem leichten Klirren auf die Arbeitsplatte. „Kaffee. Schwarz, richtig?“, fragt sie, ohne ihn anzusehen. Ihre Finger krallen sich in den Stoff ihres Bademantels, als könnte sie sich so vor seinem Blick schützen.

„Genau so mag ich ihn“, antwortet Mustafa, und sie spürt, wie sein Blick ihr folgt, während sie zur Kaffeemaschine geht. „Genau wie meine Frauen.“

Die Worte treffen sie wie ein Schlag in den Magen. „Deine Frauen?“, wiederholt sie, während sie die Kanne hebt, ihre Bewegungen mechanisch. „Plural?“

Er lacht, ein tiefes, rauchiges Geräusch. „Ich bin ein Mann mit… vielfältigen Interessen.“ Die Stuhlbeine knarren, als er sich zurücklehnt. „Aber keine Sorge, Schatz. Du wärst die Hauptattraktion.“

Tyra gießt den Kaffee ein, die dunkle Flüssigkeit schwappt fast über den Rand der Tasse. „Ich bin nicht deine Attraktion, Mustafa“, sagt sie, doch ihre Stimme hat nicht die Schärfe, die sie sich wünscht. Stattdessen klingt sie heiser, fast schon flehend.

„Noch nicht“, erwidert er, und in diesem Moment hasst sie sich dafür, dass ihr Körper auf diese zwei Worte reagiert – dass sich ihre Nippel unter dem dünnen Stoff des Bademantels hart werden, dass sich etwas in ihr zusammenzieht, feucht und heiß.

Sie stellt die Tassen auf den Tisch, holt die Milch aus dem Kühlschrank, spürt, wie die kühle Luft ihr über die nassen Beine streicht. „Brauchst du Zucker?“, fragt sie, ohne ihn anzusehen.

„Nein, danke.“ Seine Stimme ist jetzt leiser, fast schon intim. „Ich mag süße Sachen. Aber nicht meinen Kaffee.“

Tyra setzt sich ihm gegenüber an den Tisch, zieht den Bademantel fester um sich, doch der Stoff gehorcht nicht. Im Gegenteil – als sie sich bewegt, klafft er noch weiter auf, und sie spürt, wie die kühle Luft ihre nackten Brüste streift. „Scheiße.“ Sie blickt nach unten und sieht, dass der Bademantel nun nur noch ihre Nippel bedeckt, der Rest – die volle Rundung ihrer Brüste, die tiefe Spalte zwischen ihnen – alles liegt offen da, als hätte sie es absichtlich so arrangiert.

Mustafa starrt. Nicht einmal besonders versteckt. Seine Augen sind dunkel, fast schwarz, und sein Atem geht schneller. „Also, Tyra“, flüstert er, und es klingt fast wie eine Beschwörung. „Wenn du mich jeden Tag so freizügig empfängst, komm ich jetzt jeden Morgen zum Kaffee trinken vorbei.“

Ihre Hände fliegen hoch, ziehen den Stoff zusammen, doch es ist zu spät. Er hat es gesehen. Er hat alles gesehen. Und schlimmer noch – er hat gesehen, wie sie reagiert hat. Wie sich ihre Brustwarzen unter seinem Blick versteift haben, wie ihr Atem flacher geworden ist. „Nein, danke“, bringt sie heraus, ihre Stimme ist nur noch ein Hauch.

„Ach, nette Gesellschaft kann doch jeder gebrauchen“, meint er, und seine Lippen zucken zu einem halben Lächeln. „Besonders, wenn die Gesellschaft so… ansehlich ist.“

Tyra beißt sich auf die Innenseite der Wange, bis sie Blut schmeckt. „Nette Gesellschaft – ja“, gibt sie zu, während ihre Finger den Knoten des Bademantels enger ziehen. „Aber nicht diese Art von Gesellschaft.“

„Siehst du“, sagt er, als hätte sie ihm gerade genau das gegeben, was er wollte. „Du gibst es ja selbst zu. Du willst Gesellschaft. Und ich bin hier.“ Er hebt seine Tasse, nimmt einen Schluck, ohne sie aus den Augen zu lassen. „Und das mit der netten Gesellschaft bekommen wir auch noch hin." Tyra starrt ihn an.

Diese Stille in der Küche ist greifbar, nur das leise Ticken der alten Uhr an der Wand und das gedämpfte Lachen von Kindern, die auf dem Spielplatz vor dem Haus spielen, dringen durch das geöffnete Fenster.

„Ich muss mich fertig machen“, sagt sie schließlich, die Stimme etwas zu hoch, als würde sie gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen. Ihre Worte hängen für einen Augenblick in der Luft, während Mustafa sie mit diesem durchdringenden, blauen Blick mustert.

„Soll ich dir helfen?“ Seine Stimme ist tief, fast schon spielerisch, aber mit diesem Unterton, der ihr sagt, dass es keine echte Frage ist.

Tyra spürt, wie sich ihr Magen zusammenzieht. Nein. Sag einfach nein. Doch irgendetwas in ihr zögert, als würde ihr Körper bereits auf seine Präsenz reagieren, bevor ihr Verstand überhaupt eine Chance hat, zu antworten. „Nein, danke“, bringt sie schließlich hervor, schneller, als sie beabsichtigt hatte. Sie steht abrupt auf, der Stuhl knarrt unter ihr, und für einen kurzen Moment schwankt sie leicht auf ihren nackten Füßen. Die Kälte des Fliesenbodens kriecht zwischen ihre Zehen, ein seltsamer Kontrast zu der Hitze, die sich in ihr ausbreitet.

Ohne ihn noch einmal anzusehen, dreht sie sich um und geht Richtung Flur, ihre Schritte ein wenig zu schnell, als würde sie vor etwas davonlaufen – oder direkt hinein. Die Tür zum Badezimmer schließt sie mit einem leisen, aber entschlossenen Klick hinter sich ab. Der Riegel wird vorgeschoben, ein kleines, fast kindisches Gefühl der Sicherheit, als könnte dieses dünne Stück Metall sie vor dem schützen, was draußen – oder vielmehr, wer draußen – auf sie wartet.

Im Badezimmer atmet sie tief durch. Der Raum ist noch feucht von ihrer Dusche, der Spiegel über dem Waschbecken leicht beschlagen. Sie wischt mit der Handfläche über die Glasfläche, hinterlässt einen klaren Streifen, in dem sich ihr eigenes Gesicht spiegelt: die leicht geröteten Wangen, die leichtgeweiteten Pupillen, die vollen Lippen, die sich unwillkürlich leicht öffnen, als sie ihren eigenen Blick trifft. Was zum Teufel machst du hier, Tyra?

Sie lässt den Bademantel von ihren Schultern gleiten, spürt, wie der weiche Stoff über ihre Haut streift, bevor er zu Boden fällt. Die kühle Luft des Raumes streicht über ihren nackten Körper, lässt ihre Nippel noch härter werden. Sie beißt sich auf die Unterlippe, als sie ihren eigenen Körper betrachtet – die überdimensionalen, prallen Brüste, die sich auch ohne BH perfekt halten, der schmale Taillenumfang, der in die weichen Kurven ihrer Hüften übergeht, der straffe, runde Po, der selbst in diesem Winkel im Spiegel einfach unwiderstehlich sexy aussieht.

Sie greift nach dem schwarzen Micro-String, der über dem Handtuchhalter hängt. Das winzige Stück Stoff, das kaum mehr als ein paar Fäden ist, die sich zwischen ihren Schamlippen vergraben, während der dünne Stoffstreifen über ihren Po gespannt wird. Sie zieht ihn hoch, spürt, wie der String sich zwischen ihre Pobacken schmiegt, fast unsichtbar, aber doch präsent – ein ständiges, leichtes Ziehen, das sie an ihn erinnert. An sie. An die Art, wie Mustafa sie gestern angesehen hat, als sie ihm ihren nackten Arsch präsentiert hat.An die Art, wie Marcel sie ansieht, wenn er denkt, sie bemerke es nicht.

Die Leggings folgen, eng wie eine zweite Haut, die jeden Zentimeter ihrer Beine umschließen, die Form ihrer Muskulatur betonen, die sich unter der glatten, gebräunten Haut abzeichnet. Dann das weiße Top.

Ihr Haar. Sie greift nach der Bürste auf der Ablage, zieht sie durch die langen, welligen Strähnen, die sich sofort in perfekte, glänzende Wellen legen. Jeder Strich ist eine Beruhigung, eine Routine, etwas, das siekontrollieren kann. Sie sprüht etwas Haarspray darauf, damit es hält, dann wendet sie sich dem Make-up zu.

