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Wahlkampf (fm:Humor/Parodie, 2965 Wörter)

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Veröffentlicht: Sep 10 2026 Gesehen / Gelesen: 197 / 140 [71%] Bewertung Geschichte: 7.67 (3 Stimmen)
Anna-Lena entdeckt neue Methoden im Wahlkampf ...

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© Schiller Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

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Er wusste schon, dass etwas kam. Alle wussten irgendetwas.

Sie trafen sich zwei Stunden später in einem anderen Hotel. Nicht ihrem. Ein Standardzimmer, Vorhänge halb zu, Minibar unberührt. Er stellte zwei Gläser hin. Anna-Lena trank nicht. Sie behielt die weiße Bluse an, die grüne Hose, die Schuhe.

„Sie wollen, dass ich weicher formuliere“, sagte sie.

„Ich will, dass Sie überlebensfähig formulieren. Kohle, Gas als Brücke, Wasserstoff, ohne dass jeder Satz nach Parteitag klingt. Dafür kann ich Türen aufhalten. Ohne das lasse ich sie zufallen. Ganz ruhig.“

Sie sah ihn an. In diesem Blick lag keine Verführung, die sie geübt hätte. Es lag Berechnung darin, und Müdigkeit.

„Was kostet die Tür?“

Er lachte nicht. Er öffnete den Gürtel.

Anna-Lena blieb sitzen, dann stand sie auf, ging um den Tisch und sagte, bevor seine Hand an ihre Hüfte ging:

„Nein. Nicht das. Nicht in mich. Nicht anfassen, als gehörte ich dazu. Nur den Mund. Wenn das nicht reicht, gehen Sie. Dann bleibt Ihre Tür zu, und meine auch.“

Einen Atemzug lang hing es. Dann nickte er.

Sie kniete auf dem Teppich. Die sagegrüne Hose spannte. Der oberste Knopf der Bluse war offen, mehr nicht. Sein Schwanz war schon dick, die Eichel feucht vom Voraus. Der Geruch schlug ihr in die Nase – Haut, Stoff, ein bisschen Wein. Ihr Magen zog sich zusammen.

Sie nahm ihn zuerst in die Hand, als müsse sie sich überzeugen, dass das jetzt wirklich geschah. Dann beugte sie den dunklen Bob vor und schloss die Lippen um die Spitze.

Es war widerlich in seiner Banalität. Salzig, glatt, zu warm. Der Würgereiz kam sofort, als er nach vorn schob. Anna-Lena zog zurück, hustete einmal gegen die Faust, atmete, zwang sich wieder an ihn. Speichel lief ihr aus dem Mundwinkel auf die weiße Bluse. Sie zählte im Kopf Sätze aus der Rede, damit der Mund etwas anderes tat als empfinden.

Er legte die Hand in ihr Haar.

„Tiefer.“

Sie ging tiefer, bis die Augen tränten. Nicht aus Hingabe. Aus dem Versuch, fertig zu werden. Er stöhnte nur einmal, dann wieder die kontrollierte Stimme, als spräche er immer noch über Kraftwerke.

„So. Genau so. Sie können also doch etwas zu Ende bringen.“

Der Satz saß. Anna-Lena saugte fester, nicht weil sie ihn belohnen wollte – weil sie den Satz umdrehen wollte. Als er kam, kam er ohne zu fragen, heiß und bitter, zu viel. Sie riss den Kopf zur Seite. Ein Teil landete auf der Unterlippe, ein Teil auf der Bluse. Sie spuckte in ein Taschentuch, wischte sich, stand auf. Die Knie zitterten.

„Die Passage zu den Kraftwerken“, sagte sie heiser. „Die weiche Fassung. Sie sorgen, dass sie nicht sofort zerrissen wird.“

Er knöpfte zu. „Machen wir. Und lassen Sie den Satz vom ‚sofortigen Ende‘. Der tötet uns beide.“

Im Bad wusch sie sich den Mund. Mundwasser, das sie von da an immer dabeihatte. Im Spiegel dieselbe Frau wie auf den Agenturfotos. Nur der Mund war rot.

Im Auto schrieb sie dem Team: Bin unterwegs.

Sie dachte: Nie wieder.

Und wusste, dass die Alternative war, zuzusehen, wie die Tour verpuffte.

Die Wochen, in denen die Papiere nicht mehr reichten Im Team sagte man: Bleib sachlich. Erklär den Lebenslauf als Schlamperei, nicht als Absicht. Das Buch sei kein Fußnotenwerk. Die Leute wollen Zukunft, keine Akten.

Anna-Lena sagte das alles. Vor Kameras klang es richtig. In den Zimmern hinter den Kameras klang es nach einer Frau, die um Nachsicht bat.