Die Foundation gleitet über ihr Gesicht, verschmilzt mit ihrer gebräunten Haut, als wäre sie gar nicht da. Lidschatten unter den Augen, um die leichten Schatten zu kaschieren, die von der schlaflosen Nacht zeugen. Ein Hauch vonBronzer auf den Wangenknochen, dann der Eyeliner – ein präziser, schwarzer Strich, der ihre mandelförmigen Augen noch intensiver wirken lässt. Mascara, der ihre Wimpern verlängert, bis sie fast schon unnatürlich wirken. Lippenstift, ein tiefes, sinnliches Rot, das sofort die Aufmerksamkeit auf ihren Mund lenkt, auf diese vollen, weichen Lippen, die so leicht zu einem Lächeln geformt werden können – oder zu einem Stöhnen.

Sie tritt einen Schritt zurück, betrachtet sich im Spiegel. Perfekt. Sie sieht aus wie immer – wie die Tyra, die Männer mit einem Blick in die Knie zwingen kann, die weiß, wie man einen Raum betritt und jeden Atemzug darin kontrolliert.

Die Sneaker stehen bereit im Flur, weiß und makellos, als hätte sie sie noch nie getragen. Sie schlüpft hinein, spürt, wie die Sohlen ihre Füße umschließen, ihr Gleichgewicht leicht verändern. Der Stoff ist weich, aber stabil, und als sie ein paar probeweise Schritte macht, fühlt sie sich plötzlich bereit. Bereit, die Wohnung zu verlassen. Bereit, diesem seltsamen, elektrischen Moment zu entfliehen. Bereit, alles hinter sich zu lassen – außer dass sie das natürlich nicht kann.

Sie atmet noch einmal tief durch, dann geht sie zurück in die Küche.

Mustafa hat sich nicht von der Stelle bewegt. Er sitzt immer noch da, die Arme verschränkt, die blaue Augen fixieren sie sofort, als sie den Raum betritt. Sein Blick wandert über sie, langsam, absichtlich, als würde er jeden Zentimeter ihres Körpers in sich aufnehmen, bewerten, besitzen.

„Kann ich so gehen?“ Die Frage entweicht ihr, bevor sie es verhindern kann, und sie hasst sich sofort dafür. Warum fragst du ihn? Warum gibt es dir das Gefühl, als bräuchtest du seine Zustimmung?

Mustafa lässt sich Zeit mit der Antwort. Sein Blick bleibt an ihren Brüsten hängen, die sich unter dem engen Top fast anbieten, dann gleitet er hinunter zu ihren Hüften, den Beinen, die in den Leggings stecken, als wären sie dafür gemacht, berührt zu werden. „Wow“, sagt er schließlich, und seine Stimme ist rauer als zuvor. „Das sieht heiß aus.“

Ein Schauer läuft ihr den Rücken hinunter. Heiß. Das Wort trifft sie wie ein physischer Schlag, lässt ihre Haut kribbeln. Sie weiß, dass sie gut aussieht. Sie weiß, dass Männer sie begehrenswert finden. Aber die Art, wie er es sagt – es ist nicht nur eine Feststellung. Es ist eine Drohung.

„Aber“, fügt er hinzu, und dieses eine Wort lässt ihren Magen sich zusammenziehen, „hast du nicht vielleicht ein schönes Sommerkleid?“

Tyra blinzelt. „Warum? Ich finde das hier ganz okay.“

Mustafaerhebtt sich, kommt einen Schritt auf sie zu. Nicht bedrohlich, nicht zu schnell – aber mit dieser Absicht, die sie spüren kann, als würde die Luft zwischen ihnen dichter werden. „Ein schönes, kurzes Kleid würde dir besser stehen.“

Ihr erster Impuls ist, zu widersprechen. Wer zum Teufel ist er, dass er ihr sagt, was sie anziehen soll? Aber dann erinnert sie sich an das Video. An die Art, wie er sie gestern gefilmt hat, wie er sie besitzt, ohne sie auch nur anzufassen. Und plötzlich fühlt sich ihr Widerstand wie ein leeres, nutzloses Ding an.

„Hmm. Okay.“ Die Worte kommen heraus, bevor sie es richtig realisiert, und schon dreht sie sich um, geht Richtung Schlafzimmer, als wäre es ihre eigene Idee gewesen.

Natürlich folgt er ihr.

„Warte, ichhelf dir, was zu suchen.“ Seine Stimme ist direkt hinter ihr, so nah, dass sie den warmen Hauch seines Atems auf ihrem Nacken spüren kann.

„Danke, ich komm aber gut alleine zurecht.“ Sie versucht, ihre Stimme fest klingen zu lassen, aber es klingt eher wie eine Bitte. Eine flehende Bitte.

Mustafa ignoriert sie. Natürlich tut er das. Er betritt das Schlafzimmer hinter ihr, als gehöre es ihm, als hätte er jedes Recht, hier zu sein.

Mustafa geht direkt zu den Umzugskartons, die noch immer in einer Ecke gestapelt sind. Einer davon ist mit „Tyras Kleider“ beschriftet, ihre eigene, ordentliche Handschrift auf dem braunen Klebeband. Er reißt den Karton auf, ohne zu zögern, als wäre es das Normalste der Welt, in ihren persönlichen Sachen zu wühlen.

Tyra bleibt wie angewurzelt stehen, die Hände zu Fäusten geballt. Das geht zu weit. Das geht viel zu weit. Aber sie sagt nichts. Sie kann nichts sagen. Weil sie weiß, dass er recht hat – er hat sie nackt auf Video. Er hat alles von ihr gesehen. Und dieser Gedanke, dieser verdammte Gedanke, lässt sie erstarren.

Seine Finger graben sich in den Karton, schieben Stoffe beiseite, bis er etwas herauszieht. Ein schwarzes Mini-Kleid. Nicht irgend ein Kleid. Das Kleid. Das eine, das sie vor einem Jahr in diesem kleinen Boutique-Laden in der Innenstadt gekauft hat, das sie Marcel zeigen wollte, das sie aber dann nie getragen hat, weil es einfach zu viel war. Zu freizügig. Zu geil.

„Hier.“ Er hält es ihr hin, der Stoff glänzt leicht in seinen Händen, als wäre es ein Versprechen. „Zieh mal das an.“

Tyra starrt das Kleid an. Es ist rückenfrei, mit einem Ausschnitt, der bis fast zu ihrem Bauchnabel reicht. Die Länge? Lächerlich. Es wird kaum ihren Po bedecken, geschweige denn ihre Oberschenkel. Es ist ein Kleid, das schreit. Ein Kleid, das sagt: Schau her. Berühr mich. Nimm mich.

„Na gut.“ Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern. „Gehst du bitte aus meinem Schlafzimmer?“

Mustafa lacht. Ein kurzes, scharfes Geräusch, das keine Freude enthält. „Nein.“ Er kommt näher, so nah, dass sie den Duft seines Aftershaves riechen kann – etwas Herb-Würziges, das sich mit dem Geruch von Leder und Benzin vermischt, der immer an ihm haftet. „Ich hab dich nackt auf Video, Tyra. Wie du dich selbst befriedigst und meinen Namen stöhnst. Ich hab schon alles von dir gesehen.“

Die Worte treffen sie wie ein Schlag in die Magengrube. Sie atmet scharf ein, spürt, wie sich ihr Herzschlag beschleunigt, wie die Hitze in ihr aufsteigt, sich in ihrem Gesicht ausbreitet. Dieses verdammte Video. Es ist wie ein unsichtbares Halsband um ihren Hals, das er jederzeit straffen kann.

„Gut.“ Sie beißt die Zähne zusammen, dreht sich weg von ihm, als könnte sie soein bisschen Würde retten. Ihre Finger zittern leicht, als sie das Top über ihren Kopf zieht, die kühle Luft streicht sofort über ihre nackte Haut. Die Leggings folgen, sie schiebt sie über ihre Hüften, lässt sie zu Boden fallen, wo sie sich um ihre Knöchel ringeln.

Dann das Kleid. Sie zieht es über, spürt, wie der glatte Stoff sich an ihre Kurven schmiegt, als wäre es für sie gemacht – was es, in gewisser Weise, auch ist. Der Ausschnitt ist noch tiefer, als sie es in Erinnerung hatte, der Stoff spannt sich über ihren Brüsten, betont jeden Zentimeter ihrer Form. Der Rücken? Fast nicht vorhanden. Der Stoff endet direkt über ihrem Po, lässt die obere Hälfte ihres Gesäßes frei, als wäre es eine Einladung.

Sie dreht sich zum Spiegel, betrachtet sich. Gott. Sie sieht aus wie… wie eine Prostituierte. Wie eine dieser Frauen, die in den Clubs stehen, die Mustafa wahrscheinlich besucht, mit ihren perfekten Körpern und ihren leeren Blicken. Aber gleichzeitig – sie sieht auch göttlich aus. Unwiderstehlich. Als könnte sie jeden Mann in diesem Raum mit einem einzigen Blick zu Boden werfen.

„Wow.“ Mustafas Stimme ist direkt hinter ihr, sein Atem streift über ihre nackte Schulter. „Das ist heiß.“

Sie spürt, wie sich ihre Nippel unter dem Stoff aufrichten, wie ihr Körper auf seine Nähe reagiert, ohne dass sie es kontrollieren kann. „Aber dein String der guckt raus.“

Was? Sie dreht sich leicht, versucht, in den Spiegel zu sehen, was er meint. Und dann sieht sie es – der dünne, schwarze Faden des Micro-Strings, der sich über ihren Po spannt, ist im Rückenausschnitt des Kleides deutlich zu sehen. Ein winziger, verräterischer Streifen, der sagt: Ich trage Unterwäsche. Ich bin nicht ganz nackt. Ich bin nicht ganz dein.

„Du hast recht.“ Ihre Finger zucken, als sie unter den Saum des Kleides greift, den String packt, ihn langsam über ihre Hüften zieht. Der Stoff gleitet über ihre Haut, ein letztes, leichtes Ziehen, bevor er zu Boden fällt. Jetzt ist sie wirklich nackt unter diesem Kleid. Nackt und feucht, denn sie kann spüren, wie ihre Erregung zwischen ihren Schenkeln wächst, wie ihr Körper auf diese Demütigung reagiert.

„Das ist besser.“ Mustafas Stimme ist ein dunkles Murmeln, fast schon zufrieden. „Jetzt noch ein paar High-Heels.“

Tyra beißt sich auf die Innenseite ihrer Wange. High-Heels. Natürlich. Weil es nicht genug ist. Weil er sie vollständig brechen will.

„Okay.“ Sie geht zu einem anderen Karton, holt ein Paar schwarze High-Heels heraus – die mit den dünnen Absätzen, die ihre Beine endlos wirken lassen, die ihren Po noch mehr betonen, wenn sie geht. Sie schlüpft hinein, spürt, wie ihr Gleichgewicht sich verschiebt, wie ihre Hüften automatisch eine leicht schwingende Bewegung machen, wenn sie einen Schritt tut.

„Perfekt.“ Mustafa tritt zurück, betrachtet sie von Kopf bis Fuß, als wäre sie ein Kunstwerk, das er gerade vollendet hat. „So können wir los. Denk an deine Badesachen."

„Ach ja.“ Sie greift nach ihrer Tasche, wirft ein Strandtuch hinein, dann zögert sie. Bikini. Sie muss einen Bikini einpacken. Aber die Idee, sich vor Mustafa zu bücken, in ihren Sachen zu wühlen, während er sie beobachtet, lässt ihr den Atem stocken.

Aber natürlich lässt er ihr keine Wahl.

„Warte, ich helf dir.“ Seine Hände sind schon am nächsten Karton, bevor sie protestieren kann. „Nein, ich komm zurecht“, sagt sie schnell, aber er ignoriert sie bereits, reißt den Karton auf, wühlt zwischen ihren Bikinis, Tangas, den winzigen Stoffstücken, die mehr versprechen als sie verbergen.

Dann hält er etwas hoch. Weiß. Durchsichtig. Unmöglich.

Der weiße Micro-String-Bikini.

Tyras Magen zieht sich zusammen. Nein. Nicht der. Das ist der Bikini, den sie nur für Marcel trägt. Der, den sie an einsamen Stränden anzieht, wenn sie sicher ist, dass niemand sie sieht – außer ihm. Der so winzig ist, dass er kaum ihre Schamlippen bedeckt, der durchsichtig wird, sobald er nass ist. Der so verboten erotisch ist. Der so geil ist.

„Ich glaube, der steht dir.“ Mustafas Stimme ist ein Flüstern, aber es hallt in ihrem Kopf nach wie ein Befehl.

Oh Gott.

„Na gut.“ Sie nimmt ihn entgegen, ihre Finger zittern leicht, als sie ihn in die Tasche steckt. Hoffentlich ist heute nicht viel los am See. Der Gedanke ist absurd. Als ob das das eigentliche Problem wäre. Als ob es nicht vielmehr darum geht, dass Mustafa sie dort sehen wird. In diesem Bikini. Fast nackt.

„Dann können wir ja los.“ Seine Worte sind ein Abschluss. Ein Urteil.

„Ja.“ Sie nickt, greift nach ihrer Tasche, spürt, wie der schwere Stoff des Kleides sich an ihre Haut presst, wie die High-Heels ihre Schritte unsicher machen. Sie geht vor ihm her, aus der Wohnung, die Tür fällt mit einem leisen Klick ins Schloss.

Und dann sind sie im Treppenhaus. Die Geräusche des Hauses umhüllen sie – das Lachen von Kindern, das Klappern von Töpfen aus einer anderen Wohnung, das leise Summen der alten Glühbirne über ihnen. Mustafa folgt ihr, seine Präsenz ist wie ein Schatten, der sich an sie klammert.

Sie gehen die Treppen hinunter, Stufe für Stufe, und Tyra spürt mit jedem Schritt, wie das Kleid sich an sie schmiegt, wie der Stoff über ihre nackten Brüste streicht, wie die kühle Luft des Treppenhauses ihre nackte Haut unter dem Kleid berührt. Sie ist sich bewusst, dass er sie ansieht. Dass er weiß, dass sie nichts unter diesem Kleid trägt. Dass er die Macht hat.

Sie erreichen das Erdgeschoss. Die Tür zum Wohnhaus öffnet sich mit einem quietschenden Geräusch, und dann stehen sie draußen, im grellen Sonnenlicht, das sich sofort auf ihre Haut legt, als würde es siebrandmarken.

Vor dem Haus steht das weiße Mercedes-Benz Cabrio von Mustafa, sein Lack glänzt im Morgenlicht wie flüssiges Elfenbein. Die Sonne küsst die Kurven der Karosserie, wirft scharfe Schatten auf den Asphalt, als Tyra mit bedächtigen Schritten die Treppe hinabsteigt.

Mustafa geht vor. Ohne zu fragen, greift er nach dem Rucksack auf ihrer Schulter, seine Finger streifen dabei ihren nackten Arm. Ein Schauer läuft ihr den Rücken hinab.

"Lass das", faucht sie und versucht, den Rucksack festzuhalten, doch er reißt ihn ihr mit einer leichten, fast spielerischen Bewegung aus der Hand.

"Du siehst aus, als könntest du die Hilfe gebrauchen", sagt er und wirft den Rucksack lässig über seine eigene Schulter. Sein Grinsen ist triumphierend, als er ihre Reaktion beobachtet – die Art, wie sich ihre Nasenflügel weiten, wie sich ihre Hände zu Fäusten ballen.

Tyra beißt sich auf die Innenseite ihrer Wange, bis sie den metallischen Geschmack von Blut schmeckt. Sie will ihn anschreien. Sie will ihm ins Gesicht schlagen. Doch stattdessen presst sie nur die Lippen zusammen und folgt ihm zur Beifahrertür, die er mit einer übertrieben höflichen Geste öffnet.

"IhrTaxi, Prinzessin", sagt er, und der Spott in seiner Stimme ist unüberhörbar.

Der Innenraum des Mercedes ist ein Tempel der Sinnlichkeit. Cremefarbenes Leder, das nach neuem Auto und etwas Exotischem riecht – vielleicht Zedernholz? Die Sitze sind weich, fast schon einladend, das Armaturenbrett ein Meisterwerk aus Chrom und glattem Kunststoff. Tyra zögert, bevor sie einsteigt. Sie weiß, was dieser Wagen bedeutet. Was dieser ganze Auftritt bedeutet. Es ist eine Demonstration von Macht. Von Kontrolle. Und sie hasst sich dafür, dass ein Teil von ihr – ein dunkler, verräterischer Teil – davon erregt ist.

"Wow", entfährt es ihr, bevor sie sich bremsen kann. "Gehört der dir?"

Mustafa lehnt sich gegen die offene Tür, die Muskeln seiner Arme spannen sich unter dem dünnen Stoff seines T-Shirts. "Ja, der gehört mir."

Tyra wirft ihm einen skeptischen Blick zu. "Ganz schön teuer für einen so jungen Mann wie dich."

Er zuckt mit den Schultern, ein fast schon nachlässiges Bewegung, die seine Selbstsicherheit unterstreicht. "Keine Sorge, Schatz. Ich habe meine... Geldquellen." Sein Blick wandert wieder über ihren Körper, bleibt an den Stellen hängen, wo das Kleid sich an ihre Haut schmiegt. "Jetzt steig ein. Mein Onkel wartet."