Ein Landesgeschäftsführer, der ihr wohlgesonnen war, sagte nach einer Schalte den Satz, den niemand ins Protokoll nahm:

„Die halten dich für ein Produkt. Produkte korrigiert man oder man stellt sie ab. Wenn du in diesen Runden nur mit Folien kommst, stellen sie dich ab.“ Sie fragte: „Was bleibt dann?“

Er zuckte mit den Schultern. „Zugang. Und Zugang hat in diesem Land immer noch oft die Form von Männern, die nach Mitternacht entscheiden, welcher Satz morgen steht.“

Sie verstand. Sie hasste, dass sie verstand.

Zu Hause in Potsdam war das andere Leben noch intakt genug, um als Maßstab zu dienen. Die Kinder. Der Mann. Der Flur ohne Teppichgeruch. Sie duschte länger. Sie sagte, der Wahlkampf fresse alles. Das war nicht einmal gelogen. Es war nur nicht die ganze Wahrheit.

Sie bot ihren Körper an, weil ihr niemand den anderen Preis glaubte. Weil Erfahrung, die sie nicht hatte, sich nicht nachtragen ließ. Weil eine Entschuldigung den Lebenslauf nicht ungeschehen machte. Weil ein Mann, der über Industrie sprach, ihre Kompetenz erst ernst nahm, wenn sie etwas tat, das ihn etwas kostete – oder sie.

Die Grenze blieb. Nur der Mund.

Nicht aus Keuschheit. Aus Kontrolle.

Frankfurt, das schwarze Kleid, der Verleger Der Empfang war voller, die Stimmung nicht besser. Anna-Lena trug das schwarze enge Kleid und die roten Stiefel. Das Kleid zeigte Brust und Hüfte, ohne nackt zu sein. Ein Verleger – nicht der größte Name, aber einer, dessen Blätter aus einer Unstimmigkeit eine Woche machen konnten – blieb neben ihr stehen, als die anderen schon zum Ausgang drifteten.

„Ihre Glaubwürdigkeit ist im Moment die eigentliche Energiefrage“, sagte er leise. „Wenn die weg ist, können Sie den Kohleausstieg predigen, so viel Sie wollen. Wir rahmen das dann als Charakter. Charakter frisst Inhalt.“

„Sie bieten an, ihn nicht zu fressen.“

„Ich biete an, ihn nicht als Hauptgericht zu servieren. Das ist in meinem Gewerbe bereits Zuneigung. Dafür brauche ich von Ihnen keine Predigt. Ich brauche drei Sätze, die Sie durchhalten, und das Gefühl, dass Sie wissen, wie teuer das ist.“ Im Zimmer ließ sie ihn nicht aufs Bett. Sie zog den Sessel an die Fensterfront, kniete mit den Stiefeln an, den Rock nur so weit hoch, dass sie knien konnte. „Nur der Mund. Die Hand bleibt weg von allem anderen. Wenn Sie das nicht können, gehen Sie jetzt und schreiben Sie, was Sie wollen.“

Er blieb.

Sein Schwanz war länger, nicht dicker. Anna-Lena nahm ihn wie eine Pflicht, die man nicht schönreden sollte: Hand am Ansatz, Lippen über den Zähnen, gleichmäßiger Takt. Der Würgereiz war da, aber sie steuerte ihn. Wenn er zu tief wollte, drückte sie gegen den Oberschenkel.

„Nicht.“

Er blieb wieder.

Während sie ihn blies, redete er weiter, atemlos, als könne er den Deal nicht vom Körper trennen.

„Sagen Sie nicht ‚Fehler passieren‘. Sagen Sie: ungenau, korrigiert, abgeschlossen. Wiederholen Sie nicht UNHCR. Lassen Sie das Buch als politische Streitschrift stehen, nicht als Wissenschaft. Und hören Sie auf, jedes Interview wie eine Beichte zu führen. Beichten machen appetitlich.“

Anna-Lena hörte zu, den Mund voll. Speichel tropfte auf das schwarze Kleid. In ihrem Kopf liefen die Vorwürfe mit: Hochstapelei, Soufflé, Produkt. Jeder Stoß seiner Hüfte war eine Seite, die morgen nicht erschien.

Kurz bevor er kam, packte er den Bob fester. Sie ließ den Mund nicht weg. Sie nahm den Takt zurück – langsamer, fest, unerbittlich –, bis er fluchte und nachgab. Das war der Moment, in dem zum ersten Mal etwas anderes als Ekel durchschoss. Nicht Lust auf ihn. Lust daran, dass ein Mann, der Überschriften verkaufte, den Atem verlor, weil sie entschied, wann er fertig wurde.

Er kam. Sie schluckte, weil sie nicht wieder mit einem Fleck durch die Lobby wollte. Der Schluck war willentlich.