Tyra atmet tief durch und beugt sich vor, um in den Wagen zu steigen. Das Kleid rutscht dabei gefährlich weit nach oben, und sie spürt, wie die kühle Morgenluft ihre nackten Oberschenkel streift. Als sie sich auf den Sitz fallen lässt, gibt der Stoff fast den Ansatz ihrer Schamlippen frei. Sie zuckt zusammen, zieht hastig am Saum, doch es ist zu spät. Mustafa hat es gesehen. Seine Augen verengen sich, und ein langsames, triumphierendes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.

"Vorsicht, Süße", sagt er, seine Stimme ist jetzt tiefer, rauer. "Sonst zeigst du mir noch mehr, als du willst."

Tyra presst die Lippen zusammen, während er die Tür schließt. Sie hört, wie er den Rucksack in den Kofferraum wirft, dann die Fahrertür öffnet und einsteigt. Der Wagen senkt sich leicht unter seinem Gewicht, und als er den Motor startet, durchdringt ein tiefes, animalisches Grollen die Luft. Der Sound ist fast schon obszön – ein Versprechen von Macht und Geschwindigkeit.

Mustafa schaltet das Radio ein. Sofort erfüllt sanfte Loungemusik den Innenraum – ein langsamer, sinnlicher Rhythmus, der perfekt zu dem tiefen Brummen des Motors passt. Er legt den ersten Gang ein, und der Wagen gleitet fast lautlos vom Parkplatz.

Tyra beobachtet ihn aus den Augenwinkeln. Seine Hände umklammern das Lenkrad mit einer Selbstverständlichkeit, als gehöre ihm die ganze Welt. Er fährt nicht wie ein Teenager, der beweisen will, wie schnell er sein kann. Seine Bewegungen sind flüssig, kontrolliert. Fast schon... elegant. Das überrascht sie. Sie hatte erwartet, dass er wie ein Irrer durch die Gegend rast, doch stattdessen wirkt er wie jemand, der genau weiß, was er tut.

"Du fährst... gut", sagt sie schließlich, als die Stille zwischen ihnen zu drückend wird.

Mustafa wirft ihr einen kurzen Blick zu, ein halbes Lächeln auf den Lippen. "Danke. Ich bin nicht nur ein hübsches Gesicht."

Tyra rollt die Augen, doch innerlich muss sie zugeben, dass er sie wieder einmal aus dem Konzept bringt. Sie hatte sich auf Konfrontation eingestellt, auf seine üblichen demütigenden Kommentare, doch stattdessen verhält er sich... fast schon charmant. Das macht es nur noch schwerer, sich gegen ihn zu wehren.

Plötzlich spürt sie, wie sich etwas unter ihr bewegt. Ein leises Summen ertönt, und dann – oh Gott – beginnt der Sitz, sie zu massieren. Die Rollen drücken sich in ihren Rücken, kneten ihre verspannten Muskeln mit einer Präzision, die sie stöhnen lässt, bevor sie es unterdrücken kann.

"Was zum–"

"Entspann dich", sagt Mustafa, ohne den Blick von der Straße zu nehmen. "Das ist die Massagefunktion. Du siehst aus, als könntest du das gebrauchen."

Tyra will protestieren, will sagen, dass sie das nicht will, dass er sie in Ruhe lassen soll – doch dann... dann merkt sie, wie gut es sich anfühlt. Die Rollen arbeiten sich ihren Rücken hinauf, lösen Verspannungen, die sie nicht einmal bewusst wahrgenommen hat. Ein leises, unwillkürliches Stöhnen entweicht ihren Lippen.

Mustafa lacht leise, ein dunkles, vibrierendes Geräusch. "Gefällt's dir?"

"Nein", lügt sie, doch ihre Stimme klingt nicht überzeugend. Die Wahrheit ist, dass es sich verdammt gut anfühlt. Wenn es nicht Mustafa wäre, der neben ihr sitzt, wenn sie nicht wüsste, was für ein manipulatives Arschloch er ist – dann könnte sie es vielleicht sogar genießen. So aber ist jede Sekunde dieser Massage eine Folter, eine Erinnerung daran, wie leicht er sie brechen kann.

Die Fahrt dauert nicht lange. Nach nicht einmal zehn Minuten biegt Mustafa in eine breite Einkaufsstraße ein, gesäumt von Boutiquen und Cafés, deren Schaufenster im Morgenlicht glitzern. Vor einem besonders großen, gläsernen Ladenlokal mit dem Schild Reiselust hält er an. Der Motor stirbt mit einem letzten, tiefen Grollen, das durch Tyras Körper vibriert.

"Wir sind da", sagt Mustafa und steigt aus.

Tyra atmet tief durch, während sie zusieht, wie er um den Wagen herumgeht. Sie zupft nervös an ihrem Kleid, versucht, es so weit wie möglich nach unten zu ziehen, doch es ist ein aussichtsloses Unterfangen. Der Stoff ist zu kurz, zu eng, zu absichtlich. Als Mustafa die Beifahrertür öffnet, steht sie auf wackeligen Beinen auf. Seine Hand schießt vor, packt ihre Hüfte, um sie zu stützen.

"Pass auf", murmelt er, seine Finger graben sich leicht in ihr Fleisch. "Wouldn't want you to fall."

Tyra reißt sich von ihm los, doch ihr Körper verrät sie sofort – ihre Brustwarzen härten sich unter dem dünnen Stoff, und sie spürt, wie sich zwischen ihren Schenkeln Feuchtigkeit sammelt. Verdammt. Sie hasst sich für diese Reaktion. Sie hasst ihn dafür, dass er das in ihr auslöst.

"Dann mal los", sagt Mustafa und schließt die Wagentür. Er geht vor ihr her, öffnet die Glastür des Reisebüros und hält sie ihr auf.

Der Geruch von frischem Kaffee und etwas Exotischem – vielleicht Kokosnuss? – schlägt Tyra entgegen, als sie das Büro betritt. Der Raum ist hell und modern, mit großen Touchscreens an den Wänden, die traumhafte Reiseziele zeigen: weiße Strände, türkisfarbenes Meer, luxuriöse Resorts, die so perfekt aussehen, dass sie fast schon unwirklich wirken. Die Luft ist klimatisiert, angenehm kühl, ein willkommener Kontrast zu der Hitze, die in ihr aufsteigt.

Hinter einem der Beratungstische steht eine blonde Frau, die sich gerade zu ihnen umdreht. Tyra erstarrt.

Die Frau ist atemberaubend. Nicht auf eine klassische, unschuldige Art, sondern auf eine Weise, die Tyra den Atem raubt. Blondes Haar, zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, der ihre hohen Wangenknochen und den vollen, fast schon obszön sinnlichen Mund betont. Ihr Körper... Gott, ihr Körper. Ein weißes Mini-Top, das so kurz ist, dass es ihre riesigen Brüste kaum bedeckt – sie quellen fast heraus, die dunklen Brustwarzen zeichnen sich deutlich unter dem dünnen Stoff ab, und Tyra kann sogar den Glanz der Piercings erkennen, die sie durchbohren. Dazu ein winziger weißer Minirock, der ihre langen, gebräunten Beine und den perfekt geformten Po zur Geltung bringt. Sie trägt keine Unterwäsche – das ist mehr als offensichtlich – und keine Schuhe. Ihre Füße sind nackt, die Zehen in einem knalligen Rot lackiert, das wie eine stumme Aufforderung wirkt.

"Hey Mustafa", sagt die Frau mit einer Stimme, die wie flüssiger Honig klingt. "Willst du mal wieder deinen Onkel besuchen?"

Mustafa grinst. "Hi Lena. Ja, auch. Und ich hab Tyra hierher gefahren. Die hat jetzt ein Vorstellungsgespräch bei Mutlu."

Lena mustert Tyra mit einem Blick, der sie von Kopf bis Fuß erfasst – und dabei besonders an ihren Brüsten und ihrem kaum bedeckten Schritt hängen bleibt. Es ist kein urteilender Blick. Es ist ein abschätzender Blick.

"Hi, ich bin Lena", sagt sie und streckt Tyra die Hand entgegen.

Tyra ergreift sie automatisch, spürt, wie weich und warm Lenas Haut ist. "Hi, ich bin Tyra."

Lenas Griff ist fest, fast schon besitzergreifend. "Bist du nicht gestern bei uns im Block eingezogen?"

Tyra nickt. "Ja, wir sind gestern eingezogen. Und... ja, stimmt, ich hab dich gestern mit Mustafa am Kiosk gesehen."

Lena lacht, ein helles, fast musikalisches Geräusch, das durch den Raum hallt. "Das ist ja ein Zufall! Dann hoffe ich, dass du den Job bekommst." Sie wirft Tyra einen verschmitzten Blick zu, ihre blauen Augen funkeln vor Neugier – und etwas anderem. Etwas, das Tyra nicht sofort deuten kann. "Aber wie du aussiehst, wird Mutlu dich einstellen."

Tyra spürt, wie ihr Gesicht heiß wird. Sie weiß, wie sie aussieht – wie eine Frau, die sich bewusst für diesen Job präsentiert. Wie eine, die genau weiß, was Männer wie Mutlu wollen. Und Lena scheint das nicht nur zu akzeptieren, sondern fast schon zu bewundern.

"Ich hoffe", murmelt Tyra und wirft Mustafa einen unsicheren Blick zu. "Wir können das Geld gebrauchen."

Lena nickt verständnisvoll. "Keine Sorge, Mutlu steht auf... nun ja, auf Frauen wie uns." Sie zwinkert Tyra zu, als wäre das ein gemeinsames Geheimnis, eine unausgesprochene Verständigung zwischen ihnen. Dann dreht sie sich um und geht zu einer Tür am Ende des Raumes,. Sie klopft kurz an und verschwindet im Inneren.

Tyra nutzt die Gelegenheit, um sich umzusehen. Das Büro ist größer, als sie erwartet hat. Mehrere Beratungstische sind mit glänzenden Broschüren und Tablets ausgestattet, an den Wänden hängen große Leinwände mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen – Palmen, die sich im Wind wiegen, unberührte Strände, luxuriöse Villen mit privaten Pools. In einer Ecke steht ein kleiner Kaffeetisch mit Snacks, daneben eine professionelle Kaffeemaschine, die leise vor sich hin blubbert. Der Raum ist eine perfekte Inszenierung von Luxus und Entspannung, ein Versprechen auf all die Dinge, die man sich kaufen kann – wenn man das Geld hat.

"Siehst du was, das dir gefällt?"

Mustafas Stimme ist so nah, dass sie seinen Atem auf ihrer Haut spürt. Tyra zuckt zusammen, als wäre sie bei etwas Verbotenem ertappt worden.

"Lass das", zischt sie.

"Ich meine das Büro", sagt er mit einem spöttischen Unterton, doch seine Stimme ist tiefer geworden, rauer. "Aber wenn du lieber über etwas anderes reden willst..."

"Halt die Klappe", faucht sie, doch in diesem Moment öffnet sich die Tür zu Mutlus Büro, und Lena kommt zurück.

"Ihr könnt zu ihm ins Büro gehen", sagt sie. "Er erwartet euch." Ihr Blick gleitet zwischen Tyra und Mustafa hin und her, als würde sie eine stumme Dynamik zwischen ihnen wahrnehmen, die sie nicht ganz deuten kann. "Möchtet ihr einen Kaffee?"

"Ja, schwarz wie immer", sagt Mustafa sofort, ohne Tyra auch nur eines Blickes zu würdigen.

Lena nickt. "Und du, Tyra? Vielleicht einen Latte Macchiato?"

Tyra zögert. Sie spürt, wie Mustafa sie beobachtet, wie sein Blick auf ihr ruht, als wäre sie ein Kunstwerk, das er gerade erst erworben hat. "Äh... ja, sehr gerne."

"Kein Problem", sagt Lena mit einem Lächeln, das fast schon wissend wirkt. "Ich bringe ihn euch gleich ins Büro."

"Danke", murmelt Tyra, während Mustafa sie bereits in Richtung von Mutlus Büro schiebt. Seine Hand liegt auf ihrem unteren Rücken, und die Wärme seiner Berührung brennt sich durch den dünnen Stoff ihres Kleides.

Die Tür zum Büro von Mutlu gibt mit einem tiefen, fast sinnlichen Knarren nach, als Tyra sie mit zitternden Fingern aufdrückt. Der Raum empfängt sie mit einer Welle warmer, feuchter Luft, durchzogen vom schweren Duft von Leder, teurem Tabak und einem Hauch von Chlor, der vom Whirlpool in der Ecke aufsteigt. Die Wände sind mit glänzenden Reiseplakaten bedeckt – strahlend blaue Lagunen, schneebedeckte Gipfel, pulsierende Metropolen –, die im gedimmten Licht des Raumes fast lebendig wirken, als könnten sie jeden Moment in Bewegung geraten. Mutlu sitzt hinter einem monolithischen Schreibtisch aus dunklem Mahagoni, die Finger locker ineinander verschränkt, die hazelnussfarbenen Augen bereits auf Tyra gerichtet, noch bevor sie den Raum vollständig betreten hat.

Sein Blick ist nicht nur neugierig – er ist hungrig. Er gleitet über ihren Körper wie eine körperliche Berührung, verweilt auf den Kurven ihrer Brüste, die sich im tiefen Ausschnitt des engen, schwarzen Mini-Kleid fast komplett zeigen, als wären sie speziell für seine Blicke geformt.Seine Augen wandern weiter, über ihre schmalen Hüften, die sich in einer perfekten Sanduhrform zu ihrem Po verjüngen, der sich unter dem Stoff abzeichnet wie ein Versprechen. Ein kaum merkliches Zucken geht durch seine Wange, als er sich vorstellt, wie sie vor ihm kniet, ihre vollen, rosigen Lippen um seinen Schwanz geschlossen, während er seine Hände in ihr blondes Haar gräbt und sie tiefer auf sich nimmt, bis sie würgt. Die Vorstellung lässt sein Glied in der Hose anschwellen, und er verschiebt unmerklich seine Position im Sessel, um die beginnende Erektion zu verbergen. Gott, dieser Körper. Diese Titten – so schwer, so prall, dass sie sicherlich in seine Hände passen würden wie zwei reife Früchte. Und dieser Arsch… dieser verdammte, perfekte Arsch. Ein langsames, wissendes Lächeln breitet sich auf seinen Lippen aus, während er sich vorstellt, wie er sie von hinten nimmt, wie ihre Backen gegen seinen Unterleib schlagen, während er sie mit jedem Stoß tiefer in die Matratze drückt.

„Hallo, du musst Tyra sein, die neue Bewerberin“, sagt Mutlu, und seine Stimme ist warm wie Honig, aber mit einem rauen Unterton, der Tyra sofort klarmacht, dass dieser Mann genau weiß, was er will – und dass es nicht nur um ihre Fähigkeit geht, Reisen zu verkaufen. Seine Augen funkeln, als er sie von Kopf bis Fuß mustert, und für einen kurzen, atemlosen Moment fühlt sie sich wie ein Stück Fleisch auf dem Markt, das begutachtet, bewertet und schließlich gekauft wird.

„Ja“, antwortet Tyra und reicht ihm die Hand, ihre Stimme leicht brüchig. Ihre Finger zittern, als Mutlu ihre Hand ergreift. Seine Haut ist warm, fast ein wenig feucht, und sein Griff ist fest, fast besitzergreifend. Er hält ihre Hand einen Moment länger als nötig, während sein Daumen sanft über ihren Handrücken streicht, als würde er prüfen, wie weich ihre Haut ist. Ein elektrischer Schauer läuft ihr den Rücken hinab, und sie spürt, wie sich ihre Nippel unter dem dünnen Stoff des Kleides verraten, hart und empfindlich. Scheiße. Warum reagiert mein Körper so auf ihn? Sie versucht, ihre Hand zurückzuziehen, aber er lässt sie nicht sofort los, als würde er genießen, wie unsicher sie ist.

„Setzt euch“, sagt Mutlu schließlich und deutet mit einer eleganten, fast theatralischen Geste auf die beiden Ledersessel vor seinem Schreibtisch. Tyra nimmt Platz, das Leder knarrt leise unter ihr, als sie sich setzt. Das Kleid rutscht ein Stückchen höher, und sie zieht es schnell wieder nach unten, während sie spürt, wie Mustafas Blick auf ihren Oberschenkeln brennt wie ein Brandmal. Mutlu lehnt sich zurück, die Finger wieder verschränkt, die Augen zwischen Tyra und Mustafa wandernd, als würde er ein Schachspiel beobachten, bei dem er bereits die nächsten Züge kennt.

„Und Mustafa, was treibt dich hierher?“ Seine Stimme ist locker, aber es liegt eine scharfe Neugier darin, als würde er bereits ahnen, dass die Antwort interessant sein wird.

Mustafa lehnt sich in seinem Sessel zurück, ein selbstgefälliges Grinsen auf den Lippen, das seine blaue Augen noch intensiver wirken lässt. „Ich hab Tyra hierher gefahren, die ist gestern bei uns im Block eingezogen“, sagt er, als wäre es das Natürlichste der Welt. „Und da hab ich gedacht, ich sag meinem Onkel mal wieder hallo.“ Sein Blick gleitet zu Tyra, und sie spürt, wie sich ihr Magen zusammenzieht. Er genießt das. Er genießt es, mich hierhin gebracht zu haben, als wäre ich sein Eigentum, sein neuestes Spielzeug, das er jetzt stolz präsentiert.