Danach saß sie auf dem Sessel, wischte den Mund, das Kleid wieder glatt. „Die drei Sätze“, sagte sie. „Ihre Linie trägt sie. Die anderen lässt sie sterben.“ Er atmete noch flach. „Sie lernen das schneller als Ihre Papiere.“ „Meine Papiere überzeugen Leute, die schon überzeugt sind. Sie nicht.“ Als die Tür ins Schloss fiel, blieb sie sitzen. Zwischen den Beinen war es warm. Niemand hatte sie dort berührt. Der Gedanke allein – er hat gebraucht, ich habe dosiert – reichte. Sie schämte sich dafür, im Fahrstuhl, und merkte trotzdem den Puls.

Berlin, der Wagen, die Deutung Nach einer Runde, die schlecht gelaufen war, wartete der Fernsehjournalist auf dem Parkplatz. Eines der Gesichter, die abends erklärten, was das Land zu denken hatte. Jünger, sportlich, höflich im Ton, scharf in der Sache. „Sie zerlegen sich selbst“, sagte er. „Wir müssen nur noch die Kamera halten. Lebenslauf, Buch, die Benzin-Sätze. Das Publikum liebt den Sturz mehr als das Programm.“

„Was kostet ein anderer Schnitt?“

„Nicht Geld. Ein Gefühl. Dass Sie nicht um Gnade bitten. Und dass bestimmte Fragen nicht die ersten sind.“

Sie gingen in den Wagen des Senders. Getönte Scheiben. Der Fahrer eine Runde. Auf der Rückbank wenig Platz. Anna-Lena kniete im Fußraum, grüne Hose, weiße Bluse. Als seine Hand an die Brust wollte, nahm sie sie weg. „Nur das. Ich hab’s gesagt. Nochmal: nur der Mund.“

Er lehnte sich zurück, ungeduldig.

Sie öffnete ihm die Hose, nahm den Schwanz heraus, der sich schon gegen den Stoff gedrückt hatte, und begann zu blasen, während der Wagen anfuhr. Eng, unwürdig, präzise. Der Bob streifte seinen Bauch. Sie nahm ihn nur so tief, wie sie steuerte, würgte einmal, atmete durch die Nase, machte weiter. Draußen Laternen.

„Nicht die Zähne.“

Sie nahm die Zähne weg. Saugte. Speichel auf seiner Hose, ein dunkler Fleck auf ihrer Bluse. Sie schaute hoch, während sie arbeitete. Das war neu und absichtlich. Er sollte sehen, dass sie nicht verschwand in der Geste.

Er versuchte, den Rhythmus zu übernehmen. Sie nahm ihn zurück. Langsamer, wenn er drängte. Fester, wenn er nachgab. Als er „jetzt“ sagte, nahm sie den Mund weg und strich nur mit der Hand, langsam, bis er den Namen sagte, als wäre er eine Bitte.

Dann nahm sie ihn wieder und ließ ihn kommen. Schluckte. Setzte sich. Wischte das Kinn.

„Morgen die Schalte. Die Lebenslauf-Frage nicht als erstes. Dafür bleibe ich bei der Energie zwei Sätze weicher, als das Papier will.“

Er nickte, die Wangen rot.

Im Spiegel der Lobby sah sie den geröteten Mund. Auf dem Weg nach oben merkte sie die Feuchtigkeit in der Hose. Peinlich. Ehrlich. Sie hatte sich gequält – und gleichzeitig etwas behalten, das die anderen nicht bekamen. Die Erregung war nicht der Schwanz. Die Erregung war, dass die Deutungshoheit für einen Moment auf ihren Knie gelegen hatte.

Im Zimmer schob sie später die Hand unter den Stoff und machte sich still fertig, die andere Hand über dem Mund. Im Kopf nicht sein Gesicht. Im Kopf der Moment, in dem sie den Mund weggenommen hatte und er nicht mehr Herr über den Satz war.

Das orangefarbene Kleid, der Mann hinter der Union Im orangefarbenen Kleid sprach sie mit erhobenen Händen, das Orange fraß die graue Kulisse. Nach der Sitzung blieb in einem der Räume, die man für „kurze Abstimmungen“ buchte, ein Mann aus dem Umfeld der Union. Nicht der Kandidat. Einer der Männer dahinter, die ausloteten, welche Koalitionen denkbar blieben, falls die Zahlen sich noch einmal drehten.

Er kam ohne Schmeichelei.

„Sie werden nicht Kanzlerin. Nicht in diesem Jahr. Dafür ist zu viel Porzellan kaputt. Aber Sie können entscheidend bleiben oder Fußnote werden. Fußnoten schreibt man nicht in Reden. Die schreibt man in Enthaltungen, in Ausschüssen, in dem, was man über den anderen nicht sagt.“

Anna-Lena lehnte am Konferenztisch. „Sie wollen Ruhe an einer Flanke.“ „Ich will berechenbare Ruhe. Keine moralische Dauerberieselung, keine Sätze, die meine Leute in den Wahlkreisen fertigmachen. Dafür kann über zwei Ausschüsse geredet werden. Mehr nicht.“

Er griff nach ihrer Hüfte. Sie nahm die Hand weg.