„Das ist schön“, sagt Mutlu, und sein Lächeln vertieft sich, wird fast verschmitzt. „Also kennt ihr euch?“

Tyra spürt, wie ihr Herz schneller schlägt, als würde es versuchen, aus ihrer Brust zu entkommen. „Erst seit gestern“, antwortet sie.

„Na, da wirst du ihn noch intensiver kennenlernen in den nächsten Tagen“, grinst Mutlu, und seine Worte hängen schwer in der Luft wie der Dampf vom Whirlpool. Tyra spürt, wie sich Hitze in ihren Wangen ausbreitet, ein brennendes Erröten, das sich bis zu ihrem Dekolleté hinabzieht. Intensiver? Was zum Teufel soll das heißen? Will er andeuten, dass sie mit Mustafa…? Nein. Das kann nicht sein. Oder doch?

„Bestimmt“, murmelt sie und vermeidet es, Mustafa anzusehen. Sie weiß, dass er sie beobachtet, dass er jeden ihrer Atemzüge, jede kleine Regung registriert wie ein Raubtier, das seine Beute studiert. Und Mutlu? Der scheint jeden Moment zu genießen, als würde er ein Spiel spielen, dessen Regeln nur er kennt – ein Spiel, in dem sie die Hauptfigur ist, ohne zu wissen, dass sie überhaupt mitspielt.

„Und Mustafa, wie laufen die Geschäfte?“ Mutlu lehnt sich vor, die Ellbogen auf den Schreibtisch gestützt, die Finger zu einem steilen Zelt gefaltet. Seine Stimme ist jetzt geschäftsmäßig, aber seine Augen verraten, dass sein Interesse alles andere als professionell ist.

Mustafa zuckt mit den Schultern, sein Grinsen wird breiter, fast herausfordernd. „Die laufen prima, der Online-Video-Verkauf boomt.“

Mutlu lacht leise, ein tiefes, rauchiges Geräusch, das Tyra direkt in den Unterleib trifft. „Das glaub ich dir. Du hast aber auch immer gute Filme.“ Er betont das Wort auf eine Weise, die Tyra sofort versteht. Ihre Gedanken rasen. Filme. Pornos. Er kauft bei Mustafa. Die Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag in die Magengrube. Und Mustafa filmt… Ihr Magen krampft sich zusammen. Hat er etwa… meinen Film? Nein. Das kann nicht sein. Oder doch? Die Erinnerung an gestern blitzt in ihrem Kopf auf – Sie nackt auf ihrem Bett, ihre Finger in ihrer Möse, Mustafas Namen stöhnend… Oh Gott. Oh Gott, oh Gott.

„Ich bin ja selber treuer Kunde bei dir“, fügt Mutlu hinzu, und sein Blick gleitet wieder zu Tyra.

„Danke“, sagt Mustafa, und in seiner Stimme liegt ein Hauch von Stolz, fast wie ein Vater, der sein Kind lobt. „Freut mich, wenn sie dir gefallen.“

Tyra beißt sich auf die Unterlippe. Sie will hier raus. Sie will aufstehen und weglaufen, bevor dieser Albtraum noch schlimmer wird. Aber sie bleibt sitzen, die Hände zu Fäusten geballt, währendMutlu sich wieder ihr zuwendet, als wäre sie das einzige interessante Objekt im Raum.

„So, nun zu dir, Tyra“, sagt er, und seine Stimme ist plötzlich geschäftsmäßig, fast freundlich – eine Maske, die er sich aufsetzt, um das zu verbergen, was wirklich in seinem Kopf vorgeht. „Du kannst dir vorstellen, Reisen zu verkaufen?“

Sie nickt, ihr Hals ist trocken wie Sandpapier. „Ja. Ich glaube, das ist interessant.“

„Ja, das ist es“, stimmt Mutlu zu, und seine Augen wandern wieder über ihren Körper, als würde er sie entkleiden, Schicht für Schicht. „Und mit deinem Aussehen passt du perfekt zu uns ins Team.“ Seine Stimme ist jetzt sanft, fast schmeichelnd, aber die Art, wie er sie ansieht, lässt keine Zweifel daran, was er wirklich meint. Dein Körper. Deine Titten. Dein Arsch. Das ist es, was ich will. „Ich hoffe, du bist auch teamfähig und bringst dich für die Firma ein.“

„Natürlich“, sagt sie schnell, zu schnell. Ihre Stimme klingt fast verzweifelt, wie die einer Frau, die versucht, sich selbst zu überzeugen.

„Sehr schön.“ Mutlu lehnt sich zurück, die Finger tippen leicht auf die Armlehnen seines Sessels, ein langsames, rhythmisches Klopfen, das Tyra an etwas erinnert, das sie nicht benennen will. „Nun noch ein paar persönliche Fragen: Hast du einen Mann oder Freund?“

Tyra zögert. Warum fragt er das? „Ich bin verheiratet.“

„Ah.“ Mutlu nickt, als hätte er genau das erwartet. „Habt ihr Kinder?“

„Nein, noch nicht.“

„Wollt ihr welche?“

Die Frage kommt so unerwartet, dass Tyra einen Moment braucht, um zu antworten. Ihr Verstand rast, sucht nach einer harmlosen Antwort, aber alles, was ihr einfällt, fühlt sich an wie eine Falle. „Ja, aber erst später.“

Mutlu studiert sie, sein Blick wird intensiver, fast durchdringend, als würde er versuchen, direkt in ihre Gedanken zu sehen. „Nimmst du die Pille?“

Tyra erstarrt. Was? Die Frage trifft sie wie ein Schlag in den Magen. Was zum Teufel geht ihn das an? „Nein“, rutscht es ihr heraus, bevor sie weiter nachdenken kann. Ihre Wangen brennen, und sie spürt, wie sich ihr Körper unter seinem Blick verkrampft.

„Also verhütet ihr nicht?“ Mutlu hebt eine Augenbraue, und in seinen Augen blitzt etwas, das sie nicht deuten kann – Neugier? Lust? Etwas Dunkleres, Gefährlicheres?

Tyra spürt, wie sich ihr Gesicht erhitzt, als würde sie von innen verbrennen. „Äh… mein Mann zieht ihn vorher raus.“ Die Worte sind raus, bevor sie sie stoppen kann, und sie könnte sich ohrfeigen. Warum zum Teufel habe ich ihm das erzählt? Es ist, als würde ihr Körper ohne ihr Zutun antworten, als würde etwas in ihr wollen, dass er diese intimen Details kennt.

Mutlu lacht, ein tiefes, amüsiertes Geräusch, das durch den Raum hallt. „Der arme Kerl. Darf nicht in seiner Frau abspritzen.“

Tyra presst die Lippen zusammen. Sie will nicht darüber reden. Nicht mit ihm. Nicht mit diesem Mann, der sie ansieht, als wäre sie schon längst sein, als gehöre sie ihm bereits, bevor sie auch nur ein Wort unterschrieben hat. „Nein, im Moment nicht.“

„Verstanden.“ Mutlu lehnt sich zurück, sein Blick gleitet über ihren Körper, als würde er sie bereits entkleiden, als würde er sich vorstellen, wie sie unter ihm liegt, die Beine gespreizt, bereit für ihn. „Ich schlage vor, du kommst morgen früh um neun zum Probearbeiten. Lena wird dir alles zeigen. Ich zahl fünfzehn Euro die Stunde, und für jede verkaufte Reise gibt es Provision.“

Tyra atmet erleichtert aus. Okay. Das ist gut. Das ist ein Job. Nur ein Job. „Das klingt super. Ich freue mich.“

„Ich mich auch.“ Mutlu steht auf, seine imposante Gestalt wirft einen Schatten über den Schreibtisch, als er ihr die Hand reicht. Seine Finger schließen sich wieder um ihre, warm und fest, fast besitzergreifend. „Willkommen im Team.“

„Danke.“ Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern, als würde sie fürchten, dass jede lautere Äußerung ihn dazu bringen könnte, sie noch intensiver zu mustern.

Mutlu lässt ihre Hand los, aber sein Blick bleibt auf ihr haften, gleitet über ihre Brüste, ihre Taille, ihre Beine, als würde er sich jeden Zentimeter einprägen. „So, dann könnt ihr gehen.“ Er wirft einen Blick auf den Whirlpool, aus dem immer noch Dampf aufsteigt, der sich wie ein Schleier über den Raum legt. „Oder wollt ihr mit mir in den Whirlpool?“

Tyra erstarrt. Was? Die Frage trifft sie wie ein Eimer eiskaltes Wasser. „Äh… danke, aber gerade nicht.“

„Schade.“ Mutlu seufzt theatralisch, aber seine Augen funkeln vor Belustigung – und etwas anderem, etwas Heißerem. „Ich hätte euch gerne ein bisschen besser kennengelernt.“

„Wir wollen noch an den See“, wirft Mustafa ein, und Tyra ist ihm plötzlich unendlich dankbar für die Ablenkung. Sein Grinsen ist breit, fast triumphierend, als hätte er gerade eine Runde gewonnen.

„Oh, da ist es schön“, sagt Mutlu, aber sein Blick bleibt auf Tyra haften, auf den Ausschnitt ihres Kleides, der einen verführerischen Blick auf den Ansatz ihrer Brüste gewährt. „Viel Spaß euch beiden. Und Tyra – bis morgen früh.“

„Danke. Dann bis morgen.“ Sie steht auf, und das Kleid rutscht wieder nach oben, gibt Mutlu einen perfekten Blick auf den Ansatz ihres Pos, die Rundung ihrer Hüften. Sie spürt seinen Blick wie eine körperliche Berührung, und für einen Moment stellt sie sich vor, wie seine Hände dort wären, wie er sie packen und zu sich ziehen würde, wie er sie über seinen Schoß beugen und ihr das Kleid hochschlagen würde, bevor er… Nein. Nein, nein, nein. Sie beißt sich auf die Innenseite der Wange, bis sie den Schmerz spürt.

Mustafa steht ebenfalls auf, wirft seinem Onkel ein grinsendes „Man sieht sich“ zu, als wäre alles in bester Ordnung, als wäre dies nur ein ganz normaler Besuch.

„Ja, schön, dass du mal wieder hier warst“, sagt Mutlu, und sein Blick bleibt auf Tyras Hintern haften, bis die Tür hinter ihnen ins Schloss fällt.

Die Tür zu Mutlus Büro schließt sich mit einem leisenKlick hinter Tyra, als sie und Mustafa in den hell erleuchteten Hauptraum des Reisebüros Reiselust zurücktreten. Die warme, leicht nach Vanille und frischem Kaffee duftende Luft umhüllt sie sofort, vermischt mit dem dezenten Parfüm der Angestellten. Tyra atmet tief durch, ihre Hände zittern noch leicht von der seltsamen Mischung aus Aufregung und Unbehagen, die Mutlus Interview in ihr hinterlassen hat. Ihr schwarzes Minikleid schmiegt sich wie eine zweite Haut an ihren Körper, betont jeden Schwung ihrer Hüften, jeden Atemzug, der ihre üppigen Brüste hebt. Sie spürt, wie Mustafas Blick seitlich an ihr haftet, als würde er jeden ihrer Schritte kontrollieren – oder gar besitzen.

„Das war ja mal ein geiles Vorstellungsgespräch “, flüstert Mustafa ihr zu, seine Stimme rau und amüsiert. Sein Atem streift ihr Ohr, und sie zuckt unwillkürlich zusammen, als seine Finger für einen kurzen Moment ihre Taille berühren. „Mutlu hat dich ja förmlich gefressen mit den Augen. Und du? Alles okay?“ Seine blaue Augen funkeln belustigt, als er ihren Reaktion abschätzt.

Tyra beißt sich auf die Unterlippe. Sie will nicht zugeben, wie sehr Mutlus direkte Fragen – Besonders die nach der Pille – sie aus der Bahn geworfen haben. Oder wie sehr es sie erregt hat, trotz allem. „Ja, schon…“, murmelt sie, während sie sich eine lose Strähne ihrer welligen blonden Haare hinter das Ohr streicht.

„Ihr seid schon fertig?“ Eine helle, melodische Stimme durchbricht ihre Gedanken. Lena nähert sich ihnen mit zwei dampfenden Pappbechern in den Händen, ihr Gang eine perfekte Mischung aus Eleganz und unverschämter Sinnlichkeit.

„Ja“, antwortet Tyra und versucht, ihre Stimme nicht zu überschwänglich klingen zu lassen. „Ich hab den Job wahrscheinlich. Morgen früh soll ich Probe arbeiten.“ Ein Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus, echt und strahlend, trotz des wirren Durcheinanders in ihrem Kopf.

Lenas Augen leuchten auf. „Das freut mich total!“ Sie reicht Tyra einen der Becher – ein Latte Macchiato, der süßliche Duft von Karamell steigt ihr in die Nase. „Hätte mich auch gewundert, wenn Mutlu so eine heiße Frau wie dich nicht eingestellt hätte.“ Sie betont das Wort heiß mit einem Augenzwinkern, als wäre es das Natürlichste der Welt, Tyras Körper so offen zu kommentieren. „Also, willkommen im Team.“

„Danke.“ Tyra nimmt den Kaffee entgegen, ihre Finger streifen dabei Lenas Hand. Die andere Frau hat weiche, gepflegte Haut, und Tyra spürt einen seltsamen Stich. Eifersucht? Nein. Etwas anderes. Bewunderung, vielleicht. Oder die Frage, wie es wohl wäre, so frei zu sein wie Lena. So ungeniert. So mächtig.

„Kommt zu mir an den Tisch“, sagt Lena und deutet mit einer einladenden Geste auf ihren Beratungstisch am anderen Ende des Raums. „Da könnt ihr in Ruhe euren Kaffee trinken.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, dreht sie sich um, ihr knackiger Po in dem engen Rock – wenn man das überhaupt so nennen kann – wiegt sich verführerisch hin und her. Tyra folgt ihr fast wie hypnotisiert, Mustafa einen Schritt hinter ihr, seine Präsenz wie ein Schatten, der sie nicht loslässt.

Der Beratungstisch ist ein schickes Ding aus Glas und Chrom, darauf liegen bunte Reisebroschüren mit Bildern von Traumstränden undLuxusresorts. Eine junge Frau mit kastanienbraunem Haar, das zu zwei Zöpfen geflochten ist, sitzt bereits dort und tippt konzentriert auf einem Tablet herum. Sie trägt ein Oberteil, das mehr Ausschnitt als Stoff zu haben scheint, und einen Minirock, der ihre langen, gebräunten Beine betont. Als sie aufblickt, mustert sie Tyra und Mustafa mit großen, neugierigen Augen.

„Das ist Kimberly, unsere Auszubildende“, stellt Lena vor, während sie sich lässig auf die Tischkante setzt. Ihre Beine sind leicht gespreizt, und Tyra kann nicht anders, als einen kurzen Blick auf den Stoff zu werfen, der sich zwischen ihren Schenkeln spannt. Kein Slip. Natürlich. „Kimberly, das sind Tyra – unsere neue Kollegin – und Mustafa.“

„Hi, ich bin Kimberly“, sagt das Mädchen mit einem schüchternen Lächeln. Ihre Stimme ist leise, fast mädchenhaft, ein Kontrast zu ihrem freizügigen Outfit.

„Hi, ich bin Tyra“, erwidert Tyra und nickt ihr zu. Dann wendet sie sich wieder Lena und ihrem Latte Macchiato zu, den sie vorsichtig probiert. Der Kaffee ist perfekt – cremig, süß, mit genau der richtigen Menge an Espresso. „Mmm, der schmeckt gut.“

„Melanie arbeitet erst heute Nachmittag“, erklärt Lena, während sie ihren eigenen Becher in den Händen hält. „Aber die wirst du noch kennenlernen. Die ist auch… “ Sie macht eine vage Handbewegung in Richtung ihres eigenen Dekolletés. „…sehr offen.“*

„Bestimmt“, murmelt Tyra und nimmt noch einen Schluck. Die Wärme des Kaffees breitet sich in ihr aus, beruhigend und belebend zugleich.

„Du wirst dich hier schnell einleben“, sagt Lena und lehnt sich ein wenig vor, sodass ihr Ausschnitt noch tiefer wird. Tyra kann die Umrisse ihrer gepiercten Brustwarzen deutlich erkennen. „Den richtigen Kleidungsstil hast du ja schon mal.“

Tyra spüren, wie ihr die Hitze in die Wangen schießt. „Ähm… danke.“ Sie wirft einen kurzen Blick auf ihr eigenes Kleid, das kaum mehr als ein längeres Top ist. „Ihr seid hier ja schon alle recht… freizügig gekleidet.“

Lena lacht, ein warmes, rauchiges Geräusch. „Ja, das gehört zum Geschäftsmodell. So verkaufen sich die Reisen an die meist männliche Kundschaft besser.“ Sie zwinkert Tyra zu. „Und mich stört es nicht, ein bisschen Haut zu zeigen. Das Wichtigste ist ja verdeckt.“ Sie deutet mit einem spielerischen Lächeln auf ihren Schritt.

Tyra beißt sich auf die Lippe. Ist es das wirklich? Bei Lena vielleicht. Aber bei ihr? Ihr Kleid ist so kurz, dass sie ständig darauf achten muss, dass nichts Ungewolltes sichtbar wird. „Ja, das stört mich auch nicht“, gibt sie zu. Es ist nicht einmal gelogen. Sie liebt es, wenn Männer sie anstarren. Wenn sie spürt, wie ihre Blicke über ihren Körper gleiten. Es gibt ihr ein Gefühl von Macht. Von Kontrolle.