„Nein. Ich knie. Sie stehen. Mehr passiert nicht. Das ist das Angebot. Das andere Angebot ist, dass ich morgen den Satz sage, den Ihre Leute nicht hören wollen.“ Einen Moment sah er aus, als würde er gehen. Dann blieb er. In diesem Milieu verstand man Preise.

Sie kniete auf dem Teppich, das orange Kleid über den Schenkeln, der Bob nach vorn. Sie öffnete ihm die Hose, spuckte in die Hand, machte ihn nass, nahm ihn. Der Anfang war Arbeit, nicht Qual im alten Sinn. Was sie zu erregen begann, war das Gesicht über ihr: ein Mann, der Koalitionen wog, der den Atem verlor, weil eine Frau in Orange den Takt angab.

Sie saugte langsamer, als er wollte. Ließ die Eichel an den Lippen ruhen. Sah ihn an. Nahm ihn tiefer, bis die Augen tränten – diesmal Kalkül. Tränen sagten: Ich zahle. Also zahlst du.

„Zwei Ausschüsse“, murmelte er.

Sie nahm den Mund weg. „Nachher. Jetzt nicht reden, als wären Sie noch oben.“ Er fluchte. Sie nahm ihn wieder. Als er kam, die Faust auf der Tischplatte, blieb sie, bis er fertig war. Schluckte. Stand auf. Strich das Kleid glatt.

„Enthaltung. Und bestimmte Sätze zu uns lassen Sie.“

„Ja.“

Auf der Toilette wusch sie den Mund, zog das Höschen zurecht. Es war durchfeuchtet. Sie lehnte die Stirn gegen das Blech der Kabine und spürte den Puls deutlich zwischen den Beinen. Niemand war in ihr gewesen. Es war nur die Tatsache, dass sie keine andere Möglichkeit gesehen hatte – und dass genau dieses Angebot, so begrenzt, so kniend, so nass um den Mund, Türen bewegte, die Folien nicht bewegten.

Was sie sich sagte, damit es aushielt Anna-Lena erzählte sich keine Liebesgeschichte. Sie erzählte sich eine Lage.

Die anderen hatten Ministerien gehabt, Haushalte, Staatssekretäre, jahrzehntelange Anrufe. Sie hatte eine Nominierung, ein Umfragehoch, das verpuffte, und einen Sommer, in dem jedes Blatt ihren Charakter wog. In den Zimmern, in denen über Industrie, Medienrahmen und Koalitionsmathematik gesprochen wurde, endete ihre Kompetenz an der Stelle, an der Erfahrung verlangt wurde, die sie nicht nachliefern konnte.

Also bot sie an, was sie hatte. Den Körper. Aber nicht alles. Den Mund als Preis und als Grenze. Eine Demütigung, die sie selbst dosierte.

Am Anfang war es Qual: Geruch, Würgereiz, kniende Knie, Fleck auf der Bluse, Mundwasser, der Gedanke an zu Hause.

Dann merkte sie die Hebel. Wer zu schnell kommen wollte, wartete. Wer griff, verlor den Mund. Wer nach mehr zog, sah zu, wie sie aufstand und ging. Einmal reichte. Das sprach sich herum, ohne Protokoll.

Die Macht war nicht Hingabe.

Die Macht war, die einzige noch offene Tür im Raum zu sein – und dass die Tür die Form ihres Mundes hatte.

Das erregte sie.

Nicht zärtlich. Scharf, kühl, nach Mitternacht, wenn die Security vor der Tür saß und sie die Hand unter die grüne Hose oder unter das schwarze Kleid schob. Im Kopf der Moment, in dem ein Mann den Namen sagte wie eine Bitte. Im Kopf die Erkenntnis, dass sie Menschen dazu brachte, zu wollen, was sie wollte – weichere Sätze, andere Schnitte, Enthaltungen –, weil sie ihnen etwas gab, das sie sonst nicht bekamen, und alles andere verweigerte.

Die großen Hallen füllten sich trotzdem nicht so, wie im April geträumt. Aber einzelne Türen gingen auf. Ein Kommentar, der nicht geschrieben wurde. Ein Termin, der stattfand. Ein Verband, der gesprächsbereit signalisierte. Anna-Lena ging weiter die Treppen hinunter, der Blick konzentriert, fast streng. Niemand sah den geröteten Mund unter dem Lippenstift. Niemand sah, dass sie abends kniete, weil sie keine andere Möglichkeit mehr sah – und dass genau diese Möglichkeit inzwischen auch sie selbst umlegte.



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