„Und so stimmt die Provision“, fügt Lena hinzu und nippt an ihrem Kaffee. „Die Jungs sind großzügiger, wenn sie was zu gucken kriegen.“

„Das glaub ich dir“, sagt Tyra und mustert Lena noch einmal. Wie viel verdient sie wohl hier? Genug, um sich so zu kleiden? Genug, um sich alles leisten zu können?

„Und was habt ihr noch vor?“, fragt Lena und stellt ihren Becher ab. Ihr Blick wandert zwischen Tyra und Mustafa hin und her, als würde sie eine unsichtbare Spannung zwischen ihnen spüren.

„Wir wollen noch an den See“, antwortet Mustafa, bevor Tyra etwas sagen kann. Sein Ton ist locker, aber es liegt etwas darin – eine Herausforderung, vielleicht. Oder eine Einladung.

Lenas Augen leuchten auf. „Oh, schön. Vielleicht komm ich nach der Arbeit vorbei.“ Sie zieht ihr Handy aus der Tasche ihres „Rocks“ – wenn man das so nennen kann – und tippt darauf herum. „Ich ruf dich dann an, ob ihr noch dort seid.“ Ihr Blick bleibt an Mustafa hängen, und Tyra spürt einen seltsamen Stich. Eifersucht? Aber warum? Mustafa gehört ihr nicht. Er gehört niemandem. Und doch…

„Das wäre schön“, sagt Tyra schnell, bevor Mustafa antworten kann. Sie will nicht, dass Lena denkt, sie wäre nur seine Begleitung. Dass sie nur seine Spielzeug ist.

Lena lächelt sie an, als hätte sie ihre Gedanken gelesen. „Wollen wir morgen früh zusammen hierher fahren?“

„Sehr gern“, antwortet Tyra sofort. Die Vorstellung, mit Lena im Auto zu sitzen, ihr zuzugehören, sie besser kennenzulernen – es fühlt sich aufregend an. Gefährlich, fast. „Lass uns mal unsere Nummern austauschen.“

„Klar.“ Lena reicht ihr das Handy, und Tyra tippt ihre Nummer ein. Dann gibt Lena ihr eigenes Telefon, und Tyra spürt, wie Lenas Finger ihre Hand streifen, als sie es zurücknimmt. Ein kurzer, elektrischer Kontakt.

Mustafa beobachtet die beiden mit einem amüsierten Funkeln in den Augen, als würde er ein Spiel beobachten, das genau nach seinen Regeln verläuft.

Die nächsten Minuten vergehen in lockerem Geplauder. Kimberly erzählt von einer Reise nach Mallorca, die sie letzten Monat organisiert hat, und Lena wirft ein, wie sehr die Kunden „begeistert“ waren – ein Wort, das sie mit einem vielsagenden Augenrollen betont. Tyra lacht, fühlt sich langsam entspannter, als hätte sie einen Platz in diesem seltsamen, aufregenden Universum gefunden.

Doch dann ist der Kaffee leer, und die Realität holt sie wieder ein.

„Wir sollten dann mal“, sagt Mustafa und steht auf. Seine Stimme ist plötzlich wieder diese raue, bestimmende, die keine Widerrede duldet.

Tyra folgt seinem Beispiel, auch wenn sie sich fragt, warum er so plötzlich aufbricht. „Ja, stimmt. Danke für den Kaffee, Lena.“

„Gern geschehen.“ Lena steht ebenfalls auf, ihr Körper streckt sich wie eine Katze, die sich in der Sonne räkelt. „Vielleicht bis später.“ Ihr Blick bleibt einen Moment zu lange auf Mustafa haften, bevor sie sich wieder Tyra zuwendet. „Und morgen sehen wir uns ja.“

Tyra nickt, ein seltsames Kribbeln in der Magengegend. Was wird morgen passieren? Wird Lena sie in ihre Welt einweihen? Wird sie ihr zeigen, wie man hier wirklich überlebt?

Mustafa legt ihr eine Hand auf den unteren Rücken – besitzergreifend, fast schon grob – und führt sie zurück durch das Reisebüro, vorbei an den neugierigen Blicken der anderen Angestellten. Tyra spürt, wie sich ihre Haut unter seiner Berührung erhitzt. Er weiß, dass ich es hasse. Und er macht es trotzdem.

Draußen wartet sein weißer Mercedes-Benz Cabrio, glänzend in der Mittagssonne. Die Stadt ist lebendig um sie herum – das Rattern der Straßenbahnen, das Lachen von Passanten, das ferne Hupen eines Autos. Doch in diesem Moment fühlt es sich an, als wären sie die einzigen beiden Menschen auf der Welt.

Mustafa öffnet ihr die Beifahrertür mit einer übertriebenen Geste, als wäre sie eine Königin. Oder sein Eigentum. „Steig ein, Prinzessin.“

Tyra beißt sich auf die Lippe, aber sie gehorcht. Der Ledersitz ist warm von der Sonne, weich unter ihren nackten Oberschenkeln. Sie rutscht ein wenig hin und her, versucht, eine bequeme Position zu finden, ohne dass ihr Kleid noch weiter hochrutscht.

Mustafa schließt die Tür, geht um das Auto herum und setzt sich auf den Fahrersitz. Sein Duft – Leder, Tabak und etwas Animalisches – füllt den Innenraum. Tyra atmet tief ein, ohne zu wollen. Warum riecht er so gut? Warum macht er mich so verrückt?

Er drückt einen Knopf, und das Verdeck des Cabrios öffnet sich mit einem leisen Surren. Die Sonne flutet herein, warm und golden, und Tyra schließt für einen Moment die Augen, genießt das Gefühl auf ihrer Haut.

Dann startet Mustafa den Motor. Ein tiefes, grollendes Brummen erfüllt die Luft, vibriert durch ihren Körper. Sie öffnet die Augen gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie er ihr einen kurzen, triumphierenden Blick zuwirft, bevor er losfährt.

Der Fahrtwind peitscht durchTyras Haare, zieht an ihrem Kleid, lässt es flattern wie eine Fahne. Es ist befreiend. Aufregend. Sie lehnt sich zurück, genießt das Gefühl, als würde sie fliegen.

Doch dann spürt sie etwas Kühles an ihren Oberschenkeln. An ihrem Intimbereich.

Ein Schauer läuft ihr den Rücken hinunter.

Nein.

Langsam senkt sie den Blick.

Ihr Kleid ist hochgerutscht. Viel zu hoch. Der Stoff hat sich bis fast zu ihrer Hüfte verschoben, und der Fahrtwind streicht nun ungehindert über ihre glatt rasierte, sonnengebräunte Scham. Sie kann sogar den Ansatz ihrer Schamlippen sehen, die sich leicht unter der Haut abzeichnen.

Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott.

Ihr Herzschlag beschleunigt sich, pocht in ihren Ohren. Sie zupft hastig am Saum des Kleides, versucht, es wieder nach unten zu ziehen, ohne dass es zu offensichtlich wird. Doch es ist zu spät.

„Alles okay?“ Mustafas Stimme ist ein dunkles, amüsiertes Grollen.

Sie wirft ihm einen Blick zu – und erstarrt.

Er grinst. Dieses verdammte, selbstzufriedene Grinsen, das sagt: Ich hab’s gesehen. Und ich genieße jede Sekunde.

„J-ja“, stammelt sie und spürt, wie ihr Gesicht in Flammen steht. „Nur… der Wind.“

„Mhm.“ Sein Blick gleitet für einen kurzen Moment wieder nach unten, zu ihren Beinen. Dann zurück zur Straße. „Soll ich das Verdeck schließen?“

Ja. Nein. Ich weiß nicht.

„Nein“, sagt sie schnell. Zu schnell. „Ist schon okay.“

Sein Grinsen wird breiter.



Teil 2 von 2 Teilen.
alle Teile anzeigen  



Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht
und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat.
autor icon Mr.big hat 7 Geschichte(n) auf diesen Seiten.
autor icon Profil für Mr.big, inkl. aller Geschichten
email icon Email: mr.big6764@gmail.com
Ihre Beurteilung für diesen Teil:
(Sie können jeden Teil separat bewerten)
 
Privates Feedback zum Autor senden:

Ihre Name:
Ihre Email: (optional, aber ohne kann der Autor nicht antworten!)
Ihre PRIVATE Nachricht für Mr.big:

Abstimmen und/oder Private Nachricht an Autor schicken:


Alle Geschichten in "Ehebruch"   |   alle Geschichten von "Mr.big"  





Kontakt: EroGeschichten webmaster Art (art@erogeschichten.com)
Datenschutz - Inhalte melden/entfernen lassen

Eroticstories.com: Sex Stories written in english